Der Vulkan Acatenango in Guatemala

Wie aus einer geführten Wanderung ein echtes Abenteuer wurde!

Wenn man gerne reist ist man oft auf der Suche nach dem Unbekannten, nach dem Kick und vielleicht auch ein gutes Stück weit nach dem Abenteuer. So hat es uns auch auf den Acatenango Vulkan in Guatemala gezogen.
Ein Vulkan der seit einiger Zeit nicht mehr aktiv ist – aber einen unvergesslichen Ausblick auf den noch aktiven Fuego Vulkan bietet.

Die Wanderung geht los

Bereist um 8.00 sollten wir an dem vereinbarten Treffpunkt in Antigua sein. Mit dem Bus ging es von 1.500 auf 2200 Höhenmeter hinauf, bevor die Wanderung losgehen sollte.
Hier hatte man die Möglichkeit nochmal Getränke, Snacks und einen kleinen Wanderstock zu kaufen, welcher die Wanderung auf den Berg etwas erleichtern sollte. Gut ausgerüstet mit Taschenlampen, warmen Klamotten und natürlich Kameras ging die Tour um 9.30 dann endlich los.

Insgesamt lagen 1700 Höhenmeter vor uns. Wir wollten eine Nacht auf dem Vulkan bleiben um den atemberaubende Sonnenaufgang über den aktiven Fuego zu sehen. Der Aufstieg war richtig anstrengend. Bisher waren wir nur selten in den Bergen unterwegs und uns machte auch die dünnere Luft ab 3.000 Meter immer mehr zu schaffen. Jeder Schritt, jeder Atemzug wurde zu Qual. Unsere Gruppe bestand aus insgesamt 25 Leuten und 3 Guides die sich angestrengt den Berg hochschleppten.
Alle 300 Höhenmeter etwa gab es für die gesamte Gruppe eine Verschnaufpause, um etwas zu Trinken und um einen kleinen Snack zu sich nehmen zu können. Gegen 13.00 Uhr erreichten wir ein kleines Camp wo eine Gruppe Guatemalteken eine kleine Küche eröffnet hatten und Asia-Suppen für einen Dollar verkauften – nach so einem anstrengenden Anstieg war das natürlich eine willkommene Mahlzeit.

Das Basecamp am Acatenango vor den Augen

Da wir mittlerweile auf über 3.000 Meter waren wurde es auch langsam kälter und die Lunge und unsere Beine fingen langsam an zu brennen. Nach etwa einer Stunde setzen wir den Aufstieg fort.
Die Höhe setzte der gesamten Gruppe zu und der Ausblick war nur schwer zu genießen. Nach 3 weiteren Stunden, waren wir dann endlich in unserem Nachtquartier angekommen. Zeit für eine längere Pause!


Plötzlich wurde es Max aber richtig schlecht und er bekam Kopfweh. Er musste sich übergeben! Die Höhenkrankheit erwischte ihn volle Breitseite. Kurz nachdem wir angekommen war lag Max bereits am Schlafplatz und hatte keine gesunde Farbe mehr. Die Kombination aus Übelkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Erschöpfung setzte Max ordentlich zu.
Nachdem wir mehr als 2 Stunden auf dem Berg oben waren und auch die Medikamente gegen die Höhenkrankheit bei Max keine Wirkung zeigten entschieden wir gemeinsam mit den Guides einen nächtlichen Abstieg zu wagen! Ja genau nochmal das gleiche Spiel – nur diesmal nach unten, ohne Licht und noch etwas kaputter.
Nachdem wir etwa 600 Meter weniger Höhe hatten wurde die Übelkeit und das Kopfweh bei Max besser. Der schnelle Abstieg vom Acatenango wirkte wahre Wunder.
Der Abstieg dauerte von etwa 19.00 – 23.50 Uhr und ging hinab bis auf 2.200 Meter. Hier gab es dann die erst Möglichkeit das uns ein Fahrer aufpicken konnte der uns zurück nach Antigua bringen konnte.

Fazit Acatenango Tour

Die Acatenango Tour war ein echtes Erlebnis auf unserer Weltreise. Zugegeben war der Abstieg bei Nacht nicht ganz ungefährlich da man doch schnell abrutschen kann und dann sehr steil stürzt. Insgesamt aber ein echtes Erlebnis das wir definitiv nicht so schnell vergessen werden.
An dem Tag haben wir 1.700 Höhenmeter überwunden – sind 34 Kilometer gegangen und haben zwischen 6.400 – 8.100 Kalorien verbrannt. Für die Tour haben wir insgesamt 64 Dollar pro Person gezahlt. Eine Tour mit Kick!

Über die Autoren

Martina und Max sind ein Pärchen das seit Oktober 2018 durch die Welt reist. Während ihrer Open End Weltreise wollen sie mehr als 60 Länder auf 4 verschiedenen Kontinente bereisen. Auf ihren Weltreise Blog Travelgrapher berichten die beiden über ihre Abenteuer.


Vielen Dank an Martina und Max für den tollen Gastbeitrag! Bitte denkt dran, ihn zu teilen, zu pinnen, zu kommentieren und vor allem auch bei den beiden af dem Blog vorbeizuschauen! Falls ihr Fragen oder Anmerkungen habt, hinterlasst auch bitte einen Kommentar!

Planst du nach Japan zu reisen? Dann schau dir vorher an, was du mitnehmen und worauf du bei der Planung achten musst: So planst du deine Japanreise richtig – das musst du vorher wissen

 

Tokyo Asakusa – Was du unbedingt gesehen haben musst

Asakusa (jap. 浅草, ausgesprochen Asak’sa, dt. flaches Gras) liegt im östlichen des Zentrums gelegenen Stadtbezirk Taitō. Berühmt ist Asakusa vor allem für den Sensō-ji (浅草寺), der der älteste und bedeutendste buddhistische Tempel Tokyos ist. Im daneben liegenden Asakusa-Schrein (jap. 浅草神社, Asakusa-jinja) werden die drei Männer verehrt, denen man den Bau des Sensō-ji nachsagt.

Karte von Asakusa
Über den Dächern Asakusas

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Geschichte Asakusas

Eine Legende besagt, dass im Jahr 628 zwei Fischer-Brüder eine kleine Statue der Bodhisattva Kannon im Sumida-Fluss gefischt haben. Nachdem sie diese mehrfach wieder in den Fluss geworfen, aber jedes mal wieder in ihrem Netz gefangen haben, soll der Dorfvorsteher erkannt haben, dass die Figur heilig ist. Also wurde ein Tempel, der Sensō-ji, um die Figur erreichtet, wo die Figur fortan verehrt wurde.Mit den Jahren wurde der Tempel mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Er diente auch diversen Sekten als Haupttempel, ist heute aber Sitz einer eigenen Ausrichtung.

1649 ließ Tokugawa Iemitsu den Asakusa Schrein errichten, um die drei Erbauer des Sensō-ji zu verehren. Heute ist der Schrein Austragungsort vieler Matsuris, von denen das Sanja-Matsuri eines der drei gößten Tokyos ist.

Bis zum zweiten Weltkrieg war Asakusa als Vergnügungsviertel bekannt, in dem es viele Kabuki- und Rakugo-Theater gab. Nach der Meiji-Restauration siedelten sich dort auch immer mehr westliche Theater und später auch Kinos an. Seit Ende des zweiten Weltkrieges haben andere Stadtbezirke wie Shinjuku allerdings an Bedeutung als Vergnügungsviertel gewonnen.

Die Tempelanlage von Asakusa

Vielleicht ist denjenigen, die die japanischen Schriftzeichen genauer angeschaut haben, aufgefallen, dass die Schriftzeichen in Sensō-ji und Asakusa gleich aussehen. Das ist nicht etwa ein Fehler. Sensō ist eine alternative Lesart der Schriftzeichen für Asakusa. Und „ji“ bedeutet Tempel.

Tempelanlage von Asakusa

Vor der Tempelanlage befindet sich eine rund 250m lange Straße, die von vielen kleinen Läden gesäumt wird, die Nakamise Shopping Street (仲見世商店街). In den vielen kleinen Läden gibt es Souvenirs, Essen, Windspiele, Fächer, Porzellan, Essstäbchen und vieles mehr zu kaufen. Wenn du an der Asakusa Station ausgestiegen bist, dann kommst du hier ganz automatisch vorbei. Folge einfach den vielen Menschen zum Kaminarimon (雷門), auch genannt „Donnertor“. Direkt da hinter beginnt die Einkaufsstraße.

Kaminarimon, das „Donnertor“
Nakamise Shopping Street Asakusa Tokyo Japan
Nakamise Shopping Street
Nakamise Shopping Street

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Die eigentliche Tempelanlage beginnt am Hōzōmon (Schatztor) (宝蔵門). Westlich (aus der beschriebenen Richtung kommend rechts) vom Tor befindet sich die 53 Meter hohe Fünfstöckige Pagode (五重塔), direkt nördlich die Hondo (Haupthalle, 本堂) des Sensō-ji. Das Hōzōmon ist zwar etwas kleiner als das Donnertor, aber nicht weniger beeindruckend. Östlich findet ihr den oben bereits erwähnten Asakusa-Tempel. Wir haben ihn auf unserer Reise leider ausgelassen, deshalb gibt es dazu hier keine Bilder.

Hōzōmon (Schatztor)
Fünfstöckige Pagode
Blick auf die Hondo (Haupthalle) des Sensō-ji

Zur Tempelanlage gehört auch eine kleine Parkanlage, in dem noch einige weitere kleinere buddhistische Tempel sowie einige Statuen und Denkmäler stehen. Außerdem gibt es dort noch kleinere Bäche und Teiche, in denen du sehr viele farbenfrohe Kois findest. Du solltest also keinesfalls vergessen, dir die Parkanlage anzuschauen.

Bach in der Parkanlage des Sensō-ji in Asakusa

Öffnungszeiten:
Haupthalle: 6:00-17:00 Uhr (April-Sept.) und 6:30 Uhr-17.00 Uhr (Okt.-März)
Tempelgelände: Immer offen

Eintritt:
Frei

Was gibt es noch in Asakusa?

Ich bin ja kein großer Freund davon, von einer Sehenswürdigkeit zu nächsten zu hetzen. Oft findet man um die eigentliche Attraktion herum noch weitere wunderschöne Ecken. Asakusa ist ebenfalls mehr als nur die Tempelanlage. Viele kleine Straßen laden zum schlendern ein. Lasse die Häuser um dich herum auf dich wirken. Wenn du hungrig bist, findest du viele urige Restaurants.

Restaurants in Asakusas Seitenstraßen

Im Hanayashiki (花やしき) Freizeitpark kannst du Karussell oder Achterbahn fahren. Der Hanayashiki Freizeitpark ist der älteste Freizeitpark Japans. Der Eintritt kostet 1000yen, jede Attraktion muss aber extra bezahlt werden und kostet weitere 100yen. Du kannst aber einen Free Ride Pass erwerben und musst dann die Karussells nicht mehr extra bezahlen. Da ich kein besonders großer Achterbahn- und Karussel-Fan bin, ebensowenig wie mein Freund, haben wir den Freizeitpark auch ausgelassen. Dafür waren wir im angrenzenden Geschäft und haben uns die vielen Manga- und Anime-Suovenirs angeschaut.

Kleine, überdachte Einkaufsstraßen laden zum gemütlichen Bummeln und Geldausgeben aus. Auch hier findest du verschiedenste Geschäfte und Essensmöglichkeiten. Egal was ist, verhungern wirst du in Japan niemals müssen.

Viele weitere beeindruckende Bilder findest du übrigens auch auf Nicolas Blog Suitcase and Wanderlust. So zum Beispiel ihren Beitrag „Tokio Reise: Erlebe Japans Metropole in 4 Tagen“. Schau doch mal bei ihr vorbei!

Anreise nach Askusa

Mit der Tokyo Metro: Bahnhof Asakusa (Linien: Ginza oder Asakusa Linie) Achtung: Die Asakusa Linie ist nicht über das Tokyo Metro 24-Stunden Ticket abgedeckt!
Mit Tobu Skytree Line: Bahnhof Asakusa
Mit dem Tsukuba Express: Bahnhof Asakusa (nicht der gleiche wie der Metro Bahnhof

Metro Map von Tokyo, oben rechts findest du Asakusa

Hotel-Tipps Asakusa

Bis 50€: Hostels mit Schlafsälen
Bunka Hostel Tokyo
K’s House Tokyo – Backpackers Hostel

Bis 150€
Richmond Hotel Premier Asakusa International
Wired Hotel

Ab 150€
B:CONTE Asakusa
The Gate Hotel Asakusa Kaminarimon by Hulic
Ryokan Asakusa Shigetsu


Booking.com

Warst du schon in Asakusa? Was hat dir dort am besten gefallen? Bitte vergiss auch nicht den Beitrag zu teilen, wenn er dir gefallen hat. Das geht ganz einfach über die Buttons unterhalb des Beitrags. Trage dich auch in den Newsletter ein, um immer über die neuesten Blogbeiträge informiert zu werden.

 

 

 

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Die drei schönsten Fotospots in Neuseeland

Der heutige Beitrag stammt von Julian. Er verrät uns drei seiner liebsten Fotospots in Neuseeland. Wenn man die Bilder sieht, bekommt gleich Fernweh, nicht wahr?

Beitrag enthält Affiliate Links

Die drei schönsten Fotospots in Neuseeland

Neuseeland ist ein traumhaftes Land und was liegt näher als schöne Fotos zu machen? Neben einer wundervollen Landschaft besticht Neuseeland auch durch einen gut zu sehenden Nachthimmel. Aber wo kann man denn die schönsten Aufnahmen machen? Wir verraten dir die unserer Meinung nach schönsten Fotospots in Neuseeland. Welche Kamera du hast ist dabei relativ egal, genieße deine Zeit in Neuseeland und mach ein paar tolle Fotos.

Voraussetzungen

Um unsere Spots genießen zu können gibt es ein paar kleine Voraussetzungen, kein Hexenwerk aber nützliche Hilfsmittel die deine Fotos vor allem bei wenig Licht deutlich verbessern. Das wichtigste Hilfsmittel ist ein Fotostativ. Egal ob klein oder groß, für viele Situationen ist ein Stativ (unerlässlich und auch bei unseren Tipps kannst du mit einem Stativ mehr erreichen.

Unsere 3 schönsten Fotospots in Neuseeland

Cape Reinga

Cape Reinga ist an der nördlichen Spitze der Nordinsel gelegen. Neben einem traumhaften Leuchtturm gibt es hier auch den seltenen Anblick von zwei Meeren die sich farblich ineinander mischen. Der Pazifische Ozean im Osten trifft hier auf die Tasmansee im Westen. Für die Maori hat das Kap eine besondere Bedeutung. Von hier aus starten die Seelen der Toten den langen Pilgerweg zurück. Übersetzt heißt der Name für die Maoris Absprungplatz der Geister. Seit 1941 wird auf dem Kap der Leuchtturm betrieben. Mittlerweile automatisiert und ohne Leuchtturmwärter.

Cape Reinga

Der Foto Spot Cape Reinga

Ein traumhafter Foto Spot ist der Leuchtturm. Besonders abends in Verbindung mit einem Stativ kannst du hier großartige Fotos machen. Ab ungefähr einer Stunde vor Sonnenuntergang kannst du perfekt den Leuchtturm mit Sonnenuntergang kombinieren.

Sobald es fast dunkel ist startet auch das Licht des Leuchtturms, wenn du es richtig kombinierst kannst du hier also ganz bequem das Meer mit Leuchtturm und dem Leuchtfeuer fotografieren. Im richtigen Winkel sogar alles gleichzeitig.

Die perfekten Einstellungen für deine Kamera sind folgende. Iso möglichst niedrig, Blende 8, Belichtungszeit so lang wie nötig um ein korrekt belichtetes Foto zu bekommen. Fokus auf manuell (scharf stellen nicht vergessen). Selbstauslöser auf 2 Sekunden und die Kamera aufs Stativ. Gerne kannst du uns in den Kommentaren dein Traumfoto zeigen.

Cape Reinga

Lake Waikaremoana

Lake Waikaremoana ist ein traumhafter See im Osten der Nordinsel Neuseelands. Der See liegt weiter weg von allen größeren Städten und ist beliebt bei Naturliebhabern und Wanderern. Durch die Abgeschiedenheit bieten sich unzählige Fotomöglichkeiten an. Lake Waikaremoana ist gleichzeitig auch Heimat des ersten Greatwalks von Neuseeland. Ursprünglich entstand der See durch einen Erdrutsch der den Wakaretaheke River aufstaute.

Lake Waikaremoana

Der Foto Spot Lake Waikaremoana

Unsere Foto Spot Empfehlung am Lake Waikaremoana ist leider nur bei gutem Wetter möglich. Und zwar können wir dir Lou’s Look Out sehr ans Herz legen. Von Lou’s Look Out hast du eine traumhafte Aussicht auf Lake Waikaremoana und die kleinen Buchten.

Bei gutem Wetter kannst du sehen wie klar der See ist und wie der See ab den tieferen Schichten auf einmal dunkel wird. Tagsüber brauchst du hier kein Stativ und kannst bequem aus der Hand telefonieren. Am Abend und nachts gibt es bei klarem Himmel einen großartigen Sternenhimmel und ich kann dir wieder die Stativ Variante empfehlen.

Für abends die perfekten Einstellungen für deine Kamera sind folgende. Iso möglichst niedrig, Blende 8, Belichtungszeit so lang wie nötig um ein korrekt belichtetes Foto zu bekommen. Fokus auf manuell (scharf stellen nicht vergessen). Selbstauslöser auf 2 Sekunden und die Kamera aufs Stativ. Gerne kannst du uns in den Kommentaren dein Traumfoto zeigen.

Isthmus Peak

Der Isthmus Peak ist in der Nähe von Wanaka auf der Südinsel gelegen. Isthmus Peak ist 1385 Meter hoch und liegt genau zwischen den beiden Seen Lake Wanaka und Lake Hawea. Von oben hast du eine tolle Aussicht auf beide Seen, je nach Standort sogar gleichzeitig. Die Wanderung auf den Gipfel ist nicht ganz oben und du solltest dir mindestens 5 Stunden Zeit dafür einplanen. Die Aussicht wird dich aber entschädigen. Lohnenswert nur, wenn die Wolken relativ hoch sind und der Gipfel nicht in Wolken gehüllt ist.

Isthmus Peak

Der Foto Spot Isthmus Peak

Der Isthmus Peak ist uns besonders im Gedächtnis geblieben, weil man dort nicht nur einen tollen Blickwinkel bekommt. Während der Wanderung zum Gipfel wanderst du Serpentine um Serpentine nach oben und jede Windung bringt dir einen neuen Blickwinkel auf Lake Hawea. Sobald du oben auf dem Höhenzug bist, hast du die Aussicht auch in Richtung des Lake Wanaka.

Wenn du weißt wohin du schauen musst, kannst du sogar den berühmten Roys Peak sehen. Wo sich am Roys Peak aber die Touristen die Hand geben, kannst du je nach Jahreszeit am Isthmus Peak fast alleine sein. Vom Gipfelkreuz aus kannst du ein perfektes Panorama aufnehmen und beide Seen in ein Foto bannen. Tagsüber brauchst du hier ebenfalls kein Stativ.

Solange die Aussicht gut ist reicht es die Kamera auf Blende 8 und eine niedrige Iso Zahl zu stellen. Danach kannst du dich austoben. Vergiss nicht, Vordergrund macht Bild gesund. Geh etwas näher an den Boden, zeige ein Grasbüschel relativ dicht an der Kamera das in der Unschärfe nur schemenhaft zu erkennen ist. Schon wertest du dein Foto deutlich auf. Gerne kannst du uns in den Kommentaren dein Traumfoto zeigen.

Isthmus Peak

Über den Autor

Julian ist Fotograf aus Leidenschaft und betreibt zusammen mit Kathi den Reiseblog Projekt-Neuseeland. Im Blog kannst du weitere Informationen über Reisen sowie Work and Travel in Neuseeland finden. Ebenfalls kannst du Fragen stellen wenn du gerne auch nach Neuseeland möchtest.


Und? Bekommst du auch so viel Lust nach Neuseeland zu reisen wie ich? Hast du vielleicht sogar noch weitere Tipps für uns, wo man unbedingt fotografieren sollte? Hinterlasse doch einfach einen Kommentar und sage uns, wie dir der Beitrag gefallen hat!

Vorschläge für eine Fotoreise-Ausrüstung:

Objektive

Stative

Bücher

So planst du deine Japanreise richtig – das musst du vorher wissen

Im Mai fliegen wir nach Japan. 2006/2007 war ich bereits für fast ein Jahr dort zum studieren. Deshalb ist Japan kein totales Neuland für mich. Und doch hat sich seit dem so vieles geändert. 2008 bin ich nur Tourist nach Japan gereist und habe mir vor Ort kein Handy gekauft. Ich muss in Hotels wohnen und habe keine Studentenwohnung. Wäre etwas gewesen, dann hätte ich dieses Mal keine Arbeitskollegen gehabt, die mich zum Arzt begleiten.

Ich vermute, dass es den meisten, die nach Japan fliegen auch so geht. Deshalb ist es wichtig, sich vorab gut auf die Reise vorzubereiten. Was du vor der Abreise wissen musst, was für deine Japanreise alles in den Koffer gehört und was sonst noch wichtig und wissenswert ist, das erfährst du im folgenden Beitrag.

Vorbereitung Japanreise – Vor der Abreise

Für Japan benötigst du als Tourist kein Visum. Ein gültiger Reisepass für Reisen, die bis zu 90 Tage dauern, ist ausreichend. Du kannst vor Ort deine Aufenthaltserlaubnis auf bis zu 180 Tage ausweiten. Solltest du noch keinen Reisepass besitzen, dann bedenke, dass du in etwa 4-8 Wochen, zeitweise sogar noch länger rechnen musst um deinen Pass zu bekommen. Eine Einreise nur mit einem Personalausweis ist nicht möglich!

Drucke dir unbedingt die Adresse deines Hotels sowie eine Umgebungskarte auf Japanisch aus. Für den Fall dass du dich verlaufen solltest oder vergisst, wie die Haltestelle heißt, ist es so viel leichter, mit dem Taxi zu deinem Hotel zurückzufinden oder nach dem Weg zu fragen.




Geld für deine Japanreise

Ich empfehle auch, ein wenig Bargeld in Deutschland umzutauschen, damit du wenigstens genug hast, um vom Flughafen zum Hotel zu kommen. 2006 hatte ich nirgendwo Probleme, mit meiner Kreditkarte Geld abzuheben. Wenn ich mich richtig erinnere, ging es damals schon mit der EC Karte. Allerdings kostet es bei der Sparkasse immer Gebühren. Falls du noch genug Zeit bis zu deiner Reise hast, schaue doch einfach, ob du nicht ein Konto eröffnest, mit dem du kostenlos auch im Ausland Geld abheben kannst. Ob sich das aber wirklich lohnt musst du für dich entscheiden. Automatengebühren können übrigens trotzdem anfallen, die werden in der Regel auch nicht von deiner Bank erstattet.

 

Der richtige Krankenschutz für deine Japanreise

Wirklich empfehlenswert ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung! Ich bin war der Barmer versichert, für alle Reisen ins Ausland, die jeweils maximal 56 Tage dauern, kostet der Zusatzschutz fürs Ausland bei der HUK pro Jahr nur 9€. Das ist nicht viel Geld, kann dir aber im Ernstfall sehr viel davon sparen!

Während meines Studienaufenthalts in Japan musste ich mehrmals zum Jahr. Die Kosten hielten sich aber in Grenzen, die Mittelohrentzündung hat mich inklusive Untersuchung und Ohrentropfen etwa 25€ gekostet. Zum Zahnarzt musste ich auch, weil ich blöd auf eine Nuss gebissen und mir einen Schneidezahn verletzt habe. Auch hier hielten sich die Kosten in Grenzen. Allerdings war ich auch in Toyohashi und nicht in Tokyo beim Arzt. Bei größeren Verletzungen oder Krankheiten könnten durchaus höhere Arztrechnungen anfallen.

Günstig Bahnfahren in Japan

Falls du vor hast, viel mit dem Shinkansen zu fahren, könnte sich ein Japan Rail Pass lohnen. Die Preise auf Google sind ziemlich genau. Deshalb solltest du einfach gucken, was dich deine Fahrten kosten werden und ob es sich wirklich lohnt. Gegen einen Aufschlag kannst du ihn aber seit neuestem auch in Japan kaufen. Es gibt viele Anbieter, welcher der für dich passende ist, findest du ganz schnell über Google heraus. Ein sehr übersichtlicher Anbieter ist beispielsweise der Der Japan Rail Pass by Japan Experience. Die Seite ist auch auf Deutsch verfügbar und sehr übersichtlich.

Was musst du auf deine Japanreise mitnehmen?

Im Gegensatz zu Deutschland, wo 230 V aus der Steckdose kommen, beträgt die Stromstärke in Japan gerade einmal 100 V. Die Frequenz liegt je nach Region bei 50-60 Hertz. Um dein Handy dennoch aufladen zu können, benötigst du einen speziellen Adapter. Man kann diese Adapter anscheinend auch in Japan kaufen, aber ich empfehle, ihn dir unbedingt vor deiner Abreise zu beschaffen und mitzunehmen. Idealerweise nimmst du zwei oder drei mit, falls einer einmal kaputt geht oder du gleichzeitig zwei Geräte ans Stromnetz anschließen willst. Diese Adapter habe ich für meinen Urlaub gekauft (Affiliate Link):

Umgekehrt kannst du aber auch in Japan gekaufte Elektrogeräte in Deutschland verwenden, sofern sie unsere Stromstärke vertragen. Die meisten sollten das aber tun. Den Adapter kannst du nach deinem Urlaub ganz bequem über’s Internet bestellen oder direkt in Japan vor Ort kaufen

Vergiss nicht deine Kamera, das Ladegerät, ausreichend SD-Karten und eventuell einen Ersatzakku. Gleiches gilt für dein Handy. Falls du den Speicher deines Handys erweitern kannst, kaufe genug Speicherkarten, damit du nicht zu viele Fotos löschen musst und auch das eine oder andere Video machen kannst. Ich habe mir einen Vorrat folgender SD Karten angeelgt, da sie ziemlich schnell sind und zwei 32GB Karten billiger waren als eine 64GB Karte (Affiliate Link):

Fenistil! Die Mücken in Japan sind richtige Monster. Ich hatte damals tennisballdgroße Mückenstiche! Moskitos in Japan übertragen zwar keine Krankheiten, aber die Stiche jucken wie die Pest. Vorsorglich kannst du auch Autan einpacken. Frag aber nach, welche Sorten am besten geeignet sind, denn nicht alles wirkt bei allen Arten von Mücken. Aber als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte das auf jeden Fall ins Gepäck. Wir haben etwas gegen subtropische Mücken eingepackt und es hat auch ganz gut geholfen. Vor Ort solltest du aber im Bedarfsfall ein neues Mittel kaufen, falls dich die Moskitos vor Ort wirklich zu sehr piesacken.

Kleine Handtücher oder Waschlappen gehören auch unbedingt ins Gepäck. Gerade in den warmen Monaten ist es immer ratsam, einen feuchten Waschlappen und ein kleines Handtuch mitzunehmen. Die Handtücher kannst du dort aber auch vor Ort kaufen. Zusätzlich kannst du noch Deotücher und Reinigungstücher beziehungsweise Erfrischungstücher für die Hände einstecken. Bedenke, es kann in Japan erheblich schwüler werden als bei uns, da ist man für jede Erfrischung dankbar!

Denk auch an ausreichend Wechselschuhe. Kleidung kannst du problemlos waschen, zumindest unsere Hotels bieten alle eine Waschgelegenheit an. Mit dem Schuhe kaufen ist es aber etwas schwieriger, vor allem wenn du große Füße hast. Ich weiß nicht, ob es heute noch so ist, aber damals haben selbst die Japanerinnen nur selten passende Schuhe getragen. Das lag zum Großteil natürlich daran, dass sie Schuhe gekauft haben, die schön aussahen, egal ob sie passen, aber zum Teil bestimmt auch daran, dass es Schuhe manchmal nur in den Größen S, M oder L gibt… Bedenke aber gleichzeitig, dass du vermutlich eher bequeme Schuhe zum laufen brauchen wirst und nicht fünf Paar High Heels.

 

In Japan gibt es kaum öffentliche Mülleimer. Wenn du Plastikflaschen kaufst, dann sieht zu, dass du sie auch gut verstauen kannst. Entweder hast du einen Rucksack oder eine große Handtasche, oder du musst dir vor Ort eine Tragetasche besorgen. Damals gab es genug Plastiktaschen beim Einkauf dazu. Aber da wir hier mittlerweile alle etwas mehr an die Umwelt denken, versuche wenigsten die Plastiktaschen zu vermeiden, wenn du schon Müll produzieren musst (was sich ja leider nicht vermeiden lässt).

Internet in Japan

Auf dem Blog „Wanderweib“ findest du zum Thema Internet in Japan alles, was du wissen musst. Als ich 2006 da war, habe ich für ein Jahr einen Handyvertrag abgeschlossen. Damit konnte ich natürlich auch ins Internet (so es damals überhaupt schon groß etwas gab für’s Handy). Im Mai 2008 sind wir persönlich aber mit den öffentlichen WLAN Spots mehr als ausgekommen. An fast allen Bahnhöfen, teilweise sogar an Bushaltestellen und in den meisten Kaufhäusern und Restaurants gibt es WLAN. Und du bist ja schließlich zum Urlaub machen da und nicht um auf Facebook zu surfen, richtig?

 

Kennst du schon meinen Beitrag über Asakusa oder das Sanja Matsuri, dass während unseres Besuchs dort stattgefunden hat?

Ich hoffe, ich habe in meiner Auflistung nichts wichtiges vergessen. Falls doch, hinterlasse mir einfach einen Kommentar mit deinem Tipp. Und wenn du noch keinen Reiseführer zu Japan besitzt, dann schau dir doch einfach folgende Auswahl an (Affiliate Link):

Und falls du vor deiner Reise noch etwas Japanisch lernen willst, dann schau einmal bei Udemy rein, dort gibt es sehr gute Japanischkurse. Ich arbeite mich derzeit durch den Kurs N3, um mein eingerostetes Japanisch wieder aufzufrischen (Affiliate Link):

Blogperlen des Monats: Januar 2018

Was denn, ist schon wieder ein Monat vorbei? Auch in diesem Monat habe ich einige tolle Blogbeiträge gefunden, einige davon waren wirklich emotional und aufwühlend.

Blogperlen: Emotionales

Ganz oben auf der Liste steht der Beitrag von Nicole über ihr Sternenkind Hannah. Ich kannte die Geschichte zwar schon, aber es noch einmal zu lesen, mit den Fotos das bei, das war wirklich hart.

Manchmal verlieren wir uns in negativen Gedanken und sehen nicht, dass es oft nicht halb so schlimm ist, wie es scheint, auch wenn die Umstände oder eine Krankheit uns das glauben lassen. Für Anja von Love Anja Love hat der Tod einer anderen Bloggerin die Erkenntnis gebracht, dass sie weiterleben will und ihrer Krankheit endlich den Kampf ansagen wird.

Janine hat ebenfalls mit Depressionen zu kämpfen und hat einen sehr berührenden Beitrag über ihre Suizidgedanken geschrieben, den ihr auf Calistas Traum lesen könnt.

Manchmal stellen wir Erwartungen an unsere Partner, die diese nicht erfüllen können. Wir glauben dann, sie lieben uns nicht so, wie wir sie lieben. Doch wie oft zeigen sie uns ihre Liebe auf ihre Art und Weise, nur eben nicht in unserer Sprache? Einen wirklich wundervollen Beitrag dazu findet ihr auf Thrive Thirty One.

Blogperlen: Fotografie

Ich habe für 2018 beschlossen, mich noch stärker der Fotografie zu widmen. Daber liegen mir Landschafts- und Naturfotografie am meisten. Für tolle Landschaftsbilder ist es oft auch essentiell, das richtige Wetter zu erwischen. Bastian verrät auf seinem Blog, auf was ihr achten müsst, um beispielweise Nebel vorhersagen zu können.

Ein sehr schöner Blog mit vielen tollen Tipps ist Flocutus. Schaut euch unbedingt Florians 20 Fototipps and Tricks an!

Blogperlen: Reise

Mit zur Eisfigurenausstellung bei Berlin nimmt uns Andrea von Lifestyle Potpourri.

Blogperlen: Finanzen

Millionär sein, wer will das nicht? Und es ist doch ganz einfach, oder? Ich bin Millionär! Hell yeah, baby! ist absolut lesenwert. Aber vorsicht, wer hofft, hier Tipps zu finden, wie man in lurzer Zeit ohne Aufwand oder Riskio zum Millionär wird, der wird vermutlich enttäuscht sein.

Blogparade

Ich habe mich diesen Monat an einer Blogbarade mit dem Thema „Mein erstes eigenes Auto“ beteiligt. Wieso macht ihr nicht auch mit?

 

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich im Januar einige sehr bedrückende Posts gelesen. Ich bewundere alle Bloggerinnen, die so offen und ehrlich über ihr Probleme, Ängste und Sorgen schreiben. Keine Sorge, ich trage mich nicht mit negativen Gedanken, aber irgendwie ist es doch immer so, dass man etwas zu einem Thema liest und plötzlich ganz viele Beiträge dazu findet, die meistens unabhängig voneinander geschrieben wurden.

Andere Beiträge sind schon älter, ich habe sie beispielsweise dadurch gefunden, das sich mir die Blogs der Kommentatoren angesehen habe. Da sind oft auch sehr tolle Blogs bei! Habt ihr weitere Tipps für mich? Oder eure Januar-Favoriten vorgestellt? Dann lasst es mich wissen, postet eure Links am besten in die Kommentare.

Blogperlen des Monats: Dezember 2017

Blogempfehlung

Frohes Neues Jahr!

Im Dezember haben viele Blogs vor allem weihnachtliche Themen gepostet. Noch mehr schienen nur Adventskalendergewinnspiele gepostet zu haben. Da war es gar nicht so einfach, spannende Themen zu finden. Denn den besten Weihnachtsbraten wollte ich euch nach Sylvester nun auch nicht mehr servieren, ich denke, wir haben alle genug geschmaust. Pinterest sei Danke, ich habe auch im letzten Monat doch einige Blogperlen gefunden, die ich euch heute vorstellen möchte. Interessanterweise viel mir diesen Monat die Auswahl besonders schwer, da ich trotz Adventskalender, Geschenktipps oder Rezepten, die nur vom angucken dick machen, über viele tolle Blog gestolpert bin.

Blogempfehlung

 

Blogperlen Lifestyle

Ist Etikette tot? Oder erwarten wir zu viel? Darüber wird auf A Bowl Full of Cherries diskutiert. Wie denkt ihr darüber?

Warum sind LIfestyleblogger eigentlich wichtig? Woher kommt ihre Daseinsberechtigung, wenn es doch immer heißt, man solle sich eine Nische suchen? Chelsie hat dazu einige sehr schöne Gedanken in ihrem Blogbeitrag niedergeschrieben.

Als alter Musical-Fan muss ich euch auch auf dieses Interview hinweisen!

Eine kleine Geschichtsexkursion über Lametta und ob früher wirklich alles besser war bieten und Volker und Katja auf ihrem Blog Kurvigeliebe:

Blogperlen: Blogempfehlungen

Ich habe einen sehr inspirierenden Blog gefunden, den ich euch heute dringend ans Herz legen will. Egal ob im Sport, im Job oder beim Bloggen, manche haben mehr Talent als andere.  Silviu Reghin hat dazu einen sehr guten Blogbeitrag verfasst. Fragt mich bitte nicht, wieso es hier mit dem Vorschaubild nicht klappt, schaut bitte trotzdem auf seinem Blog vorbei!

„Wir sind immer der Durchschnitt der 5 Menschen mit denen wir uns regelmäßig umgeben.“ – Jim Rohn. Dieses Zitat sagt im Grunde alles. Umgibst du dich mit den richtigen Menschen? Auf Tellyventure gibt es dazu einen unbedingt lesenswerten Beitrag. Im Übrigen kann ich euch nur empfehlen länger auf dem Blog zu stöbern!

Was waren denn eure liebsten Beiträge im Dezember? Über was für Blogperlen seid ihr gestolpert, die ich hier nicht aufgezählt habe? Bitte vergesst auch nicht, diesen Beitrag zu teilen und auf Pinterest zu pinnen! Folgt ihr mir eigentlich schon per Mail? Nein? Dann holt das noch schnell nach, damit ihr zukünftig jeden Monat die Blogempfehlungen erhaltet!

Roadtrip mit Hindernissen – Tag 1: Der Unfall

Bayern

Seit 10 Jahren hatten mein Freund und ich keinen gemeinsamen Urlaub mehr. Er hatte mich damals in Japan besucht, aber selbst das kann man ja kaum Urlaub nennen. Mit einer Freundin war ich 2009 in der Türkei. Danach haben wir die Freizeit meistens wegen Geldmangel daheim verbracht. Später, als wir nach Stuttgart gezogen sind, wollten wir im Urlaub die Familie besuchen oder einfach daheim ausruhen und Liegengebliebenes aufarbeiten. Aber dieses Jahr sollten es wenigstens 5 gemeinsame Tage Urlaub werden!

Geplant war auf jeden Fall zunächst die Großglocknerhochalpenstraße zu befahren. Mit dem Cabrio würde das vermutlich ohnehin das absolute Highlight unsere Reise werden! Also bin ich Freitag noch zum ADAC und habe dort die Vignette für Österreich gekauft und dazu den Gutschein, um die Hochalpenstraße rund 5€ billiger befahren zu dürfen. Am Samstagmorgen wollte mein Freund dann unbedingt noch ein Hotel buchen, ich hätte ja erst vor Ort geschaut, wo wir bleiben, wo es uns gefällt und was es dort so gibt. Aber gut, für etwas über 100€ gab es dann ja doch noch ein hübsches Zimmerchen nicht weit von der Mautstation entfernt. Und da es ein Roadtrip werden sollte, kam es ja auch nicht auf 5 Kilometer mehr oder weniger an.

Roadtrip – endlich geht es los!

Um kurz nach 8 Uhr, das Auto war bereits vom Vorabend gepackt, sind wir gemütlich losgefahren. Das Wetter war super, die Straßen bis München frei. Bei München sind wir dann von der Autobahn abgefahren, da das Navi Stau gemeldet hat. Die Landschaft war schon sehr schön und wurde immer schöner, je näher wir den Bergen kamen. Langsam hat sich bei uns das Urlaubsfeeling breit gemacht. Sommer, Sonne, grüne Wiesen und Wälder so weit das Auge reicht und am Horizont schon die Alpen, die mit jedem Kilometer näher kamen. Und was auch immer man im Ernst oder Scherz über die Bayern sagt, eines muss man ihnen lassen: Sie wissen wie man Straßen baut! Kaum Schlaglöcher, alles supergut gepflegt. Ideal also für unser Cabrio!

Gegen 12 Uhr wurde es uns langsam aber zu warm. Deshalb haben wir in einem Dorf angehalten, uns mit Sonnencreme eingeschmiert und ein erfrischendes Eis gegessen. Außerdem sollte man ja ohnehin öfter eine kurze Pause einlegen und sich die Beine vertreten. Zum Ende der Pause habe ich meine Kamera aus dem Kofferraum geholt und angefangen, während der Fahrt Fotos zu machen. Natürlich sind sie nicht so perfekt geworden wie sie hätten werden können, aber wenn wir an jedem Gänseblümchen angehalten hätten, wären wir vermutlich immer noch nicht an der Grenze.

Bayern

Katastrophenalarm!

Kurz nach Rosenheim führte unser Weg wieder für einige Kilometer auf die Autobahn. Aber nicht lange. Schließlich macht Autobahn fahren keinen Spaß und der nächste Stau wäre eh zu erwarten gewesen. Am Chiemsee haben wir wieder auf die Bundesstraße gewechselt. Der B307 folgend wollten wir bei Kössen über die Grenze fahren. Wollten, denn daraus wurde nichts mehr. Wenige Meter nach Schlechen im Kreis Grassau kam uns eine Gruppe Fahrradfahrer entgegen. Und ein Mercedes, der noch unbedingt überholen wollte, obwohl ganz klar zu sehen war, dass wir zu nah dran sind und es keine Möglichkeit für uns gab, nach rechts auszuweichen. Den 3 Meter tiefen Graben wollten wir nämlich nicht runterfahren!
Dank einer Vollbremsung, sehr guten Bremsen und den besten Reifen, die für das Auto erhältlich waren, ist es zum Glück nicht zu einem Frontalzusammenstoß gekommen. Allerdings war der VW Bus nicht mit auch nur annähernd so guten Bremsen und Reifen ausgestattet! Wenige Augenblicke also nachdem mein Freund den Wagen zum Stillstand gebracht hatte, verspürten wir einen Ruck und hörten einen Knall. Da war klar, dass unser Roadtrip vorbei war, bevor er richtig angefangen hatte… Übrigens war es gerade etwa 13:40 Uhr.

Der Schaden war beträchtlich, aber zum Glück nur am Auto, uns und auch dem Hintermann ist nichts passiert. Ich habe sofort die Radfahrer gerufen, die den Unfall mitbekommen haben und ohnehin schon stehen geblieben sind. Die Polizei war nach rund 30 Minuten da, der Abschlepper nur etwa 5 MInuten später. Dank der Zeugenaussage der Fahrradfahrer und auch der Aussage des Hintermannes, war die Sachlage ganz schnell geklärt und unser Auto konnte verladen werden. Natürlich traf uns keine Schuld, der Hintermann hat einfach nicht genug Abstand gehalten. Dennoch haben wir uns geärgert, dass der eigentliche Unfallverursacher einfach abgehauen ist, obwohl er mitbekommen hat, dass er einen Unfall verursacht hat! Richtig assi der Typ! Gut, für uns spielt es im Grunde keine Rolle, aber trotzdem geht so ein Verhalten gar nicht! Hoffentlich hat der Typ nachts nen Motorschaden, 10km vom nächsten Ort entfernt und sein Handyakku leer!

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Keiner kann oder will helfen!

Angekommen an der ADAC-Station dachten wir, es würde bald weitergehen, immerhin sind wir ADAC-Plus Mitglieder und der ADAC sorgt schon für unsere Mobilität. Ja ne. Wir sollten selber nen Mietwagen organisieren, weil wir dann länger Anspruch hätten. Der ADAC stellt den Wagen nur für 7 Tage und auch nicht in unserer Fahrzeugklasse. So nett der Typ auch war, der uns abgeschleppt hat, wirklich geholfen hat er uns danach nicht mehr. Und seine Kollegen noch viel weniger. Wir durften auch nicht das Festnetztelefon benutzen, obwohl der Handyempfang megaschlecht war! Gnädigerweise wurde uns wenigstens gestattet, die Handys aufzuladen.

Wir haben alle Autovermietungen angerufen, die es in Rosenheim und Umgebung gibt. Mehrmals. Natürlich sind wir jedes Mal in irgendeiner Warteschleife gelandet. Die Mitarbeiter wollten uns dann verbinden, weil das ja ein Versicherungsfall ist. „Warten Sie, ich verbinde Sie dafür nach Hamburg“ – Warten – „Tuttuttut“. Wieder angerufen. „Oh, das tut mir leid, hier, ich gebe Ihnen die direkte Durchwahl und verbinde Sie nochmal“ – „Halt, bitte wa…“ – „Bitte wählen Sie Ihr Anliegen: Wenn Sie einen Unfall mit einem unserer Fahrzeuge hatten, wählen Sie die 1, für Sonstiges die 3, für …“ – „3“ Dann stelle sich heraus, dass wir statt in Hamburg in Berlin gelandet sind! Es ist uns nicht einmal gelungen, mit der richtigen Abteilung zu sprechen! Das ganze war wie bei Asterix und Obelix, die den Passierschein A38 brauchten:

Wir haben auch versucht, von der Versicherung Auskunft zu bekommen, bis zu welchem Betrag wir denn einen Mietwagen nehmen könnten (Eigentlich ist es ja eine Stufe unter der des verunfallten Fahrzeugs), aber da wurde uns nur gesagt, der Wagen wäre nicht mehr versichert (WTF???). Also wieder versucht, über den ADAC einen Mietwagen zu bekommen. „Wir verbinden Sie nach München“ – „Da geht keiner ran, wir sind bereits dreimal aus der Warteschlange geflogen“ – „Ja, es gab heute viele Unfälle“. Aha. Deshalb lässt man seine Mitglieder irgendwo in der Pampas stehen? Vom ADAC hätten wir wirklich mehr erwartet!

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Das Grauen nimmt kein Ende

Irgendwann lagen bei mir die Nerven blank. Denn mittlerweile war das Büro geschlossen, es dämmerte und in der Ferne zog ein Gewitter auf. Unser Gepäck war auch noch im Auto, der Wagen stand aber in einer abgeschlossenen Garage. Der nächste Notdienstmitarbeiter, der aufkreuzte, musste uns erst einmal das Tor öffnen, damit wir wenigstens an unser Gepäck kamen. Eine Nachbarin, die ich dann irgendwann nach dem nächstgelegenen Hotel gefragt habe, hat uns kurzerhand direkt hingefahren. Mein Freund hatte da auch angerufen, es gab auch noch ein freies Zimmer. Puh, immerhin mussten wir nicht im Warteraum übernachten.

Im Hotel angekommen haben wir zwei Einzelzimmer, die über das Bad verbunden waren, bekommen. Das Hotel war leider nicht sehr gut, dreckig, es gab kein Restaurant, die Betten total durchgelegen und unbequem. Mein Freund hat seine Matratze kurzerhand einfach neben meinem Bett auf den Boden gelegt. So konnten wir wenigstens in einem Raum schlafen. An dem Abend haben wir auch noch einen netten Herren aus Böblingen kennengelernt, der uns zum nächstgelegenen Lokal gefahren hat, damit wir noch etwas zu Essen bekommen. Außer Frühstück und Eis hatten wir an dem Tag ja nichts. Das Essen war aber nicht so berauschend und irgendwie hatte ich auch nicht viel Hunger. Wir sind also bald wieder zurück ins Hotel und haben versucht, wenigstens etwas Schlaf zu bekommen…

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Ich möchte euch an dieser Stelle noch einmal eindringlichst darauf hinweisen, dass jeder noch so gute Fahrer unverschuldet in eine gefährliche Situation kommen kann! Deshalb macht bitte unbedingt ein Fahrsicherheitstraining, ganz besonders, wenn ihr (oder eure Liebsten!) viel fahrt oder vor habt, im Ausland zu fahren, wo die Regeln andere sind als in Deutschland und die Straßen möglicherweise auch nicht so gut. Das gibt euch eine gewisse Sicherheit in ungewohnten Situationen, besonders, wenn das Training mit dem Fahrzeug stattgefunden hat, mit dem ihr reisen wollt. Achtet auch immer darauf, die bestmöglichen Reifen zu kaufen, nehmt keinen Billigschrott! Die Reifen sind das einzige, was euer Auto mit der Straße verbindet, es gibt keinen Anker oder Rettungsschirm! Und eure Bremsen sollten auch gut sein. Im Nachhinein sind wir froh, so viel Geld für Reifen ausgegeben zu haben. Drei oder vier Meter mehr Bremsweg und es hätte ganz anders ausgehen können!

Tja, das war er also, unser erster Urlaubstag. Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, der weiß natürlich, dass wir den Roadtrip noch fortsetzen konnten. Aber bis dahin gab es noch einige Hindernisse zu überwinden. Doch davon berichte ich euch in meinem nächsten Beitrag! Dann gibt es auch mehr Bilder. Da der erste Tag so früh und so abrupt endete, habe ich natürlich kaum Fotos machen können.

Hattet ihr auch schon so einen Horrorstart in den Urlaub? Oder habt ihr einen Roadtrip gemacht, der besser lief als unserer? Erzählt mir doch in den Kommentaren davon!