Diese Tipps für deinen Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße solltest du kennen

Die Großglockner Hochalpenstraße ist immer einen Besuch wert – egal ob im Frühling, wenn noch letzte Schneereste liegen, oder im Herbst, wenn es wieder kühler wird und einem der Herbstwind um die Nase weht. Auf rund 48 Kilometer erstreckt sich die Panoramastraße, die als eine der schönsten in Europa gilt. Wer ein schönes Ziel für einen kurzen Roadtrip oder einen ausgedehnten Wanderurlaub sucht, der ist hier in jedem Fall richtig.


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Alles Wichtige über die Großglockner Hochalpenstraße auf einen Blick

Wo liegt die Großglockner Panoramastraße?

Die Panoramastraße liegt im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich, in den beiden Kantonen Salzburg und Kärnten. Der Salzburger Zugang befindet sich in Fusch-Ferleiten, die Mautstation in Kärnten findest du in Heiligenblut.

Zahlen zur Großglockner Hochalpenstraße

Auf einer Länge von 48km verläuft die Hochalpenstraße. 36 Kehren bringen dir jede Menge Fahrspaß, egal ob du mit dem Cabrio unterwegs bist, dem Motorrad oder dem Fahrrad. Der höchste Punkt der Panoramastraße liegt auf 2571m ü. d. M. und zwar auf der Edelweißspitze.

 

Der erste Spatenstich zum Bau der Großglockner Hochalpenstraße war am 30. August 1930. Rund 5 Jahre hat der Bau gedauert, bis Anfang August 1935 die feierliche Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße stattfand.

Öffnungszeiten und Preise

Die Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstraße variieren je nach Jahreszeit:

  • Anfang Mai bis 31. Mai: 6.00 – 19.30 Uhr
  • Juni bis 31. August: 5.30 – 20.30 Uhr
  • Ab 1. September bis Ende Oktober/Anfang November: 6.00 – 19.30 Uhr

Die letzte Einfahrt ist jeweils jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre!

Die Eintrittspreise zur Großglockner Hochalpenstraße sind nicht personen- sondern fahrzeuggebunden:

  • PKW/Wohnmobil: 37,50€
  • E-PKW: 27,50€
  • Motorrad: 27,50€
  • E-Motorrad: 21€

Mehrtageskarten sind gegen geringere Aufpreise zu bekommen. Sofern du in einer der Hütten an der Großglockner Hochalpenstraße übernachtest, fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Seite der Großglockner Hochalpenstraße.

TIPP: Die Tickets sind im Vorverkauf zum Beispiel beim ADAC bis zu 5€ günstiger.

Falls du dir die Beine vertreten willst während deines Roadtrips, hast du dazu auf einem der vielen Wanderwege die Möglichkeit. Auf einigen Wanderwegen kannst du sogar geführte Wanderungen machen, zum Beispiel am Panoramarundweg Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Dazu findest du sieben Themenwanderungen entlang der Großglockner Hochalpenstraße.

Es gibt kurze Wanderungen von ca. 30 Minuten, die auch für ungeübte Wanderer problemlos machbar sind. Andere dauern mehrere Stunden und führen den geübten Wanderer durch alpines Gelände.

Rasten und Übernachten auf der Panoramastraße

Entlang der Großglockner Hochalpenstraße finden sich 6 Restaurants auf der Nordseite (in Salzburg), zwei auf der Kärntener Seite und sechs auf der Gletscherstraße, die zur Kaiser Franz-Josefs-Höhe führt. In manchen der Hütten kannst du sogar übernachten, zum Beispiel auf der Edelweißspitze oder im Restaurant Kaiser Franz-Josef-Haus & Panoramarestaurant. Der Sternenhimmel so weit weg jeglicher Zivilisation muss atemberaubend sein. Etwas, das ich bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall erleben will!

 

Dazu gibt es an sehr vielen Haltebuchten Picknickplätze, an denen du dein selbstmitgebrachtes Vesper verspeisen und dabei die herrliche Bergwelt bewundern kannst

Großglockner Hochalpenstraße – Tipps für Übernachtungen vor den Mautstationen

Die meisten Deutschen übernachten wohl auf der nördlichen Seite der Großglockner Hochalpenstraße, da die Orte dort ohne Maut zu erreichen sind. Sehr schön ist Zell am See. Hier findest alles, von wahren Luxusherbergen hin zu Low-Budget-Unterkünften. Falls du länger bleibst, kannst du von hier aus auch viele weitere Ausflüge machen. Eine kleine Schifffahrt auf dem Zeller See oder eine Wanderung, alles ist möglich.

Näher an der Großglockner Hochalpenstraße bist du in Fusch. Von hier aus sparst du etwa 20 Minuten Fahrzeit, was sicher ein gutes Argument für Langschläfer ist. Hier gibt es viele kleinere Pensionen und Hotels, teilweise auch mit angeschlossenem Restaurant.

Nach deiner Ankunft in Fusch an der Großglocknerstraße kannst du vor dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang zum Hirzbach Wasserfall machen. In etwa 30-40 Minuten bist du gemütlich hin spaziert.

Das südliche Ende der Straße liegt im Ort Heiligenblut. Auch hier gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten. Allerdings führt der Weg dorthin entweder über die Großglockner Hochalpenstraße oder eine andere mautpflichtige Strecke.

Alle Beiträge zur Großglockner Hochalpenstraße

Unsere Erlebnisse auf der Großglockner Hochalpenstraße

Zweimal waren mein Freund und ich schon auf der Großglockner Hochalpenstraße unterwegs. 2017 und 2020, jeweils Ende August bzw. Anfang September. Das Wetter hätte bei beiden Touren unterschiedlicher nicht sein können.

2017 sind wir bei schlechtem Wetter gestartet und standen mitten in einem Gewitter auf der Edelweißspitze. Das war schon sehr aufregend, aber eigentlich nicht das, weshalb wir ursprünglich zur Großglockner Hochalpenstraße gefahren sind.

Aus diesem Grund haben wir entschieden, einen neuen Versuch zu starten. Vielleicht hat der Wettergott ja etwas Mitleid, wenn ich die Schwiegereltern in spe mitnehme? Schon bei der Fahrt nach Österreich hatten wir bestes Wetter und konnten bei dem einen oder anderen Stopp die Sonne genießen.

Gleich nach unserer Ankunft in Fusch an der Großglocknerstraße und dem Einchecken in die Pension Dorfplatzl haben wir einen Spazierganz unternommen. Nicht weit vom Ort entfernt gibt es einen Wasserfall, den Hirzbach Wasserfall. Zu dem wollten wir hin.

Schwiegermama haben wir unterwegs zurückgelassen. Ihr wurde das alles zu hoch. Zu dritt sind wir also weiter den Trampelpfad hinauf bis zum Wasserfall. Ich gestehe, auf der Brücke habe ich mich auch nicht sooo gut gefühlt. Mit der Kamera in der Hand auf feuchtem Gitter laufen, mit dem Blick in den Abgrund, das ist nun auch nicht ganz meins.

Die beiden Männer haben sich für den Rundweg entschieden, während ich zurück bin und die Mutter meines Freundes eingesammelt habe. Gemeinsam sind wir wieder in den Ort hinabgestiegen und haben dort unsere beiden Männer in Empfang genommen.

 

Nach dem Abendessen in Zell am See, schon im September 2020 ohne größere Coronabeschränkungen, ging es früh ins Bett um am nächsten Morgen auch zeitig aufbrechen zu können.

Von Ferleiten zur Edelweißspitze

Nach einem sehr leckeren Frühstück ging es auch gleich los. An der Mautstation Ferleiten haben wir nochmal kurz angehalten und das Bergpanorama von unten genossen. Schon bald ging es dann hoch hinauf auf die Großglockner Hochalpenstraße.

 

Ja, tatsächlich war uns auch der Wettergott gnädig. Das Wetter hätte besser kaum sein können. Blauer Himmel mit einigen Schäfchenwolken, die Temperaturen traumhaft. Nicht zu warm, nicht zu kalt, einfach perfekt. Mit vielen Stopps ging es die Großglockner Hochalpenstraße hinauf.

 

Nicht ganz eine Stunde haben wir von Ferleiten zur Edelweißspitze gebraucht, trotz der vielen Pausen, die wir gemacht haben. Oben haben wir uns eine ganze Weile aufgehalten und die Aussicht genossen. Im Restaurant Edelweißspitze gibt es gutes Essen für hungrige Roadtripper (und vor allem saubere Toiletten).

Der Weg hinauf und wieder herunter von der Edelweißspitze ist aber nur etwas für Hartgesottene. Eine schmale Kopfsteinpflasterstraße ist der einzige Zugang zur Edelweißspitze. Man kann zwar auch weiter unten parken und hoch laufen, aber dazu haben wir uns nicht entschieden.

Auch wenn es extrem voll war und wir nur mit Mühe einen Platz gefunden haben, den Wagen abzustellen. Ein regulärer Parkplatz war das übrigens nicht. Aber wo klein Kläger, da kein Richter und auch kein Strafzettel.

Von der Edelweißspitze zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und zurück nach Ferleiten

Nachdem wir ausgiebigst die Aussicht genossen, eine Toilettenpause eingelegt haben und ein wenig um den Parkplatz herumspaziert sind, ging die Fahrt weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Aber natürlich nicht ohne wieder häufig anzuhalten. Zwischendurch war auch ausreichend Zeit für ein gemütliches Picknick mit Blick hinaus ins Tal.

Endlich angekommen am Ziel habe ich mich schon so darauf gefreut, die Murmeltiere zu füttern, von denen eine Freundin mir erzählt hat. Leider ließen sich weder mein Freund noch die Schwiegereltern zu einer Wanderung zu den Murmeltieren bewegen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal?

Auf der Rückfahrt über die Großglockner Hochalpenstraße nach Ferleiten haben wir noch beim Energiedusche Wasserfall angehalten. Da uns noch eine mehrstündige Rückfahrt bevorstand, haben wir dort auch unsere Wasserflaschen mit frischem, kühlem Bergwasser aufgefüllt. Nur selten kann man so leckeres Wasser trinken!

Auch den obligatorischen Halt am Fuscher Törl haben wir uns für die Rückfahrt aufgespart. Hier befindet sich auch eine Gedenkstätte für all jene Arbeiter, die beim Bau der Großglockner Hochalpenstraße ihr Leben gelassen haben.

Fotografieren auf der Großglockner Hochalpenstraße

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein wahres Paradies für Fotografen. Die Berge, Wasserfälle, das Wetter, Makroaufnahmen oder Tiere, hier wird jeder Fotograf glücklich. Am besten bringst du dein Stativ, ein Weitwinkel- in Tele- und ein Makroobjektiv mit. Und damit du weiß, wo es sich auf jeden Fall lohnt anzuhalten, habe ich dir die 6 schönsten Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße aufgeschrieben.

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8 Kommentare

  1. Liebe Tanja,
    spannend Dein Reisebericht und viele wertvolle Tipps dabei. Sehr gut recherchiert.
    Den Sternenhimmel klar zu sehen ohne Straßenlaternen ist sehr beeindruckend und stelle ich mir auch dort sehr schön vor. Das Bergwasser hätte ich auch gern probiert und dazu noch wandern. Herrlich!
    Herzliche Grüße
    Vivienne

  2. Liebe Tanja,
    was für ein schöner Bericht! Vielen lieben Dank für die tollen Eindrücke.
    Für mich wäre das wohl eher keine Tour, die ich für mich planen würde. Ich stelle mir das mit Rollstuhl schon schwieriger vor. Umso mehr hat mich aber dein Bericht gefreut!

    Liebe Grüße,
    Saskia Katharina

  3. Hi Tanja,
    dein Bericht klingt sehr schön und nach einer Tour die sich auf jeden Fall gelohnt hat!
    Ich kann deinen Freund und Schwiegereltern nicht verstehen, so ein Murmeltier einmal in seinem natürlichen Umfeld zu sehen ist doch einen kleinen Umweg wert.
    Vielleicht kann ich meine Freundin überreden die Tour dieses Jahr ebenfalls noch zu drehen.
    LG
    Stephan

  4. Ich war zwar noch nie in der Nähe dieser Hochalpenstraße, aber ich bin auch so ein Sternengucker und frage mich jeden Abend, wie schön es doch wäre, den Sternenhimmel ohne all die Straßenlampen und Fensterlichter ringrum zu sehen! Da oben wäre sicher die perfekte Kulisse! Deshalb baut man ja Teleskope auch in den Bergen, hab ich letztens erst in einer Doku gehört! Übrigens, wenn ich mal dort langfahren würde, dann wäre ein Stopp bei den Wasserfällen auf jeden Fall auch ein Muss! Und wenn schon denn schon auch eine Übernachtung! Am besten in dieser Edelweißhütte, von da hat man sicher eine tolle Aussicht!

    Liebe Grüße
    Jana

  5. Liebe Tanja,
    inzwischen habe ich bei dir so viel Spannendes über die Großglockner Hochsalpenstraße gelesen, dass ich total neugierig darauf bin.
    Mir würde wohl so eine Übernachtung in einer der Hütten im Streckenverlauf auch gefallen – den Sternenhimmel dort stelle ich mir auch beeindruckend vor.
    Ich war vor Jahren im Amazonasgebiet – dort waren die Sterne wie zum Greifen nah: groß und hell. Traumhaft schön!
    Und für die Rückweg-Energie würde ich mir auch ein frisches Wasserfall-Wasser “zapfen”. :)
    Herzliche Grüße
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

  6. Liebe Tanja,

    ich glaube, dass ich wirklich auch mal dringend zur Großglockner Hochalpenstraße reisen muss. In letzter Zeit habe ich öfters Artikel darüber gelesen, allerdings noch nie, dass ich dort auch übernachten kann. Und ja, so einen Sternenhimmel der nicht von der Lichtverschmutzung getrübt ist, ist mit Sicherheit beeindruckend und einfach nur wunderschön. Ich hoffe sehr, dass du uns dann davon berichtest und ein paar tolle Sternen-Nacht-Fotos für uns schießt.
    Das frische und kühle Bergwasser würde ich übrigens auch kosten. Ich glaube gern, dass es einen klasse Geschmack hat.

    Liebe Grüße
    Mo

    • Dieses Jahr wird es leider nichts mehr, ich werde vermutlich erst so spät wieder frei bekommen, dass es dann schon zu spät ist. :(


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