Ein Tag am Froschteich

Das erste Aprilwochenende hat uns ja so richtig mit Sonne verwöhnt. Also habe ich meine Kamera entstaubt, die Speicherkarte geleert und bin an meinen Lieblingsplatz gefahren, in der Hoffnung, endlich mal den Eisvogel wiederzusehen. Leider ist er so scheu, dass er sofort wegfliegt, wenn man sich ihm auf weniger als 70m nähert. Vielleicht ist es auch eine „Sie“ oder es sind mehrere, das weiß ich nicht, auf jeden Fall hab ich dort schon öfter einen gesehen und gehört.
Da das Wetter aber so schön war, waren viele Biker, Jogger und Spaziergänger unterwegs.

Trotzdem bin ich zum „Froschteich“ gegangen, da dort ja auch Minifrösche drin gelebt haben letzten Sommer. Und ich hatte tatsächlich Glück, nicht nur, dass ich ganz viele Kröten (leider keine Prinzen-Frösche) beim Liebesspiel beobachtet habe (ich Ferkelchen!), nein, ich hatte sogar das Glück jemanden zu treffen, der den Teich pflegt und sich für den Schutz und Erhalt der Amphibien einsetzt und einiges über die Tiere zu berichten hatte. Und wieso dann Froschteich? Hättet ihr wirklich hier reingeschaut, wenn ich geschrieben hätte „Krötenteich“? Leider werden Kröten ja als eklig empfunden, wohingegen fast jeder Frösche ganz niedlich findet. Also möchte ich euch teilhaben lassen an dem sehr faszinierenden Verhalten der Kröten.

Überall Laich

Los geht es mit Bildern von Froschlaich (vermutlich vom Grasfrosch). Frösche legen Laichballen, im Gegensatz zu Kröten. Auf den Bildern kann man schon recht gut die einzelnen Entwicklungsstadien erkennen. Es ist sehr faszinierend, das alles an einem kleinen See zu entdecken und zu fotografieren. Die ersten Kaulquappen waren auch schon geschlüpft, aber wohl noch zu jung um wirklch frei zu schwimmen. Stattdessen haben sie sich in großen Gruppen nahe am Ufer aufgehalten. Interessant finde ich, dass sie trotzt ihrer Nähe so unterschiedlich gefärbt sind.

Die ersten Kaulquappen sind auch schon geschlüpft. Leider kann ich nicht sagen, ob es sich um welche von Fröschen oder Molchen handelt, denn es lag auch ein toter Bergmolch im See, so dass es auch möglich ist, dass sie schon vorher abgelaicht haben und die Jungtiere als ersten geschlüpft sind. Falls jemand etwas genaueres erkennen kann, hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar!

Nun zu den Kröten

Hier sieht man sehr schön wie sich einige Krötenpaare gefunden haben. Auch die schwarzen Laichschnüre kann man sehen. Zuerst habe ich sie gar nicht als solche erkannt und mich gewundert, wieso jemand schwarze Wolle in den See wirft, aber nachdem ich genauer hingeschaut habe, waren die kleinen schwarzen Perlen gut zu erkennen.

Eine einzelne Kröte unbekannten Geschlechts (ich vermute ein Männchen, ein Weibchen wäre sicher kaum alleine gelassen worden) treibt an der Oberfläche und lässt es sich gutgehen.

Und noch welche, die eine Pause brauchen.

Die kleineren Männchen werden von den Weibchen getragen.

 

Bei den letzten Bildern kann man ziemlich gut erkennen, wie die Weibchen ihre Laichschnüre verteilen. Diese können übrigens 2-5m lang werden! Kaum vorstellbar, dass die in einem so kleinen Körper Platz haben.

Bereits eine Woche später war vom Laich nichts mehr zu sehen, dafür gab es aber noch mehr Kaulquappen, wie auf dem folgenden Bild zu sehen.

 

Ich hoffe, der kleine Ausflug an den „Froschteich“ hat dir gefallen.  Wie stehst du zu Kröten und Fröschen?magst du sie oder findest du sie eher ekelig? Hast du vielleicht welche bei dir im Gartenteich? Das Teilen und Liken meines Beitrags ist übrigens sehr gerne gesehen.