Wie werde ich Sternenkindfotograf? Voraussetzungen, Ausrüstungen und weitere Tipps

Der heutige Gastbeitrag stammt von Benjamin Köhler. Er fotografiert ehrenamtlich Sternenkinder und schenkt den Eltern damit eine bleibende Erinnerung an das verlorene Kind. Wir beiden hoffen, dass zukünftig noch mehr Eltern von der Möglichkeit, die einzigen Bilder ihrer Sternenkinder machen zu lassen, erfahren. Bitte teile deshalb den Beitrag. Nutze dazu einfach die Buttons am Ende des Beitrages.


Es ist nun wirklich keine Arbeit die man wirklich ,,gerne“ macht. Wer fotografiert auch schon gerne verstorbene Kinder? Wohl niemand. Trotz alledem bin ich stolz diese Aufgabe zu haben, ganz einfach aus dem Grund, dass ich den Eltern die wohl wertvollsten Erinnerungen schenken darf und auf Ihrem schweren weg ein Stück weit begleiten kann.

Welche Voraussetzung musst du mitbringen?

Zu aller erst solltest du dir Frage stellen, ob du Mental überhaupt dazu in der Lage bist verstorbene Babys zu fotografieren. Das solltest du dir nicht allzu einfach vorstellen denn ich rede hier nicht nur von fertigen Babys, die einfach bei der Geburt gestorben sind. Auch kleinere Babys sind dabei. Mit kleineren Babys meine ich ab der 10. Schwangerschaftswoche. Also gerade einmal knappe 10 cm groß.

Des Weiteren musst du dir im Klaren darüber sein, das du in den meisten Fällen nicht alleine mit dem Kind bist. Die Eltern werden dabei sein und du bekommst die volle Wucht an Trauer zu spüren. Du bist nicht nur Fotograf, sondern auch Trauerbegleiter denn du bist einer der ersten, der die Familie nach der Geburt sieht. Oft noch vor Verwandten.

Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit und ein offenes Ohr für die Wünsche der Eltern sollten selbstverständlich sein.

Dein Equipment

Man braucht jetzt nicht unbedingt die 10.000€ Fotoausrüstung. Aber eine gute Spiegelreflexkamera sollte es schon sein. Ich selbst habe eine Nikon D3200. Sie ist kein Profigerät, erfüllt aber locker die Anforderung. Allerdings sollte man in ein lichtstarkes Objektiv investieren, denn Blitzen ist nicht gern gesehen, und das Licht in den Zimmern im Krankenhaus ist dürftig. Man möchte ja nicht die Stimmung kaputt machen indem man alles an Licht anmacht für die Fotos. Daher empfiehlt sich ein Objektiv mit einer Blende kleiner als f2,8.

Zudem ist ein Makro-Objektiv fast unabdingbar. Denn Detailaufnahmen der Füße, Hände, Ohren sind wichtig! Gerade diese ,,Kleinigkeiten“ sind ja das, wo die Erinnerungen schnell verblassen.

Meine Ausrüstung besteht aus:

  • Nikon D3200 Spiegelreflexkamera
  • Nikon Nikkor 18-105mm f3,5
  • Nikon Nikkor 40mm f2,8
  • Sigma 10-20mm Weitwinkel
  • geräumige Kameratasche von Zecti
  • Hama Fernauslöser
  • 2 Ersatzakkus sowie Speicherkarten
Wie wird man Sternenkindfotograf? Ausrüstung
Fotoausrüstung eines Sternenkindfotografen

Es ist gar nicht viel was Du brauchst. Aber es sollte für schwierige Lichtverhältnisse ausgelegt sein. Ein Stativ kann auch helfen wenn es zu dunkel ist und du länger belichten musst. Das setzt natürlich voraus, das das Kind nicht bei den Eltern ist, weil sonst gibt’s ungewollte Bewegungsunschärfe und das geht natürlich gar nicht.

Was erwartet Dich bei einem Einsatz?

Dazu empfehle ich dir die Einsatzberichte in meinem Blog Bensta.de/blog zu lesen, zum Beispiel den über Luisa, die ihr auch auf einigen Bildern in diesem Beitrag sehen könnt. Oder direkt auf der Seite von Dein-Sternenkind. Dort kannst du auch nachlesen, wie ein Einsatz von Anfang bis Ende abläuft.

Auf der Internetpräsenz von Dein-Sternenkind findest du außerdem Bilder von den kleinen Mäuschen. Alle Bilder die in diesem Beitrag sind, bedürfen der Einverständnis der Eltern. Ohne diese Einverständnis würden diese Bilder nicht hier sein. Das habe ich schriftlich und das ist wichtig! Ohne schriftliche Einverständniserklärung dürft Ihr NIEMALS diese sensiblen Bilder irgendwo hochladen!

 

Die Bewerbung

Du hast dich nach reichlicher Überlegung also entschieden, ehrenamtlich als Sternenkindfotograf zu bewerben? Dazu schon mal ein dickes Lob an dieser Stelle.

Auf der Homepage von Dein-Sternenkind klickst du unter dem Reiter ,,Für Fotografen“ auf den Button ,,Als Fotograf bewerben“.

Du wirst dir Erklär-Videos anschauen müssen, was ich dir auch dringend empfehle. Diese Videos enthalten nützliche Infos zum Thema. Natürlich kann ich hier jetzt nicht alles detailliert aufzählen.

Nachdem Du dir auch nach diesem Video sicher bist das du das machen möchtest, musst du ein Portfolio deiner Bilder an Dein-Sternenkind schicken müssen. Die Ansprüche liegen hier hoch! Es sind ja nun mal keine Bilder die man mal eben macht. Qualität ist hier äußerst wichtig.

Es kann ein paar Tage dauern bis Du eine Antwort erhältst. Sollte dein Portfolio den Anforderungen entsprechen, hast du es auch fast geschafft. Es folgen abschließend eine Registrierung im Forum und eine Registrierung in der Alarm-App. Ohne diese beiden Dinge, kannst du nicht arbeiten. Alle eingehenden Calls werden im Forum koordiniert. Es ist also zwingend erforderlich.

Da es viele Interna gibt, darf ich euch nicht den kompletten Ablauf hier schildern. Beim durchstöbern des Forums werden einem allerdings schnell Fragen beantwortet. Vor allem zum Thema ,,Der erste Einsatz“ und der genaue Ablauf was du tun musst, wenn du als Fotograf ein Kind fotografierst.

Die AlarmApp

Herzlichen Glückwunsch! Du bist nun ganz offiziell Sternenkind Fotograf.

Sobald ein Call eingeht, meldet sich deine AlarmApp und du musst los. Richtig?

Nicht ganz. Nicht nur du wirst einen Alarm erhalten. Deutschland ist aufgeteilt in Alarm-Kreise. Ist zum Beispiel ein Alarm in Dortmund, werden rund 150 Fotografen diesen Alarm erhalten. In diesem Alarm steht nur drin das Ihr euch im Forum melden sollt FALLS Ihr Zeit habt diesen Call zu übernehmen. Drückt Ihr auf Rot, so müsst Ihr nichts weiter tun. Im Grunde ganz einfach. Ihr habt Zeit? Dann drückt Grün und meldet euch im Forum.

Kleidung und Co. 

Es ist gerade bei den kleineren Kindern so, das oft keine Kleidung im Krankenhaus vorhanden ist, oder die Eltern keine Kleidung fürs Mäuschen dabei haben. Ihr habt die Möglichkeit, euch über ein Bestellformular auf der Homepage eine ,,Erstausstattung“ zu bestellen. Die kostet euch nichts außer vielleicht 5,99€ Versand. Dieses Paket beinhaltet Kleidung, Einschlagdeckchen, Mützen, kleine Anhänger und viele andere Sachen die Ihr als Fotograf gebrauchen könnt.

Eine kleine Sammlung hier:

Für gewöhnlich ist dort alles drin von der 10 Schwangerschaftswoche bis hin zu Schwangerschaftswoche 38+. Es macht daher Sinn, euch einen kleinen Koffer zu zulegen den Ihr auf euren Einsätzen mitnehmen könnt.

Zahlen und Fakten

,,Totgeburten, Fehlgeburten, ist doch alles das selbe“

Ja, könnte man fast meinen. Aber dem ist nicht so. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen einer Fehlgeburt und einer Totgeburt.

Schauen wir uns das doch mal an:

Totgeburt:

Eine Totgeburt liegt vor, wenn nach der Geburt eines Kindes kein erkennbares Lebenszeichen nachzuweisen ist und gewisse Mindestmaße (meist 500–1000 g Körpergewicht, 25–35 cm Körperlänge, 21–28 Wochen Schwangerschaftsdauer) erfüllt sind.

Fehlgeburt:

Eine Fehlgeburt, auch (spontaner) Abort (lat. abortus; veraltet auch Missfall) genannt, ist eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft durch Ausstoßung und/oder Absterben einer unter 500 Gramm wiegenden Frucht.

Frucht? Ich bin kein Biologe aber ich bin mir sicher das im Mutterleib keine Mango heranwächst. Es ist verdammt nochmal ein BABY! Ein kleines menschliches Wesen. Meinetwegen auch Fötus. Es muss sich ja immer Wissenschaftlich und formal korrekt anhören. Ganz schlimm…..

Aber zum eigentlichen Thema. Sonst rege ich mich nur auf.

Im Jahre 2018 wurden 3030 Totgeburten dokumentiert (quelle Bundesamt für Statistiken, siehe Bild) 

3030 Babys die den Sprung ins Leben nicht geschafft haben.

Schlimmer ist, es sind ,,nur“ die Totgeburten. Aber was ist nun mit den Fehlgeburten?

Leider habe ich bis dato keine Statistik gefunden aber ich kann euch sagen, wir Sternenkindfotografen von Dein-Sternenkind.eu haben oft mit Fällen zu tun wo das Mäuschen unter 500 Gramm wiegt, Also liegt die Dunkelziffer doch wesentlich höher als die Statistik angibt.

Rund 2400 Kinder haben wir im Jahre 2018 Fotografiert. Wir konnten ALLE eingehenden Fälle fotografieren.

Nun sind diese 2400 Kinder allerdings nicht nur Totgeburten sonder auch Fehlgeburten oder Kinder die Opfer des plötzlichen Kindstot wurden. Ihr merkt Die Sterbefälle der Säuglinge ist wesentlich höher als 3030….

Unabhängig davon wie viele Sternchen es Jährlich sind, sind es doch 630 Kinder, die nicht fotografiert werden. Sicherlich gibt es viele Eltern die das nicht wünschen.

Allerdings gibt es auch immer noch Kliniken, die von dem (100% kostenlosen) Angebot von Dein-Sternenkind.eu noch nichts gehört haben, oder aber (und das ist echt traurig) die Kliniken lehnen dies ab. Warum auch immer.

Es sind 2 Minuten, die sich die Hebammen und/oder behandelnde Ärzte nehmen müssten, um ein Online-Formular auszufüllen, damit ein Fotograf in die Klinik kommt und den Eltern die wohl wertvollsten Erinnerungen schafft. 

Also Ihr Herzensmenschen da draußen. Ihr seht, das Thema ist komplexer als gedacht und es gibt immer noch viele Eltern und Kliniken die diese wunderbare Initiative nicht kennen. Ich finde das sollten wir ändern!


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Motivideen – Fotografieren im Herbst

Man kann es nicht abstreiten, ein langer, sonniger und teils extrem heißer Sommer liegt hinter uns. Der Herbst ist da. Das merkt man nicht nur daran, dass es abends früher dunkel wird, es ist auch merklich kälter geworden. Aber auch wenn es kühler und nasser wird, die Natur bietet noch jede Menge Motivideen zum Fotografieren im Herbst. Es gibt also noch immer ausreichend Gründe, sich die Kamera zu schnappen und los zu ziehen.

(Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal am 4. Oktober 2018 und wurde im September 2019 mit Tipps zum Fotografieren mit dem Handy ergänzt.)

Ich selber bin ein leidenschaftlicher Hobby-Naturfotograf. Bäume, Blumen, Landschaften, ganz egal was, ich finde fast immer ein schönes Motiv. Deshalb möchte ich dir heute ein paar Ideen mit an die Hand geben, was du im Herbst draußen in der Natur noch für wunderschöne Motive finden kannst. Zusätzlich habe ich ein paar hilfreiche Hinweise für dich, wie dir noch bessere Bilder gelingen.

Nicht immer reicht deine Kamera und das „Immerdrauf-Objektiv“. Sofern du etwas mehr Ausrüstung benötigst, gebe ich dir ein paar Tipps, was du zusätzlich noch einpacken solltest. Aber selbst mit einem Handy kannst du im Herbst stimmungsvolle Bilder hinbekommen.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Diese führen zu Amazon oder sind mit einem * gekennzeichnet. Für externe Links ohne * erhalte ich keine Vergütung. Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja



Fotografieren im Herbst – Nebel

Letztes Jahr im September bin ich früh morgens losgezogen, um Bilder im Nebel zu machen. Nach einem eher mäßigen Start bin ich noch auf einen Weinberg gestiegen, um von dort die Nebelschwaden im Tal zu fotografieren. Die Aussicht nach unten ins Tal war sehr schön, überall wallten kleine weiße Wölkchen über den Städtchen.

Nebel im Remstal

Auf dem Weinberg gibt es einen kleinen Aussichtsturm. Von dort wollte ich weitere Bilder machen. Um mich herum war der Weinberg, umgeben von einem strahlend blauen Himmel. Unten im Tal der Nebel. Doch plötzlich kam er den Berg hinauf gekrochen. Erst ganz langsam, wie einzelne Finger, die nach dem Wein griffen. Die Schwaden umgaben eine kleine Bauminsel und es sah einfach unglaublich mystisch aus.

Der Nebel zieht vom Tal den Berg hoch
Mittlerweile wird der Nebel immer dichter

Doch es dauerte keine 15 Minuten, da war von einem blauen Himmel nichts mehr zu sehen. Kein Weinberg, keine Bauminsel, nichts. Nur grauer, kalter Nebel um mich herum. Und keine weiteren 20 Minuten später war der ganze Nebel wieder fort, als ob das alles nie geschehen sei. Dabei sind an diesem Morgen viele wunderschöne Bilder entstanden.

Weinberg im Nebel

Was brauchst du für die Nebelfotografie?

Da das Licht in der Regel sehr schlecht ist, empfehle ich dir, ein lichtstarkes Objektiv und ein Stativ einzupacken. Gerade morgens wenn die Sonne noch nicht so stark scheint kannst du mit einem f2.8-Objektiv einiges raus holen. Wenn du nur dein Handy hast, dann nimm einfach ein Handystativ oder eine spezielle Handyhalterung für dein Stativ.

Außerdem kann ein Fernauslöser ebenfalls sehr hilfreich sein. Du kannst mit einem Stativ deine Fotos länger belichten und verhinderst mit dem Fernauslöser, dass du beim Auslösen bereits das Bild verwackelst. Alternativ zum Fernauslöser ist auch das zeitversetzte Auslösen hilfreich, Verwackelungen zu vermeiden.

Fotografieren im Herbst - Nebel im Sonnenaufgang
Nebel im Sonnenaufgang

Fotografieren im Herbst – Pilze

Leider war der Sommer 2018 so extrem trocken, dass in vielen Regionen keine oder nur sehr wenige Pilze wuchsen. Im letzten Jahr gab es aber zumindest in den Wäldern rund um Weinstadt so manchen schönen Pilz zu entdecken. Nicht alle sind essbar, manche stinken auch, aber schöne Fotomotive bieten sie auf jeden Fall!

Fotografieren im Herbst - kleine lila Pilze
Fotografieren im Herbst – kleine lila Pilze

Was brauchst du für die Pilzfotografie?

Wasserdichte Schuhe! Wenn du durch den Wald marschierst, wirst du sehr dankbar sein, keine Stoffsneaker anzuhaben, auch wenn das Wetter vielleicht schön aussieht. Gerade unter frischem Laub kann sich die eine oder andere gemeine Pfütze verstecken. Das aber nur als kleinen Bonustipp.

Bezüglich deiner Fotoausrüstung genügt schon oft ein Standardobjektiv und/oder ein Teleobjektiv mit Makrofunktion. Natürlich ist ein Makroobjektiv am besten, aber sollte es dein Geldbeutel gerade nicht hergeben, geht es auch mit vorher genannten Alternativen. Zusätzlich kannst du dir noch ein paar Nahlinsen anschaffen.

Ein Stativ ist sehr nützlich, aber je nach gewünschter Perspektive stellst du deine Kamera besser direkt auf den Waldboden, einen Stein oder einen Baumstumpf. Gerade bei Pilzen empfiehlt sich ein Foto auf „Augenhöhe“. Die meisten Stative haben einen Auszug und können dementsprechend nicht ausreichend nah an den Boden gebracht werden. Vielleicht wäre ein kleines Tischstativ hier eine Lösung, aber eine kleine Unterlage, die deinen Kameraboden vor Feuchtigkeit schützt, reicht vollkommen aus.

Fotografieren im Herbst - Steinpilz

Mit Makroobjektiven kannst du sehr nah an den Pilz herangehen und teilweise tolle Detailaufnahmen machen. Mit einem 17-50mm Objektiv, wie ich es benutze, hast du dagegen die Möglichkeit, aufregende Landschaftsaufnahmen zu machen.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass deine Bilder mit einem Blitzlicht nicht so schön werden. Besser ist es, das Bild länger zu belichten. Aber sicherlich kann die besonders bei Makroaufnahmen ein guter Blitz auch helfen, die entsprechende Stelle besser auszuleuchten. Ob du also ein Blitzlicht verwendest, kommt sehr auf die Situation an, ich persönlich nutze so gut wie nie ein Blitzlicht.

Fotografieren im Herbst - Pilze

Mein Tipp für die Pilzfotografie mit dem Handy: Schalte dein Handy in den Portaitmodus. Dann fokussierst du auf den Pilz. Dieser wird auf deinem Bild scharf abgebildet, während der Hintergrund verschwommen ist. Schau dir mal den Vergleich an. Das erste Bild wurde ohne und das zweite mit Portraitmodus aufgenommen. Der Unterschied ist schon bei diesem Schnappschuss sichtbar, nicht wahr?

Fotografieren im Herbst – Herbstlaub

Wenn sich die Blätter verfärben, gibt es unzählige Möglichkeiten, schöne Motive zu finden. Sei es die Allee, der Wald als ganzes oder einzelne Blätter im Gegenlicht. An Motiven fehlt es hier wirklich nicht! Und außer deiner Kamera, einem Standardobjektiv und einer Gegenlichtblende um Streulicht zu vermeiden, brauchst du nicht einmal wirklich viel Ausrüstung!

Fotografieren im Herbst - rote Blätter
Die roten Blätter heben sich schön vom grünen Hintergrund ab

 

Ob beim Spaziergang im Park, in der Allee vor der Tür, im Wald oder im Zoo, überall leuchten im Herbst die Bäume in den schönsten Farben. Und falls du wissen möchtest, welche Bäume du soeben fotografierst hast, dann hilft die diese Seite zur Baumbestimmung weiter.

Übrigens findest du bei Bastian W. tolle Tipps, wie du vorhersagen kannst, wann das Herbstlaub besonders bunt aussehen wird. Außerdem findest du bei ihm weitere Kniffe in Bezug auf die Wetterfotografie.

Fotografieren im Herbst - Buntes Herbstlaub
Fotografieren im Herbst – Buntes Herbstlaub
Fotografieren im Herbst - buntes Laub auf dem Weinberg
Weinberg im Herbst



Fotografieren im Herbst – Morgentau

Morgens wenn die Wiesen und Büsche noch feucht sind, kannst du wunderschöne Bilder vom Morgentau machen. Wie Perlen liegen die Wassertropfen auf den Pflanzen. Wenn dann noch die Sonne gut steht, bricht sich das Licht in den Tauperlen und zaubert eine wunderschöne Stimmung. Egal ob als Bokeh im Hintergrund oder als Hauptmotiv, Morgentau ist immer wieder wunderschön einzufangen.

Was brauchst du für die Morgentaufotografie?

Du kannst für das Fotografieren von Morgentau durchaus ein Makro-Objektiv benutzen, so manche meiner Bilder sind allerdings mit meinem 17-50mm Objektiv entstanden.Ein Stativ empfiehlt sich sehr, wenn du Makroaufnahmen von Tautropfen machen möchtest. Für Bodenaufnahmen solltest du eher eine Wasserfeste Unterlage für deine Kamera und deine Knie dabei haben. Auf der nassen Wiese niederknien bringt dir nämlich eine nasse Hose und dann wird es schnell kalt.

Morgentau auf Gras mit Bokeh
Der Morgentau verleiht dem Bild ein wunderschönes Bokeh

Fotografieren im Herbst – Sonnenstrahlen und Gegenlicht

Wichtig ist beim Fotografieren mit Gegenlicht, dass du den Fokus richtig setzt. Gerade wenn du mit Autofokus arbeitest, hängt der Erfolg deines Bildes davon ab. Fokussierst du beispielsweise auf eine dunklen Fläche, wird der Rest des Bildes zu hell, da deine Kamera dann die Belichtung automatisch anpasst. Und wenn du den Autofokus auf die hellste Stelle fokussierst, wird der Rest zu dunkel. Wenn du unsicher bist, probiere einfach ein paar Einstellungen aus oder stelle in den Manuellen Modus deiner Kamera, um alle Einstellungen selber vorzunehmen.

Vor allem im Wald lassen sich morgen herrliche Lichtstimmungen einfangen. Sonnenstrahlen, die durch die Bäume fallen und den Wald teilweise in goldenes Licht tauchen. Manchmal kommen sie auch von der Seite und wirken dann noch mystischer.

Fotografie von Sonnenstrahlen im Gegenlicht
Sonnenaufgang im herbstlichen Wald

Die tiefstehende Morgensonne verhilft uns auch zu weiteren wunderschönen Motiven. Nun kannst du stimmungsvolle Gegenlichtaufnahmen machen. Im Sommer müsstest du dafür einige Stunden früher aufstehen. Und irgendwie ist die kühle Luft im Herbst doch viel klarer, was man auch auf den Bildern sieht.

Gras im Gegenlicht des Sonnenaufgangs fotografiert
Gras im Gegenlicht des Sonnenaufgangs

Auch mit dem Handy können Gegenlichtaufnahmen gelingen. Die folgende Aufnahme ist gänzlich unbearbeitet, um dir zu zeigen, dass selbst schnelle Schnappschüsse im Gegenlicht gelingen können.

Blumen im Gegenlicht, fotografiert mit dem Handy - Fotografieren im Herbst
Blumen im Gegenlicht, fotografiert mit dem Handy

Ich hoffe sehr, dass dir meine Tipps gefallen haben. Hast du noch weitere Ideen für den Herbst? Fotografierst du selber? Dann freue ich mich über deinen kommentar, sehr gerne auch mit einem Link zu deiner eigenen Homepage. Bitte teile den Beitrag auch auf Facebook und Pinterest!


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Fotos in einer Stockfotobörse verkaufen – Grundlagen

Wer träumt nicht davon, mit seinen Urlaubsbildern ganz nebenbei noch etwas Geld zu verdienen? Also ich ich fände es schon toll, wenn meine Bilder mir noch den einen oder anderen Euro einbringen könnten. Deshalb habe ich auch angefangen, mich damit zu beschäftigen, wie und wo man Fotos verkaufen kann. Ganz oben auf der Liste steht der Verkauf in einer Stockfotobörse.

Einige Fotografen verkaufen Fotos oder Fotobundles über verschiedene Anbieter oder sogar direkt über die eigene Homepage. Doch der Verkauf von Fotos über Fotoagenturen ist immer noch der einfachste und beliebteste Weg. Allerdings gibt es dabei so vieles zu beachten, wenn du erfolgreich Fotos verkaufen willst. Eine Einführung habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst. In Zukunft werde ich auf einzelne Themen noch genauer eingehen.

Was für Fotos kannst du in einer Fotostockbörse überhaupt verkaufen?

Die meisten Stockfotobörsen sind nicht auf bestimmte Themen beschränkt. Du kannst dort grundsätzlich alle Motive einreichen. Mittlerweile scheinen erste Stockfotoagenturen allerdings einzelne Motive (wie zum Beispiel Sonnenblumen) auszuschließen, da das Angebot die Nachfrage bei weitem übersteigt.

Viele Leute wollen gerne ihre Urlaubsbilder zum Verkauf anbieten. Das ist natürlich möglich, aber in vielen Fällen wirst du eben doch keine Urlaubsbilder verkaufen. Vor allem dann nicht, wenn du Bilder von bekannten und viel bereisten und entsprechend viel fotografierten Orten anbieten willst.

Etwas anders sieht es aus, wenn du an eher wenig erschlossene Orte reist und dazu noch hochwertige Bilder machst. Hochwertig heißt in dem Fall, hohe Auflösung, technisch sehr gut und ausgefallene Motive. Bilder aus Myanmar oder Kambodscha werden sich vermutlich besser verkaufen als Fotos aus Thailand. Einfach weil diese Länder im Vergleich doch weniger bereist werden. Je weniger besucht ein Reisegebiet ist und je weniger Fotos es aus einer Gegend gibt, um so größer sind deine Chancen, dass du für deine Urlaubsfotos Abnehmer finden kannst. Doch eine Garantie dafür gibt es nicht!

Welche Motive gehen am besten?

Welche Motive nun wirklich gut oder schlecht gehen, ist natürlich schwer zu sagen. Ich höre und lese oft, dass Bilder, die eine Geschichte erzählen (Storytelling) oft gekauft werden. Büroalltag, Familienalltag, Hobbys, das können Motive sein, mit denen du möglicherweise mehr Erfolg haben wirst. Es funktioniert anscheinend auch besser, wenn du Fotos zu bestimmten Themen gezielt erstellst. Das gezielte Erstellen von Fotos ist oft aber aufwendiger und zeitintensiver, für einige Fotografen dennoch ertragreicher. Auch gut verkaufen sich Business-Bilder sowie Fotos zu diversen Sportarten oder Prominenten.


Das könnte dich auch Interessieren: So einfach kannst du eigene Stockfotos erstellen


Du musst auffallen, um Bilder zu verkaufen

Es wird oft empfohlen, eine eigene Bildsprache zu entwickeln und einzigartige Fotos zu machen. Weiße Männer in Anzügen gibt es in fast jeder Stockfotobörse zu Hauff. Aber eine Chefin mit pinken Haaren würde auffallen. Werde kreativ und hebe dich von Masse ab, um deine Chancen zu steigern.

Falls du gerne mit Photoshop arbeitest, kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Viereckige Äpfel sind ja eigentlich auch schon nichts besonderes mehr, aber noch immer ein gutes Beispiel, wie du gewöhnliche Motive ungewöhnlich gestalten kannst. Doch übertreibe es nicht. Viele Agenturen wollen keine Bilder, die zu stark verfälscht sind.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - pinker Nebel
Die Farben wurden etwas abgeändert, um aufzufallen

Grundsätzlich kannst du aber alle Bilder einreichen, die du anbieten möchtest. Egal wie gewöhnlich oder ungewöhnlich das Motiv sein mag. Die einzelnen Agenturen treffen ohnehin eine Vorauswahl, welche Fotos sie zulassen und welche nicht. Manche Stockfotobörse ist dabei eher auf ein Thema oder eine Bildsprache spezialisiert als die andere. Motive, die in in der einen Agentur abgelehnt werden, werden in der anderen vielfach verkauft. Hier gilt es ausprobieren und Erfahrung sammeln.

Noch ein Geheimtipp: Spiele auch mit der Größe deines Bildes. 4:3 oder Panorama? Je nach Motiv kannst du von der althergebrachten Standardgröße abweichen und somit im Feed auffallen!

Wer kauft eigentlich Fotos in einer Stockfotobörse, und wieso?

Die Antwort darauf fällt fast ebenso vielfältig aus, wie die Antwort auf die Frage, was man für Fotos eigentlich verkaufen kann. Reisebilder werden gerne von Reisemagazinen, seien sie digital oder analog gekauft. Aber auch Blogger greifen von Zeit zu Zeit auf Stockfotos zurück. Und dazu kommen die unzähligen Marketingagenturen, die je nach Kampagne auch das eine oder andere Bild erwerben.

Große Unternehmen können es sich leisten, eigene Fotografen anzustellen oder direkt zu beauftragen. Fehlt jedoch das Geld dafür, dann ist es viel einfacher, das entsprechende Motiv in einer Fotostockbörse zu suchen und entsprechend den gewünschten Bildrechten zu kaufen. Je nach Foto und gewünschter Verwendung reichen die Preise von wenigen bis zu mehreren hundert Euro pro Bild. Selbst Privatleute können Bilder in einer Stockfotobörse kaufen. Vielleicht benötigen sie ein Bild für eine Webseite oder es gefällt ihnen einfach.

Deine Motive definieren deine Zielgruppe. Deshalb ist es essentiell, dass du dir überlegst, wer deine Bilder kaufen möchte und wo das geschieht. Stelle deine Fotos dann in der Stockfotobörse ein, die deine Zielgruppe am ehesten benutzen wird. Eine Übersicht dazu findest du demnächst auf diesem Blog.

 

Was es bei deinen Fotos zu beachten gibt

Wenn du Fotos in einer Stockfotobörse verkaufen willst, musst du einiges beachten. Ganz wichtig und eigentlich nicht einmal erwähnenswert ist folgendes: Die Bildrechte müssen bei dir liegen! Du kannst nicht einfach ein Bild bei Google herunterladen und es dann als dein eigenes verkaufen. Sollte ja klar sein, oder? Aber es gibt auch weitere rechtliche Aspekte, die du nicht vernachlässigen darfst.

Model Release

Sobald Personen erkennbar auf den Bildern abgelichtet sind, benötigst du einen Modelvertrag. Die Personen, die auf den Bildern erkennbar sind, müssen zustimmen, dass die Bilder verwertet werden dürfen. Einzig gesellschaftliche Ereignisse, wie Demonstrationen oder Konzerte können davon ausgenommen sein. In Japan habe ich ein Bild von einer Straße aufgenommen, auf der sich Personen befanden. EyeEM fordert nun von mir eine Erlaubnis der abgebildeten Personen, das Foto verkaufen zu dürfen. Zu viel des Guten oder gerechtfertigt? Dazu mag ich hier jetzt nichts sagen.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - Model Release und Property Release werden für dieses Bild benötigt
Model Release und Property Release werden für dieses Bild benötigt

Property Release

Auf dem gleichen Bild sind Gebäude mit Werbeschildern abgebildet. Es wäre auch zu schön, wenn die Welt einfach wäre. Doch sobald dein Bild den Namen oder das Logo einer bekannten Marke enthält oder ein Gebäude, das beispielsweise von einem Privatgrundstück aus fotografiert wurde, musst du unter Umständen auch dafür die Erlaubnis einholen (Property Release), das Bild mit der Marke und/oder dem Gebäude nutzen zu dürfen. Aus diesem Grund solltest du es vermeiden, Logos auf deinen Bildern zu haben. Auf Kleidung oder Rucksäcken lässt sich das Logo in den meisten Fällen wegretuschieren. Was aber, wenn, wie auf meinem Bild, die Werbung das zentrale Element ist? Dann ist oftmals leider nur eine redaktionelle Nutzung dieses Bildes möglich.

Wichtig ist auch zu wissen, dass bestimmte Gebäude grundsätzlich nicht zu kommerziellen Zwecken fotografiert werden dürfen. Das wohl berühmteste Gebäude, dessen Bilder man nicht verkaufen darf, ist der Eiffelturm bei Nacht. Zwar gilt in Deutschland die Panoramafreiheit, aber international betrachtet kann es hier schwierig werden.

Noch weniger bekannt ist, dass du sogar für Tattoos einen Property Release brauchst. Tattoos gelten als Kunstwerk und dürfen deshalb möglicherweise nicht ohne Property Release verwendet werden. Weitere Dinge für die du einen Property Release benötigen könntest sind bestimmte Zootiere (schau dazu auf die Seite des Zoos), Graffiti oder Notenblätter. Shutterstock hat eine Liste veröffentlicht, für was ein Property Release nötig sein kann.

Fazit: Leider gibt es beim Verkauf von Bildern einige rechtliche Hürden zu nehmen. Modelverträge und die Erlaubnis, Logos abzulichten bzw. auf Bildern zu verwenden, deutsche Panoramafreiheit versus Landesgesetze, die Fallstricke sind vielfältig und machen es notwendig, sich bei Bedarf genauer mit dem Thema zu befassen. Im Zweifel hilft nur, Logos, Namen und so weiter aus dem Bild zu entfernen und Fotos mit Menschen nur mit einem editoral release anzubieten (sie dürfen also nur für Reportagen oder ähnliches verwendet werden).

Technische Aspekte

Jede Stockfotobörse stellt eigene Anforderungen an die Fotos. So müssen sie eine Mindestgröße und -druckauflösung haben. Ich lese auch oft, dass Handyfotos nicht akzeptiert werden. Doch viele Handys machen mittlerweile so gut Bilder, dass du versuchen solltest sie einzureichen. Natürlich nur, wenn die technischen Mindestanforderungen auch erfüllt sind. Wie diese aussehen, musst du bei jeder Stockfotoagentur überprüfen.

Wie ich bereits erwähnte, müssen deine Bilder nicht mehr unbedingt in 4:3 eingereicht werden. Auch wenn das die Standardgröße ist, werden auch Fotos in abweichendem Format akzeptiert.

Lizenzfrei (Royalty Free) oder lizenzpflichtig (Royalty Managed)

Wenn du Fotos in einer Stockfotobörse verkaufst, verkaufst du genau genommen nicht das ganze Bild, sondern nur die Nutzungsrechte am Foto. Diese Nutzungsrechte können royalty-free (lizenzfrei) oder royalty managed (lizenzpflichtig) sein. Aber was genau ist da der Unterschied?

Bei lizenzfreien Bildern wird grob gesagt das Recht erworben, das Bild ohne zeitliche oder örtliche Einschränkung in beliebig vielen Projekten und Medien zu nutzen. Das heißt, dass das gekaufte Bilder fast uneingeschränkt genutzt werden kann. Allerdings können durchaus gewisse Einschränkungen bezüglich der kommerziellen Nutzung bestehen. So kann es Obergrenzen in der Druckauflage oder auch in der Anzahl der Artikel, die zum Wiederverkauf bestimmt sind, geben. Creative Market hat beispielsweise die Auflage, dass nur maximal 5000 Produkte mit einer kommerziellen Lizenz verkauft werden dürfen (gilt dort nicht nur für Fotos).

Lizenzpflichtige Bilder unterliegen dagegen gewissen Einschränkungen. So können die Verwendungsdauer, genaue Auflage oder der Zweck eingeschränkt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dem Käufer ein Exklusivrecht einzuräumen.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - Palme am Strand
Leider lässt sich mit Urlaubsfotos oft nur wenig Geld verdienen

Exklusiv oder nicht-exklusiv?

Manche Stockfotobörse bietet dir an, deine Bilder dort exklusiv zu verkaufen. Das heißt aber, dass du sie in keiner anderen Stockfotobörse mehr anbieten darfst. Du darfst sie nur noch an deine direkten Kunden verkaufen. Dafür bekommst du eine höhere Marge für deine Bilder.

Also ist exklusiv besser?

Jain. Wie ich schon erwähnte können Bilder bei der einen Agentur durchfallen und bei der anderen der absolute Renner sein. Probiere erst einmal aus, wie deine Fotos angenommen werden. Stellst du dann fest, dass die eine Stockfotobörse deine Bilder häufiger akzeptiert als andere, dann kannst du überlegen, ob es sich für dich lohnen würde. Natürlich ist es keine Garantie dafür, dass sie woanders nicht seltener oder häufiger gekauft wurden. Aber vor allem wenn ein bestimmter Typ Bilder bei einem Anbieter besser ankommt und sich auch noch besser verkauft, kannst du dort auf exklusiv wechseln.



Fotos in Stockfotobörse erfolgreich verkaufen – Richtig verschlagworten

Gib deinem Bild einen aussagekräftigen Titel. Am besten ist eine Bildbeschreibung (z. B. Handtücher auf Bett). Falls ein möglicher Käufer also ein bestimmtes Motiv findet, kann er dein Bild so besser finden.

Wenn du deine Fotos verkaufen willst, sollten sie auch gefunden werden. Das geschieht bei fast allen Stockagenturen über die Verschlagwortung. Hier wird es etwas tricky. Da es nur wenige rein deutsche Agenturen gibt, solltest du möglichst immer englische Schlagwörter auswählen. Allerdings bieten einige Agenturen auf eine automatische Übersetzung deiner Schlagwörter an. Die Schlagwörter müssen zu deinem Bild passen. Aber sie sollten nicht nur die Gegenstände, Orte oder Personen beschreiben, sondern auch damit assoziierte Gefühle oder Themen. Handtücher auf einem Bett kann man beispielsweise mit Wellness in Verbindung bringen, Apfelbäume mit gesunder Ernährung oder Veganismus.

Die Reihenfolge der Stichwörter trägt entscheidend dazu bei, wie schnell potenzielle Käufer deine Fotos finden. Setze deshalb die wichtigsten Schlagwörter an den Anfang. Überlege, was potenzielle Käufer suchen würden. Suchen sie eher Handtuch oder Wellness? Wenn du Lightroom deine Bilder verschlagwortest, musst du die Reihenfolge noch anpassen, da Lightroom alle Schlagworte in alphabetischer Reihenfolge übermittelt.

Was kann man mit Fotos verdienen?

Manche Anbieter können vom Verkauf ihrer Bilder leben. Der Großteil kann es jedoch nicht! Was du mit deinen Bildern verdienen kannst, hängt sehr stark davon ab, was du für Bilder verkaufst und wie viele Bilder du im Angebot hast. Ich lese immer öfter, dass Verkäufe zurück gehen, wenn keine neuen Bilder mehr hochgeladen werden. Aktive Mitglieder scheinen demnach in der Bildersuche höher zu ranken. Aber die schiere Masse alleine macht es auch nicht aus. Das einemillionste Gänseblümchen wird sich vermutlich erheblich schlechter verkaufen, als ein besonderes Portrait.

Seien wir ehrlich, spätestens seit die Qualität der Handykameras immer mehr gestiegen ist, ist es wirklich schwierig, mit Fotos viel Geld zu verdienen. Früher hat meine Mutter für einen Bekannten, der als Fotograf in Kriegs- und Krisengebiete gereist ist, seine Fotos für fünfstellige Beträge an Zeitungen verkauft. Heute geht man auf Twitter und bekommt die Bilder schneller und billiger, manchmal sogar gratis. Fotos müssen nicht mehr aufwendig im Labor entwickelt werden, sondern sind heute digital in Echtzeit verfügbar. Und viele Betroffene sind froh, wenn sie ihre Geschichte erzählen können und wollen möglicherweise gar kein Geld für ihre Fotos.

Das gleiche gilt in vielen Fällen auch für deine Urlaubsbilder, schließlich sind Fotos nicht nur für Tageszeitungen interessant.. Gerade wenn du an einen touristisch erschlossenen Ort reist, kannst du davon ausgehen, dass noch viele andere Menschen dort Fotos gemacht haben. Du musst schon ganz besondere Bilder haben, damit du diese wirklich verkaufen kannst. Einfache Handyschnappschüsse werden es in der Regel nicht tun. Auch wenn es oft suggeriert wird, leider kannst du mit deinen Urlaubsbildern vom Handy nur wenig bis gar nichts verdienen, zumindest dann nicht, wenn du nicht ein Handy mit state of the art Kamera hast.

Einnahmen liegen oft im Cent-Bereich

Je nach Stockfotobörse liegen die Erträge teilweise im Cent-Bereich. Oft werden nämlich nicht einzelne Bilder, sondern Credits verkauft. Oder die Käufer kaufen ein Volumen und können entsprechend Fotos auswählen. Dann verdienst du erheblich weniger, als wenn dein Foto direkt gekauft wird. Aber auch im Direktverkauf liegen die Provisionen einer Fotostockbörse meistens „nur“ bei 20-50%. Wird dein Bild für 20€ gekauft, bleibt entsprechend wenig übrig. Es gibt nicht wenige Fälle, dass Fotografen für eines ihrer Bilder nur 15-20 Cent erhalten. Sehr schön zusammengefasst hat es Thomas von Natur-Photocam in seinem Beitrag „Warum Stockfotografie Mist ist„.

Beim Lesen diverser Blogs, die ihre Einnahmen offen legen und in Gesprächen mit Bekannten, die Fotos verkaufen komme ich zu dem Schluss, dass es dennoch durchaus möglich ist, mittlere dreistellige Beträge im Monat zu verdienen. Allerdings nur, wenn man auch einige tausend Fotos anbietet. Und das ist auch gleich die Crux an der Sache. Wie viele Bilder machst du schon in einem Urlaub? 1000? Vielleicht 2000? Und wie viele davon sind wirklich so gut, dass du sie anbieten würdest? Bei 10% wären es also 100-200 Fotos. Also nicht so viele. Ergo wirst du mit deinen Urlaubsfotos vermutlich nicht so viel Geld verdienen.

Wenn du dir im Klaren darüber bist, dass viele Fotos in bestimmten Agenturen regelrecht verramscht werden, dann kannst du dennoch versuchen, deine Fotos zu verkaufen. Sie dir dazu am besten genau die Konditionen an und entscheide, welche Bilder du wo anbieten willst.

Fotos in Stockfotobörse verkaufen - Gras vor blauem Himmel mit Copyspace
So genannter Copyspace (leerer Raum im Bild)



Geduld und Beharrlichkeit sind gefordert

Das heißt jetzt nicht, dass du es gleich lassen solltest! Jeder fängt einmal klein an. Und auf der nächsten Grillparty, einen Geburtstag oder Familienausflug fängst du eben an, gezielter zu fotografieren. Mit der Zeit baust du dein Portfolio auf und nach einigen Monaten wird vielleicht auch das erste Bild verkauft. Ich habe oft gelesen, dass erst nach 9-12 Monaten Bilder verkauft wurden, nicht selten dauert es sogar noch länger. Aber wie sagt man doch so schön? Pixel fressen kein Heu! Wenn du dir nur ein nettes Zubrot verdienen willst, dann bleibe dran und stelle regelmäßig Fotos ein. Achte nur darauf, welche Bilder du wo zum Verkauf anbietest.

Ja und was habe ich jetzt schon verdient?

Nichts! Nada! Ich habe vor einigen Monaten einen doch eher halbherzigen Versuch gestartet, die ersten Bilder anzubieten. Einige davon findet man jetzt sogar bei Getty Images, der vielleicht größten und berühmtesten Bildagentur der Welt. Verkauft habe ich noch nichts. Bei etwa 50 Bildern im Portfolio ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr gering, zumal ich mich auch eher auf die Landschafts- und Naturfotografie beschränkt habe in meinem aktuellen Portfolio. Mein Ziel ist es aber, bis zum Ende des Jahres einige hundert Bilder anzubieten und zukünftig auch hin und wieder gezielte Aufnahmen zu machen, um mit meinen Fotos ein wenig Geld dazuzuverdienen.

Und um dir zu zeigen, wie gut oder schlecht es läuft, werde ich in unregelmäßigen Abständen darüber berichten, was ich für Bilder eingestellt habe, wo ich sie eingestellt habe, wie groß mein Portfolio dort ist und ob ich schon Verkäufe hatte. Ich bin noch nicht sicher, ob ich auch jede Fotostockbörse ausprobieren möchte, da mich die oft geringen Erträge doch teilweise abschrecken.

Verkaufst du schon deine Bilder in Stockfotobörsen? Wie viel hast du schon damit verdient? Oder bist du dagegen, deine Bilder bei den großen Agenturen anzubieten? Und wenn, wieso? Verrate mir das doch einfach in einem Kommentar.

Wie du mit Lightroom Presets Fotos ohne Aufwand bearbeiten kannst

Mit Adobe Lightroom-Presets kannst du deine Fotos schneller bearbeiten

Gehörst du zu denen, die ihre Urlaubsfotos vom Handy auf die Festplatte spielen und dann niemals wieder anschauen? Machst du dir vielleicht ein Fotoalbum oder lässt dir ein Fotobuch drucken? Oder druckst du deine Bilder so aus, wie sie aus der Kamera kommen, ohne sie weiter zu bearbeiten? Wenn du die ersten Fragen mit „ja“ beantwortest, dann kannst du jetzt eigentlich aufhören zu lesen. Denn ich möchte dir heute erklären, wie du mit Lightroom-Presets bzw. Lightroom-Vorgaben deine Urlaubsfotos viel schneller bearbeiten kannst.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja


Was sind Lightroom-Presets?

Lightroom-Presets sind nichts anderes, als die gespeicherten Parameter eines bearbeiteten Bildes, genannt Vorgaben. Du kannst ein Bild bei Lightroom nur leicht nachbearbeiten, damit zum Beispiel die Farben etwas knackiger werden, oder du kannst deinen Bildern auch einen ganz anderen Look geben, es beispielsweise matt erscheinen lassen oder ihnen einen bestimmten Farbton geben. Nachdem du fertig bist, kannst du die Einstellungen speichern, um sie mit einem einzigen Klick auf einem anderen Bild anzuwenden.

Mit der Anwendung von Presets sparst du also jede Menge Zeit, denn du überträgst alle Einstellungen mit einem Mausklick. Am Ende wird natürlich noch etwas Feintuning nötig sein, denn nur die wenigsten Presets sind immer uneingeschränkt für alle Bilder anwendbar. NImm zum Beispiel dieses Original und schaue die meine verschiedenen Versionen davon an:

Wie erstellst du eigene Lightroom-Presets?

Wie schon gesagt, du musst zunächst einmal ein Bild bearbeiten. Falls du noch nicht richtig fit bist, dann empfehle ich dir folgenden Videokurs auf Udemy (Affiliate Link). Dort lernst du alles was du wissen musst, vom Importieren deiner Fotos über die Bedeutung der einzelnen Parameter und Funktionen hin zum Sortieren und speichern deiner Sammlungen und Bilder.


Affiliate Link – Adobe Lightroom: Die Komplette Adobe Lightroom Masterclass von Justus Zeemann


Wenn du dich für einen „Look“ entschieden hast, dann solltest du diese Einstellungen nun speichern, um sie später ganz einfach auf andere Bilder anzuwenden. Klicke dazu auf der linken Seite auf das Kreuz bei „Vorgaben“. Nun öffnet sich ein Fenster „Vorgaben Speichern“ (das deutsche Wort für Presets). Du kannst nun auswählen, welche Einstellungen in deinem Preset gespeichert werden sollen. In meinem Beispiel habe ich alle Häkchen gesetzt um alle Einstellungen zu speichern. Du kannst aber zum Beispiel auch nur die Farbeinstellungen speichern, um diese auf deine Bilder anzuwenden. Belichtung, Schärfe und so weiter musst du dann allerdings jedes Mal aufs neue bearbeiten. Bei vielen Bildern kann das aber auch ein Vorteil sein. Wenn du nicht gerade viele Bilder in kurzer Zeit vom gleichen Motiv gemacht hast, unterscheiden sie sich ohnehin in Helligkeit, Kontrast oder Schärfe und du wirst sowieso nacharbeiten müssen. Ob du also wie ich lieber alle Parameter speicherst oder nur einzelne, das bleibt dir ganz alleine überlassen.

Wo findest du deine Lightroom-Presets?

Den aktuellen Speicherort deiner Lightroom-Presets zu finden ist ganz einfach, wenn du weißt, wo du suchen musst. Deshalb habe ich hier eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung für dich:

  1. Öffne Lightroom
  2. Klicke oben Links auf „Bearbeiten“ und dann auf „Voreinstellungen“
  3. Im neuen Fenster den zweiten Reiter „Vorgaben“ auswählen
  4. Auf „Lightroom-Entwicklungsvorgaben anzeigen“ klicken. Du solltest hier auskommen: C:\Users\[Benutzername]\AppData\Roaming\Adobe\CameraRaw\Settings
  5. Den Ordner „Settings“ öffnen
  6. Den gewünschten Ordner mit dein Presets öffnen

Lightroom-Presets hinzufügen

Unter dem Reiter Entwickeln findest du ja links deine „Vorgaben“. Rechts neben Vorgaben siehst du ein kleines MInus und Plus-Zeichen. Dort kannst du deine Presets wie folgt hochladen:

  1. Klicke auf das Plus
  2. Klicke auf Vorgaben werden importiert
  3. Wähle das Preset oder die Presets, die importiert werden sollen aus und klicke auf OK
  4. Deine Presets erscheinen nun automatisch unter „Benutzervorgaben“
  5. Verschiebe sie in den gewünschten Ordner

Alternativ kannst du die Presets auch direkt in den Settingsordner ziehen und Lightroom neu starten. Dann erscheinen sie ebenfalls in deinen Benutzervorgaben.

ACHTUNG: Löscht du die Presets aus Lightroom, dann werden sie auch von deiner Festplatte gelöscht! Mache dir also am besten immer eine Kopie, idealerweise auf einem anderen Speichermedium, falls du das Presets später noch einmal installieren willst.

Lohnt es sich, Lightroom-Presets zu kaufen?

In meinen Augen lohnt sich der Kauf von Presets durchaus. Ganz besonders, wenn du viele Bilder zu bearbeiten hast, aber nicht die Lust oder Zeit oder Kreativität hast, dir eigene Vorlagen zu erstellen. Wichtig ist aber, dass du immer daran denkst, dass du das eine oder andere Bilde noch nachbearbeiten musst, weil beispielsweise die Belichtungseinstellung oder der Kontrast des Presets nicht zu 100% passt. Insgesamt kannst du aber eine Menge Zeit sparen, wenn du mit Presets arbeitest.

Die hier gezeigten Presets musst du gar nicht kaufen, wenn du Abonnement meines Newsletter bist, dann findest du sie im kostenlosen Freebie-Bereich!

 

 

Der Zauberwald am Hintersee in Berchtesgaden

Der Hintersee in Berchtesgaden. Wie oft waren wir da, als wir klein waren! Über den Königssee fahren, wandern mit den Eltern, im Zauberwald spazieren gehen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, als Katharina von IMKAPHOTOS einen Gastbeitrag über den Zauberwald am Hintersee in Berchtesgaden veröffentlichen wollte. Ich hoffe, er gefällt dir genau so gut wie mir.

Zauberwald am Hintersee

Der Hintersee … ich kannte ihn nur von diesen total mystischen Fotos aus verschiedenen sozialen Netzwerken. Dieses Jahr war es dann soweit, dass ich den Hintersee besuchte.

Es war ein extrem heißer Sommertag im August. Badesachen und Kamera eingepackt – los ging es.

Am See angekommen war zeigte ein Schild zeigte Richtung „Zauberwald“. Wald fand ich super, da es in der Sonne nicht auszuhalten war und ich etwas Schatten für meine Fotos benötigte.


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Der erste Stopp im Zauberwald war ein fantastischer Platz, an dem ich zuerst baden wollte, jedoch sehr schnell zum Fotografieren überging, da trotz der heißen Temperaturen das Wasser eiskalt war. Es entstand das folgende Bild.

Zauberwald am Hintersee

Hier war es mir wichtig, das satte Grün des Waldes hervorzuheben. Durch die offene Blende verschwimmt der See mit der kleinen Insel im Hintergrund, was mit extrem gut gefällt. Das Licht fiel perfekt in den Wald und schimmerte ein wenig auf den Blättern.

Nach einem Spaziergang durch den Zauberwald auf die andere Seite des Sees fand ich dann die weltberühmten Inseln, die auf vielen Bildern zu sehen sind.

Insel im Hintersee

Sehr faszinierend, wie das Grün des Wassers, die fantastisch aussehenden Inseln und die anmutigen Berge im Hintergrund zusammen harmonieren. Eine wahre Freude für jeden Fotografen.

Für jeden Fotobegeisterten kann ich den Hintersee empfehlen. Ein wunderbarer Ausflug. Es gibt noch 1000 Ecken, die wunderbare Motive zeigen. Ich möchte auf jeden Fall nochmals früh am Morgen den See besuchen, da das Licht doch etwas zu grell für die Fotografie war.

Insel im Hintersee

Zu meinem Equipment: ich hatte meine Sony Alpha 7r I mit dem Kit Objektiv Sony SEL 16-50mm 3.5-5.6 OSS und dem Sony FE SEL 24-240mm 3.5-6.3 OSS mit einem Polfilter darauf.


Lieben Dank an Tanja, dass ich diesen Gastbeitrag verfassen durfte. Zu meiner Person: Ich heiße Katharina und habe seit Kurzem meinen Blog IMKAPHOTOS – Lerne Fotografieren. Mit diesem Blog helfe ich Hobbyfotografen die Welt der Fotografie besser zu verstehen. Hier findest du einen Beitrag zu den 3 Grundlagen der Fotografie. Schau doch mal vorbei, ich freue mich auf dich.


Wenn dir Katharinas Beitrag gefallen hat, dann schau auch bei auf dem Blog vorbei und hinterlasse hier oder bei ihr einen netten Kommentar!

Weißt du nicht, wo und wie du coole Fotolocations finden sollst? Dann schaue dir einmal meinen Beitrag „So findest du neue Fotolocations abseits der bekannten Routen“ an. Vielleicht findest du dirt noch Inspirationen, welche Orte du am Hintersee noch besuchen solltest.

Urlaubserinnerungen Leben einhauchen mit tollen Fotoideen von Smartphoto

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Der Herbst naht mit immer größeren Schritten. Für die meisten ist die Urlaubszeit nun vermutlich vorüber. Hast du schon deine Urlaubsfotos gesichtet? Was machst du mit ihnen? Bleiben sie bis in alle Ewigkeit auf der Festplatte? Aber es gibt doch so viele Möglichkeiten, deine Bilder anders zu zeigen als am Bildschirm! Dank Smartphoto.de gibt es viele tolle Ideen, seine Urlaubsbilder von der Festplatte „in die Realität“ zu bringen.

Du hast ja bestimmt mitbekommen, dass ich im Mai in Japan war. Ich wollte die Erinnerungen nicht nur auf der Festplatte haben, sondern immer anschauen können, auch wenn ich den PC gerade nicht zur Hand habe. Ein Fotobuch ist dafür genau das richtige!

Keine Sorge, die Gesichter sind auf dem Fotobuch erkennbar, hier aber auf Wunsch der abgebildeten geschwärzt.

Fotobücher bei Smartphoto

Smartphoto bietet verschiedene Formate für Fotobücher an. Hochkant, quer oder quadratisch, mit verschiedenen Bindungen und unterschiedlichem Papier. Ich habe mich für ein Hardcover-Fotobuch im Hochformat mit Standardpapier entschieden. Du musst dir auch keine Software herunterladen m dein Foto-Buch zu gestalten. Es geht ganz einfach über den Browser. Für den Fall dass du technische Probleme mit deinem PC oder Browser vorbeugen möchtest, hier mein Tip: Speichere dein Projekt nach jeder fertiggestellten Seite. So musst du im schlimmsten Fall nicht dein ganzes Buch neu gestalten, weil dir dein PC abgestürzt ist oder der Akku von deinem Laptop leer ist.

 

Zur Auswahl stehen sehr viele verschiedene Seitenvorlagen und -Layouts

So sieht beispielweise eine Doppelseite in meinem Buch aus

 

Achtet unbedingt darauf, dass eure Fotos hochgeladen werden!

Davon einmal abgesehen ist die Erstellung deines persönlichen Fotobuches sehr einfach. Du kannst aus verschiedenen Layout- und Seitenvorlagen wählen, die Hintergrundfarbe jeder einzelnen Seite festlegen, die Größe und Position der vorgegebenen Fotofelder individuell anpassen oder Schrift und Effekte hinzufügen. Sogar eine vollkommen eigene Ausgestaltung deiner Fotoseite ist möglich. In den meisten Fällen habe ich die Vorlagen genutzt und diese modifiziert.

Mit persönlich gefällt ein schwarzer Hintergrund in Fotobüchern besser, weshalb ich auch alle Seiten entsprechend eingefärbt habe. Um in ein paar Jahren noch zu wissen, wo wir waren, habe ich Text hinzugefügt. ählen kann man aus rund 80 Schriftarten, die man in fast ebenso vielen Farben einfärben kann.

Die Produktionszeit eines Fotobuches liegt bei etwa sechs bis neun. Das Fotobuch wurde entsprechend auch etwas später als der Rest meiner Bestellung geliefert, da die Tassen, die ich mir erstellt habe, viel schneller produziert und geliefert werden konnten. Das Fotobuch war aber hervorragend verpackt. Smartphoto hat das Buch in dicke Luftpolsterfolie gepackt, bevor es in den dicken, stabilen Kartonumschlag gelegt wurde. Worauf ich bei Büchern immer achte ist, ob die Kanten irgendwelche Beschädigungen aufweisen. Und hier muss ich sagen, dass alles perfekt war, keine einzige Macke hat sich am Umschlag gefunden. Solltest du also eines verschenken wollen, dann musst du das wirklich rechtzeitig bestellen.

Die Fotos sind im Buch weichen einw enig ab von denen als auf meinen beiden Bildschirmen. Da aber Bildschirme und Drucker mit unterschiedlichen Farbräumen arbeiten, kann das durchaus pasieren und kein Mangel seitens Smartphoto. Das musst du unbedingt im Hinterkopf behalten. Ähnlich wird es dir aber auch gehen, wenn du deine Fotos selbst ausdruckst oder woanders drucken lässt. Bei einem nicht perfekt kalibrierten Bildschirm und Drucker wird deine Bildausgabe vermutlich immer leicht vom Endprodukt abweichen.

Hier sieht man, wie dick einzelne Seiten sind

Fotogeschenke und mehr bei Smartphoto

Neben dem Fotobuch gibt es aber noch weitere witzige Ideen zur Fotogestaltung. Ich habe zufällig die Zaubertassen entdeckt und fand das so cool, dass ich unbedingt zwei bestellen musste. Eine für die Schwiegereltern und eine für mich für auf der Arbeit. Die Zaubertassen gibt es ebenfalls in verschiedenen Designs. Sind sie kalt, dann sind sie schwarz. Füllst du eine heiße Flüssigkeit ein, dann werden die Bilder sichtbar.+

Die Tassen habe ich ebenfalls sehr gut und sicher verpackt erhalten. Beide Tassen wahren makellos und frei von irgendwelchen Beschädigungen. Die Bilder sind auch perfekt gedruckt. Klar ist das eine Spielerei, aber eine wirklich lustige. Du kannst dir aber auch eine normale Fototasse gestalten, dann hast du auch mit den Farben etwas mehr Auswahl.

Insgesamt muss ich sagen, ist die Qualität bei Smartphoto ausgezeichnet. Ich werde dort auf jeden Fall noch einmal bestellen, vor allem die Fotogeschenke finde ich richtig toll. Und wenn du dich selbst davon überzeugen willst, dann hast du jetzt DIE Gelegenheit dazu. Nimm einfach an meinem Facebook-Gewinnspiel teil!

 

 

 

Fotos selber drucken mit dem Brother DCP-J572DW Drucker

Beitrag enthält Werbung für ein kostenlos zur Verfügung gestelltes Produkt (Brother DCP-J572DW Drucker)


Nach einem wunderschönen Urlaub in Japan und einem heißen Sommer, den ich leider aufgrund der Hitze weniger zum Fotografieren als zum Nachbearbeiten älterer Bilder genutzt habe, Wird es langsam Zeit, das eine oder andere Bild auch an die Wand zu bringen. Als „brands love you“ dazu aufgerufen hat, Fotodrucker von Brother zu testen, war ich entsprechend begeistert, denn mein Drucker ist nicht auf Fotodrucke ausgelegt. Und prompt wurde ich auch ausgewählt den Brother DCP-J572DW Drucker zu testen. Da wir schon den Brother MFC-J480DW Drucker besitzen, kann ich beide Drucker entsprechend gut vergleichen und ein wenig auf die Vor- und Nachteile des Brother DCP-J572DW Drucker eingehen.

Was ist ein 3-in-1 oder ein 4-in-1 Drucker?

Der Brother DCP-J572DW Drucker ist ein so genannter 3-in-1 Drucker, wogegen unser Brother MFC-J480DW Drucker ein 4-in-1 Modell ist. Doch was genau heißt das eigentlich? 3-in1 bedeutet einfach, dass das Gerät drucken, kopieren und scannen kann. Ein 4-in-1 Gerät kann zusätzlich noch faxen. Aber mal ehrlich, wann hast du das letzte Mal in deinem Leben ein Fax geschickt oder bekommen? IVon daher denke ich, dass die Frage ob 3-in-1 oder 4-in-1 die unwichtigste bei der Suche nach einem Drucker ist und andere Spezifikationen weit wichtiger sind.

Inbetriebnahme des Brother DCP-J572DW Druckers

Die Inbetriebnahme ist eigentlich ziemlich einfach. Papier einlegen, Patronen einlegen, an den Strom anschließen.Die Patronen sind mit den entsprechenden Buchstaben gekennzeichnet, damit man sie auch direkt in den richtigen Slot einlegt. Allerdings lassen sich die Plastikverpackungen trotz Einreißhilfe ohne Schere nicht wirklich öffnen…

Kennzeichnung der Patronenfächer durch Farben und Buchstaben

Anhand der Buchstaben ist die Farbe erkennbar

Bei der ersten Inbetriebnahme muss man Sprache, Datum und Uhrzeit einstellen, die Menüführung ist aber kinderleicht. Um den Drucker mit dem PC zu verbinden benötigt man wahlweise ein Kabel oder macht es direkt über WLAN. Meine Empfehlung: Stellt den Drucker in ein wenig genutzten Raum, den ihr aber gut lüften könnt. So vermeidet ihr Emissionen im Büro oder Wohnzimmer. Zwar sind gesundheitsschädliche Auswirkungen nicht 100%ig erwiesen, aber einiges deutet darauf hin, dass die Emissionen schaden könnten. Nutzt also die WLAN-Funktion eures Druckers.

Sobald ihr das WLAN-Passwort eingegeben habt, müsst ihr nur noch die CD in das Laufwerk eures Computers einlegen und die Installation startet automatisch. Eventuell müsst ihr noch die Firmware des Druckers auf den neuesten Stand bringen, das ist aber mit wenigen Klicks erledigt. Damit ist dann der Drucker auch direkt vollständig betriebsbereit.

Drucken, Scannen, Kopieren

Drucken in schwarz-weiß geht sehr zügig, Farbdrucke dauern mit dem Brother MFC-J480DW Drucker ein wenig länger. Die genauen Daten kannst du dir auf der Brother Homepage anschauen. Zum Scannen und kopieren fehlt mir hier der automatische Vorlageneinzug. So muss man jede Seite einzeln auf das Glas legen, was bei mehreren Seiten entsprechend zeitaufwendig ist.

Sehr wichtig ist uns bei allen Geräten die Lautstärke. Sowohl Drucken als auch Scannen geschieht recht leise. Der Papiereinzug ist in etwa so laut wie bei unserem Brother MFC-J480DW Drucker.

Brother DCP-J572DW Drucker mit speziellem Fotopapierfach

Neben dem Fach für normales DIN A4 Papier könnt ihr beim Brother DCP-J572DW Drucker auch Fotopapier benutzen und eure Urlaubsfotos direkt selber ausdrucken. Ich habe für den Test extra Papier in der Größe 10x15cm gekauft. Zunächst war ich etwas skeptisch, da ich von verschiedenen Druckautomaten insgesamt eher enttäuscht war. Wieso sollte dann ein Drucker für unter 200€ besser sein?

Um Fotos zu drucken muss der Fotopapiereinsatz nach vorne geschoben werden

Wollt ihr Fotos drucken, so legt ihr einfach da Papier in der gewünschten Größe ein. Vergesst nicht, das Fach nach vorne zu schieben, sonst wird nur Normalpapier eingezogen. Die Druckdauer ist gefühlt wirklich lang, man benötigt also schon etwas Geduld. Dafür finde ich die Druckqualität OK. Bei genauerem hinsehen sieht man allerdings, dass das Bild gestreift ist. Leider fällt das auf dem einen oder anderen Foto auch sehr auf, auf anderen ist es dafür kaum erkennbar. Zum Vergleich hier einmal ein Ausschnitt aus dem Original und dem gescannten Ausdruck eines Bildes, bei dem die Linien extrem stark auffallen:

Originalbild

Eingescannter Fotodruck mit dem Brother DCP-J572DW Drucker

Vielleicht müssten die Druckeinstellungen noch optimiert werden für einzelne Bilder, um dieses Problem zu beheben. Die Farbunterschiede lassen sich übrigens vermutlich dadurch erklären, dass ich meinen Bildschirm nicht auf Fotoverarbeitung kalibriert habe und von beiden Bildern Screenshots gemacht habe. Aber ob es wirklich daran liegt oder beim Druck Farbverfälschungen auftreten, kann ich nicht zu 100% sagen.

Zum Titenverbrauch kann ich ebenfalls nicht viel sagen, da ich noch nicht so viele Bilder gedruckt habe, dass die Patronen leer sind.

Fazit

Als Fotodrucker oder Universaldrucker gefällt mir der Brother DCP-J572DW Drucker sehr gut. Wer jedoch wie wir regelmäßig Briefe und so weiter digitalisiert, der sollte besser zu einem Modell mit automatischen Seiteneinzug greifen. Das fehlende Fax ist in meinen Augen für den Hausgebrauch kein KO-Kriterium. Soll der Drucker jedoch auch beruflich genutzt werden, muss man abwägen, ob eventuell Faxe verschickt oder empfangen werden sollen.

Insgesamt ist der Brother DCP-J572DW Drucker ein solider Drucker, der recht gute Fotodrucke macht. Die Bedienung ist sehr einfach und auch für technisch weniger geübte gut zu handhaben.


Affiliate Links (mehr Infos)

Life in a Box – mit der Agfa Box 44!

Fotografierst du digital? Bestimmt, oder? Ob mit dem Handy oder einer System- oder DSLR Kamera, wir benutzen fast alle nur noch digitale Kamera. Marcel von Kleinbildfotografie erzählt uns heute dagegen etwas über analoge Fotografie.

Erlebnisse in der Box-Kamera

Das Leben ist schnell und kompliziert. Da ist es schön, wenn man sich auch mal zurückziehen, beruhigen und einfache Sachen machen kann. Darunter fällt zum Beispiel das Fotografieren mit einer alten analogen Kamera wie der AGFA Box 44!

Die Box-Kameras kamen um 1900 auf und brachten das Fotografieren in die breite Bevölkerung. Bis in die 1960er Jahre waren sie äußerst beliebt und auch deine Großeltern haben ihre ersten Bilder wahrscheinlich damit gemacht. Zumindest aber wurden sie ziemlich sicher bei der Einschulung damit fotografiert.

Kodak Werbung – Americas favorite….

Die AGFA Box 44

AGFA war einer der bekanntesten Hersteller der Kastenkameras auf dem europäischen Markt und das (etwas kleinere) Pendant zu Kodak in Übersee. Die Box 44 wurde zwischen 1932 und 1939 rund 900.000 Mal produziert und war damit eines der beliebtesten Kameramodelle jener Zeit.

Besonders bekannt wurde sie, weil mit ihr ein besonderer Marketing-Gang verbunden war, wie wir heute sagen würden. Um sie zu kaufen, konnte man nämlich vier einzelne Mark-Stücke sammeln, auf denen jeweils einer der Buchstaben A, G, F und A geprägt war. Hatte man diese vier Mark-Stücke beisammen, konnte man sich „Vier-Mark-Box“ kaufen.

Agfa Box 44 - analoge Fotografie

Die Kastenkamera und Du

Genau wie damals ist es auch heute wieder möglich, sehr einfach und günstig an derartige Boxkameras zu kommen. Bei eBay und auf Flohmärkten werden sie für 10€ und weniger angeboten. Es ist aber auch genauso gut möglich, dass deine Großeltern noch eine dieser Kameras zu Hause haben.

Alles, was du dann noch brauchst, ist ein Rollfilm! Und den bekommst du sehr einfach in den allermeisten lokalen Fotoläden für 7 – 10€. Wahrscheinlich wirst du ohne Hilfe erst mal Probleme haben, den Film einzulegen. Schau dafür einfach auf meinem Blog vorbei, dort findest du ein gutes Video zum Einlegen von Rollfilmen in Box-Kameras!

Agfa Box analoge Kamera
So sieht die AGFA Box 44 aus. Ein solides Modell, das heute immer noch funktioniert! Das Metallrad transportiert den Film, der obere Hebel ändert den Aufnahmemodus (von „Moment“ auf „Langzeitbelichtung“, lass den am besten immer unten) und der untere Hebel ist der Auslöser.

Ein Tipp zu Gebrauchtkauf: Lass dir zeigen, wie du die Kamera öffnest und achte unbedingt darauf, dass bereits eine leere Filmspule (ein schwarzer Plastik- oder Holzbalken mit einem Schlitz, der den Film aufnimmt) in der Kamera ist. Ohne die kannst du die Kamera nicht benutzen, weil sonst der Film nicht transportiert wird!

Was kannst du erwarten?

Die meisten Boxkameras sind heute an die 70 Jahre oder älter. Das heißt nicht, dass sie schlechte Bilder machen! Aber die Linsen und die Mechaniken zu dieser Zeit waren recht simpel. Deshalb kannst du natürlich nicht dieselben Erwartungen an sie Stellen wie etwas an eine moderne Spiegelreflexkamera. Dennoch bekommst du mit Geduld und ruhiger Hand sehr tolle Bilder im Stile der 1900er bis 1950er Jahre!

Einige Beispiele, wie das aussehen kann, siehst du hier:

 

Der beste Grund, sie auszuprobieren

Wenn du damit zu deinen Großeltern gehst, garantiere ich dir große Augen, viele schöne Stunden und natürlich auch tolle gemeinsame Bilder. Und vertrau mir, wenn ich dir sage, dass du diese Bilder noch in sehr vielen Jahren mit großer Freude anschauen und dich an diesen Tag erinnern wirst. Wenn das mal nicht ein Anlass ist, unbedingt mal wieder bei Oma und Opa vorbeizuschauen!

Keep Knipsing,

Marcel

Über den Autor

Marcel fotografiert seit neun Jahren leidenschaftlich analog! Ihn faszinieren vor allem die alte Technik und das Handwerk hinter den Abzügen, die der analogen Arbeit eine besondere Qualität verleihen. Seinen Blog Kleinbildphotographie betreibt er seit drei Jahren und hilft damit hauptsächlich Anfängern, die selbst in die analoge Fotografie einsteigen wollen. Dort findest du beispielsweise auch einen Beitrag zum Start in die analoge Fotografie.

Fotografierst du noch analog? Hast du überhaupt noch Erfahrung mit der analogen Fotografie oder bist du vielleicht schon mit digitalen Kameras aufgewachsen? Erzähle mir doch mehr davon in einem Kommentar.

 

So findest du neue Fotolocations abseits der bekannten Routen

Ich liebe es, am Wochenende in den warmen Monaten früh aufzustehen und nach draußen zu gehen und die Natur zu fotografieren. Das Licht und die Luft sind morgens einfach am schönsten. Außerdem sind da noch am wenigsten Leute unterwegs und man kann in Ruhe die Natur fotografieren. Aber auch an den bekannten Sehenswürdigkeiten ist vor 7 Uhr in der Frühe ja eher selten etwas los. Und auch die Städte und Dörfer liegen dann oft noch in einem sanften Schlummer.

Doch wie findet man eigentlich Orte, an denen es sich lohnt zu fotografieren? Man kann kaum zu Fuß, mit dem Rad oder Auto ganze Landstriche abklappern. Irgendwie ist man immer eingeschränkt. Busse und Bahnen fahren nicht überall hin. Mit dem Fahrrad ist man langsamer als mit dem Auto und zu Fuß kommt man nicht so weit. Das Auto dagegen ist wiederum nicht überall erlaubt, beispielsweise auf einsamen Waldwegen. Und was ist, wenn man Orte will, die nicht so überlaufen und bekannt sind? Wie findet man jetzt diese magischen Orte zum fotografieren?

Fotolocations finden auf Blogs, Instagram oder Pinterest

Egal ob Google, Twitter, Instagram, Pinterest, Fotocommunities oder sonstige Seiten, schöne Fotolocations lassen sich heutzutage schnell und einfach ergoogeln. So gelangst du beispielsweise auf tolle Blogs, die dir die besten Fotolocations verraten (zum Beispiel 22 Places, einer meiner absoluten Lieblingsblogs!) oder auch auf Seiten von Tourismusbehörden.

Bei Instagram kannst du gezielt nach einem Hashtag suchen, allerdings finde ich das eher kompliziert wenn man nicht genau weiß, wonach man suchen soll. Das gleiche gilt auch für Pinterest, suchst du dort nach Schwarzwald oder Nordsee, dann wirst du mit Bildern erschlagen. Aber nur selten finden sich genaue Ortsangaben dazu. Zumindest aber kann man Sehenswürdigkeiten oder Ausflugsziele finden, die man noch nicht kannte, sofern diese mit den entsprechenden Hashtags versehen sind. Deshalb nutze ich Instagram gar nicht und Pinterest nur sehr eingeschränkt für die Suche nach neuen Fotolocations.

Vorteile

  • Besonders auf anderen Blogs findet man oft genauere Angaben
  • Man kann gezielt nach Stichwörtern suchen
  • Man bekommt direkt Bilder zu den Fotolocations und kann selber entscheiden, ob sich die Anreise lohnt
  • Sehr hilfreich auch, wenn man in einem Gebiet sucht, in dem man sich noch gar nicht auskennt

Nachteile

  • Insbesondere auf Pinterest und Instagram sind genaue Ortsangaben teilweise schwer bis gar nicht zu finden (außer es wird auf einen Blog verwiesen)
  • Je mehr Leute von vermeintlich unbekannten Fotospots erfahren, um so voller wird es dort

Sightmaps

Auf Sitemaps werden beliebte Fotolocations anhand der Anzahl an „Panoramio Photos“ farblich dargestellt. Panoramio sagt dir nicht? Mir auch nicht. Wikipedia sagt dazu:

Panoramio war ein Foto-Sharing-Dienst zur Veröffentlichung georeferenzierter Fotografien (Geo-Imaging) im Besitz des US-amerikanischen Unternehmens Google. Neben der Veröffentlichung auf der eigentlichen Website wurden Fotos, die über einen Geo-Tag verfügen, in unregelmäßigen Abständen in das Programm Google Earth und weitere Online-Dienste wie 4UMaps[1] integriert. Der Dienst wurde am 4. November 2016 eingestellt, jedoch war der Panoramio-Layer in Google Earth noch bis Januar 2018 verfügbar.“

Entsprechend ist davon auszugehen, dass die Karte nicht mehr wirklich aktualisiert wird.

Vorteile von Sitemaps

  • Farblich leicht erkennbar, wo besonders viele Fotos aufgenommen wurden

Nachteile von Sitemaps

  • Die Plattform, die als Basis diente, gibt es nicht mehr
  • Man kann nicht immer erkennen, ob es sich um Sehenswürdigkeiten handelt oder um Knotenpunkte, wo viele Menschen viele Fotos machen (Bsp. im Citybereich)

Fotolocation in Stuttgart City
Fotolocation in Stuttgart City

ShotHotspot

Eine Seite, die  ich auch erst kürzlich entdeckt habe, ist ShotHotspot. Wie funktioniert Shotspot?

„We use sites like Flickr and Panoramio to build up an idea of which areas of the world are the best for photography. Use us to scout locations for photo shoots, abandoned places, landscapes, holiday snaps, selfies, and more!“

Auf Deutsch sagen sie in etwa: Es werden Seiten wie Flickr oder Panoramio herangezogen, um die weltbesten Fotospots zu finden und aufzuzeigen. Ob es nun wirklich die besten Fotolocations der Welt sind darf jeder für sich unterscheiden. Man bekommt zumindest eine schöne Übersicht, was man in gewissen Regionen sehen und fotografieren kann.

Vorteile von ShotHotspot

  • Detaillierte Ortsangabe dank eigener Karte
  • Fotolocations werden als Marker dargestellt, die zugehörigen Fotos werden unterhalb der Karte angezeigt
  • Man kann nach Hotspot-Typen wie Landschaft, Sonnenuntergang, Architektur, City etc. suchen

Nachteile von ShotHotspot

  • Zeigt nur beliebte oder bekannte Fotospots an, unbekanntere Fotolocations in ländlichen gebieten werden beispielsweise weniger angezeigt
  • Sollte man in der Umgebung suchen wollen, muss man den Suchradius erst vergrößern. Beim Verschieben der Karte werden keine neuen Fotospots angezeigt
  • Keine Suche nach Regionen möglich

Startseite von ShotHotspot zum finden von Fotolocations
Startseite von ShotHotspot

Google Maps

Zusammen mit Shotspot und mein Favorit. Selber losziehen ist ja schön und gut, aber eine Gewisse Richtung habe ich immer gerne, da ich sehr gerne Landschafts- und Naturaufnahmen mache. Auf Google Maps kann man sich kinderleicht einen Ort oder eine Gegend heraussuchen. Du kannst beispielsweise nach „Wattenmeer“ oder „Schwarzwald“ suchen und Google gibt dir zumindest eine Richtung. Scrollt man möglichst weit in die Karte rein, dann zeigt Google einem auch Fotolocations in der Umgebung an, gekennzeichnet durch ein Kamerasymbol. Auch Landschaftsmarker oder Wanderstrecken werden angezeigt. Ich habe übrigens die Wasserfälle im Hörschbachtal über Google Maps gefunden.

Fotolocation Wasserfälle im Hörschbachtal
Fotolocation Wasserfälle im Hörschbachtal

Vorteile von Google Maps

  • Suche nach Regionen möglich
  • Teilweise werden Bilder mit angezeigt
  • Ortsangaben meistens recht genau
  • Man kann noch schöne und wenig bekannte Fotolocations entdecken
  • Zeigt auch in großen Städten viele Fotolocations an, sogar mit Parkmöglichkeiten in der Umgebung

Nachteile von Google Maps

  • Suche gestaltet sich im Detail manchmal etwas mühsam, da man oft sehr weit reinscrollen muss und eine entsprechend kleine Fläche abdeckt

Fotolocations finden mit Google Maps
Fotolocations finden mit Google Maps

Fotolocations zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto selber suchen

Die letzte Möglichkeit, die ich euch heute vorstellen möchte um Fotolocations zu finden, ist tatsächlich die, dass man sich trotz aller Nachteile selber auf den Weg macht. Mit dem Auto oder Fahrrad losfahren und schauen, wo es einem gefällt. Ich setze mich morgens oft mit der Kamera ins Auto und fahre los. Sehe ich einen schönen Wald oder eine umwerfende Landschaft, dann halte ich an und steige aus, um zu fotografieren. Sehr oft wünsche ich mir dabei ein Fahrrad, damit ich noch schneller von a nach b komme. Leider bleiben mir nur meine eigenen Füße zum Laufen und Ausrüstung schleppen…

Falls du kein Auto hast, dann kannst du auch einfach mit Bus und Bahn fahren und an einem dir unbekannten Ort aussteigen und dort die Gegend erkunden. Vielleicht hast du auch ein Fahrrad und kannst es mitnehmen, dann bist du noch etwas mobiler und schneller unterwegs.

Vorteile

  • Du bist mit dem Auto oder Fahrrad sehr flexibel
  • Zu Fuß kommst du an Orte, die mit Fahrzeugen nicht befahren werden dürfen
  • Du kannst wieder gehen wenn du keine schönen Motive findest
  • Du findest neue Orte, die du vorher noch nie gesehen hast
  • Deine Fotolocations sind noch nicht total überlaufen

Nachteile

  • Du findest unter Umständen keinen wirklich besonderen Ort oder keine wirklich besonderen Motive
  • Mit dem Auto tust du nicht wirklich gutes für die Umwelt, zu Fuß oder mit dem Rad bist du in der Reichweite viel eingeschränkter
  • Selber suchen kostet mehr Zeit als gezielt an einen Ort zu gehen

Camera – Kamera

Hast du noch weitere Tipps um Fotolocations zu finden? Vielleicht hast du sogar einen Geheimtipp, den du unbedingt mit mir teilen möchtest? Dann hinterlasse mir einen Kommentar, gerne auch mit Verlinkung auf deine liebste Fotolocation. Willst du weitere Geheimtipps von mir bekommen, Tipps zu den Themen Fotografie und Blogging oder interessiert dich das Thema Reisen? Dann abonniere einfach meinen Newsletter und erhalte eine Infomail, sobald ein neuer Blogbeitrag online geht.


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