Ausflugstipp: Yburg in Stetten

Rund um meine Heimat Weinstadt gibt es viele weitere schöne Ausflugsziele. Eines davon ist die Yburg in Stetten-Kernen. Die Yburg (manchmal auch Y-Burg geschrieben) ist ein mehr oder weniger quadratischer Bau in den Weinbergen, der zwar in meinen Augen kaum den Begriff „Burg“ verdient, aber wirklich schön gelegen ist und eine unglaublich tolle Aussicht auf das Remstal in Richtung Stuttgart bietet.

Man spricht es übrigens I-Burg und nicht Ypsilon-Burg, wie mancher jetzt vielleicht denken mag. Zwar soll sie auch Yberg oder Eibenburg genannt werden, aber diese Begriffe habe ich von den Einheimischen noch nie gehört. Aber scheinbar lautete der alte Name des Geländes „Eibenberg“. Und das wiederum ist der Ursprung dieses doch recht seltsam anmutenden Namens


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Yburg über der Kelter von Stetten

Über die Yburg

Die Yburg befindet sich oberhalb des Kernener Ortsteils Stetten im Remstal auf 330m über NN. Die ehemalige reine Wohnburg ist von Weinbergen umgeben und direkt in den Hang hinein gebaut. Wehranlagen oder ähnliches findet man auf dem Gelände der Burg nicht. Zur Geschichte der Yburg sagt Wikipedia:

Der genaue Gründungszeitpunkt der Yburg ist unbekannt; sie wurde im frühen 14. Jahrhundert von den Truchsessen von Stetten erbaut. Nach dem Bau der Wasserburg im Tal (1384–1387) verlor die Yburg allerdings zusehends wieder an Bedeutung für die Stettener Herrschaft. Hans von Yberg verkaufte 1443 die Burg mitsamt seinem Anteil am Dorf an das Haus Württemberg. Die 1598 als baufällig beschriebene Burg wurde 1659 wieder instand gesetzt und erhielt ein viertes Stockwerk.

Auf Befehl des Herzogs Carl Eugen von Württemberg erfolgte schließlich 1760/61 der Abriss der Burganlage bis auf die heute noch sichtbaren Außenwände.

Wengerthäusle in den Weinbergen um die Y-Burg

Anreise nach Stetten

Stetten ist leider nicht direkt an die S-Bahn angeschlossen. Vom Bahnhof in Waiblingen fährst du am besten mit der Buslinie 211 nach Kernen-Stetten.

Falls du mit dem Auto kommst, findest du im Ort ausreichend öffentliche Parkplätze. Beachte bitte, dass das Befahren der Wege zwischen den Wengerten nur eingeschränkt erlaubt ist. Das unberechtigte Befahren kann ein Ordnungsgeld nach sich ziehen.

Blick auf Stetten

Weg zur Yburg

Vom Ort aus kommst du über betonierte Wirtschaftswege und über Treppen zu Yburg. Das Befahren der Weinberge ist nur eingeschränkt erlaubt, weshalb die Burg auf legalem Weg für Touristen nur zu Fuß erreicht werden kann. Auch gibt es dort keine Parkplätze. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, über größere Umwege durch die Weinberge ausschließlich über befestigte Wege zur Yburg zu kommen und sie auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl zu erreichen.

Der direkte Weg hinauf ist nicht besonders lang, aber teilweise recht steil. Im oberen Bereich, kurz bevor man zur Burg gelangt, stehen einige Schilder, die über die ansässige Flora und Fauna aufklären. Es wachsen beispielsweise Kakteen und Pfirsichbäume, man kann mit Glück auch Eidechsen sehen. Rund um die Y-Burg und auch in den Gemäuern selber sind seit dem 17. April 2011 16 Skulpturen des Künstlers Karl Ulrich Nuss aus Weinstadt Strümpfelbach aufgestellt.

Nuss-Statue

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Weinprobe der Stettener Weingärtnergenossenschaft

Ende August veranstaltet die Weingärtnergenossenschaft Stetten eine Weinprobe an der Yburg. Als ich 2015 dort war, standen einige Zelte, Tische, Bänke und Sonnenschirme an der Burg, die allesamt gut besucht waren. Ich habe mir damals nur eine Apfelschorle gegönnt. Die Äpfel für die Schorle stammen alle aus der Region. Hier im Remstal wachsen so viele Apfelbäume, dass man die ganzen Äpfel gar nicht essen kann und viele Obstwiesenpächter ihre Äpfel zu Saft verarbeiten lassen.

Außer zum Weinfest gibt es an der Yburg keinerlei Verpflegungsmöglichkeiten. Auch sanitäre Anlagen sind nicht vorhanden. Diese gibt es aber weiter oben auf dem Weinberg am Sängerheim, wo hungrige Wanderer auch einkehren können und ebenfalls einen sehr schönen Blick auf Stetten und die Umgebung haben.

Rund um die Burg

Im direkten Umfeld der Yburg gibt es vor allem Weinberge. Etwas weiter oben auf dem Berg befindet sich dann das Naturdenkmal „Sieben Linden“. Und noch weiter den Berg rauf kommt man an das zuvor erwähnte Sängerheim. Dort im Wald gibt es auch einen schönen Rundwanderweg von etwa 6km Länge.

Da es sich um einen geschotterten Waldweg handelt, ist er wahrscheinlich für Rollstühle nur sehr eingeschränkt geeignet, mit einem Outdoor-Kinderwagen kann man ihn aber sehr gut laufen. Zwar hat man auch die eine oder andere Steigung, aber bei weitem keine so steilen Anstiege wie in den Weinbergen.

Am Sängerheim startet zudem auch die Herzogliche Kugelbahn, ein echter Spaß für Groß und Klein. An den Automaten kann man direkt eine oder mehrere Kugeln kaufen und die einzelnen Stationen besuchen. Das Ziel der Kugelbahn ist der Klettergarten.

Das Remstal ist wirklich sehr schön, und wer einmal nach Stuttgart oder Umgebung kommt, sollte einen Abstecher dorthin in Erwägung ziehen. Ganz besonders im Spätsommer, wenn der Wein reif wird und sich das Laub verfärbt kann, ich jedem nur empfehlen, das Remstal zu besuchen! Einen wunderschönen Ausblick auf die untergehende Sonne hat man gleich dazu.

Blick auf einen Teil der Herzoglichen Kugelbahn




Dieser Beitrag erschien zuerst am 29. September 2015 und wurde im Juli 2020 vollständig überarbeitet

Urlaub Daheim – nicht nur in Zeiten von Corona

Sommerurlaub? Das scheint in Zeiten von Corona eine komplizierte Sache werden zu können. Noch gelten internationale Reisewarnungen, was Fernreisen nicht möglich oder wenigstens nicht planbar macht. Und die ersten Lockerungen beschränken sich fürs Erste auf die Regionen zwischen Bodensee und Rügen. Außerdem entstehen Unsicherheiten und Bedenken über die diesjährige Höhe der eigenen Urlaubskasse. Doch eine Krise ist nicht gleich eine Katastrophe. Also warum nicht die Situation für einen richtigen Urlaub zu Hause nutzen? Hier erfährst du alles was du dazu wissen musst.

Über den Autor

Felix Nawroth ist Autor des Blogs fachkraftmangel.io. Er befasst sich mit den Themenkreisen Fachkräftemangel und Wandel des Arbeitsmarktes. Die hieraus gewonnenen Erfahrungen fließen direkt in sein Gründungsvorhaben mit ein. Bis Ende 2019 war er als Ingenieur in der Automobilbranche tätig, doch jetzt sucht er nach innovativen Ansätzen für die Zukunft der Arbeit.


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Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen

„Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen“, eine Wunschvorstellung, die vermutlich jedem bereits einmal in den Sinn gekommen ist. Sie ist voller Sehnsucht und beschreibt den Wunsch nach einem wohl nie eintretenden, utopischen Zustand. Und tritt ebendiese Situation dennoch irgendwann ein, wo macht man danach Urlaub?

Dreht man die Perspektive einmal um, ist die Magie dieser Vorstellung im nu verflogen. „Dort Urlaub machen, wo andere arbeiten“ klingt erheblich weniger romantisch. Und bei dem Gedanken an Urlaub, dort wo man selbst arbeitet, ist die Träumerei oftmals ganz vorbei.

Das ist im Grunde eine sehr traurige Vorstellung, denn letztlich handelt es sich dabei um unsere Heimat. Wir reden zumindest von dem Ort, an dem wir aufgewachsen sind, oder zumindest von der Region, für die wir uns gewollt als Lebensmittelpunkt entschieden haben. Es wird also Zeit den Blick und die Perspektive auf die eigene Umgebung neu auszurichten.

Urlaub Daheim - Urlaub Zuhause
Urlaub Daheim - Urlaub machen wo andere arbeiten

Ohne richtige Planung ist es kein Urlaub

 Wie bei jeder Reise geht nichts über die richtige Planung, denn hier beginnt die Vorfreude auf die Reise. Um die richtigen Bedingungen für deinen Urlaub zu Hause zu schaffen, ist es am nützlichsten, dir über dein bisheriges Reiseverhalten im Klaren zu sein. Bist du eher ein Pauschaltourist oder reist du individuell? Bevorzugst du einen umfassenden Service im Hotel oder gefällt dir die Unabhängigkeit einer Ferienwohnung? Entspannst du dich lieber am Wasser oder gehst du wandern und radeln? Verreist du allein oder mit Freunden und Familie?

Es mag im Moment ein wenig seltsam klingen, denn am Ende bleibst man ja Daheim. Welchen Spielraum hat man da schon? Dennoch ist es Teil einer Reise diese Randbedingungen zu schaffen. Stell dir vor, du müsstest das alles nun bereits irgendwo buchen. Er wird dir später bei der Vorbereitung und Umsetzung helfen.

Das A&O in der Planungsphase ist es, den Urlaub zu Hause als echten Urlaub zu betrachten. Lege aus diesem Grund einen Zeitraum fest und reiche im Job deinen Urlaub ein. Je nachdem, wann und wie lange du bisher verreist bist, ist es dieses Jahr die gleiche Zeit.

Schließlich musst du dich noch mit dem Zielort deiner Reise identifizieren. Kaufe dir einen Reiseführer für deine Region und studiere ihn. Du wirst zweifellos etwas Neues entdecken. Suche und lies Blogs und Reiseberichte über deine Heimat. Es gibt keine? Dann hast du außerdem noch eine Marktlücke entdeckt.

Urlaub Daheim - Urlaub Zuhause



Die letzten Vorbereitungen für deinen Urlaub daheim

 Auch so ein Urlaub daheim erfordert jede Menge Vorbereitung. Denn wenn du dich zu Hause umschaust, könntest du während deiner freien Zeit so viele Dinge erledigen, die du im Urlaub nie machen würdest. Nicht weil du nicht willst, aber du bist ganz einfach in den Ferien und kannst dich schlicht nicht darum kümmern. Also schaffe dir ebenso hier eine Situation, die deinem typischen Reisverhalten entspricht.

Sage alles ab. Sämtliche Kalendereinträge, Erledigungen und Besorgungen, die du auch sonst zu keinem Zeitpunkt im Zuge einer Reise machen würdest, sind tabu. Du kannst dich auch nach deinem Urlaub noch um deine Versicherungen oder den neuen Internetanbieter kümmern. Selbst der jährliche Besuch beim Zahnarzt kann da noch warten. Und auch deine wiederkehrenden Termine, wie Sporttraining, Buchclub oder Musikprobe fallen in diesem Zeitraum aus. Du bist bekanntlich auf Reisen.

Räume weg, was dich ablenkt. Versuche alles aus deinem direkten Umfeld zu verbannen, was dich davon abhalten könnte deinen Urlaub zu genießen. Hiermit meine ich nicht, dass du bis auf zwei Koffer alles aus deiner Wohnung wegräumen sollst. Allerdings sollten dein Arbeitsrechner oder deine Spielekonsole tief im Schrank verschwinden. Eben all die Sachen, auf die du ebenfalls bisher in deinen Urlauben nicht zurückgreifen konntest. Solltest du die Option haben, schließe die Dinge am Besten in einem Zimmer, einer Abstellkammer oder auf dem Dachboden ein.

Noch ein Pro-Tipp für deine Vorbereitung: Was haben alle Reisen, egal wohin gemeinsam? Richtig, man schläft in einem anderen Bett. Solltest du also über ein Gästezimmer oder etwas Vergleichbares verfügen, dann ist das in den bevorstehenden Tagen dein Nachtlager. Oder du überlegst dir eventuell für die Zeit deines Urlaubs das Zimmer mit deinen Kindern zu tauschen.

Urlaub Daheim - Urlaub Zuhause
Umzug ins Gästezimmer

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Genieße nun deinen Urlaub daheim

 Genieße nun deinen Urlaub daheim wie sonst auch immer. Und nein, dein erster Urlaubstag wird nicht sein wie einfach bloß ein freier Tag daheim. Denn deine zu Beginn beschriebene Planung gibt dir einen Rahmen, an den sich nun zu halten ist.

Fangen wir an mit der grundlegenden Versorgung. Welche Art Verpflegung hast du vorweg geplant? Vielleicht die Selbstverpflegung in der Ferienwohnung oder doch die Halbpension im Hotel? Ganz egal für was du dich entschieden hast, du musst dich um deine Mahlzeiten kümmern. Für deine Selbstverpflegung gehst du während deines Urlaubs allerdings nicht in deinem gewohnten Supermarkt einkaufen, stattdessen probierst du etwas Anderes aus. Schau auch mal was es in weiteren Geschäften so gibt.

Bist du es gewohnt, dass man in den Ferien für dich kocht, dann ist es nun deine Zeit die örtlichen Lokale genauer kennen zu lernen. Ein gutes Frühstück bekommst du bei nahezu jedem Bäcker und in jedem Café. Ein Mittagessen lässt sich bei einem Ausflug ständig auftreiben und abends gehst du wie im Urlaub Essen oder bestellst dir etwas Leckeres.



Bei der Suche nach neuen und dir bisher unbekannten kulinarischen Erlebnissen unterstützt dich, wie überall in der Welt TripAdvisor. Schaue doch mal, was andere so in deiner Umgebung empfehlen oder probiere dich sogar als Pionier in deiner Region aus.

Nun bist du versorgt, du hast keine Kalendereinträge und nichts was dich Daheim ablenken könnte. Es wird Zeit deinen Tag so zu gestalten, wie du es sonst gleichermaßen in deinen Ferien machst. Du legst dich am liebsten mit einem Buch ans Wasser? Schau doch mal, was für Stau- und Badeseen es in deiner Umgebung gibt. Du willst Wandern oder Radfahren? Ebenfalls für deine Region gibt es Anwendungen und Karten, die dir bisher unbekannte Routen zeigen.

Urlaub Daheim - Urlaub Zuhause

Und was ist eigentlich das ganz Besondere an deiner Heimat? Was macht sie möglicherweise darüber hinaus einzigartig? Habt ihr eine alte Bergbautradition oder wird bei euch ein besonderer Wein angebaut? Welche prominenten Persönlichkeiten haben bei euch gelebt und gewirkt? Du hast Urlaub, es ist also an der Zeit genau das herauszufinden. Und mit Sicherheit hast du ebenfalls noch niemals eine geführte Stadttour durch deine oder die nächstgrößere Stadt gemacht.

Nutze die Zeit, genieße deinen Urlaub und entdecke neue Chancen in deiner Heimat. Finde die verborgenen Schätze, die seit Jahren unbeachtet vor deinen Augen liegen. Und möglicherweise bist du nach deinen Ferien der Einsicht ein Stück nähergekommen, dass du längst exakt dort arbeitest, wo andere Mal Urlaub machen sollten.

Was sind deine Tipps für einen gelungenen Urlaub daheim? Oder kommt das für dich gar nicht in Frage? Erzähle mir mehr dazu in den Beiträgen. Und vergiss nicht, auch bei Felix rein zuschauen!

Urlaub zu Hause – so schön ist meine Heimat: Weinstadt

Weinstadt Endersbach

Sommerurlaub, ja oder nein? Bis Pfingsten jedenfalls geht 2020 in Deutschland gar nichts. Jetzt heißt es Urlaub zu Hause. Langweilig? Kennst du alles schon? Bist du dir da ganz sicher? Wenn ich dich jetzt nach den schönsten Orten im Umkreis von 5km um deinen Wohnsitz herum befragen würde, was würdest du antworten?

Diese Frage habe ich auch anderen Bloggern gestellt. Noch bis zum 31. Mai sammle ich Beiträge für eine Blogparade zum Thema „Urlaub zu Hause – so schön ist meine Heimat“. Die hast keinen Blog, möchtest aber trotzdem gerne mitmachen? Schicke mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular und ich erkläre die, wie es geht.


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Weinstadt - Kultur trifft Natur

Ich wohne jetzt bereits seit ziemlich genau sechs Jahren in Weinstadt im Remstal. Genauer in Endersbach, praktisch schräg gegenüber vom Bahnhof. Am 1. Mai 2014 hat es uns beruflich hier her verschlagen. Anfangs wurde ich mit Land und Leuten nicht wirklich warm. Mittlerweile bin ich sehr froh, dass wir genau hier wohnen wo wir wohnen.

Was macht Weinstadt aus? „Die größte Rebanbaufläche im Remstal, das zweitschönste Dorf Deutschlands, Geburtsort von Friedrich Silcher, das traditionsreichste Kirbefest der Region“. So stellt sich Weinstadt auf www.weinstadt.de vor. Rund 27.000 Menschen wohnen in Weinstadt, das 1975 aus den traditionsreichen Weinorten Beutelsbach, Endersbach, Großheppach, Schnait und Strümpfelbach hervorgegangen ist. Weinstadt liegt auf etwa 241m Höhe, wobei das nur ein Durchschnittswert ist.

2019 fand im Remstal und somit auch in Weinstadt die Remstal-Gartenschau statt. Zur Vorbereitung wurden daher viele Aussichtspunkte erneuert und auch rund um die Rems hat sich einiges getan. Viele Wanderwege wurden erneuert und Radwege ausgebaut. Viele dieser wunderschönen Stellen möchte ich euch heute vorstellen. Nicht alle haben aktuell geöffnet, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch das vorbei geht.

Weinstadt Endersbach

Ich wohne im Stadtteil Endersbach, dem zweitgrößten Ortsteil von Weinstadt nach Beutelsbach (gemessen an der Einwohnerzahl). „Erst“ im 13. Jahrhundert wurde Endersbach das erste Mal erwähnt. Bewohnt war die Gegend aber schon viel früher. Und schon seit 1860 ist Endersbach ans Eisenbahnnetz angeschlossen.

Kennst du die Firma Birkel? 1909 zog sie von Schorndorf nach Endersbach. Nachdem die Firma an Danone verkauft wurde, wurde der Standort Endersbach jedoch 1998 geschlossen. Das lange zu wenig genutzte Birkelareal soll jedoch zukünftig wieder ausgebaut werden und neue Firmen sollen sich hier ansiedeln.

Was Endersbach heute jedoch hauptsächlich auszeichnet ist die Einkaufsstraße. Viele kleine Läden aus den verschiedensten Branchen laden zum Bummeln und gemütlichen Shoppen ein. Große Ketten sucht man hier aber vergebens. Exklusive Boutiquen, Blumenläden, eine Parfümerie, Restaurants, Cafés, einer der besten Supermärkte der Region prägen das Stadtbild.

In Endersbach gibt es auch gelegentlich kleine Verkaufsstände auf privaten Höfen. Du kannst dir dort selbst angebautes Obst, Gemüse oder auch mal Marmelade nehmen. Das Geld legen ehrliche Menschen in die Kassen, die dort stehen. Das scheint hier noch super zu funktionieren, denn die Stände finden sich schon seit vielen Jahren im Ort. Zur Corona-Zeit haben sogar die Blumenläden ihre Ware ausgelegt und darauf vertraut, dass niemand etwas klaut. Ein Beweis dafür, wie lebenswert, freundlich und ehrlich diese Stadt ist.

Auch wenn sich die meisten vermutlich einig sind, dass Endersbach nicht der allerschönste Ortstteil ist (hier gibt es viele Neubauten), fühle ich mich hier sehr wohl. Denn in Endersbach gibt es auch gemütliche kleine Gassen, vor allem um’s alte Rathaus herum mit einigen alten Fachwerkhäuschen und engen Gässchen.

Dort findest du auch das Endersbacher Heimatmuseum, das ich bisher leider noch nie besucht habe. Die Sammlung behandelt schwerpunktmäßig die bäuerliche Wohn- und Arbeitswelt des 18. und 19. Jahrhunderts und umfasst landwirtschaftliche und Weinbau-Geräte, Küchenutensilien, Möbel, Ofensteine, Werkzeug, Kleidung sowie Objekte aus Kirche und Schule. Unterhalb des Rathauses befand sich die Fischer’s Mühle, die nun aber geschlossen sein soll. Im Biomarkt gegenüber vom Rathaus kannst du aber weiter einkaufen.

 

Rathaus und Heimatmuseum
Gasse zwischen Rathaus und Museum

Die übrigen Ortsteile von Weinstadt

Alle Ortsteile liegen im Umkreis von 5km um meinen Wohnort herum und haben alle ihren ganz eigenen Charme. Im Folgenden stelle ich sie euch kurz vor, demnächst wird es hier auch eine etwas ausführlichere Vorstellung von Strümpfelbach und Beutelsbach geben.

Weinstadt Beutelsbach

Beutelsbach ist mit über 8800 Einwohnern der größte und auch älteste Stadtteil von Weinstadt. Die erste Erwähnung gab es bereits im Jahr 1080. In Beutelsbach befindet sich nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch die Remstalkellerei mit dem ältesten Holzfasskeller Süddeutschlands. Viele kleine Cafés und alte Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild von Beutelsbach. Beutelsbach ist wie Endersbach auch das Schienennetz angeschlossen.

Am Remstalkino an einem nebligen Morgen

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Weinstadt Schnait

Der Wein- und Silcherort Schnait ist der Geburtsort des Pianisten Philipp Friedrich Silcher. Zwischen Weinbergen und Streuobswiesen liegt dieser Stadtteil im Schweizerbachtal. Hauptattraktion des Ortes ist das Silcher-Museum das vom Chorverband geführt wird. Auch sehr schön ist der Skulpturenweg des Bildhauers Ludwig Heeß, der durch die Weinberge Schnaits führt.

Weinstadt Schnait

Weinstadt Großheppach

Der hübsche Ortstteils Großheppach liegt malerisch zwischen Rems und Weinbergen. Seine bedeutensten Wahrzeichen sind das private Renaissanceschloss, eine Kirche mit (für diese Region ungewöhnlicher) Welscher Haube und das Kriegsratdenkmal.

Außerdem kann man hier das älteste Fachwerkgebäude im Rems-Murr-Kreis, das Privathaus Am Heuhaus 2 aus dem Jahr 1426 bestaunen. Ein gut ausgebauter Fuß- und Radweg führt von Großheppach über Endersbach bis hin nach Waiblingen.

Blick auf Großheppach
Sonnenaufgang in den Großheppacher Weinbergen

Weinstadt Strümpfelbach

Der urigste und in meinen Augen schönste Stadtteil ist Strümpfelbach. Der Ortkern entlang der Hauptstraße wird bestimmt von wunderschönen alten Fachwerkhäusern. Im Ort und in den umliegenden Weinbergen kannst du zahlreiche Skulpturen des Künstlers Künstlers Prof. Karl Ulrich Nuss bestaunen.

Außerdem ist noch eine der im 16. Jahrhundert erbauten Keltern erhalten, die heute vor allem als Veranstaltungsort genutzt wird. Die Spazierwege rund um um den Ort sind meiner Meinung nach auch die schönsten von Weinstadt. Vielleicht weil man eine so tolle Aussicht auf diesen malerischen Ort hat? Strümpfelbach ist übrigens auch der geografische Mittelpunkt der Region Stuttgart.

Weinstadt Strümpfelbach

Natur und Kultur für Wanderfreunde in Weinstadt

Weinstadt, und damit auch Endersbach ist umgeben von vielen Weinbergen. Die vielen Wege zwischen den Wengerten, wie die Weinberge hier im Schwäbischen genannt werden, laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Wusstest du, dass ein Weinberg nicht unbedingt ein Berg sein muss, sondern viel mehr die Anbaufläche eines Winzers bezeichnet? 14 Wanderwege rund um Weinstadt, von denen viele am Bahnhof von Endersbach beginnen.

Auf den Wanderungen kommst du an vielen wunderschönen Orten vorbei, von denen ich dir einige im nächsten Abschnitt vorstellen möchte.

 

Die schönsten Plätze im Umkreis von 5 Kilometern

Urlaub in der Heimat muss gar nicht langweilig sein. Weinstadt jedenfalls hat so unglaublich viel zu bieten, dass einem hier gar nicht langweilig werden kann. Das ganze Jahr über finden Kulturveranstaltungen statt – bis auf 2020, wegen der Corona-Krise. Doch auch ohne Weindorf, Jazztage oder Blütenfest gibt es viele schöne Orte und Plätze im Umkreis von ca. 5km um den Endersbacher Bahnhof herum zu entdecken.

Das Landgut Burg dient heute hauptsächlich als Tagungsort. Von dort oben hast du aber eine unglaubliche Aussicht auf Weinstadt, das Remstal und noch viel weiter. Der Parkplatz am Landgut dienst als Ausgangspunkt für schöne Spaziergänge durch die Weinberge und Wälder. Nicht weit von hier gibt es auch einen Trimm-Dich-Pfad für besonders Sportliche.

Im 16. Jahrhundert entstand zwischen Endersbach und Strümpfelbach ein jahrzehntelanger Streit über die nach wie vor gemeinsamen Wälder, nachdem zuvor die gemeinsame Markung aufgeteilt wurde. 1793 wurde dieser Streit durch Herzog Carl Eugen von Württemberg geschlichtet. Heute erinnert der so genannte Karlstein an die Beilegung des Streits. Vom Landgut Burg kannst du den Karlstein in wenigen Gehminuten erreichen. Hier gibt es auch einen öffentlichen Grillplatz.

 

Karlstein Weinstadt



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Etwas unterhalb des Landgutes befindet sich ein kleiner Aussichtsturm, das Schützenhüttle-Esel. 1774 von Endersbach als Unterstand für Weinbergschützen erbaut, dient er heute vor allem als beliebter Aussichtspunkt. Weinbergschützen hatten die Aufgabe, die Weinberge vor Tieren und Dieben zu beschützen.

Schützenhüttle-Esel in Weinstadt
Schützenhüttle-Esel im Nebel

Die schönsten Aussichtspunkte auf Beutelsbacher Seite ist unbestritten das Remstalkino bei den Drei Riesen. Mehrere Sitzreihen mit Blick zum Sonnenuntergang laden jeden Abend dazu ein, den Tag bei einem Gläschen Wein ausklingen zu lassen. Achtung: Der zugehörige Parkplatz liegt etwas oberhalb des Remstalkinos an der Schönbühlstraße.

Oberhalb von Großheppach kannst du auf der Aussichtsplattform Luitenbächerhöhe ebenfalls den Abend ausklingen lassen. Geplant war, dass an den Wochenendabenden ein Weinverkauf stattfindet, aktuell ist aber dieser wie auch die meisten übrigen Aussichtspunkte leider gesperrt.

Im Nachbarort Stetten liegt dir Ruine der Y-Burg inmitten der Weinberge mit einem wunderschönen Blick auf Stetten, einem Nachbarort von Weinstadt. Zu Fuß sind es keine 5km bis dort, mit dem Auto knapp 6km.

 

Und dann ist da natürlich noch die Rems. Über viele Kilometer kannst du an der Rems entlanglaufen, joggen oder Radfahren. Ob bei Sonne oder Regen, im Sommer oder Winter, auf den gut ausgebauten Wegen kann man zu jeder Jahreszeit die wunderschöne Natur genießen.

Rems in Weinstadt Endersbach

Urlaub zu Hause

In direkter Umgebung meines Wohnortes gibt es wie du siehst so viel zu sehen und zu erleben, dass es sich oft so anfühlt, als ob ich hier in Urlaub wäre. Also selbst wenn Reisen ins Ausland in diesem Jahr nicht möglich sein sollten hat das Remstal so viel zu bieten. Alle hier vorgestellten Plätze und Ortschaften kann man zu Fuß vom Endersbacher Bahnhof aus erreichen. Weiter weg, aber dennoch gut zu erreichen sind die Y-Burg oder die Hörschbachtal-Wasserfälle.

Was gibt es in deiner Umgebung schönes zu entdecken? Was sind deine Lieblingsorte bei dir daheim? Ein schöner Park, eine lebhafte (Einkaufs)Straße eine moderne Siedlung? Wenn du Lust hast, berichte mir von den schönsten Plätzen bei dir daheim in einem Kommentar oder beteilige dich bis zum 31. Mai 2020 an der Blogparade Urlaub zu Hause – so schön ist meine Heimat.

Parkleuchten im Grugapark Essen

Das Ruhrgebiet ist grau, trist und langweilig? Wer das immer noch glaubt lebt anscheinend hinterm Mond. Im Pott gibt es unglaublich viel Kultur, mehr als ich hier im Süden je erlebt habe. Außerdem ist das Ruhrgebiet sehr grün! Einer der schönsten Parks im Ruhrpott ist ohne Zweifel der Grugapark. Und seit 2009 findet dort das Gruga Parkleuchten statt, bei dem immer neue Lichtinstallationen den Park illuminieren.


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Kurze Geschichte des Grugaparks

Der Grugapark ist ein Park in Essen, der sich direkt an das Messeglände anschließt.

1929 ging er aus der ersten Großen Ruhrländischen Gartenbau-Ausstellung hervor. Bereits ein ein Jahr später wurde er als ein dem Gemeinwohl dienender Volkspark wiedereröffnet.

1938 war der Grugapark Austragungsort der Reichsgartenschau  Im Zweiten Weltkrieg wurde der Park allerdings zerstört, nach dem Krieg aber wieder aufgebaut.

Heute ist der Park ein beliebtes Näherholungsziel und dient auch als Spiel- und Sportstätte. Außerdem wird er für andere Veranstaltungen sowie Konzerte und Feste genutzt.

Beleuchtete Bäume beim Gruga Parkleuchten 2012

Anreise zum Gruga Parkleuchten

Zur Anreise empfiehlt es sich, die U-Bahn zu benutzen. Ab dem Essener Hauptbahnhof fahren beispielsweise die U11 und die U17:

  • U-Bahnlinie U11:
    Haltestelle Messe Ost/Gruga: Haupteingang
    Haltestelle Messe West/Süd/Gruga: Parkeingang am Grugabad und Parkeingang Lührmannstraße
  • U-Bahnlinie U17:
    Haltestelle Margarethenhöhe/Endstation: Parkeingang Mustergärten; 5 Minuten Fußweg
  • Straßenbahn 101 und 106:
    Haltestelle Uniklinik ca. 6 Minuten Fußweg: Eingang Orangerie
Anreise mit dem Auto: Auf den Messeparkplätzen P1 und P2 sind ausreichen Stellplätze vorhanden. Diese sind allerdings kostenpflichtig Du kannst aber auch zum Eingang der Orangerie fahren, dort gibt es ebenfalls jede Menge Parkplätze. Weitere Parkplätze und Eingänge findest du direkt auf der Seite des Grugaparks.

Der Gruga Parkleuchten gegen den Trist

Grün ist der Park zwar auch im Winter, aber natürlich blühen dann kaum Blumen. Anders im Sommer, wenn du im ganzen Park wunderschöne Blumen bewundern oder den Duft von Kräutern atmen kannst. Dennoch lohnt sich ein Besuch in der grauen Jahreszeit: 2020 jährt sich das Parkleuchten bereits zum elften mal. Jedes Jahr kannst du neue, aufregende Lichtinstallationen bewundern.

Vom 1.2. bis So 8.3.2020 kannst du jeden Abend ab Einbruch der Dunkelheit die vielen tollen Lichtinstalaltionen bewundern. Freitags und samstags hast du dafür bis 22 Uhr Zeit, an den übrigen Tagen bis 21 Uhr. Wir waren ziemlich genau um 18 Uhr im Park und haben uns fast drei Stunden dort aufgehalten. An vielen Stellen gibt es Bänke, wo du verweilen und die bunten Farben und tollen Figuren einfach auf dich wirken lassen kannst. Besonders schön ist es am Alpinum und am Rosengarten.

 

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Das Alpinum ist mein Lieblingsort beim Gruga Parkleuchten. Der See mit dem dahinter liegenden Wasserfall, den Steinen und den markanten Bäumen ist ein absolutes Highlight und jedes Jahr wunderschön beleuchtet. 2020 sind weitere Highlights die Kristallformation in der Dahlienarena, die 80 Pinguine auf der darüber liegenden Kranichwiese oder die Palmen am Staudenhang in der Nähe des Rosengartens.

Neben den Lichtinstallationen gibt es auch beeindruckende Videoprojektionen, die größte davon auf der kompletten Halbrundinnenseite des Musikpavillons. Aber auch weitere Videoprojektionen, wie das Hydroschild im Margarethensee begeistern die Besucher.

Die meisten Lichtinstallationen befinden sich rund um die Joggerstrecker, also dem normalerweise gut ausgeleuchteten Hauptweg. Vom Alpinum hoch zum Hauptweg sind die Wege sehr uneben mit dicken Steinen im Weg. Schon der Weg hinab zum Teich am Alpinum geht über kleine Stufen. Doch davon abgesehen sind die Hauptwege alle barrierefrei oder Hindernisse zumindest über barrierefreie Nebenwege umfahrbar.

 

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Wie viel Zeit solltest du einplanen?

Um dir wirklich alles in Ruhe anzusehen, an der einen oder anderen Stelle zu verweilen und alles auf dich wirken zu lassen braucht es seine Zeit. Zwei bis drei Stunden solltest du deshalb einplanen. Die Führung, die immer montags, mittwochs und donnerstags stattfindet dauert schon 1,5 Stunden. Doch je mehr Zeit du dir nimmst, um so entspannter ist dein Rundgang und um so mehr kannst du die Lichtinstallationen und Videoprojektionen auf dich wirken lassen.

Warst du schon einmal im Grugapark oder beim Parkleuchten? Gibt es bei dir in der Nähe ähnliche Veranstaltungen? Berichte mir doch davon in den Kommentaren! Und vergiss nicht, dich für den Newsletter einzutragen, damit du zukünftig keine Beiträge mehr verpasst.

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Grugapark Essen Lichtinstallationen

Kulinarische Reise durch deutsche Supermärkte

Ja, wenn einer eine Reise tut oder wie heißt es? Andere Länder, andere Sitten, insbesondere was die angebotenen Speisen und Getränke betrifft. Dass man aber auch in heimischen Supermärkten so manche Überraschung erleben kann, wurde mir erst kürzlich sehr bewusst, als ich vor dem Regal mit den Energy-Drinks stehen geblieben bin.

Die bunten Dosen sind ja schon sehr faszinierend, aber was zur Hölle macht ne Currywurst auf der Dose? Richtig, sie zeigt die Geschmacksrichtung an. Dass man Chips mittlerweile in alle erdenklichen Richtungen bekommt, von Pommes rot-weiß über Steak zu Currywurst oder Hamburger, das wusste ich ja und irgendwo passt es auch. Aber einen Energy-Drink?? Und bevor ihr fragt, nein, ich habe ihn nicht probiert! Dafür muss man mir schon ne ganze Menge Geld bezahlen, damit ich ihn probiere und in meinem Blog drüber schreibe!

Aber ich hatte darauf hin die Idee, mich einmal genauer umzusehen und fragwürdige, kuriose oder einfach nur lustige Dinge zu suchen. Das eine oder andere habe ich auch gefunden  und möchte sie euch nicht vorenthalten. Folgt mir nun auf eine kulinarische Reise durch deutsche Supermärkte!

Currywurst im Glas und zum trinken

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Energy-Drink mit Currywurst-Geschmack

Passend zum Currywurst-Energy-Drink habe ich dann noch eingelegte Currywurst gefunden. In Plastikschälchen für die Mikrowelle kannte ich ja schon, aber in Einmachgläsern? Irgendwie sieht die Currywurst so direkt weniger lecker aus…

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Aus der Fleischtheke

Ich als Ruhrpottkind kannte bis zu meinem Umzug ins Schwabenländle auch keinen Ochsenmaulsalat. Mag ja sein, dass er für so manche Menschen zum täglichen Speiseplan gehört, aber sehr dünn geschnittenes Ochsenmaul sieht für mich sehr seltsam aus. Auch hier habe ich mich noch nicht wirklich getraut es zu probieren. Das Auge isst ja bekanntlich mit, beziehungsweise in diesem Fall eben nicht…

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Geschnibbeltes Ochsenmaul

Spezialbier

Aber man findet auch so manche witzige Sachen. So scheint es seit neuestem ganz neue Biere in Tetrapacks zu geben. Und direkt daneben stehen die Spezialbiere! Leider hat mein Handy etwas versagt bei den Spezialbieren, deshalb gibt es davon nur ein sehr unscharfes Bild. Aber man kann ja erahnen, was es mit den Spezialbieren so auf sich hat.

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Bier, oder sowas in der Art…
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Spezial Bier

Avocados verstärken die Wirkung von Marihuana

Und wie gut, dass man auf Smoothies vor dem gemeinsamen Konsum von Mangos und Marihuana gewarnt wird! Zum Glück enthält besagtes Exemplar keine Mango. Zu Marihuana stand da aber nichts drauf…

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Warnung vor der Wechselwirkung gewisser Genuss- und Lebensmittel

Flüssigbrot

Habt ihr morgen auch keine Zeit für euer Frühstücksbrot? Dann nehmt doch einfach die Schnitte-to-go, perfekt für in der Bahn oder im Auto oder sowas.

 

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Flüssigbrot

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Waffenschein benötigt?

Wieder bei den Energydrinks. Man muss wohl demnächst Waffenscheine beantragen, für die „Patronen“ und „Handgranaten“. Langsam gleicht das Getränkeregal einem Waffenlager. Ich sehe schon die ersten Scherzkekse in der Bank: „Geld her, ich habe eine Handgranate!“

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„Bombige“ Energie

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Die Schlüpfe wurden ausgepresst!

Daneben gab es dann doch noch etwas, das weniger appetitanregend aussieht, wie beispielsweise die tiefblaue Fanta. Eigentlich war ich immer ein Fan von vielen verschiedenen Sorten, in Japan gab es da ja die unglaublichsten, aber mittlerweile achte ich zumindest etwas darauf, womit ich mich vergifte und das Blau gehört da ganz sicher nicht zu!

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Ob hier Schlümpfe verarbeitet wurden?

Ich hoffe, meine kulinarische Entdeckungsreise hat euch gefallen. Falls ihr eines der Produkte bereits probiert habt oder weitere Kuriositäten entdeckt, meldet euch doch bei mir!
Ich würde mich auch freuen, wenn ihr diesen Beitrag mit euren Freunden teilt und mir vielleicht bei r Facebook folgt.


Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 20. September 2015

Der Zauberwald am Hintersee in Berchtesgaden

Der Hintersee in Berchtesgaden. Wie oft waren wir da, als wir klein waren! Über den Königssee fahren, wandern mit den Eltern, im Zauberwald spazieren gehen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, als Katharina von IMKAPHOTOS einen Gastbeitrag über den Zauberwald am Hintersee in Berchtesgaden veröffentlichen wollte. Ich hoffe, er gefällt dir genau so gut wie mir.

Zauberwald am Hintersee

Der Hintersee … ich kannte ihn nur von diesen total mystischen Fotos aus verschiedenen sozialen Netzwerken. Dieses Jahr war es dann soweit, dass ich den Hintersee besuchte.

Es war ein extrem heißer Sommertag im August. Badesachen und Kamera eingepackt – los ging es.

Am See angekommen war zeigte ein Schild zeigte Richtung „Zauberwald“. Wald fand ich super, da es in der Sonne nicht auszuhalten war und ich etwas Schatten für meine Fotos benötigte.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Vielen Dank! Deine Tanja


Der erste Stopp im Zauberwald war ein fantastischer Platz, an dem ich zuerst baden wollte, jedoch sehr schnell zum Fotografieren überging, da trotz der heißen Temperaturen das Wasser eiskalt war. Es entstand das folgende Bild.

Zauberwald am Hintersee

Hier war es mir wichtig, das satte Grün des Waldes hervorzuheben. Durch die offene Blende verschwimmt der See mit der kleinen Insel im Hintergrund, was mit extrem gut gefällt. Das Licht fiel perfekt in den Wald und schimmerte ein wenig auf den Blättern.

Nach einem Spaziergang durch den Zauberwald auf die andere Seite des Sees fand ich dann die weltberühmten Inseln, die auf vielen Bildern zu sehen sind.

Insel im Hintersee

Sehr faszinierend, wie das Grün des Wassers, die fantastisch aussehenden Inseln und die anmutigen Berge im Hintergrund zusammen harmonieren. Eine wahre Freude für jeden Fotografen.

Für jeden Fotobegeisterten kann ich den Hintersee empfehlen. Ein wunderbarer Ausflug. Es gibt noch 1000 Ecken, die wunderbare Motive zeigen. Ich möchte auf jeden Fall nochmals früh am Morgen den See besuchen, da das Licht doch etwas zu grell für die Fotografie war.

Insel im Hintersee

Zu meinem Equipment: ich hatte meine Sony Alpha 7r I mit dem Kit Objektiv Sony SEL 16-50mm 3.5-5.6 OSS und dem Sony FE SEL 24-240mm 3.5-6.3 OSS mit einem Polfilter darauf.


Lieben Dank an Tanja, dass ich diesen Gastbeitrag verfassen durfte. Zu meiner Person: Ich heiße Katharina und habe seit Kurzem meinen Blog IMKAPHOTOS – Lerne Fotografieren. Mit diesem Blog helfe ich Hobbyfotografen die Welt der Fotografie besser zu verstehen. Hier findest du einen Beitrag zu den 3 Grundlagen der Fotografie. Schau doch mal vorbei, ich freue mich auf dich.


Wenn dir Katharinas Beitrag gefallen hat, dann schau auch bei auf dem Blog vorbei und hinterlasse hier oder bei ihr einen netten Kommentar!

Weißt du nicht, wo und wie du coole Fotolocations finden sollst? Dann schaue dir einmal meinen Beitrag „So findest du neue Fotolocations abseits der bekannten Routen“ an. Vielleicht findest du dirt noch Inspirationen, welche Orte du am Hintersee noch besuchen solltest.

Ausflugstipp Wasserfälle im Hörschbachtal

Manchmal schaue ich einfach auf Google Maps, was es in meinem Umfeld für Fotospots und Sehenswürdigkeiten gibt. So bin ich auch Ende April darauf gestoßen, dass es in der Nähe von Murrhardt zwei Wasserfälle gibt, die Wasserfälle im Hörschbachtal. Murrhardt liegt etwa 50km noröstlich von Stuttgart.

Eine weitere Recherche bei Google hat ergeben, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, die Wasserfälle zu erwandern. Der 10km Wanderweg fiel direkt aus, da er als schwer klassifiziert wurde. Also blieb nur die kurze Version vom vorderen zum hinteren Wasserfall. Aber auch dieser Weg ist als nicht einfach ausgeschrieben. Und da ich wenig Lust hatte, den Bach ohne Brücke dafür mit meiner nicht wasserfesten und recht wanderuntauglichen Kameraausrüstung zu durchwaten, habe ich entschieden, dass für meinen ersten Besuch die Light-Version ausreichen muss.

Anreise zu den Hörschbachtal-Wasserfällen

Idealerweise reist man mit dem Auto an. Die 10 Kilometer lange Wanderroute startet am Bahnhof und kann entsprechend auch mit der Bahn erreicht werden. Ansonsten sind die Wasserfälle mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar.

Um zum vorderen Wasserfall zu kommen parkst du am besten auf Parkplatz 2. Den hinteren Wasserfall erreicht man entweder ab P2, sofern man den Weg durch die Schlucht nimmt oder, was kürzer und leichter ist, ab P4. Übrigens gibt es am Parkplatz 3 eine Grillstelle.

Hörschbachtal-Wasserfälle - Vorderer Wasserfall

Den Vorderen Wasserfall vom Hörschbachtal erreicht man recht einfach. Man kann ziemlich direkt am Wasserfall parken (Parkplatz P2) und murr nur etwa 100m in den Wald hinein laufen. Und schon kommt man oberhalb des Wasserfalls aus. An dieser Stelle kann man den Bach über eine kleine Holzbrücke überqueren. Aber Achtung, die Brücke hat kein Geländer! Da man hier aber nur einige Zentimeter tief fallen würde, ist das Überqueren selbst mit ausgeprägter Höhenangst kein wirkliches Problem.

Vorderer Wasserfall Hörschbachtal

Schwieriger hingegen wir der Abstieg zum Wasserfall. Auch hier gibt es keine Sicherung. Man muss über viele Wurzeln und stufenähnlich angelegte Holzbretter klettern. Zudem hat ein umgestürzter Baum den Abstieg noch zusätzlich erschwert. Bei Regen oder Eis muss man hier wirklich doppelt vorsichtig sein, denn es geht doch einige Meter in die Tiefe. Abstürzen will man hier jedenfalls nicht!

Unten angekommen hat man einen tollen Blick auf den Wasserfall, der an dieser Stelle etwa 5 Meter an der Engelhofer Platte in die Tiefe stürzt. Die Engelhofer Platte befindet ist Steinmergelbank an der Grenze zwischen dem mittleren und oberen Gipskeuper mit tonigen Schichten im Liegenden (Quelle und weitere Infos zur Geologie am Wasserfall und Hörschbachtal findest du HIER)

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Vorderer Wasserfall Hörschbachtal
Vorderer Wasserfall Hörschbachtal

Da es schon länger nicht mehr geregnet hat, war der Wasserfall relativ klein und schwach. Entschädigt hat dafür aber die Tatsache, dass man ein wenig ins Bachbett hinein konnte um von dort aus schöne Bilder zu machen. Ein wenig musste ich an eine Dschungellagune denke. Außer einem weiteren Fotografen, der aber schon bald von Dannen zog war noch niemand da. Nur die Vögel haben gezwitschert, es waren keine Autos zu hören. Herrlich diese Ruhe! Gut, es war auch erst etwa viertel nach Acht. Da sitzen die meisten Sonntagsausflügler noch gemütlich beim Frühstück.

Vorderer Wasserfall Hörschbachtal
Vorderer Wasserfall Hörschbachtal von oben

Hörschbachtal-Wasserfälle: Hinterer Wasserfall

Um die Light-Version der Wanderstrecke noch mehr zu verkürzen ging es dann mit dem Auto zum Parkplatz P4. Von dort führt ein gut ausgebauter Forstweg durch das Hörschbachtal zum Hinteren Wasserfall. Der Weg ist auch sehr gut ausgeschildert und etwas über einen Kilometer lang.

Zunächst geht es größtenteils bergauf. Die letzten Meter geht es wieder runter zum Rastplatz oberhalb des hinteren Wasserfalls. Dort am Bachlauf gibt es eine kleine Schleuse, die man per Hand öffnen kann. Dank der Schleuse kann man auch in Zeiten, in denen der Bach weniger Wasser führt, den imposanten Wasserfall bewundern. Zumindest kurzzeitig.

Auf dem Weg zum Hinteren Wasserfall Hörschbachtal
Auf dem Weg zum Hinteren Wasserfall Hörschbachtal

Denn als ich gerade im Bach stand, hat jemand oben die Schleuse geöffnet. Hätte er mich mal vorgewarnt, ich hätte noch viel mehr tolle Bilder machen können! Allerdings war schon nach kurzer Zeit wieder alles vorbei und der Wasserfall wieder zu einem Rinnsal geworden.

Der Abstieg zum unteren Bereich des hinteren Wasserfalls ist übrigens noch schwieriger als am vorderen Fall. Festes Schuhwerk und ein aufgeprägter Gleichgewichtssinn sind hier mehr als hilfreich. Auch hier gibt es keine Geländer, die den Weg absichern. Die Stufen verdienen diesen Namen eigentlich gar nicht.

Schleuse am Hinteren Wasserfall Hörschbachtal

Trotzdem solltest du den Abstieg wagen. Die Luft in der Schlucht war unglaublich. Feucht-warm und ich habe mich fast wie in einer Dschungel-Lagune gefühlt. Dazu das Zwitschern der Vögeln und das Plätschern des Baches. Es war so entspannend! Aber sei vorsichtig, denn wenn jemand die Schleuse öffnet, dann kommt eine ganz schöne Menge Wasser herunter. Du solltest dann nicht im Bachlauf stehen (wovor ja ohnehin gewarnt wird. Glücklicherweise hört man das Wasser noch bevor man es sieht.

Nachdem man den Hinteren Wasserfall genossen hat, kann man oben noch ein kleines Picknick machen und sich für den Rückweg stärken. In der Nähe gibt es anscheinend auch ein kleines Restaurant, das aber krankheitsbedingt geschlossen war. Somit kann ich auch nicht sagen, ob sich ein Besuch dort lohnen würde. Falls du in der Gegend bist, dann sieh dir die Wasserfälle auf jeden Fall an.

Hinterer Wasserfall Hörschbachtal mit wenig Wasser
Hinterer Wasserfall Hörschbachtal nachdem die Schleuse geöffnet wurde

Detaillierte Infos zur 10 km-Wanderroute inklusive einem Link zum Wanderwalter gibt es HIER (für den Wanderwalterlink ganz nach unten scrollen).

Wusstest du, dass es diese beeindruckenden Wasserfälle gibt? Warst du vielleicht schon einmal dort? Bitte vergiss nicht, mir einen Kommentar zu hinterlassen und den Beitrag zu teilen.

Blogparade „Mein Lieblingsort – wo ich den Alltag vergesse“

Auf Dauercamper.info habe ich einen tollen Aufruf zu einer Blogparade gefunden: „Mein Lieblingsort – wo ich den Alltag vergesse“. Eigentlich gibt es nicht dein EINEN Lieblingsort. In den helleren und sonnigeren Jahreszeiten, wenn alles grün ist (oder sich bunt verfärbt), stehe ich am Wochenende oft auf und gehe in den Wald. Die Ruhe in der Zeit vor den großen Menschenmassen, die joggen oder ihre Hunde spazieren führen, ist einfach herrlich! Im Wald kann ich entspannen und eine Auszeit vom hektischen Alltag nehmen.

Ich nehme dann auch gerne meine Kamera mit und fotografiere, was mir so vor die Linse kommt. Deutschland hat so viele wunderschöne Ecken, die man nur findet, wenn man sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt und auf eigene Faust losgeht, um unser wunderschönes Land zu erkunden!

Vor einigen Monaten war ich in einem Waldstück, wo ich bisher noch nie gewesen bin. Wenn ich mich nicht auskenne und nicht weiß, ob es Rundwanderwege gibt, dann laufe ich meistens sternförmig vom Parkplatz aus los und schaue, was ich dort so finde. So auch an diesem Morgen.

Hütten mitten im Wald

An diesem Morgen was das Erste, was ich entdeckt habe, ein Holzfällerweg, der an einer kleinen Hütte vorbei zu einem Teich geführt hat. Die Hütte war etwas gruselig, morgens um 7:00 Uhr, niemand in der Nähe und ein Grabstein davor… Ich musste sofort an Axtmörderfilme denken! Zum Glück gibt es hier keine, die leben ja alle irgendwo in der amerikanischen Wildnis, wie wir alle aus dem TV wissen!

Eine kleine Hütte mitten im Wald

Von der Hütte aus ging es vorbei an einem gigantischen Ameisenhaufen! Der war fast so groß wie ich! Nicht weit weg waren  noch ein paar kleinere. Kurz darauf kommt man zu einem Teich, in dem Kröten leben. Woher ich das weiß? Es hüpften einige Minikröten durch den Wald. Und über die Laichzeit an einem Krötenteich habe ich ja hier berichtet: KLICK! Der Teich ist wirklich urig und ich glaube, gerade morgens wenn die Sonne aufgeht und der Nebel aufsteigt ist es hier richtig mystisch.

Ein kleiner Teich, in dem bis vor kurzem Frösche aufgewachsen sind
Teich im Morgenlicht

Ein verstecktes Paradies im Wald

Etwas später, ich bin einen kleinen Trampelpfad, der zu einer anderen Hütte führte, hinabgestiegen, habe ich noch weitere Teiche entdeckt. Die Besitzer der Hütte haben es richtig schön gemacht, es stehen Bänke herum und eine Grillstelle gibt es auch. Ebenso einen Mülleimer! Es scheint also so, als ob Besucher willkommen und erlaubt sind. Leider haben einige Leute dennoch ihren Müll liegen gelassen. Eigentlich sollte man ihn wieder mitnehmen, wenn man schon zu Gast auf einem fremden Grundstück ist, ihn aber mindestens in den Eimer werfen! Schade, aber solche Leute gibt es leider immer wieder.

Noch eine Waldhütte
Grillstelle im Wald

Die Teiche sehen richtig verwunschen aus, so versteckt und doch offen zugänglich. Gerade im frühmorgendlichen Licht herrscht eine ganz besondere Stimmung. Fast meint man, Elfen und Gnome zu sehen. Und war das nicht ein Einhorn, dort hinten zwischen Büschen?

Manchmal muss man sich einfach aus seiner Komfortzone bewegen und neue, unbekannte Wege gehen. Wege, die wenig benutzt werden. Nicht nur, wenn man auf der Suche nach Ruhe im Wald oder unbekannten Fotolocations ist. Jedes Mal wenn wir uns aus unserer Komfortzone bewegen, sehen und erleben wir Dinge, die wir vorher nie für möglich gehalten haben. Und gerade im Wald am frühen Morgen finden wir oft die Einsamkeit und Entschleunigung, die uns im Alltag fehlt und die uns für ein paar Minuten den Alltag vergessen lässt.

Noch mehr Wald findet ihr in meinem Beitrag „Rundwanderweg 3 bei Nassach“.

Wo gehst du gerne spazieren? Was tust du, um Ruhe zu finden? Wo befindet sich dein Lieblingsort? Hinterlasse mir doch einfach einen kurzen (oder langen) Kommentar dazu oder nimm selber an der Blogparade teil.

Rundwanderweg 3 bei Nassach – Einmal Hin und Zurück

Deutschland ist des Deutschen liebstes Reiseland. Wieso? Weil es wunderschön ist! Viele schöne Orte liegen einfach etwas versteckt und außerhalb der großen Touristenorte. So zum Beispiel das Nassachtal, das ich euch heute vorstellen möchte.

Ein sonniger Sonntagmorgen in der zweiten Augusthälfte 2017, ich war superfrüh wach und habe beschlossen, in aller Frühe in den Wald zu fahren und Fotos zu machen. Zum ersten Mal wollte ich den Rundwanderweg Nr.3 in der Nähe von Nassach bewandern. Auf einem Wanderparkplatz habe ich kurz zuvor ein Schild gefunden, dass den Parkplatz zeigte, von dem aus es losgehen sollte.


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Landschaftsschutzgebiet Nassachtal

Seit 1982 ist das Nassachtal als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Es liegt in den beiden Landkreisen Göppingen und Rems-Murr-Kreis. Insgesamt umfasst das Nassachtal 2166,6 Hektar im Einzugsbereich der Nassach, einem rund 6 km langen Bach im Schurwald. Der etwas größere Teil mit 1171,6 hs liegt dabei im Rems-Murr-Kreis. Besonders die naturnahen Landschaften sollen in de Landschaftsschutzgebiet geschützt werden.

Nassach bei Uhingen

Der Ort Uhingen liegt 35km östlich von Stuttgart, zählt rund 15.000 Einwohner und gehört zum Landkreis Göppingen. Der Hauptort erstreckt sich über die zwei Berghänge Haldenberg bzw. Wurmberg und Wasserberg und das dazwischen liegende Filstal. Zu Uhingen gehören auch die Örtchen Nassach und Nassachmühle, zwischen denen der Wanderweg liegt, den ich dir hier vorstelle.

Tal der Frohen

Willkommen im „Tal der Frohen“. So wirst du begrüßt, wenn du mit dem Auto durch dieses unglaublich malerische Tal einfährst. Woher der Name „Tal der Frohen“ offiziell kommt, weiß ich nicht, aber wer durch Nassach durch fährt, der sieht schnell, dass der Name zumindest sehr passend gewählt ist. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und alles wirkt so ruhig und entspannt und gar nicht hektisch!

Ich habe mich also morgens in mein Auto gesetzt, natürlich mit Frühstück, Wasser und meiner Kamera ausgestattet und bin losgefahren. Es war ganz kurz nach Sonnenaufgang, so dass ich Gelegenheit hatte, bei Manolzweiler richtig schöne Fotos von der gerade aufgegangenen Sonne zu machen! Aber eigentlich war mein Plan ja in den Wald zu gehen, also bin ich auch kurz darauf weitergefahren.

Etwas versteckt liegt ein sehr kleiner Parkplatz, von wo aus man zur Rundwanderung starten kann. schon an der ersten Kreuzung kann man wählen, ob man den Rundwanderweg Nr. 3 oder 4 geht. Ich habe mich für 3 entschieden, da dieser Weg kürzer sein sollte.

Rundwanderweg Nr. 3

Die Beschilderung war anfangs recht gut, die entsprechende Nummerierung einfach zu finden. Doch schon bald kam ich an eine weitere Kreuzung. Von da an war leider nicht ersichtlich, wo ich genau lang musste. Also bin ich erst einmal geradeaus gelaufen.

Nach etwa 10 Minuten plötzlich das: Sackgasse. Das war also der falsche Weg. Also wieder zurück. Der Rückweg war fast noch schöner als der Hinweg, da einzelne Nebelschwaden durch Wald zogen  und dem ganzen etwas mystisches verliehen. Einerseits die Sonne, die durch die Blätter schien, andererseits der Nebel. Wunderschön!

Nach weiteren 10 Minuten kam ich also zurück an die Kreuzung, an der ich geradeaus gelaufen bin. Da ich mir vorher ganz grob die Karte angeschaut hatte, habe ich entschieden, dass links herum wohl der richtige Weg sein müsste, den Berg hinauf. Die Steigung war zunächst moderat und angenehm zu gehen. Doch das sollte sich auch bald ändern. Etwa auf Höhe der Sackgasse machte der Weg einen Knick nach links. Dahinter lag ein steiler, nicht wirklich ausgebauter Weg voller Steine und Matschlöcher.

Nun gut, dass der Weg nicht flach sein würde, war mir ja klar. Aber nicht mehr viel und ich hätte eine Bergsteigerausrüstung benötigt. Trotz allem machte ich mich an den Aufstieg. Herrlich, so früh am Morgen, wenn noch niemand anderes im Wald unterwegs ist, das Licht golden durch die Blätter fällt und man nichts außer den Vögeln hört!

Ich gebe auf...

Oben angekommen bin ich rechts abgebogen. Theoretisch hätte dies der richtige Weg sein müssen. Leider habe ich auch hier keine Beschilderung gesehen. Nach etwa 10 Minuten habe ich entschieden, wieder umzudrehen, da der Handyempfang nicht besonders gut war und ich nicht den blassesten Schimmer hatte, ob ich wirklich richtig bin.

Auf dem Rückweg habe ich noch die eine oder andere Abzweigung genommen und wunderschöne, fast mystische Orte im Wald entdeckt, die man vom Hauptweg aus gar nicht sehen kann. Keine Sorge, ich bin auf Forstwegen geblieben und nicht wild durch den Wald gelaufen. Der eine oder andere Platz lud zum Verweilen und Frühstücken ein. Daher hatte ich keine Eile, wieder zum Auto zurückzukommen. Doch irgendwann habe ich das Auto dann doch wieder erreicht.

Rundgewandert bin ich an diesem Morgen zwar nicht, trotzdem habe ich wunderschöne Orte im Wald gefunden. Und im nächsten Frühjahr klappt es bestimmt auch mit dem restlichen Weg.

Kennt ihr das Nassachtal? Was sind eure Tipps für Rundwanderungen?