Blogparade „Mein Lieblingsort – wo ich den Alltag vergesse“

Auf Dauercamper.info habe ich einen tollen Aufruf zu einer Blogparade gefunden: „Mein Lieblingsort – wo ich den Alltag vergesse“. Eigentlich gibt es nicht dein EINEN Lieblingsort. In den helleren und sonnigeren Jahreszeiten, wenn alles grün ist (oder sich bunt verfärbt), stehe ich am Wochenende oft auf und gehe in den Wald. Die Ruhe in der Zeit vor den großen Menschenmassen, die joggen oder ihre Hunde spazieren führen, ist einfach herrlich! Im Wald kann ich entspannen und eine Auszeit vom hektischen Alltag nehmen.

Ich nehme dann auch gerne meine Kamera mit und fotografiere, was mir so vor die Linse kommt. Deutschland hat so viele wunderschöne Ecken, die man nur findet, wenn man sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt und auf eigene Faust losgeht, um unser wunderschönes Land zu erkunden!

Vor einigen Monaten war ich in einem Waldstück, wo ich bisher noch nie gewesen bin. Wenn ich mich nicht auskenne und nicht weiß, ob es Rundwanderwege gibt, dann laufe ich meistens sternförmig vom Parkplatz aus los und schaue, was ich dort so finde. So auch an diesem Morgen.

Hütten mitten im Wald

An diesem Morgen was das Erste, was ich entdeckt habe, ein Holzfällerweg, der an einer kleinen Hütte vorbei zu einem Teich geführt hat. Die Hütte war etwas gruselig, morgens um 7:00 Uhr, niemand in der Nähe und ein Grabstein davor… Ich musste sofort an Axtmörderfilme denken! Zum Glück gibt es hier keine, die leben ja alle irgendwo in der amerikanischen Wildnis, wie wir alle aus dem TV wissen!

Eine kleine Hütte mitten im Wald

Von der Hütte aus ging es vorbei an einem gigantischen Ameisenhaufen! Der war fast so groß wie ich! Nicht weit weg waren  noch ein paar kleinere. Kurz darauf kommt man zu einem Teich, in dem Kröten leben. Woher ich das weiß? Es hüpften einige Minikröten durch den Wald. Und über die Laichzeit an einem Krötenteich habe ich ja hier berichtet: KLICK! Der Teich ist wirklich urig und ich glaube, gerade morgens wenn die Sonne aufgeht und der Nebel aufsteigt ist es hier richtig mystisch.

Ein kleiner Teich, in dem bis vor kurzem Frösche aufgewachsen sind
Teich im Morgenlicht

Ein verstecktes Paradies im Wald

Etwas später, ich bin einen kleinen Trampelpfad, der zu einer anderen Hütte führte, hinabgestiegen, habe ich noch weitere Teiche entdeckt. Die Besitzer der Hütte haben es richtig schön gemacht, es stehen Bänke herum und eine Grillstelle gibt es auch. Ebenso einen Mülleimer! Es scheint also so, als ob Besucher willkommen und erlaubt sind. Leider haben einige Leute dennoch ihren Müll liegen gelassen. Eigentlich sollte man ihn wieder mitnehmen, wenn man schon zu Gast auf einem fremden Grundstück ist, ihn aber mindestens in den Eimer werfen! Schade, aber solche Leute gibt es leider immer wieder.

Noch eine Waldhütte
Grillstelle im Wald

Die Teiche sehen richtig verwunschen aus, so versteckt und doch offen zugänglich. Gerade im frühmorgendlichen Licht herrscht eine ganz besondere Stimmung. Fast meint man, Elfen und Gnome zu sehen. Und war das nicht ein Einhorn, dort hinten zwischen Büschen?

Manchmal muss man sich einfach aus seiner Komfortzone bewegen und neue, unbekannte Wege gehen. Wege, die wenig benutzt werden. Nicht nur, wenn man auf der Suche nach Ruhe im Wald oder unbekannten Fotolocations ist. Jedes Mal wenn wir uns aus unserer Komfortzone bewegen, sehen und erleben wir Dinge, die wir vorher nie für möglich gehalten haben. Und gerade im Wald am frühen Morgen finden wir oft die Einsamkeit und Entschleunigung, die uns im Alltag fehlt und die uns für ein paar Minuten den Alltag vergessen lässt.

Noch mehr Wald findet ihr in meinem Beitrag „Rundwanderweg 3 bei Nassach“.

Wo gehst du gerne spazieren? Was tust du, um Ruhe zu finden? Wo befindet sich dein Lieblingsort? Hinterlasse mir doch einfach einen kurzen (oder langen) Kommentar dazu oder nimm selber an der Blogparade teil.

Ein Tag am Froschteich

Das erste Aprilwochenende hat uns ja so richtig mit Sonne verwöhnt. Also habe ich meine Kamera entstaubt, die Speicherkarte geleert und bin an meinen Lieblingsplatz gefahren, in der Hoffnung, endlich mal den Eisvogel wiederzusehen. Leider ist er so scheu, dass er sofort wegfliegt, wenn man sich ihm auf weniger als 70m nähert. Vielleicht ist es auch eine „Sie“ oder es sind mehrere, das weiß ich nicht, auf jeden Fall hab ich dort schon öfter einen gesehen und gehört.
Da das Wetter aber so schön war, waren viele Biker, Jogger und Spaziergänger unterwegs.

Trotzdem bin ich zum „Froschteich“ gegangen, da dort ja auch Minifrösche drin gelebt haben letzten Sommer. Und ich hatte tatsächlich Glück, nicht nur, dass ich ganz viele Kröten (leider keine Prinzen-Frösche) beim Liebesspiel beobachtet habe (ich Ferkelchen!), nein, ich hatte sogar das Glück jemanden zu treffen, der den Teich pflegt und sich für den Schutz und Erhalt der Amphibien einsetzt und einiges über die Tiere zu berichten hatte. Und wieso dann Froschteich? Hättet ihr wirklich hier reingeschaut, wenn ich geschrieben hätte „Krötenteich“? Leider werden Kröten ja als eklig empfunden, wohingegen fast jeder Frösche ganz niedlich findet. Also möchte ich euch teilhaben lassen an dem sehr faszinierenden Verhalten der Kröten.

Überall Laich

Los geht es mit Bildern von Froschlaich (vermutlich vom Grasfrosch). Frösche legen Laichballen, im Gegensatz zu Kröten. Auf den Bildern kann man schon recht gut die einzelnen Entwicklungsstadien erkennen. Es ist sehr faszinierend, das alles an einem kleinen See zu entdecken und zu fotografieren. Die ersten Kaulquappen waren auch schon geschlüpft, aber wohl noch zu jung um wirklch frei zu schwimmen. Stattdessen haben sie sich in großen Gruppen nahe am Ufer aufgehalten. Interessant finde ich, dass sie trotzt ihrer Nähe so unterschiedlich gefärbt sind.

Die ersten Kaulquappen sind auch schon geschlüpft. Leider kann ich nicht sagen, ob es sich um welche von Fröschen oder Molchen handelt, denn es lag auch ein toter Bergmolch im See, so dass es auch möglich ist, dass sie schon vorher abgelaicht haben und die Jungtiere als ersten geschlüpft sind. Falls jemand etwas genaueres erkennen kann, hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar!

Nun zu den Kröten

Hier sieht man sehr schön wie sich einige Krötenpaare gefunden haben. Auch die schwarzen Laichschnüre kann man sehen. Zuerst habe ich sie gar nicht als solche erkannt und mich gewundert, wieso jemand schwarze Wolle in den See wirft, aber nachdem ich genauer hingeschaut habe, waren die kleinen schwarzen Perlen gut zu erkennen.

Eine einzelne Kröte unbekannten Geschlechts (ich vermute ein Männchen, ein Weibchen wäre sicher kaum alleine gelassen worden) treibt an der Oberfläche und lässt es sich gutgehen.

Und noch welche, die eine Pause brauchen.

Die kleineren Männchen werden von den Weibchen getragen.

 

Bei den letzten Bildern kann man ziemlich gut erkennen, wie die Weibchen ihre Laichschnüre verteilen. Diese können übrigens 2-5m lang werden! Kaum vorstellbar, dass die in einem so kleinen Körper Platz haben.

Bereits eine Woche später war vom Laich nichts mehr zu sehen, dafür gab es aber noch mehr Kaulquappen, wie auf dem folgenden Bild zu sehen.

 

Ich hoffe, der kleine Ausflug an den „Froschteich“ hat dir gefallen.  Wie stehst du zu Kröten und Fröschen?magst du sie oder findest du sie eher ekelig? Hast du vielleicht welche bei dir im Gartenteich? Das Teilen und Liken meines Beitrags ist übrigens sehr gerne gesehen.