Neujahr 2007 in Japan

Heute möchte ich dir über mein Neujahr in Japan berichten. 2006 bin ich zum studieren nach Japan gegangen. Da man ja von dort nicht mal eben über die Feiertage nach Hause fährt, habe ich Weihnachten und Neujahr also auch in Japan verbracht. Meine Tandem-Partnerin hat mich eingeladen, über Silvester mit zu ihrer Familie aufs Land zu fahren. Also haben wir uns mit dem Zug auf nach Gifu gemacht.


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Am Tokyo Bahnhof – alles in Reih und Glied

Da zum Jahreswechsel gefühlt die halbe Bevölkerung Tokyos zur Familie auf’s Land fährt, waren die Züge auch entsprechend voll. Schon am Bahnhof waren Menschenmassen unterwegs, wie ich sie vorher nie gesehen habe. Aber anders als ich es aus Deutschland kenne gab es an den Bahnsteigen kein Gedränge und Geschupse. Nein, man stellt sich hinten an und wartet. Und wartet. Und wartet. Die Züge fahren ja unterschiedlich, je nachdem wo man hin will.

Und ähnlich wie bei uns gibt es schnellere und langsamere Züge, die unterschiedlich viel kosten und die man nehmen kann oder eben auch nicht. Wenn man wie wir nicht reserviert hat, dann steht man eben, bis in einem Zug Platz ist. Das hat bei uns rund zwei Stunden gedauert. Ist der Zug voll, dann wartet man auf den nächsten. Von Deutschland kenne ich ja nur, dass man sich trotzdem noch reingequetscht. Man beachte aber auch, dass wir hier vom Shinkansen reden und nicht von der örtlichen S-Bahn- Denn da wird sich auch in Japan so gequetscht, dass einem eine Sardinenbüchse im Vergleich dazu luxuriös vorkommt.


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Silvester in Japan

Nachdem wir dann also am 31.12.2016 in Gifu angekommen waren, habe ich mich total auf Silvester gefreut. Endlich sehen, wie es in Japan gefeiert wird. Die Eltern der Freundin leben in einem alten Haus auf dem Land, das war noch zum Großteil richtig klassisch, mit Holz und Schiebetüren. Auf den Bildern siehst du, wie die Häuser im Ort von außen ausgesehen haben. Bei den Kimonofotos sieht man ihr Haus auch ein wenig von innen.

 

In diesem Ort wohnt die Familie meiner Freundin
Gifu Japan
Ein traditionelles japanisches Haus in Gifu, Japan

Nach der Begrüßung durfte ich erst einmal das Familienerbstück, ein altes Samuraischwert anschauen. Anschauen, nicht anfassen, das war angeblich schon viele hundert Jahre alt (sah aber aus wie gerade eben erst hergestellt). Leider habe ich davon kein Foto gemacht.

Gegen 17 Uhr hat sich dann der Vater verabschiedet, er gehe jetzt schlafen. Ja, er steht immer um 3 Uhr auf (er hat ein eigenes Unternehmen und muss da früh hin), deshalb geht er immer früh ins Bett. Äh, an Silvester? Ja, auch an Silvester. Morgen haben wir aber viel vor! Ok. Was soll man da noch sagen… Um 20 Uhr war auf einmal die Mutter verschwunden und um 22 Uhr ist auch noch meine Freundin eingepennt! Also habe ich beschlossen, den Jahreswechsel ebenfalls zu verschlafen und um 23 Uhr dann auch das Licht ausgemacht.  So viel dann zu den japanischen Silvestertraditionen… Bis heute habe ich also leider noch kein traditionelles japanisches Silvester erleben können.

Neujahr in Japan

Der Neuhjarstag war im Gegensatz zum Silvesterabend schon spektakulärer. Zum Neujahrstag sind wir nämlich, wie es die Tradition so will, zu verschiedenen Tempeln und Schreinen gefahren. Irgendwie kann ich mich kaum erinnern, ich war noch so müde und so überwältigt von den vielen Eindrücken, dass ich mir gar nicht die Namen merken konnte wo wir eigentlich waren. Halt irgendwo in Gifu.

Kranichketten zu Neujahr in Gifu
Überall hängen Kranichketten

Neujahrspilgern in Gifu

Wie man sieht, war das Wetter nicht so toll. Es hat leider oft und viel geregnet.  Aber egal, dafür war es trotzdem sehr schön! Überall hingen Kranichketten mit aus Papier gefalteten Kranichen.



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Und auch sonst waren alles schön dekoriert und auf Besucher eingestellt. Es gab auch Fressbuden mit für uns ausgefallenen Speisen wie Oktopusbällchen. Oder französischen Hunden. Bemüht man Google, findet man in der Bildersuche ganz viele niedliche Hundebilder. Aber keine Angst, es wurden keine Hunde gegrillt!! Ich meine mich zu erinnern, dass es eher Hot Dogs, also Brötchen mit Würstchen waren. Korrigiert mich, wenn ich mich irre…

Kimono, Kleinwagen, egal, alles teuer!

Am nächsten Tag sind wir dann noch zur Familie gefahren. Meine Freundin und ich sollten dazu Kimonos anziehen. Sie hatte ihren noch vom Schulabschluss, ich habe einen von ihrer Mutter bekommen. 30 Jahre alt und handbemalt. Der meiner Freundin war auch handbemalt und hat umgerechnet damals rund 15.000€ gekostet. Ja, die Nullen stimmen! In Worten „fünfzehntausend“. Ich hab gedacht, andere geben für Autos weniger aus… Ich soll mir keine Sorgen machen, es sei alles gut, es kann nichts passieren. Und wenn ich doch nen Fleck rein mache, das kostet nur etwa 10.000Yen ihn wieder zu entfernen (damals waren das rund 70€ zum aktuellen Wechselkurs). Ihr könnt euch bestimmt denken, wie wohl ich mich also gefühlt habe, mit dem Kimono einer fremden Frau zu fremden Leuten zu fahren und dort Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen… Aber zum Glück ist alles gut gegangen!

Das Anziehen ist übrigens eine echte Kunst. Über die eigene Unterwäsche zieht man ein fast durchsichtiges Hemdchen (deshalb davon auch kein Foto!), da drüber kommt eine Art Überunterhemdchen, das schon festgeschnürt wird (verzeiht wenn ich jetzt nicht alle Namen aller Kleidungsstücke kenne und benenne), bevor der eigentliche Kimono angezogen wird. Und dieser wird dann mit einem sehr kunstvoll geknoteten Gürtel festgebunden. Nur die Schuhe waren mir etwas zu klein.

Tja, so viel zu meinem Jahreswechsel in Japan. Ich hoffe, ihr hattet etwas Spaß beim Lesen! Und falls ihr meine vorherigen Beiträge verpasst habt, dann schaut doch einmal hier: Alle Beiträge über Japan

Wenn ihr wollt, dann berichtet mir doch auch von euren Japanerlebnissen! Vielleicht habt ihr ja selber Silvester in Japan oder mit japanischen Freunden verbracht? Was habt ihr da so gemacht?

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Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 31. Dez. 2016, als dieser Blog noch unter dem Namen Die Prüfkiste lief.

Geschenkideen für Japan-Fans

Geschenkideen für Japan-Fans

(Update November 2019) Hast du einen Japan-Fan in deiner Familie oder deinem Freundeskreis? Hast du schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Vielleicht steht bald ein Geburtstag an, für den du noch auf der Suche nach dem ultimativen Geschenk bist? Oder willst du dich selber beschenken? Dann lasse dich heute inspirieren von meinen Geschenkideen für Japan Fans! Ob Geschirr, Deko, Spielzeug, Filme, Bücher oder Essen, meine absoluten Favoriten habe ich dir hier zusammengestellt.

Bei meiner Auswahl habe ich mich bemüht, dir nur Produkte vorzustellen, die in Japan (und nicht etwa China) hergestellt werden oder mindestens von japanischen Designern stammen. Trotz allergrößter Sorgfalt und Recherche bei Unsicherheiten kann ich aber nicht dafür garantieren, dass alle gemachten Angaben auch tatsächlich richtig sind. Damit du alles zusammen kaufen kannst, habe ich Amazon als Quelle ausgewählt.

Bitte bedenke auch, dass nicht alle in Japan verkauften Produkte auch dort hergestellt werden. Und nur weil etwas aus China stammt, muss es nicht automatisch schlecht sein. Deshalb wirst du vereinzelt auch Produkte finden, die möglicherweise nicht aus Japan stammen. Das wird aber soweit wie möglich eher eine Ausnahme bleiben.

Ich kann dir versichern, dass die Erstellung des Beitrags viele Stunden in Anspruch genommen hat. Nicht immer war die Herkunft eindeutig ausgewiesen, dann war ein wenig Recherche nötig. Und um auch wirklich schöne oder ausgefallene Dinge zu finden, musste ich teilweise über 200 Seiten zu einem Suchwort durchsehen. Denn auf Seite 1 gucken kann jeder, die wahren Schätze verbergen sich oft auf den hintersten Seiten.


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Make-up und Kosmetik aus Japan

Jeder, der einmal in Japan war, weiß, dass Japanerinnen extrem großen Wert auf ihr Äußeres legen. Pflegeprodukte und Kosmetik sind für die meisten Frauen in Japan sehr wichtig. In fast allen Kaufhäusern gibt es Schminkräume mit teilweise extra beleuchteten Spiegeln. Wenn du nach einem wirklich besonderen Geschenk für eine Frau suchst, sind japanische Kosmetikprodukte deine Wahl.

Natürlich darf auch das richtige Make-up nicht im Schminkschrank eines echten Japan-Fans fehlen. Von relativ günstig bis absolut hochwertig findest du in Japan jede Art von Make-up. Sicher ist da auch für dich das passende Geschenk dabei.

Geschirr und Keramik

Hochwertiges japanisches Keramik-Geschirr ist oft in aufwendiger Handarbeit bemalt. Aber auch Produkte, die für die breite Masse hergestellt werden sind oft wunderschön.

Wie wäre es mit wunderschönen Schalen für Miso-Suppe oder Reis?

Reisschüsseln





Für Sushifans

Für jeden Sushi-Fan gehört selbstverständlich auch das entsprechende Geschirr in den Schrank. Deshalb habe ich dir hier eine Übersicht über Sushi-Teller zusammengestellt. Denn gerade beim Sushi-Geschirr gibt es einige wunderschöne und ausgefallene Designs.

Zu einem richtigen Sushi gehören natürlich auch die passenden Stäbchen. Klar soweit. Aber wusstest du, dass du deine Stäbchen besser auf der Stäbchenbank ablegen solltest? Hier findest du eine Auswahl an japanischen Stäbchen.

Für den Sushi-Einsteiger eignen sich auch hervorragend vorgefertigte Sushi-Sets. So gelingt das erste selbstgemachte Sushi garantiert.

Teezeremonie

Für Tee-Liebhaber gibt es auch wunderschöne Tee-Sets. Eine Teekanne, vielleicht dazu mehrere kleine Becher oder darf es doch lieber einfach nur ein Becher sein? Diese speziellen Becher heißen übrigens Yunomi. Vor allem Yunomi werden sehr oft von Hand gefertigt. Deshalb sehen zwei Tassen niemals gleich aus.Oft bekommt man Yunomi-Sets mit zwei Bechern in unterschiedlicher Größe. Ein Becher ist für den Mann und einer für die Frau. Diese Sets heißen dann Meoto Yunomi. Meoto Yunomi haben ein ähnliches Design, wobei die beiden Tassen sich auch innerhalb eines Sets farblich unterscheiden können.

Teekannen

Yunomi und Meoto Yunomi

Andere Becher und Tassen

Matcha und Zubehör

Natürlich darf für einen echten Japan-Fan auch nicht der Matcha fehlen. Das ist feingemahlener Grüntee, der mit einem speziellen Besen aufgeschäumt wird. Diese Besen werden in der Regel aus Bambus hergestellt. Je nach Preis haben sie mal mehr oder weniger Borsten.

Für Geduldige

Japaner sind sehr geduldig und geben nicht so schnell auf. Was wäre also naheliegender um die Geduld und Ausdauer deiner Kinder zu trainieren als ein Puzzle oder Rätselspiel?? Natürlich sind sie auch für Erwachsene hervorragend geeignet! Mein Favorit ist dabei das 1000-Teile Schwarze Puzzle aus Japan. Nur was für echte Geduldsmenschen!

Spielsachen

Japan ist eine sehr verspielte Nation. Nicht nur die größten Konsolenhersteller kommen aus Japan. Dort wird auch jede Menge lustiges Spielzeug verkauft, mit dem man sicherlich auch hier dem einen oder anderen Kind oder im Herzen Kind Gebliebenem eine große Freude machen kann.

Dekoration

Es gibt soooo viele Dekorationsgegenstände, dass ich vermutlich hunderte hier aufzeigen könnte. In dieser Rubrik findet ihr nicht nur original japanische Produkte, sondern auch Dekoartikel mit Japanmotiven.

Es werde Licht

Das richtige Licht kann die Stimmung in einem Zimmer sehr beeinflussen. Deshalb stelle ich dir eine kleine aber sehr feine Auswahl an japanischen Lampen und Lampen mit Japan-Motiven vor.

Bilder, Poster, Wandtattoos und mehr

Weiße Wände wirken sehr steril. Hänge doch einfach eines dieser wunderschönen Bilder auf! Oder beklebe deine Tür oder sogar das Fenster und hole die Japan ins Zimmer.

Uhren

Wenn bei uns die Sonne auf geht, geht sie in Japan schon fast wieder unter. Im Sommer beträgt die Zeitdifferenz 7 Stunden, im Winter sogar 8. Damit du immer weißt wie spät es ist (hier oder in Japan), kaufe am besten eine dieser tollen Uhren mit Japanmotiven. Ich persönlich finde ja die Schallplattenuhren richtig toll und werde davon sicherlich auch eine zu Weihnachten verschenken.

  

Glücksbringer – engimono 縁起物

Und ganz zum Schluss habe ich noch eine gemischte Auswahl an weiteren Dekoartikeln für echte Japanfans für dich. Tanuki sind japanische Waschbären und stehen in Japan vor vielen Geschäften aber auch Privathäusern und sollen Glück und Wohlstand bringen. Bezeichnend sind ihre überdimensionalen Hoden. Achtet da einmal drauf!
Die Maneki Neko, auch bekannt als Winkekatze, ist ebenfalls ein Glücksbringer. Je nach Farbe hat sie eine etwas andere Bedeutung und bringt Gesundheit, Liebe, Wohlstand oder hält böse Geister fern.
Fukuro sind Glückseulen, die in Japan ebenfalls sehr bekannt und beliebt sind.
Ähnliches gilt für den Daruma, der Glück und Erfolg bringen soll. Der Daruma hat anfangs weiße Augen, die man nach und nach ausmalt. Und zwar dann, wenn man einen konkreten Wunsch hat. Diesen formuliert man aus, bemalt das Auge und der Daruma arbeitet dann an der Erfüllung des Wunsches. Dann stellt man den Daruma dort auf, wo man ihn gut sehen kann. Erfüllt sich der Wunsch vor Ablauf eines Jahres, dann malt man auch das zweite Auge aus.
Kokeshi Puppen waren früher Spielzeuge, heute werden die wunderschönen und hochwertigen Holzpuppen als Glücksbringer zum Beispiel für Fruchtbarkeit und reiche Ernte verschenkt.

Weitere Geschenkideen für Japanfans

Doch noch nicht das richtige gefunden? Dann habe ich zum Abschluss noch ein paar weitere Ideen für dich. Fußmatten, Bento (Lunch)-Boxen oder Schreibwaren, es gibt noch so vieles, was du einem Japan-Fan (oder dir selbst) schenken kannst!

 

Wenn dir meine Auswahl an Geschenkideen gefallen hat, dann vergiss bitte nicht, sie zu teilen!

Grünes Tokyo – Der Ueno Park

Tokyo am Morgen. Geschäftig eilen die Menschen hin und her. Man merkt, dass es Montag es, es sind viel mehr adrett in schwarze Anzüge und Kostüme gekleidete Männer und Frauen unterwegs als noch am Tag zuvor. Doch direkt neben den vorbeieilenden Menschen, dem Stress und der Hektik findet sich eine grüne Oase der Ruhe, der Ueno Park (jap. 上野公園, Ueno Kōen), der übrigens direkt an unserem Hotel lag. Deshalb stand an unserem zweiten Tag unserer zweichöchigen Japanreise auch ein Besuch in dieser wunderschönen, weitläufigen Grünanlage an.

Kurze Geschichte des Ueno Park

Der Ueno-Park (上野公園, Ueno Kōen) ist eine öffentliche Parkanlage im Tokioter Stadtbezirk Taitō. 1876 wurde zunächst der Park, 1882 auch das Nationalmuseum und der Tiergarten eröffnet. Der Park erstreckt sich auf einer Fläche von 54 ha und beinhaltet auch den Ueno-Zoo, der Japans ältester Zoo ist. Ursprünglich als ausgedehnte Tempelanlage namens Toezan Kan’ei-ji (寛永寺) erbaut, wurde nach ihrer Zerstörung im Boshin Krieg (戊辰戦争, Boshin sensō) 1868–1869 eine große Parkanlage, der Ueno Park errichtet.


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Im Ueno Park

Es gibt noch immer einige kleinere Tempel, so manche Statue und natürlich sehr viel Grün zu sehen. Dazu liegen im und am Park einige Museen, wie das Ueno Royal Museum, das Nationalmuseum für Westliche Kunst oder das Nationalmuseum für Naturwissenschaften. Keines der Museen haben wir besucht, da wir das schöne Wetter und die recht kurze Zeit in Tokyo doch lieber an der frischen Luft verbringen wollten. Ich kann dir also nicht sagen, ob sich ein Besuch dort lohnt.

Der Turm der vergessenen Zeit - Ueno Park, Tokyo
Der Turm der vergessenen Zeit

Auf deinem Spaziergang durch den Ueno-Park kommst du, je nachdem welchen Weg du wählst, an verschiedenen Statuen, Tempeln und Schreinen vorbei. Beispielsweise gibt es die Statue Der Turm der vergessenen Zeit“, die an diejenigen erinnert, die bei den Luftangriffen auf Tokyo ums Leben kamen. Neben dem Turm hängen immer sehr viele bunte Papierkraniche. Doch vorher passierst man den Kiyomizu Kannon-dō, einen der ältester Tempel Tokyos. Er wurde bereits 1632 als Teil des großen Tempelkomplexes erbaut. Von der Plattform aus schaut man direkt auf den Pinienbaum des Mondes.

Kiyomizu Kannon-dō - Pinienbaum des Mondes, Ueno Park, Tokyo, Japan
Ich vor dem Pinienbaum des Mondes
Kiyomizu Kannon-dō, Ueno Park, Tokyo
Kiyomizu Kannon-dō

Wir haben einige Statuen und Tempel im Ueno Park ausgelassen und sind weiter spaziert zum Gojo Tenjinsha und Hanazono Inari Shrine. Niemand weiß, wie alt der Gojo Tenjinsha Schrein wirklich ist, aber er wurde bereits im Jahr 1486 erwähnt. Dort bittet man wohl um Gesundheit und medizinische Versorgung. Der Weg, der vom Haupteingang zum Hauptgebäude eines Shinto-Schreins führt, wird Sando genannt. Der Sando des Hanazono Inari Schreins ist geprägt von vielen roten Toris, wie man sie auch aus Kyotos berühmtem Fushimi Inari Taisha kennt. Im Hanazono Inari Schrein bittet man übrigens um eine gute Beziehung mit seinem Partner und um Fruchtbarkeit.

Sando zum Gojo Tenjinsha und Hanazono Inari Shrine, Ueno Park, Tokyo, Japan
Sando zum Gojo Tenjinsha und Hanazono Inari Shrine
Gojo Tenjinsha Schrein, Ueno Park, Tokyo, japan
Gojo Tenjinsha Schrein
Gojo Tenjinsha Shrine , Ueno Park, Tokyo, Japan
Gojo Tenjinsha Schrein

Shinobazuno-Teich

Natürlich darf man einen Abstecher zum Shinobazuno-Teich nicht auslassen. Wer mag, kann in einem der Schwanenboote eine Runde über den Teich drehen. Auf dem Weg zum Anleger kommst du am Yanaka Shichifukujin und dem Shinobazunoike Bentendo Tempel vorbei. Der Shinobazunoike Bentendo Tempel wurde während der Kan’ei Periode (1624-1644) erbaut. Insgesamt gibt es im Ueno Park 6 größere Tempel. Ein siebter Tempel, der zur Anlage gezählt wird, steht in der Präfektur Gunma. Falls du dich für die Geschichte der Tempelanlage interessierst, dann findest du auch dazu eingies an Informationen im Netz.. Leider gibt es das Dokument aber nur auf Englisch.

Boote auf dem Shinobazuno-Teich, Ueno Park, Tokyo, Japan
Boote auf dem Shinobazuno-Teich
Shinobazuno-Teich, Ueno Park, Tokyo, Japan
Shinobazuno-Teich

Besonders beliebt und belebt ist der Ueno-Park während der Kirschblüte. 2007 war ich beruflich zu der Zeit in Tokyo und es war wirklich toll. Leider hatte ich damals weder Zeit noch die passende Kamera, um wirklich schöne Bilder zu machen. Das werden wird aber in den nächsten Jahren noch nachholen und einmal zur Kirschblüte nach Japan fliegen. Aber auch im späteren Frühling und Sommer kann man wunderbar einige Stunden im Park verbringen. Vor allem wenn man sonst nur die lauten und überfüllten Stadtteile Tokyos besucht, ist ein Vormittag im Park eine wahre Wohltat, wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Übrigens, wir waren im APA Hotel Keisei Ueno-Ekimae, das direkt am Park liegt. Von hier aus kannst du sehr gut Ueno und Tokyo erkunden, da der Bahnhof nur wenige Gehminuten entfernt liegt und du ab Ueno sowohl mit der Metro als auch der JR fahren kannst.

Beginnende Kirschblüte im Ueno Park, Tokyo, Japan
Beginnende Kirschblüte im Ueno Park

Verpflegung im und am Ueno Park

Verhungern und verdursten musst du im Park auch nicht. Es gib diverse Restaurants und auch einen Starbucks kannst du im Ueno Park finden. Eine englischsprachige Übersicht zum Park mit Öffnungszeiten und Preisen der Restaurants habe ich extra für dich herausgesucht. Da die meisten Restaurants erst ab 10:00 öffnen, solltest du entweder vorher frühstücken oder direkt ein spätes Frühstück einplanen.

Preise und Anreise

Der Eintritt in den Park ist gratis. Allerdings muss man Eintritt zahlen, wenn man den Zoo besuchen will. Den Park findest du unter folgender Adresse:

  • Ginza-Linie
  • Hibiya-Linie



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Steht Tokyo auch auf deiner Reiseliste? Warst du vielleicht sogar schon da? Was denkst du über den Ueno-Park, würdest du ihn besuchen? Wenn dir der Beitrag gefallen hat, vergiss bitte nicht, ihn zu teilen und zu pinnen.


Japanese Course for Absolute Beginners (Letters, Alphabet)

Japanische Symbole auf meinem Paravent von Bimago

Beinahe ein Jahr ist die letzte Reise nach Japan schon her. Wie doch die Zeit rennt! Und jedes Mal, wenn ich einen neuen Blogbeitrag schreibe oder meine Fotos bearbeite, werde ich ganz wehmütig. Dann könnte ich direkt wieder in ein Flugzeug steigen und nach Japan fliegen. Wie schön es doch wäre, wenn ich mir mehr von Japan nach Hause holen könnte.


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Ich liebe die japanische Architektur und japanische Deko. Es wirkt auf mich so beruhigend! Ganz besonders toll finde ich ja Motive mit Fischen oder Bambus.

Dank Bimago habe ich jetzt immer ein Stück Japan zu Hause. Ich durfte nämlich einen wunderschönen Paravent von Bimago mit dem wunderbaren Namen Fish Dance II testen und ihn euch vorstellen. Ausgewählt habe ich einen Paravent mit Kois, Sonne, Bambus und Wellen. irgendwie hat er mich am meisten an Japan erinnert. Aber wusstest du eigentlich, dass die Motive auf dem Paravent nicht nur hübsch aussehen, sondern auch eine Bedeutung haben?

Chrysanthemen

In Japan wird die Chrysantheme „Kiku“ genannt. Das bedeutet in etwa „Abendsonne“. Die Chrysantheme ist die japanische Nationalblume. Herbstchrysanthemen (bzw. Winterastern) werden in Japan als Symbol der Unsterblichkeit und Vollkommenheit angesehen,  da sie erst dann blühen, wenn andere Blumen bereits verwelkt sind.

Kois

In der japanischen Kultur werden Kois (bzw. Nishikigois) oft als Symbol für Stärke, Ausdauer und Strebsamkeit angesehen. Es heißt, der Koi sei der einzige Fisch der die Wasserfälle des Gelben Flusses zu bezwingen in der Lage sei. Aber auch Reichtum, Glück oder Erfolg werden oft mit den farbenfrohen Fischen assoziiert. Die „schwimmenden Juwelen“ finden sich daher an vielen Stellen in der japanischen Kunst wieder. So eben auch auf meinem Paravent von Bimago.

Koi auf dem Paravent von Bimago
Koi auf dem Paravent von Bimago

Sonne

Das Sonnensymbol steht in Japan vor allem für die Kaiser, die in der japanischen Kultur als Nachfahren der Sonnengöttin Amaterasu gelten. Am bekanntesten in vermutlich das Sonnensymbol auf der Japanischen Nationalflagge.

Sonne auf dem Paravent von Bimago
Sonne auf dem Paravent von Bimago

Bambus

Bambus ist in Japan ein Symbol für Reinheit. Bambus wächst sehr gerade, und seiner frischen grünen Farbe gilt er zudem noch als Symbol der Reinheit. Zusammen mit Kiefernzweigen und Pflaumenblüten gilt der Bambus zudem noch als Glückssymbol.

Bambus als Symbol für Glück
Bambus als Symbol für Glück

Paravent von Bimago

Bei mir steht der Paravent von Bimago in der Größe 225 x 172 cm im Gästezimmer, um eine unschöne Ecke zu verdecken. Du kannst ihn aber auch als Raumteiler verwenden, um einen größeren Raum in verschiedene Teile zu teilen, ihn ins Schlafzimmer stellen und dich dahinter anziehen, den Paravent zur Deko aufstellen oder viel mehr. Du bekommst den Paravent übrigens auch in kleiner, er wäre dann 135 x 172 cm groß.

Paravent von Bimago
Paravent von Bimago

Die Verarbeitung des Paravent ist tadellos, ich habe keinerlei Macken entdeckt. Auch die Scharniere sitzen sehr gut und sind nicht etwa krumm und schief angebracht, wie ich es bei billigeren Varianten schon sehen musste.

Einzig der Versand mit DPD ist mal wieder so eine Sache. Das Paket wurde einfach vor dem Haus abgestellt. Keine Unterschrift, keine Benachrichtigungskarte, nix. Eine Abstellgenehmigung gab es nur zur Abgabe bei den Nachbarn. Angeblich hätte von denen einer vor dem Haus das Paket angenommen. Ist klar. Niemand aus dem Haus wusste davon. Zum Glück hat ein freundlicher Nachbar das Paket „gerettet“, bevor es gestohlen werden konnte. So kam mein Paravent am Ende doch noch wohlbehalten bei mir an.

Wie gefällt dir mein Paravent von Bimago? Was würdest du mit dem Paravent machen? Und welches Motiv würdest du nehmen, wenn du eines aussuchen dürftest? Schreib mir doch dazu einfach einen kurzen Kommentar!


Willst du mehr sehen von Japan? Dann kann ich dir folgende Blogbeiträge ans Herz legen:

Tokyo Asakusa
Sanja Matsuri
Tokyo Marunouchi
Kurioses aus Japan


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Tokyo Marunouchi – Kaiserpalast, Wolkenkratzer und Hauptbahnhof

Mit Asakusa habe ich dir bereits einen der traditionelleren Stadtteile Japans vorgestellt. Ein gewaltiger Kontrast dazu sind die Viertel Ōtemachi und Marunouchi im Stadtteil Chiyoda am Tokyoter Hauptbahnhof. Geprägt von gigantischen Wolkenkratzern scheint man auf einmal in einer ganz anderen, beinahe futuristisch anmutenden Welt angekommen zu sein.

Anreise

Am besten fährst du mit der Metro zur Haltestelle Ōtemachi. Folgende Linien halten dort:

  • Marunouchi-Linie
  • Tôzai-Linie
  • Chiyoda-Linie
  • Hanzômon-Linie
  • Mita-Linie (Toei-Linie, nicht über den Metro-Pass abgedeckt!)

Alternativ kannst du mit der Marunouchi-Linie direkt bis zur Haltestelle Tokyo fahren oder auch an der Haltestelle Hibiya aussteigen, wo neben der Chiyoda-Linie und Mita-Linie noch die Hibiya-Linie (Tokyo Metro) hält.

Ober- oder unterirdisch gelangst du dann zum Bahnhof von Tokyo, wo unser kleiner Rundgang auch startet. Zum Bahnhofsvorplatz an der Seite des Kaiserpalastes gelangst du durch den Marunouchi Central Exit.


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