Kulinarisches Weinstadt

Vor einiger Zeit habe ich schon über die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in und um Weinstadt herum berichtet. Allen Genussmenschen sei nun dieser Artikel gewidmet, in dem ich euch die kulinarischen Highlights aus der Stadt Weinstadt vorstellen. Wie der Name der Stadt schon verrät, geht es hier hauptsächlich um Wein. Dies ist übrigens mein Beitrag zur „Kulinarischen Weltreise – Deutschland„.


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Ganz kurze Infos zu Weinstadt

Da du alle wichtigen Details zu Weinstadt in meinem Blogpost „Weinstadt im Remstal – Wein, Wandern, Kultur, Natur“ finden kannst, folgt hier nur das Wichtigste in Kürze: Weinstadt liegt in der Nähe zu Stuttgart, malerisch eingebettet zwischen Hügel, auf denen Weinberge und Wälder wachsen. Über die B29 oder mit der S1 kommst ganz einfach und schnell von Stuttgart nach Weinstadt.

Weinstadt gliedert sich in fünf Stadtteile, zu denen teils noch Neubaugebiete und abgegangene Wohngebiete gehören. In jedem Stadtteil wird übrigens Weinbau betrieben!

Kulinarische Highlights in Weinstadt – Der Wein

Fangen wir mit dem allerwichtigsten an, dem Wein. Der Wein dominiert bereits das Stadtwappen. Unter einer liegenden Hirschstange sieht man groß eine goldene Weintraube. Der Name der Stadt ist wirklich überall Programm. Mit 502 Hektar Rebfläche zählt Weinstadt als eines der größten Weinbauzentren des Landes Baden-​Württemberg.

Über 30 Rebsorten werden hier angebaut. Der beliebteste Wein der Region ist der Trollinger, der auch inoffiziell als württembergisches Nationalgetränk gilt. Daneben sind auch die Sorten Riesling und Lemberger ausgesprochen gefragt. Neben weiteren traditionellen Weinsorten gibt es auch einige Neuzüchtungen auf den Weinbergen Weinstadts zu entdecken.

Geschichtliches zum Wein in Weinstadt

Seit fast 1000 Jahren wird Wein im unteren Remstal angebaut – mindestens. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1086. Aber es gibt Funde von Rebmessern, die darauf hindeuten, dass schon zu Zeiten der alten Römer hier Weinbau betrieben wurde. In Weinstadt war der heutige Stadtteil Schnait der erste, der schriftlich über den Weinbau berichtete, nämlich im Jahr 1238.

Die Remstalkellerei in Beutelsbach wurde noch während des 2. Weltkrieges im Jahr 1940 gegründet. Die übrigens Keltern (so nennt man die Gebäude, in denen der Wein gekeltert, also gemacht wird), sind weitestgehend verschwunden. In Strümpfelbach aber gibt es noch eine sehr alte Kelter aus dem Jahr 1533. Sie wird heute allerdings nicht mehr als Kelter sondern als Veranstaltungsort genutzt.

Seit dem Höhepunkt der Rebfläche um 1500 herum wurden immer weniger Flächen zum Weinbau genutzt. Doch in den letzten Jahrzehnten gab es eine Trendwende und nun wird wieder mehr Wein angebaut, der sich auch steigender Beliebtheit erfreut.

Weingenossenschaft und Weingüter in Weinstadt

Die Weingenossenschaft Remstalkellerei alleine lagert 700.000l Wein. Der Weinkeller der Remstalkellerei gilt als der größte in Süddeutschland. Zu finden ist er im Stadtteil Beutelsbach. Die Remstalkellerei funktioniert etwas anders als ein Weingut. Hier werden die Weintrauben der Mitglieder „gesammelt“, während Weingüter in der Regel nur ihre eigenen Trauben verarbeiten.

Leuchtender Weinberg in Weinstadt

Insgesamt gibt es in Weinstadt 21 Weingüter sowie die Remstalkellerei. In Strümpelbach sind insgesamt sechs Weingüter beheimatet, in Endersbach eines, in Beutelsbach drei sowie die Remtalkellerei. In Schnait finden sich sechs Weingüter, in Großheppach fünf und in Gundelsbach noch eines.

Viele der Weingüter sind schon seit Jahrhunderten in Familienbesitz. Andere dagegen wurden zum Teil erst vor wenigen Jahren bis Jahrzehnten gegründet. Auch wenn heute natürlich vieles maschinell geht, so ist der Weinbau noch immer geprägt von sehr viel Handarbeit. Das Reben schneiden in Herbst und Winter sowie das anschließende Anbinden lassen sich maschinell nicht bewerkstelligen. Und aufgrund der teils sehr steilen Lage der Weinberge wird auch noch immer vieles von Hand geerntet. Das merkt man aber auch an der Qualität der Weine, die ganz sicher keine billige Massenware sind.

Wenn du mehr wissen willst zu den Weinen Weinstadts, dann schau am besten auf der Übersichtsseite „Weingüter und Kellereien in Weinstadt„.

Weinstadt – mehr als Wein: Beutelsbacher Fruchtsäfte

Das Bild rund um Weinstadt ist zumeist geprägt von Weinbergen. Daneben finden sich aber sehr viele Streuobstwiesen und teilweise sogar kleine Obstplantagen, auf denen beispielsweise Äpfel oder Himbeeren angebaut werden.

Gegründet 1936 entwickelte sich die Beutelsbacher Fruchtsaftkelterei zu einem international agierenden Unternehmen. Die Fruchtsäfte werden nach Bio- und Demeter-Standard produziert. Zudem sind die meisten Säfte auch vegan. Und selbstredend wird auch auf den Einsatz von Gentechnik bei der Produktion der Fruchtsäfte verzichtet. Und auch die Gemüsesorten müssen samenfest und frei Gentechnik sein. So wird garantiert, dass die Bio-Bauern unabhängig sind von den Sattgutherstellern.

Auf dieser Streuobstwiese wächst der Saft von morgen

Jeden Herbst kannst du beobachten, wie Besitzer von Streuobstwiesen ihre Äpfel anliefern. In der Regel bekommen die Lieferanten kein Geld sondern können später Apfelsaft abholen. Jedes Jahr ist es ein Spektakel und spannend zu sehen, wie ertragreich die Streuobstwiesen rund um Weinstadt aufgrund der alten Apfelsorten doch sind.

Kulinarisches Weinstadt - Gourmet Berner

Ursprünglich gegründet wurde Gourmet Berner in Stuttgart als ein Nebenerwerbsbetrieb für Dauerkulturen (z. B. Apfel oder Steinobst). Seit 1994 wurde der Betrieb von Johannes Berner immer weiter ausgebaut. Zunächst wurden die ersten Erzeugnisse unter anderem auf Weihnachtsmärkten verkauft, bis 2004 ein Großßhandel für Feinkostprodukte eröffnet wurde, der mit dem Stammhaus, das auch als Shopreferenz dient, seit 2014 in Weinstadt Großheppach vertreten ist.

Dort befindet sich ein sehr großer Shop (die Gourmet Berner Genusswelt), in dem du allerlei Leckereien bekommst. Von Gewürzen über Tee bis hin zu leckeren selbstgebrannten Likören findest du alles, was das Gourmetherz begehrt. Neben der Genusswelt gibt es dort auch die Kostbar, in der du den ganzen Tag leckerstes Essen bekommst, unter anderem die ebenfalls aus Weinstadt stammenden Baacher Forellen. Auch die Brennerei der hauseigenen Liköre steht hier in Weinstadt.

Gourmet Berner Produkte in Rothenburg ob der Tauber

Mittlerweile ist Gourmet Berner aber nicht mehr nur regional vertreten. Selbst in Rothenburg ob der Tauber und in meiner Heimatstadt Mülheim an der Ruhr habe ich die Produkte schon gesehen. In Mülheim zum Beispiel gibt es die Produkte im Rhein-Ruhr-Zentrum und sogar im Jumbo-Zoo!

 

Wie du siehst hat Weinstadt kulinarisch wirklich einiges zu bieten. Bist du eher der Weintrinker oder wären Säfte oder Liköre aus Weinstadt dein Favorit? Verrate es mir doch in einem Kommentar!

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Die kulinarische Weltreise - Deutschland

Geschenkideen für Japan-Fans

Geschenkideen für Japan-Fans

(Update November 2019) Hast du einen Japan-Fan in deiner Familie oder deinem Freundeskreis? Hast du schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Vielleicht steht bald ein Geburtstag an, für den du noch auf der Suche nach dem ultimativen Geschenk bist? Oder willst du dich selber beschenken? Dann lasse dich heute inspirieren von meinen Geschenkideen für Japan Fans! Ob Geschirr, Deko, Spielzeug, Filme, Bücher oder Essen, meine absoluten Favoriten habe ich dir hier zusammengestellt.

Bei meiner Auswahl habe ich mich bemüht, dir nur Produkte vorzustellen, die in Japan (und nicht etwa China) hergestellt werden oder mindestens von japanischen Designern stammen. Trotz allergrößter Sorgfalt und Recherche bei Unsicherheiten kann ich aber nicht dafür garantieren, dass alle gemachten Angaben auch tatsächlich richtig sind. Damit du alles zusammen kaufen kannst, habe ich Amazon als Quelle ausgewählt.

Bitte bedenke auch, dass nicht alle in Japan verkauften Produkte auch dort hergestellt werden. Und nur weil etwas aus China stammt, muss es nicht automatisch schlecht sein. Deshalb wirst du vereinzelt auch Produkte finden, die möglicherweise nicht aus Japan stammen. Das wird aber soweit wie möglich eher eine Ausnahme bleiben.

Ich kann dir versichern, dass die Erstellung des Beitrags viele Stunden in Anspruch genommen hat. Nicht immer war die Herkunft eindeutig ausgewiesen, dann war ein wenig Recherche nötig. Und um auch wirklich schöne oder ausgefallene Dinge zu finden, musste ich teilweise über 200 Seiten zu einem Suchwort durchsehen. Denn auf Seite 1 gucken kann jeder, die wahren Schätze verbergen sich oft auf den hintersten Seiten.

Blick auf Tokyo

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Make-up und Kosmetik aus Japan

Jeder, der einmal in Japan war, weiß, dass Japanerinnen extrem großen Wert auf ihr Äußeres legen. Pflegeprodukte und Kosmetik sind für die meisten Frauen in Japan sehr wichtig. In fast allen Kaufhäusern gibt es Schminkräume mit teilweise extra beleuchteten Spiegeln. Wenn du nach einem wirklich besonderen Geschenk für eine Frau suchst, sind japanische Kosmetikprodukte deine Wahl.

Natürlich darf auch das richtige Make-up nicht im Schminkschrank eines echten Japan-Fans fehlen. Von relativ günstig bis absolut hochwertig findest du in Japan jede Art von Make-up. Sicher ist da auch für dich das passende Geschenk dabei.

Geschirr und Keramik

Hochwertiges japanisches Keramik-Geschirr ist oft in aufwendiger Handarbeit bemalt. Aber auch Produkte, die für die breite Masse hergestellt werden sind oft wunderschön. Wie wäre es mit wunderschönen Schalen für Miso-Suppe oder Reis?

Reis- und Suppenschüsseln

Japanische Reisschüsseln Einzelstücke

Japanische Reisschüsseln im Set

Für Sushifans

Für jeden Sushi-Fan gehört selbstverständlich auch das entsprechende Geschirr in den Schrank. Deshalb habe ich dir hier eine Übersicht über Sushi-Teller zusammengestellt. Denn gerade beim Sushi-Geschirr gibt es einige wunderschöne und ausgefallene Designs.

Wenn du mehr als nur einen schönen Teller suchst, dann sind vielleicht die folgenden Sushi-Sets etwas für dich oder deinen Japanfan?

Zu einem richtigen Sushi gehören natürlich auch die passenden Stäbchen. Klar soweit. Aber wusstest du, dass du deine Stäbchen besser auf der Stäbchenbank ablegen solltest? Hier findest du eine Auswahl an japanischen Stäbchen.

Für den Sushi-Einsteiger eignen sich auch hervorragend vorgefertigte Sushi-Sets. So gelingt das erste selbst gemachte Sushi garantiert.

Teezeremonie

Für Tee-Liebhaber gibt es auch wunderschöne Tee-Sets. Eine Teekanne, vielleicht dazu mehrere kleine Becher oder darf es doch lieber einfach nur ein Becher sein? Diese speziellen Becher heißen übrigens Yunomi. Vor allem Yunomi werden sehr oft von Hand gefertigt. Deshalb sehen zwei Tassen niemals gleich aus. Oft bekommt man Yunomi-Sets mit zwei Bechern in unterschiedlicher Größe. Ein Becher ist für den Mann und einer für die Frau. Diese Sets heißen dann Meoto Yunomi. Meoto Yunomi haben ein ähnliches Design, wobei die beiden Tassen sich auch innerhalb eines Sets farblich unterscheiden können.

Teekannen

Yunomi und Meoto Yunomi

Andere Becher und Tassen

Matcha und Zubehör

Natürlich darf für einen echten Japan-Fan auch nicht der Matcha fehlen. Das ist feingemahlener Grüntee, der mit einem speziellen Besen aufgeschäumt wird. Diese Besen werden in der Regel aus Bambus hergestellt. Je nach Preis haben sie mal mehr oder weniger Borsten.


Für Geduldige

Japaner sind sehr geduldig und geben nicht so schnell auf. Was wäre also naheliegender um die Geduld und Ausdauer deiner Kinder zu trainieren als ein Puzzle oder Rätselspiel?? Natürlich sind sie auch für Erwachsene hervorragend geeignet! Mein Favorit ist dabei das 1000-Teile Schwarze Puzzle aus Japan. Nur was für echte Geduldsmenschen!


Spielsachen

Japan ist eine sehr verspielte Nation. Nicht nur die größten Konsolenhersteller kommen aus Japan. Dort wird auch jede Menge lustiges Spielzeug verkauft, mit dem man sicherlich auch hier dem einen oder anderen Kind oder im Herzen Kind Gebliebenem eine große Freude machen kann. Meine Pokemon-Favoriten habe ich hier für dich gesammelt:

Es gibt viele wunderschöne und kurzweilige Brettspiele mit Japanbezug. Dazu gehört natürlich der Brettspieleklassiker MOnopoly. Aber e sgibt noch viel mehr familienfreundliche Brettspiele für Japanfans:

Dekoration

Es gibt soooo viele Dekorationsgegenstände, dass ich vermutlich hunderte hier aufzeigen könnte. In dieser Rubrik findet ihr nicht nur original japanische Produkte, sondern auch Dekoartikel mit Japanmotiven.

Es werde Licht

Das richtige Licht kann die Stimmung in einem Zimmer sehr beeinflussen. Deshalb stelle ich dir eine kleine aber sehr feine Auswahl an japanischen Lampen und Lampen mit Japan-Motiven vor.

Bilder, Poster, Wandtattoos und mehr

Weiße Wände wirken sehr steril. Hänge doch einfach eines dieser wunderschönen Bilder auf! Oder beklebe deine Tür oder sogar das Fenster und hole die Japan ins Zimmer.

Uhren

Wenn bei uns die Sonne auf geht, geht sie in Japan schon fast wieder unter. Im Sommer beträgt die Zeitdifferenz 7 Stunden, im Winter sogar 8. Damit du immer weißt wie spät es ist (hier oder in Japan), kaufe am besten eine dieser tollen Uhren mit Japanmotiven. Ich persönlich finde ja die Schallplattenuhren richtig toll und werde davon sicherlich auch eine zu Weihnachten oder Ostern verschenken.

Glücksbringer - engimono 縁起物

Und ganz zum Schluss habe ich noch eine gemischte Auswahl an weiteren Dekoartikeln für echte Japanfans für dich. Tanuki sind japanische Waschbären und stehen in Japan vor vielen Geschäften aber auch Privathäusern und sollen Glück und Wohlstand bringen. Bezeichnend sind ihre überdimensionalen Hoden. Achtet da einmal drauf!
Die Maneki Neko, auch bekannt als Winkekatze, ist ebenfalls ein Glücksbringer. Je nach Farbe hat sie eine etwas andere Bedeutung und bringt Gesundheit, Liebe, Wohlstand oder hält böse Geister fern.

Fukuro sind Glückseulen, die in Japan ebenfalls sehr bekannt und beliebt sind.

Ähnliches gilt für den Daruma, der Glück und Erfolg bringen soll. Der Daruma hat anfangs weiße Augen, die man nach und nach ausmalt. Und zwar dann, wenn man einen konkreten Wunsch hat. Diesen formuliert man aus, bemalt das Auge und der Daruma arbeitet dann an der Erfüllung des Wunsches. Dann stellt man den Daruma dort auf, wo man ihn gut sehen kann. Erfüllt sich der Wunsch vor Ablauf eines Jahres, dann malt man auch das zweite Auge aus.
Kokeshi Puppen waren früher Spielzeuge, heute werden die wunderschönen und hochwertigen Holzpuppen als Glücksbringer zum Beispiel für Fruchtbarkeit und reiche Ernte verschenkt.

Weitere Geschenkideen für Japanfans

Doch noch nicht das richtige gefunden? Dann habe ich zum Abschluss noch ein paar weitere Ideen für dich. Fußmatten, Bento (Lunch)-Boxen oder Schreibwaren, es gibt noch so vieles, was du einem Japan-Fan (oder dir selbst) schenken kannst!

Wenn dir meine Auswahl an Geschenkideen gefallen hat, dann vergiss bitte nicht, sie zu teilen!


Dieser Beitrag erschien das erste Mal im November 2019 und wurde im November 2021 überarbeitet.

Ausflugstipp: Die Kesselgrotte im Welzheimer Wald

Ein sonniger Sonntag im Herbst. Draußen ist es kalt, aber das Wetter verspricht sehr schön zu werden. Beste Voraussetzungen, um die kurze Wanderung zur Kesselgrotte im Welzheimer Wald in der Nähe von Stuttgart zu unternehmen.

Doch egal ob im Frühjahr, wenn die Natur wieder erwacht, im Sommer, wenn die Bäume kühlen Schatten spenden oder doch im Winter, wenn Eiszapfen von der Grottendecke hängen, einen Besuch kannst du zu jeder Jahreszeit planen.

Weg zur Kesselgrotte
Weg zur Kesselgrotte-2
Auf dem Weg zur Kesslgrotte

Anreise

Die Kesselgrotte liegt mitten im Wald. Die nächsten Parkplätze sind jeweils etwas über 1km entfernt. Du kannst entweder den Parkplatz an der Sternwarte Welzheim benutzen, oder, wie ich, am Viadukt-Parkplatz halten. Achtung, sonntags kann der Parkplatz sehr voll werden. Aber wenn der vordere Teil schon besetzt ist, kannst du auch auf dem hinteren Teil parken. Einfach wenige Meter den Waldweg, der von der Einfahrt aus gesehen links abgeht, entlangfahren und schon bist du auf dem hinteren Teil des Parkplatzes.

 

Von Stuttgart Hauptbahnhof fährst du mit der S-Bahn oder Regionalbahn nach Schorndorf. Dort steigst du in den Bus 228 um und fährst bis zur Haltestelle Welzheim Laufenmühle.

Der Weg zur Kesselgrotte

Die Kesselgrotte ist nicht besonders weit weg vom Parkplatz in. Rund 20 Minuten bist du gemütlich hinübergewandert. Der größte Teil des Weges ist mit Schotter befestigt. Links und rechts des Weges wachsen wunderschöne Bäume. Hier und da mischt sich ein Laubbaum zwischen die Nadelwälder und sorgt besonders im Herbst ein wunderschönes Farbenspiel. Wenn du früh genug da bist, zaubert die aufgehende Sonne ein grandioses Lichtspektakel, wenn die Sonnenstrahlen durch die Bäume hindurchscheinen.

Weg zur Kesselgrotte-4

Etwas Fitness solltest du aber mitbringen, da der erste Teil des Weges in Richtung Kesselgrotte etwas steiler ist. Und auch später geht es, wenn auch moderat, weiter bergauf. Da das morgentliche Gras, das hier und da auf dem Weg wächst, von Tau bedeckt sein kann, ziehst du am besten wasserabweisende Schuhe an. Doch die sehr schöne Strecke durch den Welzheimer Wald entschädigt für eventuelle nasse Füße schon vom ersten Schritt an.

Die letzten Meter zur Kesselgrotte führen über einen schmalen, unbefestigten Weg, der hier und da von Wurzeln durchzogen ist. Festes Schuhwerk ist hier absolut notwendig. Vom Hauptweg sind es nur wenige Meter, bis du vor der Kesselgrotte stehst.

Weg zur Kesselgrotte-5
Die letzten Meter zur Kesselgrotte

Wissenswertes zur Kesselgrotte

Was ist die Kesselgrotte eigentlich? Die Kesselgrotte ist eine Sandsteingrotte, die durch Verwitterung im Oberen Stubensandstein entstanden ist. Im Stubensandstein findet man häufiger diese Art von Grotten. Hohlkehlengrotten wie die Kesselgrotte entstehen durch wechselnde Härte im sonst einheitlichen Grobsandstein.

 

Die Felskanzeln bestehen aus härterem und widerstandsfähigerem Gestein. Im Gegensatz dazu entstand die Hohlkehle im extrem mürben Sandstein. Er enthält fast kein toniges Bindemittel und ist entsprechend anfällig für Witterungen. Über die Felskanzeln tropfte oder fließt Wasser und hält die Hohlkehle darunter feucht. Das Wasser dringt in die äußeren Schichten des Sandsteins ein. Wenn es nun im Winter friert und wieder auftaut, werden Sandsteinplatten abgesprengt. In Folge dessen erweitert sich die Hohlkehle stetig. Allerdings steigt dadurch auch die Gefahr von Felsstürzen, wenn das weiche Gestein die schweren und festeren Gesteinsbrocken nicht mehr halten kann.

Ja, da kann man wirklich entlanglaufen
Kleiner Wasserfall, der über die Kesselgrotte fällt

Die Kesselgrotte – was dich hier erwartet

Auf einer Höhe von 470m ü. N. N. liegt die Kesselgrotte. Um sie herum wachsen vor allem viele Buchen und verschiedene Nadelbäume. Über die Felskanzel fällt ein kleiner Wasserfall herab, der über ein kleines Rinnsal, das nach mehr Regen sicherlich ein Bach wird, abfließt.

 

Tote Bäume liegen vor der Grotte und zeugen von vergangenen Stürmen, die diese Bäume das Leben gekostet haben. Und doch passen sie irgendwie in das Bild einer wilden Höhle. Der Hohlbereich der Kesselgrotte reicht noch nicht sehr tief hinein. Dafür ist sie hoch genug, dass man sich nicht den Kopf stößt.

Vor der Kesselgrotte

Durch die Höhle führt ein sehr schmaler, schlammiger Weg. Vor allem bei und nach Regen musst du hier sehr vorsichtig sein. Aber keine Sorge, besonders tief abrutschen kannst du hier nicht. Dennoch könnte es reichen, dir hier den Fuß zu verstauchen.

 

Nachdem du die Grotte einmal umrundet hast, führt noch ein kleiner und wirklich sehr schmaler weg auf der anderen Seite der Grotte entlang. Vorsicht, mit einem (Kamera-)Rucksack wird es hier wirklich eng! Und wenn du dein Kamerastativ aufstellen willst, solltest du besser bereit sein, jederzeit nach deiner Kamera zu greifen und sie vor einem Sturz zu bewahren.

Auf der anderen Seite

Du hast jetzt die Wahl, den Berg weiter hinaufzugehen und von dort beispielsweise zur Sternwarte weiterzuwandern, oder wieder hinabzusteigen und von unten zur Sternwarte zu gehen oder gemütlich zurück zu Parkplatz zu gehen.

Kesselgrotte-3
Kleiner Rundweg durch die Kesselgrotte

Rund um die Kesselgrotte

Der Weg zur Kesselgrotte ist mit etwa 1,2km (ab dem Viadukt-Parkplatz) nicht besonders lang, insgesamt bist du vielleicht eine Stunde unterwegs. Aber die Kesselgrotte ist ja nicht das einzige Highlight in der näheren Umgebung.

 

Wenn du magst, kannst du den Welzheimer Planetenweg entlanggehen, der dich auch an der Kesselgrotte entlangführt. Der etwa 2km Weg führt von der Sternwarte Welzheim zum Viadukt-Parkplatz.

Von diesem Parkplatz aus startet ein Wanderweg durch die Wieslaufschlucht, der dich auch an der Klingenmühle mit einem kleinen Künstlercafé vorbeibringt. Das Café ist in den Wintermonaten allerdings geschlossen. In fast entgegengesetzter Richtung zur Wieslaufschlucht kannst du aber auch eine Wanderung durch die Edenbachschlucht machen.

Kleiner Wasserfall in der Wieslaufschlucht

Ob du nur zur Kesselgrotte gehst oder den Besuch mit einer Wanderung verbindest, die Grotte ist trotz (oder gerade wegen?) ihrer Größe in jedem Fall einen Besuch wert. Warst du schon einmal an der Kesselgrotte oder einer ähnlichen Grotte? Dann berichte mir doch in den Kommentaren davon!

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Diese Tipps für deinen Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße solltest du kennen

Die Großglockner Hochalpenstraße ist immer einen Besuch wert – egal ob im Frühling, wenn noch letzte Schneereste liegen, oder im Herbst, wenn es wieder kühler wird und einem der Herbstwind um die Nase weht. Auf rund 48 Kilometer erstreckt sich die Panoramastraße, die als eine der schönsten in Europa gilt. Wer ein schönes Ziel für einen kurzen Roadtrip oder einen ausgedehnten Wanderurlaub sucht, der ist hier in jedem Fall richtig.


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Alles Wichtige über die Großglockner Hochalpenstraße auf einen Blick

Wo liegt die Großglockner Panoramastraße?

Die Panoramastraße liegt im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich, in den beiden Kantonen Salzburg und Kärnten. Der Salzburger Zugang befindet sich in Fusch-Ferleiten, die Mautstation in Kärnten findest du in Heiligenblut.

Zahlen zur Großglockner Hochalpenstraße

Auf einer Länge von 48km verläuft die Hochalpenstraße. 36 Kehren bringen dir jede Menge Fahrspaß, egal ob du mit dem Cabrio unterwegs bist, dem Motorrad oder dem Fahrrad. Der höchste Punkt der Panoramastraße liegt auf 2571m ü. d. M. und zwar auf der Edelweißspitze.

 

Der erste Spatenstich zum Bau der Großglockner Hochalpenstraße war am 30. August 1930. Rund 5 Jahre hat der Bau gedauert, bis Anfang August 1935 die feierliche Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße stattfand.

Öffnungszeiten und Preise

Die Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstraße variieren je nach Jahreszeit:

  • Anfang Mai bis 31. Mai: 6.00 – 19.30 Uhr
  • Juni bis 31. August: 5.30 – 20.30 Uhr
  • Ab 1. September bis Ende Oktober/Anfang November: 6.00 – 19.30 Uhr

Die letzte Einfahrt ist jeweils jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre!

Die Eintrittspreise zur Großglockner Hochalpenstraße sind nicht personen- sondern fahrzeuggebunden:

  • PKW/Wohnmobil: 37,50€
  • E-PKW: 27,50€
  • Motorrad: 27,50€
  • E-Motorrad: 21€

Mehrtageskarten sind gegen geringere Aufpreise zu bekommen. Sofern du in einer der Hütten an der Großglockner Hochalpenstraße übernachtest, fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Seite der Großglockner Hochalpenstraße.

TIPP: Die Tickets sind im Vorverkauf zum Beispiel beim ADAC bis zu 5€ günstiger.

Falls du dir die Beine vertreten willst während deines Roadtrips, hast du dazu auf einem der vielen Wanderwege die Möglichkeit. Auf einigen Wanderwegen kannst du sogar geführte Wanderungen machen, zum Beispiel am Panoramarundweg Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Dazu findest du sieben Themenwanderungen entlang der Großglockner Hochalpenstraße.

Es gibt kurze Wanderungen von ca. 30 Minuten, die auch für ungeübte Wanderer problemlos machbar sind. Andere dauern mehrere Stunden und führen den geübten Wanderer durch alpines Gelände.

Rasten und Übernachten auf der Panoramastraße

Entlang der Großglockner Hochalpenstraße finden sich 6 Restaurants auf der Nordseite (in Salzburg), zwei auf der Kärntener Seite und sechs auf der Gletscherstraße, die zur Kaiser Franz-Josefs-Höhe führt. In manchen der Hütten kannst du sogar übernachten, zum Beispiel auf der Edelweißspitze oder im Restaurant Kaiser Franz-Josef-Haus & Panoramarestaurant. Der Sternenhimmel so weit weg jeglicher Zivilisation muss atemberaubend sein. Etwas, das ich bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall erleben will!

 

Dazu gibt es an sehr vielen Haltebuchten Picknickplätze, an denen du dein selbstmitgebrachtes Vesper verspeisen und dabei die herrliche Bergwelt bewundern kannst

Großglockner Hochalpenstraße – Tipps für Übernachtungen vor den Mautstationen

Die meisten Deutschen übernachten wohl auf der nördlichen Seite der Großglockner Hochalpenstraße, da die Orte dort ohne Maut zu erreichen sind. Sehr schön ist Zell am See. Hier findest alles, von wahren Luxusherbergen hin zu Low-Budget-Unterkünften. Falls du länger bleibst, kannst du von hier aus auch viele weitere Ausflüge machen. Eine kleine Schifffahrt auf dem Zeller See oder eine Wanderung, alles ist möglich.

Näher an der Großglockner Hochalpenstraße bist du in Fusch. Von hier aus sparst du etwa 20 Minuten Fahrzeit, was sicher ein gutes Argument für Langschläfer ist. Hier gibt es viele kleinere Pensionen und Hotels, teilweise auch mit angeschlossenem Restaurant.

Nach deiner Ankunft in Fusch an der Großglocknerstraße kannst du vor dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang zum Hirzbach Wasserfall machen. In etwa 30-40 Minuten bist du gemütlich hin spaziert.

Das südliche Ende der Straße liegt im Ort Heiligenblut. Auch hier gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten. Allerdings führt der Weg dorthin entweder über die Großglockner Hochalpenstraße oder eine andere mautpflichtige Strecke.

Alle Beiträge zur Großglockner Hochalpenstraße

Unsere Erlebnisse auf der Großglockner Hochalpenstraße

Zweimal waren mein Freund und ich schon auf der Großglockner Hochalpenstraße unterwegs. 2017 und 2020, jeweils Ende August bzw. Anfang September. Das Wetter hätte bei beiden Touren unterschiedlicher nicht sein können.

2017 sind wir bei schlechtem Wetter gestartet und standen mitten in einem Gewitter auf der Edelweißspitze. Das war schon sehr aufregend, aber eigentlich nicht das, weshalb wir ursprünglich zur Großglockner Hochalpenstraße gefahren sind.

Aus diesem Grund haben wir entschieden, einen neuen Versuch zu starten. Vielleicht hat der Wettergott ja etwas Mitleid, wenn ich die Schwiegereltern in spe mitnehme? Schon bei der Fahrt nach Österreich hatten wir bestes Wetter und konnten bei dem einen oder anderen Stopp die Sonne genießen.

Gleich nach unserer Ankunft in Fusch an der Großglocknerstraße und dem Einchecken in die Pension Dorfplatzl haben wir einen Spazierganz unternommen. Nicht weit vom Ort entfernt gibt es einen Wasserfall, den Hirzbach Wasserfall. Zu dem wollten wir hin.

Schwiegermama haben wir unterwegs zurückgelassen. Ihr wurde das alles zu hoch. Zu dritt sind wir also weiter den Trampelpfad hinauf bis zum Wasserfall. Ich gestehe, auf der Brücke habe ich mich auch nicht sooo gut gefühlt. Mit der Kamera in der Hand auf feuchtem Gitter laufen, mit dem Blick in den Abgrund, das ist nun auch nicht ganz meins.

Die beiden Männer haben sich für den Rundweg entschieden, während ich zurück bin und die Mutter meines Freundes eingesammelt habe. Gemeinsam sind wir wieder in den Ort hinabgestiegen und haben dort unsere beiden Männer in Empfang genommen.

 

Nach dem Abendessen in Zell am See, schon im September 2020 ohne größere Coronabeschränkungen, ging es früh ins Bett um am nächsten Morgen auch zeitig aufbrechen zu können.

Von Ferleiten zur Edelweißspitze

Nach einem sehr leckeren Frühstück ging es auch gleich los. An der Mautstation Ferleiten haben wir nochmal kurz angehalten und das Bergpanorama von unten genossen. Schon bald ging es dann hoch hinauf auf die Großglockner Hochalpenstraße.

 

Ja, tatsächlich war uns auch der Wettergott gnädig. Das Wetter hätte besser kaum sein können. Blauer Himmel mit einigen Schäfchenwolken, die Temperaturen traumhaft. Nicht zu warm, nicht zu kalt, einfach perfekt. Mit vielen Stopps ging es die Großglockner Hochalpenstraße hinauf.

 

Nicht ganz eine Stunde haben wir von Ferleiten zur Edelweißspitze gebraucht, trotz der vielen Pausen, die wir gemacht haben. Oben haben wir uns eine ganze Weile aufgehalten und die Aussicht genossen. Im Restaurant Edelweißspitze gibt es gutes Essen für hungrige Roadtripper (und vor allem saubere Toiletten).

Der Weg hinauf und wieder herunter von der Edelweißspitze ist aber nur etwas für Hartgesottene. Eine schmale Kopfsteinpflasterstraße ist der einzige Zugang zur Edelweißspitze. Man kann zwar auch weiter unten parken und hoch laufen, aber dazu haben wir uns nicht entschieden.

Auch wenn es extrem voll war und wir nur mit Mühe einen Platz gefunden haben, den Wagen abzustellen. Ein regulärer Parkplatz war das übrigens nicht. Aber wo klein Kläger, da kein Richter und auch kein Strafzettel.

Von der Edelweißspitze zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und zurück nach Ferleiten

Nachdem wir ausgiebigst die Aussicht genossen, eine Toilettenpause eingelegt haben und ein wenig um den Parkplatz herumspaziert sind, ging die Fahrt weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Aber natürlich nicht ohne wieder häufig anzuhalten. Zwischendurch war auch ausreichend Zeit für ein gemütliches Picknick mit Blick hinaus ins Tal.

Endlich angekommen am Ziel habe ich mich schon so darauf gefreut, die Murmeltiere zu füttern, von denen eine Freundin mir erzählt hat. Leider ließen sich weder mein Freund noch die Schwiegereltern zu einer Wanderung zu den Murmeltieren bewegen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal?

Auf der Rückfahrt über die Großglockner Hochalpenstraße nach Ferleiten haben wir noch beim Energiedusche Wasserfall angehalten. Da uns noch eine mehrstündige Rückfahrt bevorstand, haben wir dort auch unsere Wasserflaschen mit frischem, kühlem Bergwasser aufgefüllt. Nur selten kann man so leckeres Wasser trinken!

Auch den obligatorischen Halt am Fuscher Törl haben wir uns für die Rückfahrt aufgespart. Hier befindet sich auch eine Gedenkstätte für all jene Arbeiter, die beim Bau der Großglockner Hochalpenstraße ihr Leben gelassen haben.

Fotografieren auf der Großglockner Hochalpenstraße

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein wahres Paradies für Fotografen. Die Berge, Wasserfälle, das Wetter, Makroaufnahmen oder Tiere, hier wird jeder Fotograf glücklich. Am besten bringst du dein Stativ, ein Weitwinkel- in Tele- und ein Makroobjektiv mit. Und damit du weiß, wo es sich auf jeden Fall lohnt anzuhalten, habe ich dir die 6 schönsten Fotospots der Großglockner Hochalpenstraße aufgeschrieben.

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Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße – Edelweißspitze bis Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Nach dem Halt auf der Edelweißspitze geht es wieder zurück zur Hauptstraße. Die Edelweißspitze liegt ja ein Stückchen erhöht über der Straße. Sie ist nur über eine Fahrbahn zu erreichen, welche auf dem viel zu kleinen Parkplatz endet. Allerdings kannst du auch unten direkt an der Abzweigung parken und dann hinaufwandern.


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Vom Fuscher Törl zum Hochtor

Hier befindet sich auch die Gedenkstätte zu Ehren der beim Bau verunglückten Ingenieure und Arbeiter, die am Bau der Großglockner Hochalpenstraße beteiligt waren. Man macht sich heute gar keine Gedanken mehr darüber, unter welchen Bedingungen die Großglockner Hochalpenstraße gebaut wurde. Und dass es eben nicht so ungefährlich war, wie ein normaler Straßenbau heutzutage. Als die Bergstraße gebaut wurde, bestand ständig Lebensgefahr für die Bauarbeiter. Und so mancher Ingenieur und Bauarbeiter hat mit seinem Leben dafür bezahlt, diese Straße möglich zu machen.

Vom Fuscher Törl geht es hinab zur Fuscher Lacke, einem kleinen See. Bei warmem Wetter verlockt der See durchaus dazu, die Füße in das kühle Nass zu tauchen. Die Umrundung dauert auch nur 10-15 Minuten.

Weiter geht die Fahrt, hindurch durch den Mitteltörtunnel. Kurz danach haben wir eine längere Pause eingelegt. Die Aussicht hat sich mittlerweile geändert. Hast du auf der Hinfahrt noch auf die Westseite geschaut, geht die Aussicht jetzt gen Osten. Weit hinab ins Tal und in die Ferne schweift mein Blick, bevor ich plötzlich die vielen Bergblumen entdecke, die hier auf der Wiese wachsen. Zur Abwechslung fotografiere ich mal weniger Berge, dafür mehr Blumen.

 Die Pause hier haben wir für ein paar Snacks genutzt. Der Picknicktisch war frei als wir ankamen, also habe ich ihn direkt in Beschlag genommen. Es gab Salamisticks und Schokobrötchen. Nicht gerade das gesündeste Picknick, aber das war uns egal. Bei der schönen Aussicht hatte ich andere Gedanken als Kalorien zählen.

Das Hochtor

Kurz darauf ging es durch den nächsten Tunnel, das Hochtor. Dieser Tunnel liegt auf dem Scheitel der Großglockner Hochalpenstraße. Nördlich liegt das Kanton Salzburg, die Südliche Ausfahrt befindet sich im Kanton Kärnten. Hier befindet sich also sozusagen ein Grenzübergang.

Auch hier haben wir wieder angehalten und sind ein paar Meter den Kelten-, Römer- und Säumerweg hinaufspaziert. Auf Infotafeln steht einiges Wissenswertes über die Anfänge der Großglockner Hochalpenstraße, die damals natürlich noch nicht so hieß.

Einen Stopp empfehle ich hier auf jeden Fall. Es ist wirklich spannend zu lesen, wie die ersten Menschen diese Berge überquerten. In Eisenketten gefesselte Sklaven wurden hier entlang getrieben. Ein wirklich furchtbarer Gedanke, aber auch das ist ein Teil der Geschichte dieses Bergpasses.

Weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Wieder auf der Straße geht durch ein paar Kehren vorbei am Wallackhaus, wo du auch super übernachten kannst (Schau dir unbedingt die Angebote auf deren Homepage an!) und der Station der Panoramabahn. Von dort kannst du mit der Seilbahn fahren und im Panorama Restaurant Schareck auf 2600m Höhe speisen. Da ein Mitglied unserer Reisegruppe unter akuter Höhenangst leidet, sind wir allerdings nicht mit der Seilbahn gefahren. Schade, der Blick aus der Gondel auf die Berge muss grandios sein! Falls du schon mit der Seilbahn gefahren bist, berichte mir bitte unbedingt davon in den Kommentaren!

Erneut folgen einige Kehren, an welchen es teilweise wieder Park- und Rastplätze gibt. Kurz nach der Guttalbachkehre erreichst du einen Kreisverkehr. Egal ob du von hier in Richtung Heiligenblut fahren willst oder planst, wieder nach Ferleiten umzukehren, dein Weg sollte auf jeden Fall erst einmal zur 8km entfernten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe führen. Wir sind zunächst ohne einen Stopp direkt durchgefahren und haben entschieden, auf der Rückfahrt öfter anzuhalten.

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ist gleichzeitig auch das Ende der Straße. Das heißt, von hier wirst du den gleichen Weg zurückfahren, den du gekommen bist. Entweder auf dem Hin- oder auf dem Rückweg lege ich dir einen Zwischenstopp am Energiedusche Wasserfall ans Herz. Dieser liegt direkt an der Straße und kann vom Parkplatz aus bequem besucht werden. Übrigens kannst du hier deine Wasserflasche auch mit frischem Bergwasser auffüllen. Herrlich erfrischend und superlecker!

Energiedusche Wasserfall

Nach dem Energiedusche Wasserfall, dem Glocknerhaus Kärnten und zwei Kehren findet sich in der dritten Kehre wieder ein Parkplatz. Auf unserem ersten Roadtrip haben wir hier einen kurzen Stopp eingelegt und uns etwas die Füße vertreten. Der Blick auf den kleinen See ist wirklich wunderschön. Falls du genug Zeit hast und hier einen der begehrten Parkplätze erhaschen kannst, dann nimm dir ruhig auch die Zeit und laufe ein paar Meter über die Wiese.

Von hier geht es dann auch endlich zum Endziel, der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Geschafft!

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Achtung, vor dem eigentlichen Parkplatz kommt schon ein größerer Parkplatz, der zum Panoramarestaurant Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und Kaiser-Franz-Josef-Haus gehört. An dem willst du vorbeifahren. Parken kannst du am besten im Parkhaus Gletscherbahn, welches auf rund 2500m Höhe liegt. Aber selbst hier kann es bei der Ein- und Ausfahrt ziemlich voll sein. Wartezeiten sind daher möglich. Ein weiterer Grund, am Wochenende nicht hierher zu kommen. Oder wenn, dann schon zu den frühestmöglichen Öffnungszeiten. Wir hatten nicht nur „Stau“ bei der Einfahrt ins Parkhaus, sondern noch mehr bei der Ausfahrt!

Und endlich hast du bei gutem Wetter auch Aussicht auf den Gipfel des Großglockners – dem höchsten Berg Österreichs, den Gletscher Pasterze und den Gletschersee Sandersee. Über Wanderwege und Treppen kannst du bis zum See hinabsteigen. Aber du musst auch wieder zurückkommen. Und der Höhenunterschied ist schon ordentlich. Ein kurzer Spaziergang ist das jedenfalls nicht. Bei meinem nächsten Besuch werde ich eindeutig mehr Zeit einplanen und mindestens einen Finger in den vermutlich eiskalten Gletschersee stecken. Wenn nicht sogar einen ganzen Fuß!

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ist der Ausgangspunkt für so manche einfache bis schwierigere Wanderung. Heiko Müller hat es gewagt und ist von hier aus zu einer geführten Gletscherwanderung mit einem erfahrenen Guide aufgebrochen. Seinen sehr spannenden Beitrag und viele wahnsinnig tolle Bilder findest du auf seinem Blog „People Abroad“. Außerdem hat er auf seinem Blog noch weitere Beiträge mit tollen Outdoor-Tipps in der Region Großglockner.

Auf unserer ersten Tour haben wir im Kreisverkehr die Abzweigung nach Heiligenblut genommen. Von hier sind es noch etwa 8km bis zur Mautstation. Zurück zum Fuscher Törl sind es vom Kreisverkehr etwa 13km. Über die letzten Kilometer bis zur Mautstation Heiligenblut gibt es auch gar nicht mehr so viel zu sagen. Spektakulärer ist in jedem Fall die Aussicht bei der Auffahrt ab Ferleiten. Für uns ging es also vom Kreisverkehr wieder zurück gen Ferleiten, dieses Mal mit weniger Stopps als auf der Hinfahrt.

Wie viel Zeit brauchst du für einen Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße?

Sofern du, wie wir, die Fahrt und die Aussicht genießen möchtest, sind 4-6 Stunden vollkommen ausreichend. Ausgiebige Pausen und zahlreiche Stopps schon eingeplant. Willst du auch ausgiebig spazieren oder gar wandern gehen, dann sind 8-12 Stunden, je nach Tour, empfehlenswerter. Oder du bleibst gleich über Nacht. Aber wie gesagt, für einen Roadtrip über diese Panoramastraße kannst du ruhigen Gewissens 6 Stunden einplanen, ohne das Gefühl zu haben, von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt zu hetzen.

Und was, wenn es regnet?

Unser Roadtrip durch Europa im Jahr 2017 war nicht nur geprägt vom Unfall, sondern auch vom schlechten Wetter in Österreich. Nicht nur, dass wir erst um kurz nach 17 Uhr in Ferleiten waren, nein, wir wurden auch den ganzen Tag von dunklen Wolken begleitet.

Aber dafür war die Atmosphäre doch irgendwie eine ganz besondere. Ich hatte den Eindruck, dass die Wolken die Berge noch größer und auch irgendwie bedrohlicher wirken ließen. Dazu tat das langsam schwächer werdende Nachmittagslicht sein Übriges.

Und je höher wir fuhren, umso näher kamen auch die Wolken. Als ob wir sie greifen könnten. Angekommen auf der Edelweißspitze hatten wir fast den ganzen Parkplatz nur für uns. Gut, an einem wolkigen Sonntag um kurz nach 18 Uhr sind vermutlich die meisten Besucher längst auf dem Heimweg. Wir jedoch nicht. Die Eintrittskarte war gekauft und ohnehin wollten wir gen Süden fahren.

So standen wir da, auf dem Parkplatz. Mitten in den Wolken. Mitten im Gewitter! Welch atemberaubender Anblick. Die Wolken zum Greifen nahe, direkt um uns herum. Regen, der auf unser Auto prasselt. Ein Licht, dass sich im Sekundentakt zu verändern scheint. Bei der Abfahrt von der Edelweißspitze wurde es mir dann doch echt mulmig. Glatte, nasse Kopfsteinpflaster, eine enge Straße und daneben der Abgrund.

Bei dem Wetter war an allzu viele Zwischenstopps auch nicht zu denken. Aber wir hatten Glück. Auf dem Weg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe klarte das Wetter langsam auf. Der Regen ließ nach, die Sonne kam hervor und spiegelte sich auf der Straße, als ob sie sich davon überzeugen wollte, noch genau so zu strahlen wie vor dem Regen. Die Chance nutzen wir, um dann doch noch das eine oder andere Mal anzuhalten und die Landschaft zu genießen.

Der Vorteil am schlechten Wetter ist auf jeden Fall, dass du keine Radfahrer hast. Auch Motorradfahrer sind nur vereinzelt unterwegs. Und sofern du nicht mitten im Nebel steckst, kannst du ja trotzdem die Aussicht genießen, wenn auch vielleicht nicht ganz so weit wie an einem sonnigen Tag.

Mein Fazit: Auch bei Regen kann ein Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße sehr aufregend sein. Sofern dir eine kurzfristige Planung möglich ist, würde ich zwar schönes Wetter vorziehen. Aber auf den Besuch dieser Panoramastraße zu verzichten, nur weil es regnet, würde ich nicht.

 

Das war er, unser Roadtrip zum Großglockner. Hast du noch Fragen, Anregungen oder möchtest mir etwas sagen? Dann hinterlasse mir einfach einen Kommentar.

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Der perfekte Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße – Von Ferleiten zur Edelweißspitze

Und schon wieder ein Reiseführer zur Großglockner Hochalpenstraße? Gibt es davon nicht schon genug? Ganz sicher, deshalb halte ich mich mit den allgemeinen Informationen hier auch so kurz wie möglich und erzähle lieber, was wir dort so erlebt haben. Das wichtigste zur Maut und zu möglichen Übernachtungszielen will ich dir trotzdem nicht vorenthalten.


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Aber wieso solltest du überhaupt einen Roadtrip zur Großglockner Hochalpenstraße machen?

Die Großglockner Hochalpenstraße soll eine der schönsten Panoramastraßen Europas sein. Und wenn man sie befährt, mag man das auch sehr gerne glauben. Egal ob mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad. Sogar Busse fahren dich über die Alpenstraße, die mehr als nur eine schöne Aussicht auf den Großglockner und die umliegende Berge bietet. Wir aber haben einen Roadtrip gemacht, und genau darum soll es in diesem Beitrag auch gehen.

Bereits Ende August 2017 sind wir das erste Mal zur Großglockner Hochalpenstraße gefahren. Leider hatten wir damals aufgrund diverser Umstände nicht viel Zeit. Und dazu noch ein Gewitter. Bei Gewitter auf der Großglockner Hochalpenstraße zu fahren ist auf jeden Fall auch ein sehr aufregendes Erlebnis.

Das zweite Mal haben wir es im September 2020 gewagt. Und dieses Mal war uns der Wettergott mehr als gnädig. Bei allerbestem Wetter und angenehmen Temperaturen haben wir dieses Mal etwas mehr Zeit auf der Großglockner Hochalpenstraße verbracht.

Wo du an der Großglockner Hochalpenstraße gut schlafen kannst

Eine der nächstgelegenen Übernachtungsmöglichkeiten findest du in Fusch an der Großglocknerstraße. Wir haben uns für die Pension Dorfplatzl in Fusch entschieden. Parkplätze vor der Tür, WLAN in den Zimmern und Frühstück waren alles, was wir benötigten. Die Pension ist sehr gemütlich und vor allem sauber. Zwar findet man hier keinen großen Luxus, dafür eine sehr familiäre Atmosphäre und sehr schöne, ruhige Zimmer.

Etwas weiter weg von der Mautstation, dafür am See gelegen und mehr Möglichkeiten für ein Abendessen gibt es in Zell am See. Hier findest du auch einige sehr luxuriöse Hotels. Weitere gute Ausgangsorte sind Kaprun oder Bruck an der Großglocknerstraße.

Während unseres Roadtrips im Sommer 2017 mussten wir unsere Planung über den Haufen werfen. Deshalb haben wir damals auf der südlichen Seite der Großglockner Hochalpenstraße übernachtet. Von Lienz aus fährt man ca. eine dreiviertel Stunde zur südlichen Mautstation in Untertauern. Nach all dem Stress haben wir uns für das Grandhotel Lienz entschieden. Teuer, aber dafür luxuriös mit dem besten Frühstück, das ich jemals hatte!

In direkter Nähe zur südlichen Mautstation liegen die Orte Fleiß und Heiligenblut, wo du auch viele Unterkünfte finden kannst.

Dein Erlebnis Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße

Über 48km Länge verläuft die Großglockner Hochalpenstraße ganz grob von Norden nach Süden durch den Nationalpark Hohe Tauern. 36 Kehren sind dabei zu überwinden, ein Paradies für Motorradfahrer und Autoenthusiasten. Am besten startest du schon früh am Morgen. Die Öffnungszeiten variieren dabei je nach Monat:

  • Anfang Mai bis 31. Mai: 6.00 – 19.30 Uhr
  • Juni bis 31. August: 5.30 – 20.30 Uhr
  • Ab 1. September bis Ende Oktober/Anfang November: 6.00 – 19.30 Uhr

Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre!

Zwar staut es sich vor der Maut Station (zumindest in Ferleiten) immer ein wenig, aber in der Regel sind die Wartezeiten dennoch sehr kurz und man wartet selten länger als 15-20 Minuten, zumindest wenn man unter der Woche am Vormittag kommt und das Ticket schon im Vorverkauf erworben hat. Aufgrund des hohen Besucheraufkommens am Wochenende kann ich ohnehin nur davon abraten, samstags oder sonntags die Großglockner Hochalpenstraße zu befahren.

Übrigens lohnt sich auch ein erster Halt auf einem der Parkplätze vor der Mautstation. Oder findest du nicht, dass diese Aussicht eine kurze Pause wert ist?

Am schönsten ist die Tour mit einem Cabrio, aber natürlich macht die Fahrt über die Panoramastraße mit jedem anderen Fahrzeug genau so viel Spaß! Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt aktuell noch bei 100km/h. Da du aber die Aussicht genießen willst, es viele Kurven gibt und ohnehin ständig ein Radfahrer die Auffahrt blockiert, darfst du auch ohne schlechtes Gewissen viel langsamer fahren. Staut es sich hinter dir doch einmal, dann fährst du einfach in die nächste Parkbucht und lässt den Tross vorbei.

Alle paar hundert Meter gibt es Möglichkeiten für einen kurzen Halt. Wir haben oft gehalten und einfach die Aussicht genossen. Hin und wieder sind die Haltemöglichkeiten auch Ausgangspunkt für kürzere oder längere Wanderungen. Da wir aber zum Autofahren gekommen sind, kann ich dazu dementsprechend nicht viel berichten.

Die schönsten Stops von Ferleiten zur Edelweißspitze

Zunächst ist die Landschaft noch geprägt von Wiesen und Nadelwäldern. Zwischen den Bäumen sieht man auf der anderen Seite des Tals diese gigantisch hohen Berge. Ich komme ja aus dem Ruhrpott, da gibt es bekanntlich keine Berge. Und über das, was wir dort „bergig“ nennen, lacht man in den Alpen sicherlich. Selbst die Weinberge im Remstal sind bestenfalls kleine Huckel im Vergleich zu den Alpen. Daher finde ich die Aussicht wirklich beeindruckend

Großglockner Hochalpenstraße - Kehre 2 - 6

Nur wenige Minuten nach der Einfahrt auf die Großglockner Hochalpenstraße geht es stetig bergauf. Kurz nach der Kehre 2 – Piffalpe, auf 1434m ü. d. M., noch vor Kehre 3, gibt es am Seitenstreifen eine Parkbucht. Von hier hast du das erste Mal eine sehr schöne Möglichkeit, die Aussicht auf die Berge zu genießen.

Direkt in der Kehre 2 gibt es ebenfalls eine Parkbucht, von wo aus du auch eine schöne Aussicht hast. Schöner ist es aber wenige Meter weiter oben, auch wenn hier mehr Autos stehen. Dafür gibt es eben aber auch jemanden, der ein schönes Foto von dir bzw. euch machen kann.

Wir haben an beiden Stellen ein Stopp eingelegt und die Berge bestaunt. Und die Autos. Mit Glück siehst du hier so manches Schätzchen, das ausnahmsweise die Garage verlassen durfte und an einem sonnigen Tag etwas „Auslauf“ bekommt.

Ein Stück nach der Kehre 4 kannst du das erste Mal einkehren. Für Familien mit Kindern ist hier der Halt ein absolutes Muss. Ein Spielplatz und ein Naturlehrpfad begeistern vor allem die kleinen Besucher. Aber auch die „Großen“ dürfen hier anhalten sich im Bistro stärken. Wir hatten schon gefrühstückt, ansonsten wäre das hier der ideale Halt gewesen, für eine erste Stärkung. Und die Lärchen-Wiesen am Naturlehrpfad hätte ich doch auch gerne gesehen.

Wir sind noch ein Stück weitergefahren und haben kurz vor der Kehre 5 erneut angehalten. Zu diesem Halt will ich gar nicht so viel sagen, denn hier habe ich auch ein kleines Video gedreht. Wie gefällt dir die Aussicht?

Großglockner Hochalpenstraße Kehre 5

Großglockner Hochalpenstraße - Kehre 7-14

Nach der Kehre 6, mittlerweile auf 1782m ü. d. M. verändert sich die Landschaft langsam. Stehen zunächst noch größere Baumgruppen neben der Straße, wird es schon bald immer karger und die Bäume immer spärlicher. Und nach der Kehre 7, die nochmal rund 130m höher liegt, findet man kaum noch Bäume, sondern eher nur noch Sträucher. Dafür hat man jetzt eine ungehinderte Sicht auf die gegenüber liegenden Berge und das Tal. Wir wollten hier nicht schon wieder anhalten, auch wenn es so viele verlockende Haltebuchten gibt, die nur danach schreien, beparkt zu werden.

Ab etwa der Kehre 9 verändert sich die Landschaft erneut. Kurzes Gras, dafür viele Steine und Felsen, die in der Landschaft liegen, prägen jetzt das Bild. Und schon bald werden die Felsen größer und zahlreicher. Ein ganz neues Bild, das deinen Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße prägt! Doch auch hier haben wir erfolgreich nicht angehalten.

Tipp: Kurz nach der Kehre 11, auch Hexenküche genannt, gibt es eine Haltebucht. Hier kannst du wunderbar die Aussicht, auch nach oben, genießen. Dazu hat es eine Infotafel, auf der du die Namen der Berge siehst, sowie einen Picknickplatz.

Ja, hier an der Kehre 12 haben wir wieder gestoppt. Und weißt du was? Die Welt ist total klein! Ich komme ja ursprünglich aus Mülheim an der Ruhr. Und wen treffen wir hier? Ein nettes Paar aus Mülheim! Nicht aus meiner direkten Nachbarschaft, wir kannten uns auch nicht. Aber da muss man nochmal mehrere hundert Kilometer weiter weg fahren von der Heimat, um Nachbarn zu treffen?

Aber es geht noch höher hinaus. Und weitere Haltemöglichkeit finden sich aktuell hinter fast jeder Kehre. Nimm dir ruhig die Zeit und halte einmal zu viel als zu wenig an. Genieße den Blick hoch zum Fuscher Törl und runter zum Haus Alpine Naturschau.

Vorsicht bei der Kehre 14! Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Abzweigung zur Edelweißspitze. Entweder du parkst am Restaurant Fuschertörl, oder du fährst die extrem enge, aber dennoch gut befahrbare Straße zum Parkplatz Edelweißspitze hoch.

Achtung: Die Parkmöglichkeiten dort sind extrem begrenzt.

Großglockner Hochalpenstraße - Die Edelweißspitze