Verwirkliche deine Träume – Teil 3

Willkommen zum dritten Teil meiner Reihe „Verwirkliche deine Träume). Falls ihr neu auf meinem Blog seid, hier findet ihr Teil 1 und Teil 2.

Träume kosten oft Geld, ein neues Auto zum Beispiel, eine Neuorientierung im Berufsleben kann finanzielle Einbußen bedeuten, die Weltreise finanziert sich auch nicht unbedingt über die Leser eurer Blogs und auch der Ausbruch aus der unglücklichen Beziehung kann zu finanziellen Engpässen führen. Geld ist in unserem Alltag ein sehr bestimmender Faktor, denn Miete und Essen müssen irgendwie bezahlt werden. Und selbst wenn das Eigenheim schon abbezahlt ist, wollt ihr sicherlich nicht bei Kerzenschein wohnen und das Wasser vom Friedhofsbrunnen oder aus dem nächsten Bach klauen. Es gilt also, mit dem, was man zur Verfügung hat, mindestens so zu haushalten, dass man damit gut über die Runden kommt, besser noch, dass am Ende vom Geld nicht noch Monat übrig ist, sondern umgekehrt.

Geld2Wenn man schon beim täglichen Einkauf ein paar Dinge beachtet, lassen sich jede Woche ein paar Euro einsparen. Allerdings beinhalten einige Tipps den Einsatz von Kundenkarten oder erfordern eine Anmeldung auf bestimmten Seiten. Persönliche Daten werden gesammelt und diese auch genutzt , um personalisierte Werbung zu erstellen. Darüber muss man sich im Klaren sein. Aber jeder, der Facebook nutzt oder Google oder auch nur im Internet unterwegs ist, wird gemerkt haben, dass man sehr oft Werbung von Dingen angezeigt bekommt, die man sich kürzlich auf Amazon oder sonstwo angeschaut hat. Meine ganz persönliche Meinung ist also, dass ich es als nicht bedrohlich empfinde, wenn mein Einkaufsverhalten ausgewertet wird. Bisher habe ich noch keine negativen Erfahrungen gemacht, keine unerwünschte Werbung oder ähnliches.

Kundenkarten

Ich nutze die Payback Karte und die DeutschlandCard. Bei jedem Einkauf werden eine bestimmte Anzahl an Punkten auf dem Kundenkonto gutgeschrieben. Recht häufig gibt es auch (Online)Coupons, die den Betrag der gutgeschriebenen Punkte erhöht. Sei es, dass man insgesamt mehr Punkte bekommt oder man bekommt Bonuspunkte, wenn man bestimmte Produkte/Produktsorten kauft.

Die gesammelten Punkte kann man in Prämien umwandeln oder sich Gutscheine an Terminals in den an Payback teilnehmenden Geschäften ausdrucken. Mittlerweile kann man auch mit der DeutschlandCard bzw. mit den dort gesammelten Punkten bezahlen. Bei beiden Karten gilt, ein Punkt entspricht einem Cent. Viel ist das natürlich nicht, wenn man bedenkt, dass man jeweils einen Punkt für 1-2€ Einkaufswert bekommt (abhängig vom teilnehmenden Geschäft). Andererseits geht man ja eh einkaufen, es tut also nicht weh.
Ab und an bekommt man Post nach Hause. In der Regel sind es Gutscheine, die man aber auch online aktivieren kann (regelmäßig nachschauen nicht vergessen!). Ich bekomme aber so selten Post, dass es mich nicht stört. Zudem sind mittlerweile viele Shops an Payback oder DeutschlandCard angeschlossen, man kann bei Ihnen Punkte sammeln und somit wieder Guthaben für Einkaufsgutscheine oder andere Prämien aufbauen.

Auch Versandhäuser bieten mittlerweile oft Kundenkarten an. So habe ich beispielsweise bei Otto einmal 16€ gespart (versandkostenfrei und 10€ Guthaben auf der Otto-Kundenkarten). Für das so gesparte Geld können wir fast ins Kino gehen! Für uns lohnt aber aufgrund des höheren Werbeaufkommen eine solche Kundenkarte nur, wenn wir, wie bei Otto, auch mit dem Service und der gelieferten Ware sehr zufrieden sind und in Betracht ziehen, öfter beim entsprechenden Versandhändler einzukaufen.

Viele andere Geschäfte bieten ebenfalls Kundenkarten an. Man sollte es sich aber schon überlegen, ob es sich lohnt, eine Kundenkarte zu beantragen. Wer nur einmal im Jahr bei Obi einkauft, wird sicherlich keine benötigen, wer seinen halben Monatslohn bei Esprit lässt, sollte definitiv darüber nachdenken. Zwar lohnt es sich natürlich oft auch schon beim ersten Einkauf 3% zu sparen, aber dafür seine Daten an das jeweilige Unternehmen zu geben UND möglicherweise auch noch Werbung bekommen, obwohl man im jeweiligen Geschäft kaum einkauft und dann noch eine weitere Plastikkarte zu Hause haben, ist möglicherweise nicht jedermanns Sache und sollte schon gut überlegt werden.

Karten

Mein Fazit zu Kundenkarten

Kundenkarten lohnen sich in meinen Augen nur, wenn man auch wirklich regelmäßig Kunde ist oder eine wirklich teure Anschaffung plant und der Rabatt / zu erwartende Gutschein hoch genug ist (hoch genug ist jeweils eine persönliche Definition, 1-2€ ist mir persönlich in der Regel zu wenig). Zudem finde ich persönlich Payback und DeutschlandCard gar nicht schlecht, da ich gezwungenermaßen einkaufen muss und das vorzugsweise bei Rewe, Real und Edeka mache. Nur wegen den Kundenkarten sollte man aber sein Einkaufsverhalten nicht grundsätzlich ändern, dafür ist die Ersparnis zu gering.

Rabattcoupons

Der Edeka bei uns um die Ecke bringt alle drei Monate neue Coupons heraus, mit denen es Rabatt auf bestimmte Produkte gibt. So haben wir bisher bei vielen Einkäufen 40-50 Cent pro Flasche (ne nach Gutschein) bei „Die Limo“ sparen können, die wir wirklich sehr gerne trinken. Auf ein Sixpack gerechnet sind es ja schon 2,40€ – 3€ pro Einkauf. Auch
andere Produkte sind erheblich vergünstigt. Sehr oft findet man auch beispielsweise bei Rossmann Coupons direkt unter der Ware am Regel hängen. Es schadet also nicht, sich einmal umzuschauen, ob es Rabattcoupons gibt und diese auch in größeren Mengen beim Großeinkauf einzusetzen. Der Supermarkt ist nicht euer Freund, habt also kein schlechtes Gewissen, so viele Coupons wie möglich einzusetzen! ;)

Auch auf bestimmten Seiten wie www.for-me-online.de oder www.henkel-lifetimes.de gibt es regelmäßig Rabattcoupons, die man sich einfach ausdrucken und in
teilnehmenden Geschäften vorzeigen kann. For-me schickt dabei auch alle paar Monate eine Zeitschrift mit Coupons nach Hause. Bei Rossmann kann man ebenfalls Coupons ausdrucken.Eine andere gute Methode ist, im Internet nach Rabattcodes zu suchen und/oder sich für Newsletter anzumelden.

Ich nutze eine Mailadresse ausschließlich für solche Zwecke. Manche Leute haben ja Bedenken, ihre Mailadresse anzugeben. Spammails bekomme ich aber mittlerweile (wenn auch weniger) sogar auf eine Mailadresse, die ich ausschließlich für Bewerbungen genutzt habe, einen Zusammenhang von Spammails mit Newsletteranmeldungen oder Anmeldungen auf bestimmten Seiten ist mir bisher nicht aufgefallen. Manche Rabattaktionen gelten nur für Neukunden, andere sind nur möglich, wenn man einen Artikel finanziert. Die Suche nach „Rabattcoupons“ oder „Gutschein“ bei Google zeigt einem diverse Seiten an, wo sicher fast jeder einen geeigneten Coupon findet, sei es für den „offline“-Einkauf im Supermarkt oder den „Online“-Einkauf bei Zalando und Co. Wer etwas Zeit hat, sollte sich vor dem Shoppen unbedingt ein wenig umsehen.

Mein Fazit zu Coupons

Rabatt-Coupons werden noch immer unterschätzt und viel zu wenig eingesetzt, obwohl teilweise sehr hohe Einsparmöglichkeiten bestehen. Wir schauen vor jeder Online-Anschaffung, ob wir Rabattcodes finden und kaufen wo möglich immer mit Rabattcoupons ein. So lassen sich über das Jahr gerechnet eine ganze Menge Euros sparen. Die meisten Codes lassen sich ohne größeren Aufwand im Internet finden, eine Anmeldung zum Newsletter der Lieblingsshops ist oft ebenfalls ein guter Weg, Ermäßigungscodes zu bekommen.

Cashback

Sucht man bei Google nach „Cashback“, wird man ebenfalls recht schnell fündig. Das ganze funktioniert ganz einfach: Produkt kaufen, Kassenbon abfotografieren und per Mail bzw. das Original per Post beim Anbieter einschicken, Geld zurück bekommen. Sehr oft wird es für Lebensmittel und Haarpflegeprodukte, aber auch für Technik wie Kameras oder PC Zubehör angeboten. Ich muss gestehen, diese Variante habe ich bisher selber noch gar nicht genutzt. Aber ich werde es in Zukunft vermehrt, zum einen, weil ich manche Dinge sonst nie kaufen würde, zum anderen, weil ich auch nie zu viel Geld habe und manche Sachen eben brauche. Weichspüler beispielsweise. Und da ich da nicht auf eine Marke fixiert bin, sollte ich selber mehr nach Geld-Zurück-Aktionen ausschau halten.

Und nun?

Wenn ihr es richtig anstellt, könnt ihr im Jahr sehr viel Geld sparen. Die beste Möglichkeit, Geld anzusparen ist aber, weniger auszugeben als man verdient. Heißt, nicht mehr jede Woche bei DM, Douglas etc. einzukaufen sondern lieber zwei oder dreimal überlegen, ob das fünfzehnte Paar Schuhe jetzt wirklich sein muss. Das Geld, das ihr jetzt monatlich über habt, solltet ihr zur Seite legen und darauf hinsparen, euch euren großen Traum zu erfüllen. Leider gibt es gerade nur sehr wenig Zinsen. Wie ihr euer Geld am besten gewinnbringend anlegt, kann euch ein Finanz- oder Bankberater sicherlich besser sagen als ich, ich habe nur Tipps parat, wie ihr weniger ausgebt. Aber damit ist ja ein weiterer Schritt getan und eure Träume wird vielleicht schon bald Realität werden.

Wie habt ihr es geschafft, eure Träume zu verwirklichen? Habt ihr wirklich Geld dafür gebraucht? Wie habt ihr es geschafft, es anzusparen? Auf was habt ihr dafür verzichten müssen? Lasst mir doch einen Kommentar da, liked und/oder teilt diesen Beitrag, wenn er euch gefallen hat!

Verwirkliche deine Träume – Teil 2

Herzlich willkommen zum zweiten Teil meiner Kurzreihe „Verwirkliche deine Träume“. Falls ihr den ersten Teil verpasst habt, könnt ihr ihn hier finden: KLICK!

Gründe wieso man seine Träume verwirklichen soll

Mein Freund und ich leben unser Leben auch gegen den Widerstand von Freunden und Familie. Nicht alle haben Verständnis dafür, wenn wir uns einmal wieder etwas total unvernünftiges leisten oder auch etwas vernünftiges, für das wir allerdings meistens auch etwas mehr Geld ausgeben, wie beispielsweise für den wunderschönen Kleiderschrank, den wir uns kurz nach dem Zusammenziehen gekauft haben. Dafür ist das aber auch einer, den wir in den nächsten 10-15 Jahren ganz sicher nicht austauschen, sondern eher noch die passenden Möbel dazu kaufen werden. Der Grund, wieso wir uns nicht beirren lassen und unsere Träume und Wünsche verwirklichen, auch wenn das nicht jeder nachvollziehen kann, ist ziemlich einfach:

  • Du weißt nicht, was morgen ist

HEUTE sind wir jung und gesund, haben wir die finanziellen Mittel, es stimmt das politische, wirtschaftliche und persönliche Umfeld. MORGEN kann es ganz anders aussehen.
Im Juni ist ein Freund meines Freunden ganz unerwartet verstorben, mit 54 Jahren. Im Grunde ist das ja kein Alter. Er wird niemals in Rente gehen und dann tun können, was er immer aufgeschoben hat, um es zu tun, wenn er mal Zeit hat. Der Mann einer Freundin ist letzte Woche mit Mitte 40 an Krebs verstorben. Ich könnte jetzt noch viele weitere aufzählen, die viel zu früh und plötzlich verstorben sind.

Ich habe auch Menschen im näheren und weiteren Umfeld, die plötzlich mehr oder weniger schwer erkrankt sind und körperliche Einschränkungen hinnehmen müssen. Sie werden viele Dinge niemals mehr tun können, die sie auf später verschoben haben.
Ich kenne Menschen, deren finanzielle Situation sich durch Krankheit oder Insolvenz des Arbeitgebers verschlechtert hat. Auch sie können dadurch viele Träume nicht mehr verwirklichen. Deshalb leben wir im Heute. Natürlich denken wir auch an eine mögliche Zukunft und sparen auch noch einen Teil unseres Geldes, aber eben nicht so viel, wie es uns theoretisch möglich wäre. Würden wir nur das nötigste kaufen und das übrige Geld für später bei Seite tun, wären wir wohl viel unglücklicher. Schließlich wollen wir auch heute etwas erleben und nicht irgendwann. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Was benötigt man zur Verwirklichung seiner Träume?

Es gibt ein paar Dinge, die man benötigt, um sich seine Träume zu verwirklichen. Das eine lässt sich ganz leicht aufbringen, das andere (was man oftmals aber gar nicht sooo dringend braucht) leider zu oft etwas weniger leicht:

  • Mut
  • einen Plan oder alternativ noch viel mehr Mut und Spontanität

Das wichtigste ist Mut. Klar braucht man für sein Traumhaus oder sein Traumauto auch Geld, aber wirklich wichtig ist der Mut. Ihr seid unzufrieden in deinem Job und wolltet schon lange etwas neues suchen? Dann zögert nicht länger und beginnt umgehend, eure Bewerbungsunterlagen zu aktualisieren und Bewerbungen zu schreiben! Ihr habt Kinder groß gezogen, aber das Studium nicht beendet und überlegt schon lange,  es noch einmal zu versuchen? Sammelt eure Unterlagen und schreibt euch an einer Uni oder eine Fernuni ein! Ihr spart seit Jahren und das Geld verschimmelt auf dem Sparbuch, obwohl ihr schon immer eine Strandbar in Thailand eröffnen wolltet? Dann tut es doch einfach! Ganz ehrlich, was kann denn passieren? Ja, die Ersparnisse könnten verloren gehen, wenn man kündigt ohne bereits einen neuen Job zu haben oder die Strandbar nicht läuft oder das Haus plötzlich ausbrennt oder das Auto einen Totalschaden hat. Aber was machst du derzeit mit all deinem Geld? Nichts? Und was wäre dann anders, wenn es weg wäre? Richtig, nichts!

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.  (Bertolt Brecht)

Yacht
Traum oder Albtraum? Es kommt hier ganz auf die individuelle Perspektive an.

Lasst die Angst nicht gewinnen, sondern den Mut. Aber werdet nicht übermütig. Ihr werdet nicht glücklich werden, wenn ihr eine tolle Villa mit riesigem Pool für 800.000€ kauft, wenn ihr nur ein Haus für 400.000€ stemmen könntet. Bleibt realistisch und übernehmt euch nicht. Verwechselt Übermut nicht mit Mut. Hört euch die Argumente eurer Freunde und Familien an und wägt dann ab. Wie rational sind ihre Argumente, was ist ihre Motivation? Hört zu, diskutiert, denkt darüber nach und überstürzt nichts. Ich habe immer alles lange geplant. Jahre vor dem Auslandsjahr angefangen zu sparen, nach dem Auto habe ich auch weit über ein Jahr gesucht.

Oder plant gar nichts und macht einfach. Einfach auswandern und vor Ort schauen wie es läuft. Scheitern könnt ihr immer, ob ihr euch vorher den perfekten Plan überlegt habt oder ob ihr etwas spontan macht. Ein Plan gibt euch natürlich eine gewisse Sicherheit, aber wie Murphy schon sagte:

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“

Verlasst euch also nicht komplett auf euren vermeintlich perfekten Plan, denn er wird ohnehin nicht funktionieren. Aber wenn ihr euch trotzdem einen macht, werdet ihr auf einiges ganz anders vorbereitet sein, weil ihr möglicherweise einen Plan B habt. Das wichtigste ist ja ohnehin, dass das, was ihr macht, euch glücklich macht und nicht die Eltern, Freunde, Arbeitskollegen oder wen auch immer.

Was hält Menschen davon ab, ihre Träume zu verwirklichen?

In erster Linie gibt es eines, was viele davon abhält, ihre Träume Realität werden zu lassen. Und das ist Angst. Angst vor dem Scheitern, vor der Kritik von Freunden und Familie, vor der Zukunft. „Kind, wie kannst du nur“, „bist du verrückt geworden?“, „das ist doch nur ein Hirngespinst und wird niemals klappen“ sind da wohl die häufigsten Kommentare, die man zu hören bekommen wird. In diesem Zusammenhang muss ich immer an folgenden Spruch denken:

„Alle sagten: Es geht nicht. Da kam einer, der das nicht wusste und tat es einfach“ (Goran Kicik)

Lasst nicht die Angst und Unsicherheit der Anderen zu eurer Angst und Unsicherheit werden, wenn ihr überzeugt davon seid, dass es klappen kann! Na gut, wenn euer Plan ist, eine Currywurst-Theke in einer Veganer-Kommune zu eröffnen, dann hört vielleicht doch besser auf eure Eltern, die euch davon abhalten wollen. Aber wenn ihr euch etwas lange überlegt habt, euren Traum schon so lange mit euch tragt ohne ihn zu verwirklichen, dann lasst euch von der Angst der anderen nicht länger aufhalten! Es ist euer Leben, ihr alleine müsst mit dem Erfolg oder Misserfolg leben können.

Drei grundlegende Schritte auf dem Weg zur Verwirklichung eurer Träume

  1. Werdet euch klar darüber, was euch wichtig ist und wovon ihr wirklich träumt.
  2. Schafft eine Basis bzw. macht einen Plan um eure Träume zu verwirklichen.
  3. Beginnt mit der Umsetzung.

Was wollt ihr eigentlich?

Bevor ihr irgendetwas verändern oder erreichen könnt, müsst ihr natürlich erst einmal wissen, was ihr wollt.
Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich darüber klar zu werden, was einem im Job so stört. Mittlerweile gibt es Coaches, die sich darauf spezialisiert haben, neue Jobperspektiven aufzuzeigen. Wie gut oder schlecht sie sind, kann ich nicht sagen, da ich mit meinem Job im Grunde zufrieden bin. Eine Auszeit vom derzeitigen Job kann aber auch schon helfen, eine Idee dafür zubekommen, was man eigentlich machen will. Eine interessante Möglichkeit eine neue Aufgabe im Ausland zu finden bietet die Seite http://www.escapethecity.org/. Dort werden regelmäßig Stellenangebote auch in exotischen Ländern veröffentlicht.
Und falls es doch eher materielle Dinge sind, die ihr euch wünscht, dann heißt es eben sparen oder einen guten Kredit finden. Und vor allem, lange genug planen um sich nicht am Ende zu übernehmen.

Die Basis muss stimmen

Es wäre naiv zu glauben, dass man einfach so losziehen und sich seinen Traum erfüllen kann, sobald man sich darüber im Klaren ist, was man eigentlich will. Natürlich benötigt man auch eine gewisse finanzielle Basis. Die Miete zahlt sich nicht von alleine und einfach den Job zu kündigen, weil man unzufrieden ist, führt in der Regel zu einer dreimonatigen Sperre beim Arbeitsamt. Diese Zeit muss man finanziell überbrücken können oder, was besser wäre, man kündigt erst, wenn man einen neuen Job hat. Zumindest denke ich so. Wobei der Sprung ins kalte Wasser durchaus gelingen kann und euch möglicherweise viel mehr Anreize gibt, Erfolg zu haben.

Man muss sich klar darüber sein, was einem wichtig ist und wie man seine Prioritäten setzt. Wer jede Woche dreimal essen gehen will und im monatlich fünf Paar neue Schuhe und drei  neue Handtaschen kaufen will, der sollte überprüfen, ob das alles nach einem Jobwechsel weiterhin möglich sein wird und darüber nachdenken, was wichtiger ist, Essengehen, Schuhe und Handtaschen kaufen oder eine berufliche Neuausrichtung, das neue Auto, Auswandern oder das Studium? Um das eine zu erlangen muss man leider oft auf etwas anderes verzichten.Fokussiert euch auf eure Träume und lebt das auch.

Traumvilla
Großes Traumhaus
Villa
Kleines Traumhaus

Oftmals lassen sich die Ausgaben schon mit recht wenig Aufwand einschränken. Außerdem hat fast jeder kleine und große Schätze in seinem Haus, die sich zwar nicht unbedingt zu Gold, aber immerhin zu Geld machen lassen. Ein paar Tipps, wie auch ihr es schaffen könnt eure regelmäßigen Kosten zu senken und ein kleines oder auch größeres finanzielles Polster zu schaffen um eure Träume zu verwirklichen, erkläre ich euch im nächsten Teil meiner Reihe „Verwirkliche deine Träume“. Denn leider ist es ja so, dass sich kaum ein Traum ohne einen finanziellen Grundstock verwirklichen lässt.

Neben dem finanziellen Aspekt muss man aber auch möglicherweise auf weitere Dinge achten. Wollt ihr auswandern, so wäre es hilfreich, sich vorher mit der Sprache und den Gesetzen vertraut zu machen. Wenn ihr euch selbständig machen wollt, müssen ebenfalls rechtliche Dinge geklärt werden. Wollt ihr einfach nur eine Auszeit, muss der Arbeitgeber früh genug informiert werden.

Auch die Familie sollte in die Planung involviert werden. Freunde kommen und gehen zu oft im Laufe des Lebens, aber die Familie ist unsere Wurzel, ohne sie kann es sehr schwierig werden, wenn man sich einsam fühlt oder Hilfe braucht oder auch den persönlichen Erfolg teilen will. Meine Familie hat mich sehr unterstützt als ich nach Japan gegangen bin, was die Autos betrifft waren sie anfangs schon skeptischer. Deshalb weiß ich, wie wichtig es ist, dass sie zumindest nicht völlig gegen das sind, was ihr euch vorgenommen habt. Das kann auf Dauer sehr belasten und die Freude an eurem Traum trüben.

Beginnt euren Traum zu leben

Sobald ihr also wisst, was ihr wollt geht es direkt ans Machen. Wenn ihr jetzt noch zögert, weil ihr denkt, es könnte zu früh sein oder der falsche Augenblick, dann werdet ihr möglicherweise niemals umsetzen, was ihr euch vorgenommen habt. Schreibt Bewerbungen, fliegt in das Land eurer Träume, gründet ein eigenes Unternehmen, schreibt den Roman, unterschreibt den Kaufvertrag, ganz egal, aber zögert es nicht mehr länger raus.

Ich weiß, dass es leichter gesagt ist als getan. Ich hatte so Angst vor der Unterschrift auf dem Kaufvertrag meines Autos und was meine Familie wohl sagen würde, dass ich nachts nicht mehr schlafen konnte. Und es kam wie erwartet, sie haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Aber mir meinen nicht abgerissen. Und im Nachhinein bin ich echt froh, dass ich es gemacht habe, sonst würde ich heute wohl nicht so viel Spaß haben. Natürlich sollte man auch nichts überstürzten, aber wenn ihr auf einen besseren Augenblick wartet, verstreicht dieser vielleicht, ohne dass ihr es gemerkt habt und plötzlich seid ihr alt oder krank oder beides ohne jemals wirklich gelebt zu haben. Deshalb zögert nicht und nutzt die erste Gelegenheit, die sich euch bietet, eine bessere bekommt ihr vielleicht nie wieder!

Hier geht es zu Teil 1 und Teil 3

Verwirkliche deine Träume – Teil 1

Willkommen zum Start meiner kleinen Reihe „Verwirkliche deine Träume“.

Dieser Beitrag ist mein bisher persönlichster Blogpost. Ich hoffe, dass er ein wenig zum Nachdenken anregt, wieso jeder seine Träume leben und die der anderen respektieren sollte.

Wir alle haben Träume und Wünsche. Vom eigenen Auto, Haus, von Kindern, vom Auswandern einem Jobwechsel, Umzug, Veränderungen. Aber selten höre ich von Freunden, dass sie ihre Träume wirklich verwirklichen. Ja, das Eigenheim und die Kinder, da trauen sich ja viele dran. Aber dann hört es oft schon auf. Wie oft habe ich schon gehört „mein Job nervt, ich würde am liebsten kündigen und etwas anderes machen“, „ich halte es hier nicht mehr aus, am liebsten würde ich auswandern“, „ach, wenn ich doch auch nur so ein Auto hätte“, „wie gerne würde ich einmal Schauspielunterricht nehmen“ „ich träume davon, irgendwann einmal ein Buch zuschreiben“ und so weiter und so fort.

Soll ich euch einmal etwas sagen? Seine Träume zu verwirklichen tut nicht weh, es kostet allenfalls Mut und manchmal leider auch Geld und immer etwas Zeit. Und ja, es wird euch oft auch Unverständnis erwarten, viele Freunde, Bekannte und Familienmitglieder werden versuchen, es euch eure großen, für sie utopisch erscheinenden Träume auszureden, weil es doch unvernünftig, gar dumm ist, was ihr vor habt. Träume zu verwirklichen ist eben nicht wie ein Einkauf im Supermarkt „einmal Auswandern in die Karibik bitte, nein nicht einpacken, direkt zum mitnehmen, danke“.  Wäre es so einfach, wäre es ja kein Traum. Sondern fast so etwas wie Alltag. Ich weiß wovon ich spreche, ich habe mir schon ein paar Träume verwirklicht. Im heutigen Blogpost möchte ich euch über meine ganz persönlichen Träume berichten, die ich mir bereits verwirklichen konnte.

Wolken

Warum Träume und Ziele so wichtig sind

Zunächst einmal, in meinen Augen sollte jeder einen Traum oder ein Ziel haben und dieses auch verfolgen. Für mich gibt es aber noch einen Unterschied, ein Ziel kann etwas rationales sein, wie der Uniabschluss oder die Fertigstellung des Eigenheims. Ein Traum ist mehr, er ist oft irrational und nur schwer zu begründen und etwas sehr individuelles. Träume können klein sein, eher Wünsche, oder groß, das spielt aber keine Rolle. Ein persönlicher Traum oder Wunsch ist etwas, das andere oft nicht verstehen. Wieso den super Job aufgeben, wieso sein Geld für ein Cabrio verschwenden, was soll Schauspielunterricht denn bringen? Ist die Reise nicht viel zu teuer? Alleine durch Südamerika wandern?? Aber genau das macht den Reiz aus, dass man etwas nur für sich tut und nicht für andere.

Träume geben uns einen Antrieb, füllen unser Leben mit Sinn. Wir werden aktiv und arbeiten daran, sie uns zu erfüllen. Manchmal gelingt es uns, manchmal nicht. Manchmal verändern sich unsere Träume oder wir verlieren sie aus den Augen. Manchmal zeigt sich, dass wir den falschen Weg eingeschlagen haben und uns mehr entfernt als ihnen genähert haben. Aber was auch immer geschehen mag, wir sollten niemals still stehen und nichts tun. Es ist dabei egal, wie groß oder klein, gewöhnlich oder ungewöhnlich dein Traum ist. Hauptsache es ist etwas, das dich glücklich macht und für dessen Erlangung du hart gearbeitet hast. Denn wenn du es leicht erreichen kannst, ohne Einschränkungen und Entbehrungen, wird es dich nicht lange glücklich machen.

Strand
Der Traum vom Auswandern! (danke an Henny Köhl für das Foto)

Meine Träume

Nach der Schule wusste ich nicht wirklich etwas mit mir anzufangen. Ich hatte keinen Plan, in welche Richtung mein Leben gehen sollte, also habe ich erst einmal eine Ausbildung im Reisebüro gemacht. Reisen und die Welt sehen, das war’s. OK, als Azubi sieht man nicht sooo viel, aber für die Algarve, das Wallis und die Azoren hat es gereicht, auch für Paris und Disneyland. Aber so wirklich glücklich war ich nicht, auch da sich aufgrund der Geschehnisse des 11. September 2001 und dem Erblühen des Internet vieles veränderte. Also beschloss ich, zu studieren. Wirtschaft sollte es werden, aber ein Thema, das nicht alle machten. Japanisch lernen wollte ich auch, also habe ich nach einem Vorgespräch mit dem Fachbereich Ostasienwissenschaften studiert.

Dank der Studienwahl bin ich mit 24 Jahren endlich für ein Jahr ins Ausland, nämlich nach Japan gegangen. Das war der erste wirklich große Traum, den ich mir verwirklicht habe. Schon während der Schulzeit wollte ich auswandern. Nun war es eben ein „Auswandern auf Probe“. Das eine Jahr in Japan war sehr aufregend, aber manchmal auch anstrengend. Ich war die ersten Monate nicht allein, da noch einige andere Kommilitonen dabei waren und unser Japanischkurs bis auf einen Chinesen nur aus Deutschen bestand, von denen wieder nur zwei nicht von meiner Uni waren.

Man kannte sich also, was das eingewöhnen etwas erleichterte. Aber da war auch die Familie in der Heimat, die ich vermisst habe, die Sprachbarriere (auf dem Papier kann man noch so toll Japanisch können, sprechen ist doch etwas anderes) und die kulturellen Unterschiede. Ich habe es beispielsweise nur selten erlebt, dass Japaner im Privatleben pünktlich sind. Trotzdem war ich insgesamt unglaublich glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben, ohne meine Familie in ein so weit entferntes und fremdes Land gegangen zu sein. Ein paar Impressionen aus Japan finden sich übrigens HIER.

Uenopark (15)
Kirschblüte in Ueno (Tokyo)

Wieder in Deutschland war mir klar, dass ich nicht noch einmal auswandern wollte, da mir meine Familie und mein Freund sehr gefehlt haben und ich nicht auf der anderen Seite der Welt sein will, wenn hier etwas passiert. Versteht mich nicht falsch, ich würde niemals sagen, man soll nicht auswandern wegen seinen Eltern oder Großeltern, weil sie einmal krank werden oder sterben könnten, aber ich habe für mich persönlich entschieden, dass ich dann in Deutschland sein möchte und nicht tausende Kilometer entfernt auf einem anderen Kontinent leben will. Dennoch bereue ich das eine Jahr in Japan in keiner Sekunde und je länger es her ist, um so mehr wünsche ich mich, doch wieder für eine Zeit dort zu leben.

Mein zweiter großer Traum war ein rein materieller, für mich aber dennoch nicht weniger bedeutender als das Jahr in Japan. Viele Jahre bin ich das alte Auto meiner Eltern gefahren, es reichte ja noch, um von A nach B zu kommen. Als der Ibiza dann aber nach mehr als einer halben Million Kilometer und fast 15 Jahren etwas in die Jahre kam, habe ich beschlossen, mir meinen ersten eigenen Wagen zu kaufen. Er hat immerhin halb Europa gesehen, war schon in der Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Österreich, Holland und Belgien. Und ich glaube auch in Frankreich. Das Auto hat schon einiges mitgemacht und war bereit, in den Autohimmel aufzusteigen. Ein plötzlicher Totalausfall des Ibiza machte dem ganzen einen Strich durch die Rechnung und ich musste vorerst doch einen alten Wagen fahren, den mein Vater glücklicherweise schnell und günstig organisieren konnte. Immerhin hatte der schon eine Klimaanlage!

Trotzdem habe ich weiter gesucht. Ich liebe ja schnelle Sportflitzer, ein Auto muss für mich „sexy“ sein, toll aussehen und sich sportlich fahren lassen! Ich bin zwar keine Raserin, aber wenn es mal geht fahre ich auch gerne zügig. Weil so ein Auto aber rational kaum zu begründen ist, habe ich mich natürlich auch bei anderen Fahrzeugen umgesehen. In der Zeit bin ich viel gependelt und dachte auch an eine Limousine.

Zufällig hat mein Freund sich Subaru BRZ und den Toyota GT86 (beide sind baugleich!) erinnert und wir haben beide direkt einmal ausprobiert. Und was soll ich sagen, ich habe in den Monaten danach mehrmals geträumt, dass eines dieser Autos mir gehören würde. Kein anderer Wagen hat mich so bewegt wie dieser. Ja, er ist unvernünftig (2+2 Sitzer, braucht Superplus, ist nicht ganz billig in der Versicherung, nicht geeignet um sperrige Gegenstände zu transportieren), aber ich war verliebt! Und zwar sowas von!

Und als wir auf der IAA 20013 den Subaru-Händler aus Duisburg getroffen haben, bei dem wir die Probefahrt gemacht haben und er genau den Wagen in der Ausstattung vorrätig hatte, wie ich ihn haben wollte, habe ich innerhalb von einer Woche alle Ersparnisse zusammengekratzt und den Vertrag unterschrieben. Und als Ausrede kann ich dazu noch sagen, dass mein Vater den Ibiza wieder flott gemacht und in der Stadt gefahren hat, aber der Zeitpunkt gekommen war, wo einfach nichts mehr ging und er unbedingt ein anderes Fahrzeug brauchte. Also sollte er den Golf bekommen, den er für mich gekauft hat und ich hatte einen guten Grund, den BRZ zu kaufen! Ja, was soll ich sagen, jeden Morgen wenn ich zu meinem Auto gehe, jeden Abend nach der Arbeit denke ich mir „was ein toller Wagen, und er gehört MIR!“.

BRZ_Blog
Subaru BRZ

Ähnlich geht es jetzt meinem Freund, der sich einen absolut unvernünftigen Wagen gekauft hat, aber ist unglaublich glücklich (und ich bin es auch, denn ich darf ihn auch fahren!). Meine Familie hält uns für verrückt und unvernünftig, unsere Freunde wissen es noch nicht einmal alle, aber das ist uns egal.

Ich habe derzeit alles, was mich glücklich macht. Einen guten Job, eine Familie, wir sind alle ziemlich gesund, mein Auto macht mir viel Freude und auch sonst gibt es nichts über das ich mich beklagen könnte. Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich schon so viel erreicht und erlebt habe und freue mich auf all die Dinge, die da noch kommen werden!

Im nächsten Teil möchte ich etwas weiter auf die Gründe eingehen, wieso jeder mehr an sich denken und an der Verwirklichung seiner Träume arbeiten sollte und euch ein paar Tipps geben, wie es auch ihr es schaffen könnt, an der Verwirklichung eurer Träume zu arbeiten.

Was für Träume habt ihr? Was habt ihr euch schon realisiert oder woran arbeitet ihr gerade? Falls euch das Thema gefällt, würde ich mich freuen, wenn ihr den Blogpost teilt und/oder kommentiert!

Hier geht es übrigens zu Teil 2 und Teil 3