Hamamatsu Flower Park und Zoo

Was macht man in Hamamatsu, wenn es regnet und man keine Ahnung hat, was man in der Stadt eigentlich alles unternehmen kann? Ganz klar, man fährt zum Hamamatsu Flower Park und zum Zoo. OK, das wäre vermutlich nicht deine erste Wahl geworden, richtig? Und wir waren uns zuerst auch nicht sicher. Aber so viel kann ich dir verraten, wir haben es keine Sekunde lang bereut!


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Hamamatsu Flower Park und Zoo

Wie du in meinem Beitrag über Hamamatsu sicher schon gelesen hast, liegt der Hamamatsu Flower Park im Norden der Stadt, am Lake Hamana. Der Flower Park erstreckt sich über rund 30.000 qm. Im Park kannst du 3000 verschiedene Pflanzenarten finden! Über fast das ganze Jahr hinweg blühen hier die verschiedensten Blumen. Ab etwa Februar geht es los mit der Pflaumenblüte. Zur Kirschblüte wird der Park nachts beleuchtet, um die besondere Schönheit der Kirschblüten auch nachts bewundern zu können.

Ab Ende Mai, aber mehr im Juni, erfüllt der Duft der blühenden Schwertlilien die Luft. Dann ist auch die Zeit für Glühwürmchen, die du auch im Park finden kannst. Im November wird im Hamamatsu Flower Park die Hamamatsu Chrysanthemen Convention abgehalten. Die Chrysantheme ist die japanische Nationalblume, entsprechend wird ihr in Japan eine sehr große Bedeutung zugemessen. Sicher kennst du die Begriffe Chrysanthementhron oder Chrysanthemenpalast, die in Verbindung mit dem Kaiser häufig genannt werden.

Und selbst im Dezember lohnt sich ein Besuch im Park. Dann wird er weihnachtlich geschmückt und beleuchtet.

Wie kommst du zum Hamamatsu Flower Park?

Ab dem Hauptbahnhof von Hamamatsu fährt mindestens alle 30 Minuten ein Bus der Linie 30 “Kanzanji Onsen”. Die Fahrzeit beträgt eine knappe dreiviertel Stunde. Die Fahrt kostet dich 570 Yen, was abhängig vom Wechselkurs in etwa 4,50€ entspricht.

Eintritt und Wissenswertes

Wir haben uns für ein Kombiticket für den Park und angeschlossenen Zoo entschieden. Du kannst aber auch ein Ticket nur für den Park kaufen. Das Kombiticket hat uns 950 Yen gekostet. Die genauen Eintrittspreise in den Flower Park sind aber abhängig von der Jahreszeit. Und davon, wie die Blumen gerade blühen. Senioren ab 70 bekommen den Eintritt in den Zoo gratis. Übrigens, im Juli und August ist der Eintritt in den Park für alle gratis. Dann blühen allerdings auch die wenigsten Blumen und es kann in Japan sehr heiß werden.

Normalerweise kann man am Eingang des Flower Parks Rollstühle und Kinderwagen mieten. Auch Regenschirme stehen dort für Besucher bereit. Während der Corona-Pandemie kann die Verfügbarkeit jedoch eingeschränkt oder ausgesetzt sein.

Bei Regen im Hamamatsu Flower Park

Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns gemütlich auf den Weg zum Hamamatsu Flower Park gemacht. Wir haben uns für den näher am See gelegenen Westeingang entschieden. Heute weiß ich gar nicht mehr, ob das einen Grund hatte oder ob uns MapsME nur seltsam geführt hat.

Wir haben uns trotz des Regens viel Zeit genommen und den Park ausgiebig angesehen. Unser Rundgang hat am Teich der Wasservögel begonnen. Wasservögel haben wir bei dem Wetter nicht viele gesehen, dafür aber einige große Karpfen und Kois. Und Lotusblätter. Leider hat der Lotus nicht geblüht während wir im Park waren. Dennoch war es irgendwie schön, den Regentropfen zuzusehen, wie sie ins Wasser und hin und die Lotusblätter fallen. Das hatte irgendwie etwas Beruhigendes.

Fun Fact: Hier wächst eine seltene Lotus Art, die auch Oga Lotus genannt wird. Dem japanischen Botaniker Ichiro Oga gelang es 1923, etwa 2000 Jahre alte Samen zum keimen zu bringen. Über das genaue Alter der Samen ist man sich aber nicht wirklich einig. Die Samen wurden 1951 auf 1040 – 1288 Jahre datiert, das Holz, welches über den Samen gefunden wurde, jedoch auf 3000 Jahre. Das Life Magazin, das die Geschichte 1952 veröffentlichte, datierte die Samen auf 2000 Jahre.

Trotz des Regens haben im Park viele wunderschöne Blumen geblüht. Hellrosa Fingerhut, gelber Frauenschuh, violette Azaleen oder blaue und lila Schwertlilien sind nur einige Beispiele dessen, was im Hamamatsu Flower Park im Mai blüht.

Obwohl sie wegen dem Regen ein wenig rutschig war, haben wir den Weg über die Hängebrücke im Norden des Parks genommen. Aber keine Sorge, sie hängt nicht wirklich durch und wackelt auch nicht.

In der Mitte des Parks, nicht weit weg vom Haupteingang, liegt oberhalb der Dancing Fountain das Gewächshaus „Crystal Palace“. Hier haben wir kurzzeitig etwas Schutz vor dem Regen gefunden und die vielen Orchideen, tropischen Pflanzen und Kakteen bewundert.

Westlich neben dem Crystal Palace befindet sich ein wunderschöner Rosengarten. Trotz des Regens haben die Rosen wirklich wunderschön geblüht. Auf der anderen Seite des Gewächshauses befindet sich die „Gedenk-Zone“. Hier stehen wirklich ausgefallene und sehr lustige Blumenfiguren. Am besten gefallen hat mir die sehr wild wirkende Orgel, die mich auch etwas an Alice im Wunderland erinnert hat. Außerdem hat man von hier den besten Blick auf die Wasserspiele, die bei unserem Besuch aber leider ausgeschaltet waren.

Sidestory: Da ich ja beide Hände zum fotografieren brauchte, habe ich keinen Regenschirm mitgenommen. Zwei Parkwächter fanden jedoch, dass ich keinesfalls nass werden durfte. Deshalb kamen sie sofort angefahren und haben mir einen Leihregenschirm gegeben. Damit war ich fortan vor dem eigentlich gar nicht kalten Regen geschützt.

Im Zoo von Hamamatsu

Nicht lange nachdem ich meinen Regenschirm bekommen habe, hat es, wie sollte es auch anders sein, aufgehört zu regnen. Zwar war es noch wolkig, aber immerhin trockener als vorher. Wir entschieden also, dass wir uns auf den Weg in den Zoo machen wollten.

Im Zoo leben über 100 Tierarten. Außerdem gibt es hier mit die meisten Primaten in ganz Japan. Besonders erwähnenswert sind die Goldenen Löwentamarine, die man sonst nirgends in Japan bewundern kann und der rote Panda.

Es gibt einen schönen Rundweg durch den Zoo, der auch immer wieder an Toiletten, Wickelräumen oder kleinen Imbissen vorbeiführt. Außerdem findest du ausreichend Sitzgelegenheiten, um etwas auszuruhen und die Tiere zu beobachten.

Der Zoo selber ist nicht übermäßig groß. Wir sind gemütlich durchspaziert und waren in rund 1,5 Stunden fertig. Manche Gehege waren sehr schön eingerichtet. Der Tiger beispielsweise kann durch einen kleinen Bambuswald streifen. Andere fand ich dagegen sehr lieblos, wie das Eisbärengehe. Allerdings erschienen mir fast alle Gehege ein wenig klein. Das ist aber in Deutschland ebenfalls das eine oder andere Mal ein Problem, vor allem in kleineren Zoos.

Hier siehst du ein paar Eindrücke aus unserem Zoobesuch:

Zurück im Hamamatsu Flower Park

Nach unserem Besuch im Zoo sind wir wieder gemütlich durch den Blumenpark zum Ausgang geschlendert. Wir haben noch den kleinen Bambuswald besucht und nochmal an den Seen entlanggelaufen. Nach etwas über 5 Stunden haben wir unseren Ausflug glücklich wieder beendet.

Fazit zum Hamamatsu Flower Park und Zoo

Ich persönlich fand den Hamamatsu Flowerpark extrem schön. Vor allem die Blumenfiguren haben mir sehr gut gefallen. Bisher kannte ich nur den Grugapark, in dem man ja auch viele Blumen und Themenbereiche bewundern kann. Ich glaube aber, dass der Park zur Kirschblüte noch viel schöner ist. Mitte/Ende Mai blüht zwar auch noch einiges, aber die größte Blumenpracht ist da schon vorbei.

Den Zoo fand ich recht klein und einige Gehege erschienen mir sehr lieblos und trist. Auch wenn er mir insgesamt dennoch gut gefallen hat, würde ich wohl nicht nochmal hingehen. Es gab eigentlich keine Tiere, die ich nicht auch in Deutschland anschauen könnte. Die Zeit kann man doch besser nutzen.

Ich würde den Flowerpark jedenfalls nicht komplett von der To-Do-Liste streichen. Je nach Jahreszeit kann ein Besuch das absolute Highlight sein. Zur Kirschblüte, vielleicht auch im Herbst zum „Indian Summer“ zum Beispiel. Meine Empfehlung wäre, den Besuch im Hamamatsu Flower Park mit einem Besuch am Hamana-See zu verbinden. Du könntest beispielweise morgens ab 9 Uhr in den Park und den Nachmittag dann am See verbringen. Hätte es nicht so geregnet und wäre nicht jemand mit akuter Höhenangst dabei gewesen, wäre ich auch sehr gerne mit der Seilbahn gefahren.

Insgesamt war es aber doch ein wirklich toller Tag, trotz des schlechten Wetters. Wir haben jedenfalls wirklich viel Spaß gehabt und den Tag in sehr guter Erinnerung behalten.

Ich hoffe, dir hat der Ausflug in den Hamamatsu Flower Park gefallen. Wenn ja, dann teile den Beitrag doch gerne mit deinen Freunden oder pinne ihn bei Pinterest!

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Hamamatsu – zu Fuß zu den Nakatajima Sanddünen

Im letzten Beitrag habe ich die Hamamatsu – die Stadt der Musik vorgestellt. Falls du auf deiner nächsten Japanreise eine Stadt besuchen willst, die bei ausländischen Touristen kaum bekannt ist, dann ist Hamamatsu eindeutig die richtige Stadt für dich! Neben typisch japanischer Architektur, jeder Menge Musik und sehr leckerem All gibt es aber auch landschaftlich etwas zu entdecken. Nämlich die Nakatajima Sanddünen.

 

Auf unserer Reise nach Hamamatsu sind wir etwas früh am Hotel gewesen. Um die Zeit bis zum Zimmerbezug zu überbrücken, haben wir und auf den Weg zum Meer gemacht. Immer geradeaus die Hauptstraße entlang. Es wurde ein wirklich toller Spaziergang mit sehr interessanten Einblicken in das tägliche Leben in einer Japanischen Stadt bei dazu noch schönstem Wetter.

 


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Von Hamamatsu City zu den Nakatajima Sanddünen

Nur wenn man sich auch die etwas weniger touristischen Bezirke einer Stadt anschaut, lernt man die Stadt und das Land besser kennen. Vor allem zu Fuß sieht man Dinge, die einem sonst verborgen blieben. Und bei genauerem Hinsehen fällt einem dann auf, was wirklich andres und was doch gleich ist wie bei uns in Deutschland. Deshalb haben wir uns auch dazu entschieden, zu laufen und nicht etwa den Bus zu nehmen.

Hamamatsu nahe der Innenstadt

Interessant sie einmal genauer zu betrachten, weil sie doch so anders als in Deutschland sind, sind die Parkplätze. Zum Beispiel der nahe unserem Hotel. Wer sich bei uns schon über zu kleine Parkplätze beschwert, sollte froh sein, seinen SUV oder Sportwagen nicht in Japan parken zu müssen.

Funfact: Anders als bei uns sind die Parkplätze oftmals nicht mit einer Schranke an der Ein- oder Ausfahrt gesichert. Jeder einzelne Parkplatz ist mit einer Sperre gesichert. Sie klappt ein, wenn ein Auto auf den Parkplatz fährt. Und direkt wieder hoch, wenn der Reifen drüber ist. Um wieder rausfahren zu können, müssen erst die Parkgebühren bezahlt werden. Ansonsten macht man sich beim Ausparken schlimmstenfalls das Auto kaputt, da man rückwärts über die Sperrvorrichtung fahren müsste.

In Japan gibt es gefühlt an jeder dritten Ecke einen Schrein oder Tempel. So hat es uns auch nicht verwundert, dass wir schon nach wenigen Metern an einem vorbeigekommen sind. Wer oder was aber genau im Rokusho Shrine verehrt wird, konnte ich leider nicht herausfinden.

Weiter liefen wir vorbei an kleinen Gassen und Straßen. Hier fällt auch auf, dass selbst Mehrfamilienhäuser hübscher und gepflegter aussehen als es bei uns oft der Fall ist. Graffiti, Schmierereien oder Müll sucht man in Japan weitestgehend vergebens.

Funfact: Fast alle Mehrfamilienhäuser haben einen Balkon. Der wird aber nur selten zur Entspannung genutzt. Er dient mehr dazu, Wäsche zu hängen, die Futons zu lüften und manchmal auch als Notausgang.

Auch einen kleinen „Park“ mit Spielplatz haben wir passiert. Das besondere hier: Es gibt ein öffentliches Toilettenhäuschen und ein Outdoorwaschbecken. Der Park ist eigentlich nur eine größere Wiese mit eben dem kleinen Spielplatz drauf. Neben dem Spielplatz stehen auch noch einige Picknicktische. Alles war extrem sauber und ordentlich. Und dass, obwohl es nicht einen einzigen Mülleimer gab!

Hamamatsu wird ländlicher

Einige Querstraßen später wird die Gegend merklich ländlicher. Die Siedlungsdichte nimmt immer mehr ab, es gibt auch kaum noch Mehrfamilienhäuser. Kurz darauf erreichten wir den Magome River. Von der Brücke hat man einen sehr schönen Blick auf den Fluss. Und auch das Geländer ist hübsch gemacht, mit den Drachenbildern.

Funfact: Im Magome River lebt ein kleiner Fisch. Oryzias latipes, bei uns besser bekannt als Medaka oder Reisfisch. Ein Fisch, der sich bei uns in den letzten Jahren steigender Beliebtheit erfreut. Medaka werden auch in Japan immer beliebter. Man hält sie dort oft in kleinen Behältern wie beispielsweise größeren Blumentöpfen vor dem Haus. Im Magome River leben noch die Wildform, aber mittlerweile gibt es, ähnlich wie bei Kois, immer mehr Züchtungen in den verschiedensten Farben.

Auch südlich des Magome River wird die Bebauung nicht mehr viel dichter. Ganz im Gegenteil. Nur wenige Minuten, nachdem wir den Fluss überquert haben, lies die Bebauungsdichte nochmal ordentlich nach. Viel mehr grün steht nun zwischen den Bäumen. Und schon bald tauchen die ersten Reisfelder neben der Straße aus.

Anders als ich es aus Deutschland kenne, gibt es auch heute noch viele Felder mitten in Wohngebieten. Das war damals in Soka so und auch in Hamamatsu konnte ich es beobachten. Bei uns stehen entweder die Bauernhöfe sehr einsam, oder die Felder befinden sich außerhalb von Siedlungen. In Japan mischt es sich auch heute zum Teil noch viel mehr. Da grenzt der Garten ans Gemüse- oder Reisfeld, das wiederum direkt neben einer Hauptstraße liegt.



Noch einmal überqueren wir den Magome River. Die Straße führt uns nun vorbei am Hamamatsu Festival Gelände, auf dem auch der Hamamatsu Festival Pavillon steht. Dort findet jedes Jahr vom 3. Bis zum 5. Mai das Hamamatsu Festival statt. Und das schon seit über 440 Jahren! Am 3. Mai füllt sich der Himmel mit Drachen aus über 170 Städten zu einem Drachenkampf. Falls du mehr erfahren willst, schau einfach auf die Homepage vom „Hamamatsu Festival Pavilion“.

Tipp: Falls du nach der Wanderung zum Strand auf Toilette willst, findest du öffentliche Toiletten auf dem Festivalgelände (oder zwischendurch auf dem bereits erwähnten Spielplatz).

Nakatajima Sanddünen

Nach rund zwei Stunden gemütlichen Spazierens, Staunens und Eis Schleckens (wir mussten unbedingt den Eisautomaten ausprobieren, der vor einer Apotheke stand!) haben wir dann auch endlich die Nakatajima Sanddünen erreicht. Schneller wäre es natürlich mit dem Bus gegangen. Mit der Buslinie Nummer 4, die alle 20 Minuten fährt, hätten wir keine 20 Minuten gebraucht. Aber hätten auch sehr viel weniger von Hamamatsu gesehen!

Am Eingang zu den Dünen steht ein großer Fels mit der japanischen Aufschrift Nakatajima Sakyuu, also Nakatajima Sanddünen. Von dort geht es eine kleine Treppe hinauf, bis man auch kurz darauf schon im Sand steht. Es lohnt sich, einen Blick auf die Hinweisschilder zu werfen, die dort am Eingang stehen. Die Schilder sind zum Teil auch auf Englisch. Man erfährt hier, dass die Unechte Karettschildkröte  (loggerhead turtle auf Englisch) hier am Strand ihre Eier ablegt! Und zwar hauptsächlich in den Monaten Mai bis August. Das führt zu einem Schlupf der jungen Schildkröten von Mitte August bis Oktober.

Mittlerweile werden die Schildkröten hier auch streng geschützt. Das Befahren des Strandes mit Fahrzeugen ist nicht mehr gestattet. Außerdem werden gefundene Schildkrötennester ausgegraben und an speziell geschützte Strandbereiche verbracht. Noch am Nachmittag bin ich auf etwas gestoßen, das wie ein Schildkrötennest aussah, welches sich mitten am Strand befunden hat. Ich vermute, dass die Ranger es wohl übersehen haben. Allerdings waren auch nicht übermäßig viele Menschen unterwegs, so dass dem Nest auch keine allzu große Gefahr drohte an diesem Tag.

Die Nakatajima Sanddünen sind sehr weitläufig. Über 4km Länge und bis zu 600m Breite erstrecken sie sich. Umbauten am Fluss und Beton Barrieren im Meer führten aber immer mehr zu einer Veränderung der Meeresströme, die die Sanddünen immer mehr schrumpfen lässt. Der Sand selber ist zwar sehr fein, aber es liegen stellenweise ziemlich viele Kieselsteine herum. Wir sind dennoch barfuß gelaufen und haben uns auch das erfrischende Meerwasser um die Zehen spülen lassen.

Bei den Einheimischen sind die Dünen auch ein beliebter Ort, sich den ersten Sonnenaufgang des Jahres anzusehen. Als wir da waren herrschte auch ein reger Lastwagenverkehr, da ein Gezeitendamm gebaut oder ausgebessert wurde.

Für uns war es ein wirklich toller Nachmittag, auch wenn wir von den richtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt nur die Nakatajima Sanddünen gesehen haben. Aber nachdem wir in Tokyo so viel angesehen hatten, wollten wir einen Gang zurückschalten. Slow Travel sozusagen, und wenn nur für einen Nachmittag.

Ich kann auch jedem nur empfehlen, die Stadt, die du besuchst, zu Fuß zu erkunden und dabei bewusst auch einen Teil der Stadt auszusuchen, der eben nicht so touristisch ist.

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Wieso du Hamamatsu – die Stadt der Musik – unbedingt besuchen solltest

Die meisten Leute, die das erste Mal nach Japan kommen, sehen vor allem Tokyo und Kyoto. So auch wir (auch wenn ich schon ein Jahr in Japan gelebt habe). Mein Freund kannte ja nur Kyoto und seine Eltern waren noch nie da. Doch wir wollten auch etwas anderes, weniger touristisches sehen. Und so entschieden wir uns für Hamamstau, in etwa auf halber Strecke zwischen Tokyo und Kyoto.


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Die wichtigsten Facts über Hamamatsu

Zunächst einmal liegt der Ort in etwa auf halber Strecke zwischen Tokyo und Kyoto, unseren anderen beiden Reisezielen in Japan. Aber das war natürlich nicht der einzige Grund, sich Hamamatsu anzusehen. Die Stadt ist Heimat von über 790.000 Einwohnern und liegt direkt am Meer.

 

Die wenigsten nichtjapanischen Touristen haben wohl je etwas von Hamamatsu in der Präfektur Shizuoka gehört. Das liegt wohl auch daran, dass Hamamatsu kein typischer Touristenort für ausländische Reisende ist. Wir wollten nicht nur die typischen Touristenorte sehen. Da ich 2007 in Toyohashi gelebt habe, es aber nie nach Hamamatsu geschafft habe (ich ärgere mich so sehr darüber, nie dort gewesen zu sein!), lag es also Nahe, dort einen Zwischenstopp einzulegen.

Wifi in Hamamatsu

Wir haben uns entschieden, den gesamten Urlaub über ohne japanische SIM-Karte oder ein WiFi-Gerät zu verbringen. Alleine mit der App Maps.ME kommst du schon sehr gut klar. Für sie brauchst du keine Datenverbindung, GPS ist vollkommen ausreichend. Und in Japan gibt es so viel Gratis-Wifi, dass man sich das Geld ehrlich gesagt auch sparen kann.

Es gibt wie fast überall in Japan sehr viele Gratis-WiFi-Spots in Hamamatsu. Wenn du etwas herunter scrollst, findest du auch die englische Beschreibung. Selbst in den meisten Supermärkten wie Lawson oder 7-Eleven kannst du kostenlos ins Internet, auch ohne dort etwas zu kaufen. Also meine Empfehlung: Spar dir das Geld für die SIM-Karte und geh lieber einmal richtig leckeren Aal essen

Fortbewegung in Hamamatsu

In Hamamatsu fahren hauptsächlich Busse. Die Bahnlinie für den Shinkansen und die JR Regionalbahnen führt lediglich durch den Süden der Stadt. Eine weitere Regionalbahn fährt gen Norden, führt allerdings nicht an den Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Das Bus-System in Hamamatsu ist aber hervorragend ausgebaut und sehr zuverlässig.

Damit weißt du jetzt das wichtigste, um dich in der Stadt fortzubewegen. Aber was hat Hamamatsu überhaupt zu bieten und hat es sich wirklich gelohnt, zwei Nächte in dieser Stadt zu verbringen?

So kommst du nach Hamamatsu

Wie ich eingangs schon sagte, liegt Hamamatsu ungefähr in der Mitte zwischen Tokyo und Kyoto. Auch wenn Hamamatsu über einen kleinen Flughafen verfügt, erfolgt die Anreise für dich ausschließlich über den Landweg.

Ab Tokyo Station fahren in regelmäßigen Abständen Shinkansen direkt nach Hamamatsu. Die Fahrt dauert je nach Zug 1,5 bis etwas über 2 Stunden. Alternativ kannst du auch einen Shinkansen ab Shinagawa Station nehmen.

Vom Flughafen Haneda aus musst du erst nach Shinagawa fahren und dort in den Shinkansen umsteigen. Aber auch dann bist du in ca. 2,5 Stunden am Bahnhof von Hamamatsu.

Ab Nagoya Station dauert die Fahrt mit dem Shinkansen 30-45 Minuten und kostet 5400 Yen. Wesentlich billiger aber auch erheblich langsamer sind die regionalen Züge. Knapp unter 20 Stunden Reisezeit kosten dafür auch weniger als die Hälfte des Preises, den du für die Fahrt mit dem Shinkansen bezahlen musst. Der Nagoya Airport ist übrigens der nächstgelegene internationale Flughafen. Die Reisezeit nach Hamamtsu beträgt mindestens 1,5 Stunden.

Wesentlich günstiger sind für Überlandfahrten mit einem Fernbus. Von Tokyo Shibuya/Shinjuku aus kostet der Bus ab ca. 3000 Yen, was rund ein Drittel des Preises ist, den wir für den Shinkansen bezahlt haben. Und auch nach Kyoto oder Osaka kostet dich die Fahrt mit dem Bus weniger als mit dem Shinkansen.

Unsere Fahrt mit dem Shinkansen

Wir haben uns schon vorab dazu entschieden, mit der Bahn, genauer dem Shinkansen anzureisen. Die Tickets dafür haben wir in Tokyo gekauft. Der Preis lag bei rund 9000Yen inklusiver Reservierung pro Person.

So ging es also total entspannt in einem frisch geputzten und absolut pünktlichen Schnellzug von Tokyo nach Hamamatsu. Die Züge sind wirklich gigantisch! Wir hatten ohne Ende Platz und ich konnte sogar meinen Koffer vor meine Beine stellen und es war immer noch genug Raum für meine Beine! Versuch das mal in der ersten Klasse im ICE, geschweige denn in der zweiten!

Zunächst ging es durch den “Moloch Tokyo”. Gut, wirklich hübsch sind die meisten Gebäude nun nicht. Aber doch sehr faszinierend. Architektonisch so vollkommen anders als das, was wir in Deutschland gewohnt sind. Das liegt sicherlich nicht zuletzt an den vielen oberirdischen Stromleitungen. Aber gut, bei den vielen Erdbeben macht es Sinn. Es ist so sicherlich wesentlich einfacher zu reparieren.

Noch in Tokyo
Aus dem Shinkansen heraus sieht man den Fuji

Nicht lange und wir waren raus aus dem Stadtgebiet von Tokyo und Yokohama. Plattes Land, kleine Städtchen, die noch unterschiedlicher zu unseren europäischen Ortschaften waren. Und bald kam er, der Fuji! Wenn man schon keine Gelegenheit hat, direkt zum Fuji zu reisen, dann muss man ihn wenigstens aus dem Zug heraus bewundern! Zu perfekt sieht er aus, so gleichmäßig geformt mit seiner weißen, schneebedeckten Spitze.

Nach etwa 2 Stunden Fahrt kamen wir dann endlich auch an in Hamamatsu. Da ich einige Monate in Toyohashi gelebt habe, eine Stadt nicht weit entfernt, wusste ich in etwa, was uns erwarten würde. Keine gigantischen Hochhäuser und keine großen Menschenmassen, so viel war sicher.

Ankunft in Hamamatsu

Hamamatsu ist die Heimatstadt von Kawai. Das wurde auch direkt bei der Ankunft deutlich gemacht. Wunderschöne Klaviere waren am Bahnhof ausgestellt, dazu Fotos von berühmten Musikern, die auf Kawai-Klavieren spielen. So auch ein Bild von Yoshiki von X-Japan. Wegen dieser Band hat mich überhaupt erst die Japanleidenschaft so richtig gepackt, so dass ich dann auch Japanisch studiert habe. Das bemerkenswerteste war aber das kleine, vielleicht drei oder vier Jahre alte Mädchen, dass dort am Klavier saß und spielte, als ob sie es schon seit Jahrzehnten könnte! Wir wollten gar nicht weiter gehen und hätten stundenlang zuhören können.

Unser Hotel lag nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Zu nah für ein Taxi. Im Grunde lag nur eine Häuserreihe zwischen uns und unserem Ziel. Das Einchecken ins Hotel war recht einfach. Da wir aber noch etwas früh dran waren, durften wir zunächst unser Gepäck zwischenlagern, da wir noch nicht auf unsere Zimmer konnten.

Yoshiki zu sehen am Bahnhof von Hamamatsu!

Was hat Hamamatsu zu bieten? Die schönsten Sehenswürdigkeiten kurz vorgestellt

Stadt der Musik

Musik ist sehr wichtig für Hamamatsu. Immerhin stammt der berühmte Instrumentenhersteller Yamaha von hier. Aber auch Kawai und Roland produzieren in Hamamatsu Instrumente. Da wundert es auch nicht, dass es in der ATC City eine Konzerthalle gibt, die speziell auf klassische Musik ausgelegt ist sowie das einzige öffentliche Musikmuseum Japans, in dem du über 1300 Musikinstrumente aus der ganzen Welt ansehen kannst. Die ATC City befindet sich übrigens direkt auf der nördlichen Seite vom Bahnhof und ist entsprechend supereinfach zu erreichen.

Der ATC Tower ist das höchste Gebäude der Stadt. Direkt nach der Ankunft am Bahnhof fällt es einem ins Auge. Der 213m hohe Turm (das sind 43 Etagen!) gehört zur ACT City Hamamatsu. Er ist übrigens der höchste und auch einzige Wolkenkratzer der Region Tokai. Optisch ist er einer Harmonika nachempfunden.

Blick auf ATC Tower und ATC City
Der ATC Tower überragt alle anderen Gebäude

Ebenfalls ein Zeichen der Musikverbundenheit der Stadt ist das Chopin-Denkmal. Es ist eine 1:1 Kopie des polnischen Originals, das im Warschauer Lazienki-Park steht.v

Weitere Sehenswürdigkeiten in Hamamatsu

Hamamatsu liegt direkt am Meer. Eigentlich ist das alleine schon Attraktion. Aber es gibt auch die Nakatajima-Sanddünen, die mit zu den größten Dünen Japans gehören. Über den Strand und unseren Nachmittag am Meer erzähle ich dir in einem späteren Beitrag etwas mehr. Nur so viel, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Eingang zu den Nakatajima-Sanddünen

Nukumori no Mori (ぬくもりの森), das Dorf der Wärme. Wenn man es besucht, fühlt man sich, als wäre man in einem Studio Ghibli Film. Studio Ghibli (Mein Nachbar Totoro) ist eines der berühmtesten, wenn nicht sogar DAS berühmteste Animationsstudio für japanische Animefilme weltweit. Und doch haben das Dorf und das Filmstudio keinerlei Verbindung miteinander. Eigentlich ist es eher ein Einkaufsgebiet für Touristen, wo du aber auch ein Restaurant, ein sehr schönes Café und ein Museum findest. Ursprünglich gebaut vom Architekten Shigeyoshi Sasaki als Designbüro und Werkstatt ist es in den letzten 20 Jahren zu einem kleinen Touristenmagneten gewachsen.

Bereits im Jahr 1570 wurde die Burg Hamamatsu als Militär- und Politikzentrum errichtet. Und zwar von keinem geringeren als dem ersten Shogun und Begründer des Tokugawa-Shogunats Tokugawa Ieyasu. Doch nicht etwa die sehr sehenswerte Burg ist heute das Wahrzeichen der Stadt, sondern der ATC Tower. Dennoch lohnt ein Besuch der Burg. Zur Burg fahren mehrere Busse, unter anderem die Linien 8, 30 und 40. Abfahrt ist alle paar Minuten ab Hamamatsu Bahnhof.

Die Burg von Hamamatsu ist ausgesprochen sehenswert, wenn natürlich nicht vergleichbar mit der Burg Himeji oder der Burg in Osaka. Unterhalb der Burg Hamamatsu liegt ein wunderschöner Park, durch den es sich zu spazieren lohnt, nachdem man die Burg besucht hat.

Ein sicher etwas außergewöhnliches Museum befindet sich in der Hamamatsu Diorama Fabrik. Takuji Yamada stellt hier regelmäßig seine Werke aus, die in Abhängigkeit von seinen jeweiligen Projekten stetig ausgewechselt werden.

Soichiro Honda, der Begründer der Honda Motor Co., Ltd., stammte aus einem kleinen Ort, der mittlerweile im heutigen Hamamatsu liegt. Im Honda Soichiro Craftsmanship Center kannst du mehr über ihn und die Entstehung des Weltkonzerns erfahren.

Etwa 3km nördlich des Hamana-Sees liegt die Ryugashido Tropfsteinhöhle. Mit dem Bus der Linie 45 „Okuyama Linie“ brauchst du ab Hamamatsu Bahnhof etwa eine Stunde. Übrigens ist der Eintritt in die Tropfsteinhöhle frei. Geöffnet ist sie von April bis Oktober von 9:30 bis 16:30. Bei (drohendem) Hochwasser kann sie allerdings auch kurzfristig geschlossen werden.

Rund um den Hamana-See

Westlich der Nakatajima-Sanddünen befindet sich der Eingang zum Hamana-See, einem Süßwassersee, in den auch Meerwasser eindringt, in dem sich Meerwasser und Süßwasser mischen. Allerdings entstand die Verbindung zum Meer erst 1498, als ein Erdbeben die Sandbank zwischen See und Pazifik beschädigt und so eine offene Verbindung schuf. Heute ist der See ein sehr beliebtes Ausflugsziel mit vielen Attraktionen.

 

Im See gleich hinter dem Zugang zum Meer befindet sich eine kleine Insel. Auf dieser steht eines der unverkennbaren roten Torii. Um hier her zu kommen fahrt ihr am besten mit der Bahn (Tokaido Linie) nach Bentenjima. Dort könnt ihr auch in den Bus Nummer 10 umsteigen, der euch noch ein Stückchen weiter Richtung Strand bringt.

Ebenfalls am südlichen Ende des Sees, aber nördlich der Straße 301, an der Haltestelle Araimachi (die genau genommen schon zur Stadt Kosai gehört). Dort finden auf einem abgegrenzten Areal Speedbootrennen statt.

 

Über die Hamanakoo-Brücke erreicht du den Hamanako Garden Park. Verwechsle ihn nicht mit dem Hamamatsu Flower Park, der weiter nördlich liegt! Der Hamanako Garden Park ist sehr weitläufig angelegt. Hier gibt es unter anderem wunderschön angelegt Blumenfelder, Spielplätze oder auch eine Aussichtsplattform. Vom Aussichtsturm aus kann man bei gutem Wetter sogar den Fuji sehen! Auf der südlichen Seite der Brücke kannst du vorher noch das Hamanako Aquatic Experience Center “Wotto” besuchen und viel Wissenswertes über die Tiere des Hamana-Sees lernen.

Am Nordöstlichen Ende des Hamanakoo gibt es eine Seilbahn namens Kanzanji Ropeway. Mit der Buslinie 30 fährst du vom Hauptbahnhof aus rund 55 Minuten. An der unteren (südlichen) Station liegt auch der Hamanako Pal Pal, ein Freizeitpark mit über 30 Attraktionen.

 

Etwas kürzer, nämlich 45 Minuten, ist die Fahrzeit zum Hamamatsu Flower Park mit angeschlossenem Zoo. Du kannst beide zusammen oder nur einen von beiden Parks besuchen. Im Hamamatsu Flower Park gibt es ebenfalls viele tolle Blumenfelder und Seen, aber auch Blumenfiguren und Tropenhäuser zu bewundern. Obwohl es bei unserem Besuch viel geregnet hat, hat sich der Tag aber mehr als gelohnt. Doch dazu in Kürze mehr in einem eigenen Beitrag.

Auch bei Regen einen Besuch wert: Der Hamamatsu Flower Park

Auch ein Onsen, das Kanzanji Onsen findest du in der Nähe der Seilbahn und des Hamamatsu Flower Parks. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hamana Sees gibt es noch die Mikkabi Onsen und im Süden bei Bentenjima das Bentenjima Onsen. Entsprechend ist hier auch für ausreichend Entspannung gesorgt.

Weitere spannende Facts vom Hamana-See

Hamamatsu ist berühmt für Frischwasseraal (Unagi). Schon seit mehr als 100 Jahren werden die in ganz Japan berühmten Aale im Hamana-See gefangen (genauer gesagt gezüchtet). Aal-Farmer kaufen dazu kleine Glasaale von Fischern, ziehen sie im Seewasser groß und verkaufen sie an Restaurants und Hotels. Wer jemals Süßwasseraal-Sushi gegessen hat, weiß, wie lecker diese Aale sind. Leider sind sie aber auch nicht billig. Zudem finden sich im Hamana-See noch e Chinesische Weichschildkröten, Austern, Nori und Garnelen.

TIPP: Besuche die Unagi-Pie Fabrik und kaufe dir dort ausgefallene Backwaren oder besuche das angeschlossene Café.

Am Hamana-See wird heute noch mit Speeren gefischt. Seit über 100 Jahren hat das Speerfischen hier schon Tradition. Von Mai bis September fahren die Boote zum Sonnenuntergang los. Wer mag kann auch eine Tour buchen und gleich im Anschluss die Beute zubereiten lassen und noch vor Ort verspeisen.

Shopping in Hamamatsu

Trotz der Konkurrenz aus dem Internet und der großen Städte hat Hamamatsu noch immer eine hübsche Innenstadt mit diversen Einkaufsmöglichkeiten. Zwar findest du hier keine gigantischen Einkaufszentren wie in Tokyo oder Osaka, aber auch in Hamamatsu hat es das eine oder andere kleine Einkaufszentrum, zum Beispiel das ZaZa City.

Noch immer gibt es auch kleine Geschäfte in Hamamatsu. Dunkel erinnere ich mich daran, dass 2007 in Toyohashi viele Geschäfte geschlossen und die Ladenfenster mit Brettern zugenagelt waren. Dieses Schicksal hat Hamamatsu glücklicherweise noch nicht ereilt. Ich hoffe auch sehr, dass es so bleiben wird.

Wo du in Hamamatsu am besten wohnst

Wir haben uns für ein Hotel entschieden, dass direkt am Bahnhof liegt, nämlich das Comfort Hotel Hamamatsu. Mit rund 60€ pro Zimmer inklusive Frühstück war es ein echtes Schnäppchen. Das Hotel ist sehr zentral gelegen, nur etwa 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Die Zimmer waren sauber und wie erwartet japanisch klein. Mit zwei großen Koffern kann es da auch schon mal etwas eng werden. Aber da wir unsere Zimmer ohnehin nur zum schlafen benötigen und uns tagsüber draußen aufhalten, macht das gar nicht viel aus. Auch das Frühstück war hervorragend. Es gab verschiedenes Gebäck, Cornflakes, Reis, Salat und Fleisch. Wer Wurst und Käse erhofft, wird allerdings wohl enttäuscht sein. Natürlich hat das Hotel auch kostenloses WiFi im Zimmerpreis inklusive.

Man spricht am Empfang auch Englisch und ist unglaublich freundlich und zuvorkommend. Am Tag der Ankunft waren wir etwas zu früh dran und konnten noch nicht auf unser Zimmer. Wir durften dort aber unser Gepäck in einem abgeschlossenen Raum abstellen und konnten sofort los, Hamamatsu anschauen. Gleiches auch am Abreisetag, da wir noch zur Burg wollten, haben wir unser Gepäck nach dem Auschecken noch untergestellt, bis wir dann gegen Mittag weitergefahren sind nach Kyoto.

Wer keinen großen Wert auf Luxus legt, aber dennoch sehr schöne und saubere Zimmer einem Kapselhotel oder Airbnb vorzieht, der macht im Comfort Hotel Hamamatsu absolut gar nichts verkehrt. Auch über das Frühstück gibt es absolut nichts Negatives zu sagen, ganz im Gegenteil. Abends kann man gut in der Umgebung essen

Wer etwas tiefer in die Tasche greifen will, der nimmt sich ein Zimmer im Okura Act City Hamamatsu mit grandiosem Ausblick über Hamamatsu und, wenn du auf der richtigen Seite untergebracht wirst, bis hin zum Meer.

Etwas höhere Preise als das Comfort Hotel Hamamatsu bei etwa gleicher Lage bieten auch das Hotel South Garden Hamamatsu oder das Hotel Ascent Hamamatsu. Auf der anderen Seite des Bahnhofs wären das Daiwa Roynet Hotel Hamamatsu oder das Hotel Ascent Plaza Hamamatsu.

Falls du lieber direkt am Hamana-See übernachten willst, empfehle ich das Sansuikan Kinryu oder das Izumigo Lake Hamana Grand Hotel Sazanamikan, die beide nicht allzu weit vom Hamamatsu Flower Park und der Seilbahn entfernt liegen.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees befinden sich zwei günstige Ryokans. Zum einen das OYO minsyuku.susizen, zum anderen das OYO Ryokan Hamanako no Yado Kosai. Beide sind ideal für den kleinen Geldbeutel, auch besonderen Komfort musst da dafür aber auch verzichten. Etwas luxuriöser ist es dann doch im Hotel Listel Hamanako, das direkt am Lake Inoha liegt. Im Süden des Sees, nicht weit entfernt vom Meer, nächtigst du gut im Hamanako Resort & Spa The Ocean.

Wie viel Zeit brauchst du für die Stadt?

Wir haben zwei Nächte in Hamamatsu verbracht. Am ersten Nachmittag waren wir am Meer, den nächsten Tag haben wir trotz strömenden Regen im Flower Park und Zoo verbracht und am Vormittag des dritten Tages waren wir die Burg besichtigen.

Die Zeit hat einfach absolut nicht gereicht, um noch mehr anzuschauen. Im Nachhinein würde ich eher mindestens 3-4 Nächte einplanen. Und selbst dann wird man nicht alles ansehen können, da viele Attraktionen erst um frühestens 9 Uhr öffnen und oft zwischen 16 und 17 Uhr wieder schließen.

Einen Wermutstropfen aber gibt es doch

Wie ich eingangs ja bereits erwähnte, ist Hamamatsu bei ausländischen Touristen ziemlich unbekannt. Leider spiegelt sich das bei den meisten Sehenswürdigkeiten wieder. Kaum ein Schild ist auf Englisch. Und auch die Einheimischen sind den Anblick von Ausländern nicht so gewöhnt wie man es in Tokyo, Kyoto oder Osaka ist. Dabei hat Hamamatsu so viel zu bieten!

Wer noch einen Ort besuchen will, der kulturell dem „echten“ Japan noch näher ist als die bekannten Touristenhotspots und wer sich mit Google Translate oder grundlegenden Japanischkenntnissen zu helfen weiß, dem sei ein Besuch in Hamamatsu sehr ans Herz gelegt!

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Wer hat’s erfunden? – Sushi made in China!

Sushi – gibt es eine Speise, die mehr mit Japan verbunden wird? Aber wie japanisch ist Sushi wirklich? Wer hat es wirklich erfunden und wann? Marion hat sich viel Mühe gemacht, der Geschichte des Sushi einmal genau auf den Grund zu gehen. Bitte vergiss nicht, auch auf ihrem Blog Life-Style-Luxury-Brigade vorbeizuschauen!


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Werbung und Empfehlungs-Links (* Affiliate-Links). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja


Marion von Life-Style-Luxury-Brigade

Marion fing an zu bloggen und hatte plötzlich ein ganzes Online Magazin. Mit ihren befreundeten Autoren und Gastbloggern betreibt sie eine abwechslungsreiche Lifestyle Plattform, mit vielen unterschiedlichen Themen die sich alle um Eines drehen: Luxus.

Sushi und ich hatten jahrelang einen Beziehungsstatus, der in Facebook als “It’s complicated” beschrieben würde. Doch wahre Liebe wächst langsam. Und so bin ich heute ein echter Sushi Fan. Doch wie ist das Gericht, dass wir alle aus Japan vermuten, entstanden? Auf meiner Recherchereise durch Bücher und das Web stieß ich auf Verblüffendes. Sushi ist nicht in Japan entstanden :-o !!

Sushi wurde am Mekong (China) erfunden um Süßwasserfische länger haltbar zu machen. Der Fisch wurde in Reis eingelegt und in diesem fermentiert. Den Reis warf man dann anschließend weg, er war ungenießbar. Die Fischstückchen jedoch hielten so bis zu einem halben Jahr.

Von China aus wurde diese Methode zum Haltbarmachen von Fischen weiterverbreitet. Die Methode fand auch in Thailand großen Anklang, bis sie von dort nach Japan gebracht wurde.

Um ca. 718 n.C. wird Sushi im damaligen Edo, heute Tokio, in einem alten Pergament erwähnt.

Während in China diese Zubereitung bis heute nicht überstand, kann man in Thailand bis heute noch diese Art von Fischgericht essen. Auch in Japan wurde diese Technik zunächst für Süßwasserfische genutzt. Vor allem am Biwa-See wurde damit die Karausche so haltbar gemacht. Noch heute kann man dieses Funazushi in manchen Restaurants bekommen. Mit den Jahrhunderten veränderte sich die Zubereitung jedoch.

Die Moderne Art des Sushi - Tokios Erbe

Um das 18te Jahrhundert taucht Zushi oder Sushi dann wieder auf. Dieses Mal ist es aber der Meeresfisch, der so haltbar gemacht wird. Die Gesellschaft Japans hat sich gewandelt. Immer mehr Menschen können sich nun den teuren Meeresfisch leisten. Doch er hält halt nicht lang. So übernimmt man die Jahrtausende alte Technik zum Haltbarmachen von Fisch von den Chinesen und adaptiert diese auf Salzwasserfische und Nori (Meeresfrüchte).

Immer kürzer wird der Fisch so fermentiert. Mit dem Reisessig geht das schneller und der Geschmack dürfte sich damit auch verbessern. Mit der Zeit wird der Fisch dann nicht mehr haltbar gemacht, sondern einfach roh verarbeitet – für den sofortigen Verzehr. Lediglich der Reis wird nun gesäuert.

So entstehen die ersten Sushi Stände im alten Tokio, von denen bis heute einige bestehen.

Westliches Sushi - Es beginnt in Los Angeles

Auf meinen Recherchen über das erste Sushi in der Westlichen Welt stolpere ich immer wieder über einen Namen – Noritoshi Kanai. Der damalige Südost-Asien-Exporteur bringt eines Tages einen waschechten Sushi-Meister mit und dieser bereitet ab 1966 im Restaurant Kawafuku das exotische Gericht zu.

Erste Sushi Kette in den USA

Zunächst war Sushi etwas, das auch in den USA eher der elitären Gesellschaft zugesprochen wurde. Im Pazifikkrieg waren viele US Soldaten in Japan und entdeckten die Kultur und Küche für sich.

Aoki Hiroaki, USA-Einwanderer, brachte somit noch vor Noritoshi Kanai dieses Japanese-style Dining in die USA. Jedoch wurde bei ihm eher das Teppanyaki angeboten und Sushi galt als Bei-Gericht, Vorspeise, Appetizer.

Die Einrichtung war typisch japanisch. Böden aus Bambusmatten, die typischen japanischen Trennwände, am Boden sitzend, um einen Ebenholztisch auf Kissen. Schuhe müssen ausgezogen werden. Es herrscht edles Ambiente, dezente Musik und hübsche Frauen servieren in traditionellen Gewändern und auf japanische Art die Gerichte. Hiroaki verkaufte nicht nur japanische Speisen. Er verkaufte das japanische Lebensgefühl an vermögende Amerikaner. Und das sehr erfolgreich.

Kaitensushi erobert die Welt

Kaitensushi bedeutet grob übersetzt Förderband Sushi. Viele dieser Restaurants gibt es noch heute in unseren europäischen Großstädten. Shiraishi Yoshiaki gilt als Erfinder dieser Methode, möglichst viele Menschen zu bedienen. Das erste Restaurant in dieser Form entsteht 1969 in Osaka. Gerüchte behaupten, er habe sich diese Förderband-Technik aus Fabriken abgeschaut.

Als dann die Weltausstellung Expo 70 dort stattfindet, macht diese Art von Restaurants in ganz Europa Schule. Von Paris über London halten die Sushi Bars ab den 80ern Einzug in die großen Städte. Und jede Stadt gibt dem Sushi ihre eigene Note. In Kalifornien sind es die Sushi Rolls, in Frankreich ersetzt man das scharfe Wasabi, welches dünn auf den Fisch gestrichen wird, kurzerhand mit Mayonnaise. Kaum ein Land, das nicht das Sushi für sich neu adaptiert.

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Die erste Sushi-Bar Kette - Yo! Sushi

Nicht nur Sushi gibt es auf dem Förderband der ersten Yo! Sushi Bars. Tempura, Misosuppe, Teppanyaki und gebackene Früchte finden hier Platz. Und das Erfolgskonzept geht auf. Während Sushi in den 70ern noch um 100 Yen kostete, verringern sich durch den geschickten Mix von japanischen Gerichten die Preise. Das Running Sushi ist erfunden und heute kaum noch wegzudenken.

Wenn dich Japan und seine Kultur, Sushi, Lebensart und die Menschen interessiert kann ich dir diese Serien von Amazon empfehlen: Sushi – The Global Catch

Noch viel mehr über das faszinierende Japan und exzellent recherchiert ist die Serie Prime Japan.

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Foto credits (in Reihenfolge der Erscheinung):

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sushi

https://de.wikipedia.org/wiki/Funazushi

Moritz Hoffmann Der Weg japanischer Küche um die Welt

https://wiki.antiguru.de/lib/exe/fetch.php/pub/sushi.pdf

Trevor Corson: The story of Sushi – An unlikely Saga of Raw Fish and Rice. HarperCollins Publisher, New York 2008, ISBN 978-0-06-088351-5.

Japan online besuchen – eine virtuelle Reise nach Japan

Nachdem ich dir schon eine riesige Liste mit den spannendsten Online Museen zusammengestellt habe, möchte ich dir heute virtuelle Touren durch japanische Museen und Sehenswürdigkeiten zeigen.

Wie du sicher weißt bin ich ein riesiger Japan-Fan und hatte eigentlich gehofft, nächstes Jahr mit meinem Freund wieder hin zu fliegen. Ob es klappen wird steht noch in den Sternen, zumal wir eigentlich nicht zur Olympiade hin wollen. Deshalb bleiben auch mir vorerst nur die online Touren und die vielen schönen Erinnerungen an die letzte Reise.


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Tokyo
Tokyo Marunouchi

Japan online erleben - Museen und Sehenswürdigkeiten

Das erste online Museum ist das Seiko Museum. Vielleicht kennst du Seiko Uhren? Bereits 1881 wurde das Unternehmen gegründet. Das Museum stand bis Ende Dezember 2019 am Ursprungsort des Unternehmens in Ginza, Tokyo. Der neue Standort soll im Juli 2020 eröffnet werden. Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie sich Zeitmessung und Uhren in Japan und weltweit entwickelt haben, bist du in diesem Online Museum genau richtig.

Ebenfalls in Tokyo, im Ueno Park liegt das Tokyo National Museum. Es ist das älteste Museum Japans und geht zurück auf das Jahr 1872. Der Bestand des Museums umfasst nach eigener Aussage etwa 117.000 Objekte (darunter 89 Nationalschätze und 644 bedeutende Kulturgüter) Damit ist diese Sammlung die sowohl nach Umfang als auch nach Qualität bedeutendste ihrer Art in Japans (Stand: Ende März 2019).

Nördlich von Tokyo liegt die Stadt Motegi in der Präfektur Tochigi. Fans japanischer Automobile können hier die Honda Collection Hall besuchen. Auf deiner virtuellen Tour kannst du nicht nur die Räume des Museums besichtigen, sondern auch Videos ansehen und 360-Grad-Innenansichten einiger Autos bestaunen. Denk daran, deine Lautsprecher einzuschalten.

Weitere Möglichkeiten, Japan online zu erleben

Im Süden Tokyos liegt die Stadt Yokohama. Und im Hafen Yokohamas befindet sich das Museumsboot NYK Hikawamaru im NYK Maritime Museum. Die Tour ist zwar mit Google Streetview, aber viele Schilder und INfotafeln sind dennoch halbwegs gut lesbar.

Die Präfektur Shizouka ist berühmt für seine Teeplantagen, die gleichnamige Stadt das Zentrum des japanischen Teehandels. Aber in Shizouka gibt es auch die Toro Site, eine Anlage mit Ruinen und Nachbauten von über 2000 Jahre alten Häusern. Einen Teil des Parks kannst du dir online in einem 360-Grad-Rundgang ansehen.

2018 haben wir in Japan Urlaub gemacht. Da waren wir auch in der bei ausländischen Touristen ziemlich unbekannten Stadt Hamamatsu. Aber wusstest du, dass berühmte Firmen wir Yamaha von dort stammen? Eine weitere Firma, die besonders bei Musikern bekannt sein sollte ist Roland. Ihre Ausstellung kannst du sogar virtuell besuchen.

Freunde edler Tropfen kennen vielleicht Ki No Bi Dry Gin. Die Kyoto Destilliere steht, wie der Name vermuten lässt, in Kyoto und kann ebenfalls virtuell besichtigt werden. Mit einer 3D-Brille und der passenden App für dein Handy wirst du das Gefühl haben, mitten drin zu stehen. Dazu bekommst du viele Infos zu den Maschinen und Behältern, durch die du virtuell schreitest. Es gibt übrigens auch eine virtuelle Tour von 2017.

Auch in Kyoto ist der Kyomizu-dera. Mit Google Streetview kannst du diesen berühmten Tempel bequem von zu Hause aus besuchen und dich in Ruhe umsehen. Eine tolle Möglichkeit, Japan online zu erleben, nicht?

Japan in 3D mit deiner VR Handybrille

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Japan online - 360-Grad-Touren in Japan

Viele Museen bieten virtuelle Touren an. Aber mittlerweile kannst du Japan online auch in 360-Grand-Rundumansichten bereisen. Das ist zwar nicht so toll, wie die Orte in echt zu sehen, aber als Überbrückung bis zu deiner Japanreise oder als Erste-Hilfe-Maßnahme gegen akutes Fernweh besser als nichts.

In Osaka kannst du dir beispielsweise einige Orte rund ums Osaka Castle, den Bahnhof, Universal City und mehr ansehen. Richtig Spaß macht es natürlich wieder mit einer VR-Brille, sofern du eine besitzt.Keine richtige 360-Grad-Tour, dafür eine Streetview-Tour mit 360-Grad-Punkten rund ums Osaka Castle findest du auch auf Mapillary.

Du kannst dir neben Osaka auch Tokyo und die Chugoku- und Shikoku-Region aus der 360-Grad-Perspektive ansehen. Nimm an traditionellen Matsuris teil, bewundere die Kirschblüten oder mache einen Nachspaziergang mit chushikokuandtokyo.

Osaka Station

Geheimtipp: Ganz Japan online bereisen

Ganz Japan? Na gut, das war etwas übertrieben. Aber mit der Japan VR Tour kannst du sehr viele Orte in sehr vielen Regionen virtuell besuchen. Es gibt eigentlich keine bessere Möglichkeit, Japan online zu bereisen als diese! Wie wäre es mit einem Ausflug nach Okinawa, dem subtropischen Teil Japans? Oder besuche das virtuelle Kyoto mit seinen Tempeln und Schreinen. Selbst Sehenswürdigkeiten in Tokyo kannst du dir ansehen. Oder wolltest du schon immer mal nach Hokkaido? Auch das ist möglich. Natürlich kannst du noch viel mehr entdecken, aber das kann ich hier alles gar nicht aufzählen!

Geschenkideen für Japan-Fans

Geschenkideen für Japan-Fans

(Update November 2019) Hast du einen Japan-Fan in deiner Familie oder deinem Freundeskreis? Hast du schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Vielleicht steht bald ein Geburtstag an, für den du noch auf der Suche nach dem ultimativen Geschenk bist? Oder willst du dich selber beschenken? Dann lasse dich heute inspirieren von meinen Geschenkideen für Japan Fans! Ob Geschirr, Deko, Spielzeug, Filme, Bücher oder Essen, meine absoluten Favoriten habe ich dir hier zusammengestellt.

Bei meiner Auswahl habe ich mich bemüht, dir nur Produkte vorzustellen, die in Japan (und nicht etwa China) hergestellt werden oder mindestens von japanischen Designern stammen. Trotz allergrößter Sorgfalt und Recherche bei Unsicherheiten kann ich aber nicht dafür garantieren, dass alle gemachten Angaben auch tatsächlich richtig sind. Damit du alles zusammen kaufen kannst, habe ich Amazon als Quelle ausgewählt.

Bitte bedenke auch, dass nicht alle in Japan verkauften Produkte auch dort hergestellt werden. Und nur weil etwas aus China stammt, muss es nicht automatisch schlecht sein. Deshalb wirst du vereinzelt auch Produkte finden, die möglicherweise nicht aus Japan stammen. Das wird aber soweit wie möglich eher eine Ausnahme bleiben.

Ich kann dir versichern, dass die Erstellung des Beitrags viele Stunden in Anspruch genommen hat. Nicht immer war die Herkunft eindeutig ausgewiesen, dann war ein wenig Recherche nötig. Und um auch wirklich schöne oder ausgefallene Dinge zu finden, musste ich teilweise über 200 Seiten zu einem Suchwort durchsehen. Denn auf Seite 1 gucken kann jeder, die wahren Schätze verbergen sich oft auf den hintersten Seiten.

Blick auf Tokyo

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Make-up und Kosmetik aus Japan

Jeder, der einmal in Japan war, weiß, dass Japanerinnen extrem großen Wert auf ihr Äußeres legen. Pflegeprodukte und Kosmetik sind für die meisten Frauen in Japan sehr wichtig. In fast allen Kaufhäusern gibt es Schminkräume mit teilweise extra beleuchteten Spiegeln. Wenn du nach einem wirklich besonderen Geschenk für eine Frau suchst, sind japanische Kosmetikprodukte deine Wahl.

Natürlich darf auch das richtige Make-up nicht im Schminkschrank eines echten Japan-Fans fehlen. Von relativ günstig bis absolut hochwertig findest du in Japan jede Art von Make-up. Sicher ist da auch für dich das passende Geschenk dabei.

Geschirr und Keramik

Hochwertiges japanisches Keramik-Geschirr ist oft in aufwendiger Handarbeit bemalt. Aber auch Produkte, die für die breite Masse hergestellt werden sind oft wunderschön. Wie wäre es mit wunderschönen Schalen für Miso-Suppe oder Reis?

Reis- und Suppenschüsseln

Japanische Reisschüsseln Einzelstücke

Japanische Reisschüsseln im Set

Für Sushifans

Für jeden Sushi-Fan gehört selbstverständlich auch das entsprechende Geschirr in den Schrank. Deshalb habe ich dir hier eine Übersicht über Sushi-Teller zusammengestellt. Denn gerade beim Sushi-Geschirr gibt es einige wunderschöne und ausgefallene Designs.

Wenn du mehr als nur einen schönen Teller suchst, dann sind vielleicht die folgenden Sushi-Sets etwas für dich oder deinen Japanfan?

Zu einem richtigen Sushi gehören natürlich auch die passenden Stäbchen. Klar soweit. Aber wusstest du, dass du deine Stäbchen besser auf der Stäbchenbank ablegen solltest? Hier findest du eine Auswahl an japanischen Stäbchen.



Für den Sushi-Einsteiger eignen sich auch hervorragend vorgefertigte Sushi-Sets. So gelingt das erste selbst gemachte Sushi garantiert.

Teezeremonie

Für Tee-Liebhaber gibt es auch wunderschöne Tee-Sets. Eine Teekanne, vielleicht dazu mehrere kleine Becher oder darf es doch lieber einfach nur ein Becher sein? Diese speziellen Becher heißen übrigens Yunomi. Vor allem Yunomi werden sehr oft von Hand gefertigt. Deshalb sehen zwei Tassen niemals gleich aus. Oft bekommt man Yunomi-Sets mit zwei Bechern in unterschiedlicher Größe. Ein Becher ist für den Mann und einer für die Frau. Diese Sets heißen dann Meoto Yunomi. Meoto Yunomi haben ein ähnliches Design, wobei die beiden Tassen sich auch innerhalb eines Sets farblich unterscheiden können.

Teekannen

Yunomi und Meoto Yunomi

Andere Becher und Tassen

Matcha und Zubehör

Natürlich darf für einen echten Japan-Fan auch nicht der Matcha fehlen. Das ist feingemahlener Grüntee, der mit einem speziellen Besen aufgeschäumt wird. Diese Besen werden in der Regel aus Bambus hergestellt. Je nach Preis haben sie mal mehr oder weniger Borsten.


Für Geduldige

Japaner sind sehr geduldig und geben nicht so schnell auf. Was wäre also naheliegender um die Geduld und Ausdauer deiner Kinder zu trainieren als ein Puzzle oder Rätselspiel?? Natürlich sind sie auch für Erwachsene hervorragend geeignet! Mein Favorit ist dabei das 1000-Teile Schwarze Puzzle aus Japan. Nur was für echte Geduldsmenschen!


Spielsachen

Japan ist eine sehr verspielte Nation. Nicht nur die größten Konsolenhersteller kommen aus Japan. Dort wird auch jede Menge lustiges Spielzeug verkauft, mit dem man sicherlich auch hier dem einen oder anderen Kind oder im Herzen Kind Gebliebenem eine große Freude machen kann. Meine Pokemon-Favoriten habe ich hier für dich gesammelt:

Es gibt viele wunderschöne und kurzweilige Brettspiele mit Japanbezug. Dazu gehört natürlich der Brettspieleklassiker MOnopoly. Aber e sgibt noch viel mehr familienfreundliche Brettspiele für Japanfans:

Dekoration

Es gibt soooo viele Dekorationsgegenstände, dass ich vermutlich hunderte hier aufzeigen könnte. In dieser Rubrik findet ihr nicht nur original japanische Produkte, sondern auch Dekoartikel mit Japanmotiven.

Es werde Licht

Das richtige Licht kann die Stimmung in einem Zimmer sehr beeinflussen. Deshalb stelle ich dir eine kleine aber sehr feine Auswahl an japanischen Lampen und Lampen mit Japan-Motiven vor.

Bilder, Poster, Wandtattoos und mehr

Weiße Wände wirken sehr steril. Hänge doch einfach eines dieser wunderschönen Bilder auf! Oder beklebe deine Tür oder sogar das Fenster und hole die Japan ins Zimmer.

Uhren

Wenn bei uns die Sonne auf geht, geht sie in Japan schon fast wieder unter. Im Sommer beträgt die Zeitdifferenz 7 Stunden, im Winter sogar 8. Damit du immer weißt wie spät es ist (hier oder in Japan), kaufe am besten eine dieser tollen Uhren mit Japanmotiven. Ich persönlich finde ja die Schallplattenuhren richtig toll und werde davon sicherlich auch eine zu Weihnachten oder Ostern verschenken.

Glücksbringer - engimono 縁起物

Und ganz zum Schluss habe ich noch eine gemischte Auswahl an weiteren Dekoartikeln für echte Japanfans für dich. Tanuki sind japanische Waschbären und stehen in Japan vor vielen Geschäften aber auch Privathäusern und sollen Glück und Wohlstand bringen. Bezeichnend sind ihre überdimensionalen Hoden. Achtet da einmal drauf!
Die Maneki Neko, auch bekannt als Winkekatze, ist ebenfalls ein Glücksbringer. Je nach Farbe hat sie eine etwas andere Bedeutung und bringt Gesundheit, Liebe, Wohlstand oder hält böse Geister fern.

Fukuro sind Glückseulen, die in Japan ebenfalls sehr bekannt und beliebt sind.

Ähnliches gilt für den Daruma, der Glück und Erfolg bringen soll. Der Daruma hat anfangs weiße Augen, die man nach und nach ausmalt. Und zwar dann, wenn man einen konkreten Wunsch hat. Diesen formuliert man aus, bemalt das Auge und der Daruma arbeitet dann an der Erfüllung des Wunsches. Dann stellt man den Daruma dort auf, wo man ihn gut sehen kann. Erfüllt sich der Wunsch vor Ablauf eines Jahres, dann malt man auch das zweite Auge aus.
Kokeshi Puppen waren früher Spielzeuge, heute werden die wunderschönen und hochwertigen Holzpuppen als Glücksbringer zum Beispiel für Fruchtbarkeit und reiche Ernte verschenkt.

Weitere Geschenkideen für Japanfans

Doch noch nicht das richtige gefunden? Dann habe ich zum Abschluss noch ein paar weitere Ideen für dich. Fußmatten, Bento (Lunch)-Boxen oder Schreibwaren, es gibt noch so vieles, was du einem Japan-Fan (oder dir selbst) schenken kannst!

Wenn dir meine Auswahl an Geschenkideen gefallen hat, dann vergiss bitte nicht, sie zu teilen!

Die 5 kuriosesten Dinge in Japan

Andere Länder, andere Sitten. Wer kennt den Spruch nicht? Gerade für Japan wird er ja sehr gerne genutzt, da dort alles so anders ist als bei uns. Deshalb zeige ich dir heute die fünf kuriosesten Dinge in Japan vor. Aber keine Sorge, auch in Deutschland gibt es sehr kuriose Dinge, sieh dich zum Beispiel einmal bei dir im Supermarkt um, was du da alles an kuriosen Dingen finden kannst! Doch heute stelle ich dir erst einmal kurioses aus Japan vor.
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1. Kuriose Autos in Japan

Erst einmal gibt es in Japan wirklich wenig Platz. Manchmal mag man es nicht glauben, wenn man Bilder einer atemberaubenden Landschaft oder malerischer Dörfer sieht. Doch der Schein trügt. Gerade für Autos gibt es oft nur kleine Stellflächen. Deshalb gibt es in Japan viele superkompakte Autos, die aussehen wie Schuhkartons mit vier Rädern. Treffenderweise heißen sie auch gleich “Box Cars”- Nein, das ist kein Scherz, wenn du es nicht glaubst, dann google mal. Aber wenn man ehrlich ist, dann ist das ein wirklich passender Name. OK, in Wirklichkeit heißen sie Kei-Cars (kei steht für leicht). Kei-Cars sind Autos mit maximal 660 Kubikzentimeter Hubraum (das ist weniger als 1 Liter Hubraum!), die nicht mehr als 3,40 Meter lang und 1,48 Meter breit sein dürfen. Dafür bekommen sie Vorzüge bei Steuern, den Parkplatz-, Autobahn- und anderen Gebühren. Kurios aussehen tun sie aber auf jeden Fall!
die kuriosesten Dinge in Japan: Boxcars
Ein Boxauto
Die kuriosesten Dinge in Japan Boxautos
Die kuriosesten Dinge in Japan: Man sieht fast nur Boxcars
Kurioses aus Japan: Boxautos in Japan
Noch mehr Boxcars
Booking.com Übrigens kann man die Autobatterien der alten Autos super weiterverwenden, zum Beispiel als Befestigungselement für Planen:
Die kuriosesten Dinge in Japan: Autobatterien als Befestigung
Autobatterien halten Plane – gesehen in Tokyo Ueno
Und eines der kaputten Autos, deren Batterien man für die Plane benutzt hat, wurde vermutlich auch für diese Werbung eines Abschleppunternehmens in Hamamatsu verwendet:
Die kuriosesten Dinge in Japan: Werbung für ein Abschleppunternehmen
Die kuriosesten Dinge in Japan: Werbung für ein Abschleppunternehmen

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Powered by Creative Market 2. Kuriose Werbetafeln und Plakate in Japan

Ohnehin sind Werbung, Plakate und Schilder in Japan  mit der in Deutschland absolut nicht zu vergleichen. Vieles in Japan ist wirklich extrem bunt.
Die kuriosesten Dinge in Japan: Werbung ist bunt
Shopping Street in Osaka, links ist eine Patchinko Halle
Bunte Werbetafeln Akuhabara Tokyo Japan
Werbetafeln in Akihabara, Tokyo
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Willkommensschild einer japanischen Shopping Street
Willkommen in der Shopping Street
Die kuriosesten Dinge in Japan: Hinweisschild in Hamamatsu, Japan
Bitte den Müll wieder mitnehmen, damit der Fluss für alle schön sauber bleibt. – Magome River, Hamamatsu
Die kuriosesten Dinge in Japan: Warnschilder sind süß
Vorsicht vor dem Schwarzmilan, sie zielen auf dein Essen – auf der Aussichtsplattform des Hauptbahnhofs in Kyoto
Warnschild Japan
Die kuriosesten Dinge in Japan: Niedliche Warnschilder Betreten verboten – gefährlich! Gesehen 2007 irgendwo in Japan
Total süßer Panda-Briefkasten in Asakusa, Tokyo
Selbst die Absperrungen in Kyoto sind so kawaii, dass man sich gar nicht ausgesperrt fühlt. Zu niedlich sind diese Frösche, als dass sie einem das Gefühl des unerwünscht sein geben, dass man bei normalen Absperrungen hat.
Kurioses aus Japan: Absperrung in Froschform
Absperrung in Froschform – gesehen in Kyoto
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3. Kawaii

Dass Japaner auf alles stehen, was kawaii (alles was niedlich ist) ist, also auch auf junge Mädels und Jungs, die Musik machen, zeigt sich auch in den Fanshops. Dort kann man allerlei Merchandise passend zu seinem Lieblings-Idol kaufen.
Die kuriosesten Dinge in Japan: Kawaii
Kawaii Fanshop
Und auch in den Spielhallen ist alles superbunt und laut. Oft hat man in der unteren Etage Automaten mit Greifarmen, die dir deinen Gewinn aus dem Automaten ziehen. Oder eben auch nicht. Gewinnen kannst du beispielsweise diese süßen Puppen: Manche Pachinkohallen sehen übrigens auf den ersten Blick eher aus wie ein Rotlicht-Etablissement:
Die kuriosesten Dinge in Japan: Pachinko
Pachinkohalle in Hamamatsu

4. Nützliche Kuriositäten in Japan

Man merkt zum Beispiel dass die Japaner höflicher und ehrlicher sind als die meisten anderen Menschen auf der Welt am Eingang zum Blumenpark in Hamamatsu. Dort bekommst du Leihschirme (wie sehr oft in Japan) und Leihrollstühle und -rollatoren. In keinem deutschen Park habe ich so etwas je gesehen.
Regenschirme und Rollstühle zum Ausleihen – Hamamatsu
Eine kleine Anekdote zu den Schirmen: Ich habe trotz des Regens keinen mitgenommen, weil ich ja fotografieren wollte. Nach einiger Zeit im Park haben zwei Parkwächter gesehen, dass ich wortwörtlich im Regen stand, sind ihr Auto gesprungen und zu mir rübergefahren, um mir einen Schirm in die Hand zu drücken. Auch wenn ich eigentlich gar keinen wollte, war das trotzdem total nett! Service wird in Japan sowie viel größer geschrieben als bei uns. So gab es beispielsweise auf dem Aufstieg zum Arashiyama-Gipfel eine Raststelle. Aber dort standen nicht nur Bänke, sondern auch
Die kuriosesten Dinge in Japan: Ventilator im Wald
Ein Ventilator zum Abkühlen mitten im Wald
Wem der Aufstieg zu anstrengend ist, der kann auch einfach dem “Fitness-Shopping-Pfad” durch die Aeon Mall folgen. Nach 1000 Metern hat man dann auch 45 Kalorien verbrannt, noch mehr, wenn man zusätzliches Gewicht in Form von Einkäufen mit sich herum trägt.
Aeon Mall Walking – Tu was für deine Gesundheit und geh shoppen!
Aber Japaner sind nicht nur ausgesprochen gesundheitsbewusst, sondern auch sehr auf Sicherheit bedacht. Deshalb hier der Hinweis, niemals ein Selfie mit einfahrenden Zügen zu machen! Da das Plakat nur auf Japanisch ist, liegt der Verdacht nahe, dass vor allem japanische Touristen für Probleme sorgen. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass die ausländischen Touristen nicht besser sind… Läuft man durch die Straßen von Kyoto, dann findet man öfter kleine rote Eimer voller Wasser. Das naheliegendste ist hier richtig, das ist Löschwasser. Dennoch ist es sehr skurril, diese japanische Variante von Brandschutz zu sehen.
Die kuriosesten Dinge in Japan: Feuerlöscher Japanisch
Löschwassereimer in Kyoto – Brandschutz auf Japanisch

5. Die kurioseste Hochzeit Japans

Das abgefahrenste und wirklich kurioseste, das ich in Japan gesehen habe, war ein Virtuell Reality Game, bei dem du deine eigene Hochzeit mit einem virtuellen Partner durchspielen kannst. Bei allem, was ich gesehen habe, dieses Spiel wird wirklich von nichts getoppt! Jetzt fragst du dich vielleicht, wieso in diesem Beitrag nichts über Essen, Trinken oder Toiletten kommt, obwohl man doch so viel kurioses darüber hört? Das hat einen recht einfachen Grund: Ich will dir dazu so viel zeigen, dass ich einfach zwei weitere Beiträge dazu erstellen werde!
Lerne Japanisch mit diesem Kurs auf Udemy (Affiliate Link)
Was findest du, ist das kurioseste in Japan? Warst du schon? Was ist dir dort besonders aufgefallen? Bitte denke auch daran, den Beitrag mit deinen Freunden zu teilen und auf Pinterest zu pinnen! Willst du keine Beiträge mehr verpassen? Dann abonniere direkt den Newsletter. Keine Sorge, ich spamme dich nicht zu, du bekommst nur eine Mail wenn auch ein neuer Beitrag erscheint.

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Tokyo Marunouchi – Kaiserpalast, Wolkenkratzer und Hauptbahnhof

Mit Asakusa habe ich dir bereits einen der traditionelleren Stadtteile Japans vorgestellt. Ein gewaltiger Kontrast dazu sind die Viertel Ōtemachi und Marunouchi im Stadtteil Chiyoda am Tokyoter Hauptbahnhof. Geprägt von gigantischen Wolkenkratzern scheint man auf einmal in einer ganz anderen, beinahe futuristisch anmutenden Welt angekommen zu sein.


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Anreise nach Marunouchi

Am besten fährst du mit der Metro zur Haltestelle Ōtemachi. Folgende Linien halten dort:

  • Marunouchi-Linie
  • Tôzai-Linie
  • Chiyoda-Linie
  • Hanzômon-Linie
  • Mita-Linie (Toei-Linie, nicht über den Metro-Pass abgedeckt!)

Alternativ kannst du mit der Marunouchi-Linie direkt bis zur Haltestelle Tokyo fahren oder auch an der Haltestelle Hibiya aussteigen, wo neben der Chiyoda-Linie und Mita-Linie noch die Hibiya-Linie (Tokyo Metro) hält.

Ober- oder unterirdisch gelangst du dann zum Bahnhof von Tokyo, wo unser kleiner Rundgang auch startet. Zum Bahnhofsvorplatz an der Seite des Kaiserpalastes gelangst du durch den Marunouchi Central Exit.

Marunouchi - was du sicher noch nicht wusstest

Marunouchi ist ein Geschäftsviertel im Zentrum Tokyos.  Eine Volkszählung im Jahr 2005 ergab eine Einwohnerzahl von 67. Genau so viele Haushalte gab es, sprich, 67 Menschen, davon nur fünf Frauen, lebten jeweils alleine in einem Haushalt. Wie viele der Haushalte sich in Firmengebäuden befinden, wird jedoch nicht erwähnt.

Booking.com

Sehenswürdigkeiten in Marunouchi

Die Tokyo Station Area Map gibt einen recht guten Überblick über die umliegenden Hochhäuser, Sehenswürdigkeiten und Kunstobjekte. Letztere haben wir nicht geziehlt gesucht, deshalb gibt es davon auch keine Fotos von den Kunstobjekten bei mir.

Bahnhofsvorplatz Marunouchi-Seite

Der Bahnhofsvorplatz ist geprägt vom Tokyo Station Hotel. Es wurde im Jahr 2012 renoviert und neu eröffnet. Das Hotel gilt heute als wichtiges Kulturgut Japans. Es wurde ursprünglich 1915 eröffnet. Nach dem großen Kanto-Beben 1923 war es das Zuhause vieler Menschen, die durch das Beben ihr Heim verloren hatten. 2003 wurde das Tokyo Marunouchi Station Building als wichtiges Kulturgut von Japan enworfen und ab 2006 gebaut. Im Zuge dessen begannen die Renovierungsarbeiten, die mit der Wiedereröffnung am 3. Oktober 2012 abgeschlossen waren.

Tokyo Station Hotel
Viel los vor dem Tokyo Station Hotel

Promenade zum Kaiserpalast (行幸通遊歩道)

Über eine breite, zu beiden Seiten von einer jeweils dreispurigen Straße gesäumten Promenade geht es zum Kaiserpalast. Mit dem Bahnhof im Rücken siehst du links das 36-Stöckige Marunouchi-Building (Maru-biru). Achtung, in Japan beginnt das Zählen der Stockwerke im Erdgeschoss mit 1, es hat hat also eigentlich “nur” 35 Stockwerke. Falls du hungrig bist, dann findest du dort eine Vielzahl an Restaurants.

Shin-Marunouchi Building, Hochhaus, Wolkenkratzer, Tokyo, Tokyo Station
Shin Marunoichi-Building
Marunouchi Building, Hochhaus, Wolkenkratzer, Tokyo, Tokyo Station, Maru-Biru
Marunouchi Building

Rechter Hand dem Maru-biru gegenüber befindet sich das Shin-Marunouchi-Building, in dem dich ebenfalls viele Restaurants und Geschäfte erwarten. Weiter vorbei geht es am Yusen Building (links und dem Tokyo Marine Nichido Building bis du an Hibiya Dori, einer sechsspurigen Straße ankommst.

Ich muss immer alles fotografieren!
Hibiya Dori und Blick auf das Tokyo Palace Hotel in Tokyo, Japan
Hibiya Dori und Blick auf das Tokyo Palace Hotel

Wadakura Fountain Park

Wenn ihr die Hibiya Dori auf der rechten Seite überquert, kommt ihr direkt zu den Überresten des Wadakuramon Tors. Weiter geht es am Wasser vorbei zum Wadakura Fountain Park. An heißen Tagen kannst du hier im Schatten der Bäume und Hochhäuser und zwischen Wasserspielen etwas entspannen. Ein Wasserfall, ein Kugelbrunnen oder Wasserfontainen laden zum Verweilen ein. Hier kann man die Hektik der umliegenden Büros und Geschäfte schnell wieder vergessen.

Wasserspiele im Wadakura Fountain Park, Tokyo, Japan, Tokyo Palace Hotel
Wasserspiele im Wadakura Fountain Park mit Sicht auf das Palace Hotel
Wadakura Fountain Park
Panorama vom Wadakura Fountain Park, Tokyo Marunouchi, Japan
Panorama vom Wadakura Fountain Park

 Der Kaiserpalast

Wir haben uns nur den großen Platz vor dem Kaiserpalast angeschaut. Die Weite und das viele Grün, umsäumt von gigantischen Hochhäusern. Das Gefühl ist unbeschreiblich, das muss man selbst gesehen haben. Wer sich den Kaiserpalast und die umliegenden Gärten anschauen möchte, der findet auf dem Blog Wanderweib sehr gute Infos zu Öffnungszeiten, Führungen etc.

Auffällig sind die vielen Polizeistationen auf dem öffentlich zugänglichen gelände. Sieht man sonst eher selten einen Polizisten, so ist sind hier recht viele unterwegs. Ganz ohne Ordnungshüter geht es an so einem bedeutenden Ort dann eben doch nicht.

Wachturm vor Uchinomiya
Panorama des Kokyo Gaien National Park mit den Wolkenkratzern von Uchinomiya im Hintergrund, Tokyo, Japan
Panorama des Kokyo Gaien National Park

Zurück zum Bahnhof von Tokyo

Unser Weg zurück zum Bahnhof führte uns über die Kajibashi Dori zum  . Dort gibt es versteckt hinter weiteren kleineren Gebäuden am Fuße des Hochhauses einen kleinen Garten. Dort kannst du dich wieder etwas ausruhen oder in einem der umliegenden Cafés etwas trinken.

Einmal zwischen so riesigen Häusern zu spazieren und als Kontrast dazu diese Weite des Kaiserpalastes und seiner Gärten zu sehen, das ist schon ein Erlebnis. Falls du während deines Aufenthalt in Tokyo genug Zeit hast, dann solltest du hier einen Zwischenstopp einlegen. Für die Runde, die ich dir vorgestellt habe, reichen ca. 1,5-2 Stunden, solltest du noch die kaiserlichen Gärten besuchen wollen, musst du entsprechend mehr Zeit einplanen.

Was denkst du, lohnt es sich, am Hauptbahnhof von Tokyo einen Stopp einzulegen? Würdest du den Kaiserpalast besuchen oder eher nicht? Sage mir doch in einem Kommentar, was dir am besten gefallen hat. Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, dann denke bitte auch daran, ihn zu teilen oder zu pinnen.

 

 

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