Kulturelle Unterschiede Japan – Oder: Was wir von Japan lernen können

Kulturelle Unterschiede Japan. Das Land hat sich wieder ein Stück verändert, seit sich als Studentin dort war. Hier sind meine Eindrücke, die durchaus positiv ausgefallen sind.

In diesem Mai 2018 waren wir in Japan in Urlaub. Nachdem ich 2006/07 in Japan studiert habe, war ich das erste Mal wieder dort. Vieles ist noch genau wie damals, einiges aber komplett anders. Jetzt, nach all diesen Jahren und diesmal als Touristin, sind mir noch mehr kulturelle Unterschiede aufgefallen, die damals entweder noch nicht so markant waren. Oder aber hat sich mein Blickwinkel verändert? Das sind die acht gewaltigsten Unterschiede, die ich sofort bemerkt habe und wovon uns in Deustchland noch die eine oder andere Schnitte von abschneiden können.


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Digitales Leben Japan – noch ein Stück mehr Virtualität

Geht das überhaupt?

In Japan ist die tägliche digitale Virtualität nicht nur auf eine bestimmte Generation beschränkt. Hier scheint jeder problemlos mit dem Smartphone seine täglichen Aufgaben zu erledigen. Mir erscheint auch die Generation 60+ neuen Technologien gegenüber viel aufgeschlossener als die Deutschen.

Modernste Smartphones, mit digitaler Intelligenz, im Handtaschenformat gehören in jede Hand- oder Hosentasche. Mit denen kann man schreiben, im Internet surfen, Fotos machen, Telefonieren, das Smartphone hat GPS und kann auch damit bezahlen. Manche Geschäfte bieten sogar schon die Möglichkeit, mit digitaler Währung wie Bitcoin zu bezahlen. Hast du so etwas in Deutschland schon gesehen? Also ich nicht. Da sind uns die Japaner um Jahre voraus!

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Ja, die Zeiten haben sich geändert. Dieses Mal habe ich Japan als Touristin kennengelernt und nicht als Studentin. Das ändert ein wenig den Blick, den ich auf gewisse Dinge habe. Japan im Zeitraffer.

Öffentlicher Nahverkehr – Kulturunterschied mit Vorteilen

Ein ganz bemerkenswerter kultureller Unterschied ist die Bereitschaft, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Egal ob Nah- oder Fernverkehr, das, was mir in Japan am besten gefällt im Vergleich zu Deutschland, ist das Zugfahren! Die Bahnen sind immer sauber, kommen (fast) immer pünktlich, fahren in meistens kürzeren Zeitabständen als bei uns und sind viel billiger! In Tokyo bräuchten wir gar kein Auto. Da kostet ein Zugticket pro Strecke 170 Yen, das waren im Mai bei einem Umrechnungskurs von 130 Yen = 1€ nicht mal 1,50€! Da bekommt man in Deutschland kaum ein Kurzstreckenticket für. Und die Tageskarte gab es für nicht einmal 5€. Vielleicht wäre ein schnellerer, saubererer, pünktlicherer und billigerer Nahverkehr auch die Lösung für die Feinstaubprobleme in Stuttgart?

Japan ist sauber – kulturelle Reinlichkeit

Müll und Zigarettenkippen sucht man an den Haltestellen vergeblich, auch die Züge sind pikobello sauber. Die Shinkansen werden an den Endhaltestellen von Geschwadern rosa gekleideter Frauen und in blau gewandeten Männern gesaugt und gewischt. Mülleimer und Toiletten gewienert und die Sitze in Fahrtrichtung gestellt.

Jeder trägt seinen Müll wieder heim. Selbst die Hundehaufen im Wald werden aufgesammelt und zu Hause entsorgt. Man sieht nur wenig Müll herumliegen, obwohl es so gut wie keine öffentlichen Mülleimer gibt. Bestenfalls stehen welche an den unzähligen Getränkeautomaten oder vor einem Supermarkt. Und sollte der einmal voll sein, nimmt man den Abfall eben doch wieder mit.

Beherrschung und Gelassenheit – eine weitere positive Eigenschaft

Das Zugfahren ist extrem entspannt. Man steigt übrigens sehr geordnet ein. Auf den Bahnsteigen sind Linien eingezeichnet, wie man sich anzustellen hat. Die Züge halten dann auch so, dass die Türen immer an der gleichen Stelle sind. (Vor-)Drängeln und Schubsen ist eine Unsitte, die es dort kaum gibt. Selbst zur Rush Hour habe ich das damals nicht erlebt, dass sich irgendwer vorgedrängelt hätte. Aber wieso auch? Die nächste Bahn kommt in aller spätestens 5 Minuten, meistens sogar noch schneller. Hier kann sich unser Nahverkehr wirklich noch einiges abschauen!

Alle stehen in Reih und Glied

Mehr zum Bahnfahren im Nah- und Fernverkehr sowie zum Busfahren in Japan findest du bald auf meinem Blog.

Kulturelle Unterschiede beim Essen

Ich liebe die japanische Küche. An jeder Straßenecke gibt es kleine Restaurants. Curry, Ramen, Gyoza, Yaki Tori, Sushi… Wer keine Lust hat abends zu kochen, der hat die Qual der Wahl. Aber Achtung: Je nach Restaurant muss man teilweise lange anstehen. Man zieht dann eine Nummer oder trägt sich in ein Gästebuch ein und wartet. Das kann dann auch schon eine Stunde oder sogar noch länger dauern. Vor allem im dem Sushi-Restaurant wo wir gerne waren, muss man ab ca. 18:00 sehr lange warten.Japans Restaurants – übersichtlich, schnell und spezialisiert

Essen gehen ist irgendwie viel angenehmer. Man hat meistens überschaubare Speisekarten, weil sich fast alle Restaurants auf eine Sache spezialisieren. Zur Restaurant Kultur in Japan gehört es auch, dass Getränke in Form von Wasser, grünem oder schwarzem Tee immer gratis sind, nur Softdrinks oder Alkohol muss gegen Entgelt bestellt werden. Und trotzdem verdienen die Restaurants genug um sich zu halten.

Was man essen möchte, kann (bzw. muss) man meistens schon am Schaufenster entscheiden. Dort sind Attrappen der angebotenen Gerichte ausgestellt. Man merkt sich den Namen oder die Nummer des Gerichts seiner Wahl und bestellt im Inneren. Oder man bestellt und bezahlt direkt am Automaten und gibt drinnen nur den Bestellzettel ab. Praktisch, oder?

Und was willst du heute essen?

Restaurantbesuche in Japan durchschnittlich günstiger

Wir haben selbst in Kyoto und Tokio immer sehr günstig für ca. 10€ pro Person gegessen, oft war es sogar noch billiger. Und satt geworden sind wir auch ohne Probleme. Oft war das bestellte Menü sogar etwas zu groß. Du kannst sehr gut bereits für 500-600 Yen essen. Wenn es etwas mehr sein darf, dann kostet es auch mal 1000-1500 Yen. Insgesamt kannst du also mit 5-10€ pro Mahlzeit rechnen und wirst ganz sicher satt (gilt bei einem Umrechnungskurz von ca 130 Yen=1€).

Gemütliches sitzenbleiben, wie in Deutschland? Fehlanzeige

Nur eine Sache ist doch gravierend anders als bei uns: Nach dem Essen steht man zügig auf und geht. Sitzenbleiben, noch einen Espresso trinken und Quatschen macht man nicht, da ja meistens weitere Gäste warten, die ebenfalls essen wollen. Zum gemütlichen Beisammensein eignen sich dann eher Pubs oder Izakayas. Manche Running-Sushi-Restaurants haben sogar eine Zeitvorgabe, wie lange man höchstens bleiben darf. Aber 60-90 Minuten reichen wirklich jedem zum satt werden. Zumal das Sushi ja bereits auf dem Fließband rollt. Und auch individuelle Bestellungen brauchen fast nie länger als 5-10 Minuten, bis sie bei dir am Tisch sind.

Willst du wissen, was wir in Japan alles gegessen haben? Dann abonniere direkt den Newsletter, denn in einem der folgenden Beiträge werde ich dir genau das verraten.

Die intelligente Toilette

Ich liebe japanische Toiletten! Ich will auch so eine! „Popoheizung“ und „Popodusche“ (die ich ehrlich gesagt noch nie ausprobiert habe). Mal ernsthaft, japanische Toiletten sind super. Niemand in Deutschland braucht eine beheizte Klobrille, aber toll wäre es trotzdem.

Manche Klos sind richtige Multifunktionsgeräte. Sie erkennen, wenn jemand herein kommt und öffnen automatisch den Deckel. Steht man auf, dann spülen sie automatisch, bevor sich der Deckel wieder schließt. Verschiedenste Reinigungsfunktionen (zum Beispiel für vorne oder hinten) gehören auch bei den meisten Toiletten zur Standardausstattung. Anschließend kann man sich dann sein Gesäß trocken fönen lassen. Alles witzige Spielereien, die ich daheim zwar nicht benötige, die aber im Urlaub schon Spaß machen.

Japanische Toiletten sind, soweit ich es erlebt habe, immer sauber. Zunächst sind die Japaner(innen) ohnehin ein sehr sauberes und ordentliches Volk. Da hinterlässt fast niemand ein dreckiges Klo. Aber ich glaube, es wird auch öfter und gründlicher gereinigt als bei uns. Selbst die öffentliche Toilette in Kyoto war sauber, auch wenn die Toilette außer Spülen sonst nichts konnte.

Übrigens, in Japan ist es üblich, das viele Toiletten auch einen Babysitz und/oder eine Ablagefläche für Babys haben. So können auch Mütter ohne Probleme aufs Klo gehen, ohne sich Gedanken über ihr Baby machen zu müssen. Und eine Schminkecke haben die meisten Damentoiletten auch (im Herrenklo war ich jetzt nicht und habe auch gar nicht dran gedacht, meinen Freund danach zu fragen).

Mama muss kurz aufs Klo? Kein Problem mit diesem in der Toilette installierten Babysitz

Rauchen in Japan – Verbote aber auch tolerant

Seid ihr auch genervt, wenn ihr doch mal mit den Öffis fahren müsst, dass dauernd und überall geraucht wird? Oder dass ihr in der Einkaufsstraße ständig auf achtlos weggeworfene Zigarettenkippen tretet? Das wird euch in Japan nicht passieren. Rauchen auf der Straße ist nicht nur ungern gesehen, sondern gebietsweise sogar verboten! Für Nichtraucher das reinste Paradies. Raucher müssen auf öffentliche Raucherecken oder Raucherräume, die es in fast allen größeren Kaufhäusern gibt, ausweichen. Ein Nicht-Beachten des Rauchverbots kostet je nach Ort meistens um 1000 Yen Strafgebühr. Wieso gibt es das nicht auch bei uns?

Kleiner Trost für Raucher: In vielen Restaurants, vor allem die mit Tischgrill, und in Bars ist das Rauchen dafür erlaubt. Hier haben wir Nichtraucher wieder das Nachsehen.

Verspielte Kultur – die Gaming Arkaden

Erst mal eines vorweg, zum Spielen ist man nie zu alt! Und ob alleine oder gemeinsam mit Freunden, die Arkaden in Japan sind etwas ganz besonderes. Single-Player Spiele aller Art, ob Shooter oder Kartenspiele, Mehrspieler-Games wie Tecken (oder eben auch besagte Shooter, die halt wahlweise alleine oder gegen echte Gegner gespielt werden können) oder Musikspiele, Spiele für Kinder oder Erwachsene, es findet sich dort einfach alles! Und weil mir die Arkaden so gut gefallen haben und sie an regnerischen Tagen der perfekte Zeitvertreib sind, wirst du schon bald einen eigenen Bericht dazu auf meinem Blog finden. Japaner wissen jedenfalls, wie man Spaß hat, egal wie alt man ist. Da sollten wir uns in Deutschland auch ein Beispiel dran nehmen.

Passend zu den Symbolen auf den Bildschirmen müssen eine bis mehrere Tasten gedrückt oder die Arme hochgerissen werden.

Japans Top Trend Virtual Reality Games

Leider haben wir es doch nicht geschafft, Virtual Reality Games auszuprobieren. Zu teuer oder zu voll. Aber es gibt auch in dem Bereich mittlerweile total abgefahrene Sachen. Das seltsamste, was ich gesehen habe, waren Hochzeitsspiele, wo man allem Anschein nach virtuell eine Animefigur heiraten kann. Krass, oder?

Was denkst du, wo können wir uns von den Japanern noch etwas abgucken? Was können wir noch von ihnen lernen? Warst du schon in Japan? Was ist dir dort am meisten aufgefallen? Was sind deiner Meinung nach kulturellen Unterschiede?

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21 Discussion to this post

  1. Bis auf die Sache mit den Smartphones ist mir das alles auch noch in Erinnnerung von meiner Japanreise in den 90er Jahren . Sogar die Kindersitze gab’s damals schon, hatte ich nur schon wieder vergessen. Aber nachdem ich deine Fotos gesehen habe, war die Erinnerung wieder da :D
    Jedesmal, wenn ich einen deiner Japan-Artikel lese, habe ich soooooo Fernweh nach dem Land der aufgehenden Sonne…
    Viele Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

    • Selbst 2006 war das mit den Handys da noch anders. Damals waren Klapphandys voll angesagt. Aber sogar damals war Japan weiter als wir. KOstenlos Emails schreiben, Zugverbindungen abfragen und c-mail (sowas wie sms) hat so wenig gekostet, das war praktisch kostenlos…

  2. Liebe Tanja,
    ich bin ganz neu auf deinen Blog gestoßen und hab mich direkt mal ein bisschen eingelesen. Das ist ja ein spannender Artikel. Ich wusste bis jetzt noch nicht wirklich viel über Japan. War wirklich interessant. Vor allem die intelligente Toilette :D Ob es das auch mal bei uns geben wird? :D Ich hätte auch gerade richtig Lust auf eine Reise nach Japan :)

    Liebe Grüße

  3. Die Marion sagt:

    Seit Japan nun wieder Wale jagt, bin ich auch etwas betrübt. Wall Fleisch schmeckt übrigens ranzig! Ich würde es nicht kosten. Dafür aber gerne das eine oder andere Restaurant, die du beschrieben hast.

  4. Das ist ja spannend. Am interessantesten und auch wirklich super sinnvoll finde ich den Kindersitz. Denn wie oft kommt es vor, dass man mit Baby im Arm auf das WC gehen muss. Ablegen geht ja überhaupt nicht und den Wagen draußen lassen erst recht nicht.
    Allerdings ohne Bildchen ist man in Japan wirklich aufgeschmissen, oder?

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Katja

  5. Wow, danke für den tollen Beitrag! Ich fand Asien immer schon interessant, aber bis jetzt eher auf China bezogen. Hab auch an der Uni ein Semester lang Chinesisch gelernt :-) Aber in Japan sind die Menschen noch richtig erzogen worden. Höflich sein und ältere Generationen respektieren sind nichts außergewöhnliches. Die Smarte Toilette finde ich witzig und wünschte, es gäbe sowas hier in Deutschland. Öffentliche Toiletten sind für mich eher ein Graus! Aber gegen entspannt Essen hab ich nichts anzuwenden. Wenn ich in ein Restaurant gehe, will ich das Essen auch richtig genießen! Freue mich auf weitere Beiträge!
    Liebe Grüße
    Tanja

  6. Steffi sagt:

    Huhu,

    ein Beitrag wie für mich gemacht, denn Japan reizt mich enorm. Ich finde gerade diese Unterschiede so unglaublich interessant. Die Toiletten finde ich extrem witzig, aber an die Dusche würde ich mich wohl auch nicht direkt trauen :-)

    Lg
    Steffi

  7. Tina sagt:

    Solche Beiträge mag ich richtig gerne. Andere Kulturen finde ich sehr interessant und man kann bei solchen Beiträgen immer etwas lernen :) Was mir persönlich an Japan sehr gut gefällt sind mitunter die Entspannungstechniken ;)

  8. Eden sagt:

    ich finde es super spannend, wie unterschiedlich manche Kulturen doch sind, im Gegenseatz zu der eigenen. das sind ja nicht immer nur die materiellen Dinge, sondern oft auch die imateriellen, emotionalen oder auch interlektuellen :)
    super Einblick!

    alles Liebe,
    Eden

  9. von manchen dieser kulturelle Unterschiede hat man ja auch schonmal was gehört – generell finde ich, dass man sich immer was von anderen Kulturen abschauen kann – manchmal zum positive, aber auch am Negativbeispiel lernen ;)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  10. Annika sagt:

    Hallo Tanja,

    da ich in Berlin lebe, musste ich schmunzeln. Die Öffis werden immer teurer und seit ich hier wohnen auch immer unzuverlässiger. Da sollten sich BVG und S-Bahn mal ein Beispiel an Japan nehmen!

    Liebe Grüße,

    Annika

  11. Mo sagt:

    Liebe Tanja,

    wie du ja weißt schlägt mein Herz ja für Japan. Und ich staune immer wieder wie sie „Probleme“ effektiv gelöst haben. An vielen Stellen können andere Länder auch wirklich noch was davon lernen. Das Einzige was mich wirklich stört ist der Walfang. Sie wollen wohl wieder mit dem kommerziellen Walfang beginnen. Das finde ich wirklich schade. Ja, natürlich bekleckern sich andere Länder auch nicht gerade mit Ruhm, wenn sie die heimischen Tiere beinahe ausrotten.

    Liebe Grüße,
    Mo

    • Ja, der Walfang ist wirklich ein großes Thema. Leider findet man noch immer Sushirrstaurants, die auch Wal anbieten. Und ich mag wetten, viele Touris wollen das dann probieren. Ich hoffe ja sehr, dass da doch noch ein Undenken stattfinden wird!

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