Fotoausrüstung für Einsteiger günstig kaufen – dein Einstieg in die Fotografie

Fotoausrüstung für Einsteiger

Die Fotografie kann mitunter ein sehr teures Hobby sein. Kamerabody, Objektive, Zubehör, all das kann auf Dauer ziemlich ins Geld gehen. Eine Fotoausrüstung für Einsteiger kann man sich durchaus auch einiges kosten lassen. Aber muss es wirklich immer das teuerste vom teuersten sein? Dazu möchte ich dir eine Geschichte erzählen, die ich selber vor Jahren einmal gelesen habe (Verfasser unbekannt):

Ein berühmter Fotograf kommt in 3-Sterne Restaurant. Der Koch ist hell auf begeistert, denn es ist sein Lieblingsfotograf. Vor dem Essen kommt er also zu ihm an den Tisch und sagt: „Sie machen so wundervolle Bilder, Sie haben bestimmt eine sehr gute Kamera!“
Nach dem Essen lässt der Fotograf den Koch nochmals an den Tisch rufen und sagt zu ihm: „Das Essen war vorzüglich, Sie haben bestimmt sehr gute Töpfe!“


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Die Ausrüstung alleine macht noch keinen Profi

Natürlich braucht es mehr als nur eine teure Kamera und ein teures Objektiv, um gute Fotos zu machen. Vielleicht erinnerst du dich auch an meinen Beitrag 11 Fehler, die deine Fotografie nicht verbessern. Das allerwichtigste um ein guter Fotograf zu werden, ist es, erst einmal anzufangen zu fotografieren! Eine gute Fotoausrüstung für Einsteiger muss dabei nicht einmal teuer sein. Wenn du an die Grenzen deiner Kamera stößt und immer öfter das Gefühl hast, dass dir etwas fehlt, dann wird es Zeit für ein Upgrade. Doch in diesem Beitrag geht es darum, möglichst günstig überhaupt erst einmal anzufangen.

Welches Kamerasystem brauchst du am Anfang?

Ganz klar, du brauchst am Anfang eine Kamera und mindestens ein Objektiv, außer du entscheidest dich für eine Bridgekamera oder eine Kompaktkamera. Auch diese beiden Kamerasysteme haben ihre Daseinsberechtigung, sollen aber nicht im Fokus dieses Beitrags stehen.

Spiegelreflexkamer (DSLR) oder spiegelloses System (DSLM)?

Ein großer Vorteil der spiegellosen Kameras sind vor allem lautloses Auslösen oder Gewicht und Größe. Eine DSLR macht immer ein leises Klackgeräusch beim Auslösen, die Spiegellose ist dagegen lautlos. Gerade bei der Tierfotografie kann das ein immenser Vorteil sein. Durch das fehlende Spiegelsystem sind sie in der Regel auch viel leichter und kompakter als DSLRs.

Manche Fotografen halten dagegen, dass die spiegellosen Kameras, auch bekannt als Systemkamera, noch nicht an die Qualität der digitalen Spiegelreflexkameras heran reichen. Außerdem ist die Auswahl an wirklich guten Objektiven für DSLM noch relativ überschaubar. Aber auch hier tut sich mittlerweile einiges. Auch die Akkulaufzeit ist bei DSLRs aktuell noch besser, da eine DSLM keinen optischen, sondern einen elektronischen Sucher hat, der entsprechend mehr Strom benötigt und auch nicht immer an die Qualität eines optischen Suchers heran kommt.

Biggi und Flo von Phototravellers haben in ihrem Beitrag Kaufberatung: DSLR oder DSLM -Die beste Kamera für jeden Einsatzzweck eine wirklich gute Übersicht über die jeweiligen Vor- und Nachteile beider Systeme erstellt, weshalb ich an dieser Stelle auch nicht intensiver darauf eingehen möchte. Solltest du unsicher sein, welches für dich das richtige ist, dann lies dir auf jeden Fall ihren Beitrag durch.

Ich selber bin überzeugter DSLR-Fan, habe aber auch bisher keine echte Gelegenheit gehabt, beide Systeme im Alltag miteinander zu vergleichen. Dennoch versuche ich, dir auch Empfehlungen für DSLM Kameras und Objektive zu geben.

Fazit Kamerasysteme

Ich glaube, dass das Zeitalter der DSLR noch längst nicht vorbei ist. Gerade für Fotografiebeginner gibt es hier viele günstige Schnäppchen und eine riesige Auswahl an Modellen, Objektiven und Zubehör.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Fotoausrüstung für Einsteiger - Die Kamera

Es gibt viele günstige Einsteigermodelle von diversen Anbietern. Welches am Ende tatsächlich das beste für dich ist, ist natürlich größtenteils auch Geschmackssache. Bedenke bei deiner Auswahl aber, dass die Objektive in der Regel nicht auf Kameras anderer Marken verwendet werden können (außer du kaufst spezielle Adapterringe, die aber selbst sehr teuer sind).

Selbst habe ich 2010 die digitale Fotografie mit einer Spiegelreflexkamera von Canon, der Eos 1000d begonnen. Mittlerweile gibt es schon Nachfolgemodelle, mit denen du gut anfangen kannst, wie die Canon Eos 2000d oder, wenn du etwas mehr Geld ausgeben willst, die Eos 250d. Ein günstiges Einsteigermodell von Nikon wäre die D3500 und bei Sony kannst du mit der Sony Alpha 68 SLT starten.

Systemkameras für Einsteiger wären zum Beispiel die Sony Alpha 600, Canon EOS M50 oder die Nikon Z 50.

Welches Kameramodell das beste für dich ist, entscheidet aber nicht nur der Geldbeutel. Die Kamera muss dir gut in der Hand liegen und du musst mit den Knöpfen gut zurecht kommen. Kamerafachgeschäfte sind auch heute noch deine erste Wahl, wenn es um kompetente Beratung geht! Und wirklich teurer als online sind sie meiner Erfahrung nach auch nicht! Ich kann persönlich Foto Koch in Düsseldorf sehr empfehlen oder auch die Fachgeschäfte von Calumet Photos*. In beiden bekommst du nicht nur Neuware, sondern auch sehr gute Gebrauchtartikel, mit denen du einiges an Geld sparen kannst.

Fotoausrüstung für Einsteiger - gebraucht oder neu kaufen?

Die Frage, ob du deine Fotoausrüstung für Einsteiger gebraucht oder neu kaufen sollst, wird dir vermutlich jeder anders beantworten. Um dir die Überlegung etwas zu vereinfachen, zähle ich dir einmal die Vor- und Nachteile auf und welche Risiken du eingehst, wenn du etwas gebraucht kaufst.

Wichtig ist zu wissen, dass jede Kamera auf eine gewisse Lebensdauer ausgelegt ist. Meine Canon Eos 80d soll einen Verschluss haben, der auf etwa 100.000 Auslösungen ausgelegt ist. So wie eine kurze Recherche ergeben hat, gilt das auch für die meisten anderen Kameras von Canon. Was natürlich nicht heißt, dass der Verschluss nicht schon viel früher oder erst viel später kaputt gehen kann. Um herauszufinden, wie viele Auslösungen eine Canon- oder Nikon Kamera schon hatte, folge diesem Ratgeber.

Eine Reparatur des Verschlusses ist gerade bei günstigen Kameras unrentabel, da anscheinend sehr teuer. Ich musste bisher noch nie einen Verschluss reparieren lassen. Aber ich habe auch noch nie die 100.000 Auslösungen mit einer Kamera geknackt.

Bei einer gebrauchten Kamera weißt du auch nie wirklich, wie mit ihr umgegangen wurde. Ob sie äußere Macken hat, kannst du sehr gut sehen, aber ob sie technisch noch einwandfrei funktioniert, merkst du nicht zwangsläufig auf Anhieb. Vielleicht funktionieren nicht Features oder einzelne Knöpfe gehen nicht richtig (was du nur merkst wenn du weißt wofür sie wirklich alle sind).  Möglicherweise ist sie auch bereits heruntergefallen und im Inneren hat sich etwas gelöst oder sie ist viel Staub oder Feuchtigkeit ausgesetzt gewesen oder, oder, oder. Andererseits habe ich selber eine gebrauchte Kamera gekauft, bei der alles top war und die mich lange begleitet hat.

Eine neue Kamera hat den Vorteil, dass du in der Regel mindestens zwei Jahre Garantie hast. Dafür zahlst du aber auch immer den vollen Preis. Beim Wiederverkauf machst du mit einer gebrauchten Kamera dagegen oft viel weniger oder keinen Verlust. Eine neu gekaufte Kamera wirst du seltenst zum Kaufpreis wieder verkaufen können.

Bei einer gebrauchten Kamera dagegen bekommst du für das gleiche Geld oftmals eine bessere Kamera. Besser ist aber natürlich relativ, da du immer im Einzelfall schauen musst, was die eine Kamera mehr oder weniger kann
als die andere. Eine neue Kamera hat dafür möglicherweise bessere oder neuere Technik verbaut.

Du musst auch für dich entscheiden, was dir an einer Kamera wichtig ist und ob du bereit bist, für diese Features etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und neu zu kaufen, oder ob es auch ein gebrauchtes Modell tut. Auf die grundlegenden Features gehe ich im nächsten Abschnitt genauer ein.

Fassen wir also zusammen:

Was für eine gebrauchte Kamera spricht:
  • günstiger als eine neue
  • für gleiches oder ähnliches Geld wie für eine Neue kannst du ein besseres Modell bekommen
  • weniger Wertverlust als bei einer neuen (relevant wenn du sie wieder verkaufen willst)
Was für eine neue Kamera spricht:
  • du hast mindestens zwei Jahre Garantie
  • du hast die Möglichkeit, das neueste Modell mit der neuesten Technik zu erwerben
  • du kannst sicher sein, dass niemals schlecht mit der Kamera umgegangen wurde

Wie du siehst, es ist nicht einfach, sich zu entscheiden, ob du deine Kamera für Einsteiger nun neu kaufst oder doch besser gebraucht. Es gibt natürlich noch die goldene Mitte: eine gebrauchte, generalüberholte Kamera bei einem Fachhändler zu kaufen. Du zahlst zwar in der Regel mehr, als wenn du sie privat kaufst, dafür hast du aber mindestens 6 Monate Garantie und 12-24 Monate Gewährleistung. Außerdem bieten viele Händler auch ein Rückgaberecht an. Wenn dir aktuell das Geld fehlt für eine ganz neue Kamera, du aber nicht gerne von Privat kaufen willst, ist das möglicherweise der Weg deiner Wahl.

Mein Tipp für den Neukauf: Viele Hersteller bieten immer mal wieder Cashback-Aktionen an. Falls du es nicht eilig hast, lohnt es möglicherweise darauf zu warten. Ansonsten ist ein Set natürlich ein guter Start, wobei die so genannten Kit-Objektive oft nur eine Notlösung sind. Dazu findest du aber später bei den Objektiven mehr.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Was sollte deine Kamera können

Hier ist sie wieder, die Frage: Was willst du fotografieren? Machst du Fotos von bewegten Tieren, Menschen oder Objekten (z. B. Motorsport), dann willst du bestimmt eine Kamera haben, die möglichst schnelle Reihenaufnahmen machen kann. Für Fotos an dunklen Orten (Innenräume, Lost Places, Nachtfotografie oder ähnliches) ist es dagegen wichtiger, dass sie auch bei höheren ISO Werten möglichst scharfe Bilder mit wenig Bildrauschen produziert.

Mir waren irgendwann 11 Messfelder zum scharf stellen des Bildpunktes zu wenig und ich bin irgendwann von der 1000d auf die 500d und zuletzt auf die 80d umgestiegen. Mich hat gestört, dass ich mein Bild nicht mehr so aufbauen konnte, wie ich es gerne wollte. Mehr Messpunkte bedeutet aber leider auf, mehr teuer.

Ich bin auch ein sehr großer Fan schon schwenkbaren Displays. Du kannst die Kamera über deinen Kopf oder sehr niedrig halten und trotzdem in der Displayvorschau gut sehen, was du gerade aufnimmst. Das hat oft wirklich Vorteile. Besonders dann, wenn sie ein Touch-Display hat und das Auslösen so direkt durch Antippen möglich ist.

 



Weitere teilweise hilfreiche Einstellungen, die deine Kamera haben sollte, sind Gitternetzlinien (zur besseren Bildgestaltung) und eine Wasserwaage. Bluetooth, NFC und GPS sind auch nice to have aber meiner Meinung nach kein absolutes Muss. WLAN dagegen schon. Gerade bei älteren Kameramodellen kann es noch sein, dass diese Funktion fehlt und über einen teuren WLAN-Adapter nachgerüstet werden müsste, solltest du sie benötigen.

Was der Vorteil an der WLAN Funktion ist? Zumindest Canon Kameras lassen sich dadurch bequem über das Handy fernsteuern. Und es erleichtert den Bildtransfer von der Kamera auf den PC oder das Handy. Und dann ist da ja noch das Update der Firmware.

Fast keine Einsteigerkamera wird einen eingebauten Bildstabilisator haben. Das läuft meistens über das Objektiv. Allerdings ist Sony eine Ausnahme und stellt auch Einsteiger-Systemkamera mit integriertem Bildstabilisator her.

Was außer „Fotos machen“ sollte eine Einsteigerkamera noch können? Wie wäre es beispielsweise mit Videos machen? Natürlich ist das jetzt nicht das allerwichtigste, aber nettes Gimmik. Günstige Einsteigerkameras filmen in der Regel nicht mit 4k, aber HD/Full-HD ist für den Anfang durchaus ausreichend.

Wenn du wirklich gute Testberichte lesen willst, dann schau dir die Seite Traumflieger an. Dort findest du ausführlichste Informationen zu fast allen Kameras und Objektiven und kannst sie teilweise auch miteinander vergleichen. Für mich immer die erste Wahl, wenn ich mir etwas neues kaufen will.

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Fast wichtiger als die Kamera: Das Objektiv

Die beste Kamera bringt nicht viel, wenn du kein halbwegs gutes Objektiv hast. Deshalb an dieser Stelle mein Rat: Kaufe dir, sofern finanziell möglich, die Kamera ohne Objektiv und investiere dafür direkt in ein halbwegs gutes. Die günstigsten Kit-Objektive sind nicht sonderlich lichtstark. Das bedeutet für dich, bei nicht optimalen Lichtverhältnissen wirst du schon Schwierigkeiten haben, gute Bilder noch aus der Hand, also ohne Stativ, zu machen.

Hinzu kommt, dass es schon schwieriger wird, Objekte freizustellen, sprich scharfe Objekte vor einem verschwommenen Hintergrund abzulichten. Zudem ist der Autofokus bei den günstigen Objektiven meistens nicht besonders gut. Zu einer guten Fotoausrüstung für Einsteiger gehört für mich vor allem ein gutes Objektiv.

Ich habe damals auch mit dem Kit-Objektiv angefangen, aber schon nach sehr kurzer Zeit gemerkt, dass meine Bilder nie so richtig gut werden. Gerade Anfänger verlieren schnell den Spaß, wenn die Bilder nie so werden, wie man es sich erhofft und der Grund dafür unter anderem auch das Objektiv ist. Natürlich kann ein erfahrener Fotograf auch mit einem weniger guten Objektiv hervorragende Bilder machen. Aber nicht umsonst kaufen gute Fotografen die teuren Objektive.

Statt den jeweiligen 18-50mm (oder ähnlichen) Objektiven, die oftmals dabei sind, empfehle ich dir also, eines der folgenden Objektive zu nehmen:

Und für den wirklich kleinen Geldbeutel gibt es noch ein ordentliches Objektiv einer Marke, bis Dato eher für Blitze bekannt war. Ein ausführlicher Erfahrungsbericht dazu wird hier auch bald erscheinen: Yongnuo YN 50mm F/1.8 AF/MF

F1,8 oder f2,8 bedeutet, dass die Linsenöffnung des Objektivs weit geöffnet werden kann und entsprechend viel Licht auf den Sensor lässt. Mit diesen Objektiven kannst du auch bei weniger guten Lichtverhältnissen noch gute Bilder machen. Natürlich gibt es auch für alle Kameras Objektive mit einer Blendenöffnung f1,8, aber die sind in der Regel wirklich sehr teuer und lohnen sich erst für fortgeschrittene (Hobby-)Fotografen.

Noch ein kleiner Hinweis: Bei APSC-Sensoren sind 18mm nicht wirklich 18mm sondern müssen nochmal mit dem so genannten Crop-Faktor multipliziert werden.

Worauf du beim Kauf von gebrauchten Objektiven (und Zubehör) achten musst und ob ich es persönlich empfehlen würde oder eher nicht, erfährst du weiter unten im Artikel.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Objektive für weitere Gelegenheiten

Die meisten Standard-Objektive sind für den Anfang vollkommen ausreichend. Es wird zwar immer Situationen geben, in denen ein anderes Objektiv besser gewesen wäre, aber bis du deine Kamera wirklich beherrscht, reicht normalerweise das eine Objektiv. Halte deine Fotoausrüstung für Einsteiger erst einmal so klein wie möglich.

Willst du doch mehr, dann kannst du es mit den nachfolgenden Objektiven versuchen. Auch hier gilt, man bekommt was man bezahlt. Erwarte von den günstigsten Objektiven keine Wunder.

Teleobjektive

Ob du wirklich am Anfang schon ein Teleobjektiv benötigst, hängt von deinen fotografischen Vorlieben ab. Willst du Vögel und Wildtiere fotografieren, dann brauchst du schon ein etwas längere Teleobjektiv. Welches das richtige für dich ist, hängt wieder vom Einsatzgebiet, der Kameramarke und natürlich deinem Budget ab. Einsteigerobjektive ohne großen Schnickschnack sind beispielsweise die folgenden Modelle:

Makroobjektive

Für Nahaufnahmen von Tieren und Pflanzen sind Makroobjektive die beste Lösung, da sie in der Regel eine hohe Lichtstärke aufweisen und du sehr nah an die Objekte heran gehen kannst. Um Geld zu sparen, kannst du aber auch mit einem Teleobjektiv mit Makrofunktion beginnen oder dir Makrolinsen zum Aufschrauben auf das Objektiv oder auch als Zwischenringe zulegen.
Alle Varianten sind zum ausprobieren wesentlich kostengünstiger. Das Tamron-Objektiv aus der Liste „Teleobjektive“ hat zum Beispiel solch eine Makrofunktion. Solltest du dich für die Linsen entscheiden, musst du darauf achten, dass sie den richtigen Durchmesser für dein Objektiv haben. Bei den Zwischenringen prüfe bitte genau, ob sie für deine Kamera geeignet sind. Beispiele wären:
 

Falls du doch ein richtiges Makroobjektiv kaufen willst, nimm am besten eines mit Bildstabilisator. Das gilt besonders, wenn du eben so zittrige Hände hast wie ich. Frei aus der Hand schaffe ich kaum eine schöne Makroaufnahme. Da fehlt mir der Stabilisator sehr.

 

Superweitwinkelobjektive

Die meisten Kit-Objektive oder günstige Einsteigerobjektive haben eine kürzeste Brennweite von 17-24mm. Das ist für Landschaftsaufnahmen, Fotos von Gebäuden oder in geschlossenen Räumen in den meisten Fällen absolut ausreichend. Falls du doch ein 10-18mm Objektiv (für Canon) oder eines mit vergleichbarer Brennweite für die anderen Hersteller haben willst, wirst du leider etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Für unter 250€ sind kaum Zoomobjektive zu bekommen. Für Sony gibt es immerhin eine 12mm Festbrennweite von einem Fremdhersteller, die es schon ab 170€ gibt.

Ich selber besitze ein EFS 10-18mm Objektiv von Canon, das ich supergünstig gebraucht bekommen habe. Das benutze ich gerne für Landschaftsaufnahmen oder Aufnahmen aus besonderen Blickwinkeln. Hätte ich es aber nicht für weniger als die Hälfte des Neupreises bekommen, hätte ich es vermutlich nicht gekauft. In den meisten Situationen haben mir die 17mm meines Tamron-Objektivs nämlich völlig ausgereicht. Wenn du also nur wenig Budget hast, verzichte am Anfang auf ein Superweitwinkelobjektiv.

Reiseobjektive/Super-Zoom-Objektive

Reisezooms oder Super-Zoom-Objektive sind Objektive, die vom Weitwinkel bis zum Telebereich alles abdecken. Meistens liegen sie bei 18-200mm bzw 18-300mm. Der Vorteil ist, du kaufst nur ein Objektiv für alles. Der Nachteil ist, sie können vieles, aber nichts so richtig gut.

Auf Reisen ist es natürlich besser, nur ein Objektiv dabei zu haben, das alles abdeckt. Dann brauchst du zwischendurch nicht ständig das Objektiv wechseln und kannst schneller auf die verschiedenen Situationen reagieren. Leider leiden häufig die Abbildungsqualität und vor allem die Lichtstärke. In Kirchen oder Museen oder in der Dämmerung kann es also schon mal grenzwertig werden mit der Belichtung. Ob du das für dich in Kauf nehmen willst, musst du selber entscheiden. Folgende Modelle zu einigermaßen günstigen Preisen gibt es unter anderem:

Die markeneigenen Objektive von Canon, Sony und Nikon sind schon wesentlich teurer als die eben genannten.

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass es gerade für absolute Fotografieeinsteiger total ausreicht, mit einem oder maximal zwei Objektiven anzufangen. Ein gutes Standardobjektiv, Nahlinsen und wenn du magst noch ein Teleobjektiv reichen vollkommen aus, um günstig ins Hobby zu starten. Oder eben ein Reisezoom.

Kaufe lieber eine bessere Kamera oder ein besseres Standardobjektiv als gleich zwei, drei oder mehr Objektive anzuschaffen. Das gilt übrigens auch für das meiste Zubehör. Vieles wirst du mindestens zu Beginn gar nicht brauchen. Und hinterher ärgerst du dich, wenn du das falsche geholt hast. Trotzdem stelle ich dir nachfolgend noch das gängigste Zubehör vor und erkläre dir kurz, was dabei wichtig ist.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Sonstiges Zubehör

In der Fotografie kann man ziemlich viel Geld lassen. Aber wer billig kauft, kauft leider oftmals zweimal. Oder dreimal. Und das ist sehr ärgerlich. Deshalb reichen dir am Anfang die Kamera und das Objektiv.Doch es gibt durchaus das eine oder andere Zubehör, das zu dir recht früh oder am besten sofort kaufen solltest. Zu einer guten Fotoausrüstung für Einsteiger zählen neben dem Gehäuse und einem Objektiv noch

Folgendes Zubehör kannst du dann nach und nach noch anschaffen, wenn du etwas fitter im Umgang mit deiner Kamera bist und merkst, was dir beim Fotografieren tatsächlich noch fehlt:

Es muss übrigens nicht immer das Originalzubehör sein, auch Fremdhersteller liefern ganz ordentliches Zubehör. Lies dir dazu aber bitte die Bewertungen durch und schau, ob du einen Testbericht im Netz findest (gilt vor allem für Batteriegriffe und Ersatzakkus).

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Objektive und Zubehör günstig kaufen

Wie beim Gehäuse gilt, du kannst etwas neu kaufen und hast dann eine enstsprechende Garantie, oder du kaufst gebraucht und sparst etwas Geld.

Absolut unproblematisch finde ich den Kauf von voll funktionsfähigem Zubehör oder Büchern. Auch ältere Bücher, die vielleicht von 2010 sind, kannst du noch bedenkenlos kaufen. An der Technischen Ausrüstung der neueren Kamera hat sich etwas getan und manche Aussagen in Bezug auf ISO oder Weißabgleich mögen (was die technische Umsetzbarkeit der Kameras) nicht mehr 100% korrekt sein. Die wesentlichen Inhalte wie Tipps zur Bildgestaltung ändern sich aber natürlich nicht alle zwei Jahre.

Bei Objektiven solltest du, wenn du die Möglichkeit hast, einige Probefotos machen. Die meisten Verkäufer, die ihre Ausrüstung pfleglich behandelt haben, haben kein Problem damit. Wenn jemand aus deiner Nähe nicht will, dass du dir das Objektiv vor Ort ansiehst, dann könnte etwas faul sein.

Worauf du unbedingt achten musst beim Kauf eines gebrauchten Objektivs:

  • Hat die Linse offensichtliche Kratzer?
  • Klappert etwas im Objektiv?
  • Hat das Objektiv Glaspilz?
  • Hat es Staubeinschlüsse, die auf den Bildern zu sehen sind?
  • Funktionieren Autofokus, Stabilisator etc.?
  • Sind die Bilder richtig scharf?
  • Hat das Gehäuse äußere Macken, die auf einen Sturz schließen lassen?

Staubeinschlüsse in Zoom-Objektiven kann man nie wirklich ganz vermeiden. Normalerweise sieht man sie auch nicht auf den Bildern. Und falls du ein wirklich gutes Objektiv für sehr günstig bekommst, kannst du es auch professionell reinigen lassen und sparst oft trotzdem noch sehr viel Geld im Vergleich zu einem neuen Objektiv.

Auch bei Filtern sollte man auf Glaspilz achten. Filter sind aber meistens so dünn, dass man ihn sehr gut sehen kann. Es gibt zwar Anleitungen, wie man Glaspilz aus Objektiven entfernt, aber es gibt keine Garantie, dass du dein Objektiv nicht so beschädigst, dass du es danach wegwerfen kannst. Deshalb gilt: Finger Weg von Linsen mit Glaspilz!

 

Fotoausrüstung für Einsteiger

Ich habe von meinen insgesamt fünf Objektiven nur eines neu gekauft, nämlich das Tamron 17-50mm f2.8. Alle anderen Objektive sind gebraucht erstanden. Zwei kamen von Leuten, die ich kenne, zwei aus dem Netz. Nicht einmal hatte ich Probleme, ganz im Gegenteil. Mein 10-18mm Objektiv war praktisch neu und hat weniger als die Hälfte des Neupreises gekostet. Ein Freund hat allerdings bereits die Erfahrung gemacht, dass ihm ein Objektiv mit Sturzschaden als voll funktionsfähig verkauft wurde. Das grenzt dann schon an Betrug, wenn man solche Informationen verschweigt.

Mein Tipp: Wenn du dir das Objektiv nicht persönlich ansehen kannst, lasse dir ganz neue Bilder zuschicken und sieh sie dir genau an. Ist alles scharf, sieht man Flecken, die nicht da sein sollten? Wenn du keine optischen Fehler erkennst, dann kannst du es in der Regel auch beruhigt kaufen.

Objektive verlieren über die Jahre nicht so stark an Wert wie Kameragehäuse. Es tut sich auch nicht so viel auf dem Markt, dass ein Objektiv, das heute erscheint, in zwei Jahren wieder alt ist. Nach und nach werden zwar bessere Versionen erscheinen, vielleicht mit Stabi, leiserem Motor oder schnellerem Autofokus, aber für Hobbyfotografen im Allgemeinen und Anfänger im Besonderen sind die Verbesserungen in der Regel kaum relevant. Erst wenn du dich auf ein Feld, wie die Tier- oder Sportfotografie, festgelegt hast, kann sich ein Umstieg eventuell lohnen.

Ein letzter Hinweis: Achte unbedingt darauf, dass das Objektiv auch für deine Kamera geeignet ist. Selbst Objektive aus Analogzeiten machen heute noch hervorragende Bilder, werden aber nicht mehr zuverlässig von jeder Kamera erkannt. Manchmal kommt alle paar Bilder eine Fehlermeldung, manchmal funktioniert es gar nicht. Probieren geht hier über studieren. Im Zweifel: Finger weg von so genanntem „Altglas“.

Fotografieren lernen mit folgenden Büchern

Gute Bücher helfen dir, dich schneller in die Fotografie einzuarbeiten. Sie erklären dir die technischen Grundlagen der Kamera und geben viele hilfreiche Tipps, um dich in bestimmte Themen weiter einzuarbeiten. Folgende Bücher kann ich dazu besonders empfehlen:

 

 

Zusammenfassung: Kamerausrüstung für Einsteiger günstig kaufen

Ob du ein Kameragehäuse mit oder ohne Objektiv kaufst, neu oder gebraucht, hängt wesentlich vom Budget ab, das dir zur Verfügung steht. Selber habe ich sowohl neu als auch gebraucht gekauft, tendiere beim Gehäuse aber eher zum Neukauf.

Objektive, Bücher und weiteres Zubehör (bis auf Kameratasche- und Rucksack) kaufe ich eigentlich nur gebraucht. Das Geld, das ich dabei spare, investiere ich dann lieber wieder in weitere Ausrüstung.

Gute Quellen für einegebrauchte Kamerausrüstung für Einsteiger sind: ebay, ebayKleinanzeigen, Facebook-Gruppen, Flohmärkte, Kamerabörsen oder auch Fachhändler, die aufbereitete Kameras und Objektive verkaufen. Hier kannst du deine Fotoausrüstung für Einsteiger sehr gut ergänzen, wenn du dich an die oben genannten Hinweise hältst.

Ich hoffe dir mit diesem Leitfaden den Einstieg in die Fotografie etwas zu erleichtern. Auf meinem Blog findest du auch immer wieder hilfreiche Beiträge zum Thema Fotografie. Zum Beispiel, wie du die richtige Speicherkarte findest oder Motivideen für den Herbst. Wenn du mehr von diesen Beiträgen sehen willst, dann melde dich direkt zu meinem Newsletter an. Und vergiss bitte nicht, den Beitrag mit deinen Freunden zu teilen. Falls du noch Fragen oder Anmerkungen hast oder mir über deine Erfahrung berichten willst, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schicke mir eine Nachricht über das Kontaktformular.

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Fotocredits:

Foto von Mengliu Di von Pexels
Foto von Sunyu Kim von Pexels
Foto von Camargo Anthony von Pexels
Titelbild von fernando zhiminaicela from Pixabay

Solidaritäts-Postkarten in der Corona-Krise verschicken mit MyPostcard

Jetzt ist es raus, wir werden noch viel länger keinen Kontakt zu unseren Freunden und unserer Familie haben dürfen. Nachdem nun schon Ostern für viele ohne Freunde und Familie vergangen ist, wird sich das ganze auch in den nächsten Wochen nicht wesentlich bessern. Aber das ganze hat auch etwas Gutes, wir können jetzt die Zeit nutzen und Solidaritäts-Postkarten schreiben!


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Bei MyPostcard kannst du ganz tolle Solidaritäts-Postkarten selber designen, sie mit einem schönen Text versehen und direkt druckfrisch an deine Liebsten schicken! Oder verschicke eine Grußkarte mit deiner ganz persönlichen Unterschrift. Postkarten kannst du schon ab 2,19€ und Grußkarten ab 3,49€ versenden. Alles inklusive Druck, Umschlag (bei Grußkarten) und Porto.

Wenn man bedenkt, dass die gekauften Postkarten aus der Region auch schon oft ca. 1€ oder manchmal noch mehr kosten und du da noch kein Porto bei hast, dann sind das wirklich günstige Preise. Und du kannst einzigartige Postkarten verschicken, die der Empfänger garantiert noch nie bekommen hat.

Solidaritäts-Postkarten mit MyPostcard - so viel Auswahl

Du kannst deine Solidaritäts-Postkarten entweder mit der Handyapp oder direkt am PC designen. Da ich selber unglaublich gerne und viel mit meiner Spiegelreflexkamera fotografiere, habe ich meine Solidaritäts-Postkarten am PC designt. Aber natürlich habe ich auch die App ausprobiert, denn ich muss dir ja sagen können, welche Variante die bessere ist. Der treue Leser meines Blogs weiß sicherlich noch, dass ich bereits Postkartensets mit MyPostcard habe drucken lassen und total begeistert von der Qualität bin. In dem Beitrag erkläre ich auch ausführlich, wie du die Karten am PC designen kannst.

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Doch auch mit dem Handy kannst du kinderleicht deine eigene Solidaritäts-Postkarten spielend leicht erstellen. Lade dir dazu einfach die MyPostcard Apps im Playstore oder Apple Store herunter und erstelle, wenn du noch keinen hast, deinen Account. Wenn du jetzt die App startest, dann kannst du direkt auf der Startseite etwas herunterscrollen  und Ermunterungskarten & Sprüche auswählen. Da findest du eine riesige Auswahl von Postkarten, die teilweise schon fertig designt sind, teilweise aber auch noch mit eigenen Bildern versehen werden können. Und wenn du kein passendes Design für deine Solidaritäts-Postkarte findest kannst du dir auch bei Canva ein eigenes Design erstellen und direkt bei MyPostcard hochladen. Oder, was noch besser ist, du wendest dich direkt an das Team von MyPostcard, die dir ein Design nach deinen Wünschen erstellen.

Wie du auf den Bildern siehst, gibt es aber ohnehin schon wirklich viele, teilweise echt witzige Designs. Übrigens nicht nur auf Deutsch sondern auch auf Englisch. Denn du weißt ja, mit MyPostcard kannst du deine Freunde und Verwandten auf der ganzen Welt beglücken! Die Karte mit den Wochenend-Reisezielen habe ich beispielsweise meinem Freund in Japan geschickt. Dort ist es ja aktuell alles noch etwas ruhiger als hier. Trotzdem wollte ich ihn und seine Familie etwas aufmuntern und zum lachen bringen.

Solidaritäts-Postkarten mit MyPostcard - so einfach geht es

Hast du dich für ein Design entschieden, dann tippst du es einfach an und kannst es direkt in der App bearbeiten. Wenn du ein eigenes Foto verwenden willst, kannst du es vom Handy hochladen oder ein neues machen, das dann direkt verwendet wird. Das Bild kannst du auch direkt in der App noch etwas bearbeiten. Du kannst zum Beispiel die Helligkeiten anpassen, es mit einem zusätzlichen Text oder coolen Overlays versehen.

Wenn du mit deinem Bild zufrieden bist, dann schreibst du als nächstes deinen Text auf die Solidaritäts-Postkarte. Du kannst aus 5 verschiedenen Schriftarten und einigen Farben wählen. Allerdings ist in der App die Farbauswahl auf fünf Farben beschränkt, während am PC acht Farben zur Auswahl stehen. Danach trägst du einfach die Adresse ein (entweder direkt auf die Karte oder aus deinem Adressbuch) und wählst noch aus ob es eine Economy oder Premiumkarte sein soll. Kleines Manko: Am PC wird dir angezeigt, dass die Premiumkarte 0,50€ mehr kostet, während in der App die Economy-Karte mit -0,50€ angezeigt wird. Und während du in der App sogar noch einen Wunschzustelltermin angeben kannst, ist das am PC leider nicht möglich. Schade, denn die Option ist gerade bei Geburtstagskarten total super!

Viel Freude mit den Solidaritätspostkarten!

Einige der Karten von MyPostcard sind auch bereits angekommen. Leider aufgrund der aktuellen Situation vorerst nur die in Deutschland. Meine Freunde in Österreich, Japan, Aruba und der Türkei müssen sich noch etwas gedulden. Ich hoffe, dass sie sich dann um so mehr freuen. Alle die schon eine Karte bekommen haben waren jedenfalls total begeistert. Sie haben ausnahmslos die Qualität der Karten und auch die teilweise sehr witzigen Designs gelobt. Leider möchte mein Freund keine Bilder von sich im Internet haben, deshalb gibt es die Karten mit uns nur zensiert.

Hier einige meiner Karten, die ich mit MyPostcard verschickt habe

Haben dir die Karten gefallen? Dann hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar! Übrigens bekommst du mit dem Code TANJA6C6T ein kostenloses Startguthaben in Höhe von 3€, das du für deine erste Karte verwenden kannst! Und ich kann dank dir mit Guthaben in der selben Höhe auch eine weitere Karte verschicken.

Grasfrösche und Erdkröten – Wissenwertes und Tipps zur Fotografie

Jedes Jahr zwischen Februar und April gehe ich zu „meinem Froschteich“, in der Hoffnung Grasfrösche (Rana temporaria) und Kröten (vermutlich Erdkröten – Bufo bufo) während der Laichzeit zu finden.

Und im Jahr 2016 hatte ich tatsächlich Glück! Nicht nur, dass ich ganz viele Kröten beim Liebesspiel beobachten konnte, nein, ich hatte sogar das Glück jemanden zu treffen, der den Teich pflegt und sich für den Schutz und Erhalt der Amphibien einsetzt und einiges über die Tiere zu berichten hatte. Leider habe ich in den Jahren danach kein Glück mehr gehabt, bis jetzt, März 2020, wo ich die Grasfröschen bei der Paarung erwischt habe.

Leider werden Kröten als eklig empfunden, wohingegen fast jeder Frösche ganz niedlich findet. Also möchte ich euch teilhaben lassen an dem sehr faszinierenden Verhalten der Kröten und Frösche.

Dieser Beitrag erschien zuerst 2016 und wurde im März 2020 aktualisiert


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Der Grasfrosch - Lurch des Jahres 2018

Der Grasfrosch (Rana temporaria) kommt im gesamten Bundesgebiet vor.  Dabei besiedelt er Gebiete über 2000m Höhe. Grasfrösche sind zumeist gelblich, rötlich oder braun gefärbt. Sie können bis zu 9cm groß werden.

Der Grasfrosch bevorzugt kleine Weiher und Teiche mit ruhigem Wasser. Dort überwintert er zuweilen auch auf dem Grund. Er kann aber auch in Bächen oder Erdhöhlen überwintern.
 
Da er nachtaktiv ist, findest du den Grasfrosch am Tag meistens nur zu Laichzeit. Früher galt der „Märzenfrosch“ übrigens als Fastenspeise oder „Armeleuteessen“. Heute kommt glücklicherweise kaum noch jemand auf die Idee, Frösche zu sammeln um sie auf dem heimischen Herd zuzubereiten.
 

Die Erdkröte - Lurch des Jahres 2012

Erdkröten (Bufo bufo) können bis zu 11cm groß werden, wobei die Weibchen etwas größer sind als die Männchen. Man findet sie ebenfalls im ganzen Bundesgebiet. Charakteristisch sind ihre braune Haut und die vielen Warzen.

Erdkröten sind Landbewohner. Bis auf landwirtschaftlich stark genutzte Flächen besiedeln sie dabei eine Vielzahl von Lebensräumen. Sie sind genau wie Grasfrösche überwiegend nachtaktiv und tagsüber nur selten zu sehen.

 

 



Froschlaich vs. Krötenlaich

Grasfrösche legen Laichballen mit etwa 700-4500 Eiern (Quelle Nabu), im Gegensatz zu Kröten. Auf den Bildern kann man schon recht gut die einzelnen Entwicklungsstadien erkennen. Es ist sehr faszinierend, das alles an einem kleinen See zu entdecken und zu fotografieren.

Grasfrösche legen ihren Laich in flaches Wasser, meistens in Ufernähe. Manchmal friert der Teich nach der Laichzeit nochmal zu, was aber meiner Beobachtung nach keinen großen Schaden anzurichten scheint. Zumindest waren schon bald jede Menge Kaulquappen im kurz zuvor zugefrofrenen Teich unterwegs.

Die ersten Kaulquappen waren im April auch schon geschlüpft, aber wohl noch zu jung um wirklich frei zu schwimmen. Stattdessen haben sie sich in großen Gruppen nahe am Ufer aufgehalten. Interessant finde ich, dass so unterschiedlich gefärbt sind.

Köten legen dagegen Laichschnüre von 3000 bis 6000 Eiern. Diese können 2-5m lang sein.  Zuerst habe ich die Laichschnüre gar nicht als solche erkannt und mich gewundert, wieso jemand schwarze Wolle in den See wirft. Aber nachdem ich genauer hin geschaut habe, waren die kleinen schwarzen Perlen gut zu erkennen. Kröten- oder Froschlaich kannst du dementsprechen sehr gut auseinander halten.

Kaulquappen von Grasfröschen

Den Fröschen droht Gefahr!

Frösche reagieren blitzschnell auf Erschütterungen, die von menschlichen Schritten ausgelöst werden. Sofort tauchen sie ab und verstecken sich unter Blättern, Holz oder einfach ihren Laichballen. Ihre Sorge ist nicht unberechtigt.

In der Laichzeit sind Frösche ein gern gesehener Snack. Nicht nur Reiher haben es auf sie abgesehen. Laut Nabu sind Grasfrösche und Erdkröten beliebte Beute von Igeln und Mardern, Iltissen, Füchsen und Fischottern. Auch Raben- und Nebelkrähen, Eichelhäher und Möwen, Graureiher und Weißstörche sowie Eulen und Greifen wie der Mäusebussard haben sie auf ihrer Speisekarte.

Sofern es ein großes Angebot an Fröschen und Kröten gibt, kann es sein, dass nur sie nur noch teilweise verspeist werden. Innereien wie die Leber stehen dabei hoch im Kurs. Das erklärt auch, wieso man sehr oft tote Tiere findet, die aber scheinbar kaum angerührt wurden. Ihnen wurden einfach einzelne Organe herausgefressen.

Daneben ist der größte Feind sicherlich der Mensch. Fahre zur Wanderzeit von Fröschen und Kröten also bitte besonders vorsichtig und fange keine Tiere während der Paarungszeit ein. Ohnehin stehen die Tiere unter besonderem Schutz und dürfen gar nicht gefangen und mit nach Hause genommen werden.

Frösche fotografieren, was brauchst du?

Da die Tiere oft sehr schreckhaft sind, ist das wichtigste was du brauchst Geduld. Sobald du dich positioniert hast gilt es abzuwarten, bis die Tiere wieder auftauchen.

Ein gutes Teleobjektiv ist unabdingbar. Abhängig davon, wie nah du an die Frösche herankommst und wie viel Geld du investieren möchtest, sind folgende Zoom-Objektive empfehlenswert:

Noch besser sind natürlich Festbrennweiten, da sie meistens eine noch besser Abbildungsleistung bieten als Zoomobjektive. In der Regel kosten sie aber mehr Geld und du bist weniger flexibel wenn deine Fotoobjekte näher herankommen oder du einen größeren Bildausschnitt ablichten möchtest. Dennoch können sie besonders in der Wildlifefotografie sehr nützlich sein.

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Vor allem bei schweren Objektiven mit großer Brennweite wirst du ein Stativ benötigen, um das Objektiv zu stabilisieren. So gelingen dir auch bessere Fotos bei weniger guten Lichtverhältnissen. Mit einem Dreibeinstativ bist natürlich immer gut beraten, wenn du flexibler sein willst, dann probiere einmal ein Einbeinstativ aus.

Sehr wichtig: Beachte unbedingt das Gewicht deiner Kamera mit Objektiv, bevor du dich für ein Stativ entscheidest. Gerade die großen Objektive sind sehr schwer. Das Stativ bzw. der Stativkopf sollte idealerweise mindestens 4-5 kg tragen, besser noch mehr, wenn du langfristig überlegst, auf die High-Ende Objektive umzusteigen. Denn da kommst du schnell auf 3kg oder mehr, nur für das Objektiv.

Neben der passenden Kameraausrüstung musst darfst du aber auch die passende Kleidung nicht vergessen. Gummistiefel oder wasserfeste, hohe Wanderschuhe und eine Hose, die auch mal dreckig werden darf sind ideal. Wenn du nicht nur Frösche fotografieren willst, empfehle ich dir zusätzlich gedeckte Farben, vielleicht sogar Tarnfarben (Jägerkleidung) für im Wald. Je weniger du auffällst, um so größer die Chance, auch andere Tiere vor die Linse zu bekommen.

Ein kleiner Dreibeinhocker kann auch nicht schaden, wenn du dich zwischendurch einmal ausruhen möchtest.

Erdkröten bei der Paarung

Ich selber fotografiere mit einer Canon Eos 80. Die Fotos von den Erdkröten sind von 2026 und sind mit dem Tamron SP AF 70-300 F/4-5.6 Di VC USD aufgenommen. Die Grasfrösche wurden mit dem Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary gemacht.

Morgens und an schattigen Teichen im und am Wald ist das Licht oft nicht ideal. Versuche trotzdem, deine ISO nicht zu hoch einzustellen. Ich habe meine Kamera so eingestellt, dass die maximale ISO in der ISO-Automatik bis maximal 800 geht. Stelle den Autofokus auf One Shot und stelle den mittenbetonten Fokuspunkt ein (Einzelfeld AF). Somit wird direkt der Punkt anfokussiert, den du auch wirklich brauchst. Vergiss die automatische Messfeldwahl, wenn es doch mal schneller gehen soll, wird hier am Ende nur der falsche Punkt anfokussiert und dein Bild wird nichts.

Du kannst die Belichtung auch um +1/3 Blende hochstellen (etwas überbelichten), abdunkeln ist in Photoshop oder Lightroom ohne weiteres möglich. Den Weißabgleich habe ich auf wolkig gestellt. Du kannst ihn aber auch auf automatisch lassen und später am PC nachbearbeiten.(Vielen Dank an  Rolf für die hilfreeichen Tipps!)

Wenn du freihändig fotografiert, stelle unbedingt den Bildstabilisator ein. Nutzt du ein Stativ muss dieser aber unbedingt ausgeschaltet werden.

 

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Parkleuchten im Grugapark Essen

Das Ruhrgebiet ist grau, trist und langweilig? Wer das immer noch glaubt lebt anscheinend hinterm Mond. Im Pott gibt es unglaublich viel Kultur, mehr als ich hier im Süden je erlebt habe. Außerdem ist das Ruhrgebiet sehr grün! Einer der schönsten Parks im Ruhrpott ist ohne Zweifel der Grugapark. Und seit 2009 findet dort das Gruga Parkleuchten statt, bei dem immer neue Lichtinstallationen den Park illuminieren.


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Kurze Geschichte des Grugaparks

Der Grugapark ist ein Park in Essen, der sich direkt an das Messeglände anschließt.

1929 ging er aus der ersten Großen Ruhrländischen Gartenbau-Ausstellung hervor. Bereits ein ein Jahr später wurde er als ein dem Gemeinwohl dienender Volkspark wiedereröffnet.

1938 war der Grugapark Austragungsort der Reichsgartenschau  Im Zweiten Weltkrieg wurde der Park allerdings zerstört, nach dem Krieg aber wieder aufgebaut.

Heute ist der Park ein beliebtes Näherholungsziel und dient auch als Spiel- und Sportstätte. Außerdem wird er für andere Veranstaltungen sowie Konzerte und Feste genutzt.

Beleuchtete Bäume beim Gruga Parkleuchten 2012

Anreise zum Gruga Parkleuchten

Zur Anreise empfiehlt es sich, die U-Bahn zu benutzen. Ab dem Essener Hauptbahnhof fahren beispielsweise die U11 und die U17:

  • U-Bahnlinie U11:
    Haltestelle Messe Ost/Gruga: Haupteingang
    Haltestelle Messe West/Süd/Gruga: Parkeingang am Grugabad und Parkeingang Lührmannstraße
  • U-Bahnlinie U17:
    Haltestelle Margarethenhöhe/Endstation: Parkeingang Mustergärten; 5 Minuten Fußweg
  • Straßenbahn 101 und 106:
    Haltestelle Uniklinik ca. 6 Minuten Fußweg: Eingang Orangerie
Anreise mit dem Auto: Auf den Messeparkplätzen P1 und P2 sind ausreichen Stellplätze vorhanden. Diese sind allerdings kostenpflichtig Du kannst aber auch zum Eingang der Orangerie fahren, dort gibt es ebenfalls jede Menge Parkplätze. Weitere Parkplätze und Eingänge findest du direkt auf der Seite des Grugaparks.

Der Gruga Parkleuchten gegen den Trist

Grün ist der Park zwar auch im Winter, aber natürlich blühen dann kaum Blumen. Anders im Sommer, wenn du im ganzen Park wunderschöne Blumen bewundern oder den Duft von Kräutern atmen kannst. Dennoch lohnt sich ein Besuch in der grauen Jahreszeit: 2020 jährt sich das Parkleuchten bereits zum elften mal. Jedes Jahr kannst du neue, aufregende Lichtinstallationen bewundern.

Vom 1.2. bis So 8.3.2020 kannst du jeden Abend ab Einbruch der Dunkelheit die vielen tollen Lichtinstalaltionen bewundern. Freitags und samstags hast du dafür bis 22 Uhr Zeit, an den übrigen Tagen bis 21 Uhr. Wir waren ziemlich genau um 18 Uhr im Park und haben uns fast drei Stunden dort aufgehalten. An vielen Stellen gibt es Bänke, wo du verweilen und die bunten Farben und tollen Figuren einfach auf dich wirken lassen kannst. Besonders schön ist es am Alpinum und am Rosengarten.

 

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Das Alpinum ist mein Lieblingsort beim Gruga Parkleuchten. Der See mit dem dahinter liegenden Wasserfall, den Steinen und den markanten Bäumen ist ein absolutes Highlight und jedes Jahr wunderschön beleuchtet. 2020 sind weitere Highlights die Kristallformation in der Dahlienarena, die 80 Pinguine auf der darüber liegenden Kranichwiese oder die Palmen am Staudenhang in der Nähe des Rosengartens.

Neben den Lichtinstallationen gibt es auch beeindruckende Videoprojektionen, die größte davon auf der kompletten Halbrundinnenseite des Musikpavillons. Aber auch weitere Videoprojektionen, wie das Hydroschild im Margarethensee begeistern die Besucher.

Die meisten Lichtinstallationen befinden sich rund um die Joggerstrecker, also dem normalerweise gut ausgeleuchteten Hauptweg. Vom Alpinum hoch zum Hauptweg sind die Wege sehr uneben mit dicken Steinen im Weg. Schon der Weg hinab zum Teich am Alpinum geht über kleine Stufen. Doch davon abgesehen sind die Hauptwege alle barrierefrei oder Hindernisse zumindest über barrierefreie Nebenwege umfahrbar.

 

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Wie viel Zeit solltest du einplanen?

Um dir wirklich alles in Ruhe anzusehen, an der einen oder anderen Stelle zu verweilen und alles auf dich wirken zu lassen braucht es seine Zeit. Zwei bis drei Stunden solltest du deshalb einplanen. Die Führung, die immer montags, mittwochs und donnerstags stattfindet dauert schon 1,5 Stunden. Doch je mehr Zeit du dir nimmst, um so entspannter ist dein Rundgang und um so mehr kannst du die Lichtinstallationen und Videoprojektionen auf dich wirken lassen.

Warst du schon einmal im Grugapark oder beim Parkleuchten? Gibt es bei dir in der Nähe ähnliche Veranstaltungen? Berichte mir doch davon in den Kommentaren! Und vergiss nicht, dich für den Newsletter einzutragen, damit du zukünftig keine Beiträge mehr verpasst.

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Grugapark Essen Lichtinstallationen

Deine eigenen Bilder als Postkarte? Ganz einfach mit MyPostcard

Denkst du dir im Urlaub nicht auch manchmal, dass die angebotenen Postkarten alle nicht so richtig passen? Sie zeigen Orte an denen du nicht warst oder sehen teilweise schon wirklich alt aus. Du würdest viel lieber ein Bild von dir vor dieser einen Sehenswürdigkeit, auf dem einen besonderen Berg oder diesem wunderschönen Strand an deine Lieben daheim schicken?

Oder möchtest du, wie ich, deine eigenen Bilder nicht auf Fotopapier sondern als Postkarte drucken lassen? Brauchst du individuelle Gruß- oder Einladungskarten? In allen Fällen ist der Service von MyPostcard* (nutze direkt den Einladungscode TANJA6C6T für dein Startguthaben) genau das, was du suchst.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Werbung, was meine Meine Meinung aber nicht beeinflusst. Außerdem enthält er Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Diese führen zu Amazon oder oder dem Werbepartner (gekennzeichnet mit *). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja


Da ich persönlich am liebsten mit meiner Canon EOS 80D* fotografiere und alle Bilder auf der Festplatte habe, habe ich mich für das designen am PC entschieden.

Da auch kein Urlaub anstand (und leider auch nicht ansteht), habe ich mich dafür entschieden, einige meiner liebsten Urlaubsfotos von Aruba und eine Auswahl meiner Naturfotos auf Blanko-Postkarten zu drucken.Es sollten zwei Vierersets aus jeweils passenden Motiven werden. 

Schritt für Schritt zum eigenen Postkarten-Design mit MyPostcard

Bevor du deine eigene Blanko-Postkarten designst, kannst du aus einer Vielzahl von Styles wählen. Beginnend bei einem Motiv bis hin zur Möglichkeit, neun Bilder auf eine Karte zu drucken, kannst du aus insgesamt 13 Vorlagen wählen.

 

Meine Wahl: zweimal vier Blanko-Postkartensets mit jeweils 8 Postkarten
Preise der Blanko-Postkartensets von MyPhoto
Auswahl der verschiedenen Styles

Du kannst dein Bild entweder vom PC oder Handy hochladen, oder auch eine andere Quelle wie Instagram, Facebook oder Dropbox auswählen.

Entscheidest du dich für den Style mit einem Bild, kannst du wählen, ob das Bild einen Rahmen bekommen soll oder nicht. Die Rahmen haben verschieden Dicken, sind mit eckigen oder runden Ecken verfügbar und können schwarz oder weiß sein. Ich habe mich für die Variante ohne Rahmen entschieden.

Solltest du eine Vorlage mit mehreren Bildern auswählen, kannst du die Rahmenfarbe anpassen, aber keine zusätzlichen Rahmen-Optionen auswählen. Auch die Größe der einzelnen Bildfelder lässt sich nicht individuell gestalten.

Im nächsten Schritt kannst du das ausgewählte Bild editieren. Du kannst zum Beispiel die Motivgröße anpassen, also beispielsweise hineinzoomen und nur einen Ausschnitt des Fotos auswählen. Auch weitere Bearbeitungen sind möglich.

Zusätzlich kannst du auf jedes Fotofeld noch einen individuellen Text hinzufügen. Hat dein Style mehrere Fotofelder, musst du entweder den Text auf jedes Fotos schreiben und entsprechend editieren, oder du schreibst den Text unter die Bilder in das entsprechende Textfeld. Hier fehlt etwas die Möglichkeit, einen Text als Overlay über alle Bilder zu legen.

Bearbeite dein Motiv ganz einfach mit dem internen Editor von MyPhoto

Jetzt bist du auch schon fast fertig mit deinem Postkartenset. Du musst nur noch die Adresse auswählen, an die du es senden willst. Entweder du gibst die Adresse manuell ein oder du fragst deine Freunde, ob sie ihre Adresse selber eingeben. Schicke ihnen dazu einfach den Link zu deinem Adressbuch, zum Beispiel über Whatsapp.

Jetzt wählst du noch den Empfänger aus, kontrollierst nochmals das Design und bezahlst. Einfach über dein MyPostcard-Guthaben oder per Paypal. Achtung: Eine Kombination ist leider nicht möglich, wenn du nicht genug Guthaben hast, kannst du nicht nur die Differenze über Paypal bezahlen. Das ist leider etwas ungeschickt, denn du kannst nur vorgeschriebene Beträge aufladen.

Was auch leider aktuell nicht klappt ist das Bestellen von mehreren Postkartensets in einem Vorgang. Jedes Set wird einzeln bestellt, bezahlt und verschickt. Du kannst aber den Support anschreiben und um eine Gutschrift des Portos und ein Zusammenlegen der Bestellungen bitten. Das hat bei mir sehr gut geklappt (auch ohne zu erwähnen, dass ich den Service testen darf). Dennoch würde ich mir hier eine andere Lösung wünschen.

Weitere Produkte von MyPostcard

Wie eingangs erwähnt kannst du individuell gestaltete Postkarten direkt aus dem Urlaub verschicken. Diese kannst du mit einem eigenen Text auf der Rückseite versehen. Die fertige Postkarte samt Urlaubsgruß wird dann innerhalb von wenigen Tagen direkt an den Empfänger geschickt. Das geht auch viel schneller als die Postkarte auf dem landesüblichen Postweg zu verschicken.

Weitere Produkte, die du (teilweise nur über die Handy-App) bestellen kannst sind Fotoabzüge (Handy und PC), Fotos im Rahmen und Audio-Karten (jeweils nur über die Handy-App)

Meine Postkarten-Sets von MyPostcard - ein Fazit

Die Produktions- und Versandzeit hat insgesamt rund eine Woche in Anspruch genommen. Dafür kamen die Postkarten sicher und gut verpackt in einem Luftpolsterumschlag bei mir an. Bedenkt man die Kosten für das Porto und den Umschlag, so sind die rund 3€ Versandkosten absolut OK.

Die Postkarten haben alle durchweg eine sehr gute Qualität. Ich habe keine Druckfehler gefunden, es ist nichts verwischt, unscharf oder unsauber gedruckt. Auch keine Knicke, nicht mal eine winzige Macke an den Ecken hatten sie. Also alles perfekt!

Ich habe allerdings von einer Freundin eine Urlaubskarte mit 6 Fotos bekommen, da war die Qualität der Bilder leider nicht so gut. Ob das bei Blanko-Postkarten mit mehreren Bildern auch der Fall ist, kann ich nicht sagen. Mit meinen Karten mit jeweils nur einem Motiv bin ich jedenfalls absolut zufrieden! Sobald es möglich wird, mehrere Postkartensets in einer Bestellung zu ordern, werde ich dort sicherlich wieder bestellen, da ich plane, zukünftig meine eigenen Postkarten zu verkaufen. Die ersten beiden Sets findest du schon auf Etsy (klicke dazu einfach auf die Bilder mit den Postkartensets)!

Und hier siehst du einmal die beiden Postkartensets und die Bilder, die ich bei MyPostcard habe machen lassen.

Wenn du selber bei MyPostcard* bestellen willst, dann folge einfach dem Link oder benutze den Code TANJA6C6T. Registrierst du dich über meinen Einladungslink oder mit dem Einladungscode, erhälst du ein Guthaben von 3€. Sobald du etwas bestellst, bekomme ich ebenfalls ein wenig Guthaben.

Wie haben dir meine Postkarten gefallen? Hast du selber schon bei MyPostcard bestellt oder hast du vor dort zu bestellen? Verrate es mir doch in einem Kommentar!

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11 Fehler, die deine Fotografie nicht verbessern

Klar, jeder fängt mal an mit dem Fotografieren. Und nur Übung macht den Meister. Aber selbst wenn du jeden Tag 100 Fotos machst, kann es sein, dass sie auch nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren immer noch nicht gut sind. Wenn das auch bei dir der Fall ist, dann könnte es sein, dass du gnadenlos untalentiert bist. Oder aber, und das ist wohl sehr viel wahrscheinlicher, es liegt daran, dass du nachfolgende Fehler machst. Um deine Fotografie zu verbessern, musst du nur diese Fehler abstellen. Wie das geht, erfährst du bei den jeweiligen Punkten.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Diese führen zu Amazon oder sind mit einem * gekennzeichnet. Für externe Links ohne * erhalte ich keine Vergütung. Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja




1. Du kennst deine Kamera nicht

Du weißt, wie man deine Kamera einschaltet? Herzlichen Glückwunsch, der erste Schritt ist gemacht. Wenn das aber alles ist, was du über deine Kamera weißt, dann hast du ein sehr großes Problem, denn du kannst das Potenzial deiner Kamera nicht ausschöpfen.

Auch wenn es langweilig sein mag, ich kann jedem nur empfehlen, sich das Handbuch durchzulesen. Wo stellst du das Dateiformat ein, wo die Bildqualität, Iso, Weißabgleich und so weiter? Eventuell möchtest du mit Belichtungskorrektur arbeiten oder den Farbraum ändern. Wichtig ist auch zu wissen, wo du die Autofokuseinstellungen, insbesondere die Messfeldeinstellungen findest.

Je nachdem welche Kamera du hast, hat sie natürlich mehr oder weniger Funktionen. Mache dich mit den Begriffen und Funktionen deiner Kamera vertraut, wenn du in der Lage sein willst, die bestmöglichen Bilder in jeder Situation zu machen und deine Fotografie zu verbessern.  Wenn du dich ausschließlich auf die Werkseinstellung deiner Kamera verlässt, wirst du schnell an eine Grenze stoßen und deine Bilder werden immer bestenfalls durchschnittlich gut sein.

Lerne deine Kamera kennen, um deine Fotografie zu verbessern

2. Du verstehst die technischen Grundlagen der Fotografie nicht

Selbst wenn du alle Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten deiner Kamera kennst, wirst du niemals deine Fotografie verbessern, wenn du dich nicht mit den technischen Grundlagen der Fotografie auseinander setzt. Am wichtigsten ist zu verstehen, wie Blende, Belichtungszeit und ISO zusammenhängen. Das Zusammenspiel dieser drei Einstellungen wird auch Belichtungsdreieck genannt. Die einzelnen Themen möchte ich hier nur kurz erklären:

Belichtungszeit

Willst du schnelle Bewegungen einfangen, musst du kurz belichten, möchtest du bewegte Dinge unscharf bzw. weich darstellen, brauchst du eine längere Belichtungszeit. Die Unterschiede sieht man am besten auf den Fotos:

Wasserfall 1-30sek Wasserfall 5sek

Blende

Um einen kleinen Bereich scharf und einen großen Bereich unscharf darzustellen (kleine Schärfentiefe) brauchst du eine große Blende, um eine große Schärfentiefe zu erzielen eine kleine. Und um dich gleich noch mehr zu verwirren: Die größte Blende deines Objektivs ist die, mit der kleinsten Zahl. In der Regel wird das eine f2.8, f3.5 oder f4 sein. Je kleiner die Zahl, um so mehr Licht fällt auf den Sensor.

Butterblume Blende f2.8 Butterblume Blende f11

ISO

Und zu guter Letzt gibt es auch noch die ISO. Das ist die Filmempfindlichkeit (englisch film speed). Früher hatte jeder Film einen festen ISO-Wert und war damit in der Benutzung stark eingeschränkt. Für Bilder bei Sonnenschein wurd eich ganz anderer Film benötigt als für Bilder im Dämmerlicht oder in geschlossenen Räumen. Jetzt haben Digitalkameras ja keinen Film mehr. Man stellt über den ISO-Wert heute die Lichtempfindlichkeit des Sensors ein. Je höher der ISO-Wert, um so dunkler kann die Umgebung sein. Das ermöglicht dir auch bei schlechten Lichtverhältnissen, Bilder mit einer verhältnismäßig kurzen Belichtungszeit zu machen.

Lerne, wie die drei Werte zusammenhängen und probiere aus, welche Ergebnisse du erzielst, wenn du eine oder mehrere Einstellungen an deiner Kamera anpasst. Das ist dann übrigens auch der Anfang der (halb)manuellen Fotografie, die dir sehr viel bessere Bildgestaltungsmöglichkeiten bietet, als du sie im Automatikmodus je haben wirst.

Katharina hat übrigens auch einen Beitrag zu diesem Thema auf ihrem Blog Imkaphotos geschrieben: ISO, Blende, Belichtungszeit… Bitte was?

3. Du tanzt auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig

Portaitfotografie, Landschaftsfotografie, Architektur, Makro-Aufnahmen, es gibt so unglaublich viele Bereiche in der Fotografie! Und sie alle können sehr aufregend sein. Doch wenn du dich zu früh mit zu vielen verschiedenen Themenfeldern befasst, wirst du in keinem wirklich gut werden. Wie in allem braucht es auch in der Fotografie Übung. Und teilweise auch das richtige Equipment.

Für den Anfang musst du natürlich ausprobieren, welcher Weg für dich der richtige ist. Gehe in die Natur, fotografiere Menschen oder mache Architekturaufnahmen. Du wirst schnell herausfinden, was dir am meisten Spaß macht. Konzentriere dich eine Weile auf dein „Fachgebiet“ und übe so lange, bis du das Gefühl hast, gut genug zu sein. Egal für welchen Bereich du dich entscheidest, du wirst merken, dass du mit der Zeit auch in den übrigen Themengebieten besser wirst. Aber gerade am Anfang ist es einfacher, nicht alles auf einmal auszuprobieren.

Das gilt besonders dann, wenn du weitere Ausrüstung kaufen willst. Portraitfotografen schwören oft auf Festbrennweiten, in der Streetfotografie willst du vielleicht flexibler sein und für die Tierfotografie brauchst du meistens eine lange Brennweite, die du im Alltag kaum einsetzen kannst.

4. Du liest keine Bücher und machst keine Kurse

Learning by doing ist dein Motto? Das kann natürlich funktionieren, wird aber in der Regel sehr lange dauern und deine Fotografiekenntnisse werden sich nur sehr langsam verbessern. Kaufe dir besser das eine oder andere Buch, einen Videokurs, melde dich zu einem Fotokurs mit kleiner Gruppe an oder lies Blogs und schaue YouTube. Es gibt so viele gute Möglichkeiten, dich weiterzubilden, nutze sie! Ich persönlich kann dir folgenden Kurs auf Udemy ans Herz legen:

Photography Masterclass: A Complete Guide to Photography*

Ich habe ihn mir selber gekauft und habe trotz sehr langer Fotografieerfahrung noch einiges mitnehmen können. Achte aber darauf, dass du ihn kaufst, wenn es wieder Angebote gibt, dann gibt es viele Kurse schon ab 9,99€ – 12,99€.

Zusätzlich finde ich auch folgende Bücher sehr empfehlenswert:

5. Du liest zu viele Bücher und machst zu viele Kurse

Wenn du der gegenteilige Typ bist, der nur Kurse macht, Videos schaut und Bücher liest, aber das gelernte nicht anwendest, wirst du niemals bessere Bilder machen. Von Zeit zu Zeit musst du auch mal vor die Tür gehen und das gelernte Anwenden. Doch dann wirst du sehr schnell sehen, dass du große Fortschritte machst, da du dir ja mittlerweile sehr viel theoretisches Wissen angeeignet hast.

6. Du siehst andere Fotografen nur als Konkurrenten

Andere Fotografen sind Konkurrenten und deshalb siehst du dir nie ihre Bilder an? Das ist ein sehr großer Fehler! Ich selber schaue mir gerne Bilder von anderen Fotografen an und lese auch gerne mal den einen oder anderen Blogbeitrag auf Foto-Blogs. Zum einen weil ich es sehr inspirierend finde, mir die Bilder anderer anzuschauen, zum anderen aber eben auch um von ihnen zu lernen.

Gerade wenn du noch am Anfang deiner „Fotografiekarriere“ stehst, hilft es, Fotos nachzumachen. Vor einiger Zeit habe ich einen Blogbeitrag darüber geschrieben, wieso es OK ist, Ideen zu klauen. Zwar richtet der Beitrag sich in erster Linie an Blogger, aber er ist auch auf die Fotografie übertragbar. Zusammengefasst sagt er, dass du zwar die Ideen anderer aufgreifen, sie aber nicht eins zu eins kopieren sollst.

Es wird dir sehr viel bringen, dich mit den Bildern anderer  auseinanderzusetzen, wenn du deine Fotografie verbessern willst. Was gefällt dir, was würdest du anders machen? Auf welche Details wurde wert gelegt? Vielleicht findest du sogar die Kameraeinstellungen zum Bild und kannst sie als Hilfestellung nehmen? Versuche dann ähnliche Bilder zu erschaffen und deine Technik zu perfektionieren. Gute Ideen zum Kopieren sind beispielweise Produktfotos, Wassertropfen oder auch Portraits. Landschaftsbilder oder Tierfotos lassen sich naturgemäß schlechter kopieren, wenn du nicht am gleichen Ort bist. Du kannst aber in jedem Fall versuchen, die Gestaltungselemente wie Büsche/Blumen im Vordergrund oder eine bestimmte Perspektive zu übernehmen. Übrigens sind aktuell gefrorene Seifenblasen ein sehr beliebtes Thema (da wir zum Zeitpunkt der Beitragserstellung Winter haben).

Mit der Zeit wirst du auch eine eigene Bildsprache entwickeln, wenn du dich sicherer fühlst und mehr experimentierst. Vielleicht werden dann folgende Fotografengenerationen auch von dir kopieren und dich als Vorbild nehmen.

7. Du schaust deine Bilder nicht am PC an

Foto von Kaique Rocha von Pexels

Auch wenn du nur mit dem Handy fotografierst oder deine Kamera ein Display hat, rate ich dazu, die Bilder auch am PC anzusehen. Du hast auf einem großen Monitor eine ganz andere Sicht auf das Bild. Unschärfe erkennst du hier viel besser. Auch chromatische Abberrationen (Abbildungsfehler optischer Linsen, der dadurch entsteht, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe verschieden stark gebrochen wird) oder Fehlbelichtungen sind am besten auf einem größeren Bildschirm erkennbar. Für Schnappschüsse ist das nicht so wichtig, aber da du bessere Fotos machen willst, musst du von Zeit zu Zeit deine Fotos genauer analysieren.

Oft wirken Bilder in groß ganz anders als auf einem kleinen Handy- oder Kameradisplay. Vielleicht willst du dein Bild ja ausdrucken? Wenn du dein Bild aufhängen und anderen Menschen präsentieren willst, ist es wichtig, Bildfehler vorher zu erkennen. Und das bringt uns dann auch direkt zum nächsten Punkt.

8. Du bearbeitest deine Bilder nicht

Die Bildbearbeitung ist in der breiten Masse der (Hobby)Fotografen ein zweischneidiges Schwert. So mancher plädiert dafür, jedes Bild nachzubearbeiten. Das kann von etwas nachschärfen und der (Farb-)Kontrasterhöhung bis hin zu völligen Veränderung des Ausgangsbildes führen. Natürlich gibt es Leute, die behaupten, jedes Bild muss so aufgenommen werden, dass man nichts mehr damit machen muss (und angeblich würde ihnen das ja auch gelingen). Die Wahrheit ist aber, dass du oft noch kleinere bis größere Korrekturen vornehmen musst.

Ich selber passe immer erst im Nachgang den Weißabgleich an, schärfe auch mal nach und korrigiere von Zeit zu Zeit auch mal die eine oder andere Farbe. Meiner Meinung nach spricht auch gar nichts dagegen, kleiner Retuschen durchzuführen und zum Beispiel Hautunreinheiten oder Stromleitungen wegzustempeln. Man hat halt nicht immer die Möglichkeit, das perfekte Foto aufzunehmen. Also darf man auch gerne etwas nachhelfen. Wenn man es nicht übertreibt, kann es dem Bild sehr oft helfen, noch besser zu werden.

Um deine Fotografie zu verbessern darfst du auch deine Bilder bearbeiten

9. Du holst dir Feedback nur in Facebookgruppen

Nichts ist einfacher, als in einer der vielen Facebookgruppen nach Feedback zu fragen. Leider sehe ich viel zu oft, wie direkt losgeschimpft wird, wieso man denn so ein furchtbares Foto hochlädt. Oder das Gegenteil ist der Fall ein eigentlich schlechtes Bild wird in den Himmel gelobt. Beides wird dir nicht weiterhelfen, aus deinen Fehlern zu lernen und kann sehr schnell zu viel Frust führen.

Selbst in Fotogruppen für Anfänger erlebe ich es zu oft, dass nur wenige Kommentare wirklich hilfreich sind. Wenn Anfänger Anfänger „kritisieren“, fehlt ihnen oft selber das richtige Wissen. Und viele Fortgeschrittene haben entweder keine Lust, hilfreiche Tipps zu geben, oder sie poltern direkt erst einmal los. Sehr schade, denn so wird es für dich nicht einfacher, aus deinen Fehlern zu lernen.

Wenn du dann doch eine Gruppe gefunden hast, in der du hilfreiche Tipps bekommst, dann poste deine Bilder lieber nur in dieser einen Gruppe statt in vielen, selbst wenn du dort nur zwei oder drei sinnvolle Kommentare findest. Besser als 15 Kommentare, die dich alle nicht weiterbringen.

10. Du zeigst deine Bilder niemandem

Wenn du frustriert bist vom Feedback aus den Facebookgruppen, tendierst du vielleicht dazu, niemandem mehr deine Bilder zu zeigen. Das ist leider auch absolut nicht hilfreich. Deine Partner, engsten Freunde und Verwandten werden dir oft sagen, dass du richtig tolle Bilder machst. Nur wenige werden echte und hilfreiche Kritik üben. Aber wie sollst du besser werden, wenn dir niemand sagt, was du verbessern kannst?

Suche dir stattdessen Gleichgesinnte oder gehe zu einem Fotostammtisch. Von Angesicht zu Angesicht tun sich die meisten Menschen ja doch schwerer, ein Bild einfach zu zerreißen und geben doch eher den einen oder anderen nützlichen Tipp. Und selbst der Kommentar, dass das Bild langweilig ist hilft dir weiter. Du weißt dann, dass du am Bildaufbau arbeiten musst.

Auch ein Kurs mit anschließender Bildbesprechung ist eine sehr gute Möglichkeit, konstruktive Kritik zu erhalten und zu lernen. Oft werden ja ähnliche Motive fotografiert. Gemeinsam schaut man sich an, was jeder gut gemacht hat und was man noch besser machen könnte. Und wer weiß, vielleicht bleibst du mit deinem größten Kritiker in Kontakt und kannst von ihm oder ihr noch richtig viel lernen?



11. Du machst dir keine Gedanken über Bildaufbau und -inhalt

Wenn du wirklich gute Bilder machen willst, reicht es nicht, die Kamera zu beherrschen. Du musst auch am Bildaufbau arbeiten.

Dazu gehören die klassischen Regeln wie der Goldene Schnitt oder die Drittel-Regel (rule of thirds). Diese Regeln bilden die Basis für deinen Bildaufbau.

Neben den Aufbau-Regeln muss dein Bild aber auch eine Aussage haben. Folgende Fragen können dir helfen, dein Bild zu bewerten:

1) Beantwortet das Bild eine Frag?
2) Ruft es Emotionen hervor?
3) Erzählt es eine Geschichte?

Antwortest du dreimal mit nein, dann hast du sehr wahrscheinlich das falsche Motiv gewählt. Merke dir, was du falsch gemacht hast und mache es beim nächsten Mal einfach besser.

Dieses Bild beantwortet keine Frage, erzählt keine Geschichte und ruft keine Emotionen hervor. Auch folgt es keinem wirklichen Bildaufbau.

Findest du dich hier wieder? Was sind deine Tipps, um bessere Fotos zu machen? Welche Bücher/Kurse/Gruppen haben dir persönlich weiter geholfen? Verrate es mir doch in den Kommentaren.

Fotocredits:

Titelbild: Foto von Jessica Lewis von Pexels
Pinterestgrafik – Foto von Fujifilm North America von Pexels

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Geschenkideen für Fotografen

Du suchst nach Geschenkideen für Fotografen oder einen fotografiebegeisterten Freund oder Verwandten? Ich habe mir viele Gedanken gemacht und dir einige coole Geschenkideen zusammengestellt. Dazu bekommst du von mir noch einiges an nützlichem und unnützen Wissen zur Fotografie, damit du bei der Geschenkübergabe mit Sachkunde und Fachverstand glänzen kannst.

Geschenkideen für Fotografen, passend zur Geschichte der Fotografie

Was lässt jedes Fotografenherz höher schlagen? Genau, eine neue Kamera! Heute denken wir dabei ja fast nur noch an Digitalkameras. Aber die Fotografie geht zurück bis ins vierte Jahrhundert vor Christus, als die Camera Obscura entwickelt wurde. Sie gilt als frühester Vorläufer der Fotokamera. Ein Bild wird in die Lochkamera projiziert. Das Bild der Außenwelt, welches auf dem Kopf steht, kann durch ein Loch angesehen werden.

Wenn du Geschenkideen für einen Fotografen suchst, verschenke einfach eine Camera Obscura! Back to the roots sozusagen.

Erst im Jahr 1826 wurde von Joseph Nicéphore Niépce das erste beständige Bild aufgenommen – nach 8 Stunden Belichtung einer mit Asphalt beschichteten Zinnplatte. Doch es sollte noch einige Jahre dauern, bis die negativ-positiv Fotografie ausgereift war und Fotos reproduziert werden konnten.

Rasante Entwicklung der Fotografie

Der erste Fotorollfilm wurde 1889 unter der Marke Kodak veröffentlicht. Bilder (und Videos), die vermeintlich während Kampfhandlungen des 1. Weltkrieges aufgenommen wurden, sind oftmals nur nachgestellt, da Aufnahmen im Kriegsgebiet natürlich hoch gefährlich waren und die Film- und Fototechnik noch nicht so weit verbreitet war. Zudem waren bis damals nur große Boxkameras im Einsatz. Dennoch ist der 1. Weltkrieg der erste, der fotografisch dokumentiert wurde.

Die erste Leica Kleinbildkamera wurde sogar erst 1925 vorgestellt. Doch es sollte noch bis 1936 dauern, bis der erste Farbfilm marktreif wurde. Im gleichen Jahr wurde die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt, die Kine Exakta der Firma Ihagee, präsentiert. Erweitert wurde das fotografische Portfolio 1948 mit der Veröffentlichung der Polaroid Sofortbild-Kamera, die mittlerweile wieder ein Revival erlebt.

 

Agfa war der erste Hersteller, der eine Rollfilmkamera mit Zeitautomatik entwickelte. Die Agfa Automatic 66 kam 1956 auf den Markt und erleichterte die Fotografie für Anwender. Denn diese Kamera berechnete automatisch die korrekte Belichtungszeit in Abhängigkeit von der voreingestellten Blende. Auf Canonkameras findet man diese Einstellung heutzutage mit dem Kürzel AV.

Canon-Kameras waren es dann auch, die 1963 als erste über eine automatische Schärfeneinstellung verfügten. Damit wurde das Fotografieren nochmals deutlich einfacher. Doch die erste Vollautomatische Kamera, die Blende, Belichtungszeit und Schärfe selber einstellte, kam erst 10 Jahre später auf den Markt. Hier war Rollei der Marktführer.

Von Analog zu Digital

Die Digitalen Spiegelreflexkameras lösten dann zu Beginn dieses Jahrtausends immer mehr die analogen Kameras ab. War zu Beginn die Qualität noch weit unter der analogen Fotografie, hat sich die Abbildungsleistung mittlerweile so sehr verbessert, dass die analoge Fotografie bereits beinahe ausgestorben ist. Nur einige wenige Enthusiasten fotografieren im Hobby noch mit Kleinbildfilm.

Aber genau das macht eine analoge Kamera zum idealen Geschenk. Man befasst sich doch wieder anders mit der Aufnahme, denkt mehr darüber nach, ob es sich wirklich lohnt, dieses Motiv abzulichten.

Nützliche Geschenkideen für Fotografen

Speicherkarten und Speicherkarten-Boxen

Keine Kamera tut es oder Film oder Speicherkarte. Wo sollen die Bilder auch gespeichert werden? Und Speicherplatz hat ein Fotograf auch immer zu wenig. Wenn du ihm eine Freude machen willst, dann verschenke einfach eine Speicherkarte. Aber lies dir zunächst durch, worauf du bei einer Speicherkarte achten musst, denn abhängig davon, ob sie nur für Fotos oder auch für Videos sein soll, musst du auf unterschiedliche Dinge achten. Damit die Speicherkarte nicht verloren geht, kannst du auch gleich die passende Box dazu verschenken.

Keine Speicherkarten, aber mit Sicherheit sehr witzig und auch nützlich sind USB-Sticks im Kameraformat.

Das perfekte Geschenk für Fotografen: Objektive

Jeder Fotograf freut sich über ein neues Objektiv. Gerade für Canon gibt es unglaublich günstige 50mm Objektive mit einer Blende von f1.8. Keine Sorge, dein Fotograf sollte schon wissen was das bedeutet. Ich habe etwas recherchiert und sogar eine chinesische Marke gefunden, die ein extrem gutes, fast vergleichbares Objektiv macht. Das kostet aber nur die Hälfte vom Canon-Objektiv. Ich werde mir das Objektiv selber zulegen und ausführlichst testen. Aber bei dem Preis von unter 50€ machst du nichts verkehrt! Das gibt es übrigens auch für Nikon und Sony, also schau dir das Yongnou Objektiv* unbedingt einmal an.

Für diverse spiegellose Kameras ist letzten Sommer ein über Kickstarter finanziertes Objektiv mit einer Blende von f1.1 Mark 2 auf den Markt gekommen. Dieses Objektiv ist den meisten wohl eher unbekannt. Eine kurze Suche bei Google sagt, dass die Testberichte recht solide aussehen. Und mit um 150€ macht man bei der Lichtstärke auch nicht viel falsch.

Geschenke zur Reinigung von Kamera und Objektiven

So ein schönes neues Objektiv muss natürlich auch sauber gehalten werden. Staub und Fingerabdrücke können im schlimmsten Fall das ganze Bild ruinieren. Deshalb ist es sehr wichtig, die Linsen immer gründlich zu reinigen. Am besten eignen sich dazu Sets, die neben den passenden Tüchern auch Pinsel und Reiniger enthalten. Außerdem ist das noch eine schöne Geschenkidee für einen Fotografen.

Fotografengeschenke: Taschen und Rucksäcke

Putzen alleine reicht nicht, die Kamera und Objektive müssen auch gut verstaut werden. Ob Tasche, Rucksack oder Koffer ist natürlich immer eine individuelle Entscheidung. Wichtig ist, dass die Tasche modular ist und der Innenteil individuell gestaltet werden kann. Oft werden die Fächer von Polstern mit Klettverschluss voneinander getrennt. So passen bequem auch größere Objektive oder statt mehreren Objektiven gerne auch einfach zwei Kameras in eine Tasche.

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Wasserschutz. Vor allem wenn die Tasche draußen benutzt wird, muss sie auch Wasserfest sein. Regen, Tau oder Schnee setzen der Tasche sonst am Ende zu sehr zu. Zusätzlicher Stauraum für ein Tablet oder ein Notebookrunden die Tasche ab. Wenn sie dann auch noch schön aussieht, ist sie die ideale Geschenkidee für einen Fotografen. Meine persönliche Tasche ist die von Amazon. Sie quietscht beim Tragen etwas, bietet ansonsten aber genug Platz für meine Kamera mit Objektiv, zwei weitere Objektive, Filter, Batterien und Reinigungsset. Autoschlüssel und Portmonee finden auch noch Platz.

Rucksäcke sollten ebenfalls wasserabweisend oder besser wasserfest sein. Viele Kameraruckssäcke haben mittlerweile auch seitliche Zugänge, damit man schneller an die Kamera kommt. Ein guter Kamerarucksack bietet aber auch einen gewissen Diebstahlschutz. Mir ist bei einem Kamerarucksack wie bei einer Tasche wichtig, dass ich neben meiner Kamera auch mindestens 2-3 weitere Objektive transportieren kann. Auch eine Halterung für ein Stativ ist sehr nützlich, damit es während einer längeren Wanderung nicht die ganze Zeit in der Hand gehalten werden muss.

Schutz vor Nässe und Kälte für Kamera und Fotograf

Wenn du Geschenkideen für einen Fotografen brauchst, der gerne bei Wind und Wetter unterwegs ist, dann ist der richtige Kameraschutz auf jeden Fall eine Überlegung wert. Mittlerweile sind ja viele Gehäuse und Objektive Spritzwasser geschützt, aber man sollte dennoch kein Risiko eingehen. So ein Regenschutz sieht in den meisten Fällen nicht sonderlich schön aus. Nur, so lange er die Kamera vor Nässe schützt, ist das auch egal.

Die Kamera ist nun vor Regen und Schnee geschützt, aber was ist mit dem Menschen hinter der Kamera? Auch hier gibt es tolle Geschenkideen für Fotografen. Wusstest du beispielsweise, dass es spezielle Handschuhe für Fotografen gibt? Diese halten die Hände schön warm, aber haben abziehbare Fingerkuppen, um die Bedienung der Kamera oder des Handys zu erleichtern. Für jeden Fotografieenthusiasten, für den es kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung gibt, ein absolutes Muss!

Ministative und Bohnensäcke sind ebenfalls tolle Geschenke für Fotografen

Wenn du ein Ministativ, beziehungsweise ein Gorillapod verschenken willst, solltest du darauf achten, dass es möglichst viel Gewicht tragen kann. Außer du suchst etwas für ein Handy. Doch wenn das Geschenk für einen Fotografen mit Spiegelreflexkamera ist, muss es wenigstens 2-3 Kg aushalten. Eine Kamera alleine wiegt oft schon 500-1000g, dazu das Objektiv. So kommen schnell 1-2 Kilo oder mehr zusammen.

Witzige Geschenkideen für Fotografen

War bisher noch nicht das richtige Dabei? Suchst du vielleicht eher nach lustigeren oder ausgefalleneren Geschenkideen für Fotografen? Dann habe ich hier weitere coole Inspirationen für dich.

Vielleicht bist du ja unsicher, was genau du schenken sollst, oder dir ist ein neues Objektiv oder der richtig gute Markenkamerarucksack als Geschenk doch etwas zu teuer. Du möchtest aber dennoch etwas passendes schenken? Dann ist Geld nie verkehrt. Damit dich der Beschenkte das nötige Kleingeld für eine neue Kamera, das Wunschobjektiv oder das fehlende Zubehör selber ansparen kann, gibt es sehr schöne Spardosen, die perfekt als Geschenke für Fotografen eignen. Gefüllt mir etwas Kleingeld machst du damit sicherlich auch eine Freude.

Brauchst du vielleicht Geschenkideen für einen Fotografen, der eigentlich schon ganz früh raus will, aber im Grunde ein Morgenmuffel ist? Bei dem ohne Kaffee gar nichts geht? Oder aber, der schon so früh unterwegs ist, dass es eigentlich noch zu früh für ein Frühstück ist( wie es bei mir oft der Fall ist)? Dann sind eine Thermokanne oder ein cooler Kaffeebecher ideal, um in den Tag zu starten.

Die Kameraausrüstung ist ziemlich komplett, aber die passende Kleidung fehlt deinem Fotografen noch? Wie wäre es mit dem passenden T-Shirt, damit jeder schon von weitem sieht, worauf er sich einlässt, wenn er deinen Fotografenfreund anspricht? Nämlich stundenlange Gespräche über die richtige Blende, das beste Motiv, das neue Objektiv…

Cookies, also Kekse, gehen immer. Auch bei Fotografen. Schließlich brauchen sie auch Energie, wenn sie von einer anstrengenden Fototour zurück kommen. Besonders im Winter gibt es nichts gemütlicheres als abends einen heißen Kakao aus einer Fotografentasse zu trinken und dazu Kamerakekse zu naschen. Oder?

Noch etwas lernen können Fotografen von diesen tollen Geschenken:

Tipps für’s Fotografieren im Winter – Mehr als nur Eis und Schnee

Tricks für Winteraufnahmen

Im Winter ist es kalt und nass und trüb und dein Fotografenherz liegt im Winterschlaf? Dann wird es dringend Zeit, dass du es wieder aufweckst! Denn auch wenn es im Winter durchaus schlechtes Wetter geben kann oder kalt sein kann, gibt es doch ganz viele Möglichkeiten, schöne Winteraufnahmen zu machen. Also, zieh die Winterjacke an, die wasserdichten Stiefel, Schal und Mütze und schnapp dir deine Kamera. Viele tolle Tipps für’s Fotografieren im Winter erwarten dich.


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Deine Ausrüstung für das Fotografieren im Winter

Brauchst du im Winter eine andere Ausrüstung, als im Sommer? Naja, nicht unbedingt, aber im Winter gibt es doch das eine oder andere zu beachten, damit deine Ausrüstung keinen Schaden nimmt, vor allem wenn es wirklich kalt ist. Bevor du im Winter mit dem fotografieren loslegst, empfiehlt es sich, der Kamera und den Objektiven Zeit zu geben, sich zu akklimatisieren. Noch wichtiger ist das, wenn du sie wieder ins Warme bringst. Zu große Temperaturschwankungen von kalt zu warm sollten vermieden werden, um Kondensbildung und Materialschäden vorzubeugen.

Tricks für Winterfotografie
Eis und Schnee sind beliebte Motive im Winter

Viel wichtiger als im Sommer ist ein vollständig aufgeladener Ersatzakku*. Kälte verlangsamt die elektrochemischen Prozesse in deinem Lithium-Ionen-Akku, weil die Elektrolytflüssigkeit zäher wird. Das gilt im Übrigen auch für deinen Handyakku. Trage also dein Handy und den Ersatzakku möglichst nah am Körper oder verstaue beides in einer gegen Kälte abgeschirmten Tasche. Da deine Kamera während des Fotografierens der Kälte ausgesetzt ist, wird der Akku nicht so lange halten, wie du es aus den wärmeren Monaten kennst.

Praktische Ausrüstung für Winteraufnahmen

Mehr noch als im Sommer empfehle ich, im Winter immer ein Stativ* mitzunehmen. Die Sonne steht generell tiefer als in den wärmeren Monaten. Dadurch wirst du oft mit schwierigeren Lichtverhältnissen zu kämpfen haben. Erst recht, wenn du, wie ich, sehr gerne in der Natur, besonders im Wald, fotografierst. Schnee, alte Blätter oder Wolken verhindern leider oft, dass genug Licht einfällt. Mit dem Stativ kannst du vieles ausgleichen, da du die Bilder ohne Verwackelungen länger belichten kannst.

Nutze deine Gegenlichtblende. Ich gebe zu, ich bin diesbezüglich auch recht faul. Leider habe ich mir dadurch das eine oder andere Bild versaut, weil Streulicht auf die Linse kam. Besonders im reflektierenden Schnee kann dir deine Gegenlichtblende aber große Dienste erweisen.

Tipps für's Fotografieren im Winter
Tipps für’s Fotografieren im Winter: Wenn es kalt wird friert auch deine Kamera

Winterlandschaften mit Filtern fotografieren

Lege dir einen Polarisationsfilter* zu, falls du noch keinen hast. Ein Polarisationsfilter (auch Polfilter genannt) kannst du die Kontraste und Farben auf deinen Bildern ganz einfach erhöhen. Gleichzeitig kannst du mit ihnen Spiegelungen reduzieren, beispielsweise auf Wasserflächen oder Glasfassaden. Polfilter sind nicht ganz billig, aber auf jeden Fall ihr Geld wert.

Schnee ist gefrorenes Wasser. Soweit so klar. Aber vergiss nicht, dass der Schnee, der auf dein Objektiv oder deine Kamera fällt, auch tauen kann. Lege deshalb deine Kamera nie im Schnee ab und schütze sie bei zu starkem Schneefall. Für kleines Geld kannst du beispielsweise eine Regenschutzhülle* für deine Kamera kaufen. Die schützt ebenso gut vor Schnee und Tauwasser.

Zu wenig Licht beim Fotografieren im Winter?

Für Langzeitbelichtungen empfiehlt sich ein Fernauslöser. Dieser kann über ein Kabel oder auch kabellos mit deiner Kamera verbunden werden. Alternativ kannst du auch die Auslösezeit an deiner Kamera auf 2 oder 10 Sekunden einstellen und den Auslöser manuell betätigen. Der Nachteil ist aber, dass du dann in der Regel nur bis maximal 30 Sekunden belichten kannst. Nur mit gedrücktem Auslöser ist eine längere Belichtung möglich. Die wirst du vielleicht bei der Sternenfotografie benötigen. Auch für jede andere längere Belichtung ist ein Fernauslöser sehr nützlich.

Meine Tricks für bessere Fotos im Winter bei Eis und Schnee

Eis und Schnee sind vermutlich die absoluten Klassiker, an die man denkt, wenn man im Winter fotografieren will. Auch wenn es so viel mehr gibt, das du im Winter fotografieren kannst, will ich hier kurz darauf eingehen.

Weiße Landschaften, zugefrorene Gewässer. Es gibt nichts schöneres, als zum Sonnenaufgang diese unberührten Landschaften zu sehen und zu fotografieren. Der oder die erste im Wald zu sein. Waldwege frei von allen Fußspuren. Höchstens die eines Fuchses oder Rehs kreuzen den Weg und geben ein wunderschönes Bild ab.

Tricks für's Fotografieren im Winter: Fotografieren bei Schnee
Fotografieren bei Schnee ist nicht immer ganz einfach. Hier war es grau und nebelig, weshalb der Schnee nicht strahlend weiß erscheint

Nutze die goldenen und blauen Stunden zum Fotografieren im Winter

Die schönsten Bilder machst du auch im Winter am frühen Morgen oder Abend. Tagsüber wird zu viel Licht reflektiert und du wirst teilweise überbelichtete Bilder bekommen. Außerdem sind tagsüber viel mehr Menschen unterwegs und die Landschaft sieht dann oft nicht mehr so unberührt aus wie in den ersten hellen Stunden.

Fotografieren im Schnee ist vor allem im Automatikodus gar nicht einfach. Das helle Licht kann deinen Sensor in die Irre führen. Er belichtet dann das Bild etwas zu dunkel ab. Du kannst das Bild entweder am PC nachbearbeiten und aufhellen oder du versucht selber, die richtige Belichtungseinstellung zu finden. Alternativ kannst du zusätzlich zum Automatikmodus über die Belichtungskorrektur das Bild um 1-2 Stufen aufhellen. Außerdem werden deine Bilder direkt schöner, wenn du den Weißabgleich auf dein Bild angepasst einstellst. So ersparst du dir auch viele Schritte bei der Nachbearbeitung.

Der RAW Modus – Trick für kontrastreiche Winterlandschaften

Wenn du an einem wolkenverhangenen Tag fotografieren gehst, versuche möglichst wenig vom Himmel zu fotografieren. Gerade Landschaftsbilder wirken durch den fehlenden Kontrast eher blass. Oder aber du nutzt genau das als Stilelement. Dann musst du die graue Eintönigkeit aber gezielt einsetzen, damit das Bild auch wie gewünscht wirkt.

Fotografiere am besten immer im RAW-Modus. So kannst du nachträglich den Weißabgleich viel einfacher korrigieren und erhältst ein schöneres Weiß. Grundsätzlich rate ich ohnehin dazu, nur im RAW-Modus zu fotografieren, unabhängig von der Jahreszeit.

Fotografieren im Winter: Wabi Sabi – 侘寂

Wabi-Sabi ist eine alte japanischePhilosophie. Wabi (侘) bedeutet „geschmackvolle Einfachheit“ oder auch „an Ärmlichkeit grenzende Bescheidenheit„. Sabi (寂) bedeutet „Patina“, „antikes Aussehen“ oder auch „geschmackvolle Einfachheit“. Wabi-Sabi kann sowohl ein Lebensstil sein als auch ein Designelement. Es bedeutet, das nicht-perfekte zu akzeptieren. Sei es in einem Menschen als auch in einem Objekt.

Motivideen für Wabi-Sabi sind beispielsweise ein verrostetes Tor, ein altes, kaputtes Blatt, das vom Baum gefallen ist oder abblätternder Putz von einer Wand.  Weitere Bildbeispiele zu diesem Stil in der Fotografie findest du auf dem Blog Foto.Kunst.Kultur.

Winterfotografie: Wabi-Sabi
Ein einzelnes totas Blatt als Stillement, erste Versuche Wabi-Sabi

„Hab keine Angst vor Perfektion – du wirst sie nie erreichen.“ (Salvador Dalí)

Wieso sich Wabi-Sabi so für den Winter eignet? Für mich hat Wabi-Sabi als Stilelement etwas Meditatives. Man beschäftigt sich intensiv mit dem, was um einen herum ist. Man sucht gezielt das vermeintlich hässliche, kaputte, vergehende, alte. Du musst nicht weit gehen, kannst viele Motive im und am Haus finden. Sieh dich doch beispielsweise einmal in deinem Keller um. Das klingt jetzt vielleicht erst einmal einfach.

Die Wahrheit ist aber, in unserer überperfekten Gesellschaft ist es nicht so leicht, die richtigen Motive zu finden. Rostige Türen werden repariert, kaputte Wände neu verputzt. Du musst schon sehr genau hinsehen, um Wabi-Sabi-Motive zu finden.

Wabi-Sabi-Ideen für Motive im Winter

Du brauchst keinen strahlenden Sonnenschein, eher sogar im Gegenteil. Du suchst das nicht-perfekte und dabei kann der Himmel gerne wolkig sein oder es sogar regnen. Auch Schnee und Eis können die Wirkung der Bildaussage verstärken. Die Schönheit eines Objektes liegt in der natürlichen Imperfektion. Der Bildaufbau besticht durch Einfachheit und natürlichen Elementen. Patina und sichtbare Zeichen des Alters sind ebenfalls Teil dieses Stils. Zu viel Licht, ein zu helles Bild kann dabei der Bildaussage eher schaden als ihr nützen.

Fotografieren im Winter: Wabi-Sabi und Streetfotografie
Wabi-Sabi: Ein alter Türgriff voll Patina als bildgebendes Element

Sternenfotografie bzw. Astrofotografie im Winter

Die Astrofotografie ist natürlich kein reines Winterthema. Aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit und den wirklich dunklen Nächten, ist der Winter aber die ideale Zeit, um mit der Sternen- oder Astrofotografie zu beginnen.

Es muss richtig dunkel sein

In den Wintermonaten ist die Milchstraße in unseren Breitengraden leider nicht sichtbar. Dafür sind die Nächte richtig schön dunkel und du kannst bei kaltem, klarem Nachthimmel einige sehr stimmungsvolle Sternenhimmelaufnahmen machen. Leider ist es aufgrund der Lichtverschmutzung in der Nähe größerer Ortschaften oft nicht leicht, einen geeigneten Standort zu finden. Außerhalb der Ballungszentren im ländlichen Raum gibt es dagegen besser Ort zum Sternenhimmel fotografieren. Auf Travelography gibt es einen Beitrag zu den dunkelsten Orten Deutschlands. Außerdem findest du in dem Beitrag eine sehr schöne Übersicht zu astronomischen Ereignissen.



Die Kamera richtig einstellen

Stelle keinen zu hohen ISO-Wert ein, um unnötiges Bildrauschen zu vermeiden. Denke aber daran, dass ein zu niedriger ISO-Wert dein Bild zu dunkel werden lässt. Die optimale Einstellung findest du heraus, wenn du ein paar Testfotos machst. Die Länge der Belichtung in Kombination mit dem passenden ISO-Wert wird dir entweder einige wenige oder sehr viele Sterne aufs Bild bringen. Die EOS80d, die ich benutze, macht auch bei ISO 1200-3600 noch relativ gute Bilder.

Bei längerer Belichtung werden aus den Punkten Striche, da sich die Erde dreht. Oft wird das aber als ein gewünschter Effekt eingeplant. Denke auch daran, den Bildstabilisator auszuschalten, wenn du mit dem Stativ fotografierst. Eine Belichtungszeit von 2-25 Sekunden wird oft empfohlen.

Weiterführende Tipps und Tricks zur Sternenfotografie findest du auf dem Blog von Bernd Kleinschrod.

Was brauchst du für die Sternenfotografie?

Das wichtigste Utensil ist ein stabiles Stativ. Da du den Nachthimmel mehrere Sekunden lang belichten musst, muss das Stativ schwer sein. Es darf sich im Wind nicht bewegen. Das nächste wichtige Utensil ist ein Fernauslöser. Gerade bei Langzeitbelichtungen muss die Kamera absolut ruhig gehalten werden. Sobald du aber den Knopf drückst, bewegt sich die Kamera minimal und dein Bild verwackelt. Wie oben bereits beschrieben kannst du außerdem meistens nur mit einem Fernauslöser die Belichtungszeit über 30 Sekunden hinaus verlängern.

Für deine Planung ist die  gratis App SkyView® (iOS / Android) empfehlenswert. Sie zeigt neben den Standorten verschiedener Sternenbilder auch die Standorte der Sonne, des Mondes, der Planeten sowie der Satelliten an. So gelingt dir die Bildkomposition noch viel besser.

Winteraufnahmen in Schwarz-Weiß

Vom Frühling bis zum Herbst ist alles bunt und voller Farben. Doch der Winter ist oft eher grau-braun und trüb. Du kannst dein fotografisches Auge schulen, wenn du gezielt im Schwarz-Weiß-Modus fotografierst oder dir Motive suchst, die du am PC in Schwarz-Weiß umwandelst. Fotografierst du nur schwarz-weiß, wirst du später keine Farbe in die Bilder bringen können. Dafür siehst du aber sofort, wie dein Bild aussieht.

Es ist auch beinahe egal, ob der Himmel blau oder weiß ist, wenn du alle Farbe aus dem Bild nimmst. Blauer Himmel wird ohnehin weiß. Egal ob du in die Natur gehst und dort abstrakte Motive suchst oder ob du dich an Architekturfotos versuchst. Schwarz-Weiß Bilder lenken den Blick auf das Motiv. Keine Farben lenken ab. Motive, die vorher noch trist wirkten, bekommen so eine ganz neue Dynamik.

Spiele mit Schatten

Was in der Farbfotografie oft störend wirkt, ist in der SW-Fotografie ein sehr gutes Gestaltungselement. Da du hier keine Farbe hast, die das Bild dominieren, ist der Bildaufbau umso wichtiger. Falls du Englisch kannst, empfehle ich dir, dir den Blog von Phil Ebiner anzuschauen, vor allem den Beitrag zum Bildaufbau*. Ich kann dir auch nur empfehlen, dir seine Videokurse auf Udemy oder Skillshare* anzusehen. Kleiner Tipp: Warte bis es wieder ein Angebot auf Udemy gibt, dann gibt es den Kurs öfter für 11-25€.

Photography Masterclass: A Complete Guide to Photography

Eine besondere Ausrüstung benötigst du nicht für die Schwarz-Weiß-Fotografie. Einzig ein Bearbeitungsprogramm wie * Lightroom, Photoshop oder Gimp sind empfehlenswert.

Schwarz-Weiß von Natur aus: Schwarzer Schatten auf weiß-grauer Wand

Trick für Winteraufnahmen mit Pfiff: Monochrom Fotografie

Monochrom bedeutet „eine Farbe“. Schwarz-weiß ist die wohl bekannteste Form von Monochrom. Aber du musst nicht zwangsweise nur schwarz-weiß fotografieren. Monochrome bzw. monochromatische Fotos nutzen nur eine Farbe und deren Abstufungen. Es kann also auch sehr spannend wirken, wenn du gezielt nach einfarbigen Bildern suchst. Reduziere dein Bild auf eine Farbe, zum Beispiel braun oder grau oder blau. Sowohl für monochrome als auch in Schwarzweiß gehaltene Bilder gilt: Formen und Kontraste bestimmen die Bildaussage. Bei monochromen Bildern wird diese zusätzlich durch den Farbton verstärkt.

Tipps für's Fotografieren im Winter: Monochrom
Hier wurde nichts an den Farben geändert, nur die Helligkeit etwas angepasst

Du kannst deine Bilder in Lightroom und Photoshop nachbearbeiten, um ihnen einen Monochromlook zu geben. Oder aber du suchst dir Motive, die nur in einem Farbton gehalten sind. Das kann beispielsweise eine Wand mit einer markanten Struktur sein, eine Graslandschaft, oder einen Gegenstand vor einem ähnlich farbigen Hintergrund.

Im Winter fotografieren: Monochrom
Ein weiteres Beispiel für natürliches Monochrom
Tipps für's Fotografieren im Winter: Monochrom
Monochrom: Hier wurde mit Lightroom ein Monochrombild erschaffen, das Original hatte mehrere Farben im Bild



Weihnachtmärkte und stimmungsvolle Nachtaufnahmen

Im Sommer wird es ja bekanntlich erst viel später dunkel als im Winter. Deshalb ist es im Winter zeitlich viel einfacher, deinen Lieblingsort bei Nacht zu fotografieren. Eine bunte Straße, ein gemütlich beleuchtetes Haus, eine viel befahrene Straße, es gibt vieles, was man im Dunkeln fotografieren kann. Manche Bilder werden sogar noch stimmungsvoller, wenn du nachts bei Regen fotografierst. Lichter spiegeln sich in Pfützen und eröffnen dir noch viele weitere Motivoptionen.

Baum im Spätherbst bei den Essener Lichterwochen
Weihnachtsmärkte fotografieren
Auf dem Weihnachtsmarkt in Esslingen

Vor allem im Dezember ist ja wieder Weihnachtsmarktzeit. Lebkuchen und kandierte Äpfel, Glühwein und jede Menge Stände mit Gewürzen und Tee. Einige Bilder vom Esslinger Weihnachtsmarkt findest du in meinem Gastbeitrag auf dem Blog Fausba. Vielleicht inspirieren sie dich ja auch?



Und wenn du wirklich nicht raus willst…

Dann nutze die Zeit um deine Festplatte aufzuräumen. Lösche alte Fotos, die du nicht mehr brauchst. Sortiere deine Ordner. Sichere die Daten auf einer zweiten Festplatte. Es gibt immer genug zu tun. Ich kann dir auch diese beiden Lightroom- und Adobe-Lernvideos ans Herz legen. Da lernst du jede Menge Kniffe, die dich bei der Bildbearbeitung unterstützen.

Hast du weitere Ideen für den Winter? Wie sind deine Erfahrungen zu meinen Vorschlägen? Vielleicht möchtest du deine Werke ja in den Beiträgen verlinken? Hinterlasse mir aber auf jeden Fall einen Kommentar.


Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Blogparade „Winterideen“, zu der Marion von Lifestyle Luxury Brigade aufgerufen hat. Hat er dir gefallen? Dann hilf mir und pinne den Beitrag auf Pinterest, teile ihn auf Facebook oder flippe ihn auf Flipboard.

Die richtige Speicherkarte für die Fotografie finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Wenn du weißt, worauf du achten musst, ist es ganz einfach, die richtige Speicherkarte für deine Anforderungen zu finden. Deshalb möchte ich dir eine kleine Einführung in SD-Karten geben. SD leitet sich vom englischen Secure Digital Memory Card ab und bedeutet „sichere digitale Speicherkarte“. Neben den „normalen“ SD-Karten gibt es noch miniSD- und micro-SD-Karten. Letztere finden vor allem in Handys Verwendung. Beide können aber mit einem Adapter auch in normalen SD Kartenslots verwendet werden.

SD-Karten sind also sehr kleine Speichermedien, die in der Regel in mobilen Endgeräten wie Kameras oder Handys genutzt werden. Die größte bezahlbare Speicherkarte liegt bei 256GB. Es gibt zwar auch SD-Karten mit 512 GB, die liegen preislich nun aber schon bei 120€ aufwärts. 1TB Speicherkarten fangen dann schon bei 270€ an. Als Erweiterung deiner PC-Festplatte sind sie also eher weniger zu empfehlen, da man bereits externe Festplatten mit einem Vielfachen der Speicherkapazität für kleines Geld bekommen kann. Selbst USB-Sticks sind vergleichbar günstig oder günstiger zu bekommen als SD-Karten. Und wieso du die Speicherkarten mit viel Speicherplatz für die Fotografie ohnehin eher nicht kaufen solltest, erkläre ich dir weiter unten.


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Das musst du wissen, um die richtige Speicherkarte für die Fotografie zu finden

Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen auf der Speicherkarte

Um die richtige Speicherkarte zu finden, musst du ein klein wenig die Nomenklatur kennen. Die Bezeichnung deiner SD Karte sagt dem Kenner auf dem ersten Blick, welche Speicherkapazität die jeweilige Karte hat:

SD

SD steht für Secure Digital. SD Karten dürfen laut Definition eine maximale Speicherkapazität von 2GB (SD 1.1) aufweisen. Achtung: Kann dein Kartenleser nur SD-Karten lesen, wird er die nachfolgenden Karten nicht erkennen. Gleiches gilt für alte Kameras, die möglicherweise die größeren SD Karten nicht lesen können. Teste deine Altgeräte vorsorglich auf Kompatibilität, bevor du neue Speichermedien für sie kaufst. Die neueren Modelle und Lesegeräte sind in der Regel sowohl abwärts- als auch aufwärtskompatibel.

SDHC

SDHC (Secure Digital High Capacity) Karten verfügen über eine maximale Speicherkapazität von 32 GB. Sie sehen aus wie reguläre SD-Karten, werden aber möglicherweise von alten Geräten nicht erkannt.

SDXC

SDHX bedeutet Secure Digital ‘Xtra Capacity’. SDXC-Karten können bis zu 2 Terrabyte Speicherkapazität aufweisen. Aber auch hier gilt, dass manche Geräte sie eventuell nicht erkennen. Auch dein PC muss das exFAT-Filesystem lesen können, damit die Karte erkannt wird. Vorsicht! Es wird dringend dazu geraten, die SDXC-Karten ausschließlich in dafür geeeigneten (SDXC kompatiblen) Geräten zu formatieren. Sonst besteht die Möglichkeit, dass sie nicht mehr von SDXC-kompatiblen Geräten erkannt werden.

SDUC

Der neueste Stadard ist der Secure Digital Ultra Capacity (SDUC). Er ist gültig für alle Speicherkarten zwischen 2 und 128TB. In der Fotografie ist diese Größe aktuell noch absolut uninteressant.

Weitere Speicherkarten

Neben den SD-Karten gibt es noch weitere Speicherkarten wie CompactFlash (CF) Memory Cards, Micro SD Memory Cards oder Memory Stick Duo Memory Cards. Auf diese gehe ich hier aber nicht näher ein, da viele Kameras mittlerweile mit SD-Karten funktionieren. Die meisten Angaben auf diesen Speicherkarten sind ohnehin identisch mit denen der SD-Karten.Mobile Apps Category (German)468x60

Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte
Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit deiner Speicherkarte findest du über diverse Angaben auf der Vorderseite. Für die Fotografie und mehr noch die Videographie sollte deine Speicherkarte nicht zu langsam sein. Allerdings ist die Schreibgeschwindigkeit wichtiger als die Lesegeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit gibt hier an, wie viele Daten pro Sekunde auf der Karte geschrieben werden. Beachte bitte, dass die Lesegeschwindigkeit höher ist als die Schreibgeschwindigkeit.

Die Übertragungsgeschwindigkeit der alten SD-Karten lag früher bei ca. 3,6 MB/s (lesen) und 0,8 MB/s (schreiben). Mittlerweile erreichen selbst günstige SD-Karten eine Lesegeschwindigkeit von über 90 MB/s. Die besonders schnelle SD-Karten mit UHS-II-Schnittstelle sind mittlerweile in der Lage, Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von je etwa 300 MB/s zu erreichen.


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So erkennst du die Lesegeschwindigkeit deiner Speicherkarte

In der Regel wird die Lesegeschwindigkeit mit XX MB/s angegeben. Auf manchen Karten findest du noch die Angabe 600x (oder eine andere Zahl). Diese wird auch „Commercial x rating“ genannt. Sie ist äquivalent zur Originalgeschwindikeit einer CD-Rom mit 150 KB/s. Dividierst du die XX MB/s durch die Zahl vor dem x, sollte also 150 herauskommen.

Verschiedene Angaben für die Schreibgeschwindigkeit

Die Klasse deiner SD-Karte sagt dir, wie schnell deine Karte Daten Schreiben kann. Pro Klassenstufe (C) erhöht sich die Schreibgeschwindigkeit um 1 MB/s. Klasse 2 schreibt also 2 MB in der Sekunde, Klasse 10 schafft schon mindestens 10 MB/s. Die Geschwindigkeitsklasse findest du in der Zahl im nach rechts geöffneten Kreis. Diese Einteilung soll aber mittlerweie schon veraltet sein, denn für Videoaufnahmen wird eine noch höhere Schreibgeschwindigkeit benötigt.

Zusätzlich gibt es noch Videoklassen, die die Schreibgeschwindigkeitsklassen ergänzen. Diese Videoklassen werden über das Kürzel V markiert. Mit Klasse 2 Karten kannst du SD-Videoaufnahmen erstellen, für HD- und Full-Had benötigst du mindestens eine Klasse 6 Speicherkarte (V6) und für 4-K-Videos sollte deine SD-Karte mit V30 oder mehr markiert werden. Die V-Klasse wird nicht niedriger sein als die Schreibgeschwindikeitsklasse, allerdings kann sie höher sein.

Seit einiger Zeit wird die Schreibgeschwindigkeit für Videos ebenfalls mit einem U dargestellt. Die UHS-Spezifikation für die Speed-Klasse 3 (U3) besagt, dass sich die Speicherkarten mit dieser Klassifizierung für hochwertige Video-Aufzeichnung mit 4K-Auflösung eignen. Bist du mittlerweile maximal verwirrt? Dann geht es dir ähnlich wie mir. Auf Wikipedia gibt es eine sehr schöne grafische Übersicht, die ich dir auch nicht vorenthalten will (Stand Oktober 2019):

Mindestschreib-
geschwindigkeit
Geschwindigkeitsklasse Anwendung
UHS Video
2 MB/s SDHC Speed Class 2.svg  Class 2 (C2) SD-Videoaufnahmen
4 MB/s SDHC Speed Class 4.svg  Class 4 (C4) High-Definition-Videoaufnahmen (HD),
inklusive Full HD (von 720p bis 1080p/1080i)
6 MB/s SDHC Speed Class 6.svg  Class 6 (C6) Video Speed Class 6.png   Class 6 (V6)
10 MB/s SDHC Speed Class 10.svg Class 10 (C10) UHS Speed Class 1.svg Class 1 (U1) Video Speed Class 10.png Class 10 (V10) Full-HD-Videoaufnahmen (1080p) und aufeinander
folgende HD-Einzelbilder (High Speed Bus), Echtzeit-
übertragungen und große HD-Videodateien (UHS Bus)
30 MB/s UHS Class 3.png Class 3 (U3) Video Speed Class 30.png Class 30 (V30) 4K-Videodateien mit 60/120 fps (UHS Bus)
60 MB/s Video Speed Class 60.png Class 60 (V60) 8K-Videodateien mit 60/120 fps (UHS Bus)
90 MB/s Video Speed Class 90.png Class 90 (V90)

Die richtige Speicherkarte finden für die Fotografie

Die Wahl der richtigen Speicherkarte richtet sich vor allem nach deiner Kamera und der Verwendung dieser. Machst du ausschließlich Bilder oder auch Videos? Für Hobby-Fotografen ist das wichtigste Kriterium die Speicherkapazität. Es wird oft empfohlen keine zu große Karte zu kaufen, sondern lieber mehrere kleinere. Ich empfehle 32GB oder 64GB. Größer lohnt sich meines Erachtens nur, wenn du zusätzlich viele Videos machen willst. Bedenke nämlich, dass eine Speicherkarte durchaus einmal kaputt oder verloren gehen kann. Wenn du hier sprichwörtlich alles auf eine Karte setzt, stehst du im Fall der Fälle ziemlich blöd da.

Die Lesegeschwindigkeit ist sicherlich nicht das allerwichtigste Kriterium. Ich persönlich schaue, dass meine Karten 90 MB/s lesen können. Viel wichtiger ist die Schreibgeschwindigkeit. Da es mittlerweile sehr günstige Karten mit recht hoher Schreibgeschwindigkeit (C10/U1/V10) gibt, kann ich nur empfehlen, eine Karte mit mindestens dieser Geschwindigkeit auszuwählen.

Eine gute und günstige Speicherkarte findest du bei Transcend. 32GB oder 64GB mit einer Lesegeschwindigkeit 90MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von U1 bekommst du schon für kleinstes Geld. Für das gleiche Geld gibt es aktuell sogar eine 64GB Karte mit einer Schreibgeschwindigkeit U3/V30, also geeignet für 4k-Videoaufnahmen!

Sehr gute Marken, die oft von Profis genutzt werden, sind beispielsweise noch Sandisk, Kingston oder Samsung. Für welche du dich am Ende entscheidest, wird sicherlich auch durch den Geldbeutel mitbestimmt. Nur noch ein Rat am Schluss: Finger weg von No Name Produkten! Die Gefahr, dass sie ausfallen und alle deine Bilder weg sind, ist einfach zu groß. Ich hoffe, dass dir dieser Beitrag fortan hilft, die richtige Speicherkarte für deine Anforderungen zu finden.

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