Wildlifefotografie Stadtsafari – Noch mehr Tiere fotografieren in den Mülheimer Ruhrauen

Willkommen zum zweiten Teil meiner Stadtsafari in den Saarner Ruhrauen in Mülheim an der Ruhr. Im ersten Teil habe ich dir vor allem Vögel vorgestellt, die an der Ruhr leben. Aber noch lange nicht alle, denn drei absolute Highlights kommen am Ende dieses Beitrags. Doch zunächst will ich dir noch mehr Tiere vorstellen, die in den Ruhrauen zu finden sind.


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Was sind die Ruhrauen eigentlich?

Wie du zu den Ruhrauen in Mülheim Saarn kommst, hast du ja bereits in Teil 1 erfahren. Aber was genau macht die Ruhrauen eigentlich so besonders, dass sie eine solche Artenvielfalt bieten? Die Auenlandschaft in Mülheim ist ein FFH-Gebiet. FFH steht für Flora-Fauna-Habitat. Seit 1992 ist das mehr als 140 Hektar umfassende Gebiet der Saarner und Mendener Ruhraue (die ich hier nur als Saarner Ruhraue bezeichne) Teil des „Natura 2000-Netzwerks“. Die Ruhrauen dienen auch als Überflutungsgebiet bei Hochwasser, was zur Folge hat, dass die hier ansässigen Pflanzen häufige und auch andauernde Überflutung sehr gut vertragen.

Bitte beachte, dass es sich hier um ein besonders schützenswertes Gebiet handelt. Eigentlich sagt schon der gesunde Menschenverstand, dass man auf den Wegen bleibt und nicht über Zäune klettert oder sich durchs Dickicht schlägt. Und auch, dass man hier keine Hunde von der Leine lassen sollte. Gleiches gilt für seinen Müll, was man hinträgt, muss man auch zurücknehmen. Traurigerweise halten sich da immer noch nicht alle dran. Geh du bitte mit gutem Beispiel vorran und verhalte dich entsprechend rücksichtsvoll!

Diese Tiere kannst du in den Ruhrauen fotografieren

In den Mülheimer Ruhrauen leben neben den Vögeln, die ich euch bereits im ersten Teil der Stadtsafari Mülheimer Ruhrauen vorgestellt habe, noch jede Menge anderer Tiere. Viele von ihnen wirst du leider nur mit viel Glück entdecken können.

So hat Manuela vor einiger Zeit ein Mauswiesel gesehen. Dieser kleine Marder ist nur etwa 11-26cm lang und sehr flink. Deshalb kannst du sie mit Glück zwar sehen, aber wenn du nicht weißt wo du ihren Bau oder ihr bevorzugtes Jagdgebiet findest, wird es mit dem Fotografieren nicht ganz einfach.

Auch Blindschleichen sind in den Ruhrauen in Saarn zu Hause. Ich selber habe leider dort noch keine gesehen. Das Bild der Blindschleiche stammt aus der Nähe von Weinstadt. Ich wollte es dir zeigen, damit du weißt, wie eine Blindschleiche aussieht. Nur falls du diese Echsenart noch nicht kennen solltest.

Ebenfalls heimisch sind hier Füchse. Mir ist leider noch nie ein Foto von einem Fuchs gelungen. Ohnehin sehe ich sie nur sehr selten und meistens aus dem Auto heraus. Sowohl in Mülheim als auch in Weinstadt. Ein Fuchs ist noch ein Foto, dass mir in meiner Sammlung fehlt.

Wildlife an der Ruhraue

Mitten auf der Wiese, aber weit weg von den Spazierwegen grast regelmäßig eine Rehfamilie. Der Rehbock mit seinen Hörnern war mehrmals in Begleitung von mindestens zwei Ricken. Kitze haben wir so früh im Jahr allerdings noch keine Gesehen. Aber genau wegen den Rehen und Kitzen musst du deinen Hund auch in den Ruhrauen ständig angeleint lassen. Zumal das dort ohnehin so vorgeschrieben ist, unabhängig von der Jahreszeit.

Die Rehe waren trotz der großen Entfernung zu den Spazierwegen sehr aufmerksam und schienen uns ständig im Auge zu behalten, als wir dort standen und Fotos gemacht haben. Leider gab es kaum eine gute Stelle mit ungehinderter Sicht auf die Wiese. Aber immerhin konnten wir sie doch einige Minuten lang beobachten und fotografieren.

Bei unserem ersten Besuch sind wir über 6km gelaufen, um eine Nutria fotografieren zu können. Nichts, weit und breit keine eine. Nicht in der Ruhr, nicht in den Seitenarmen, auf keiner Wiese, in keinem Bach. Wir hatten einfach kein Glück. Und dann, zurück am Auto, nur noch 20m entfernt, die erste Nutria, die über die Wiese watschelte. Leider hat sie uns nur den Poppes entgegengestreckt, so dass wir bald wieder aufgaben.

Bei unserem zweiten Versuch hatten wir dann mehr Glück. Die Nutrias waren so sehr mit ihren Frühlingsgefühlen beschäftigt, dass sie sich von uns gar nicht stören ließen. Erst paddelten sie fröhlich an einer mir bekannten Stelle vor sich hin, bevor sie sich ganz indiskret ihren Trieben hergaben. Die Paparazzi am Straßenrand störten sie dabei herzlich wenig! Jetzt hoffen wir, dass wir schon bald die ganze Familie wiedersehen werden.

Noch mehr Vögel fotografieren an der Ruhraue

Praktisch überall kommen die Tauben vor. Eigentlich sind sie auch nur in diesem Beitrag, damit ich euch das coole Foto zeigen kann. Hat sich aber gelohnt, oder?

Eisvögel an der Ruhraue

So, nun kommen wir aber zu meinen drei Highlights! Das erste Highlight ist, tadaaa, der Eisvogel. Beziehungsweise die Eisvögel. Bei Google findest du den ganz und gar nicht geheimen Standort unter der Bezeichnung „Eisvogelbrücke“. Wie der Name schon sagt hat man vor hier die besten Chancen, Eisvögel zu sehen. Doch auch wenn wir wussten, wo wir suchen müssen, war uns das Glück an unserem ersten Tag nicht hold. Kein Eisvogel weit und breit. Weder hier noch an den anderen Stellen, wo ich sie schon öfter gesehen habe. Was für eine Enttäuschung!

Aber wir haben uns davon natürlich nicht entmutigen lassen. Bei unserem zweiten Besuch war uns schon klar, dass wir Glück haben würden. Auf der Brücke standen schon einige weitere Fotografen und drückten bereits fleißig auf ihre Auslöser. Ein Pärchen der Eisvögel war mit der Bruthöhle beschäftigt. In regelmäßigen Abständen wechselten sie sich ab und flogen in die Höhle hinein und hinaus. Der jeweils draußen wartende Eisvogel bot uns ein entsprechend gerne gesehenes Motiv.

Gejagt wurde zwar nicht und auch sonst gab es nur wenige spektakuläre Bilder, aber ein Anfang ist gemacht. Schließlich war es für Manuela das allererste Mal, dass sie dort die Eisvögel gesehen hat und dann gleich auch fotografieren konnte. Und auch mir haben sich bis dato nur sehr wenige Gelegenheiten geboten, Eisvögel zu fotografieren. Aber die Bilder sind doch gar nicht so schlecht, oder?

Schwanzmeisen in Mülheim

Während alles auf die Eisvögel fixiert war, habe ich mein zweites Wunschmotiv des Tages entdeckt. Ich folge auf Instagram einigen Fotografen aus Japan und die posten immer so niedliche Schwanzmeisen. Eines Tages habe ich herausgefunden, dass es bei uns ja auch welche gibt. Wie konnten mir diese superüßen Vögel nur so lange entgehen? Naja, ziemlich einfach, wie sich herausstellte. Schwanzmeisen können weniger still sitzen als ein Duracellhase auf Dope. Länger als gefühlte 0,5 Sekunden scheinen sie nicht an einem Platz zu sitzen. Sitzen die überhaupt mal?? Aber auch ein schöner Rücken kann entzücken, nicht wahr?

Offensichtlich ja, denn eine Schwanzmeise hat ganz untypisch sogar so lange stillgehalten, bis ich sie ein paar Mal ablichten konnte. Und noch besser, ich habe sie gerade erwischt, als sie sich ihre Beute, vermutlich eine Ameise, einverleibt hat!  Gut, die in Deutschland lebenden Schwanzmeisen scheinen nicht ganz so fluffig zu sein wie die japanischen, aber es sind immer noch wunderschöne Vögel, die viel zu wenig Leute zu kennen scheinen. Jedenfalls hat dieses Exemplar mir absolut den Tag versüßt und, auch wenn die Bilder nicht hundertprozentig scharf sind, einen kleinen Traum erfüllt!

Auch Fasane leben in der Ruhraue

Nach einiger Zeit entschieden wir, dass es an der Zeit sei aufzubrechen. Wir wollten ja noch weiter. Vom Eisvogel aus ging es weiter zu den oben erwähnten Rehen und Nutrias. Und von dort weiter durch die Wiesen. Plötzlich hörten wir einen ganz seltsamen Vogel rufen. Wir konnten das beide erst gar nicht zuordnen. Doch dann sahen wir ihn, den Fasan, wie er stolz vor der Hecke her schritt.

Noch ein Stück weiter den Weg entlang ging es zu einer Pferdekoppel. Daneben befindet sich ein kleiner Hügel, von dem aus wir eine noch bessere Sicht auf Herrn Fasan hatten. Leider war der Hintergrund nicht wirklich ideal für Fotos. Aber das hat uns nicht weiter gestört, wir waren froh, ihn überhaupt so nah zu sehen. Er ließ sich von uns auch gar nicht stören und stolzierte weiter vor seiner Hecke auf und ab. Dabei ist mir auch dieses Foto gelungen.

Unsere Fotosafari in den Ruhrauen war erflgreich

Das war sie dann auch, unsere kleine Stadtsafari durch die Ruhrauen am Rande des Ruhrgebiets. Ich hoffe ich konnte dich dazu inspirieren, auch mal in deiner Stadt auf Safari zu gehen und zu schauen, was es in Parks und an Flüssen und Seen alles zu entdecken gibt. Wenn du da bereits drüber berichtet hast, verlinke deinen Post gerne in den Kommentaren.

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Wildlifefotografie Stadtsafari – Tiere fotografieren in den Mülheimer Ruhrauen

Mülheim an der Ruhr – Stadt am Fluss. Wirklich berühmt ist Mülheim nicht. Gut, einige Berühmtheiten wie Helge Schneider haben durchaus die Bekanntheit gesteigert. Aber dennoch ist Mülheim noch immer mehr ein Geheimtipp. Dabei finden vor allem Natur- und Tierfotografen in den citynahen Ruhrauen beste Bedingungen.


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Nachdem kurz vor Ostern 2022 meine Großmutter gestorben ist, habe ich zur Beerdigung nach Ostern meine Familie besucht. Um auf andere Gedanken zu kommen, ist meine Nachbarin und älteste Freundin Manuela (sie kennt mich schließlich vom Tag meiner Geburt, da sie nur zwei Häuser neben mir aufgewachsen ist) auch zweimal mit mir an die Ruhrauen gefahren. Dort haben wir bei bestem Wetter einige wirklich coole Fotos gemacht und viele Tiere ablichten können. Begleite uns auf eine Stadtsafari und erfahre, welche gewöhnlichen und seltenen Tiere es in Mülheim zu fotografieren gibt!

Mülheimer Ruhrauen in Saarn – so kommst du hin

Die Ruhrauen liegen ziemlich nah an der City, genauer im Stadtteil Saarn. Zu Fuß vom Hauptbahnhof zur Eisvogelbrücke sind es rund 2,5km, etwas weiter, wenn du den Weg an der Ruhr entlang wählst. Perfekt also, wenn du deine Stadtsafari noch mit einer kleinen sportlichen Aktivität verbinden willst oder eine klimaneutrale Anreise bevorzugst.

Mit dem Bus kannst du vom Hauptbahnhof direkt bis an die Mendener Brücke fahren, sofern dir der Weg zu Fuß etwas zu weit ist. Gleich auf der anderen Seite der Ruhr liegen auch schon die Ruhrauen. Allerdings gleicht die Busfahrt beinahe einer Weltreise, da nicht jeder Bus nicht auf dem kürzesten möglichen Weg fährt. Mit dem Bus 151 bist du zwar am schnellsten, aber dafür fährt er nur einmal in der Stunde.

Solltest du wie wir mit dem Auto anreisen findest du kostenlose Parkplätze in Saarn am Kirmesplatz. Näher an der Stadtmitte liegen zum Beispiel der kostenpflichtige Parkplatz CASINO/Ruhranlagen oder diverse Parkhäuser. In Saarn parkst du besser, wenn du ausschließlich in den Ruhrauen fotografieren willst. Möchtest du noch etwas an der Ruhr entlangspazieren und vielleicht ein Eis essen oder das Haus Ruhrnatur besuchen, dann startest du am besten in der Mülheimer City.

Ausrüstung für deine Fotosafari

Du benötigst unbedingt ein gutes Teleobjektiv. Zwar sind die meisten Tiere, die in den Ruhrauen leben, an Menschen gewöhnt und weniger scheu, als anderswo, dennoch kommst du ohne ein großes Teleobjektiv nicht besonders weit. 300mm, am besten noch mehr sind das absolute Minimum.

Außerdem sollte deine Kamera auch bei hohem ISO-Wert noch passable Bilder liefern. So manches Tier lebt in den Auwäldern oder ist nur früh morgens oder in der Abenddämmerung, wenn nicht mehr so viele Spaziergänger mit ihren Hunden unterwegs sind, gut zu sehen. Und da ist bekanntlich das Licht nicht immer ideal.

Besonders bei einem großen, schweren Teleobjektiv, kann dir ein Stativ sehr helfen, die Kamera ruhig zu halten. Doch auch ohne Stativ gibt es die Möglichkeit, Zäune und Brückengeländer zum Abstützen zu nutzen. Doch die sind nicht überall verfügbar.

Welche Tiere leben in den Ruhrauen in Mülheim Saarn?

Die Ruhrauen in Mülheim Saarn sind ein Naturschutzgebiet mitten in der Stadt. Viele Bereiche sind gesperrt und durch Zäune abgetrennt, so dass die Tiere und Pflanzen dort ungestört sind. Dadurch findet sich aber auch eine immense Artenvielfalt auf recht kleinem Gebiet. Da es aber viele sehr gut ausgebaute Wege und die eine oder andere lichte Stelle gibt, sieht man dennoch sehr viel der Flora und Fauna der Saarner Ruhrauen.

Viele verschiedene seltene und weniger seltene Vögel leben in den Mülheimer Ruhrauen. Doch auch sehr viele große und kleine Säugetiere und Nagetiere haben hier ein sicheres Zuhause gefunden. Welche genau erfährst in diesem un dem nächsten Beitrag.

Vögel in den Ruhrauen

Es gibt eine Vielzahl von Vögeln in den Ruhrauen. Amseln oder Blaumeisen sind besonders häufig und wenig ängstlich. Oft kannst du nahe an ihnen vorbeigehen, ohne dass sie wegfliegen. Entsprechend einfach zu fotografieren sind sie. Allerdings auch eher weniger spektakulär, da sie in unseren Breiten auch sehr häufig vorkommen.

Ich liebe ja Rotkehlchen. Diese wunderschönen Zugvögel siehst du ebenfalls recht häufig in den Saarner Ruhrauen. So war ich mehr als glücklich, dass mir an unserem zweiten Besuch schon zu Beginn unserer Safari ein Rotkehlchen entdeckt haben, das regelrecht für uns posiert hat.

Mir fällt zu Rotkehlchen noch eine kleine Anekdote ein: Mein Opa hat früher sehr gerne und viel im Garten gearbeitet. Und jedes Mal, wenn er im Garten war, kam ein Rotkehlchen, hat sich neben ihn gesetzt und ihn angezwitschert, als ob es sich mit ihm unterhalten wollte.

Wieder zurück an den Ruhrauen. In den Bäumen sieht und hört man häufig auch Zaunkönige. Bei einem früheren Besuch ist mir dieses wunderschöne Foto eines Zaunkönigs gelungen. Manuela und ich haben zwar auch Zaunkönige gesehen, aber sie waren dieses Mal doch zu flink, um sie zu erwischen.

Weiter führt uns unser Weg durch ein kleines Wäldchen und über kleine Brücken (die später noch eine wichtige Rolle spielen werden) bis an die Ruhr. Unser erster Stopp hier war leider nur von wenig Erfolg geprägt. Unser Wunsch, diesen einen besonderen Vogel zu finden, wurde leider nicht erfüllt. Dafür hat uns diese drollige Singdrossel ein klein wenig entschädigt. Wie wir später herausgefunden haben, kam sie so nah, weil an dieser Stelle einige Fotografen wohl regelmäßig Futter ausstreuen, um Vögel anzulocken. Nun ja, bei unserem ersten Besuch jedenfalls gab es nichts zu futtern für die Drossel.

Vögel an der Ruhr

Direkt an der Ruhr leben natürlich auch eine ganze Menge Wasservögel. Auf einer kleinen Insel in der Ruhr sonnen sich regelmäßig die fischfressenden Kormorane. In den Bäumen rund um die Ruhr sonnen sich und brüten die Kormorane ebenfalls. Aber wusstest du, dass ihr Kot die Bäume verätzt und die Brutbäume deshalb sehr häufig kahl sind? Nicht nur bei Fischern, sondern auch bei Baumfreunden sind diese Vögel deshalb häufig sehr unbeliebt.

Wenn nicht gerade die Kormorane auf den Felsen ein Sonnenbad nehmen, sieht man häufig einen Graureiher nach Fischen spähen. Doch heute, wo wir hier auf Stadtsafari sind, wurde der Graureiher an den Rand der Brücke verdrängt. Oft genug siehst du sie aber auch auf einer der Wiesen stehen, wo sie wohl nach Fröschen oder fetten Würmern Ausschau halten.

Auf den Wiesen, Wegen und im Wasser sieht und hört man sie fast überall, die Kanadagänse. Sie brüten auch hier und oftmals watscheln sie mit ihren Jungen am Ufer entlang. Bei unserem Besuch war es dafür noch ein bisschen zu früh, aber schon in Kürze wird der Nachwuchs das Licht der Welt erblicken. Doch auch die Elterntiere sind sehr schöne Fotomotive und häufig nicht besonders scheu, so dass du ziemlich nah herankommst.

Da viele Eltern auch heute noch mit ihren Kindern die Enten füttern kommen, siehst du an der Ruhr sehr häufig Stockenten, aber auch andere Entenarten, Blesshühner, Teichhühner und viele weitere Wasservögel. Und natürlich leben hier auch Schwäne, die später im Jahr hoffentlich wieder mit ihren „hässlichen Entlein“ über die Ruhr paddeln werden.

Mülheim Ruhrauen Schwan

Kannst du erkennen, was das ist? Eher zufällig habe ich diesen Vogel gesehen. Ich dachte erst, es sei eine Gans, die ich im Flug erwischen wollte. Doch dann konnte ich erkennen, dass es ein Storch war! Leider war er extrem weit weg und ich musste das Bild sehr stark vergrößern, daher die schlechte Qualität. Aber ich habe noch nie Storche in Mülheim gesehen, weshalb mich dieses Billd dennoch wirklich sehr freut! Anscheinend haben sie den Weg zu uns in den Pott gefunden. Mit etwas Glück kommen mit der Zeit ja noch mehr zu uns ins Ruhrgebiet, wer weiß?

To be continued...

Drei Vögel, die mein absolutes Highlight waren bei unserem zweiten Ausflug an die Ruhr, sowie weitere Tiere, die im und am Wasser und auf dem Land leben, stelle ich dir im nächsten Beitrag vor. Hast du eine Idee, welche Vögel das sein könnten? Schreib mir das doch in die Kommentare. Bleib also dran und abonniere den Newsletter, damit du direkt informiert wirst, wenn der nächste Teil erscheint! Bis dahin schau doch auch bei meiner lieben Bloggerkollegin Miriam vorbei, die auf Safari in Hannover war.

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Ausflugstipp: Die Kesselgrotte im Welzheimer Wald

Ein sonniger Sonntag im Herbst. Draußen ist es kalt, aber das Wetter verspricht sehr schön zu werden. Beste Voraussetzungen, um die kurze Wanderung zur Kesselgrotte im Welzheimer Wald in der Nähe von Stuttgart zu unternehmen.

Doch egal ob im Frühjahr, wenn die Natur wieder erwacht, im Sommer, wenn die Bäume kühlen Schatten spenden oder doch im Winter, wenn Eiszapfen von der Grottendecke hängen, einen Besuch kannst du zu jeder Jahreszeit planen.

Weg zur Kesselgrotte
Weg zur Kesselgrotte-2
Auf dem Weg zur Kesslgrotte

Anreise

Die Kesselgrotte liegt mitten im Wald. Die nächsten Parkplätze sind jeweils etwas über 1km entfernt. Du kannst entweder den Parkplatz an der Sternwarte Welzheim benutzen, oder, wie ich, am Viadukt-Parkplatz halten. Achtung, sonntags kann der Parkplatz sehr voll werden. Aber wenn der vordere Teil schon besetzt ist, kannst du auch auf dem hinteren Teil parken. Einfach wenige Meter den Waldweg, der von der Einfahrt aus gesehen links abgeht, entlangfahren und schon bist du auf dem hinteren Teil des Parkplatzes.

 

Von Stuttgart Hauptbahnhof fährst du mit der S-Bahn oder Regionalbahn nach Schorndorf. Dort steigst du in den Bus 228 um und fährst bis zur Haltestelle Welzheim Laufenmühle.

Der Weg zur Kesselgrotte

Die Kesselgrotte ist nicht besonders weit weg vom Parkplatz in. Rund 20 Minuten bist du gemütlich hinübergewandert. Der größte Teil des Weges ist mit Schotter befestigt. Links und rechts des Weges wachsen wunderschöne Bäume. Hier und da mischt sich ein Laubbaum zwischen die Nadelwälder und sorgt besonders im Herbst ein wunderschönes Farbenspiel. Wenn du früh genug da bist, zaubert die aufgehende Sonne ein grandioses Lichtspektakel, wenn die Sonnenstrahlen durch die Bäume hindurchscheinen.

Weg zur Kesselgrotte-4

Etwas Fitness solltest du aber mitbringen, da der erste Teil des Weges in Richtung Kesselgrotte etwas steiler ist. Und auch später geht es, wenn auch moderat, weiter bergauf. Da das morgentliche Gras, das hier und da auf dem Weg wächst, von Tau bedeckt sein kann, ziehst du am besten wasserabweisende Schuhe an. Doch die sehr schöne Strecke durch den Welzheimer Wald entschädigt für eventuelle nasse Füße schon vom ersten Schritt an.

Die letzten Meter zur Kesselgrotte führen über einen schmalen, unbefestigten Weg, der hier und da von Wurzeln durchzogen ist. Festes Schuhwerk ist hier absolut notwendig. Vom Hauptweg sind es nur wenige Meter, bis du vor der Kesselgrotte stehst.

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Die letzten Meter zur Kesselgrotte

Wissenswertes zur Kesselgrotte

Was ist die Kesselgrotte eigentlich? Die Kesselgrotte ist eine Sandsteingrotte, die durch Verwitterung im Oberen Stubensandstein entstanden ist. Im Stubensandstein findet man häufiger diese Art von Grotten. Hohlkehlengrotten wie die Kesselgrotte entstehen durch wechselnde Härte im sonst einheitlichen Grobsandstein.

 

Die Felskanzeln bestehen aus härterem und widerstandsfähigerem Gestein. Im Gegensatz dazu entstand die Hohlkehle im extrem mürben Sandstein. Er enthält fast kein toniges Bindemittel und ist entsprechend anfällig für Witterungen. Über die Felskanzeln tropfte oder fließt Wasser und hält die Hohlkehle darunter feucht. Das Wasser dringt in die äußeren Schichten des Sandsteins ein. Wenn es nun im Winter friert und wieder auftaut, werden Sandsteinplatten abgesprengt. In Folge dessen erweitert sich die Hohlkehle stetig. Allerdings steigt dadurch auch die Gefahr von Felsstürzen, wenn das weiche Gestein die schweren und festeren Gesteinsbrocken nicht mehr halten kann.

Ja, da kann man wirklich entlanglaufen
Kleiner Wasserfall, der über die Kesselgrotte fällt

Die Kesselgrotte – was dich hier erwartet

Auf einer Höhe von 470m ü. N. N. liegt die Kesselgrotte. Um sie herum wachsen vor allem viele Buchen und verschiedene Nadelbäume. Über die Felskanzel fällt ein kleiner Wasserfall herab, der über ein kleines Rinnsal, das nach mehr Regen sicherlich ein Bach wird, abfließt.

 

Tote Bäume liegen vor der Grotte und zeugen von vergangenen Stürmen, die diese Bäume das Leben gekostet haben. Und doch passen sie irgendwie in das Bild einer wilden Höhle. Der Hohlbereich der Kesselgrotte reicht noch nicht sehr tief hinein. Dafür ist sie hoch genug, dass man sich nicht den Kopf stößt.

Vor der Kesselgrotte

Durch die Höhle führt ein sehr schmaler, schlammiger Weg. Vor allem bei und nach Regen musst du hier sehr vorsichtig sein. Aber keine Sorge, besonders tief abrutschen kannst du hier nicht. Dennoch könnte es reichen, dir hier den Fuß zu verstauchen.

 

Nachdem du die Grotte einmal umrundet hast, führt noch ein kleiner und wirklich sehr schmaler weg auf der anderen Seite der Grotte entlang. Vorsicht, mit einem (Kamera-)Rucksack wird es hier wirklich eng! Und wenn du dein Kamerastativ aufstellen willst, solltest du besser bereit sein, jederzeit nach deiner Kamera zu greifen und sie vor einem Sturz zu bewahren.

Auf der anderen Seite

Du hast jetzt die Wahl, den Berg weiter hinaufzugehen und von dort beispielsweise zur Sternwarte weiterzuwandern, oder wieder hinabzusteigen und von unten zur Sternwarte zu gehen oder gemütlich zurück zu Parkplatz zu gehen.

Kesselgrotte-3
Kleiner Rundweg durch die Kesselgrotte

Rund um die Kesselgrotte

Der Weg zur Kesselgrotte ist mit etwa 1,2km (ab dem Viadukt-Parkplatz) nicht besonders lang, insgesamt bist du vielleicht eine Stunde unterwegs. Aber die Kesselgrotte ist ja nicht das einzige Highlight in der näheren Umgebung.

 

Wenn du magst, kannst du den Welzheimer Planetenweg entlanggehen, der dich auch an der Kesselgrotte entlangführt. Der etwa 2km Weg führt von der Sternwarte Welzheim zum Viadukt-Parkplatz.

Von diesem Parkplatz aus startet ein Wanderweg durch die Wieslaufschlucht, der dich auch an der Klingenmühle mit einem kleinen Künstlercafé vorbeibringt. Das Café ist in den Wintermonaten allerdings geschlossen. In fast entgegengesetzter Richtung zur Wieslaufschlucht kannst du aber auch eine Wanderung durch die Edenbachschlucht machen.

Kleiner Wasserfall in der Wieslaufschlucht

Ob du nur zur Kesselgrotte gehst oder den Besuch mit einer Wanderung verbindest, die Grotte ist trotz (oder gerade wegen?) ihrer Größe in jedem Fall einen Besuch wert. Warst du schon einmal an der Kesselgrotte oder einer ähnlichen Grotte? Dann berichte mir doch in den Kommentaren davon!

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Die 6 schönsten Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße

Zweimal sind wir bereits über die Großglockner Hochalpenstraße gefahren. Einmal bei schönstem Wetter und einmal, nun ja, Gewitter, vielen Wolken und am Ende doch etwas Sonne. Auf diesen beiden Touren haben wir an vielen wunderschönen Aussichtspunkten angehalten. Meine Top 6 Fotospots auf der Großglockner Hochapenstraße möchte ich dir heute vorstellen. So verpasst du ganz sicher keine der grandiosen Aussichten mehr.

Da wir jedes Mal ab Ferleiten eingefahren sind, zähle ich die schönsten Aussichtspunkte in geographischer Reihenfolge von Ferleiten bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Am Ende verrate ich dir dann, welche Stopps mir von allen am besten gefallen haben.


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Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Hochmais

Der Aussichtspunkt Hochmais liegt auf 1850m ü. d. M. Die Aussicht hier ist komplett frei, das heißt, keine Bäume versperren euch den Blick auf die Berge und das Tal. Ein kurzer Fußweg führt dich wenige Meter hinab auf einen kleinen Platz, an dem einige Infotafeln mit naturkundlichen Informationen stehen. Leider war bei unserem Besuch alles voll, so dass wir nicht anhalten konnten. Weil mir dieser Punkt aber so gut gefallen hat, will ich ihn dir auf keinen Fall vorenthalten.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Kehre 12 & 13

Auf dem Weg zu Kehre 12 liegt das Obere Nassfeld, wo es einen großen Parkplatz und eine Einkehrmöglichkeit gibt. Hier hat es mir gar nicht gefallen, deshalb haben wir gar nicht erst angehalten. Aber nach der Kehre 12 kommt ein kleiner Parkplatz. Von dort kannst du einen guten Blick auf die umliegenden Geröllfelder werfen. Außerdem hast du von hier auch eine schöne Aussicht auf das Obere Nassfeld.

Sollte der kleine Parkplatz schon voll sein, folgt direkt nach Kehre 13 ein weiterer Parkplatz mit einer ähnlich schönen Aussicht. Von beiden Parkplätzen kannst du übrigens schon das Fuscherl Törl über dir thronen sehen.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Edelweißspitze

Der höchste befahre Punkt der Großglockner Hochalpenstraße ist die auf 2571m ü. d. M. gelegene Edelweißspitze. Der Weg hier hoch kann etwas abenteuerlich sein, vor allem bei Regen. Eine enge, mit Kopfsteinpflaster ausgelegte Straße führt zu ihr. Regelmäßige Ausweichbuchten an den Seiten bieten hin und wieder die Chance, einem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen. Schweißperlen treibt es einem aber auf die Stirn, wenn einem ein SUV oder Van entgegenkommt, während man selber ebenfalls in einem großen Auto sitzt.

Sofern du einen der begehrten Parkplätze beanspruchen kannst, wird dir auch gleich der kleine Turm auffallen, der auf dem Parkplatz steht. Von dort oben hast du die beste Rundumsicht. Und wenn es dich interessiert, was du da überhaupt siehst, kannst du einfach auf einer der Tafeln nachschauen. Von hier siehst du übrigens auch den Großglockner. Na gut, die Gipfel. Von hier aus ist er nur eine kleine Spitze, die sich hinter einem anderen Berg versteckt.

Und selbst wenn das Wetter nicht so gut oder richtig schlecht ist, die Edelweißspitze solltest du wirklich nicht auslassen. Wir waren bei strahlendem Sonnenschein dort und standen auch schon mitten in einem Gewitter. Beide Mal war es ausgesprochen faszinierend.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Parkbucht Seidlwinkl

Der nächste Fotospot hat keine so markante Bezeichnung wie Kehre XY. Es sind einfach zwei gegenüberliegende Parkbuchten auf dem Straßenabschnitt Seidlwinkl. Damit du in etwa weißt, wo er kommt, habe ich ihn dir auf Google Maps markiert und einen Screenshot in den Beitrag eingefügt.

Was diesen Fotospot so schön macht? Du schaust hier in die andere Richtung. Nicht zum Großglockner und den doch relativ nahen Bergen. Die Wiese, die Felsen auf der Wiese und die Berge in der Ferne. Auf der anderen Seite das Geröllfeld und die karge Landschaft. Hier musst du ganz eindeutig anhalten und dir in Ruhe alles anschauen.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Energiedusche Wasserfall – Fensterbach

Auf dem Weg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe liegt dieser beinahe unscheinbare Haltepunk. Ein Wasserfall direkt an der Straße. Wasserfällen wird allgemein nachgesagt, dass die mit negativen Ionen geladene Luft rund um einen Wasserfall lungenreinigend wirkt und unser Nervensystem beeinflusst. Ob es stimmt? Das wird aktuell zumindest untersucht. Aber mache dir doch ein eigenes Bild davon!

Aber nicht nur die gesundheitsfördernde Wirkung des Wasserfalls macht diese Stelle zu einem tollen Stop. Die Nähe zum Wasserfall ist auch aus fotografischer Sicht ein einen Halt wert. Egal ob du eine Nahaufnahme des fallenden Wassers aufnehmen willst oder lieber eine Aufnahme der umgebenden Landschaft machen willst, beide Optionen sind hier möglich. Und dazu kannst du noch tolle Nahaufnahmen von verschiedenen Pflanzen machen, die hier in der Nähe des Wassers wachsen.  

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe darf man natürlich nicht auslassen. Von hier siehst du den Großglockner, den Gletscher Pasterze und den Sandersee. Viele tolle Landschaftsbilder sind hier möglich. Das nächste Mal, wenn ich hier bin, werde ich auf jeden Fall mit der Gletscherbahn fahren und zum Gletscher laufen und noch viele, viele Fotos machen!

Aber selbst vom Platz vor dem Restaurant hast du eine wundervolle Aussicht und die Möglichkeit, schöne Landschaftsbilder zu machen. Und wenn du jetzt sagst „ja, aber ich bin nur tagsüber da, und die besten Bilder macht man doch zum Sonnenauf- oder Untergang“, dann abonniere unbedingt meinen Newsletter. Denn dieses Thema werde ich schon bald aufgreifen und dir ausführlich erklären, wieso ich dieser Aussage nicht zu 100% zustimmen kann.

Und mein absoluter Favorit?

Oh, das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich habe hier nicht einmal alle Stellen aufgezählt, bei denen sich ein Halt lohnt. Es gibt so viele wunderschöne Fotospots auf der Großglockner Hochalpenstraße, dass die Auswahl wirklich schwierig ist. Von den hier aufgezählten sind der Halt an der Parkbucht Seidlwinkl und der Energiedusche Wasserfall meine liebsten Stopps.

Aber wie gesagt, das sind nicht alle Fotospots, die es zu besuchen lohnt. Welcher von meinen Favoriten gefällt dir am besten? Welcher am wenigstens? Oder vielleicht hast du einen anderen Lieblingsspot, der hier nicht aufgeführt ist? Erzähle mir bitte davon in einem Kommentar.

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PSD-Tutorials – das digitale Shoppingparadies für Fotografen

Die erste digitale Kamera hat Einzug gehalten. Voller Vorfreude packst du sie aus, lädst den Akku, schiebst die Speicherkarte ein und ziehst los. Die ersten Fotos sind die aufregendsten.

Aber irgendwie… Wieso werden sie nicht so schön, wie die von den Profis? Sehr oft ist in diversen Gruppen und Foren zu lesen, dass die Bilder nicht schön werden. Aber wieso nicht? Was macht man falsch, lässt man doch die Kamera immer die besten Einstellungen bestimmen. Dann MÜSSEN die Fotos doch super werden!

Enttäuscht landet die Kamera im Schrank. Mit der Zeit setzt sie Staub an und wird früher oder später ein Fall für’s Museum. Blöde Kamera, die ist total schlecht, was für eine Geldverschwendung!

OK, ich gebe es zu, das ist etwas übertrieben. Oder doch nicht? Erkennst du dich nicht vielleicht doch irgendwie wieder?


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Werbung! Dieser Artikel ist in Kooperation mit PSD-Tutorials entstanden. Auch wenn er vergütet wird schreibe ich hier meine ehrliche Meinung. Deine Tanja


Fotografieren lernen wenn du nicht rausgehen kannst mit PSD-Tutorials

Vielfach gelingt der Einstieg in dieses wunderschöne Hobby nicht so recht. Die vielen Begriffe in der Bedienungsanleitung müssen erst einmal gegoogelt werden. Die Knöpfe an der Kamera verwirren. Und von den internen Einstellungen fangen wir am besten gar nicht erst an. Und zu allem Überfluss soll man die Bilder auch noch selber nachbearbeiten?!?

Das Jahr 2020 war geprägt von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. 2021 geht nicht viel besser los. Deshalb fallen Fotoworkshops schon mal weg. Selbst erfahrene Freunde kann man nur bedingt treffen und um Hilfe bitten. Was also tun?

Eine Lösung sind Lernvideos. Zur Kamerabedienung, zu diversen Themen der Fotografie oder auch zur Bildbearbeitung. Du kannst dir alles was du brauchst mühsam im Internet zusammensuchen. Oder aber, du kaufst dir die passenden Kurse zum Download und immer wieder ansehen.

Hierzu kann ich die Seite PSD-Tutorials empfehlen. Die Videos sind alle auf Deutsch und in kleine Abschnitte unterteilt. Selbst wenn du gerade nur wenig Zeit hast oder einfach nur Informationen zu einem bestimmten Thema benötigst, kannst du fix ein Video dazu schauen.

Die Lernvideos findest du im Shop unter Tutorials – Fotografie. Die Lernvideos sind dann noch weiter unterteilt in verschiedene Themen. Du gehst einfach in den Bereich, der dich am meisten interessiert und wählst das Video aus, das dir bei deinem aktuellen Problem am meisten hilft. Neben Videos gibt es natürlich auch eBooks (in PDF-Form).

Sobald du dich für einen Kurs oder für deine Lightroom- oder Photoshop Assets entschieden hast, legst du diese in den Warenkorb. Von dort kannst du sie ganz einfach bezahlen, zum Beispiel mit Paypal. Total easy!

Übrigens, du findest hier auch Tutorials und Assets zu sehr vielen weiteren Programmen, wie Adobe Illustrator, Adobe After Effects, Affinity Photo, Canva, Capture One und vielen, vielen anderen. Und falls du zufällig noch programmieren lernen möchtest, kannst du hier ebenfalls diverse Tutorials auswählen. Da ich mich jedoch hauptsächlich mit Fotografiethemen (und hier nur mit Photoshop und Lightroom) befasse, habe ich die übrigens Produkte nicht ausprobiert.

Was hier auch absolut hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass du alle Produkte, die du kaufst, auch kommerziell benutzen darfst! Das heißt, die kannst mit den Photoshopactions Bilder kreieren, die du danach verkaufen kannst, ohne eine teure zusätzliche Lizenz erwerben zu müssen. Für mich ist das ein absoluter Pluspunkt, wenn ich mir keine Gedanken darüber machen muss, ob ich die Pinsel für ein Bild, das in den Verkauf gehen soll, überhaupt benutzen darf.

Tipp: Auf der Seite gibt es auch Gratisdownloads!

Meine Wahl bei PSD-Tutorials

Für diesen Beitrag durfte ich mir einige Produkte anschauen und für dich genauer unter die Lupe nehmen. Ich lebe im Schwabenland und hier ist man bekanntlich ja ausgesprochen sparsam. Bloß nix verschwenden und das zur Verfügung stehende Budget bestmöglich nutzen! Denn wie sagt man hier so treffend?

Ein guter Schwabe greift auch Ohne Not zum Sonderangebot.

Deshalb habe ich mich unter anderem für das „Sparpaket Fotografie: Tutorials, E-Books, Photoshop-Aktionen und Lightroom-Presets“ entschieden, da es ohnehin mehrere Tutorials beinhaltet, die mich sehr interessiert haben.

Tipp: Falls dich mehrere Videos interessieren, schau dir mal die Sparpakete an, da kannst du eine ganze Menge sparen!

Was bekommst du mit dem Sparpaket?

Das Sparpaket Fotografie enthält eine große Auswahl an Videos, eBooks und Fotobearbeitungszubehör:

  • » Adobe Lightroom Presets zum Download 
  • » Akt- und Erotikfotografie in Farbe und Schwarz-Weiß 
  • » Bergfotografie: Tipps zu Ausrüstung, Motiven & Praxis 
  • » Business-Portraits fotografieren: Tipps zur Portraitfotografie 
  • » Camera Raw- & Lightroom-Presets für Fotografen und Bildbearbeiter 
  • » Digitale Kameras verstehen – Digitale Fotografie lernen 
  • » Headshot-Fotografie – der Weg zum perfekten Portrait 
  • » Herbst-Fotografie: Fotoshooting-Tipps 
  • » Hochzeitsfotografie: Tipps, Technik & Praxis (Tutorial) 
  • » Kinderfotografie: vom Baby bis zum Teenager 
  • » Konzertfotografie: Der richtige Ton 
  • » Photoshop-Aktionen für Fotografen und Bildbearbeiter 
  • » Professionelle Beleuchtungstechnik und Lichtführung 
  • » Professionelle Produktfotografie: Einstieg & Tipps zum Erstellen hochwertiger Produktbilder 
  • » Selbstständig als Fotograf: So gelingt der Einstieg! 

2020 war ein Jahr, in dem ich fast nur Landschaftsfotos machen konnte. Deshalb haben mich die Kurse zur Bergfotografie und Herbstfotografie hier am meisten angesprochen.

Für Einsteiger ist der Kurs „Digitale Kameras verstehen“ top. Du lernst die absoluten Grundlagen der Fotografie. Welche Fotogrogramme gibt es und was bedeuten die einzelnen Ausdrücke der Fotografie überhaupt? Falls du noch gar keine Ahnung hast, kannst du hier wirklich viel lernen.

Der Kurs Bergfotografie ist in Form eines eBooks, während der Herbstfotografiekurs als Videokurs geliefert wird. Beide Formate haben ihre Vorteile. Aber für unterwegs finde ich PDFs praktischer, da ich dann auf dem Handy nochmals nachlesen kann, wenn ich etwas genauer wisse will. Dafür siehst du im Herbstfotografiekurs viel besser, wie ein Bildausschnitt gewählt wird, der Fotograf sich positioniert und bekommst dazu noch ausführliche Erklärungen zu Kameraeinstellungen und Bildaufbau.

 

Beide Kurse sind zwar schon etwas älter, da die meisten Inhalte (bis auf die zu den Kameras) absolut zeitlos sind, ist das überhaupt gar kein Problem. Die grundlegenden Kameraeinstellungen ändern sich nicht und die vorgestellten Fotoideen gehen ebenfalls nicht auf zeitlich begrenzte Trends ein.

OK, der Herbst ist vorbei, aber so mancher Tipp, den man im Kurs zur Herbstfotografie bekommt, kann etwas abgewandelt auch auf andere Jahreszeiten angewendet werden. Ich finde super, dass neben dem Kurs auch einige der Bilder mitgeliefert werden, die im Kurs erstellt wurden. Ich habe also direkt die Möglichkeit genutzt und die intensiv studiert, nachdem ich die jeweilige Lektion angesehen habe.

 

Fast noch besser gefällt mir aber der Kurs Hochzeitsfotografie. Dieser wird dir in PDF-Form geliefert. Ich muss sagen, ich war begeistert davon, wie gut strukturiert und geschrieben er ist. Auch die Bilder im eBook zeigen eindeutig, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht. Hast du zufällig vor demnächst zu heiraten und brauchst noch eine Fotografin? Ich glaube ich will das jetzt auch ausprobieren!

Faul bin ich übrigens auch! Und extrem klug. Kluge Menschen versuchen alles daran zu setzen, um mit möglichst wenig Aufwand ihr Ziel zu erreichen. Genau das tun die Photoshop-Actions: Die Actions im Paket erleichtern mir die Bearbeitung. Mit nur einem Klick bekommt mein Bild gleich einen ganz neuen Bildlook. Schau dir einfach mal die folgenden drei Beispiele an. Die Vorher-Bilder sind übrigens komplett unbearbeitet.

Nachdem ich die Actions eingefügt habe, habe ich nur noch auf den „Play“-Button drücken müssen und Photoshop hat alle Schritte automatisch ausgeführt.

 

Wie bei den Lightroom-Presets gilt aber auch hier, nicht jede Action kann auf jedes Bild angewendet werden. Bei manchen wirken sie besser, bei anderen sieht es einfach nur gräuselig aus. Nimm die Creme-Action. Der Strand wirkt richtig gut. Auf mein Portrait angewendet ergibt es jedoch ein furchtbares Ergebnis. Wenn du dir darüber klar bist, kann das Paket Photoshop Actions für Fotografen eine hilfreiche Ergänzung deines Workflows sein. Es sind auf jeden Fall einige coole Actions darin enthalten!

Before After
Before After
Before After

Habe ich noch etwas ausprobiert?

Natürlich! Um auch ein paar coole Effekte zu kreieren, habe ich mich zusätzlich noch für einige Photoshop-Pinsel entschieden. Mit den Pinseln kann ich coole Regen und Schneeeffekte erzeugen. Ein wenig Spaß bei der Bildbearbeitung muss auch sein!

Weitere Details und eine ausführliche Auflistung aller Aktionen und Presets findest du immer unter „Inhalte & Credits“. Zu oft sieht man nur eine Auswahl der Presets oder Aktionen, die in einem Paket enthalten sind. Hier ist das anders, was einem die Kaufentscheidung sehr erleichtert.

Falls du noch nicht ganz überzeugt bist: Wenn du dich im kostenlosen Mitgliederbereich anmeldest, bekommst du Punkte. Mit diesen Punkten hast du die Möglichkeit, dir Tutorials anzusehen, die im Grunde einzelne Kapitel aus den Tutorials sind, die du dort kaufen kannst. Wenn du genug Punkte sammelst, kannst du dir also einen ganzen Kurs gratis ansehen. Und so einfach sammelst du Punkte:

Tipp: Wenn du dich zum Newsletter anmeldest, erhältst du direkt 5€ Rabatt!

Mein Fazit zu PSD-Tutorials

Anfangs fand ich es etwas schwierig, mich auf der Seite zurechtzufinden, da sehr viele Tutorials und Zubehör im Shop angeboten werden.

Die Actions und Pinsel finde ich sehr gut. In allen Paketen sind Hilfevideos enthalten, mit denen man sich ganz einfach zurechtfinden kann. Außerdem darf ich sie auch für kommerzielle Projekte benutzen, was nicht immer selbstverständlich ist.

Die meisten Kurse sind zeitlos und es macht gar nichts, dass sie schon älter sind. Dennoch würde ich mir wünschen, dass sie ab und an ein Update bekommen, in denen auf den neuesten Stand der Technik eingegangen wird. Das ist insbesondere bei Photoshop-Kursen empfehlenswert, da sich hier über die Jahre ja doch das eine oder andere tut.

Nichtsdestotrotz kann ich auch die älteren Tutorials empfehlen. Man bekommt viele Ideen und Grundlagen beigebacht. Das erleichtert es auf jeden Fall, sich auf der mittlerweile etwas geänderten Oberfläche bei Photoshop zurechtzufinden.

Kennst du schon PSD-Tutorials? Was willst du dir dort am liebsten holen? Verrate es mir doch einfach in einem Kommentar!

So erkennst du schlechte Bilder

„Dieses Bild fällt bestenfalls in die Kategorie Schnappschuss!“ „Das ist doch nur ein Handyfoto!“ „Was ist denn an dem Bild bitte schön?“ Diese Sätze (und viele weitere ähnliche) liest man sehr oft in Facebookgruppen. Oft werden (nicht nur in Fotogruppen) Bilder gepostet, die man selbst bei wohlwollenster Betrachtung einfach nur als schlecht befinden kann. Aber was genau ist eigentlich ein schlechtes Bild und wie kannst du lernen, keine schlechten Bilder mehr zu machen? Dazu möchte ich heute einmal ein paar Gedanken mit dir teilen.


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Gute Fotos nur mit einer richtigen Kamera?

Viele Leute vertreten noch immer die Meinung, dass man gute Bilder nur mit einer „richtigen“ Kamera, also einer DSLR oder DSLM (Spiegelrefelex- oder spiegellose) Kamera machen kann. Wenn dir diese Begriffe noch nichts sagen, dann schau am besten in meinen Beitrag „Fotoausrüstung für Einsteiger günstig kaufen – dein Einstieg in die Fotografie„. Dort erkläre ich dir ein wenig die Unterschiede. Aber nun zurück zum Thema.

Heutige Handys haben mittlerweile auch sehr gute Kameras. Aber: Es ist wie mit Autos. Du wirst selten ein Auto finden, das bequem ist, für die Rennstrecke gemacht und mit dem du auch noch im Gelände fahren kannst. Genau so sehe ich es mit den Handys. Sie können von allem etwas, aber haben auch ihre Grenzen. Sie sind sozusagen Straßen-SUVs, die zwar schnell sind, super bequem und mit denen man auch mal ein Schlagloch ausbügeln kann, aber sie können doch meistens nichts wirklich perfekt. Was nicht bedeutet, dass du mit dem Handy keine anständigen Bilder machen kannst, ganz im Gegenteil!

Um die Frage ob „richtige“ Kamera oder Handy nun abschließend zu beurteilen, muss man ja sowieso erst mal definieren, was man unter einem schlechten Bild versteht:

Merkmale schlechter Bilder

Wieso werden nun also so viele Bilder in Facebookgruppen niedergemeacht? Ich behaupte, es liegt in 95% der Fälle an der mangelhaften bis absolut ungenügenden Umsetzung des Motivs.

Ein gutes Bild transportiert immer auch Emotionen. Bewunderung, Neid, Ruhe, Aufregung, Trauer, Liebe, alles was dir einfällt. Für den Fotografen hat jedes Bild eine Bedeutung. Er sieht etwas, was er im Bild festhalten will, um es mit anderen zu teilen. Leider gelingt das Amateuren oftmals nicht. Und zwar aus folgenden Gründen:

Der Fotograf sieht etwas und hält einfach drauf. Abdrücken, fertig. Aber entstehen so gute Bilder? Bei einem Profi oder weit fortgeschrittenen Hobbyfotografen wahrscheinlich schon, bei einem Anfänger vermutlich meistens nicht. Und das hat den Grund, weil sich die meisten Hobbyknipser, wie sie spöttisch oftmals genannt werden, keine Gedanken machen. Sie machen sich keine Gedanken über das Hauptmotiv ihres Bildes. Über den Aufbau, weil sie die einfachsten Bildgestaltungsregeln nicht kennen.

Dass Thema ist auch so komplex, dass ich es in diesem Beitrag zunächst nur grob umreißen will. Wenn du mehr wissen möchteest, dann solltest du meinen Blog abonnieren, damit du keine zukünftigen Beiträge mehr verpasst!

Im Folgenden zeige ich dir nun einige Merkmale schlechter Bilder.

Merkmal 1: Kein Hauptmotiv

Wie erwähnt, fehlt es oftmals an einem klar erkennbaren Hauptmotiv. Nimm zum Beispiel das Bild mit dem Farn. Hättest du den Farn als Hauptmotiv erkannt? Nein? Ich auch nicht. Normalerweise lösche ich solche Bilder schnell wieder. Das ist aber ein gutes Beispiel für ein Bild, das oft gepostet wird. Hättest du es als gut klassifiziert?

Auf dem folgenden Bild jedoch ist ein Farn so in Szene gesetzt, dass man ihn eindeutig als Hauptmotiv erkennen kann. Welches der beiden Bilder gefällt dir besser und warum?

Du hast nun gesehen, wie ein klar erkennbares Hauptmotiv das Foto verändern kann. Wenn du selber losziehst um zu fotografieren, mache dir immer Gedanken darüber, worauf du deinen Fokus legst.

Hier kommen Hobbyfotografen, die nur mit dem Handy fotografieren und sich nicht mit Fotografie-Apps befassen übrigens schon oft an ihre Grenze. Handys fotografieren im Automatikmodus nämlich oft so, dass alles scharf gestellt wird. Tipp: Versuche mal den Portrait-Modus! Damit gelingt es dir, einzelne Motive schöner hervorzuheben.

Merkmal 2: Total unscharf

Oft, wirklich sehr oft, werden Bilder gepostet, die total unscharf sind. Warum? Warum macht man das? Das verstehe ich leider selber nicht. Verschwommene Nachthimmel scheinen besonders beliebt zu sein. „Ich fand den Himmel so schön und wollte ihn euch zeigen“. Äh, danke, aber man erkennt nichts von der vermeintlichen Schönheit.

 

Alles unscharf - Beispiel für ein schlechtes Bild

Deshalb, achtet bitte darauf, dass eure Bilder scharf sind! Stative gibt es übrigens auf für’s Handy. Zumindest abstellen und die korrekte Belichtungszeit einstellen sollte man. Das Bild muss nicht unbedingt knackscharf werden, aber unscharfe Schnappschüsse sind absolut unnötig. Klar, sie transportieren auch Emotionen, meistens Verwunderung oder Verärgerung. Aber wollt ihr das?

Übrigens kann man bewusst mit Unschärfe spielen. Vor allem im Wald sind verwischte Bäume ein beliebtes Motiv. Dazu wird eine etwas längere Belichtungszeit (zum Beispiel eine halbe Sekunde oder länger) eingestellt und die Kamera von unten nach oben bewegt. Probier es doch gerne einmal aus!

Auch bei der Portrait- oder Tierfotografie kann man einige Fehler machen. Stelle immer auf die Augen scharf. Und nicht auf die Ohren! Das sieht nur komisch aus. Will sagen, auch Bilder, die nicht total unscharf sind können schlecht sein. Nämlich dann, wenn der Schärfepunkt falsch gewählt wird.

Absichtliche Unschärfe führt zu einem gemäldeähnlichen effekt
Die Schärfe wurde hier falsch gesetzt - gutes Beispiel für einschlechtes Bild!

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Merkmal 3: Über- oder Unterbelichtet

Nicht immer gelingt eine perfekte Belichtung. Oft hat man sowohl helle als auch dunkle Bereiche im Foto, die natürlich mit den gleichen Parametern belichtet werden. Dadurch sind oft einige Stellen im Foto zu hell, andere zu dunkel. Das kann passieren und man kann es mit einer kurzen Bearbeitung sowohl am Handy als auch am PC schnell ausbügeln.

Wenn du aber ein Foto veröffentlichst, das total über- oder unterbelichtet ist, dann machst du damit niemandem eine Freude. Das folgende Bild ist größtenteils unterbelichtet. Die Bäume sind viel zu dunkel. Das Problem ist, dass es oft schwieriger ist, dunkle Bilder aufzuhellen. Ihnen fehlen oft die Detailinformationen. Versucht man hier die Belichtung anzuheben, bekommt man ein sehr starkes Bildrauschen.

Unter dem Vergleich unterbelichtet und aufgehellt findest du einen Ausschnitt, der dir das Bildrauschen zeigt. Wie du siehst, sind hier kaum ausreichend Bildinformationen vorhanden, um ein gutes und scharfes Bild hinzubekommen.

Before After

Einfacher ist es, wenn dein Bild ein wenig zu hell geraten ist. Dann kannst du mit wenig Aufwand die Belichtung zurückfahren. Aus einem total überbelichteten Bild wird so zumindest ein passable bis gut belichtetes Bild. Zum Vergleich habe ich hier auch eine Detailaufnahme für dich. Das Bild per se ist nun auch keines, das bei mir als gut eingestuft würde, aber es zeigt das Prinzip Überbelichtung und Belichtungskorrektur ganz deutlich.

Before After

Merkmal 4: Alles ist krumm und schief

Ein weiteres Merkmal eines schlechten Fotos ist, dass alles krumm und schief ist. Der Horizont fällt steil ab oder das Haus erinnert an den Schiefen Turm von Pisa. Viele Digitalkameras haben eine eingebaute Wasserwaage, die du dir anzeigen lassen kannst. Ich würde ohnehin immer empfehlen mit Hilfslinien (Drittelregel oder goldener Schnitt) zu arbeiten. Damit kannst du dann schon ganz viel erreichen.

Übrigens, „Stürzende Linien“ sind nicht mit Schiefe zu verwechseln. Diese werden von deinem Objektiv hervorgerufen. Der schiefe Horizont kommt in der Regel von dir. Beides lässt sich in Fotobearbeitungsprogrammen beheben. ABER: Dadurch wird immer etwas vom Bild abgeschnitten.

Nimm zum Beispiel dieses Bild, das ich auf Aruba gemacht habe. Ich war so fokussiert auf die Pflanze im Vordergrund, dass ich die Kamera extrem schief gehalten habe. Um das wieder auszubügeln musste ein erheblicher Teil vom Foto abgeschnitten werden. Aber dafür sieht es gleich besser aus, oder?

Before After

Merkmal 5: Falsche Perspektive

Das fünfte Merkmal schlechter Bilder ist die falsche Perspektive. Was meine ich damit? Der Fotograf knipst alles aus dem Stand. Also aus Augenhöhe. Dadurch wirken viele Fotos einfach schlecht, obwohl sie vielleicht technisch ansonsten einwandfrei sind.

Nehmen wir mal folgendes Beispiel:

Hier habe ich den Pilz einfach von oben fotografiert. Spannend! *gäääähn* Nicht! Das Bild dient im Grunde nur zur Bestimmungshilfe. Wirklich ansprechend ist es nicht. Perspektivisch besser ist das folgende Bild:

Hier habe ich die Kamera auf den Boden gestellt und den Pilz von der Seite fotografiert. Sicher nicht das beste Foto, aber es verdeutlicht zumindest, was ich dir hier zeigen will: Ändere die Perspektive.

Denke beim Fotografieren an den Film „Club der Toten Dichter“. Dort steigen die Schüler auf einen Tisch, um eine neuen Blick auf das Bekannte zu erhalten. Das sollte auch dein Grundsatz beim Fotografieren werden! Gehe in die Knie, wirf dich in den Dreck, kletter auf eine Leiter oder einen Baum. Egal, Hauptsache du zeigst das Bekannte aus einem anderen Blickwinkel!

Nicht immer musst oder sollst du die Perspektive ändern. Auch aus Augenhöhe geschossene Bilder sind sehr schön. Aber hin und wieder kann ein neuer Blickwinkel ein bekanntes Motiv in ganz neuem Licht erscheinen lassen.

Merkmale guter Bilder

Um es kurz zu machen, gute Bilder haben

  • ein klar erkennbares Hauptmotiv
  • sind scharf oder spielen gezielt mit Unschärfe
  • sind korrekt belichtet
  • richtig ausgerichtet
  • perspektivisch ansprechend

Oder auch: Sie sind technisch gut umgesetzt. Nicht jedem gefällt jedes Motiv. Das ist auch gut so. Aber ein Mindestmaß an fotografischem Können muss man mitbringen. Wenn du noch am Anfang stehst, dann hilft dir vielleicht auch mein Beitrag „11 Fehler, die deine Fotografie nicht verbessern„.

Und wie ist das jetzt mit Handy oder richtiger Kamera?

Grundsätzlich kannst du sowohl mit einer richtigen Kamera als auch mit dem Handy schlechte oder gute Bilder machen. Siehe oben. Die schlechten Fotos stammen alle aus meiner DSLR. Du wirst nicht zum Meisterkoch, nur weil du die teuersten Messer und Töpfe benutzt. Gleichwohl kann ein Meisterkoch mit einer Pfanne über dem Lagerfeuer eine ausgezeichnete Mahlzeit bereiten.

Meiner Meinung nach stößt man mit dem Handy schnell an Grenzen. Langzeitbelichtungen oder Teleaufnahmen sind kaum oder gar nicht umsetzbar. Wunderschöne Landschaftsfotos, Porttraits oder Makroaufnahmen gelingen dir aber auch mit deiner Handykamera. Vorausgetzt du beachtest die oben genannten Regeln. Ob die Fotos dann auf großen Ausdrucken so gut sind wie von einer „richtigen“ Kamera, hängt mit Sicherheit auch vom Handy ab.

Aber hey, ich sehe auch Bilder, die mit einer billigen Kamera gemacht werden, die einfach total schlecht und verwaschen sind. Da sind so manche Handybilder besser. Und am Ende ist die beste Kamera ohnehin die, die du dabei hast.

Wichtig ist, dass du dein Equipment immer sauber hälst, egal ob deine Handykamera oder deine DSLR/DSLM. Marius hat dazu einen schönen Beitrag verfasst: „Kamera reinigen und reparieren: Das kannst du selbst tun!

So, was denkst du? Was macht in deinen Augen ein schlechtes Bild oder ein wirklich gutes Bild aus? Hinterlasse mir dazu gerne einen Kommentar.

Fotoausrüstung für Einsteiger günstig kaufen – dein Einstieg in die Fotografie

Fotoausrüstung für Einsteiger

Die Fotografie kann mitunter ein sehr teures Hobby sein. Kamerabody, Objektive, Zubehör, all das kann auf Dauer ziemlich ins Geld gehen. Eine Fotoausrüstung für Einsteiger kann man sich durchaus auch einiges kosten lassen. Aber muss es wirklich immer das teuerste vom teuersten sein? Dazu möchte ich dir eine Geschichte erzählen, die ich selber vor Jahren einmal gelesen habe (Verfasser unbekannt):

Ein berühmter Fotograf kommt in 3-Sterne Restaurant. Der Koch ist hell auf begeistert, denn es ist sein Lieblingsfotograf. Vor dem Essen kommt er also zu ihm an den Tisch und sagt: „Sie machen so wundervolle Bilder, Sie haben bestimmt eine sehr gute Kamera!“
Nach dem Essen lässt der Fotograf den Koch nochmals an den Tisch rufen und sagt zu ihm: „Das Essen war vorzüglich, Sie haben bestimmt sehr gute Töpfe!“


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja


Die Ausrüstung alleine macht noch keinen Profi

Natürlich braucht es mehr als nur eine teure Kamera und ein teures Objektiv, um gute Fotos zu machen. Vielleicht erinnerst du dich auch an meinen Beitrag 11 Fehler, die deine Fotografie nicht verbessern. Das allerwichtigste um ein guter Fotograf zu werden, ist es, erst einmal anzufangen zu fotografieren! Eine gute Fotoausrüstung für Einsteiger muss dabei nicht einmal teuer sein. Wenn du an die Grenzen deiner Kamera stößt und immer öfter das Gefühl hast, dass dir etwas fehlt, dann wird es Zeit für ein Upgrade. Doch in diesem Beitrag geht es darum, möglichst günstig überhaupt erst einmal anzufangen.

Welches Kamerasystem brauchst du am Anfang?

Ganz klar, du brauchst am Anfang eine Kamera und mindestens ein Objektiv, außer du entscheidest dich für eine Bridgekamera oder eine Kompaktkamera. Auch diese beiden Kamerasysteme haben ihre Daseinsberechtigung, sollen aber nicht im Fokus dieses Beitrags stehen.

Spiegelreflexkamer (DSLR) oder spiegelloses System (DSLM)?

Ein großer Vorteil der spiegellosen Kameras sind vor allem lautloses Auslösen oder Gewicht und Größe. Eine DSLR macht immer ein leises Klackgeräusch beim Auslösen, die Spiegellose ist dagegen lautlos. Gerade bei der Tierfotografie kann das ein immenser Vorteil sein. Durch das fehlende Spiegelsystem sind sie in der Regel auch viel leichter und kompakter als DSLRs.

Manche Fotografen halten dagegen, dass die spiegellosen Kameras, auch bekannt als Systemkamera, noch nicht an die Qualität der digitalen Spiegelreflexkameras heran reichen. Außerdem ist die Auswahl an wirklich guten Objektiven für DSLM noch relativ überschaubar. Aber auch hier tut sich mittlerweile einiges. Auch die Akkulaufzeit ist bei DSLRs aktuell noch besser, da eine DSLM keinen optischen, sondern einen elektronischen Sucher hat, der entsprechend mehr Strom benötigt und auch nicht immer an die Qualität eines optischen Suchers heran kommt.

Biggi und Flo von Phototravellers haben in ihrem Beitrag Kaufberatung: DSLR oder DSLM -Die beste Kamera für jeden Einsatzzweck eine wirklich gute Übersicht über die jeweiligen Vor- und Nachteile beider Systeme erstellt, weshalb ich an dieser Stelle auch nicht intensiver darauf eingehen möchte. Solltest du unsicher sein, welches für dich das richtige ist, dann lies dir auf jeden Fall ihren Beitrag durch.

Ich selber bin überzeugter DSLR-Fan, habe aber auch bisher keine echte Gelegenheit gehabt, beide Systeme im Alltag miteinander zu vergleichen. Dennoch versuche ich, dir auch Empfehlungen für DSLM Kameras und Objektive zu geben.

Fazit Kamerasysteme

Ich glaube, dass das Zeitalter der DSLR noch längst nicht vorbei ist. Gerade für Fotografiebeginner gibt es hier viele günstige Schnäppchen und eine riesige Auswahl an Modellen, Objektiven und Zubehör.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Fotoausrüstung für Einsteiger - Die Kamera

Es gibt viele günstige Einsteigermodelle von diversen Anbietern. Welches am Ende tatsächlich das beste für dich ist, ist natürlich größtenteils auch Geschmackssache. Bedenke bei deiner Auswahl aber, dass die Objektive in der Regel nicht auf Kameras anderer Marken verwendet werden können (außer du kaufst spezielle Adapterringe, die aber selbst sehr teuer sind).

Selbst habe ich 2010 die digitale Fotografie mit einer Spiegelreflexkamera von Canon, der Eos 1000d begonnen. Mittlerweile gibt es schon Nachfolgemodelle, mit denen du gut anfangen kannst, wie die Canon Eos 2000d oder, wenn du etwas mehr Geld ausgeben willst, die Eos 250d. Ein günstiges Einsteigermodell von Nikon wäre die D3500 und bei Sony kannst du mit der Sony Alpha 68 SLT starten.

Systemkameras für Einsteiger wären zum Beispiel die Sony Alpha 600, Canon EOS M50 oder die Nikon Z 50.

Welches Kameramodell das beste für dich ist, entscheidet aber nicht nur der Geldbeutel. Die Kamera muss dir gut in der Hand liegen und du musst mit den Knöpfen gut zurecht kommen. Kamerafachgeschäfte sind auch heute noch deine erste Wahl, wenn es um kompetente Beratung geht! Und wirklich teurer als online sind sie meiner Erfahrung nach auch nicht! Ich kann persönlich Foto Koch in Düsseldorf sehr empfehlen oder auch die Fachgeschäfte von Calumet Photos*. In beiden bekommst du nicht nur Neuware, sondern auch sehr gute Gebrauchtartikel, mit denen du einiges an Geld sparen kannst.

Fotoausrüstung für Einsteiger - gebraucht oder neu kaufen?

Die Frage, ob du deine Fotoausrüstung für Einsteiger gebraucht oder neu kaufen sollst, wird dir vermutlich jeder anders beantworten. Um dir die Überlegung etwas zu vereinfachen, zähle ich dir einmal die Vor- und Nachteile auf und welche Risiken du eingehst, wenn du etwas gebraucht kaufst.

Wichtig ist zu wissen, dass jede Kamera auf eine gewisse Lebensdauer ausgelegt ist. Meine Canon Eos 80d soll einen Verschluss haben, der auf etwa 100.000 Auslösungen ausgelegt ist. So wie eine kurze Recherche ergeben hat, gilt das auch für die meisten anderen Kameras von Canon. Was natürlich nicht heißt, dass der Verschluss nicht schon viel früher oder erst viel später kaputt gehen kann. Um herauszufinden, wie viele Auslösungen eine Canon- oder Nikon Kamera schon hatte, folge diesem Ratgeber.

Eine Reparatur des Verschlusses ist gerade bei günstigen Kameras unrentabel, da anscheinend sehr teuer. Ich musste bisher noch nie einen Verschluss reparieren lassen. Aber ich habe auch noch nie die 100.000 Auslösungen mit einer Kamera geknackt.

Bei einer gebrauchten Kamera weißt du auch nie wirklich, wie mit ihr umgegangen wurde. Ob sie äußere Macken hat, kannst du sehr gut sehen, aber ob sie technisch noch einwandfrei funktioniert, merkst du nicht zwangsläufig auf Anhieb. Vielleicht funktionieren nicht Features oder einzelne Knöpfe gehen nicht richtig (was du nur merkst wenn du weißt wofür sie wirklich alle sind).  Möglicherweise ist sie auch bereits heruntergefallen und im Inneren hat sich etwas gelöst oder sie ist viel Staub oder Feuchtigkeit ausgesetzt gewesen oder, oder, oder. Andererseits habe ich selber eine gebrauchte Kamera gekauft, bei der alles top war und die mich lange begleitet hat.

Eine neue Kamera hat den Vorteil, dass du in der Regel mindestens zwei Jahre Garantie hast. Dafür zahlst du aber auch immer den vollen Preis. Beim Wiederverkauf machst du mit einer gebrauchten Kamera dagegen oft viel weniger oder keinen Verlust. Eine neu gekaufte Kamera wirst du seltenst zum Kaufpreis wieder verkaufen können.

Bei einer gebrauchten Kamera dagegen bekommst du für das gleiche Geld oftmals eine bessere Kamera. Besser ist aber natürlich relativ, da du immer im Einzelfall schauen musst, was die eine Kamera mehr oder weniger kann
als die andere. Eine neue Kamera hat dafür möglicherweise bessere oder neuere Technik verbaut.

Du musst auch für dich entscheiden, was dir an einer Kamera wichtig ist und ob du bereit bist, für diese Features etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und neu zu kaufen, oder ob es auch ein gebrauchtes Modell tut. Auf die grundlegenden Features gehe ich im nächsten Abschnitt genauer ein.

Fassen wir also zusammen:

Was für eine gebrauchte Kamera spricht:
  • günstiger als eine neue
  • für gleiches oder ähnliches Geld wie für eine Neue kannst du ein besseres Modell bekommen
  • weniger Wertverlust als bei einer neuen (relevant wenn du sie wieder verkaufen willst)
Was für eine neue Kamera spricht:
  • du hast mindestens zwei Jahre Garantie
  • du hast die Möglichkeit, das neueste Modell mit der neuesten Technik zu erwerben
  • du kannst sicher sein, dass niemals schlecht mit der Kamera umgegangen wurde

Wie du siehst, es ist nicht einfach, sich zu entscheiden, ob du deine Kamera für Einsteiger nun neu kaufst oder doch besser gebraucht. Es gibt natürlich noch die goldene Mitte: eine gebrauchte, generalüberholte Kamera bei einem Fachhändler zu kaufen. Du zahlst zwar in der Regel mehr, als wenn du sie privat kaufst, dafür hast du aber mindestens 6 Monate Garantie und 12-24 Monate Gewährleistung. Außerdem bieten viele Händler auch ein Rückgaberecht an. Wenn dir aktuell das Geld fehlt für eine ganz neue Kamera, du aber nicht gerne von Privat kaufen willst, ist das möglicherweise der Weg deiner Wahl.

Mein Tipp für den Neukauf: Viele Hersteller bieten immer mal wieder Cashback-Aktionen an. Falls du es nicht eilig hast, lohnt es möglicherweise darauf zu warten. Ansonsten ist ein Set natürlich ein guter Start, wobei die so genannten Kit-Objektive oft nur eine Notlösung sind. Dazu findest du aber später bei den Objektiven mehr.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Was sollte deine Kamera können

Hier ist sie wieder, die Frage: Was willst du fotografieren? Machst du Fotos von bewegten Tieren, Menschen oder Objekten (z. B. Motorsport), dann willst du bestimmt eine Kamera haben, die möglichst schnelle Reihenaufnahmen machen kann. Für Fotos an dunklen Orten (Innenräume, Lost Places, Nachtfotografie oder ähnliches) ist es dagegen wichtiger, dass sie auch bei höheren ISO Werten möglichst scharfe Bilder mit wenig Bildrauschen produziert.

Mir waren irgendwann 11 Messfelder zum scharf stellen des Bildpunktes zu wenig und ich bin irgendwann von der 1000d auf die 500d und zuletzt auf die 80d umgestiegen. Mich hat gestört, dass ich mein Bild nicht mehr so aufbauen konnte, wie ich es gerne wollte. Mehr Messpunkte bedeutet aber leider auf, mehr teuer.

Ich bin auch ein sehr großer Fan schon schwenkbaren Displays. Du kannst die Kamera über deinen Kopf oder sehr niedrig halten und trotzdem in der Displayvorschau gut sehen, was du gerade aufnimmst. Das hat oft wirklich Vorteile. Besonders dann, wenn sie ein Touch-Display hat und das Auslösen so direkt durch Antippen möglich ist.

 



Weitere teilweise hilfreiche Einstellungen, die deine Kamera haben sollte, sind Gitternetzlinien (zur besseren Bildgestaltung) und eine Wasserwaage. Bluetooth, NFC und GPS sind auch nice to have aber meiner Meinung nach kein absolutes Muss. WLAN dagegen schon. Gerade bei älteren Kameramodellen kann es noch sein, dass diese Funktion fehlt und über einen teuren WLAN-Adapter nachgerüstet werden müsste, solltest du sie benötigen.

Was der Vorteil an der WLAN Funktion ist? Zumindest Canon Kameras lassen sich dadurch bequem über das Handy fernsteuern. Und es erleichtert den Bildtransfer von der Kamera auf den PC oder das Handy. Und dann ist da ja noch das Update der Firmware.

Fast keine Einsteigerkamera wird einen eingebauten Bildstabilisator haben. Das läuft meistens über das Objektiv. Allerdings ist Sony eine Ausnahme und stellt auch Einsteiger-Systemkamera mit integriertem Bildstabilisator her.

Was außer „Fotos machen“ sollte eine Einsteigerkamera noch können? Wie wäre es beispielsweise mit Videos machen? Natürlich ist das jetzt nicht das allerwichtigste, aber nettes Gimmik. Günstige Einsteigerkameras filmen in der Regel nicht mit 4k, aber HD/Full-HD ist für den Anfang durchaus ausreichend.

Wenn du wirklich gute Testberichte lesen willst, dann schau dir die Seite Traumflieger an. Dort findest du ausführlichste Informationen zu fast allen Kameras und Objektiven und kannst sie teilweise auch miteinander vergleichen. Für mich immer die erste Wahl, wenn ich mir etwas neues kaufen will.

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Fast wichtiger als die Kamera: Das Objektiv

Die beste Kamera bringt nicht viel, wenn du kein halbwegs gutes Objektiv hast. Deshalb an dieser Stelle mein Rat: Kaufe dir, sofern finanziell möglich, die Kamera ohne Objektiv und investiere dafür direkt in ein halbwegs gutes. Die günstigsten Kit-Objektive sind nicht sonderlich lichtstark. Das bedeutet für dich, bei nicht optimalen Lichtverhältnissen wirst du schon Schwierigkeiten haben, gute Bilder noch aus der Hand, also ohne Stativ, zu machen.

Hinzu kommt, dass es schon schwieriger wird, Objekte freizustellen, sprich scharfe Objekte vor einem verschwommenen Hintergrund abzulichten. Zudem ist der Autofokus bei den günstigen Objektiven meistens nicht besonders gut. Zu einer guten Fotoausrüstung für Einsteiger gehört für mich vor allem ein gutes Objektiv.

Ich habe damals auch mit dem Kit-Objektiv angefangen, aber schon nach sehr kurzer Zeit gemerkt, dass meine Bilder nie so richtig gut werden. Gerade Anfänger verlieren schnell den Spaß, wenn die Bilder nie so werden, wie man es sich erhofft und der Grund dafür unter anderem auch das Objektiv ist. Natürlich kann ein erfahrener Fotograf auch mit einem weniger guten Objektiv hervorragende Bilder machen. Aber nicht umsonst kaufen gute Fotografen die teuren Objektive.

Statt den jeweiligen 18-50mm (oder ähnlichen) Objektiven, die oftmals dabei sind, empfehle ich dir also, eines der folgenden Objektive zu nehmen:

Und für den wirklich kleinen Geldbeutel gibt es noch ein ordentliches Objektiv einer Marke, bis Dato eher für Blitze bekannt war. Ein ausführlicher Erfahrungsbericht dazu wird hier auch bald erscheinen: Yongnuo YN 50mm F/1.8 AF/MF

F1,8 oder f2,8 bedeutet, dass die Linsenöffnung des Objektivs weit geöffnet werden kann und entsprechend viel Licht auf den Sensor lässt. Mit diesen Objektiven kannst du auch bei weniger guten Lichtverhältnissen noch gute Bilder machen. Natürlich gibt es auch für alle Kameras Objektive mit einer Blendenöffnung f1,8, aber die sind in der Regel wirklich sehr teuer und lohnen sich erst für fortgeschrittene (Hobby-)Fotografen.

Noch ein kleiner Hinweis: Bei APSC-Sensoren sind 18mm nicht wirklich 18mm sondern müssen nochmal mit dem so genannten Crop-Faktor multipliziert werden.

Worauf du beim Kauf von gebrauchten Objektiven (und Zubehör) achten musst und ob ich es persönlich empfehlen würde oder eher nicht, erfährst du weiter unten im Artikel.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Objektive für weitere Gelegenheiten

Die meisten Standard-Objektive sind für den Anfang vollkommen ausreichend. Es wird zwar immer Situationen geben, in denen ein anderes Objektiv besser gewesen wäre, aber bis du deine Kamera wirklich beherrscht, reicht normalerweise das eine Objektiv. Halte deine Fotoausrüstung für Einsteiger erst einmal so klein wie möglich.

Willst du doch mehr, dann kannst du es mit den nachfolgenden Objektiven versuchen. Auch hier gilt, man bekommt was man bezahlt. Erwarte von den günstigsten Objektiven keine Wunder.

Teleobjektive

Ob du wirklich am Anfang schon ein Teleobjektiv benötigst, hängt von deinen fotografischen Vorlieben ab. Willst du Vögel und Wildtiere fotografieren, dann brauchst du schon ein etwas längere Teleobjektiv. Welches das richtige für dich ist, hängt wieder vom Einsatzgebiet, der Kameramarke und natürlich deinem Budget ab. Einsteigerobjektive ohne großen Schnickschnack sind beispielsweise die folgenden Modelle:

Makroobjektive

Für Nahaufnahmen von Tieren und Pflanzen sind Makroobjektive die beste Lösung, da sie in der Regel eine hohe Lichtstärke aufweisen und du sehr nah an die Objekte heran gehen kannst. Um Geld zu sparen, kannst du aber auch mit einem Teleobjektiv mit Makrofunktion beginnen oder dir Makrolinsen zum Aufschrauben auf das Objektiv oder auch als Zwischenringe zulegen.
Alle Varianten sind zum ausprobieren wesentlich kostengünstiger. Das Tamron-Objektiv aus der Liste „Teleobjektive“ hat zum Beispiel solch eine Makrofunktion. Solltest du dich für die Linsen entscheiden, musst du darauf achten, dass sie den richtigen Durchmesser für dein Objektiv haben. Bei den Zwischenringen prüfe bitte genau, ob sie für deine Kamera geeignet sind. Beispiele wären:
 

Falls du doch ein richtiges Makroobjektiv kaufen willst, nimm am besten eines mit Bildstabilisator. Das gilt besonders, wenn du eben so zittrige Hände hast wie ich. Frei aus der Hand schaffe ich kaum eine schöne Makroaufnahme. Da fehlt mir der Stabilisator sehr.

 

Superweitwinkelobjektive

Die meisten Kit-Objektive oder günstige Einsteigerobjektive haben eine kürzeste Brennweite von 17-24mm. Das ist für Landschaftsaufnahmen, Fotos von Gebäuden oder in geschlossenen Räumen in den meisten Fällen absolut ausreichend. Falls du doch ein 10-18mm Objektiv (für Canon) oder eines mit vergleichbarer Brennweite für die anderen Hersteller haben willst, wirst du leider etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Für unter 250€ sind kaum Zoomobjektive zu bekommen. Für Sony gibt es immerhin eine 12mm Festbrennweite von einem Fremdhersteller, die es schon ab 170€ gibt.

Ich selber besitze ein EFS 10-18mm Objektiv von Canon, das ich supergünstig gebraucht bekommen habe. Das benutze ich gerne für Landschaftsaufnahmen oder Aufnahmen aus besonderen Blickwinkeln. Hätte ich es aber nicht für weniger als die Hälfte des Neupreises bekommen, hätte ich es vermutlich nicht gekauft. In den meisten Situationen haben mir die 17mm meines Tamron-Objektivs nämlich völlig ausgereicht. Wenn du also nur wenig Budget hast, verzichte am Anfang auf ein Superweitwinkelobjektiv.

Reiseobjektive/Super-Zoom-Objektive

Reisezooms oder Super-Zoom-Objektive sind Objektive, die vom Weitwinkel bis zum Telebereich alles abdecken. Meistens liegen sie bei 18-200mm bzw 18-300mm. Der Vorteil ist, du kaufst nur ein Objektiv für alles. Der Nachteil ist, sie können vieles, aber nichts so richtig gut.

Auf Reisen ist es natürlich besser, nur ein Objektiv dabei zu haben, das alles abdeckt. Dann brauchst du zwischendurch nicht ständig das Objektiv wechseln und kannst schneller auf die verschiedenen Situationen reagieren. Leider leiden häufig die Abbildungsqualität und vor allem die Lichtstärke. In Kirchen oder Museen oder in der Dämmerung kann es also schon mal grenzwertig werden mit der Belichtung. Ob du das für dich in Kauf nehmen willst, musst du selber entscheiden. Folgende Modelle zu einigermaßen günstigen Preisen gibt es unter anderem:

Die markeneigenen Objektive von Canon, Sony und Nikon sind schon wesentlich teurer als die eben genannten.

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass es gerade für absolute Fotografieeinsteiger total ausreicht, mit einem oder maximal zwei Objektiven anzufangen. Ein gutes Standardobjektiv, Nahlinsen und wenn du magst noch ein Teleobjektiv reichen vollkommen aus, um günstig ins Hobby zu starten. Oder eben ein Reisezoom.

Kaufe lieber eine bessere Kamera oder ein besseres Standardobjektiv als gleich zwei, drei oder mehr Objektive anzuschaffen. Das gilt übrigens auch für das meiste Zubehör. Vieles wirst du mindestens zu Beginn gar nicht brauchen. Und hinterher ärgerst du dich, wenn du das falsche geholt hast. Trotzdem stelle ich dir nachfolgend noch das gängigste Zubehör vor und erkläre dir kurz, was dabei wichtig ist.

Fotoausrüstung für Einsteiger

Sonstiges Zubehör

In der Fotografie kann man ziemlich viel Geld lassen. Aber wer billig kauft, kauft leider oftmals zweimal. Oder dreimal. Und das ist sehr ärgerlich. Deshalb reichen dir am Anfang die Kamera und das Objektiv.Doch es gibt durchaus das eine oder andere Zubehör, das zu dir recht früh oder am besten sofort kaufen solltest. Zu einer guten Fotoausrüstung für Einsteiger zählen neben dem Gehäuse und einem Objektiv noch

Folgendes Zubehör kannst du dann nach und nach noch anschaffen, wenn du etwas fitter im Umgang mit deiner Kamera bist und merkst, was dir beim Fotografieren tatsächlich noch fehlt:

Es muss übrigens nicht immer das Originalzubehör sein, auch Fremdhersteller liefern ganz ordentliches Zubehör. Lies dir dazu aber bitte die Bewertungen durch und schau, ob du einen Testbericht im Netz findest (gilt vor allem für Batteriegriffe und Ersatzakkus).

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Objektive und Zubehör günstig kaufen

Wie beim Gehäuse gilt, du kannst etwas neu kaufen und hast dann eine enstsprechende Garantie, oder du kaufst gebraucht und sparst etwas Geld.

Absolut unproblematisch finde ich den Kauf von voll funktionsfähigem Zubehör oder Büchern. Auch ältere Bücher, die vielleicht von 2010 sind, kannst du noch bedenkenlos kaufen. An der Technischen Ausrüstung der neueren Kamera hat sich etwas getan und manche Aussagen in Bezug auf ISO oder Weißabgleich mögen (was die technische Umsetzbarkeit der Kameras) nicht mehr 100% korrekt sein. Die wesentlichen Inhalte wie Tipps zur Bildgestaltung ändern sich aber natürlich nicht alle zwei Jahre.

Bei Objektiven solltest du, wenn du die Möglichkeit hast, einige Probefotos machen. Die meisten Verkäufer, die ihre Ausrüstung pfleglich behandelt haben, haben kein Problem damit. Wenn jemand aus deiner Nähe nicht will, dass du dir das Objektiv vor Ort ansiehst, dann könnte etwas faul sein.

Worauf du unbedingt achten musst beim Kauf eines gebrauchten Objektivs:

  • Hat die Linse offensichtliche Kratzer?
  • Klappert etwas im Objektiv?
  • Hat das Objektiv Glaspilz?
  • Hat es Staubeinschlüsse, die auf den Bildern zu sehen sind?
  • Funktionieren Autofokus, Stabilisator etc.?
  • Sind die Bilder richtig scharf?
  • Hat das Gehäuse äußere Macken, die auf einen Sturz schließen lassen?

Staubeinschlüsse in Zoom-Objektiven kann man nie wirklich ganz vermeiden. Normalerweise sieht man sie auch nicht auf den Bildern. Und falls du ein wirklich gutes Objektiv für sehr günstig bekommst, kannst du es auch professionell reinigen lassen und sparst oft trotzdem noch sehr viel Geld im Vergleich zu einem neuen Objektiv.

Auch bei Filtern sollte man auf Glaspilz achten. Filter sind aber meistens so dünn, dass man ihn sehr gut sehen kann. Es gibt zwar Anleitungen, wie man Glaspilz aus Objektiven entfernt, aber es gibt keine Garantie, dass du dein Objektiv nicht so beschädigst, dass du es danach wegwerfen kannst. Deshalb gilt: Finger Weg von Linsen mit Glaspilz!

 

Fotoausrüstung für Einsteiger

Ich habe von meinen insgesamt fünf Objektiven nur eines neu gekauft, nämlich das Tamron 17-50mm f2.8. Alle anderen Objektive sind gebraucht erstanden. Zwei kamen von Leuten, die ich kenne, zwei aus dem Netz. Nicht einmal hatte ich Probleme, ganz im Gegenteil. Mein 10-18mm Objektiv war praktisch neu und hat weniger als die Hälfte des Neupreises gekostet. Ein Freund hat allerdings bereits die Erfahrung gemacht, dass ihm ein Objektiv mit Sturzschaden als voll funktionsfähig verkauft wurde. Das grenzt dann schon an Betrug, wenn man solche Informationen verschweigt.

Mein Tipp: Wenn du dir das Objektiv nicht persönlich ansehen kannst, lasse dir ganz neue Bilder zuschicken und sieh sie dir genau an. Ist alles scharf, sieht man Flecken, die nicht da sein sollten? Wenn du keine optischen Fehler erkennst, dann kannst du es in der Regel auch beruhigt kaufen.

Objektive verlieren über die Jahre nicht so stark an Wert wie Kameragehäuse. Es tut sich auch nicht so viel auf dem Markt, dass ein Objektiv, das heute erscheint, in zwei Jahren wieder alt ist. Nach und nach werden zwar bessere Versionen erscheinen, vielleicht mit Stabi, leiserem Motor oder schnellerem Autofokus, aber für Hobbyfotografen im Allgemeinen und Anfänger im Besonderen sind die Verbesserungen in der Regel kaum relevant. Erst wenn du dich auf ein Feld, wie die Tier- oder Sportfotografie, festgelegt hast, kann sich ein Umstieg eventuell lohnen.

Ein letzter Hinweis: Achte unbedingt darauf, dass das Objektiv auch für deine Kamera geeignet ist. Selbst Objektive aus Analogzeiten machen heute noch hervorragende Bilder, werden aber nicht mehr zuverlässig von jeder Kamera erkannt. Manchmal kommt alle paar Bilder eine Fehlermeldung, manchmal funktioniert es gar nicht. Probieren geht hier über studieren. Im Zweifel: Finger weg von so genanntem „Altglas“.

Fotografieren lernen mit folgenden Büchern

Gute Bücher helfen dir, dich schneller in die Fotografie einzuarbeiten. Sie erklären dir die technischen Grundlagen der Kamera und geben viele hilfreiche Tipps, um dich in bestimmte Themen weiter einzuarbeiten. Folgende Bücher kann ich dazu besonders empfehlen:

 

 

Zusammenfassung: Kamerausrüstung für Einsteiger günstig kaufen

Ob du ein Kameragehäuse mit oder ohne Objektiv kaufst, neu oder gebraucht, hängt wesentlich vom Budget ab, das dir zur Verfügung steht. Selber habe ich sowohl neu als auch gebraucht gekauft, tendiere beim Gehäuse aber eher zum Neukauf.

Objektive, Bücher und weiteres Zubehör (bis auf Kameratasche- und Rucksack) kaufe ich eigentlich nur gebraucht. Das Geld, das ich dabei spare, investiere ich dann lieber wieder in weitere Ausrüstung.

Gute Quellen für einegebrauchte Kamerausrüstung für Einsteiger sind: ebay, ebayKleinanzeigen, Facebook-Gruppen, Flohmärkte, Kamerabörsen oder auch Fachhändler, die aufbereitete Kameras und Objektive verkaufen. Hier kannst du deine Fotoausrüstung für Einsteiger sehr gut ergänzen, wenn du dich an die oben genannten Hinweise hältst.

Ich hoffe dir mit diesem Leitfaden den Einstieg in die Fotografie etwas zu erleichtern. Auf meinem Blog findest du auch immer wieder hilfreiche Beiträge zum Thema Fotografie. Zum Beispiel, wie du die richtige Speicherkarte findest oder Motivideen für den Herbst. Wenn du mehr von diesen Beiträgen sehen willst, dann melde dich direkt zu meinem Newsletter an. Und vergiss bitte nicht, den Beitrag mit deinen Freunden zu teilen. Falls du noch Fragen oder Anmerkungen hast oder mir über deine Erfahrung berichten willst, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schicke mir eine Nachricht über das Kontaktformular.

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Fotocredits:

Foto von Mengliu Di von Pexels
Foto von Sunyu Kim von Pexels
Foto von Camargo Anthony von Pexels
Titelbild von fernando zhiminaicela from Pixabay
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