Diese Tipps für deinen Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße solltest du kennen

Die Großglockner Hochalpenstraße ist immer einen Besuch wert – egal ob im Frühling, wenn noch letzte Schneereste liegen, oder im Herbst, wenn es wieder kühler wird und einem der Herbstwind um die Nase weht. Auf rund 48 Kilometer erstreckt sich die Panoramastraße, die als eine der schönsten in Europa gilt. Wer ein schönes Ziel für einen kurzen Roadtrip oder einen ausgedehnten Wanderurlaub sucht, der ist hier in jedem Fall richtig.


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Alles Wichtige über die Großglockner Hochalpenstraße auf einen Blick

Wo liegt die Großglockner Panoramastraße?

Die Panoramastraße liegt im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich, in den beiden Kantonen Salzburg und Kärnten. Der Salzburger Zugang befindet sich in Fusch-Ferleiten, die Mautstation in Kärnten findest du in Heiligenblut.

Zahlen zur Großglockner Hochalpenstraße

Auf einer Länge von 48km verläuft die Hochalpenstraße. 36 Kehren bringen dir jede Menge Fahrspaß, egal ob du mit dem Cabrio unterwegs bist, dem Motorrad oder dem Fahrrad. Der höchste Punkt der Panoramastraße liegt auf 2571m ü. d. M. und zwar auf der Edelweißspitze.

 

Der erste Spatenstich zum Bau der Großglockner Hochalpenstraße war am 30. August 1930. Rund 5 Jahre hat der Bau gedauert, bis Anfang August 1935 die feierliche Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße stattfand.

Öffnungszeiten und Preise

Die Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstraße variieren je nach Jahreszeit:

  • Anfang Mai bis 31. Mai: 6.00 – 19.30 Uhr
  • Juni bis 31. August: 5.30 – 20.30 Uhr
  • Ab 1. September bis Ende Oktober/Anfang November: 6.00 – 19.30 Uhr

Die letzte Einfahrt ist jeweils jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre!

Die Eintrittspreise zur Großglockner Hochalpenstraße sind nicht personen- sondern fahrzeuggebunden:

  • PKW/Wohnmobil: 37,50€
  • E-PKW: 27,50€
  • Motorrad: 27,50€
  • E-Motorrad: 21€

Mehrtageskarten sind gegen geringere Aufpreise zu bekommen. Sofern du in einer der Hütten an der Großglockner Hochalpenstraße übernachtest, fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Seite der Großglockner Hochalpenstraße.

TIPP: Die Tickets sind im Vorverkauf zum Beispiel beim ADAC bis zu 5€ günstiger.

Falls du dir die Beine vertreten willst während deines Roadtrips, hast du dazu auf einem der vielen Wanderwege die Möglichkeit. Auf einigen Wanderwegen kannst du sogar geführte Wanderungen machen, zum Beispiel am Panoramarundweg Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Dazu findest du sieben Themenwanderungen entlang der Großglockner Hochalpenstraße.

Es gibt kurze Wanderungen von ca. 30 Minuten, die auch für ungeübte Wanderer problemlos machbar sind. Andere dauern mehrere Stunden und führen den geübten Wanderer durch alpines Gelände.

Rasten und Übernachten auf der Panoramastraße

Entlang der Großglockner Hochalpenstraße finden sich 6 Restaurants auf der Nordseite (in Salzburg), zwei auf der Kärntener Seite und sechs auf der Gletscherstraße, die zur Kaiser Franz-Josefs-Höhe führt. In manchen der Hütten kannst du sogar übernachten, zum Beispiel auf der Edelweißspitze oder im Restaurant Kaiser Franz-Josef-Haus & Panoramarestaurant. Der Sternenhimmel so weit weg jeglicher Zivilisation muss atemberaubend sein. Etwas, das ich bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall erleben will!

 

Dazu gibt es an sehr vielen Haltebuchten Picknickplätze, an denen du dein selbstmitgebrachtes Vesper verspeisen und dabei die herrliche Bergwelt bewundern kannst

Großglockner Hochalpenstraße – Tipps für Übernachtungen vor den Mautstationen

Die meisten Deutschen übernachten wohl auf der nördlichen Seite der Großglockner Hochalpenstraße, da die Orte dort ohne Maut zu erreichen sind. Sehr schön ist Zell am See. Hier findest alles, von wahren Luxusherbergen hin zu Low-Budget-Unterkünften. Falls du länger bleibst, kannst du von hier aus auch viele weitere Ausflüge machen. Eine kleine Schifffahrt auf dem Zeller See oder eine Wanderung, alles ist möglich.

Näher an der Großglockner Hochalpenstraße bist du in Fusch. Von hier aus sparst du etwa 20 Minuten Fahrzeit, was sicher ein gutes Argument für Langschläfer ist. Hier gibt es viele kleinere Pensionen und Hotels, teilweise auch mit angeschlossenem Restaurant.

Nach deiner Ankunft in Fusch an der Großglocknerstraße kannst du vor dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang zum Hirzbach Wasserfall machen. In etwa 30-40 Minuten bist du gemütlich hin spaziert.

Das südliche Ende der Straße liegt im Ort Heiligenblut. Auch hier gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten. Allerdings führt der Weg dorthin entweder über die Großglockner Hochalpenstraße oder eine andere mautpflichtige Strecke.

Alle Beiträge zur Großglockner Hochalpenstraße

Unsere Erlebnisse auf der Großglockner Hochalpenstraße

Zweimal waren mein Freund und ich schon auf der Großglockner Hochalpenstraße unterwegs. 2017 und 2020, jeweils Ende August bzw. Anfang September. Das Wetter hätte bei beiden Touren unterschiedlicher nicht sein können.

2017 sind wir bei schlechtem Wetter gestartet und standen mitten in einem Gewitter auf der Edelweißspitze. Das war schon sehr aufregend, aber eigentlich nicht das, weshalb wir ursprünglich zur Großglockner Hochalpenstraße gefahren sind.

Aus diesem Grund haben wir entschieden, einen neuen Versuch zu starten. Vielleicht hat der Wettergott ja etwas Mitleid, wenn ich die Schwiegereltern in spe mitnehme? Schon bei der Fahrt nach Österreich hatten wir bestes Wetter und konnten bei dem einen oder anderen Stopp die Sonne genießen.

Gleich nach unserer Ankunft in Fusch an der Großglocknerstraße und dem Einchecken in die Pension Dorfplatzl haben wir einen Spazierganz unternommen. Nicht weit vom Ort entfernt gibt es einen Wasserfall, den Hirzbach Wasserfall. Zu dem wollten wir hin.

Schwiegermama haben wir unterwegs zurückgelassen. Ihr wurde das alles zu hoch. Zu dritt sind wir also weiter den Trampelpfad hinauf bis zum Wasserfall. Ich gestehe, auf der Brücke habe ich mich auch nicht sooo gut gefühlt. Mit der Kamera in der Hand auf feuchtem Gitter laufen, mit dem Blick in den Abgrund, das ist nun auch nicht ganz meins.

Die beiden Männer haben sich für den Rundweg entschieden, während ich zurück bin und die Mutter meines Freundes eingesammelt habe. Gemeinsam sind wir wieder in den Ort hinabgestiegen und haben dort unsere beiden Männer in Empfang genommen.

 

Nach dem Abendessen in Zell am See, schon im September 2020 ohne größere Coronabeschränkungen, ging es früh ins Bett um am nächsten Morgen auch zeitig aufbrechen zu können.

Von Ferleiten zur Edelweißspitze

Nach einem sehr leckeren Frühstück ging es auch gleich los. An der Mautstation Ferleiten haben wir nochmal kurz angehalten und das Bergpanorama von unten genossen. Schon bald ging es dann hoch hinauf auf die Großglockner Hochalpenstraße.

 

Ja, tatsächlich war uns auch der Wettergott gnädig. Das Wetter hätte besser kaum sein können. Blauer Himmel mit einigen Schäfchenwolken, die Temperaturen traumhaft. Nicht zu warm, nicht zu kalt, einfach perfekt. Mit vielen Stopps ging es die Großglockner Hochalpenstraße hinauf.

 

Nicht ganz eine Stunde haben wir von Ferleiten zur Edelweißspitze gebraucht, trotz der vielen Pausen, die wir gemacht haben. Oben haben wir uns eine ganze Weile aufgehalten und die Aussicht genossen. Im Restaurant Edelweißspitze gibt es gutes Essen für hungrige Roadtripper (und vor allem saubere Toiletten).

Der Weg hinauf und wieder herunter von der Edelweißspitze ist aber nur etwas für Hartgesottene. Eine schmale Kopfsteinpflasterstraße ist der einzige Zugang zur Edelweißspitze. Man kann zwar auch weiter unten parken und hoch laufen, aber dazu haben wir uns nicht entschieden.

Auch wenn es extrem voll war und wir nur mit Mühe einen Platz gefunden haben, den Wagen abzustellen. Ein regulärer Parkplatz war das übrigens nicht. Aber wo klein Kläger, da kein Richter und auch kein Strafzettel.

Von der Edelweißspitze zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und zurück nach Ferleiten

Nachdem wir ausgiebigst die Aussicht genossen, eine Toilettenpause eingelegt haben und ein wenig um den Parkplatz herumspaziert sind, ging die Fahrt weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Aber natürlich nicht ohne wieder häufig anzuhalten. Zwischendurch war auch ausreichend Zeit für ein gemütliches Picknick mit Blick hinaus ins Tal.

Endlich angekommen am Ziel habe ich mich schon so darauf gefreut, die Murmeltiere zu füttern, von denen eine Freundin mir erzählt hat. Leider ließen sich weder mein Freund noch die Schwiegereltern zu einer Wanderung zu den Murmeltieren bewegen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal?

Auf der Rückfahrt über die Großglockner Hochalpenstraße nach Ferleiten haben wir noch beim Energiedusche Wasserfall angehalten. Da uns noch eine mehrstündige Rückfahrt bevorstand, haben wir dort auch unsere Wasserflaschen mit frischem, kühlem Bergwasser aufgefüllt. Nur selten kann man so leckeres Wasser trinken!

Auch den obligatorischen Halt am Fuscher Törl haben wir uns für die Rückfahrt aufgespart. Hier befindet sich auch eine Gedenkstätte für all jene Arbeiter, die beim Bau der Großglockner Hochalpenstraße ihr Leben gelassen haben.

Fotografieren auf der Großglockner Hochalpenstraße

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein wahres Paradies für Fotografen. Die Berge, Wasserfälle, das Wetter, Makroaufnahmen oder Tiere, hier wird jeder Fotograf glücklich. Am besten bringst du dein Stativ, ein Weitwinkel- in Tele- und ein Makroobjektiv mit. Und damit du weiß, wo es sich auf jeden Fall lohnt anzuhalten, habe ich dir die 6 schönsten Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße aufgeschrieben.

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Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße – Edelweißspitze bis Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Nach dem Halt auf der Edelweißspitze geht es wieder zurück zur Hauptstraße. Die Edelweißspitze liegt ja ein Stückchen erhöht über der Straße. Sie ist nur über eine Fahrbahn zu erreichen, welche auf dem viel zu kleinen Parkplatz endet. Allerdings kannst du auch unten direkt an der Abzweigung parken und dann hinaufwandern.


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Vom Fuscher Törl zum Hochtor

Hier befindet sich auch die Gedenkstätte zu Ehren der beim Bau verunglückten Ingenieure und Arbeiter, die am Bau der Großglockner Hochalpenstraße beteiligt waren. Man macht sich heute gar keine Gedanken mehr darüber, unter welchen Bedingungen die Großglockner Hochalpenstraße gebaut wurde. Und dass es eben nicht so ungefährlich war, wie ein normaler Straßenbau heutzutage. Als die Bergstraße gebaut wurde, bestand ständig Lebensgefahr für die Bauarbeiter. Und so mancher Ingenieur und Bauarbeiter hat mit seinem Leben dafür bezahlt, diese Straße möglich zu machen.

Vom Fuscher Törl geht es hinab zur Fuscher Lacke, einem kleinen See. Bei warmem Wetter verlockt der See durchaus dazu, die Füße in das kühle Nass zu tauchen. Die Umrundung dauert auch nur 10-15 Minuten.

Weiter geht die Fahrt, hindurch durch den Mitteltörtunnel. Kurz danach haben wir eine längere Pause eingelegt. Die Aussicht hat sich mittlerweile geändert. Hast du auf der Hinfahrt noch auf die Westseite geschaut, geht die Aussicht jetzt gen Osten. Weit hinab ins Tal und in die Ferne schweift mein Blick, bevor ich plötzlich die vielen Bergblumen entdecke, die hier auf der Wiese wachsen. Zur Abwechslung fotografiere ich mal weniger Berge, dafür mehr Blumen.

 Die Pause hier haben wir für ein paar Snacks genutzt. Der Picknicktisch war frei als wir ankamen, also habe ich ihn direkt in Beschlag genommen. Es gab Salamisticks und Schokobrötchen. Nicht gerade das gesündeste Picknick, aber das war uns egal. Bei der schönen Aussicht hatte ich andere Gedanken als Kalorien zählen.

Das Hochtor

Kurz darauf ging es durch den nächsten Tunnel, das Hochtor. Dieser Tunnel liegt auf dem Scheitel der Großglockner Hochalpenstraße. Nördlich liegt das Kanton Salzburg, die Südliche Ausfahrt befindet sich im Kanton Kärnten. Hier befindet sich also sozusagen ein Grenzübergang.

Auch hier haben wir wieder angehalten und sind ein paar Meter den Kelten-, Römer- und Säumerweg hinaufspaziert. Auf Infotafeln steht einiges Wissenswertes über die Anfänge der Großglockner Hochalpenstraße, die damals natürlich noch nicht so hieß.

Einen Stopp empfehle ich hier auf jeden Fall. Es ist wirklich spannend zu lesen, wie die ersten Menschen diese Berge überquerten. In Eisenketten gefesselte Sklaven wurden hier entlang getrieben. Ein wirklich furchtbarer Gedanke, aber auch das ist ein Teil der Geschichte dieses Bergpasses.

Weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Wieder auf der Straße geht durch ein paar Kehren vorbei am Wallackhaus, wo du auch super übernachten kannst (Schau dir unbedingt die Angebote auf deren Homepage an!) und der Station der Panoramabahn. Von dort kannst du mit der Seilbahn fahren und im Panorama Restaurant Schareck auf 2600m Höhe speisen. Da ein Mitglied unserer Reisegruppe unter akuter Höhenangst leidet, sind wir allerdings nicht mit der Seilbahn gefahren. Schade, der Blick aus der Gondel auf die Berge muss grandios sein! Falls du schon mit der Seilbahn gefahren bist, berichte mir bitte unbedingt davon in den Kommentaren!

Erneut folgen einige Kehren, an welchen es teilweise wieder Park- und Rastplätze gibt. Kurz nach der Guttalbachkehre erreichst du einen Kreisverkehr. Egal ob du von hier in Richtung Heiligenblut fahren willst oder planst, wieder nach Ferleiten umzukehren, dein Weg sollte auf jeden Fall erst einmal zur 8km entfernten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe führen. Wir sind zunächst ohne einen Stopp direkt durchgefahren und haben entschieden, auf der Rückfahrt öfter anzuhalten.

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ist gleichzeitig auch das Ende der Straße. Das heißt, von hier wirst du den gleichen Weg zurückfahren, den du gekommen bist. Entweder auf dem Hin- oder auf dem Rückweg lege ich dir einen Zwischenstopp am Energiedusche Wasserfall ans Herz. Dieser liegt direkt an der Straße und kann vom Parkplatz aus bequem besucht werden. Übrigens kannst du hier deine Wasserflasche auch mit frischem Bergwasser auffüllen. Herrlich erfrischend und superlecker!

Energiedusche Wasserfall

Nach dem Energiedusche Wasserfall, dem Glocknerhaus Kärnten und zwei Kehren findet sich in der dritten Kehre wieder ein Parkplatz. Auf unserem ersten Roadtrip haben wir hier einen kurzen Stopp eingelegt und uns etwas die Füße vertreten. Der Blick auf den kleinen See ist wirklich wunderschön. Falls du genug Zeit hast und hier einen der begehrten Parkplätze erhaschen kannst, dann nimm dir ruhig auch die Zeit und laufe ein paar Meter über die Wiese.

Von hier geht es dann auch endlich zum Endziel, der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Geschafft!

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Achtung, vor dem eigentlichen Parkplatz kommt schon ein größerer Parkplatz, der zum Panoramarestaurant Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und Kaiser-Franz-Josef-Haus gehört. An dem willst du vorbeifahren. Parken kannst du am besten im Parkhaus Gletscherbahn, welches auf rund 2500m Höhe liegt. Aber selbst hier kann es bei der Ein- und Ausfahrt ziemlich voll sein. Wartezeiten sind daher möglich. Ein weiterer Grund, am Wochenende nicht hierher zu kommen. Oder wenn, dann schon zu den frühestmöglichen Öffnungszeiten. Wir hatten nicht nur „Stau“ bei der Einfahrt ins Parkhaus, sondern noch mehr bei der Ausfahrt!

Und endlich hast du bei gutem Wetter auch Aussicht auf den Gipfel des Großglockners – dem höchsten Berg Österreichs, den Gletscher Pasterze und den Gletschersee Sandersee. Über Wanderwege und Treppen kannst du bis zum See hinabsteigen. Aber du musst auch wieder zurückkommen. Und der Höhenunterschied ist schon ordentlich. Ein kurzer Spaziergang ist das jedenfalls nicht. Bei meinem nächsten Besuch werde ich eindeutig mehr Zeit einplanen und mindestens einen Finger in den vermutlich eiskalten Gletschersee stecken. Wenn nicht sogar einen ganzen Fuß!

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ist der Ausgangspunkt für so manche einfache bis schwierigere Wanderung. Heiko Müller hat es gewagt und ist von hier aus zu einer geführten Gletscherwanderung mit einem erfahrenen Guide aufgebrochen. Seinen sehr spannenden Beitrag und viele wahnsinnig tolle Bilder findest du auf seinem Blog „People Abroad“. Außerdem hat er auf seinem Blog noch weitere Beiträge mit tollen Outdoor-Tipps in der Region Großglockner.

Auf unserer ersten Tour haben wir im Kreisverkehr die Abzweigung nach Heiligenblut genommen. Von hier sind es noch etwa 8km bis zur Mautstation. Zurück zum Fuscher Törl sind es vom Kreisverkehr etwa 13km. Über die letzten Kilometer bis zur Mautstation Heiligenblut gibt es auch gar nicht mehr so viel zu sagen. Spektakulärer ist in jedem Fall die Aussicht bei der Auffahrt ab Ferleiten. Für uns ging es also vom Kreisverkehr wieder zurück gen Ferleiten, dieses Mal mit weniger Stopps als auf der Hinfahrt.

Wie viel Zeit brauchst du für einen Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße?

Sofern du, wie wir, die Fahrt und die Aussicht genießen möchtest, sind 4-6 Stunden vollkommen ausreichend. Ausgiebige Pausen und zahlreiche Stopps schon eingeplant. Willst du auch ausgiebig spazieren oder gar wandern gehen, dann sind 8-12 Stunden, je nach Tour, empfehlenswerter. Oder du bleibst gleich über Nacht. Aber wie gesagt, für einen Roadtrip über diese Panoramastraße kannst du ruhigen Gewissens 6 Stunden einplanen, ohne das Gefühl zu haben, von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt zu hetzen.

Und was, wenn es regnet?

Unser Roadtrip durch Europa im Jahr 2017 war nicht nur geprägt vom Unfall, sondern auch vom schlechten Wetter in Österreich. Nicht nur, dass wir erst um kurz nach 17 Uhr in Ferleiten waren, nein, wir wurden auch den ganzen Tag von dunklen Wolken begleitet.

Aber dafür war die Atmosphäre doch irgendwie eine ganz besondere. Ich hatte den Eindruck, dass die Wolken die Berge noch größer und auch irgendwie bedrohlicher wirken ließen. Dazu tat das langsam schwächer werdende Nachmittagslicht sein Übriges.

Und je höher wir fuhren, umso näher kamen auch die Wolken. Als ob wir sie greifen könnten. Angekommen auf der Edelweißspitze hatten wir fast den ganzen Parkplatz nur für uns. Gut, an einem wolkigen Sonntag um kurz nach 18 Uhr sind vermutlich die meisten Besucher längst auf dem Heimweg. Wir jedoch nicht. Die Eintrittskarte war gekauft und ohnehin wollten wir gen Süden fahren.

So standen wir da, auf dem Parkplatz. Mitten in den Wolken. Mitten im Gewitter! Welch atemberaubender Anblick. Die Wolken zum Greifen nahe, direkt um uns herum. Regen, der auf unser Auto prasselt. Ein Licht, dass sich im Sekundentakt zu verändern scheint. Bei der Abfahrt von der Edelweißspitze wurde es mir dann doch echt mulmig. Glatte, nasse Kopfsteinpflaster, eine enge Straße und daneben der Abgrund.

Bei dem Wetter war an allzu viele Zwischenstopps auch nicht zu denken. Aber wir hatten Glück. Auf dem Weg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe klarte das Wetter langsam auf. Der Regen ließ nach, die Sonne kam hervor und spiegelte sich auf der Straße, als ob sie sich davon überzeugen wollte, noch genau so zu strahlen wie vor dem Regen. Die Chance nutzen wir, um dann doch noch das eine oder andere Mal anzuhalten und die Landschaft zu genießen.

Der Vorteil am schlechten Wetter ist auf jeden Fall, dass du keine Radfahrer hast. Auch Motorradfahrer sind nur vereinzelt unterwegs. Und sofern du nicht mitten im Nebel steckst, kannst du ja trotzdem die Aussicht genießen, wenn auch vielleicht nicht ganz so weit wie an einem sonnigen Tag.

Mein Fazit: Auch bei Regen kann ein Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße sehr aufregend sein. Sofern dir eine kurzfristige Planung möglich ist, würde ich zwar schönes Wetter vorziehen. Aber auf den Besuch dieser Panoramastraße zu verzichten, nur weil es regnet, würde ich nicht.

 

Das war er, unser Roadtrip zum Großglockner. Hast du noch Fragen, Anregungen oder möchtest mir etwas sagen? Dann hinterlasse mir einfach einen Kommentar.

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Der perfekte Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße – Von Ferleiten zur Edelweißspitze

Und schon wieder ein Reiseführer zur Großglockner Hochalpenstraße? Gibt es davon nicht schon genug? Ganz sicher, deshalb halte ich mich mit den allgemeinen Informationen hier auch so kurz wie möglich und erzähle lieber, was wir dort so erlebt haben. Das wichtigste zur Maut und zu möglichen Übernachtungszielen will ich dir trotzdem nicht vorenthalten.


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Aber wieso solltest du überhaupt einen Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße machen?

Die Großglockner Hochalpenstraße soll eine der schönsten Panoramastraßen Europas sein. Und wenn man sie befährt, mag man das auch sehr gerne glauben. Egal ob mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad. Sogar Busse fahren dich über die Alpenstraße, die mehr als nur eine schöne Aussicht auf den Großglockner und die umliegende Berge bietet. Wir aber haben einen Roadtrip gemacht, und genau darum soll es in diesem Beitrag auch gehen.

Bereits Ende August 2017 sind wir das erste Mal zur Großglockner Hochalpenstraße gefahren. Leider hatten wir damals aufgrund diverser Umstände nicht viel Zeit. Und dazu noch ein Gewitter. Bei Gewitter auf der Großglockner Hochalpenstraße zu fahren ist auf jeden Fall auch ein sehr aufregendes Erlebnis.

Das zweite Mal haben wir es im September 2020 gewagt. Und dieses Mal war uns der Wettergott mehr als gnädig. Bei allerbestem Wetter und angenehmen Temperaturen haben wir dieses Mal etwas mehr Zeit auf der Großglockner Hochalpenstraße verbracht.

Wo du an der Großglockner Hochalpenstraße gut schlafen kannst

Eine der nächstgelegenen Übernachtungsmöglichkeiten findest du in Fusch an der Großglocknerstraße. Wir haben uns für die Pension Dorfplatzl in Fusch entschieden. Parkplätze vor der Tür, WLAN in den Zimmern und Frühstück waren alles, was wir benötigten. Die Pension ist sehr gemütlich und vor allem sauber. Zwar findet man hier keinen großen Luxus, dafür eine sehr familiäre Atmosphäre und sehr schöne, ruhige Zimmer.

Etwas weiter weg von der Mautstation, dafür am See gelegen und mehr Möglichkeiten für ein Abendessen gibt es in Zell am See. Hier findest du auch einige sehr luxuriöse Hotels. Weitere gute Ausgangsorte sind Kaprun oder Bruck an der Großglocknerstraße.

Während unseres Roadtrips im Sommer 2017 mussten wir unsere Planung über den Haufen werfen. Deshalb haben wir damals auf der südlichen Seite der Großglockner Hochalpenstraße übernachtet. Von Lienz aus fährt man ca. eine dreiviertel Stunde zur südlichen Mautstation in Untertauern. Nach all dem Stress haben wir uns für das Grandhotel Lienz entschieden. Teuer, aber dafür luxuriös mit dem besten Frühstück, das ich jemals hatte!

In direkter Nähe zur südlichen Mautstation liegen die Orte Fleiß und Heiligenblut, wo du auch viele Unterkünfte finden kannst.

Dein Erlebnis Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße

Über 48km Länge verläuft die Großglockner Hochalpenstraße ganz grob von Norden nach Süden durch den Nationalpark Hohe Tauern. 36 Kehren sind dabei zu überwinden, ein Paradies für Motorradfahrer und Autoenthusiasten. Am besten startest du schon früh am Morgen. Die Öffnungszeiten variieren dabei je nach Monat:

  • Anfang Mai bis 31. Mai: 6.00 – 19.30 Uhr
  • Juni bis 31. August: 5.30 – 20.30 Uhr
  • Ab 1. September bis Ende Oktober/Anfang November: 6.00 – 19.30 Uhr

Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre!

Zwar staut es sich vor der Maut Station (zumindest in Ferleiten) immer ein wenig, aber in der Regel sind die Wartezeiten dennoch sehr kurz und man wartet selten länger als 15-20 Minuten, zumindest wenn man unter der Woche am Vormittag kommt und das Ticket schon im Vorverkauf erworben hat. Aufgrund des hohen Besucheraufkommens am Wochenende kann ich ohnehin nur davon abraten, samstags oder sonntags die Großglockner Hochalpenstraße zu befahren.

Übrigens lohnt sich auch ein erster Halt auf einem der Parkplätze vor der Mautstation. Oder findest du nicht, dass diese Aussicht eine kurze Pause wert ist?

Am schönsten ist die Tour mit einem Cabrio, aber natürlich macht die Fahrt über die Panoramastraße mit jedem anderen Fahrzeug genau so viel Spaß! Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt aktuell noch bei 100km/h. Da du aber die Aussicht genießen willst, es viele Kurven gibt und ohnehin ständig ein Radfahrer die Auffahrt blockiert, darfst du auch ohne schlechtes Gewissen viel langsamer fahren. Staut es sich hinter dir doch einmal, dann fährst du einfach in die nächste Parkbucht und lässt den Tross vorbei.

Alle paar hundert Meter gibt es Möglichkeiten für einen kurzen Halt. Wir haben oft gehalten und einfach die Aussicht genossen. Hin und wieder sind die Haltemöglichkeiten auch Ausgangspunkt für kürzere oder längere Wanderungen. Da wir aber zum Autofahren gekommen sind, kann ich dazu dementsprechend nicht viel berichten.

Die schönsten Stops von Ferleiten zur Edelweißspitze

Zunächst ist die Landschaft noch geprägt von Wiesen und Nadelwäldern. Zwischen den Bäumen sieht man auf der anderen Seite des Tals diese gigantisch hohen Berge. Ich komme ja aus dem Ruhrpott, da gibt es bekanntlich keine Berge. Und über das, was wir dort „bergig“ nennen, lacht man in den Alpen sicherlich. Selbst die Weinberge im Remstal sind bestenfalls kleine Huckel im Vergleich zu den Alpen. Daher finde ich die Aussicht wirklich beeindruckend

Großglockner Hochalpenstraße - Kehre 2 - 6

Nur wenige Minuten nach der Einfahrt auf die Großglockner Hochalpenstraße geht es stetig bergauf. Kurz nach der Kehre 2 – Piffalpe, auf 1434m ü. d. M., noch vor Kehre 3, gibt es am Seitenstreifen eine Parkbucht. Von hier hast du das erste Mal eine sehr schöne Möglichkeit, die Aussicht auf die Berge zu genießen.

Direkt in der Kehre 2 gibt es ebenfalls eine Parkbucht, von wo aus du auch eine schöne Aussicht hast. Schöner ist es aber wenige Meter weiter oben, auch wenn hier mehr Autos stehen. Dafür gibt es eben aber auch jemanden, der ein schönes Foto von dir bzw. euch machen kann.

Wir haben an beiden Stellen ein Stopp eingelegt und die Berge bestaunt. Und die Autos. Mit Glück siehst du hier so manches Schätzchen, das ausnahmsweise die Garage verlassen durfte und an einem sonnigen Tag etwas „Auslauf“ bekommt.

Ein Stück nach der Kehre 4 kannst du das erste Mal einkehren. Für Familien mit Kindern ist hier der Halt ein absolutes Muss. Ein Spielplatz und ein Naturlehrpfad begeistern vor allem die kleinen Besucher. Aber auch die „Großen“ dürfen hier anhalten sich im Bistro stärken. Wir hatten schon gefrühstückt, ansonsten wäre das hier der ideale Halt gewesen, für eine erste Stärkung. Und die Lärchen-Wiesen am Naturlehrpfad hätte ich doch auch gerne gesehen.

Wir sind noch ein Stück weitergefahren und haben kurz vor der Kehre 5 erneut angehalten. Zu diesem Halt will ich gar nicht so viel sagen, denn hier habe ich auch ein kleines Video gedreht. Wie gefällt dir die Aussicht?

Großglockner Hochalpenstraße Kehre 5

Großglockner Hochalpenstraße - Kehre 7-14

Nach der Kehre 6, mittlerweile auf 1782m ü. d. M. verändert sich die Landschaft langsam. Stehen zunächst noch größere Baumgruppen neben der Straße, wird es schon bald immer karger und die Bäume immer spärlicher. Und nach der Kehre 7, die nochmal rund 130m höher liegt, findet man kaum noch Bäume, sondern eher nur noch Sträucher. Dafür hat man jetzt eine ungehinderte Sicht auf die gegenüber liegenden Berge und das Tal. Wir wollten hier nicht schon wieder anhalten, auch wenn es so viele verlockende Haltebuchten gibt, die nur danach schreien, beparkt zu werden.

Ab etwa der Kehre 9 verändert sich die Landschaft erneut. Kurzes Gras, dafür viele Steine und Felsen, die in der Landschaft liegen, prägen jetzt das Bild. Und schon bald werden die Felsen größer und zahlreicher. Ein ganz neues Bild, das deinen Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße prägt! Doch auch hier haben wir erfolgreich nicht angehalten.

Tipp: Kurz nach der Kehre 11, auch Hexenküche genannt, gibt es eine Haltebucht. Hier kannst du wunderbar die Aussicht, auch nach oben, genießen. Dazu hat es eine Infotafel, auf der du die Namen der Berge siehst, sowie einen Picknickplatz.

Ja, hier an der Kehre 12 haben wir wieder gestoppt. Und weißt du was? Die Welt ist total klein! Ich komme ja ursprünglich aus Mülheim an der Ruhr. Und wen treffen wir hier? Ein nettes Paar aus Mülheim! Nicht aus meiner direkten Nachbarschaft, wir kannten uns auch nicht. Aber da muss man nochmal mehrere hundert Kilometer weiter weg fahren von der Heimat, um Nachbarn zu treffen?

Aber es geht noch höher hinaus. Und weitere Haltemöglichkeit finden sich aktuell hinter fast jeder Kehre. Nimm dir ruhig die Zeit und halte einmal zu viel als zu wenig an. Genieße den Blick hoch zum Fuscher Törl und runter zum Haus Alpine Naturschau.

Vorsicht bei der Kehre 14! Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Abzweigung zur Edelweißspitze. Entweder du parkst am Restaurant Fuschertörl, oder du fährst die extrem enge, aber dennoch gut befahrbare Straße zum Parkplatz Edelweißspitze hoch.

Achtung: Die Parkmöglichkeiten dort sind extrem begrenzt.

Großglockner Hochalpenstraße - Die Edelweißspitze

Keine Stelle auf deinem Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße wird höher sein, als die Edelweißspitze. Höher kommst du nicht mit dem Auto. Aber 2571m ü. d. M. garantieren auch eine gigantische Aussicht! Und falls es dir hier gefällt, dann kannst du Zimmer oder sogar eine Blockhütte bzw. ein Chalet buchen und die Nacht in den Bergen verbringen.

Doch erst einmal musst du dorthin kommen. Die Auffahrt führt über eine relativ schmale, mit Kopfsteinpflastern ausgelegte Straße. Schon bei Sonne ist das ein echtes Abenteuer, vor allem, wenn dir mal wieder ein dicker SUV entgegen gefahren kommt und du selber auch nicht in einem kleinen Auto sitzt. Und bei Gewitter auf der Großglockner Hochalpenstraße ist das Ganze noch viel abenteuerlicher!

Sofern du einen der schon in der Woche spärlich vorhandenen Parkplätze ergattert hast, kannst du rund um den Parkplatz – wieder einmal – eine grandiose Aussicht genießen. Das Panorama von hier ist einfach atemberaubend. Der Großglockner ist von hier allerdings nur als kleine Spitze hinter dem 2131m hohem Sinnwelleck zu sehen.

Mitten auf dem Parkplatz steht auch ein kleines Aussichtstürmchen. Hier findest du auch Infotafeln mit den Namen der umliegenden Berggipfel. Aber keine Angst, du musst nicht schwindelfrei sein, um den Turm zu besteigen. Der Aufgang ist breit und nicht sehr steil.

Hier oben im Restaurant bekommst du jeden Tag ein leckeres Frühstück oder Mittagessen. Ich würde immer wieder die Tiroler Knödel nehmen! Lecker! Oder soll ich das nächste Mal doch etwas anderes ausprobieren?

Tja, und was soll ich sagen, wir haben uns so viele Gedanken gemacht, wo wie VOR der Großglockner Hochalpenstraße übernachten können, dass uns gar nicht in den Sinn gekommen ist, dass wir auch auf der Edelweißspitze übernachten könnten. Dabei kannst du schon ab 49€ pro Person inklusive Frühstücks auf der Edelweißspitze übernachten. Und eine Blockhütte oder ein Chalet bekommst du schon für 98€ pro Person inklusive Frühstücks für eine Nacht. Eine Nacht so fernab jeglicher Zivilisation und Lichtverschmutzung muss einfach wunderschön sein!

Hier an der Edelweißspitze ist dein Roadtrip natürlich noch nicht zu Ende. Was dich auf dem weiteren Weg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe​ erwartet und was wir dort erlebt und verpasst haben, das erfährst du schon bald hier auf dem Blog.

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Die 6 schönsten Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße

Zweimal sind wir bereits über die Großglockner Hochalpenstraße gefahren. Einmal bei schönstem Wetter und einmal, nun ja, Gewitter, vielen Wolken und am Ende doch etwas Sonne. Auf diesen beiden Touren haben wir an vielen wunderschönen Aussichtspunkten angehalten. Meine Top 6 Fotospots auf der Großglockner Hochapenstraße möchte ich dir heute vorstellen. So verpasst du ganz sicher keine der grandiosen Aussichten mehr.

Da wir jedes Mal ab Ferleiten eingefahren sind, zähle ich die schönsten Aussichtspunkte in geographischer Reihenfolge von Ferleiten bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Am Ende verrate ich dir dann, welche Stopps mir von allen am besten gefallen haben.


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Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Hochmais

Der Aussichtspunkt Hochmais liegt auf 1850m ü. d. M. Die Aussicht hier ist komplett frei, das heißt, keine Bäume versperren euch den Blick auf die Berge und das Tal. Ein kurzer Fußweg führt dich wenige Meter hinab auf einen kleinen Platz, an dem einige Infotafeln mit naturkundlichen Informationen stehen. Leider war bei unserem Besuch alles voll, so dass wir nicht anhalten konnten. Weil mir dieser Punkt aber so gut gefallen hat, will ich ihn dir auf keinen Fall vorenthalten.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Kehre 12 & 13

Auf dem Weg zu Kehre 12 liegt das Obere Nassfeld, wo es einen großen Parkplatz und eine Einkehrmöglichkeit gibt. Hier hat es mir gar nicht gefallen, deshalb haben wir gar nicht erst angehalten. Aber nach der Kehre 12 kommt ein kleiner Parkplatz. Von dort kannst du einen guten Blick auf die umliegenden Geröllfelder werfen. Außerdem hast du von hier auch eine schöne Aussicht auf das Obere Nassfeld.

Sollte der kleine Parkplatz schon voll sein, folgt direkt nach Kehre 13 ein weiterer Parkplatz mit einer ähnlich schönen Aussicht. Von beiden Parkplätzen kannst du übrigens schon das Fuscherl Törl über dir thronen sehen.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Edelweißspitze

Der höchste befahre Punkt der Großglockner Hochalpenstraße ist die auf 2571m ü. d. M. gelegene Edelweißspitze. Der Weg hier hoch kann etwas abenteuerlich sein, vor allem bei Regen. Eine enge, mit Kopfsteinpflaster ausgelegte Straße führt zu ihr. Regelmäßige Ausweichbuchten an den Seiten bieten hin und wieder die Chance, einem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen. Schweißperlen treibt es einem aber auf die Stirn, wenn einem ein SUV oder Van entgegenkommt, während man selber ebenfalls in einem großen Auto sitzt.

Sofern du einen der begehrten Parkplätze beanspruchen kannst, wird dir auch gleich der kleine Turm auffallen, der auf dem Parkplatz steht. Von dort oben hast du die beste Rundumsicht. Und wenn es dich interessiert, was du da überhaupt siehst, kannst du einfach auf einer der Tafeln nachschauen. Von hier siehst du übrigens auch den Großglockner. Na gut, die Gipfel. Von hier aus ist er nur eine kleine Spitze, die sich hinter einem anderen Berg versteckt.

Und selbst wenn das Wetter nicht so gut oder richtig schlecht ist, die Edelweißspitze solltest du wirklich nicht auslassen. Wir waren bei strahlendem Sonnenschein dort und standen auch schon mitten in einem Gewitter. Beide Mal war es ausgesprochen faszinierend.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Parkbucht Seidlwinkl

Der nächste Fotospot hat keine so markante Bezeichnung wie Kehre XY. Es sind einfach zwei gegenüberliegende Parkbuchten auf dem Straßenabschnitt Seidlwinkl. Damit du in etwa weißt, wo er kommt, habe ich ihn dir auf Google Maps markiert und einen Screenshot in den Beitrag eingefügt.

Was diesen Fotospot so schön macht? Du schaust hier in die andere Richtung. Nicht zum Großglockner und den doch relativ nahen Bergen. Die Wiese, die Felsen auf der Wiese und die Berge in der Ferne. Auf der anderen Seite das Geröllfeld und die karge Landschaft. Hier musst du ganz eindeutig anhalten und dir in Ruhe alles anschauen.

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Energiedusche Wasserfall – Fensterbach

Auf dem Weg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe liegt dieser beinahe unscheinbare Haltepunk. Ein Wasserfall direkt an der Straße. Wasserfällen wird allgemein nachgesagt, dass die mit negativen Ionen geladene Luft rund um einen Wasserfall lungenreinigend wirkt und unser Nervensystem beeinflusst. Ob es stimmt? Das wird aktuell zumindest untersucht. Aber mache dir doch ein eigenes Bild davon!

Aber nicht nur die gesundheitsfördernde Wirkung des Wasserfalls macht diese Stelle zu einem tollen Stop. Die Nähe zum Wasserfall ist auch aus fotografischer Sicht ein einen Halt wert. Egal ob du eine Nahaufnahme des fallenden Wassers aufnehmen willst oder lieber eine Aufnahme der umgebenden Landschaft machen willst, beide Optionen sind hier möglich. Und dazu kannst du noch tolle Nahaufnahmen von verschiedenen Pflanzen machen, die hier in der Nähe des Wassers wachsen.  

Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe darf man natürlich nicht auslassen. Von hier siehst du den Großglockner, den Gletscher Pasterze und den Sandersee. Viele tolle Landschaftsbilder sind hier möglich. Das nächste Mal, wenn ich hier bin, werde ich auf jeden Fall mit der Gletscherbahn fahren und zum Gletscher laufen und noch viele, viele Fotos machen!

Aber selbst vom Platz vor dem Restaurant hast du eine wundervolle Aussicht und die Möglichkeit, schöne Landschaftsbilder zu machen. Und wenn du jetzt sagst „ja, aber ich bin nur tagsüber da, und die besten Bilder macht man doch zum Sonnenauf- oder Untergang“, dann abonniere unbedingt meinen Newsletter. Denn dieses Thema werde ich schon bald aufgreifen und dir ausführlich erklären, wieso ich dieser Aussage nicht zu 100% zustimmen kann.

Und mein absoluter Favorit?

Oh, das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich habe hier nicht einmal alle Stellen aufgezählt, bei denen sich ein Halt lohnt. Es gibt so viele wunderschöne Fotospots auf der Großglockner Hochalpenstraße, dass die Auswahl wirklich schwierig ist. Von den hier aufgezählten sind der Halt an der Parkbucht Seidlwinkl und der Energiedusche Wasserfall meine liebsten Stopps.

Aber wie gesagt, das sind nicht alle Fotospots, die es zu besuchen lohnt. Welcher von meinen Favoriten gefällt dir am besten? Welcher am wenigstens? Oder vielleicht hast du einen anderen Lieblingsspot, der hier nicht aufgeführt ist? Erzähle mir bitte davon in einem Kommentar.

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Wandern vor der Großglocknerhochalpenstraße – Der Hirzbach Wasserfall

Im September 2020 haben wir einen Kurztrip zur Großglockner Hochalpenstraße gemacht. Damit wir viel Zeit zum Autofahren und Landschaft schauen haben, bevor es nachmittags wieder nach Hause gehen sollte, sind wir schon einen Tag vorher angereist. Unser Hotel war in Fusch an der Großglocknerstraße. Wir haben uns für den Ort unter anderem auch, weil es dort einen Wasserfall, den Hirzbachwasserfall, gibt, entschieden.

Infos zur Anreise nach Fusch und zur Großglockner Hochalpenstraße habe ich übrigens schon in meinem Beitrag Roadtrip mit Hindernissen – Am Großglockner erklärt. Schau dort am besten auch später noch vorbei!


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Pension Dorfplatzl - gemütliche Pension nahe dem Hirzbach Wasserfall

Gebucht haben wir die Pension Dorfplatzl in Fusch an der Großglocknerstraße. Am Empfang wurden wir ausgesprochen freundlich begrüßt und zügig eingecheckt. Die Zimmer sind hell und freundlich eingerichtet. Die Schwiegereltern hatten sogar das Glück und haben einen Balkon bekommen. Die Aussicht aus dem Zimmer war auch nicht zu verachten. Kostenloses WLAN hat man selbstverständlich auch in den Zimmern.

Das Frühstück war zwar einfach, aber lecker. Es gab Brot, Brötchen und Müsli, dazu Wurst, Käse und Marmelade. Nichts Ausgefallenes, aber bei Preisen ab 30€ pro Person und Nacht, inkl. Frühstück und Kurtaxe, erwartet man hoffentlich auch keinen Lachs und Kaviar am Frühstücksbuffet.

Wanderung zum Hirtzbach Wasserfall

Aber was macht man in Fusch an der Großglocknerstraße, wenn man ab 16 Uhr im Hotel ist, noch keinen Hunger hat und sich die Füße vertreten will? Dann geht man zum Hirzbach Wasserfall.

Die Runde ist relativ kurz und gut zu laufen. Man braucht jedenfalls keine Wanderschuhe, wobei man durchaus schon trittsicher sein sollte. Unser Spaziergang begann an unserem Hotel, der Pension Dorfplatzl. Zunächst führte uns der Weg durch den kleinen Ort Fusch an der Großglocknerstraße, dem kleinen Stadtbrunnen und der Pfarrkirche hll. Martin und Ägydius.

Kurz vor dem Ende der Straße ging es raus aus dem kleinen Örtchen. Wir nahmen den rechten Weg, der in Richtung Wasserfall führen sollte. Nun ging es bergauf. Und zwar ein ganzes Stück. Und der Weg wurde etwas schwieriger. Ein eher schmaler Pfad führte einen Hügel hinauf. Und plötzlich tauchte da dieser Holz-Liegestuhl auf, mitten in der Landschaft, mit wunderschöner Aussicht. Natürlich musste er erst einmal ausprobiert werden! Mein Schwiegervater in spe schien im Liegestuhl zu versinken.

Die Liege steht dort natürlich nicht zufällig. Man kann einen wunderschönen Blick auf das Tal und die umliegenden Berge genießen und einfach ein wenig entspannen. Doch zum ausruhen waren wir natürlich nicht hier, erst recht nicht nach der langen Autofahrt.

Von hier würde es noch weiter bergauf gehen zum Hirzbach Wasserfall. Aber meine Schwiegermama wurde es langsam zu hoch. Sie hatte schon Probleme beim Aufstieg zum Stuhl. Höhen sind halt nicht ganz ihr Ding. Deshalb hat sie entschieden, dort auf uns zu warten. Ich bot an, nach dem Besuch beim Wasserfall zurückzukommen und sie abzuholen. Mein Freund und sein Stiefvater würden den Rundweg weitergehen und wir würden uns dann später wieder treffen.

Über einen schmalen, teils mit Steinen durchsähten Pfad ging es weiter. Auch wenn es jetzt sehr wild klingt, so lange du keine Sandalen oder Flipflops trägst, ist der Weg, zumindest wenn es trocken ist, relativ einfach zu gehen. Die oben erwähnte Liege befand sich noch auf einer Wieso, die wir hochgekraxelt sind. Der weitere Pfad führte uns durch einen kleinen Wald.

Schon bald er zu hören, der Hirzbach Wasserfall. Und dann kam er endlich in Sichtweiter. Gut dass wir Schwiegermama unten gelassen haben. Über den Wasserfall führt eine Gitterbrücke. Mir selber schlotterten etwas die Knie. Brücken sind OK, so lange ich nicht nach unten schauen kann. Jetzt auf diesem nassen, leicht rutschigen Gitter habe ich mich auch nicht sonderlich wohl gefühlt. Aber was tut man nicht alles für schöne Fotos?

Ein paar Infos zum Hirzbach Wasserfall

Der Hirzbach entspringt im Hirzbach Hochtal. Dieses liegt am Fuße des Hohen Tenn. Über 400 Meter und verschiedene Stufen fällt der Wasserfall ins Tal. Doch ihm wird auch eine heilende Wirkung nachgesagt. Die Wassertröpfchen, die sich in der Luft befinden, sind mit Wasserionen gefüllt, die durch die Lungen aufgenommen werden. Helfen sollen sie beispielsweise bei Asthma und Allergien, das Nervensystem verbessern und helfen Stress zu reduzieren und eine lungenreinigende Wirkung haben. Mehr Informationen dazu, wie es funktioniert stehen auf einer Informationstafel neben dem Wasserfall.


Hier am Hirzbach Wasserfall sollten sich dann auch unsere Wege trennen. Alleine musste ich zurück über die schmale Brücke und wieder den Wald hinunter. Jetzt hatte ich wenigstens noch etwas Zeit, ein paar Fotos zu machen. Schade, dass ich kein Stativ dabei hatte, aber da alle anderen lieber laufen als stehen und Bilder machen wollten (was ich auch total verstehen kann), habe ich auf ein Stativ verzichten müssen. Aber mit einem Stativ hätte ich für den Abstieg vermutlich 2 Stunden und nicht 20 Minuten gebraucht.

Nepomuk Wasserweg und Kneippbecken am Hirtzbach

Zusammen mit der Mutter meines Freundes bin langsam wieder zurück zum Dorf gegangen. Doch bevor wir uns aufgemacht haben zum Treffpunkt, führte uns ein kleiner Abstecher noch zum Nepomuk Wasserweg und Kneippbecken.

Nachdem wir uns hier etwas erfrischt haben und ebenfalls einen Blick auf den tosenden Bach und kleinere Wasserfälle werfen konnten, sind wir wieder zurück zum Treffpunkt, der Mühlauersäge. Leider kann das Museum nur mit einer Führung besucht werden, weshalb wir sie uns nur von außen angesehen haben. Aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal?

Hier nochmal ein Blick auf den Hirzbach am Wasserfall
Der Hirzbach fließt ins Tal
Ziemlich Mittig im Bild sieht man den eigentlichen Rückweg vom Hirzbach Wasserfall

Laut meinem Freund war die zweite Hälfte des Rundwanderweges besser ausgebaut und leichter zu begehen. Zwischendurch konnten wir sie sogar auf der Anderen Seite des Hirzbaches auf einer Aussichtsplattform sehen.

Unsere ganze Wanderung hat insgesamt rund eine Stunde gedauert. Sie ist perfekt, um die Zeit am Nachmittag zwischen Ankunft und Abendessen zu überbrücken. Falls du länger am Kneippbecken bleiben magst, kannst du 1,5 Stunden einplanen. Aber viel mehr Zeit benötigt man nicht für diese kleine aber sehr feine Wanderung zum Hirzbach Wasserfall.

Übrigens erstelle ich nach jedem Urlaub und jedem größeren Ausflug ein Fotobuch. Ich habe sehr gute Erfahrung mit Smartphoto gemacht und erstelle mir dort immer ein Fotobuch L Hochformat klassisch. Ich finde es total praktisch, dass ich zwar Vorlagen bekomme, aber dann doch jede Seite individuell gestalten kann. Preislich finde ich sie auch sehr gut und die Druckqualität hat mich bisher immer überzeugt.-

Warst du schon einmal an der Großglockner Hochalpenstraße? Wo hast du damals übernachtet und was hast du dort gemacht? Erzähle mir doch bitte davon in einem Kommentar.

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Roadtrip mit Hindernissen – Am Großglockner

Am Großglockner - weiter oder nicht?

Der zweite Tag unseres Roadtrips. Bisher war der Urlaub ja alles andere als entspannend, dank des Unfalls. Nichtsdestotrotz haben wir es noch geschafft zur Großglockner Hochalpenstraße.

Wir standen da also, auf dem Parkplatz vor der Mautstation Ferleiten zur Großglocknerhochalpenstraße. Vor uns tolle Straßen, Berge und die Hoffnung auf einen wunderschönen Sonnenuntergang, hinter uns eine dicke, Wolke, die langsam nicht mehr grau, sondern fast schwarz war. Umdrehen, ein Hotel suchen und auf besseres Wetter am nächsten Tag hoffen? Oder weiterfahren und am nächsten Tag wie geplant nach Mailand fahren und dort 1-2 Nächte bleiben? Bleiben wir hier, haben wir entweder kaum Zeit in Mailand oder wir müssen Zürich ausfallen lassen. Fahren wir weiter, können wir das Spazierengehen jedenfalls vergessen.

Dennoch entschieden wir uns für die Überquerung der Großglockner Hochalpenstraße. Trotz der heraufziehenden Gewitterwolken.


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Geschichte der Großglockner Hochalpenstraße

Die Geschichte der Großglockner Hochalpenstraße ist lang und ausgesprochen spannend! Die ersten Menschen überquerten das 2504m hohe Hochtor schon vor 3500 Jahren. Sehr lange war dies eine beliebte Handelsroute. Bis es alternative und vor allem weniger gefährliche und beschwerliche Wege gab, wurde die Nord-Süd-Route trotz aller Gefahren und vieler Tote als Handelsroute genutzt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Idee zum Bau der Großglockner Hochalpenstraße geboren. Einer der Gründe war die hohe Arbeitslosigkeit. Eine Baustelle in diesem Ausmaß würde tausende Arbeitsplätze schaffen. Dazu kam der wachsende Fremdenverkehr, von dem durch Maut und Urlaubsaufenthalte profitiert werden sollte.

Und so wurde am 30. August 1930 mit dem Bau begonnen. Bis zu 4000 Arbeiter stellen die Panoramastraße in nur 5 Jahren fertig. Am 3. August 1935 fand die feierliche Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße statt. Allerdings gab es während der Bauphase 15 Tote zu beklagen, denen am Fuscher Törl eine Gedenkstätte gewidmet ist. Mehr über den Bau kannst du in der Ausstellung „Bau der Straße“ im originalen Straßenwärterhäuschen an der Fuscher Lacke erfahren.

Gewitterwolken auf der Großglocknerhochalpenstraße

Anreise zur Großglockner Hochalpenstraße

Es gibt zwei Zugänge zur Großglocknerstraße. Den nördlichen in Ferleiten und den südlichen in Heilgenblut. Ab Deutschland kommend ist die nördliche Mautstation in Ferleiten die Nähere. Am schnellsten bist du ab München kommend über die A8 und die A93 bis zur Landesgrenze bei Kufstein. Von dort geht es über die 172 bis Erpfendorf, die 178 bis kurz vor Lofer und die 311 bis Bruck an der Großglocknerstraße. Danach ist es nur noch ein Katzensprung über die 107 bis Ferleiten. Auf dieser Strecke fallen zudem keine Mautgebühren an.

Mein Tipp: Vom Parkplatz gegenüber des Landgasthofs Bocking hat man eine tolle Aussicht. Hier kann man sich ein wenig die Füße vertreten und einen ersten Blick auf die Berge werfen.

Falls du den Grenzübergang Salzburg benutzen willst, musst du beachten, dass du in Österreich auf jeden Fall eine Mautvignette benötigst. Die Strecke über Bad Reichenhall ist ebenfalls eine mautfreie Option.

Gefühlt befahren tatsächlich die meisten die Großglocknerstraße tatsächlich auch ab Ferleiten. Falls du aus diesem Grund lieber im Süden der Großglocknerstraße starten möchtest, fährst du ab Mittensiel über die 108 und wechselst bei Lienz über die 100 auf die 107. Achtung, auch hier wird wieder eine Mautvignette benötigt!

Maut in Österreich

Die Mautvignette für Österreich kostet für 10 Tage 9,50€ (Stand 2021). Die Vignette bekommst du unter anderem an grenznahen Tankstellen oder direkt in den ADAC Verkaufsstellen. Es gibt mittlerweile auch eine digitale Vignette. Dafür wird das Nummernschild deines Autos in einer Datenbank erfasst und du musst dir nichts mehr in die Scheibe kleben. Der Nachteil ist aber, dass, sofern du eine Jahresvignette kaufst, bei einem Fahrzeugwechsel oder Nummernschildwechsel aufgrund eines Umzugs o. ä. die Registrierung nicht automatisch umregistriert wird.

Unser Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße

Da wir vermutlich schneller wieder am Großglockner sind als in Mailand, haben wir entschieden, dass wir es doch wagen sollten und haben unseren beim ADAC gekauften Gutschein eingelöst. Die Auffahrt war wirklich klasse. Noch war es ja trocken, aber da das Wetter Regen versprach, waren wenig Autos und keine Motorad- oder Fahrradfahrer unterwegs. Und Regen in den Bergen hat ja auch was. Die Wolken, die zwischen den Berghängen hängen, mit Glück kann man sogar auf sie herabsehen.

Gemütlich sind wir also hinauf gefahren und haben öfter angehalten, um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen. Das bedeutete aber leider auch, dass die schwarze Wolke immer näher kam. Mittlerweile hörte man es in der Ferne grollen und die ersten Blitze erhellten den Horizont.

Strecke zur Edelweißspitze auf der Karte

Gewitter auf dem Großglockner

Noch vor dem Fuscher Törl (2428 m ü. d. M) haben wir trotz gar nicht mal schwachen Regens die Abzweigung zur rund 2 km langen Panoramastraße Edelweißspitze (2571 m ü. d. M.) genommen. Oben angekommen war alles grau und trüb und so stark am regnen, dass wir nicht ausgestiegen sind. Schade, denn auf den Bildern im Netz schien es so, als ob man eine grandiose Aussicht haben würde!

Die Auffahrt war ja schon nicht ganz ohne, aber bergab über das Kopfsteinpflaster bei Regen, auf einer Straße, die nicht breit genug ist für zwei Autos und doch noch überraschend viel Gegenverkehr habe ich mich alles andere als wohl gefühlt. Natürlich gab es regelmäßig verbreiterte Stellen um einander auszuweichen, aber wenn man dann sieht, wie weit es teilweise runter geht, dann ist das schon beängstigend.

Auf der Edelweißspitze im Gewitter

Wir sind dann wieder unter, und was soll ich sagen, so in etwa am Fuscher Törl hat der Regen doch tatsächlich wieder aufgehört. Am Aussichtspunkt Seidlwinkel ist mein Freund kurz ausgestiegen, aber es war so nass und kalt und wolkig, dass man ohnehin kaum etwas sehen konnte. und nur kurz darauf klarte es wieder auf! Einen Moment lang habe ich überlegt, ob wir nochmal umdrehen sollten, aber es war ja leider schon ziemlich spät.

Trotzdem haben wir noch den Abzweig zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe genommen und haben unter anderem am Energieduschewasserfall angehalten und einen kurzen Spaziergang an einem kleinen Bergsee unternommen. Doch dann wurde es wirklich Zeit, langsam weiter nach Lienz zu fahren.

Ich bei einem kurzen Spaziergang

Die Aussicht war einfach unbeschreiblich. Grandios! Das Licht der untergehenden Sonne tauchte alles in ein freundliches goldgelb, die Wolken hatten sich aufgelockert und sogar der Mond stand gut sichtbar über den Bergen. Hätten wir es nicht noch so weit nach Lienz gehabt, dann wäre ich vermutlich bis spät nachts dort geblieben. Aber wir hatten noch eine nicht ganz kurze Strecke vor uns und auch kein Hotel gebucht.

Je später es wurde, um so mehr klarte es auf.

Bis wir in Lienz ankamen, war es auch schon nach 20 Uhr. Glücklicherweise hat das Navi uns gleich zu einem Hotel geführt. Das Grand Hotel Lienz. Wow, was ein Anblick! 5 Sterne, und das hat man schon von außen gesehen. Aber nach all dem Ärger und einer nicht sehr erholsamen letzten Nacht wollten wir nicht wieder in unbequemen Betten schlafen und sind rein, um nachzufragen, ob denn noch Zimmer frei wären, und vor allem, was sie denn kosten würden.

Das Tal lag bereits im Nebel

Etwas über 240€ pro Nacht, inkl. Frühstück. Puh, so viel habe ich noch nie für ein Hotel ausgegeben. Und wir würden ja am nächsten Morgen um 11 Uhr schon weiterfahren. Aber egal, wir haben es uns gegönnt und nicht eine einzige Sekunde lang bereut! Doch dazu mehr im nächsten Beitrag!

Wie hat dir denn die Großglocknerhochalpenstraße gefallen? Bist schon da gewesen oder willst du einmal hin? Hast du noch weitere Tipps für schöne, kurvenreiche Strecken für mich, die wir hoffentlich nächstes Jahr einmal ausprobieren können?

Weitere Routentipps, Wanderstrecken und mehr findest du auch in folgenden Reiseführern (Affiliate Links)

Dieser Beitrag wurde das erste Mal am 14. September 2017 veröffentlicht und am 30. Juni 2021 aktualisiert.

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Hamamatsu Flower Park und Zoo

Was macht man in Hamamatsu, wenn es regnet und man keine Ahnung hat, was man in der Stadt eigentlich alles unternehmen kann? Ganz klar, man fährt zum Hamamatsu Flower Park und zum Zoo. OK, das wäre vermutlich nicht deine erste Wahl geworden, richtig? Und wir waren uns zuerst auch nicht sicher. Aber so viel kann ich dir verraten, wir haben es keine Sekunde lang bereut!


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Hamamatsu Flower Park und Zoo

Wie du in meinem Beitrag über Hamamatsu sicher schon gelesen hast, liegt der Hamamatsu Flower Park im Norden der Stadt, am Lake Hamana. Der Flower Park erstreckt sich über rund 30.000 qm. Im Park kannst du 3000 verschiedene Pflanzenarten finden! Über fast das ganze Jahr hinweg blühen hier die verschiedensten Blumen. Ab etwa Februar geht es los mit der Pflaumenblüte. Zur Kirschblüte wird der Park nachts beleuchtet, um die besondere Schönheit der Kirschblüten auch nachts bewundern zu können.

Ab Ende Mai, aber mehr im Juni, erfüllt der Duft der blühenden Schwertlilien die Luft. Dann ist auch die Zeit für Glühwürmchen, die du auch im Park finden kannst. Im November wird im Hamamatsu Flower Park die Hamamatsu Chrysanthemen Convention abgehalten. Die Chrysantheme ist die japanische Nationalblume, entsprechend wird ihr in Japan eine sehr große Bedeutung zugemessen. Sicher kennst du die Begriffe Chrysanthementhron oder Chrysanthemenpalast, die in Verbindung mit dem Kaiser häufig genannt werden.

Und selbst im Dezember lohnt sich ein Besuch im Park. Dann wird er weihnachtlich geschmückt und beleuchtet.

Wie kommst du zum Hamamatsu Flower Park?

Ab dem Hauptbahnhof von Hamamatsu fährt mindestens alle 30 Minuten ein Bus der Linie 30 “Kanzanji Onsen”. Die Fahrzeit beträgt eine knappe dreiviertel Stunde. Die Fahrt kostet dich 570 Yen, was abhängig vom Wechselkurs in etwa 4,50€ entspricht.

Eintritt und Wissenswertes

Wir haben uns für ein Kombiticket für den Park und angeschlossenen Zoo entschieden. Du kannst aber auch ein Ticket nur für den Park kaufen. Das Kombiticket hat uns 950 Yen gekostet. Die genauen Eintrittspreise in den Flower Park sind aber abhängig von der Jahreszeit. Und davon, wie die Blumen gerade blühen. Senioren ab 70 bekommen den Eintritt in den Zoo gratis. Übrigens, im Juli und August ist der Eintritt in den Park für alle gratis. Dann blühen allerdings auch die wenigsten Blumen und es kann in Japan sehr heiß werden.

Normalerweise kann man am Eingang des Flower Parks Rollstühle und Kinderwagen mieten. Auch Regenschirme stehen dort für Besucher bereit. Während der Corona-Pandemie kann die Verfügbarkeit jedoch eingeschränkt oder ausgesetzt sein.

Bei Regen im Hamamatsu Flower Park

Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns gemütlich auf den Weg zum Hamamatsu Flower Park gemacht. Wir haben uns für den näher am See gelegenen Westeingang entschieden. Heute weiß ich gar nicht mehr, ob das einen Grund hatte oder ob uns MapsME nur seltsam geführt hat.

Wir haben uns trotz des Regens viel Zeit genommen und den Park ausgiebig angesehen. Unser Rundgang hat am Teich der Wasservögel begonnen. Wasservögel haben wir bei dem Wetter nicht viele gesehen, dafür aber einige große Karpfen und Kois. Und Lotusblätter. Leider hat der Lotus nicht geblüht während wir im Park waren. Dennoch war es irgendwie schön, den Regentropfen zuzusehen, wie sie ins Wasser und hin und die Lotusblätter fallen. Das hatte irgendwie etwas Beruhigendes.

Fun Fact: Hier wächst eine seltene Lotus Art, die auch Oga Lotus genannt wird. Dem japanischen Botaniker Ichiro Oga gelang es 1923, etwa 2000 Jahre alte Samen zum keimen zu bringen. Über das genaue Alter der Samen ist man sich aber nicht wirklich einig. Die Samen wurden 1951 auf 1040 – 1288 Jahre datiert, das Holz, welches über den Samen gefunden wurde, jedoch auf 3000 Jahre. Das Life Magazin, das die Geschichte 1952 veröffentlichte, datierte die Samen auf 2000 Jahre.

Trotz des Regens haben im Park viele wunderschöne Blumen geblüht. Hellrosa Fingerhut, gelber Frauenschuh, violette Azaleen oder blaue und lila Schwertlilien sind nur einige Beispiele dessen, was im Hamamatsu Flower Park im Mai blüht.

Obwohl sie wegen dem Regen ein wenig rutschig war, haben wir den Weg über die Hängebrücke im Norden des Parks genommen. Aber keine Sorge, sie hängt nicht wirklich durch und wackelt auch nicht.

In der Mitte des Parks, nicht weit weg vom Haupteingang, liegt oberhalb der Dancing Fountain das Gewächshaus „Crystal Palace“. Hier haben wir kurzzeitig etwas Schutz vor dem Regen gefunden und die vielen Orchideen, tropischen Pflanzen und Kakteen bewundert.

Westlich neben dem Crystal Palace befindet sich ein wunderschöner Rosengarten. Trotz des Regens haben die Rosen wirklich wunderschön geblüht. Auf der anderen Seite des Gewächshauses befindet sich die „Gedenk-Zone“. Hier stehen wirklich ausgefallene und sehr lustige Blumenfiguren. Am besten gefallen hat mir die sehr wild wirkende Orgel, die mich auch etwas an Alice im Wunderland erinnert hat. Außerdem hat man von hier den besten Blick auf die Wasserspiele, die bei unserem Besuch aber leider ausgeschaltet waren.

Sidestory: Da ich ja beide Hände zum fotografieren brauchte, habe ich keinen Regenschirm mitgenommen. Zwei Parkwächter fanden jedoch, dass ich keinesfalls nass werden durfte. Deshalb kamen sie sofort angefahren und haben mir einen Leihregenschirm gegeben. Damit war ich fortan vor dem eigentlich gar nicht kalten Regen geschützt.

Im Zoo von Hamamatsu

Nicht lange nachdem ich meinen Regenschirm bekommen habe, hat es, wie sollte es auch anders sein, aufgehört zu regnen. Zwar war es noch wolkig, aber immerhin trockener als vorher. Wir entschieden also, dass wir uns auf den Weg in den Zoo machen wollten.

Im Zoo leben über 100 Tierarten. Außerdem gibt es hier mit die meisten Primaten in ganz Japan. Besonders erwähnenswert sind die Goldenen Löwentamarine, die man sonst nirgends in Japan bewundern kann und der rote Panda.

Es gibt einen schönen Rundweg durch den Zoo, der auch immer wieder an Toiletten, Wickelräumen oder kleinen Imbissen vorbeiführt. Außerdem findest du ausreichend Sitzgelegenheiten, um etwas auszuruhen und die Tiere zu beobachten.

Der Zoo selber ist nicht übermäßig groß. Wir sind gemütlich durchspaziert und waren in rund 1,5 Stunden fertig. Manche Gehege waren sehr schön eingerichtet. Der Tiger beispielsweise kann durch einen kleinen Bambuswald streifen. Andere fand ich dagegen sehr lieblos, wie das Eisbärengehe. Allerdings erschienen mir fast alle Gehege ein wenig klein. Das ist aber in Deutschland ebenfalls das eine oder andere Mal ein Problem, vor allem in kleineren Zoos.

Hier siehst du ein paar Eindrücke aus unserem Zoobesuch:

Zurück im Hamamatsu Flower Park

Nach unserem Besuch im Zoo sind wir wieder gemütlich durch den Blumenpark zum Ausgang geschlendert. Wir haben noch den kleinen Bambuswald besucht und nochmal an den Seen entlanggelaufen. Nach etwas über 5 Stunden haben wir unseren Ausflug glücklich wieder beendet.

Fazit zum Hamamatsu Flower Park und Zoo

Ich persönlich fand den Hamamatsu Flowerpark extrem schön. Vor allem die Blumenfiguren haben mir sehr gut gefallen. Bisher kannte ich nur den Grugapark, in dem man ja auch viele Blumen und Themenbereiche bewundern kann. Ich glaube aber, dass der Park zur Kirschblüte noch viel schöner ist. Mitte/Ende Mai blüht zwar auch noch einiges, aber die größte Blumenpracht ist da schon vorbei.

Den Zoo fand ich recht klein und einige Gehege erschienen mir sehr lieblos und trist. Auch wenn er mir insgesamt dennoch gut gefallen hat, würde ich wohl nicht nochmal hingehen. Es gab eigentlich keine Tiere, die ich nicht auch in Deutschland anschauen könnte. Die Zeit kann man doch besser nutzen.

Ich würde den Flowerpark jedenfalls nicht komplett von der To-Do-Liste streichen. Je nach Jahreszeit kann ein Besuch das absolute Highlight sein. Zur Kirschblüte, vielleicht auch im Herbst zum „Indian Summer“ zum Beispiel. Meine Empfehlung wäre, den Besuch im Hamamatsu Flower Park mit einem Besuch am Hamana-See zu verbinden. Du könntest beispielweise morgens ab 9 Uhr in den Park und den Nachmittag dann am See verbringen. Hätte es nicht so geregnet und wäre nicht jemand mit akuter Höhenangst dabei gewesen, wäre ich auch sehr gerne mit der Seilbahn gefahren.

Insgesamt war es aber doch ein wirklich toller Tag, trotz des schlechten Wetters. Wir haben jedenfalls wirklich viel Spaß gehabt und den Tag in sehr guter Erinnerung behalten.

Ich hoffe, dir hat der Ausflug in den Hamamatsu Flower Park gefallen. Wenn ja, dann teile den Beitrag doch gerne mit deinen Freunden oder pinne ihn bei Pinterest!

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Hamamatsu – zu Fuß zu den Nakatajima Sanddünen

Im letzten Beitrag habe ich die Hamamatsu – die Stadt der Musik vorgestellt. Falls du auf deiner nächsten Japanreise eine Stadt besuchen willst, die bei ausländischen Touristen kaum bekannt ist, dann ist Hamamatsu eindeutig die richtige Stadt für dich! Neben typisch japanischer Architektur, jeder Menge Musik und sehr leckerem All gibt es aber auch landschaftlich etwas zu entdecken. Nämlich die Nakatajima Sanddünen.

 

Auf unserer Reise nach Hamamatsu sind wir etwas früh am Hotel gewesen. Um die Zeit bis zum Zimmerbezug zu überbrücken, haben wir und auf den Weg zum Meer gemacht. Immer geradeaus die Hauptstraße entlang. Es wurde ein wirklich toller Spaziergang mit sehr interessanten Einblicken in das tägliche Leben in einer Japanischen Stadt bei dazu noch schönstem Wetter.

 


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Von Hamamatsu City zu den Nakatajima Sanddünen

Nur wenn man sich auch die etwas weniger touristischen Bezirke einer Stadt anschaut, lernt man die Stadt und das Land besser kennen. Vor allem zu Fuß sieht man Dinge, die einem sonst verborgen blieben. Und bei genauerem Hinsehen fällt einem dann auf, was wirklich andres und was doch gleich ist wie bei uns in Deutschland. Deshalb haben wir uns auch dazu entschieden, zu laufen und nicht etwa den Bus zu nehmen.

Hamamatsu nahe der Innenstadt

Interessant sie einmal genauer zu betrachten, weil sie doch so anders als in Deutschland sind, sind die Parkplätze. Zum Beispiel der nahe unserem Hotel. Wer sich bei uns schon über zu kleine Parkplätze beschwert, sollte froh sein, seinen SUV oder Sportwagen nicht in Japan parken zu müssen.

Funfact: Anders als bei uns sind die Parkplätze oftmals nicht mit einer Schranke an der Ein- oder Ausfahrt gesichert. Jeder einzelne Parkplatz ist mit einer Sperre gesichert. Sie klappt ein, wenn ein Auto auf den Parkplatz fährt. Und direkt wieder hoch, wenn der Reifen drüber ist. Um wieder rausfahren zu können, müssen erst die Parkgebühren bezahlt werden. Ansonsten macht man sich beim Ausparken schlimmstenfalls das Auto kaputt, da man rückwärts über die Sperrvorrichtung fahren müsste.

In Japan gibt es gefühlt an jeder dritten Ecke einen Schrein oder Tempel. So hat es uns auch nicht verwundert, dass wir schon nach wenigen Metern an einem vorbeigekommen sind. Wer oder was aber genau im Rokusho Shrine verehrt wird, konnte ich leider nicht herausfinden.

Weiter liefen wir vorbei an kleinen Gassen und Straßen. Hier fällt auch auf, dass selbst Mehrfamilienhäuser hübscher und gepflegter aussehen als es bei uns oft der Fall ist. Graffiti, Schmierereien oder Müll sucht man in Japan weitestgehend vergebens.

Funfact: Fast alle Mehrfamilienhäuser haben einen Balkon. Der wird aber nur selten zur Entspannung genutzt. Er dient mehr dazu, Wäsche zu hängen, die Futons zu lüften und manchmal auch als Notausgang.

Auch einen kleinen „Park“ mit Spielplatz haben wir passiert. Das besondere hier: Es gibt ein öffentliches Toilettenhäuschen und ein Outdoorwaschbecken. Der Park ist eigentlich nur eine größere Wiese mit eben dem kleinen Spielplatz drauf. Neben dem Spielplatz stehen auch noch einige Picknicktische. Alles war extrem sauber und ordentlich. Und dass, obwohl es nicht einen einzigen Mülleimer gab!

Hamamatsu wird ländlicher

Einige Querstraßen später wird die Gegend merklich ländlicher. Die Siedlungsdichte nimmt immer mehr ab, es gibt auch kaum noch Mehrfamilienhäuser. Kurz darauf erreichten wir den Magome River. Von der Brücke hat man einen sehr schönen Blick auf den Fluss. Und auch das Geländer ist hübsch gemacht, mit den Drachenbildern.

Funfact: Im Magome River lebt ein kleiner Fisch. Oryzias latipes, bei uns besser bekannt als Medaka oder Reisfisch. Ein Fisch, der sich bei uns in den letzten Jahren steigender Beliebtheit erfreut. Medaka werden auch in Japan immer beliebter. Man hält sie dort oft in kleinen Behältern wie beispielsweise größeren Blumentöpfen vor dem Haus. Im Magome River leben noch die Wildform, aber mittlerweile gibt es, ähnlich wie bei Kois, immer mehr Züchtungen in den verschiedensten Farben.

Auch südlich des Magome River wird die Bebauung nicht mehr viel dichter. Ganz im Gegenteil. Nur wenige Minuten, nachdem wir den Fluss überquert haben, lies die Bebauungsdichte nochmal ordentlich nach. Viel mehr grün steht nun zwischen den Bäumen. Und schon bald tauchen die ersten Reisfelder neben der Straße aus.

Anders als ich es aus Deutschland kenne, gibt es auch heute noch viele Felder mitten in Wohngebieten. Das war damals in Soka so und auch in Hamamatsu konnte ich es beobachten. Bei uns stehen entweder die Bauernhöfe sehr einsam, oder die Felder befinden sich außerhalb von Siedlungen. In Japan mischt es sich auch heute zum Teil noch viel mehr. Da grenzt der Garten ans Gemüse- oder Reisfeld, das wiederum direkt neben einer Hauptstraße liegt.



Noch einmal überqueren wir den Magome River. Die Straße führt uns nun vorbei am Hamamatsu Festival Gelände, auf dem auch der Hamamatsu Festival Pavillon steht. Dort findet jedes Jahr vom 3. Bis zum 5. Mai das Hamamatsu Festival statt. Und das schon seit über 440 Jahren! Am 3. Mai füllt sich der Himmel mit Drachen aus über 170 Städten zu einem Drachenkampf. Falls du mehr erfahren willst, schau einfach auf die Homepage vom „Hamamatsu Festival Pavilion“.

Tipp: Falls du nach der Wanderung zum Strand auf Toilette willst, findest du öffentliche Toiletten auf dem Festivalgelände (oder zwischendurch auf dem bereits erwähnten Spielplatz).

Nakatajima Sanddünen

Nach rund zwei Stunden gemütlichen Spazierens, Staunens und Eis Schleckens (wir mussten unbedingt den Eisautomaten ausprobieren, der vor einer Apotheke stand!) haben wir dann auch endlich die Nakatajima Sanddünen erreicht. Schneller wäre es natürlich mit dem Bus gegangen. Mit der Buslinie Nummer 4, die alle 20 Minuten fährt, hätten wir keine 20 Minuten gebraucht. Aber hätten auch sehr viel weniger von Hamamatsu gesehen!

Am Eingang zu den Dünen steht ein großer Fels mit der japanischen Aufschrift Nakatajima Sakyuu, also Nakatajima Sanddünen. Von dort geht es eine kleine Treppe hinauf, bis man auch kurz darauf schon im Sand steht. Es lohnt sich, einen Blick auf die Hinweisschilder zu werfen, die dort am Eingang stehen. Die Schilder sind zum Teil auch auf Englisch. Man erfährt hier, dass die Unechte Karettschildkröte  (loggerhead turtle auf Englisch) hier am Strand ihre Eier ablegt! Und zwar hauptsächlich in den Monaten Mai bis August. Das führt zu einem Schlupf der jungen Schildkröten von Mitte August bis Oktober.

Mittlerweile werden die Schildkröten hier auch streng geschützt. Das Befahren des Strandes mit Fahrzeugen ist nicht mehr gestattet. Außerdem werden gefundene Schildkrötennester ausgegraben und an speziell geschützte Strandbereiche verbracht. Noch am Nachmittag bin ich auf etwas gestoßen, das wie ein Schildkrötennest aussah, welches sich mitten am Strand befunden hat. Ich vermute, dass die Ranger es wohl übersehen haben. Allerdings waren auch nicht übermäßig viele Menschen unterwegs, so dass dem Nest auch keine allzu große Gefahr drohte an diesem Tag.

Die Nakatajima Sanddünen sind sehr weitläufig. Über 4km Länge und bis zu 600m Breite erstrecken sie sich. Umbauten am Fluss und Beton Barrieren im Meer führten aber immer mehr zu einer Veränderung der Meeresströme, die die Sanddünen immer mehr schrumpfen lässt. Der Sand selber ist zwar sehr fein, aber es liegen stellenweise ziemlich viele Kieselsteine herum. Wir sind dennoch barfuß gelaufen und haben uns auch das erfrischende Meerwasser um die Zehen spülen lassen.

Bei den Einheimischen sind die Dünen auch ein beliebter Ort, sich den ersten Sonnenaufgang des Jahres anzusehen. Als wir da waren herrschte auch ein reger Lastwagenverkehr, da ein Gezeitendamm gebaut oder ausgebessert wurde.

Für uns war es ein wirklich toller Nachmittag, auch wenn wir von den richtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt nur die Nakatajima Sanddünen gesehen haben. Aber nachdem wir in Tokyo so viel angesehen hatten, wollten wir einen Gang zurückschalten. Slow Travel sozusagen, und wenn nur für einen Nachmittag.

Ich kann auch jedem nur empfehlen, die Stadt, die du besuchst, zu Fuß zu erkunden und dabei bewusst auch einen Teil der Stadt auszusuchen, der eben nicht so touristisch ist.

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Wieso du Hamamatsu – die Stadt der Musik – unbedingt besuchen solltest

Die meisten Leute, die das erste Mal nach Japan kommen, sehen vor allem Tokyo und Kyoto. So auch wir (auch wenn ich schon ein Jahr in Japan gelebt habe). Mein Freund kannte ja nur Kyoto und seine Eltern waren noch nie da. Doch wir wollten auch etwas anderes, weniger touristisches sehen. Und so entschieden wir uns für Hamamstau, in etwa auf halber Strecke zwischen Tokyo und Kyoto.


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Die wichtigsten Facts über Hamamatsu

Zunächst einmal liegt der Ort in etwa auf halber Strecke zwischen Tokyo und Kyoto, unseren anderen beiden Reisezielen in Japan. Aber das war natürlich nicht der einzige Grund, sich Hamamatsu anzusehen. Die Stadt ist Heimat von über 790.000 Einwohnern und liegt direkt am Meer.

 

Die wenigsten nichtjapanischen Touristen haben wohl je etwas von Hamamatsu in der Präfektur Shizuoka gehört. Das liegt wohl auch daran, dass Hamamatsu kein typischer Touristenort für ausländische Reisende ist. Wir wollten nicht nur die typischen Touristenorte sehen. Da ich 2007 in Toyohashi gelebt habe, es aber nie nach Hamamatsu geschafft habe (ich ärgere mich so sehr darüber, nie dort gewesen zu sein!), lag es also Nahe, dort einen Zwischenstopp einzulegen.

Wifi in Hamamatsu

Wir haben uns entschieden, den gesamten Urlaub über ohne japanische SIM-Karte oder ein WiFi-Gerät zu verbringen. Alleine mit der App Maps.ME kommst du schon sehr gut klar. Für sie brauchst du keine Datenverbindung, GPS ist vollkommen ausreichend. Und in Japan gibt es so viel Gratis-Wifi, dass man sich das Geld ehrlich gesagt auch sparen kann.

Es gibt wie fast überall in Japan sehr viele Gratis-WiFi-Spots in Hamamatsu. Wenn du etwas herunter scrollst, findest du auch die englische Beschreibung. Selbst in den meisten Supermärkten wie Lawson oder 7-Eleven kannst du kostenlos ins Internet, auch ohne dort etwas zu kaufen. Also meine Empfehlung: Spar dir das Geld für die SIM-Karte und geh lieber einmal richtig leckeren Aal essen

Fortbewegung in Hamamatsu

In Hamamatsu fahren hauptsächlich Busse. Die Bahnlinie für den Shinkansen und die JR Regionalbahnen führt lediglich durch den Süden der Stadt. Eine weitere Regionalbahn fährt gen Norden, führt allerdings nicht an den Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Das Bus-System in Hamamatsu ist aber hervorragend ausgebaut und sehr zuverlässig.

Damit weißt du jetzt das wichtigste, um dich in der Stadt fortzubewegen. Aber was hat Hamamatsu überhaupt zu bieten und hat es sich wirklich gelohnt, zwei Nächte in dieser Stadt zu verbringen?

So kommst du nach Hamamatsu

Wie ich eingangs schon sagte, liegt Hamamatsu ungefähr in der Mitte zwischen Tokyo und Kyoto. Auch wenn Hamamatsu über einen kleinen Flughafen verfügt, erfolgt die Anreise für dich ausschließlich über den Landweg.

Ab Tokyo Station fahren in regelmäßigen Abständen Shinkansen direkt nach Hamamatsu. Die Fahrt dauert je nach Zug 1,5 bis etwas über 2 Stunden. Alternativ kannst du auch einen Shinkansen ab Shinagawa Station nehmen.

Vom Flughafen Haneda aus musst du erst nach Shinagawa fahren und dort in den Shinkansen umsteigen. Aber auch dann bist du in ca. 2,5 Stunden am Bahnhof von Hamamatsu.

Ab Nagoya Station dauert die Fahrt mit dem Shinkansen 30-45 Minuten und kostet 5400 Yen. Wesentlich billiger aber auch erheblich langsamer sind die regionalen Züge. Knapp unter 20 Stunden Reisezeit kosten dafür auch weniger als die Hälfte des Preises, den du für die Fahrt mit dem Shinkansen bezahlen musst. Der Nagoya Airport ist übrigens der nächstgelegene internationale Flughafen. Die Reisezeit nach Hamamtsu beträgt mindestens 1,5 Stunden.

Wesentlich günstiger sind für Überlandfahrten mit einem Fernbus. Von Tokyo Shibuya/Shinjuku aus kostet der Bus ab ca. 3000 Yen, was rund ein Drittel des Preises ist, den wir für den Shinkansen bezahlt haben. Und auch nach Kyoto oder Osaka kostet dich die Fahrt mit dem Bus weniger als mit dem Shinkansen.

Unsere Fahrt mit dem Shinkansen

Wir haben uns schon vorab dazu entschieden, mit der Bahn, genauer dem Shinkansen anzureisen. Die Tickets dafür haben wir in Tokyo gekauft. Der Preis lag bei rund 9000Yen inklusiver Reservierung pro Person.

So ging es also total entspannt in einem frisch geputzten und absolut pünktlichen Schnellzug von Tokyo nach Hamamatsu. Die Züge sind wirklich gigantisch! Wir hatten ohne Ende Platz und ich konnte sogar meinen Koffer vor meine Beine stellen und es war immer noch genug Raum für meine Beine! Versuch das mal in der ersten Klasse im ICE, geschweige denn in der zweiten!

Zunächst ging es durch den “Moloch Tokyo”. Gut, wirklich hübsch sind die meisten Gebäude nun nicht. Aber doch sehr faszinierend. Architektonisch so vollkommen anders als das, was wir in Deutschland gewohnt sind. Das liegt sicherlich nicht zuletzt an den vielen oberirdischen Stromleitungen. Aber gut, bei den vielen Erdbeben macht es Sinn. Es ist so sicherlich wesentlich einfacher zu reparieren.

Noch in Tokyo
Aus dem Shinkansen heraus sieht man den Fuji

Nicht lange und wir waren raus aus dem Stadtgebiet von Tokyo und Yokohama. Plattes Land, kleine Städtchen, die noch unterschiedlicher zu unseren europäischen Ortschaften waren. Und bald kam er, der Fuji! Wenn man schon keine Gelegenheit hat, direkt zum Fuji zu reisen, dann muss man ihn wenigstens aus dem Zug heraus bewundern! Zu perfekt sieht er aus, so gleichmäßig geformt mit seiner weißen, schneebedeckten Spitze.

Nach etwa 2 Stunden Fahrt kamen wir dann endlich auch an in Hamamatsu. Da ich einige Monate in Toyohashi gelebt habe, eine Stadt nicht weit entfernt, wusste ich in etwa, was uns erwarten würde. Keine gigantischen Hochhäuser und keine großen Menschenmassen, so viel war sicher.

Ankunft in Hamamatsu

Hamamatsu ist die Heimatstadt von Kawai. Das wurde auch direkt bei der Ankunft deutlich gemacht. Wunderschöne Klaviere waren am Bahnhof ausgestellt, dazu Fotos von berühmten Musikern, die auf Kawai-Klavieren spielen. So auch ein Bild von Yoshiki von X-Japan. Wegen dieser Band hat mich überhaupt erst die Japanleidenschaft so richtig gepackt, so dass ich dann auch Japanisch studiert habe. Das bemerkenswerteste war aber das kleine, vielleicht drei oder vier Jahre alte Mädchen, dass dort am Klavier saß und spielte, als ob sie es schon seit Jahrzehnten könnte! Wir wollten gar nicht weiter gehen und hätten stundenlang zuhören können.

Unser Hotel lag nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Zu nah für ein Taxi. Im Grunde lag nur eine Häuserreihe zwischen uns und unserem Ziel. Das Einchecken ins Hotel war recht einfach. Da wir aber noch etwas früh dran waren, durften wir zunächst unser Gepäck zwischenlagern, da wir noch nicht auf unsere Zimmer konnten.

Yoshiki zu sehen am Bahnhof von Hamamatsu!

Was hat Hamamatsu zu bieten? Die schönsten Sehenswürdigkeiten kurz vorgestellt

Stadt der Musik

Musik ist sehr wichtig für Hamamatsu. Immerhin stammt der berühmte Instrumentenhersteller Yamaha von hier. Aber auch Kawai und Roland produzieren in Hamamatsu Instrumente. Da wundert es auch nicht, dass es in der ATC City eine Konzerthalle gibt, die speziell auf klassische Musik ausgelegt ist sowie das einzige öffentliche Musikmuseum Japans, in dem du über 1300 Musikinstrumente aus der ganzen Welt ansehen kannst. Die ATC City befindet sich übrigens direkt auf der nördlichen Seite vom Bahnhof und ist entsprechend supereinfach zu erreichen.

Der ATC Tower ist das höchste Gebäude der Stadt. Direkt nach der Ankunft am Bahnhof fällt es einem ins Auge. Der 213m hohe Turm (das sind 43 Etagen!) gehört zur ACT City Hamamatsu. Er ist übrigens der höchste und auch einzige Wolkenkratzer der Region Tokai. Optisch ist er einer Harmonika nachempfunden.

Blick auf ATC Tower und ATC City
Der ATC Tower überragt alle anderen Gebäude

Ebenfalls ein Zeichen der Musikverbundenheit der Stadt ist das Chopin-Denkmal. Es ist eine 1:1 Kopie des polnischen Originals, das im Warschauer Lazienki-Park steht.v

Weitere Sehenswürdigkeiten in Hamamatsu

Hamamatsu liegt direkt am Meer. Eigentlich ist das alleine schon Attraktion. Aber es gibt auch die Nakatajima-Sanddünen, die mit zu den größten Dünen Japans gehören. Über den Strand und unseren Nachmittag am Meer erzähle ich dir in einem späteren Beitrag etwas mehr. Nur so viel, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Eingang zu den Nakatajima-Sanddünen

Nukumori no Mori (ぬくもりの森), das Dorf der Wärme. Wenn man es besucht, fühlt man sich, als wäre man in einem Studio Ghibli Film. Studio Ghibli (Mein Nachbar Totoro) ist eines der berühmtesten, wenn nicht sogar DAS berühmteste Animationsstudio für japanische Animefilme weltweit. Und doch haben das Dorf und das Filmstudio keinerlei Verbindung miteinander. Eigentlich ist es eher ein Einkaufsgebiet für Touristen, wo du aber auch ein Restaurant, ein sehr schönes Café und ein Museum findest. Ursprünglich gebaut vom Architekten Shigeyoshi Sasaki als Designbüro und Werkstatt ist es in den letzten 20 Jahren zu einem kleinen Touristenmagneten gewachsen.

Bereits im Jahr 1570 wurde die Burg Hamamatsu als Militär- und Politikzentrum errichtet. Und zwar von keinem geringeren als dem ersten Shogun und Begründer des Tokugawa-Shogunats Tokugawa Ieyasu. Doch nicht etwa die sehr sehenswerte Burg ist heute das Wahrzeichen der Stadt, sondern der ATC Tower. Dennoch lohnt ein Besuch der Burg. Zur Burg fahren mehrere Busse, unter anderem die Linien 8, 30 und 40. Abfahrt ist alle paar Minuten ab Hamamatsu Bahnhof.

Die Burg von Hamamatsu ist ausgesprochen sehenswert, wenn natürlich nicht vergleichbar mit der Burg Himeji oder der Burg in Osaka. Unterhalb der Burg Hamamatsu liegt ein wunderschöner Park, durch den es sich zu spazieren lohnt, nachdem man die Burg besucht hat.

Ein sicher etwas außergewöhnliches Museum befindet sich in der Hamamatsu Diorama Fabrik. Takuji Yamada stellt hier regelmäßig seine Werke aus, die in Abhängigkeit von seinen jeweiligen Projekten stetig ausgewechselt werden.

Soichiro Honda, der Begründer der Honda Motor Co., Ltd., stammte aus einem kleinen Ort, der mittlerweile im heutigen Hamamatsu liegt. Im Honda Soichiro Craftsmanship Center kannst du mehr über ihn und die Entstehung des Weltkonzerns erfahren.

Etwa 3km nördlich des Hamana-Sees liegt die Ryugashido Tropfsteinhöhle. Mit dem Bus der Linie 45 „Okuyama Linie“ brauchst du ab Hamamatsu Bahnhof etwa eine Stunde. Übrigens ist der Eintritt in die Tropfsteinhöhle frei. Geöffnet ist sie von April bis Oktober von 9:30 bis 16:30. Bei (drohendem) Hochwasser kann sie allerdings auch kurzfristig geschlossen werden.

Rund um den Hamana-See

Westlich der Nakatajima-Sanddünen befindet sich der Eingang zum Hamana-See, einem Süßwassersee, in den auch Meerwasser eindringt, in dem sich Meerwasser und Süßwasser mischen. Allerdings entstand die Verbindung zum Meer erst 1498, als ein Erdbeben die Sandbank zwischen See und Pazifik beschädigt und so eine offene Verbindung schuf. Heute ist der See ein sehr beliebtes Ausflugsziel mit vielen Attraktionen.

 

Im See gleich hinter dem Zugang zum Meer befindet sich eine kleine Insel. Auf dieser steht eines der unverkennbaren roten Torii. Um hier her zu kommen fahrt ihr am besten mit der Bahn (Tokaido Linie) nach Bentenjima. Dort könnt ihr auch in den Bus Nummer 10 umsteigen, der euch noch ein Stückchen weiter Richtung Strand bringt.

Ebenfalls am südlichen Ende des Sees, aber nördlich der Straße 301, an der Haltestelle Araimachi (die genau genommen schon zur Stadt Kosai gehört). Dort finden auf einem abgegrenzten Areal Speedbootrennen statt.

 

Über die Hamanakoo-Brücke erreicht du den Hamanako Garden Park. Verwechsle ihn nicht mit dem Hamamatsu Flower Park, der weiter nördlich liegt! Der Hamanako Garden Park ist sehr weitläufig angelegt. Hier gibt es unter anderem wunderschön angelegt Blumenfelder, Spielplätze oder auch eine Aussichtsplattform. Vom Aussichtsturm aus kann man bei gutem Wetter sogar den Fuji sehen! Auf der südlichen Seite der Brücke kannst du vorher noch das Hamanako Aquatic Experience Center “Wotto” besuchen und viel Wissenswertes über die Tiere des Hamana-Sees lernen.

Am Nordöstlichen Ende des Hamanakoo gibt es eine Seilbahn namens Kanzanji Ropeway. Mit der Buslinie 30 fährst du vom Hauptbahnhof aus rund 55 Minuten. An der unteren (südlichen) Station liegt auch der Hamanako Pal Pal, ein Freizeitpark mit über 30 Attraktionen.

 

Etwas kürzer, nämlich 45 Minuten, ist die Fahrzeit zum Hamamatsu Flower Park mit angeschlossenem Zoo. Du kannst beide zusammen oder nur einen von beiden Parks besuchen. Im Hamamatsu Flower Park gibt es ebenfalls viele tolle Blumenfelder und Seen, aber auch Blumenfiguren und Tropenhäuser zu bewundern. Obwohl es bei unserem Besuch viel geregnet hat, hat sich der Tag aber mehr als gelohnt. Doch dazu in Kürze mehr in einem eigenen Beitrag.

Auch bei Regen einen Besuch wert: Der Hamamatsu Flower Park

Auch ein Onsen, das Kanzanji Onsen findest du in der Nähe der Seilbahn und des Hamamatsu Flower Parks. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hamana Sees gibt es noch die Mikkabi Onsen und im Süden bei Bentenjima das Bentenjima Onsen. Entsprechend ist hier auch für ausreichend Entspannung gesorgt.

Weitere spannende Facts vom Hamana-See

Hamamatsu ist berühmt für Frischwasseraal (Unagi). Schon seit mehr als 100 Jahren werden die in ganz Japan berühmten Aale im Hamana-See gefangen (genauer gesagt gezüchtet). Aal-Farmer kaufen dazu kleine Glasaale von Fischern, ziehen sie im Seewasser groß und verkaufen sie an Restaurants und Hotels. Wer jemals Süßwasseraal-Sushi gegessen hat, weiß, wie lecker diese Aale sind. Leider sind sie aber auch nicht billig. Zudem finden sich im Hamana-See noch e Chinesische Weichschildkröten, Austern, Nori und Garnelen.

TIPP: Besuche die Unagi-Pie Fabrik und kaufe dir dort ausgefallene Backwaren oder besuche das angeschlossene Café.

Am Hamana-See wird heute noch mit Speeren gefischt. Seit über 100 Jahren hat das Speerfischen hier schon Tradition. Von Mai bis September fahren die Boote zum Sonnenuntergang los. Wer mag kann auch eine Tour buchen und gleich im Anschluss die Beute zubereiten lassen und noch vor Ort verspeisen.

Shopping in Hamamatsu

Trotz der Konkurrenz aus dem Internet und der großen Städte hat Hamamatsu noch immer eine hübsche Innenstadt mit diversen Einkaufsmöglichkeiten. Zwar findest du hier keine gigantischen Einkaufszentren wie in Tokyo oder Osaka, aber auch in Hamamatsu hat es das eine oder andere kleine Einkaufszentrum, zum Beispiel das ZaZa City.

Noch immer gibt es auch kleine Geschäfte in Hamamatsu. Dunkel erinnere ich mich daran, dass 2007 in Toyohashi viele Geschäfte geschlossen und die Ladenfenster mit Brettern zugenagelt waren. Dieses Schicksal hat Hamamatsu glücklicherweise noch nicht ereilt. Ich hoffe auch sehr, dass es so bleiben wird.

Wo du in Hamamatsu am besten wohnst

Wir haben uns für ein Hotel entschieden, dass direkt am Bahnhof liegt, nämlich das Comfort Hotel Hamamatsu. Mit rund 60€ pro Zimmer inklusive Frühstück war es ein echtes Schnäppchen. Das Hotel ist sehr zentral gelegen, nur etwa 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Die Zimmer waren sauber und wie erwartet japanisch klein. Mit zwei großen Koffern kann es da auch schon mal etwas eng werden. Aber da wir unsere Zimmer ohnehin nur zum schlafen benötigen und uns tagsüber draußen aufhalten, macht das gar nicht viel aus. Auch das Frühstück war hervorragend. Es gab verschiedenes Gebäck, Cornflakes, Reis, Salat und Fleisch. Wer Wurst und Käse erhofft, wird allerdings wohl enttäuscht sein. Natürlich hat das Hotel auch kostenloses WiFi im Zimmerpreis inklusive.

Man spricht am Empfang auch Englisch und ist unglaublich freundlich und zuvorkommend. Am Tag der Ankunft waren wir etwas zu früh dran und konnten noch nicht auf unser Zimmer. Wir durften dort aber unser Gepäck in einem abgeschlossenen Raum abstellen und konnten sofort los, Hamamatsu anschauen. Gleiches auch am Abreisetag, da wir noch zur Burg wollten, haben wir unser Gepäck nach dem Auschecken noch untergestellt, bis wir dann gegen Mittag weitergefahren sind nach Kyoto.

Wer keinen großen Wert auf Luxus legt, aber dennoch sehr schöne und saubere Zimmer einem Kapselhotel oder Airbnb vorzieht, der macht im Comfort Hotel Hamamatsu absolut gar nichts verkehrt. Auch über das Frühstück gibt es absolut nichts Negatives zu sagen, ganz im Gegenteil. Abends kann man gut in der Umgebung essen

Wer etwas tiefer in die Tasche greifen will, der nimmt sich ein Zimmer im Okura Act City Hamamatsu mit grandiosem Ausblick über Hamamatsu und, wenn du auf der richtigen Seite untergebracht wirst, bis hin zum Meer.

Etwas höhere Preise als das Comfort Hotel Hamamatsu bei etwa gleicher Lage bieten auch das Hotel South Garden Hamamatsu oder das Hotel Ascent Hamamatsu. Auf der anderen Seite des Bahnhofs wären das Daiwa Roynet Hotel Hamamatsu oder das Hotel Ascent Plaza Hamamatsu.

Falls du lieber direkt am Hamana-See übernachten willst, empfehle ich das Sansuikan Kinryu oder das Izumigo Lake Hamana Grand Hotel Sazanamikan, die beide nicht allzu weit vom Hamamatsu Flower Park und der Seilbahn entfernt liegen.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees befinden sich zwei günstige Ryokans. Zum einen das OYO minsyuku.susizen, zum anderen das OYO Ryokan Hamanako no Yado Kosai. Beide sind ideal für den kleinen Geldbeutel, auch besonderen Komfort musst da dafür aber auch verzichten. Etwas luxuriöser ist es dann doch im Hotel Listel Hamanako, das direkt am Lake Inoha liegt. Im Süden des Sees, nicht weit entfernt vom Meer, nächtigst du gut im Hamanako Resort & Spa The Ocean.

Wie viel Zeit brauchst du für die Stadt?

Wir haben zwei Nächte in Hamamatsu verbracht. Am ersten Nachmittag waren wir am Meer, den nächsten Tag haben wir trotz strömenden Regen im Flower Park und Zoo verbracht und am Vormittag des dritten Tages waren wir die Burg besichtigen.

Die Zeit hat einfach absolut nicht gereicht, um noch mehr anzuschauen. Im Nachhinein würde ich eher mindestens 3-4 Nächte einplanen. Und selbst dann wird man nicht alles ansehen können, da viele Attraktionen erst um frühestens 9 Uhr öffnen und oft zwischen 16 und 17 Uhr wieder schließen.

Einen Wermutstropfen aber gibt es doch

Wie ich eingangs ja bereits erwähnte, ist Hamamatsu bei ausländischen Touristen ziemlich unbekannt. Leider spiegelt sich das bei den meisten Sehenswürdigkeiten wieder. Kaum ein Schild ist auf Englisch. Und auch die Einheimischen sind den Anblick von Ausländern nicht so gewöhnt wie man es in Tokyo, Kyoto oder Osaka ist. Dabei hat Hamamatsu so viel zu bieten!

Wer noch einen Ort besuchen will, der kulturell dem „echten“ Japan noch näher ist als die bekannten Touristenhotspots und wer sich mit Google Translate oder grundlegenden Japanischkenntnissen zu helfen weiß, dem sei ein Besuch in Hamamatsu sehr ans Herz gelegt!

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