Deine eigenen Bilder als Postkarte? Ganz einfach mit MyPostcard

Denkst du dir im Urlaub nicht auch manchmal, dass die angebotenen Postkarten alle nicht so richtig passen? Sie zeigen Orte an denen du nicht warst oder sehen teilweise schon wirklich alt aus. Du würdest viel lieber ein Bild von dir vor dieser einen Sehenswürdigkeit, auf dem einen besonderen Berg oder diesem wunderschönen Strand an deine Lieben daheim schicken?

Oder möchtest du, wie ich, deine eigenen Bilder nicht auf Fotopapier sondern als Postkarte drucken lassen? Brauchst du individuelle Gruß- oder Einladungskarten? In allen Fällen ist der Service von MyPostcard* (nutze direkt den Einladungscode TANJA6C6T für dein Startguthaben) genau das, was du suchst.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Werbung, was meine Meine Meinung aber nicht beeinflusst. Außerdem enthält er Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Diese führen zu Amazon oder oder dem Werbepartner (gekennzeichnet mit *). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja


Da ich persönlich am liebsten mit meiner Canon EOS 80D* fotografiere und alle Bilder auf der Festplatte habe, habe ich mich für das designen am PC entschieden.

Da auch kein Urlaub anstand (und leider auch nicht ansteht), habe ich mich dafür entschieden, einige meiner liebsten Urlaubsfotos von Aruba und eine Auswahl meiner Naturfotos auf Blanko-Postkarten zu drucken.Es sollten zwei Vierersets aus jeweils passenden Motiven werden. 

Schritt für Schritt zum eigenen Postkarten-Design mit MyPostcard

Bevor du deine eigene Blanko-Postkarten designst, kannst du aus einer Vielzahl von Styles wählen. Beginnend bei einem Motiv bis hin zur Möglichkeit, neun Bilder auf eine Karte zu drucken, kannst du aus insgesamt 13 Vorlagen wählen.

 

Meine Wahl: zweimal vier Blanko-Postkartensets mit jeweils 8 Postkarten
Preise der Blanko-Postkartensets von MyPhoto
Auswahl der verschiedenen Styles

Du kannst dein Bild entweder vom PC oder Handy hochladen, oder auch eine andere Quelle wie Instagram, Facebook oder Dropbox auswählen.

Entscheidest du dich für den Style mit einem Bild, kannst du wählen, ob das Bild einen Rahmen bekommen soll oder nicht. Die Rahmen haben verschieden Dicken, sind mit eckigen oder runden Ecken verfügbar und können schwarz oder weiß sein. Ich habe mich für die Variante ohne Rahmen entschieden.

Solltest du eine Vorlage mit mehreren Bildern auswählen, kannst du die Rahmenfarbe anpassen, aber keine zusätzlichen Rahmen-Optionen auswählen. Auch die Größe der einzelnen Bildfelder lässt sich nicht individuell gestalten.

Im nächsten Schritt kannst du das ausgewählte Bild editieren. Du kannst zum Beispiel die Motivgröße anpassen, also beispielsweise hineinzoomen und nur einen Ausschnitt des Fotos auswählen. Auch weitere Bearbeitungen sind möglich.

Zusätzlich kannst du auf jedes Fotofeld noch einen individuellen Text hinzufügen. Hat dein Style mehrere Fotofelder, musst du entweder den Text auf jedes Fotos schreiben und entsprechend editieren, oder du schreibst den Text unter die Bilder in das entsprechende Textfeld. Hier fehlt etwas die Möglichkeit, einen Text als Overlay über alle Bilder zu legen.

Bearbeite dein Motiv ganz einfach mit dem internen Editor von MyPhoto

Jetzt bist du auch schon fast fertig mit deinem Postkartenset. Du musst nur noch die Adresse auswählen, an die du es senden willst. Entweder du gibst die Adresse manuell ein oder du fragst deine Freunde, ob sie ihre Adresse selber eingeben. Schicke ihnen dazu einfach den Link zu deinem Adressbuch, zum Beispiel über Whatsapp.

Jetzt wählst du noch den Empfänger aus, kontrollierst nochmals das Design und bezahlst. Einfach über dein MyPostcard-Guthaben oder per Paypal. Achtung: Eine Kombination ist leider nicht möglich, wenn du nicht genug Guthaben hast, kannst du nicht nur die Differenze über Paypal bezahlen. Das ist leider etwas ungeschickt, denn du kannst nur vorgeschriebene Beträge aufladen.

Was auch leider aktuell nicht klappt ist das Bestellen von mehreren Postkartensets in einem Vorgang. Jedes Set wird einzeln bestellt, bezahlt und verschickt. Du kannst aber den Support anschreiben und um eine Gutschrift des Portos und ein Zusammenlegen der Bestellungen bitten. Das hat bei mir sehr gut geklappt (auch ohne zu erwähnen, dass ich den Service testen darf). Dennoch würde ich mir hier eine andere Lösung wünschen.

Weitere Produkte von MyPostcard

Wie eingangs erwähnt kannst du individuell gestaltete Postkarten direkt aus dem Urlaub verschicken. Diese kannst du mit einem eigenen Text auf der Rückseite versehen. Die fertige Postkarte samt Urlaubsgruß wird dann innerhalb von wenigen Tagen direkt an den Empfänger geschickt. Das geht auch viel schneller als die Postkarte auf dem landesüblichen Postweg zu verschicken.

Weitere Produkte, die du (teilweise nur über die Handy-App) bestellen kannst sind Fotoabzüge (Handy und PC), Fotos im Rahmen und Audio-Karten (jeweils nur über die Handy-App)

Meine Postkarten-Sets von MyPostcard - ein Fazit

Die Produktions- und Versandzeit hat insgesamt rund eine Woche in Anspruch genommen. Dafür kamen die Postkarten sicher und gut verpackt in einem Luftpolsterumschlag bei mir an. Bedenkt man die Kosten für das Porto und den Umschlag, so sind die rund 3€ Versandkosten absolut OK.

Die Postkarten haben alle durchweg eine sehr gute Qualität. Ich habe keine Druckfehler gefunden, es ist nichts verwischt, unscharf oder unsauber gedruckt. Auch keine Knicke, nicht mal eine winzige Macke an den Ecken hatten sie. Also alles perfekt!

Ich habe allerdings von einer Freundin eine Urlaubskarte mit 6 Fotos bekommen, da war die Qualität der Bilder leider nicht so gut. Ob das bei Blanko-Postkarten mit mehreren Bildern auch der Fall ist, kann ich nicht sagen. Mit meinen Karten mit jeweils nur einem Motiv bin ich jedenfalls absolut zufrieden! Sobald es möglich wird, mehrere Postkartensets in einer Bestellung zu ordern, werde ich dort sicherlich wieder bestellen, da ich plane, zukünftig meine eigenen Postkarten zu verkaufen. Die ersten beiden Sets findest du schon auf Etsy (klicke dazu einfach auf die Bilder mit den Postkartensets)!

Und hier siehst du einmal die beiden Postkartensets und die Bilder, die ich bei MyPostcard habe machen lassen.

Wenn du selber bei MyPostcard* bestellen willst, dann folge einfach dem Link oder benutze den Code TANJA6C6T. Registrierst du dich über meinen Einladungslink oder mit dem Einladungscode, erhälst du ein Guthaben von 3€. Sobald du etwas bestellst, bekomme ich ebenfalls ein wenig Guthaben.

Wie haben dir meine Postkarten gefallen? Hast du selber schon bei MyPostcard bestellt oder hast du vor dort zu bestellen? Verrate es mir doch in einem Kommentar!

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11 Fehler, die deine Fotografie nicht verbessern

Klar, jeder fängt mal an mit dem Fotografieren. Und nur Übung macht den Meister. Aber selbst wenn du jeden Tag 100 Fotos machst, kann es sein, dass sie auch nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren immer noch nicht gut sind. Wenn das auch bei dir der Fall ist, dann könnte es sein, dass du gnadenlos untalentiert bist. Oder aber, und das ist wohl sehr viel wahrscheinlicher, es liegt daran, dass du nachfolgende Fehler machst. Um deine Fotografie zu verbessern, musst du nur diese Fehler abstellen. Wie das geht, erfährst du bei den jeweiligen Punkten.


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1. Du kennst deine Kamera nicht

Du weißt, wie man deine Kamera einschaltet? Herzlichen Glückwunsch, der erste Schritt ist gemacht. Wenn das aber alles ist, was du über deine Kamera weißt, dann hast du ein sehr großes Problem, denn du kannst das Potenzial deiner Kamera nicht ausschöpfen.

Auch wenn es langweilig sein mag, ich kann jedem nur empfehlen, sich das Handbuch durchzulesen. Wo stellst du das Dateiformat ein, wo die Bildqualität, Iso, Weißabgleich und so weiter? Eventuell möchtest du mit Belichtungskorrektur arbeiten oder den Farbraum ändern. Wichtig ist auch zu wissen, wo du die Autofokuseinstellungen, insbesondere die Messfeldeinstellungen findest.

Je nachdem welche Kamera du hast, hat sie natürlich mehr oder weniger Funktionen. Mache dich mit den Begriffen und Funktionen deiner Kamera vertraut, wenn du in der Lage sein willst, die bestmöglichen Bilder in jeder Situation zu machen und deine Fotografie zu verbessern.  Wenn du dich ausschließlich auf die Werkseinstellung deiner Kamera verlässt, wirst du schnell an eine Grenze stoßen und deine Bilder werden immer bestenfalls durchschnittlich gut sein.

Lerne deine Kamera kennen, um deine Fotografie zu verbessern

2. Du verstehst die technischen Grundlagen der Fotografie nicht

Selbst wenn du alle Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten deiner Kamera kennst, wirst du niemals deine Fotografie verbessern, wenn du dich nicht mit den technischen Grundlagen der Fotografie auseinander setzt. Am wichtigsten ist zu verstehen, wie Blende, Belichtungszeit und ISO zusammenhängen. Das Zusammenspiel dieser drei Einstellungen wird auch Belichtungsdreieck genannt. Die einzelnen Themen möchte ich hier nur kurz erklären:

Belichtungszeit

Willst du schnelle Bewegungen einfangen, musst du kurz belichten, möchtest du bewegte Dinge unscharf bzw. weich darstellen, brauchst du eine längere Belichtungszeit. Die Unterschiede sieht man am besten auf den Fotos:

Blende

Um einen kleinen Bereich scharf und einen großen Bereich unscharf darzustellen (kleine Schärfentiefe) brauchst du eine große Blende, um eine große Schärfentiefe zu erzielen eine kleine. Und um dich gleich noch mehr zu verwirren: Die größte Blende deines Objektivs ist die, mit der kleinsten Zahl. In der Regel wird das eine f2.8, f3.5 oder f4 sein. Je kleiner die Zahl, um so mehr Licht fällt auf den Sensor.

ISO

Und zu guter Letzt gibt es auch noch die ISO. Das ist die Filmempfindlichkeit (englisch film speed). Früher hatte jeder Film einen festen ISO-Wert und war damit in der Benutzung stark eingeschränkt. Für Bilder bei Sonnenschein wurd eich ganz anderer Film benötigt als für Bilder im Dämmerlicht oder in geschlossenen Räumen. Jetzt haben Digitalkameras ja keinen Film mehr. Man stellt über den ISO-Wert heute die Lichtempfindlichkeit des Sensors ein. Je höher der ISO-Wert, um so dunkler kann die Umgebung sein. Das ermöglicht dir auch bei schlechten Lichtverhältnissen, Bilder mit einer verhältnismäßig kurzen Belichtungszeit zu machen.

Lerne, wie die drei Werte zusammenhängen und probiere aus, welche Ergebnisse du erzielst, wenn du eine oder mehrere Einstellungen an deiner Kamera anpasst. Das ist dann übrigens auch der Anfang der (halb)manuellen Fotografie, die dir sehr viel bessere Bildgestaltungsmöglichkeiten bietet, als du sie im Automatikmodus je haben wirst.

Katharina hat übrigens auch einen Beitrag zu diesem Thema auf ihrem Blog Imkaphotos geschrieben: ISO, Blende, Belichtungszeit… Bitte was?

3. Du tanzt auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig

Portaitfotografie, Landschaftsfotografie, Architektur, Makro-Aufnahmen, es gibt so unglaublich viele Bereiche in der Fotografie! Und sie alle können sehr aufregend sein. Doch wenn du dich zu früh mit zu vielen verschiedenen Themenfeldern befasst, wirst du in keinem wirklich gut werden. Wie in allem braucht es auch in der Fotografie Übung. Und teilweise auch das richtige Equipment.

Für den Anfang musst du natürlich ausprobieren, welcher Weg für dich der richtige ist. Gehe in die Natur, fotografiere Menschen oder mache Architekturaufnahmen. Du wirst schnell herausfinden, was dir am meisten Spaß macht. Konzentriere dich eine Weile auf dein „Fachgebiet“ und übe so lange, bis du das Gefühl hast, gut genug zu sein. Egal für welchen Bereich du dich entscheidest, du wirst merken, dass du mit der Zeit auch in den übrigen Themengebieten besser wirst. Aber gerade am Anfang ist es einfacher, nicht alles auf einmal auszuprobieren.

Das gilt besonders dann, wenn du weitere Ausrüstung kaufen willst. Portraitfotografen schwören oft auf Festbrennweiten, in der Streetfotografie willst du vielleicht flexibler sein und für die Tierfotografie brauchst du meistens eine lange Brennweite, die du im Alltag kaum einsetzen kannst.

4. Du liest keine Bücher und machst keine Kurse

Learning by doing ist dein Motto? Das kann natürlich funktionieren, wird aber in der Regel sehr lange dauern und deine Fotografiekenntnisse werden sich nur sehr langsam verbessern. Kaufe dir besser das eine oder andere Buch, einen Videokurs, melde dich zu einem Fotokurs mit kleiner Gruppe an oder lies Blogs und schaue YouTube. Es gibt so viele gute Möglichkeiten, dich weiterzubilden, nutze sie! Ich persönlich kann dir folgenden Kurs auf Udemy ans Herz legen:

Photography Masterclass: A Complete Guide to Photography*

Ich habe ihn mir selber gekauft und habe trotz sehr langer Fotografieerfahrung noch einiges mitnehmen können. Achte aber darauf, dass du ihn kaufst, wenn es wieder Angebote gibt, dann gibt es viele Kurse schon ab 9,99€ – 12,99€.

Zusätzlich finde ich auch folgende Bücher sehr empfehlenswert:

5. Du liest zu viele Bücher und machst zu viele Kurse

Wenn du der gegenteilige Typ bist, der nur Kurse macht, Videos schaut und Bücher liest, aber das gelernte nicht anwendest, wirst du niemals bessere Bilder machen. Von Zeit zu Zeit musst du auch mal vor die Tür gehen und das gelernte Anwenden. Doch dann wirst du sehr schnell sehen, dass du große Fortschritte machst, da du dir ja mittlerweile sehr viel theoretisches Wissen angeeignet hast.

Du siehst andere Fotografen nur als Konkurrenten

Andere Fotografen sind Konkurrenten und deshalb siehst du dir nie ihre Bilder an? Das ist ein sehr großer Fehler! Ich selber schaue mir gerne Bilder von anderen Fotografen an und lese auch gerne mal den einen oder anderen Blogbeitrag auf Foto-Blogs. Zum einen weil ich es sehr inspirierend finde, mir die Bilder anderer anzuschauen, zum anderen aber eben auch um von ihnen zu lernen.

Gerade wenn du noch am Anfang deiner „Fotografiekarriere“ stehst, hilft es, Fotos nachzumachen. Vor einiger Zeit habe ich einen Blogbeitrag darüber geschrieben, wieso es OK ist, Ideen zu klauen. Zwar richtet der Beitrag sich in erster Linie an Blogger, aber er ist auch auf die Fotografie übertragbar. Zusammengefasst sagt er, dass du zwar die Ideen anderer aufgreifen, sie aber nicht eins zu eins kopieren sollst.

Es wird dir sehr viel bringen, dich mit den Bildern anderer  auseinanderzusetzen, wenn du deine Fotografie verbessern willst. Was gefällt dir, was würdest du anders machen? Auf welche Details wurde wert gelegt? Vielleicht findest du sogar die Kameraeinstellungen zum Bild und kannst sie als Hilfestellung nehmen? Versuche dann ähnliche Bilder zu erschaffen und deine Technik zu perfektionieren. Gute Ideen zum Kopieren sind beispielweise Produktfotos, Wassertropfen oder auch Portraits. Landschaftsbilder oder Tierfotos lassen sich naturgemäß schlechter kopieren, wenn du nicht am gleichen Ort bist. Du kannst aber in jedem Fall versuchen, die Gestaltungselemente wie Büsche/Blumen im Vordergrund oder eine bestimmte Perspektive zu übernehmen. Übrigens sind aktuell gefrorene Seifenblasen ein sehr beliebtes Thema (da wir zum Zeitpunkt der Beitragserstellung Winter haben).

Mit der Zeit wirst du auch eine eigene Bildsprache entwickeln, wenn du dich sicherer fühlst und mehr experimentierst. Vielleicht werden dann folgende Fotografengenerationen auch von dir kopieren und dich als Vorbild nehmen.

Du schaust deine Bilder nicht am PC an

Foto von Kaique Rocha von Pexels

Auch wenn du nur mit dem Handy fotografierst oder deine Kamera ein Display hat, rate ich dazu, die Bilder auch am PC anzusehen. Du hast auf einem großen Monitor eine ganz andere Sicht auf das Bild. Unschärfe erkennst du hier viel besser. Auch chromatische Abberrationen (Abbildungsfehler optischer Linsen, der dadurch entsteht, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe verschieden stark gebrochen wird) oder Fehlbelichtungen sind am besten auf einem größeren Bildschirm erkennbar. Für Schnappschüsse ist das nicht so wichtig, aber da du bessere Fotos machen willst, musst du von Zeit zu Zeit deine Fotos genauer analysieren.

Oft wirken Bilder in groß ganz anders als auf einem kleinen Handy- oder Kameradisplay. Vielleicht willst du dein Bild ja ausdrucken? Wenn du dein Bild aufhängen und anderen Menschen präsentieren willst, ist es wichtig, Bildfehler vorher zu erkennen. Und das bringt uns dann auch direkt zum nächsten Punkt.

Du bearbeitest deine Bilder nicht

Die Bildbearbeitung ist in der breiten Masse der (Hobby)Fotografen ein zweischneidiges Schwert. So mancher plädiert dafür, jedes Bild nachzubearbeiten. Das kann von etwas nachschärfen und der (Farb-)Kontrasterhöhung bis hin zu völligen Veränderung des Ausgangsbildes führen. Natürlich gibt es Leute, die behaupten, jedes Bild muss so aufgenommen werden, dass man nichts mehr damit machen muss (und angeblich würde ihnen das ja auch gelingen). Die Wahrheit ist aber, dass du oft noch kleinere bis größere Korrekturen vornehmen musst.

Ich selber passe immer erst im Nachgang den Weißabgleich an, schärfe auch mal nach und korrigiere von Zeit zu Zeit auch mal die eine oder andere Farbe. Meiner Meinung nach spricht auch gar nichts dagegen, kleiner Retuschen durchzuführen und zum Beispiel Hautunreinheiten oder Stromleitungen wegzustempeln. Man hat halt nicht immer die Möglichkeit, das perfekte Foto aufzunehmen. Also darf man auch gerne etwas nachhelfen. Wenn man es nicht übertreibt, kann es dem Bild sehr oft helfen, noch besser zu werden.

Um deine Fotografie zu verbessern darfst du auch deine Bilder bearbeiten

Du holst dir Feedback nur in Facebookgruppen

Nichts ist einfacher, als in einer der vielen Facebookgruppen nach Feedback zu fragen. Leider sehe ich viel zu oft, wie direkt losgeschimpft wird, wieso man denn so ein furchtbares Foto hochlädt. Oder das Gegenteil ist der Fall ein eigentlich schlechtes Bild wird in den Himmel gelobt. Beides wird dir nicht weiterhelfen, aus deinen Fehlern zu lernen und kann sehr schnell zu viel Frust führen.

Selbst in Fotogruppen für Anfänger erlebe ich es zu oft, dass nur wenige Kommentare wirklich hilfreich sind. Wenn Anfänger Anfänger „kritisieren“, fehlt ihnen oft selber das richtige Wissen. Und viele Fortgeschrittene haben entweder keine Lust, hilfreiche Tipps zu geben, oder sie poltern direkt erst einmal los. Sehr schade, denn so wird es für dich nicht einfacher, aus deinen Fehlern zu lernen.

Wenn du dann doch eine Gruppe gefunden hast, in der du hilfreiche Tipps bekommst, dann poste deine Bilder lieber nur in dieser einen Gruppe statt in vielen, selbst wenn du dort nur zwei oder drei sinnvolle Kommentare findest. Besser als 15 Kommentare, die dich alle nicht weiterbringen.

Du zeigst deine Bilder niemandem

Wenn du frustriert bist vom Feedback aus den Facebookgruppen, tendierst du vielleicht dazu, niemandem mehr deine Bilder zu zeigen. Das ist leider auch absolut nicht hilfreich. Deine Partner, engsten Freunde und Verwandten werden dir oft sagen, dass du richtig tolle Bilder machst. Nur wenige werden echte und hilfreiche Kritik üben. Aber wie sollst du besser werden, wenn dir niemand sagt, was du verbessern kannst?

Suche dir stattdessen Gleichgesinnte oder gehe zu einem Fotostammtisch. Von Angesicht zu Angesicht tun sich die meisten Menschen ja doch schwerer, ein Bild einfach zu zerreißen und geben doch eher den einen oder anderen nützlichen Tipp. Und selbst der Kommentar, dass das Bild langweilig ist hilft dir weiter. Du weißt dann, dass du am Bildaufbau arbeiten musst.

Auch ein Kurs mit anschließender Bildbesprechung ist eine sehr gute Möglichkeit, konstruktive Kritik zu erhalten und zu lernen. Oft werden ja ähnliche Motive fotografiert. Gemeinsam schaut man sich an, was jeder gut gemacht hat und was man noch besser machen könnte. Und wer weiß, vielleicht bleibst du mit deinem größten Kritiker in Kontakt und kannst von ihm oder ihr noch richtig viel lernen?



Du machst dir keine Gedanken über Bildaufbau und -inhalt

Wenn du wirklich gute Bilder machen willst, reicht es nicht, die Kamera zu beherrschen. Du musst auch am Bildaufbau arbeiten.

Dazu gehören die klassischen Regeln wie der Goldene Schnitt oder die Drittel-Regel (rule of thirds). Diese Regeln bilden die Basis für deinen Bildaufbau.

Neben den Aufbau-Regeln muss dein Bild aber auch eine Aussage haben. Folgende Fragen können dir helfen, dein Bild zu bewerten:

1) Beantwortet das Bild eine Frag?
2) Ruft es Emotionen hervor?
3) Erzählt es eine Geschichte?

Antwortest du dreimal mit nein, dann hast du sehr wahrscheinlich das falsche Motiv gewählt. Merke dir, was du falsch gemacht hast und mache es beim nächsten Mal einfach besser.

Dieses Bild beantwortet keine Frage, erzählt keine Geschichte und ruft keine Emotionen hervor. Auch folgt es keinem wirklichen Bildaufbau.

Findest du dich hier wieder? Was sind deine Tipps, um bessere Fotos zu machen? Welche Bücher/Kurse/Gruppen haben dir persönlich weiter geholfen? Verrate es mir doch in den Kommentaren.

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Fotocredits:

Titelbild: Foto von Jessica Lewis von Pexels
Pinterestgrafik – Foto von Fujifilm North America von Pexels

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Geschenkideen für Fotografen

Du suchst nach Geschenkideen für Fotografen oder einen fotografiebegeisterten Freund oder Verwandten? Ich habe mir viele Gedanken gemacht und dir einige coole Geschenkideen zusammengestellt. Dazu bekommst du von mir noch einiges an nützlichem und unnützen Wissen zur Fotografie, damit du bei der Geschenkübergabe mit Sachkunde und Fachverstand glänzen kannst.Lies weiter

Tipps für’s Fotografieren im Winter – Mehr als nur Eis und Schnee

Tricks für Winteraufnahmen

Im Winter ist es kalt und nass und trüb und dein Fotografenherz liegt im Winterschlaf? Dann wird es dringend Zeit, dass du es wieder aufweckst! Denn auch wenn es im Winter durchaus schlechtes Wetter geben kann oder kalt sein kann, gibt es doch ganz viele Möglichkeiten, schöne Winteraufnahmen zu machen. Also, zieh die Winterjacke an, die wasserdichten Stiefel, Schal und Mütze und schnapp dir deine Kamera. Viele tolle Tipps für’s Fotografieren im Winter erwarten dich.


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Deine Ausrüstung für das Fotografieren im Winter

Brauchst du im Winter eine andere Ausrüstung, als im Sommer? Naja, nicht unbedingt, aber im Winter gibt es doch das eine oder andere zu beachten, damit deine Ausrüstung keinen Schaden nimmt, vor allem wenn es wirklich kalt ist. Bevor du im Winter mit dem fotografieren loslegst, empfiehlt es sich, der Kamera und den Objektiven Zeit zu geben, sich zu akklimatisieren. Noch wichtiger ist das, wenn du sie wieder ins Warme bringst. Zu große Temperaturschwankungen von kalt zu warm sollten vermieden werden, um Kondensbildung und Materialschäden vorzubeugen.

Tricks für Winterfotografie
Eis und Schnee sind beliebte Motive im Winter

Viel wichtiger als im Sommer ist ein vollständig aufgeladener Ersatzakku. Kälte verlangsamt die elektrochemischen Prozesse in deinem Lithium-Ionen-Akku, weil die Elektrolytflüssigkeit zäher wird. Das gilt im Übrigen auch für deinen Handyakku. Trage also dein Handy und den Ersatzakku möglichst nah am Körper oder verstaue beides in einer gegen Kälte abgeschirmten Tasche. Da deine Kamera während des Fotografierens der Kälte ausgesetzt ist, wird der Akku nicht so lange halten, wie du es aus den wärmeren Monaten kennst.

Praktische Ausrüstung für Winteraufnahmen

Mehr noch als im Sommer empfehle ich, im Winter immer ein Stativ* mitzunehmen. Die Sonne steht generell tiefer als in den wärmeren Monaten. Dadurch wirst du oft mit schwierigeren Lichtverhältnissen zu kämpfen haben. Erst recht, wenn du, wie ich, sehr gerne in der Natur, besonders im Wald, fotografierst. Schnee, alte Blätter oder Wolken verhindern leider oft, dass genug Licht einfällt. Mit dem Stativ kannst du vieles ausgleichen, da du die Bilder ohne Verwackelungen länger belichten kannst.

Nutze deine Gegenlichtblende. Ich gebe zu, ich bin diesbezüglich auch recht faul. Leider habe ich mir dadurch das eine oder andere Bild versaut, weil Streulicht auf die Linse kam. Besonders im reflektierenden Schnee kann dir deine Gegenlichtblende aber große Dienste erweisen.

Tipps für's Fotografieren im Winter
Tipps für’s Fotografieren im Winter: Wenn es kalt wird friert auch deine Kamera

Winterlandschaften mit Filtern fotografieren

Lege dir einen Polarisationsfilter* zu, falls du noch keinen hast. Ein Polarisationsfilter (auch Polfilter genannt) kannst du die Kontraste und Farben auf deinen Bildern ganz einfach erhöhen. Gleichzeitig kannst du mit ihnen Spiegelungen reduzieren, beispielsweise auf Wasserflächen oder Glasfassaden. Polfilter sind nicht ganz billig, aber auf jeden Fall ihr Geld wert.

Schnee ist gefrorenes Wasser. Soweit so klar. Aber vergiss nicht, dass der Schnee, der auf dein Objektiv oder deine Kamera fällt, auch tauen kann. Lege deshalb deine Kamera nie im Schnee ab und schütze sie bei zu starkem Schneefall. Für kleines Geld kannst du beispielsweise eine Regenschutzhülle* für deine Kamera kaufen. Die schützt ebenso gut vor Schnee und Tauwasser.

Zu wenig Licht beim Fotografieren im Winter?

Für Langzeitbelichtungen empfiehlt sich ein Fernauslöser. Dieser kann über ein Kabel oder auch kabellos mit deiner Kamera verbunden werden. Alternativ kannst du auch die Auslösezeit an deiner Kamera auf 2 oder 10 Sekunden einstellen und den Auslöser manuell betätigen. Der Nachteil ist aber, dass du dann in der Regel nur bis maximal 30 Sekunden belichten kannst. Nur mit gedrücktem Auslöser ist eine längere Belichtung möglich. Die wirst du vielleicht bei der Sternenfotografie benötigen. Auch für jede andere längere Belichtung ist ein Fernauslöser sehr nützlich.

Meine Tricks für bessere Fotos im Winter bei Eis und Schnee

Eis und Schnee sind vermutlich die absoluten Klassiker, an die man denkt, wenn man im Winter fotografieren will. Auch wenn es so viel mehr gibt, das du im Winter fotografieren kannst, will ich hier kurz darauf eingehen.

Weiße Landschaften, zugefrorene Gewässer. Es gibt nichts schöneres, als zum Sonnenaufgang diese unberührten Landschaften zu sehen und zu fotografieren. Der oder die erste im Wald zu sein. Waldwege frei von allen Fußspuren. Höchstens die eines Fuchses oder Rehs kreuzen den Weg und geben ein wunderschönes Bild ab.

Tricks für's Fotografieren im Winter: Fotografieren bei Schnee
Fotografieren bei Schnee ist nicht immer ganz einfach. Hier war es grau und nebelig, weshalb der Schnee nicht strahlend weiß erscheint

Nutze die goldenen und blauen Stunden zum Fotografieren im Winter

Die schönsten Bilder machst du auch im Winter am frühen Morgen oder Abend. Tagsüber wird zu viel Licht reflektiert und du wirst teilweise überbelichtete Bilder bekommen. Außerdem sind tagsüber viel mehr Menschen unterwegs und die Landschaft sieht dann oft nicht mehr so unberührt aus wie in den ersten hellen Stunden.

Fotografieren im Schnee ist vor allem im Automatikodus gar nicht einfach. Das helle Licht kann deinen Sensor in die Irre führen. Er belichtet dann das Bild etwas zu dunkel ab. Du kannst das Bild entweder am PC nachbearbeiten und aufhellen oder du versucht selber, die richtige Belichtungseinstellung zu finden. Alternativ kannst du zusätzlich zum Automatikmodus über die Belichtungskorrektur das Bild um 1-2 Stufen aufhellen. Außerdem werden deine Bilder direkt schöner, wenn du den Weißabgleich auf dein Bild angepasst einstellst. So ersparst du dir auch viele Schritte bei der Nachbearbeitung.

Der RAW Modus – Trick für kontrastreiche Winterlandschaften

Wenn du an einem wolkenverhangenen Tag fotografieren gehst, versuche möglichst wenig vom Himmel zu fotografieren. Gerade Landschaftsbilder wirken durch den fehlenden Kontrast eher blass. Oder aber du nutzt genau das als Stilelement. Dann musst du die graue Eintönigkeit aber gezielt einsetzen, damit das Bild auch wie gewünscht wirkt.

Fotografiere am besten immer im RAW-Modus. So kannst du nachträglich den Weißabgleich viel einfacher korrigieren und erhältst ein schöneres Weiß. Grundsätzlich rate ich ohnehin dazu, nur im RAW-Modus zu fotografieren, unabhängig von der Jahreszeit.

Fotografieren im Winter: Wabi Sabi – 侘寂

Wabi-Sabi ist eine alte japanischePhilosophie. Wabi (侘) bedeutet „geschmackvolle Einfachheit“ oder auch „an Ärmlichkeit grenzende Bescheidenheit„. Sabi (寂) bedeutet „Patina“, „antikes Aussehen“ oder auch „geschmackvolle Einfachheit“. Wabi-Sabi kann sowohl ein Lebensstil sein als auch ein Designelement. Es bedeutet, das nicht-perfekte zu akzeptieren. Sei es in einem Menschen als auch in einem Objekt.

Motivideen für Wabi-Sabi sind beispielsweise ein verrostetes Tor, ein altes, kaputtes Blatt, das vom Baum gefallen ist oder abblätternder Putz von einer Wand.  Weitere Bildbeispiele zu diesem Stil in der Fotografie findest du auf dem Blog Foto.Kunst.Kultur.

Winterfotografie: Wabi-Sabi
Ein einzelnes totas Blatt als Stillement, erste Versuche Wabi-Sabi

„Hab keine Angst vor Perfektion – du wirst sie nie erreichen.“ (Salvador Dalí)

Wieso sich Wabi-Sabi so für den Winter eignet? Für mich hat Wabi-Sabi als Stilelement etwas Meditatives. Man beschäftigt sich intensiv mit dem, was um einen herum ist. Man sucht gezielt das vermeintlich hässliche, kaputte, vergehende, alte. Du musst nicht weit gehen, kannst viele Motive im und am Haus finden. Sieh dich doch beispielsweise einmal in deinem Keller um. Das klingt jetzt vielleicht erst einmal einfach.

Die Wahrheit ist aber, in unserer überperfekten Gesellschaft ist es nicht so leicht, die richtigen Motive zu finden. Rostige Türen werden repariert, kaputte Wände neu verputzt. Du musst schon sehr genau hinsehen, um Wabi-Sabi-Motive zu finden.

Wabi-Sabi-Ideen für Motive im Winter

Du brauchst keinen strahlenden Sonnenschein, eher sogar im Gegenteil. Du suchst das nicht-perfekte und dabei kann der Himmel gerne wolkig sein oder es sogar regnen. Auch Schnee und Eis können die Wirkung der Bildaussage verstärken. Die Schönheit eines Objektes liegt in der natürlichen Imperfektion. Der Bildaufbau besticht durch Einfachheit und natürlichen Elementen. Patina und sichtbare Zeichen des Alters sind ebenfalls Teil dieses Stils. Zu viel Licht, ein zu helles Bild kann dabei der Bildaussage eher schaden als ihr nützen.

Fotografieren im Winter: Wabi-Sabi und Streetfotografie
Wabi-Sabi: Ein alter Türgriff voll Patina als bildgebendes Element

Sternenfotografie bzw. Astrofotografie im Winter

Die Astrofotografie ist natürlich kein reines Winterthema. Aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit und den wirklich dunklen Nächten, ist der Winter aber die ideale Zeit, um mit der Sternen- oder Astrofotografie zu beginnen.

Es muss richtig dunkel sein

In den Wintermonaten ist die Milchstraße in unseren Breitengraden leider nicht sichtbar. Dafür sind die Nächte richtig schön dunkel und du kannst bei kaltem, klarem Nachthimmel einige sehr stimmungsvolle Sternenhimmelaufnahmen machen. Leider ist es aufgrund der Lichtverschmutzung in der Nähe größerer Ortschaften oft nicht leicht, einen geeigneten Standort zu finden. Außerhalb der Ballungszentren im ländlichen Raum gibt es dagegen besser Ort zum Sternenhimmel fotografieren. Auf Travelography gibt es einen Beitrag zu den dunkelsten Orten Deutschlands. Außerdem findest du in dem Beitrag eine sehr schöne Übersicht zu astronomischen Ereignissen.



Die Kamera richtig einstellen

Stelle keinen zu hohen ISO-Wert ein, um unnötiges Bildrauschen zu vermeiden. Denke aber daran, dass ein zu niedriger ISO-Wert dein Bild zu dunkel werden lässt. Die optimale Einstellung findest du heraus, wenn du ein paar Testfotos machst. Die Länge der Belichtung in Kombination mit dem passenden ISO-Wert wird dir entweder einige wenige oder sehr viele Sterne aufs Bild bringen. Die EOS80d, die ich benutze, macht auch bei ISO 1200-3600 noch relativ gute Bilder.

Bei längerer Belichtung werden aus den Punkten Striche, da sich die Erde dreht. Oft wird das aber als ein gewünschter Effekt eingeplant. Denke auch daran, den Bildstabilisator auszuschalten, wenn du mit dem Stativ fotografierst. Eine Belichtungszeit von 2-25 Sekunden wird oft empfohlen.

Weiterführende Tipps und Tricks zur Sternenfotografie findest du auf dem Blog von Bernd Kleinschrod.

Was brauchst du für die Sternenfotografie?

Das wichtigste Utensil ist ein stabiles Stativ. Da du den Nachthimmel mehrere Sekunden lang belichten musst, muss das Stativ schwer sein. Es darf sich im Wind nicht bewegen. Das nächste wichtige Utensil ist ein Fernauslöser. Gerade bei Langzeitbelichtungen muss die Kamera absolut ruhig gehalten werden. Sobald du aber den Knopf drückst, bewegt sich die Kamera minimal und dein Bild verwackelt. Wie oben bereits beschrieben kannst du außerdem meistens nur mit einem Fernauslöser die Belichtungszeit über 30 Sekunden hinaus verlängern.

Für deine Planung ist die  gratis App SkyView® (iOS / Android) empfehlenswert. Sie zeigt neben den Standorten verschiedener Sternenbilder auch die Standorte der Sonne, des Mondes, der Planeten sowie der Satelliten an. So gelingt dir die Bildkomposition noch viel besser.

Winteraufnahmen in Schwarz-Weiß

Vom Frühling bis zum Herbst ist alles bunt und voller Farben. Doch der Winter ist oft eher grau-braun und trüb. Du kannst dein fotografisches Auge schulen, wenn du gezielt im Schwarz-Weiß-Modus fotografierst oder dir Motive suchst, die du am PC in Schwarz-Weiß umwandelst. Fotografierst du nur schwarz-weiß, wirst du später keine Farbe in die Bilder bringen können. Dafür siehst du aber sofort, wie dein Bild aussieht.

Es ist auch beinahe egal, ob der Himmel blau oder weiß ist, wenn du alle Farbe aus dem Bild nimmst. Blauer Himmel wird ohnehin weiß. Egal ob du in die Natur gehst und dort abstrakte Motive suchst oder ob du dich an Architekturfotos versuchst. Schwarz-Weiß Bilder lenken den Blick auf das Motiv. Keine Farben lenken ab. Motive, die vorher noch trist wirkten, bekommen so eine ganz neue Dynamik.

Spiele mit Schatten

Was in der Farbfotografie oft störend wirkt, ist in der SW-Fotografie ein sehr gutes Gestaltungselement. Da du hier keine Farbe hast, die das Bild dominieren, ist der Bildaufbau umso wichtiger. Falls du Englisch kannst, empfehle ich dir, dir den Blog von Phil Ebiner anzuschauen, vor allem den Beitrag zum Bildaufbau. Ich kann dir auch nur empfehlen, dir seine Videokurse auf Udemy oder Skillshare* anzusehen. Kleiner Tipp: Warte bis es wieder ein Angebot auf Udemy gibt, dann gibt es den Kurs öfter für 11-25€.

Photography Masterclass: A Complete Guide to Photography

Eine besondere Ausrüstung benötigst du nicht für die Schwarz-Weiß-Fotografie. Einzig ein Bearbeitungsprogramm wie * Lightroom, Photoshop oder Gimp sind empfehlenswert.

Schwarz-Weiß von Natur aus: Schwarzer Schatten auf weiß-grauer Wand

Trick für Winteraufnahmen mit Pfiff: Monochrom Fotografie

Monochrom bedeutet „eine Farbe“. Schwarz-weiß ist die wohl bekannteste Form von Monochrom. Aber du musst nicht zwangsweise nur schwarz-weiß fotografieren. Monochrome bzw. monochromatische Fotos nutzen nur eine Farbe und deren Abstufungen. Es kann also auch sehr spannend wirken, wenn du gezielt nach einfarbigen Bildern suchst. Reduziere dein Bild auf eine Farbe, zum Beispiel braun oder grau oder blau. Sowohl für monochrome als auch in Schwarzweiß gehaltene Bilder gilt: Formen und Kontraste bestimmen die Bildaussage. Bei monochromen Bildern wird diese zusätzlich durch den Farbton verstärkt.

Tipps für's Fotografieren im Winter: Monochrom
Hier wurde nichts an den Farben geändert, nur die Helligkeit etwas angepasst

Du kannst deine Bilder in Lightroom und Photoshop nachbearbeiten, um ihnen einen Monochromlook zu geben. Oder aber du suchst dir Motive, die nur in einem Farbton gehalten sind. Das kann beispielsweise eine Wand mit einer markanten Struktur sein, eine Graslandschaft, oder einen Gegenstand vor einem ähnlich farbigen Hintergrund.

Im Winter fotografieren: Monochrom
Ein weiteres Beispiel für natürliches Monochrom
Tipps für's Fotografieren im Winter: Monochrom
Monochrom: Hier wurde mit Lightroom ein Monochrombild erschaffen, das Original hatte mehrere Farben im Bild



Weihnachtmärkte und stimmungsvolle Nachtaufnahmen

Im Sommer wird es ja bekanntlich erst viel später dunkel als im Winter. Deshalb ist es im Winter zeitlich viel einfacher, deinen Lieblingsort bei Nacht zu fotografieren. Eine bunte Straße, ein gemütlich beleuchtetes Haus, eine viel befahrene Straße, es gibt vieles, was man im Dunkeln fotografieren kann. Manche Bilder werden sogar noch stimmungsvoller, wenn du nachts bei Regen fotografierst. Lichter spiegeln sich in Pfützen und eröffnen dir noch viele weitere Motivoptionen.

Baum im Spätherbst bei den Essener Lichterwochen
Weihnachtsmärkte fotografieren
Auf dem Weihnachtsmarkt in Esslingen

Vor allem im Dezember ist ja wieder Weihnachtsmarktzeit. Lebkuchen und kandierte Äpfel, Glühwein und jede Menge Stände mit Gewürzen und Tee. Einige Bilder vom Esslinger Weihnachtsmarkt findest du in meinem Gastbeitrag auf dem Blog Fausba. Vielleicht inspirieren sie dich ja auch?



Und wenn du wirklich nicht raus willst…

Dann nutze die Zeit um deine Festplatte aufzuräumen. Lösche alte Fotos, die du nicht mehr brauchst. Sortiere deine Ordner. Sichere die Daten auf einer zweiten Festplatte. Es gibt immer genug zu tun. Ich kann dir auch diese beiden Lightroom- und Adobe-Lernvideos ans Herz legen. Da lernst du jede Menge Kniffe, die dich bei der Bildbearbeitung unterstützen.

Hast du weitere Ideen für den Winter? Wie sind deine Erfahrungen zu meinen Vorschlägen? Vielleicht möchtest du deine Werke ja in den Beiträgen verlinken? Hinterlasse mir aber auf jeden Fall einen Kommentar.


Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Blogparade „Winterideen“, zu der Marion von Lifestyle Luxury Brigade aufgerufen hat. Hat er dir gefallen? Dann hilf mir und pinne den Beitrag auf Pinterest, teile ihn auf Facebook oder flippe ihn auf Flipboard.

Die richtige Speicherkarte für die Fotografie finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Wenn du weißt, worauf du achten musst, ist es ganz einfach, die richtige Speicherkarte für deine Anforderungen zu finden. Deshalb möchte ich dir eine kleine Einführung in SD-Karten geben. SD leitet sich vom englischen Secure Digital Memory Card ab und bedeutet „sichere digitale Speicherkarte“. Neben den „normalen“ SD-Karten gibt es noch miniSD- und micro-SD-Karten. Letztere finden vor allem in Handys Verwendung. Beide können aber mit einem Adapter auch in normalen SD Kartenslots verwendet werden.

SD-Karten sind also sehr kleine Speichermedien, die in der Regel in mobilen Endgeräten wie Kameras oder Handys genutzt werden. Die größte bezahlbare Speicherkarte liegt bei 256GB. Es gibt zwar auch SD-Karten mit 512 GB, die liegen preislich nun aber schon bei 120€ aufwärts. 1TB Speicherkarten fangen dann schon bei 270€ an. Als Erweiterung deiner PC-Festplatte sind sie also eher weniger zu empfehlen, da man bereits externe Festplatten mit einem Vielfachen der Speicherkapazität für kleines Geld bekommen kann. Selbst USB-Sticks sind vergleichbar günstig oder günstiger zu bekommen als SD-Karten. Und wieso du die Speicherkarten mit viel Speicherplatz für die Fotografie ohnehin eher nicht kaufen solltest, erkläre ich dir weiter unten.


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Das musst du wissen, um die richtige Speicherkarte für die Fotografie zu finden

Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen auf der Speicherkarte

Um die richtige Speicherkarte zu finden, musst du ein klein wenig die Nomenklatur kennen. Die Bezeichnung deiner SD Karte sagt dem Kenner auf dem ersten Blick, welche Speicherkapazität die jeweilige Karte hat:

SD

SD steht für Secure Digital. SD Karten dürfen laut Definition eine maximale Speicherkapazität von 2GB (SD 1.1) aufweisen. Achtung: Kann dein Kartenleser nur SD-Karten lesen, wird er die nachfolgenden Karten nicht erkennen. Gleiches gilt für alte Kameras, die möglicherweise die größeren SD Karten nicht lesen können. Teste deine Altgeräte vorsorglich auf Kompatibilität, bevor du neue Speichermedien für sie kaufst. Die neueren Modelle und Lesegeräte sind in der Regel sowohl abwärts- als auch aufwärtskompatibel.

SDHC

SDHC (Secure Digital High Capacity) Karten verfügen über eine maximale Speicherkapazität von 32 GB. Sie sehen aus wie reguläre SD-Karten, werden aber möglicherweise von alten Geräten nicht erkannt.

SDXC

SDHX bedeutet Secure Digital ‘Xtra Capacity’. SDXC-Karten können bis zu 2 Terrabyte Speicherkapazität aufweisen. Aber auch hier gilt, dass manche Geräte sie eventuell nicht erkennen. Auch dein PC muss das exFAT-Filesystem lesen können, damit die Karte erkannt wird. Vorsicht! Es wird dringend dazu geraten, die SDXC-Karten ausschließlich in dafür geeeigneten (SDXC kompatiblen) Geräten zu formatieren. Sonst besteht die Möglichkeit, dass sie nicht mehr von SDXC-kompatiblen Geräten erkannt werden.

SDUC

Der neueste Stadard ist der Secure Digital Ultra Capacity (SDUC). Er ist gültig für alle Speicherkarten zwischen 2 und 128TB. In der Fotografie ist diese Größe aktuell noch absolut uninteressant.

Weitere Speicherkarten

Neben den SD-Karten gibt es noch weitere Speicherkarten wie CompactFlash (CF) Memory Cards, Micro SD Memory Cards oder Memory Stick Duo Memory Cards. Auf diese gehe ich hier aber nicht näher ein, da viele Kameras mittlerweile mit SD-Karten funktionieren. Die meisten Angaben auf diesen Speicherkarten sind ohnehin identisch mit denen der SD-Karten.Mobile Apps Category (German)468x60

Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte
Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit deiner Speicherkarte findest du über diverse Angaben auf der Vorderseite. Für die Fotografie und mehr noch die Videographie sollte deine Speicherkarte nicht zu langsam sein. Allerdings ist die Schreibgeschwindigkeit wichtiger als die Lesegeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit gibt hier an, wie viele Daten pro Sekunde auf der Karte geschrieben werden. Beachte bitte, dass die Lesegeschwindigkeit höher ist als die Schreibgeschwindigkeit.

Die Übertragungsgeschwindigkeit der alten SD-Karten lag früher bei ca. 3,6 MB/s (lesen) und 0,8 MB/s (schreiben). Mittlerweile erreichen selbst günstige SD-Karten eine Lesegeschwindigkeit von über 90 MB/s. Die besonders schnelle SD-Karten mit UHS-II-Schnittstelle sind mittlerweile in der Lage, Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von je etwa 300 MB/s zu erreichen.


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So erkennst du die Lesegeschwindigkeit deiner Speicherkarte

In der Regel wird die Lesegeschwindigkeit mit XX MB/s angegeben. Auf manchen Karten findest du noch die Angabe 600x (oder eine andere Zahl). Diese wird auch „Commercial x rating“ genannt. Sie ist äquivalent zur Originalgeschwindikeit einer CD-Rom mit 150 KB/s. Dividierst du die XX MB/s durch die Zahl vor dem x, sollte also 150 herauskommen.

Verschiedene Angaben für die Schreibgeschwindigkeit

Die Klasse deiner SD-Karte sagt dir, wie schnell deine Karte Daten Schreiben kann. Pro Klassenstufe (C) erhöht sich die Schreibgeschwindigkeit um 1 MB/s. Klasse 2 schreibt also 2 MB in der Sekunde, Klasse 10 schafft schon mindestens 10 MB/s. Die Geschwindigkeitsklasse findest du in der Zahl im nach rechts geöffneten Kreis. Diese Einteilung soll aber mittlerweie schon veraltet sein, denn für Videoaufnahmen wird eine noch höhere Schreibgeschwindigkeit benötigt.

Zusätzlich gibt es noch Videoklassen, die die Schreibgeschwindigkeitsklassen ergänzen. Diese Videoklassen werden über das Kürzel V markiert. Mit Klasse 2 Karten kannst du SD-Videoaufnahmen erstellen, für HD- und Full-Had benötigst du mindestens eine Klasse 6 Speicherkarte (V6) und für 4-K-Videos sollte deine SD-Karte mit V30 oder mehr markiert werden. Die V-Klasse wird nicht niedriger sein als die Schreibgeschwindikeitsklasse, allerdings kann sie höher sein.

Seit einiger Zeit wird die Schreibgeschwindigkeit für Videos ebenfalls mit einem U dargestellt. Die UHS-Spezifikation für die Speed-Klasse 3 (U3) besagt, dass sich die Speicherkarten mit dieser Klassifizierung für hochwertige Video-Aufzeichnung mit 4K-Auflösung eignen. Bist du mittlerweile maximal verwirrt? Dann geht es dir ähnlich wie mir. Auf Wikipedia gibt es eine sehr schöne grafische Übersicht, die ich dir auch nicht vorenthalten will (Stand Oktober 2019):

Mindestschreib-
geschwindigkeit
GeschwindigkeitsklasseAnwendung
UHSVideo
2 MB/sSDHC Speed Class 2.svg  Class 2 (C2)SD-Videoaufnahmen
4 MB/sSDHC Speed Class 4.svg  Class 4 (C4)High-Definition-Videoaufnahmen (HD),
inklusive Full HD (von 720p bis 1080p/1080i)
6 MB/sSDHC Speed Class 6.svg  Class 6 (C6)Video Speed Class 6.png   Class 6 (V6)
10 MB/sSDHC Speed Class 10.svg Class 10 (C10)UHS Speed Class 1.svg Class 1 (U1)Video Speed Class 10.png Class 10 (V10)Full-HD-Videoaufnahmen (1080p) und aufeinander
folgende HD-Einzelbilder (High Speed Bus), Echtzeit-
übertragungen und große HD-Videodateien (UHS Bus)
30 MB/sUHS Class 3.png Class 3 (U3)Video Speed Class 30.png Class 30 (V30)4K-Videodateien mit 60/120 fps (UHS Bus)
60 MB/sVideo Speed Class 60.png Class 60 (V60)8K-Videodateien mit 60/120 fps (UHS Bus)
90 MB/sVideo Speed Class 90.png Class 90 (V90)

Die richtige Speicherkarte finden für die Fotografie

Die Wahl der richtigen Speicherkarte richtet sich vor allem nach deiner Kamera und der Verwendung dieser. Machst du ausschließlich Bilder oder auch Videos? Für Hobby-Fotografen ist das wichtigste Kriterium die Speicherkapazität. Es wird oft empfohlen keine zu große Karte zu kaufen, sondern lieber mehrere kleinere. Ich empfehle 32GB oder 64GB. Größer lohnt sich meines Erachtens nur, wenn du zusätzlich viele Videos machen willst. Bedenke nämlich, dass eine Speicherkarte durchaus einmal kaputt oder verloren gehen kann. Wenn du hier sprichwörtlich alles auf eine Karte setzt, stehst du im Fall der Fälle ziemlich blöd da.

Die Lesegeschwindigkeit ist sicherlich nicht das allerwichtigste Kriterium. Ich persönlich schaue, dass meine Karten 90 MB/s lesen können. Viel wichtiger ist die Schreibgeschwindigkeit. Da es mittlerweile sehr günstige Karten mit recht hoher Schreibgeschwindigkeit (C10/U1/V10) gibt, kann ich nur empfehlen, eine Karte mit mindestens dieser Geschwindigkeit auszuwählen.

Eine gute und günstige Speicherkarte findest du bei Transcend. 32GB oder 64GB mit einer Lesegeschwindigkeit 90MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von U1 bekommst du schon für kleinstes Geld. Für das gleiche Geld gibt es aktuell sogar eine 64GB Karte mit einer Schreibgeschwindigkeit U3/V30, also geeignet für 4k-Videoaufnahmen!

Sehr gute Marken, die oft von Profis genutzt werden, sind beispielsweise noch Sandisk, Kingston oder Samsung. Für welche du dich am Ende entscheidest, wird sicherlich auch durch den Geldbeutel mitbestimmt. Nur noch ein Rat am Schluss: Finger weg von No Name Produkten! Die Gefahr, dass sie ausfallen und alle deine Bilder weg sind, ist einfach zu groß. Ich hoffe, dass dir dieser Beitrag fortan hilft, die richtige Speicherkarte für deine Anforderungen zu finden.

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Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

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Wie werde ich Sternenkindfotograf? Voraussetzungen, Ausrüstungen und weitere Tipps

Der heutige Gastbeitrag stammt von Benjamin Köhler. Er fotografiert ehrenamtlich Sternenkinder und schenkt den Eltern damit eine bleibende Erinnerung an das verlorene Kind. Wir beiden hoffen, dass zukünftig noch mehr Eltern von der Möglichkeit, die einzigen Bilder ihrer Sternenkinder machen zu lassen, erfahren. Bitte teile deshalb den Beitrag. Nutze dazu einfach die Buttons am Ende des Beitrages.


Es ist nun wirklich keine Arbeit die man wirklich ,,gerne“ macht. Wer fotografiert auch schon gerne verstorbene Kinder? Wohl niemand. Trotz alledem bin ich stolz diese Aufgabe zu haben, ganz einfach aus dem Grund, dass ich den Eltern die wohl wertvollsten Erinnerungen schenken darf und auf Ihrem schweren weg ein Stück weit begleiten kann.

Welche Voraussetzung musst du mitbringen?

Zu aller erst solltest du dir Frage stellen, ob du Mental überhaupt dazu in der Lage bist verstorbene Babys zu fotografieren. Das solltest du dir nicht allzu einfach vorstellen denn ich rede hier nicht nur von fertigen Babys, die einfach bei der Geburt gestorben sind. Auch kleinere Babys sind dabei. Mit kleineren Babys meine ich ab der 10. Schwangerschaftswoche. Also gerade einmal knappe 10 cm groß.

Des Weiteren musst du dir im Klaren darüber sein, das du in den meisten Fällen nicht alleine mit dem Kind bist. Die Eltern werden dabei sein und du bekommst die volle Wucht an Trauer zu spüren. Du bist nicht nur Fotograf, sondern auch Trauerbegleiter denn du bist einer der ersten, der die Familie nach der Geburt sieht. Oft noch vor Verwandten.

Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit und ein offenes Ohr für die Wünsche der Eltern sollten selbstverständlich sein.

Dein Equipment

Man braucht jetzt nicht unbedingt die 10.000€ Fotoausrüstung. Aber eine gute Spiegelreflexkamera sollte es schon sein. Ich selbst habe eine Nikon D3200. Sie ist kein Profigerät, erfüllt aber locker die Anforderung. Allerdings sollte man in ein lichtstarkes Objektiv investieren, denn Blitzen ist nicht gern gesehen, und das Licht in den Zimmern im Krankenhaus ist dürftig. Man möchte ja nicht die Stimmung kaputt machen indem man alles an Licht anmacht für die Fotos. Daher empfiehlt sich ein Objektiv mit einer Blende kleiner als f2,8.

Zudem ist ein Makro-Objektiv fast unabdingbar. Denn Detailaufnahmen der Füße, Hände, Ohren sind wichtig! Gerade diese ,,Kleinigkeiten“ sind ja das, wo die Erinnerungen schnell verblassen.

Meine Ausrüstung besteht aus:

  • Nikon D3200 Spiegelreflexkamera
  • Nikon Nikkor 18-105mm f3,5
  • Nikon Nikkor 40mm f2,8
  • Sigma 10-20mm Weitwinkel
  • geräumige Kameratasche von Zecti
  • Hama Fernauslöser
  • 2 Ersatzakkus sowie Speicherkarten
Wie wird man Sternenkindfotograf? Ausrüstung
Fotoausrüstung eines Sternenkindfotografen

Es ist gar nicht viel was Du brauchst. Aber es sollte für schwierige Lichtverhältnisse ausgelegt sein. Ein Stativ kann auch helfen wenn es zu dunkel ist und du länger belichten musst. Das setzt natürlich voraus, das das Kind nicht bei den Eltern ist, weil sonst gibt’s ungewollte Bewegungsunschärfe und das geht natürlich gar nicht.

Was erwartet Dich bei einem Einsatz?

Dazu empfehle ich dir die Einsatzberichte in meinem Blog Bensta.de/blog zu lesen, zum Beispiel den über Luisa, die ihr auch auf einigen Bildern in diesem Beitrag sehen könnt. Oder direkt auf der Seite von Dein-Sternenkind. Dort kannst du auch nachlesen, wie ein Einsatz von Anfang bis Ende abläuft.

Auf der Internetpräsenz von Dein-Sternenkind findest du außerdem Bilder von den kleinen Mäuschen. Alle Bilder die in diesem Beitrag sind, bedürfen der Einverständnis der Eltern. Ohne diese Einverständnis würden diese Bilder nicht hier sein. Das habe ich schriftlich und das ist wichtig! Ohne schriftliche Einverständniserklärung dürft Ihr NIEMALS diese sensiblen Bilder irgendwo hochladen!

 

Die Bewerbung

Du hast dich nach reichlicher Überlegung also entschieden, ehrenamtlich als Sternenkindfotograf zu bewerben? Dazu schon mal ein dickes Lob an dieser Stelle.

Auf der Homepage von Dein-Sternenkind klickst du unter dem Reiter ,,Für Fotografen“ auf den Button ,,Als Fotograf bewerben“.

Du wirst dir Erklär-Videos anschauen müssen, was ich dir auch dringend empfehle. Diese Videos enthalten nützliche Infos zum Thema. Natürlich kann ich hier jetzt nicht alles detailliert aufzählen.

Nachdem Du dir auch nach diesem Video sicher bist das du das machen möchtest, musst du ein Portfolio deiner Bilder an Dein-Sternenkind schicken müssen. Die Ansprüche liegen hier hoch! Es sind ja nun mal keine Bilder die man mal eben macht. Qualität ist hier äußerst wichtig.

Es kann ein paar Tage dauern bis Du eine Antwort erhältst. Sollte dein Portfolio den Anforderungen entsprechen, hast du es auch fast geschafft. Es folgen abschließend eine Registrierung im Forum und eine Registrierung in der Alarm-App. Ohne diese beiden Dinge, kannst du nicht arbeiten. Alle eingehenden Calls werden im Forum koordiniert. Es ist also zwingend erforderlich.

Da es viele Interna gibt, darf ich euch nicht den kompletten Ablauf hier schildern. Beim durchstöbern des Forums werden einem allerdings schnell Fragen beantwortet. Vor allem zum Thema ,,Der erste Einsatz“ und der genaue Ablauf was du tun musst, wenn du als Fotograf ein Kind fotografierst.

Die AlarmApp

Herzlichen Glückwunsch! Du bist nun ganz offiziell Sternenkind Fotograf.

Sobald ein Call eingeht, meldet sich deine AlarmApp und du musst los. Richtig?

Nicht ganz. Nicht nur du wirst einen Alarm erhalten. Deutschland ist aufgeteilt in Alarm-Kreise. Ist zum Beispiel ein Alarm in Dortmund, werden rund 150 Fotografen diesen Alarm erhalten. In diesem Alarm steht nur drin das Ihr euch im Forum melden sollt FALLS Ihr Zeit habt diesen Call zu übernehmen. Drückt Ihr auf Rot, so müsst Ihr nichts weiter tun. Im Grunde ganz einfach. Ihr habt Zeit? Dann drückt Grün und meldet euch im Forum.

Kleidung und Co. 

Es ist gerade bei den kleineren Kindern so, das oft keine Kleidung im Krankenhaus vorhanden ist, oder die Eltern keine Kleidung fürs Mäuschen dabei haben. Ihr habt die Möglichkeit, euch über ein Bestellformular auf der Homepage eine ,,Erstausstattung“ zu bestellen. Die kostet euch nichts außer vielleicht 5,99€ Versand. Dieses Paket beinhaltet Kleidung, Einschlagdeckchen, Mützen, kleine Anhänger und viele andere Sachen die Ihr als Fotograf gebrauchen könnt.

Eine kleine Sammlung hier:

Für gewöhnlich ist dort alles drin von der 10 Schwangerschaftswoche bis hin zu Schwangerschaftswoche 38+. Es macht daher Sinn, euch einen kleinen Koffer zu zulegen den Ihr auf euren Einsätzen mitnehmen könnt.

Zahlen und Fakten

,,Totgeburten, Fehlgeburten, ist doch alles das selbe“

Ja, könnte man fast meinen. Aber dem ist nicht so. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen einer Fehlgeburt und einer Totgeburt.

Schauen wir uns das doch mal an:

Totgeburt:

Eine Totgeburt liegt vor, wenn nach der Geburt eines Kindes kein erkennbares Lebenszeichen nachzuweisen ist und gewisse Mindestmaße (meist 500–1000 g Körpergewicht, 25–35 cm Körperlänge, 21–28 Wochen Schwangerschaftsdauer) erfüllt sind.

Fehlgeburt:

Eine Fehlgeburt, auch (spontaner) Abort (lat. abortus; veraltet auch Missfall) genannt, ist eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft durch Ausstoßung und/oder Absterben einer unter 500 Gramm wiegenden Frucht.

Frucht? Ich bin kein Biologe aber ich bin mir sicher das im Mutterleib keine Mango heranwächst. Es ist verdammt nochmal ein BABY! Ein kleines menschliches Wesen. Meinetwegen auch Fötus. Es muss sich ja immer Wissenschaftlich und formal korrekt anhören. Ganz schlimm…..

Aber zum eigentlichen Thema. Sonst rege ich mich nur auf.

Im Jahre 2018 wurden 3030 Totgeburten dokumentiert (quelle Bundesamt für Statistiken, siehe Bild) 

3030 Babys die den Sprung ins Leben nicht geschafft haben.

Schlimmer ist, es sind ,,nur“ die Totgeburten. Aber was ist nun mit den Fehlgeburten?

Leider habe ich bis dato keine Statistik gefunden aber ich kann euch sagen, wir Sternenkindfotografen von Dein-Sternenkind.eu haben oft mit Fällen zu tun wo das Mäuschen unter 500 Gramm wiegt, Also liegt die Dunkelziffer doch wesentlich höher als die Statistik angibt.

Rund 2400 Kinder haben wir im Jahre 2018 Fotografiert. Wir konnten ALLE eingehenden Fälle fotografieren.

Nun sind diese 2400 Kinder allerdings nicht nur Totgeburten sonder auch Fehlgeburten oder Kinder die Opfer des plötzlichen Kindstot wurden. Ihr merkt Die Sterbefälle der Säuglinge ist wesentlich höher als 3030….

Unabhängig davon wie viele Sternchen es Jährlich sind, sind es doch 630 Kinder, die nicht fotografiert werden. Sicherlich gibt es viele Eltern die das nicht wünschen.

Allerdings gibt es auch immer noch Kliniken, die von dem (100% kostenlosen) Angebot von Dein-Sternenkind.eu noch nichts gehört haben, oder aber (und das ist echt traurig) die Kliniken lehnen dies ab. Warum auch immer.

Es sind 2 Minuten, die sich die Hebammen und/oder behandelnde Ärzte nehmen müssten, um ein Online-Formular auszufüllen, damit ein Fotograf in die Klinik kommt und den Eltern die wohl wertvollsten Erinnerungen schafft. 

Also Ihr Herzensmenschen da draußen. Ihr seht, das Thema ist komplexer als gedacht und es gibt immer noch viele Eltern und Kliniken die diese wunderbare Initiative nicht kennen. Ich finde das sollten wir ändern!


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Motivideen – Fotografieren im Herbst

Man kann es nicht abstreiten, ein langer, sonniger und teils extrem heißer Sommer liegt hinter uns. Der Herbst ist da. Das merkt man nicht nur daran, dass es abends früher dunkel wird, es ist auch merklich kälter geworden. Aber auch wenn es kühler und nasser wird, die Natur bietet noch jede Menge Motivideen zum Fotografieren im Herbst. Es gibt also noch immer ausreichend Gründe, sich die Kamera zu schnappen und los zu ziehen.

(Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal am 4. Oktober 2018 und wurde im September 2019 mit Tipps zum Fotografieren mit dem Handy ergänzt.)

Ich selber bin ein leidenschaftlicher Hobby-Naturfotograf. Bäume, Blumen, Landschaften, ganz egal was, ich finde fast immer ein schönes Motiv. Deshalb möchte ich dir heute ein paar Ideen mit an die Hand geben, was du im Herbst draußen in der Natur noch für wunderschöne Motive finden kannst. Zusätzlich habe ich ein paar hilfreiche Hinweise für dich, wie dir noch bessere Bilder gelingen.

Nicht immer reicht deine Kamera und das „Immerdrauf-Objektiv“. Sofern du etwas mehr Ausrüstung benötigst, gebe ich dir ein paar Tipps, was du zusätzlich noch einpacken solltest. Aber selbst mit einem Handy kannst du im Herbst stimmungsvolle Bilder hinbekommen.


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Fotografieren im Herbst – Nebel

Letztes Jahr im September bin ich früh morgens losgezogen, um Bilder im Nebel zu machen. Nach einem eher mäßigen Start bin ich noch auf einen Weinberg gestiegen, um von dort die Nebelschwaden im Tal zu fotografieren. Die Aussicht nach unten ins Tal war sehr schön, überall wallten kleine weiße Wölkchen über den Städtchen.

Nebel im Remstal

Auf dem Weinberg gibt es einen kleinen Aussichtsturm. Von dort wollte ich weitere Bilder machen. Um mich herum war der Weinberg, umgeben von einem strahlend blauen Himmel. Unten im Tal der Nebel. Doch plötzlich kam er den Berg hinauf gekrochen. Erst ganz langsam, wie einzelne Finger, die nach dem Wein griffen. Die Schwaden umgaben eine kleine Bauminsel und es sah einfach unglaublich mystisch aus.

Der Nebel zieht vom Tal den Berg hoch
Mittlerweile wird der Nebel immer dichter

Doch es dauerte keine 15 Minuten, da war von einem blauen Himmel nichts mehr zu sehen. Kein Weinberg, keine Bauminsel, nichts. Nur grauer, kalter Nebel um mich herum. Und keine weiteren 20 Minuten später war der ganze Nebel wieder fort, als ob das alles nie geschehen sei. Dabei sind an diesem Morgen viele wunderschöne Bilder entstanden.

Weinberg im Nebel

Was brauchst du für die Nebelfotografie?

Da das Licht in der Regel sehr schlecht ist, empfehle ich dir, ein lichtstarkes Objektiv und ein Stativ einzupacken. Gerade morgens wenn die Sonne noch nicht so stark scheint kannst du mit einem f2.8-Objektiv einiges raus holen. Wenn du nur dein Handy hast, dann nimm einfach ein Handystativ oder eine spezielle Handyhalterung für dein Stativ.

Außerdem kann ein Fernauslöser ebenfalls sehr hilfreich sein. Du kannst mit einem Stativ deine Fotos länger belichten und verhinderst mit dem Fernauslöser, dass du beim Auslösen bereits das Bild verwackelst. Alternativ zum Fernauslöser ist auch das zeitversetzte Auslösen hilfreich, Verwackelungen zu vermeiden.

Fotografieren im Herbst - Nebel im Sonnenaufgang
Nebel im Sonnenaufgang

Fotografieren im Herbst – Pilze

Leider war der Sommer 2018 so extrem trocken, dass in vielen Regionen keine oder nur sehr wenige Pilze wuchsen. Im letzten Jahr gab es aber zumindest in den Wäldern rund um Weinstadt so manchen schönen Pilz zu entdecken. Nicht alle sind essbar, manche stinken auch, aber schöne Fotomotive bieten sie auf jeden Fall!

Fotografieren im Herbst - kleine lila Pilze
Fotografieren im Herbst – kleine lila Pilze

Was brauchst du für die Pilzfotografie?

Wasserdichte Schuhe! Wenn du durch den Wald marschierst, wirst du sehr dankbar sein, keine Stoffsneaker anzuhaben, auch wenn das Wetter vielleicht schön aussieht. Gerade unter frischem Laub kann sich die eine oder andere gemeine Pfütze verstecken. Das aber nur als kleinen Bonustipp.

Bezüglich deiner Fotoausrüstung genügt schon oft ein Standardobjektiv und/oder ein Teleobjektiv mit Makrofunktion. Natürlich ist ein Makroobjektiv am besten, aber sollte es dein Geldbeutel gerade nicht hergeben, geht es auch mit vorher genannten Alternativen. Zusätzlich kannst du dir noch ein paar Nahlinsen anschaffen.

Ein Stativ ist sehr nützlich, aber je nach gewünschter Perspektive stellst du deine Kamera besser direkt auf den Waldboden, einen Stein oder einen Baumstumpf. Gerade bei Pilzen empfiehlt sich ein Foto auf „Augenhöhe“. Die meisten Stative haben einen Auszug und können dementsprechend nicht ausreichend nah an den Boden gebracht werden. Vielleicht wäre ein kleines Tischstativ hier eine Lösung, aber eine kleine Unterlage, die deinen Kameraboden vor Feuchtigkeit schützt, reicht vollkommen aus.

Fotografieren im Herbst - Steinpilz

Mit Makroobjektiven kannst du sehr nah an den Pilz herangehen und teilweise tolle Detailaufnahmen machen. Mit einem 17-50mm Objektiv, wie ich es benutze, hast du dagegen die Möglichkeit, aufregende Landschaftsaufnahmen zu machen.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass deine Bilder mit einem Blitzlicht nicht so schön werden. Besser ist es, das Bild länger zu belichten. Aber sicherlich kann die besonders bei Makroaufnahmen ein guter Blitz auch helfen, die entsprechende Stelle besser auszuleuchten. Ob du also ein Blitzlicht verwendest, kommt sehr auf die Situation an, ich persönlich nutze so gut wie nie ein Blitzlicht.

Fotografieren im Herbst - Pilze

Mein Tipp für die Pilzfotografie mit dem Handy: Schalte dein Handy in den Portaitmodus. Dann fokussierst du auf den Pilz. Dieser wird auf deinem Bild scharf abgebildet, während der Hintergrund verschwommen ist. Schau dir mal den Vergleich an. Links wurde das Bild ohne und rechts mit Portraitmodus aufgenommen. Der Unterschied ist schon bei diesem Schnappschuss sichtbar, nicht wahr?

Fotografieren im Herbst – Herbstlaub

Wenn sich die Blätter verfärben, gibt es unzählige Möglichkeiten, schöne Motive zu finden. Sei es die Allee, der Wald als ganzes oder einzelne Blätter im Gegenlicht. An Motiven fehlt es hier wirklich nicht! Und außer deiner Kamera, einem Standardobjektiv und einer Gegenlichtblende um Streulicht zu vermeiden, brauchst du nicht einmal wirklich viel Ausrüstung!

Fotografieren im Herbst - rote Blätter
Die roten Blätter heben sich schön vom grünen Hintergrund ab

Ob beim Spaziergang im Park, in der Allee vor der Tür, im Wald oder im Zoo, überall leuchten im Herbst die Bäume in den schönsten Farben. Und falls du wissen möchtest, welche Bäume du soeben fotografierst hast, dann hilft die diese Seite zur Baumbestimmung weiter.

Übrigens findest du bei Bastian W. tolle Tipps, wie du vorhersagen kannst, wann das Herbstlaub besonders bunt aussehen wird. Außerdem findest du bei ihm weitere Kniffe in Bezug auf die Wetterfotografie.

Fotografieren im Herbst - Buntes Herbstlaub
Fotografieren im Herbst – Buntes Herbstlaub
Fotografieren im Herbst - buntes Laub auf dem Weinberg
Weinberg im Herbst



Fotografieren im Herbst – Morgentau

Morgens wenn die Wiesen und Büsche noch feucht sind, kannst du wunderschöne Bilder vom Morgentau machen. Wie Perlen liegen die Wassertropfen auf den Pflanzen. Wenn dann noch die Sonne gut steht, bricht sich das Licht in den Tauperlen und zaubert eine wunderschöne Stimmung. Egal ob als Bokeh im Hintergrund oder als Hauptmotiv, Morgentau ist immer wieder wunderschön einzufangen.

Was brauchst du für die Morgentaufotografie?

Du kannst für das Fotografieren von Morgentau durchaus ein Makro-Objektiv benutzen, so manche meiner Bilder sind allerdings mit meinem 17-50mm Objektiv entstanden.Ein Stativ empfiehlt sich sehr, wenn du Makroaufnahmen von Tautropfen machen möchtest. Für Bodenaufnahmen solltest du eher eine Wasserfeste Unterlage für deine Kamera und deine Knie dabei haben. Auf der nassen Wiese niederknien bringt dir nämlich eine nasse Hose und dann wird es schnell kalt.

Morgentau auf Gras mit Bokeh
Der Morgentau verleiht dem Bild ein wunderschönes Bokeh

Fotografieren im Herbst – Sonnenstrahlen und Gegenlicht

Wichtig ist beim Fotografieren mit Gegenlicht, dass du den Fokus richtig setzt. Gerade wenn du mit Autofokus arbeitest, hängt der Erfolg deines Bildes davon ab. Fokussierst du beispielsweise auf eine dunklen Fläche, wird der Rest des Bildes zu hell, da deine Kamera dann die Belichtung automatisch anpasst. Und wenn du den Autofokus auf die hellste Stelle fokussierst, wird der Rest zu dunkel. Wenn du unsicher bist, probiere einfach ein paar Einstellungen aus oder stelle in den Manuellen Modus deiner Kamera, um alle Einstellungen selber vorzunehmen.

Vor allem im Wald lassen sich morgen herrliche Lichtstimmungen einfangen. Sonnenstrahlen, die durch die Bäume fallen und den Wald teilweise in goldenes Licht tauchen. Manchmal kommen sie auch von der Seite und wirken dann noch mystischer.

Fotografie von Sonnenstrahlen im Gegenlicht
Sonnenaufgang im herbstlichen Wald

Die tiefstehende Morgensonne verhilft uns auch zu weiteren wunderschönen Motiven. Nun kannst du stimmungsvolle Gegenlichtaufnahmen machen. Im Sommer müsstest du dafür einige Stunden früher aufstehen. Und irgendwie ist die kühle Luft im Herbst doch viel klarer, was man auch auf den Bildern sieht.

Gras im Gegenlicht des Sonnenaufgangs fotografiert
Gras im Gegenlicht des Sonnenaufgangs

Auch mit dem Handy können Gegenlichtaufnahmen gelingen. Die folgende Aufnahme ist gänzlich unbearbeitet, um dir zu zeigen, dass selbst schnelle Schnappschüsse im Gegenlicht gelingen können.

Blumen im Gegenlicht, fotografiert mit dem Handy
Blumen im Gegenlicht, fotografiert mit dem Handy

Ich hoffe sehr, dass dir meine Tipps gefallen haben. Hast du noch weitere Ideen für den Herbst? Fotografierst du selber? Dann freue ich mich über deinen kommentar, sehr gerne auch mit einem Link zu deiner eigenen Homepage. Bitte teile den Beitrag auch auf Facebook und Pinterest!


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Fotos in einer Stockfotobörse verkaufen – Grundlagen

Wer träumt nicht davon, mit seinen Urlaubsbildern ganz nebenbei noch etwas Geld zu verdienen? Also ich ich fände es schon toll, wenn meine Bilder mir noch den einen oder anderen Euro einbringen könnten. Deshalb habe ich auch angefangen, mich damit zu beschäftigen, wie und wo man Fotos verkaufen kann. Ganz oben auf der Liste steht der Verkauf in einer Stockfotobörse.

Einige Fotografen verkaufen Fotos oder Fotobundles über verschiedene Anbieter oder sogar direkt über die eigene Homepage. Doch der Verkauf von Fotos über Fotoagenturen ist immer noch der einfachste und beliebteste Weg. Allerdings gibt es dabei so vieles zu beachten, wenn du erfolgreich Fotos verkaufen willst. Eine Einführung habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst. In Zukunft werde ich auf einzelne Themen noch genauer eingehen.

Was für Fotos kannst du in einer Fotostockbörse überhaupt verkaufen?

Die meisten Stockfotobörsen sind nicht auf bestimmte Themen beschränkt. Du kannst dort grundsätzlich alle Motive einreichen. Mittlerweile scheinen erste Stockfotoagenturen allerdings einzelne Motive (wie zum Beispiel Sonnenblumen) auszuschließen, da das Angebot die Nachfrage bei weitem übersteigt.

Viele Leute wollen gerne ihre Urlaubsbilder zum Verkauf anbieten. Das ist natürlich möglich, aber in vielen Fällen wirst du eben doch keine Urlaubsbilder verkaufen. Vor allem dann nicht, wenn du Bilder von bekannten und viel bereisten und entsprechend viel fotografierten Orten anbieten willst.

Etwas anders sieht es aus, wenn du an eher wenig erschlossene Orte reist und dazu noch hochwertige Bilder machst. Hochwertig heißt in dem Fall, hohe Auflösung, technisch sehr gut und ausgefallene Motive. Bilder aus Myanmar oder Kambodscha werden sich vermutlich besser verkaufen als Fotos aus Thailand. Einfach weil diese Länder im Vergleich doch weniger bereist werden. Je weniger besucht ein Reisegebiet ist und je weniger Fotos es aus einer Gegend gibt, um so größer sind deine Chancen, dass du für deine Urlaubsfotos Abnehmer finden kannst. Doch eine Garantie dafür gibt es nicht!

Welche Motive gehen am besten?

Welche Motive nun wirklich gut oder schlecht gehen, ist natürlich schwer zu sagen. Ich höre und lese oft, dass Bilder, die eine Geschichte erzählen (Storytelling) oft gekauft werden. Büroalltag, Familienalltag, Hobbys, das können Motive sein, mit denen du möglicherweise mehr Erfolg haben wirst. Es funktioniert anscheinend auch besser, wenn du Fotos zu bestimmten Themen gezielt erstellst. Das gezielte Erstellen von Fotos ist oft aber aufwendiger und zeitintensiver, für einige Fotografen dennoch ertragreicher. Auch gut verkaufen sich Business-Bilder sowie Fotos zu diversen Sportarten oder Prominenten.


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Du musst auffallen, um Bilder zu verkaufen

Es wird oft empfohlen, eine eigene Bildsprache zu entwickeln und einzigartige Fotos zu machen. Weiße Männer in Anzügen gibt es in fast jeder Stockfotobörse zu Hauff. Aber eine Chefin mit pinken Haaren würde auffallen. Werde kreativ und hebe dich von Masse ab, um deine Chancen zu steigern.

Falls du gerne mit Photoshop arbeitest, kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Viereckige Äpfel sind ja eigentlich auch schon nichts besonderes mehr, aber noch immer ein gutes Beispiel, wie du gewöhnliche Motive ungewöhnlich gestalten kannst. Doch übertreibe es nicht. Viele Agenturen wollen keine Bilder, die zu stark verfälscht sind.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - pinker Nebel
Die Farben wurden etwas abgeändert, um aufzufallen

Grundsätzlich kannst du aber alle Bilder einreichen, die du anbieten möchtest. Egal wie gewöhnlich oder ungewöhnlich das Motiv sein mag. Die einzelnen Agenturen treffen ohnehin eine Vorauswahl, welche Fotos sie zulassen und welche nicht. Manche Stockfotobörse ist dabei eher auf ein Thema oder eine Bildsprache spezialisiert als die andere. Motive, die in in der einen Agentur abgelehnt werden, werden in der anderen vielfach verkauft. Hier gilt es ausprobieren und Erfahrung sammeln.

Noch ein Geheimtipp: Spiele auch mit der Größe deines Bildes. 4:3 oder Panorama? Je nach Motiv kannst du von der althergebrachten Standardgröße abweichen und somit im Feed auffallen!

Wer kauft eigentlich Fotos in einer Stockfotobörse, und wieso?

Die Antwort darauf fällt fast ebenso vielfältig aus, wie die Antwort auf die Frage, was man für Fotos eigentlich verkaufen kann. Reisebilder werden gerne von Reisemagazinen, seien sie digital oder analog gekauft. Aber auch Blogger greifen von Zeit zu Zeit auf Stockfotos zurück. Und dazu kommen die unzähligen Marketingagenturen, die je nach Kampagne auch das eine oder andere Bild erwerben.

Große Unternehmen können es sich leisten, eigene Fotografen anzustellen oder direkt zu beauftragen. Fehlt jedoch das Geld dafür, dann ist es viel einfacher, das entsprechende Motiv in einer Fotostockbörse zu suchen und entsprechend den gewünschten Bildrechten zu kaufen. Je nach Foto und gewünschter Verwendung reichen die Preise von wenigen bis zu mehreren hundert Euro pro Bild. Selbst Privatleute können Bilder in einer Stockfotobörse kaufen. Vielleicht benötigen sie ein Bild für eine Webseite oder es gefällt ihnen einfach.

Deine Motive definieren deine Zielgruppe. Deshalb ist es essentiell, dass du dir überlegst, wer deine Bilder kaufen möchte und wo das geschieht. Stelle deine Fotos dann in der Stockfotobörse ein, die deine Zielgruppe am ehesten benutzen wird. Eine Übersicht dazu findest du demnächst auf diesem Blog.

Was es bei deinen Fotos zu beachten gibt

Wenn du Fotos in einer Stockfotobörse verkaufen willst, musst du einiges beachten. Ganz wichtig und eigentlich nicht einmal erwähnenswert ist folgendes: Die Bildrechte müssen bei dir liegen! Du kannst nicht einfach ein Bild bei Google herunterladen und es dann als dein eigenes verkaufen. Sollte ja klar sein, oder? Aber es gibt auch weitere rechtliche Aspekte, die du nicht vernachlässigen darfst.

Model Release

Sobald Personen erkennbar auf den Bildern abgelichtet sind, benötigst du einen Modelvertrag. Die Personen, die auf den Bildern erkennbar sind, müssen zustimmen, dass die Bilder verwertet werden dürfen. Einzig gesellschaftliche Ereignisse, wie Demonstrationen oder Konzerte können davon ausgenommen sein. In Japan habe ich ein Bild von einer Straße aufgenommen, auf der sich Personen befanden. EyeEM fordert nun von mir eine Erlaubnis der abgebildeten Personen, das Foto verkaufen zu dürfen. Zu viel des Guten oder gerechtfertigt? Dazu mag ich hier jetzt nichts sagen.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - Model Release und Property Release werden für dieses Bild benötigt
Model Release und Property Release werden für dieses Bild benötigt

Property Release

Auf dem gleichen Bild sind Gebäude mit Werbeschildern abgebildet. Es wäre auch zu schön, wenn die Welt einfach wäre. Doch sobald dein Bild den Namen oder das Logo einer bekannten Marke enthält oder ein Gebäude, das beispielsweise von einem Privatgrundstück aus fotografiert wurde, musst du unter Umständen auch dafür die Erlaubnis einholen (Property Release), das Bild mit der Marke und/oder dem Gebäude nutzen zu dürfen. Aus diesem Grund solltest du es vermeiden, Logos auf deinen Bildern zu haben. Auf Kleidung oder Rucksäcken lässt sich das Logo in den meisten Fällen wegretuschieren. Was aber, wenn, wie auf meinem Bild, die Werbung das zentrale Element ist? Dann ist oftmals leider nur eine redaktionelle Nutzung dieses Bildes möglich.

Wichtig ist auch zu wissen, dass bestimmte Gebäude grundsätzlich nicht zu kommerziellen Zwecken fotografiert werden dürfen. Das wohl berühmteste Gebäude, dessen Bilder man nicht verkaufen darf, ist der Eiffelturm bei Nacht. Zwar gilt in Deutschland die Panoramafreiheit, aber international betrachtet kann es hier schwierig werden.

Noch weniger bekannt ist, dass du sogar für Tattoos einen Property Release brauchst. Tattoos gelten als Kunstwerk und dürfen deshalb möglicherweise nicht ohne Property Release verwendet werden. Weitere Dinge für die du einen Property Release benötigen könntest sind bestimmte Zootiere (schau dazu auf die Seite des Zoos), Graffiti oder Notenblätter. Shutterstock hat eine Liste veröffentlicht, für was ein Property Release nötig sein kann.

Fazit: Leider gibt es beim Verkauf von Bildern einige rechtliche Hürden zu nehmen. Modelverträge und die Erlaubnis, Logos abzulichten bzw. auf Bildern zu verwenden, deutsche Panoramafreiheit versus Landesgesetze, die Fallstricke sind vielfältig und machen es notwendig, sich bei Bedarf genauer mit dem Thema zu befassen. Im Zweifel hilft nur, Logos, Namen und so weiter aus dem Bild zu entfernen und Fotos mit Menschen nur mit einem editoral release anzubieten (sie dürfen also nur für Reportagen oder ähnliches verwendet werden).

Technische Aspekte

Jede Stockfotobörse stellt eigene Anforderungen an die Fotos. So müssen sie eine Mindestgröße und -druckauflösung haben. Ich lese auch oft, dass Handyfotos nicht akzeptiert werden. Doch viele Handys machen mittlerweile so gut Bilder, dass du versuchen solltest sie einzureichen. Natürlich nur, wenn die technischen Mindestanforderungen auch erfüllt sind. Wie diese aussehen, musst du bei jeder Stockfotoagentur überprüfen.

Wie ich bereits erwähnte, müssen deine Bilder nicht mehr unbedingt in 4:3 eingereicht werden. Auch wenn das die Standardgröße ist, werden auch Fotos in abweichendem Format akzeptiert.

Lizenzfrei (Royalty Free) oder lizenzpflichtig (Royalty Managed)

Wenn du Fotos in einer Stockfotobörse verkaufst, verkaufst du genau genommen nicht das ganze Bild, sondern nur die Nutzungsrechte am Foto. Diese Nutzungsrechte können royalty-free (lizenzfrei) oder royalty managed (lizenzpflichtig) sein. Aber was genau ist da der Unterschied?

Bei lizenzfreien Bildern wird grob gesagt das Recht erworben, das Bild ohne zeitliche oder örtliche Einschränkung in beliebig vielen Projekten und Medien zu nutzen. Das heißt, dass das gekaufte Bilder fast uneingeschränkt genutzt werden kann. Allerdings können durchaus gewisse Einschränkungen bezüglich der kommerziellen Nutzung bestehen. So kann es Obergrenzen in der Druckauflage oder auch in der Anzahl der Artikel, die zum Wiederverkauf bestimmt sind, geben. Creative Market hat beispielsweise die Auflage, dass nur maximal 5000 Produkte mit einer kommerziellen Lizenz verkauft werden dürfen (gilt dort nicht nur für Fotos).

Lizenzpflichtige Bilder unterliegen dagegen gewissen Einschränkungen. So können die Verwendungsdauer, genaue Auflage oder der Zweck eingeschränkt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dem Käufer ein Exklusivrecht einzuräumen.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - Palme am Strand
Leider lässt sich mit Urlaubsfotos oft nur wenig Geld verdienen

Exklusiv oder nicht-exklusiv?

Manche Stockfotobörse bietet dir an, deine Bilder dort exklusiv zu verkaufen. Das heißt aber, dass du sie in keiner anderen Stockfotobörse mehr anbieten darfst. Du darfst sie nur noch an deine direkten Kunden verkaufen. Dafür bekommst du eine höhere Marge für deine Bilder.

Also ist exklusiv besser?

Jain. Wie ich schon erwähnte können Bilder bei der einen Agentur durchfallen und bei der anderen der absolute Renner sein. Probiere erst einmal aus, wie deine Fotos angenommen werden. Stellst du dann fest, dass die eine Stockfotobörse deine Bilder häufiger akzeptiert als andere, dann kannst du überlegen, ob es sich für dich lohnen würde. Natürlich ist es keine Garantie dafür, dass sie woanders nicht seltener oder häufiger gekauft wurden. Aber vor allem wenn ein bestimmter Typ Bilder bei einem Anbieter besser ankommt und sich auch noch besser verkauft, kannst du dort auf exklusiv wechseln.



Fotos in Stockfotobörse erfolgreich verkaufen – Richtig verschlagworten

Gib deinem Bild einen aussagekräftigen Titel. Am besten ist eine Bildbeschreibung (z. B. Handtücher auf Bett). Falls ein möglicher Käufer also ein bestimmtes Motiv findet, kann er dein Bild so besser finden.

Wenn du deine Fotos verkaufen willst, sollten sie auch gefunden werden. Das geschieht bei fast allen Stockagenturen über die Verschlagwortung. Hier wird es etwas tricky. Da es nur wenige rein deutsche Agenturen gibt, solltest du möglichst immer englische Schlagwörter auswählen. Allerdings bieten einige Agenturen auf eine automatische Übersetzung deiner Schlagwörter an. Die Schlagwörter müssen zu deinem Bild passen. Aber sie sollten nicht nur die Gegenstände, Orte oder Personen beschreiben, sondern auch damit assoziierte Gefühle oder Themen. Handtücher auf einem Bett kann man beispielsweise mit Wellness in Verbindung bringen, Apfelbäume mit gesunder Ernährung oder Veganismus.

Die Reihenfolge der Stichwörter trägt entscheidend dazu bei, wie schnell potenzielle Käufer deine Fotos finden. Setze deshalb die wichtigsten Schlagwörter an den Anfang. Überlege, was potenzielle Käufer suchen würden. Suchen sie eher Handtuch oder Wellness? Wenn du Lightroom deine Bilder verschlagwortest, musst du die Reihenfolge noch anpassen, da Lightroom alle Schlagworte in alphabetischer Reihenfolge übermittelt.

Was kann man mit Fotos verdienen?

Manche Anbieter können vom Verkauf ihrer Bilder leben. Der Großteil kann es jedoch nicht! Was du mit deinen Bildern verdienen kannst, hängt sehr stark davon ab, was du für Bilder verkaufst und wie viele Bilder du im Angebot hast. Ich lese immer öfter, dass Verkäufe zurück gehen, wenn keine neuen Bilder mehr hochgeladen werden. Aktive Mitglieder scheinen demnach in der Bildersuche höher zu ranken. Aber die schiere Masse alleine macht es auch nicht aus. Das einemillionste Gänseblümchen wird sich vermutlich erheblich schlechter verkaufen, als ein besonderes Portrait.

Seien wir ehrlich, spätestens seit die Qualität der Handykameras immer mehr gestiegen ist, ist es wirklich schwierig, mit Fotos viel Geld zu verdienen. Früher hat meine Mutter für einen Bekannten, der als Fotograf in Kriegs- und Krisengebiete gereist ist, seine Fotos für fünfstellige Beträge an Zeitungen verkauft. Heute geht man auf Twitter und bekommt die Bilder schneller und billiger, manchmal sogar gratis. Fotos müssen nicht mehr aufwendig im Labor entwickelt werden, sondern sind heute digital in Echtzeit verfügbar. Und viele Betroffene sind froh, wenn sie ihre Geschichte erzählen können und wollen möglicherweise gar kein Geld für ihre Fotos.

Das gleiche gilt in vielen Fällen auch für deine Urlaubsbilder, schließlich sind Fotos nicht nur für Tageszeitungen interessant.. Gerade wenn du an einen touristisch erschlossenen Ort reist, kannst du davon ausgehen, dass noch viele andere Menschen dort Fotos gemacht haben. Du musst schon ganz besondere Bilder haben, damit du diese wirklich verkaufen kannst. Einfache Handyschnappschüsse werden es in der Regel nicht tun. Auch wenn es oft suggeriert wird, leider kannst du mit deinen Urlaubsbildern vom Handy nur wenig bis gar nichts verdienen, zumindest dann nicht, wenn du nicht ein Handy mit state of the art Kamera hast.

Einnahmen liegen oft im Cent-Bereich

Je nach Stockfotobörse liegen die Erträge teilweise im Cent-Bereich. Oft werden nämlich nicht einzelne Bilder, sondern Credits verkauft. Oder die Käufer kaufen ein Volumen und können entsprechend Fotos auswählen. Dann verdienst du erheblich weniger, als wenn dein Foto direkt gekauft wird. Aber auch im Direktverkauf liegen die Provisionen einer Fotostockbörse meistens „nur“ bei 20-50%. Wird dein Bild für 20€ gekauft, bleibt entsprechend wenig übrig. Es gibt nicht wenige Fälle, dass Fotografen für eines ihrer Bilder nur 15-20 Cent erhalten. Sehr schön zusammengefasst hat es Thomas von Natur-Photocam in seinem Beitrag „Warum Stockfotografie Mist ist„.

Beim Lesen diverser Blogs, die ihre Einnahmen offen legen und in Gesprächen mit Bekannten, die Fotos verkaufen komme ich zu dem Schluss, dass es dennoch durchaus möglich ist, mittlere dreistellige Beträge im Monat zu verdienen. Allerdings nur, wenn man auch einige tausend Fotos anbietet. Und das ist auch gleich die Crux an der Sache. Wie viele Bilder machst du schon in einem Urlaub? 1000? Vielleicht 2000? Und wie viele davon sind wirklich so gut, dass du sie anbieten würdest? Bei 10% wären es also 100-200 Fotos. Also nicht so viele. Ergo wirst du mit deinen Urlaubsfotos vermutlich nicht so viel Geld verdienen.

Wenn du dir im Klaren darüber bist, dass viele Fotos in bestimmten Agenturen regelrecht verramscht werden, dann kannst du dennoch versuchen, deine Fotos zu verkaufen. Sie dir dazu am besten genau die Konditionen an und entscheide, welche Bilder du wo anbieten willst.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - Gras vor blauem Himmel mit Copyspace
So genannter Copyspace (leerer Raum im Bild)



Geduld und Beharrlichkeit sind gefordert

Das heißt jetzt nicht, dass du es gleich lassen solltest! Jeder fängt einmal klein an. Und auf der nächsten Grillparty, einen Geburtstag oder Familienausflug fängst du eben an, gezielter zu fotografieren. Mit der Zeit baust du dein Portfolio auf und nach einigen Monaten wird vielleicht auch das erste Bild verkauft. Ich habe oft gelesen, dass erst nach 9-12 Monaten Bilder verkauft wurden, nicht selten dauert es sogar noch länger. Aber wie sagt man doch so schön? Pixel fressen kein Heu! Wenn du dir nur ein nettes Zubrot verdienen willst, dann bleibe dran und stelle regelmäßig Fotos ein. Achte nur darauf, welche Bilder du wo zum Verkauf anbietest.

Ja und was habe ich jetzt schon verdient?

Nichts! Nada! Ich habe vor einigen Monaten einen doch eher halbherzigen Versuch gestartet, die ersten Bilder anzubieten. Einige davon findet man jetzt sogar bei Getty Images, der vielleicht größten und berühmtesten Bildagentur der Welt. Verkauft habe ich noch nichts. Bei etwa 50 Bildern im Portfolio ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr gering, zumal ich mich auch eher auf die Landschafts- und Naturfotografie beschränkt habe in meinem aktuellen Portfolio. Mein Ziel ist es aber, bis zum Ende des Jahres einige hundert Bilder anzubieten und zukünftig auch hin und wieder gezielte Aufnahmen zu machen, um mit meinen Fotos ein wenig Geld dazuzuverdienen.

Und um dir zu zeigen, wie gut oder schlecht es läuft, werde ich in unregelmäßigen Abständen darüber berichten, was ich für Bilder eingestellt habe, wo ich sie eingestellt habe, wie groß mein Portfolio dort ist und ob ich schon Verkäufe hatte. Ich bin noch nicht sicher, ob ich auch jede Fotostockbörse ausprobieren möchte, da mich die oft geringen Erträge doch teilweise abschrecken.

Verkaufst du schon deine Bilder in Stockfotobörsen? Wie viel hast du schon damit verdient? Oder bist du dagegen, deine Bilder bei den großen Agenturen anzubieten? Und wenn, wieso? Verrate mir das doch einfach in einem Kommentar.

Wie du mit Lightroom Presets Fotos ohne Aufwand bearbeiten kannst

Mit Adobe Lightroom-Presets kannst du deine Fotos schneller bearbeiten

Gehörst du zu denen, die ihre Urlaubsfotos vom Handy auf die Festplatte spielen und dann niemals wieder anschauen? Machst du dir vielleicht ein Fotoalbum oder lässt dir ein Fotobuch drucken? Oder druckst du deine Bilder so aus, wie sie aus der Kamera kommen, ohne sie weiter zu bearbeiten? Wenn du die ersten Fragen mit „ja“ beantwortest, dann kannst du jetzt eigentlich aufhören zu lesen. Denn ich möchte dir heute erklären, wie du mit Lightroom-Presets bzw. Lightroom-Vorgaben deine Urlaubsfotos viel schneller bearbeiten kannst.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja


Was sind Lightroom-Presets?

Lightroom-Presets sind nichts anderes, als die gespeicherten Parameter eines bearbeiteten Bildes, genannt Vorgaben. Du kannst ein Bild bei Lightroom nur leicht nachbearbeiten, damit zum Beispiel die Farben etwas knackiger werden, oder du kannst deinen Bildern auch einen ganz anderen Look geben, es beispielsweise matt erscheinen lassen oder ihnen einen bestimmten Farbton geben. Nachdem du fertig bist, kannst du die Einstellungen speichern, um sie mit einem einzigen Klick auf einem anderen Bild anzuwenden.

Mit der Anwendung von Presets sparst du also jede Menge Zeit, denn du überträgst alle Einstellungen mit einem Mausklick. Am Ende wird natürlich noch etwas Feintuning nötig sein, denn nur die wenigsten Presets sind immer uneingeschränkt für alle Bilder anwendbar. NImm zum Beispiel dieses Original und schaue die meine verschiedenen Versionen davon an:

Wie erstellst du eigene Lightroom-Presets?

Wie schon gesagt, du musst zunächst einmal ein Bild bearbeiten. Falls du noch nicht richtig fit bist, dann empfehle ich dir folgenden Videokurs auf Udemy (Affiliate Link). Dort lernst du alles was du wissen musst, vom Importieren deiner Fotos über die Bedeutung der einzelnen Parameter und Funktionen hin zum Sortieren und speichern deiner Sammlungen und Bilder.


Affiliate Link – Adobe Lightroom: Die Komplette Adobe Lightroom Masterclass von Justus Zeemann


Wenn du dich für einen „Look“ entschieden hast, dann solltest du diese Einstellungen nun speichern, um sie später ganz einfach auf andere Bilder anzuwenden. Klicke dazu auf der linken Seite auf das Kreuz bei „Vorgaben“. Nun öffnet sich ein Fenster „Vorgaben Speichern“ (das deutsche Wort für Presets). Du kannst nun auswählen, welche Einstellungen in deinem Preset gespeichert werden sollen. In meinem Beispiel habe ich alle Häkchen gesetzt um alle Einstellungen zu speichern. Du kannst aber zum Beispiel auch nur die Farbeinstellungen speichern, um diese auf deine Bilder anzuwenden. Belichtung, Schärfe und so weiter musst du dann allerdings jedes Mal aufs neue bearbeiten. Bei vielen Bildern kann das aber auch ein Vorteil sein. Wenn du nicht gerade viele Bilder in kurzer Zeit vom gleichen Motiv gemacht hast, unterscheiden sie sich ohnehin in Helligkeit, Kontrast oder Schärfe und du wirst sowieso nacharbeiten müssen. Ob du also wie ich lieber alle Parameter speicherst oder nur einzelne, das bleibt dir ganz alleine überlassen.

Wo findest du deine Lightroom-Presets?

Den aktuellen Speicherort deiner Lightroom-Presets zu finden ist ganz einfach, wenn du weißt, wo du suchen musst. Deshalb habe ich hier eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung für dich:

  1. Öffne Lightroom
  2. Klicke oben Links auf „Bearbeiten“ und dann auf „Voreinstellungen“
  3. Im neuen Fenster den zweiten Reiter „Vorgaben“ auswählen
  4. Auf „Lightroom-Entwicklungsvorgaben anzeigen“ klicken. Du solltest hier auskommen: C:\Users\[Benutzername]\AppData\Roaming\Adobe\CameraRaw\Settings
  5. Den Ordner „Settings“ öffnen
  6. Den gewünschten Ordner mit dein Presets öffnen

Lightroom-Presets hinzufügen

Unter dem Reiter Entwickeln findest du ja links deine „Vorgaben“. Rechts neben Vorgaben siehst du ein kleines MInus und Plus-Zeichen. Dort kannst du deine Presets wie folgt hochladen:

  1. Klicke auf das Plus
  2. Klicke auf Vorgaben werden importiert
  3. Wähle das Preset oder die Presets, die importiert werden sollen aus und klicke auf OK
  4. Deine Presets erscheinen nun automatisch unter „Benutzervorgaben“
  5. Verschiebe sie in den gewünschten Ordner

Alternativ kannst du die Presets auch direkt in den Settingsordner ziehen und Lightroom neu starten. Dann erscheinen sie ebenfalls in deinen Benutzervorgaben.

ACHTUNG: Löscht du die Presets aus Lightroom, dann werden sie auch von deiner Festplatte gelöscht! Mache dir also am besten immer eine Kopie, idealerweise auf einem anderen Speichermedium, falls du das Presets später noch einmal installieren willst.

Lohnt es sich, Lightroom-Presets zu kaufen?

In meinen Augen lohnt sich der Kauf von Presets durchaus. Ganz besonders, wenn du viele Bilder zu bearbeiten hast, aber nicht die Lust oder Zeit oder Kreativität hast, dir eigene Vorlagen zu erstellen. Wichtig ist aber, dass du immer daran denkst, dass du das eine oder andere Bilde noch nachbearbeiten musst, weil beispielsweise die Belichtungseinstellung oder der Kontrast des Presets nicht zu 100% passt. Insgesamt kannst du aber eine Menge Zeit sparen, wenn du mit Presets arbeitest.

Die hier gezeigten Presets musst du gar nicht kaufen, wenn du Abonnement meines Newsletter bist, dann findest du sie im kostenlosen Freebie-Bereich!