Wer hat’s erfunden? – Sushi made in China!

Sushi – gibt es eine Speise, die mehr mit Japan verbunden wird? Aber wie japanisch ist Sushi wirklich? Wer hat es wirklich erfunden und wann? Marion hat sich viel Mühe gemacht, der Geschichte des Sushi einmal genau auf den Grund zu gehen. Bitte vergiss nicht, auch auf ihrem Blog Life-Style-Luxury-Brigade vorbeizuschauen!


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Marion von Life-Style-Luxury-Brigade

Marion fing an zu bloggen und hatte plötzlich ein ganzes Online Magazin. Mit ihren befreundeten Autoren und Gastbloggern betreibt sie eine abwechslungsreiche Lifestyle Plattform, mit vielen unterschiedlichen Themen die sich alle um Eines drehen: Luxus.

Sushi und ich hatten jahrelang einen Beziehungsstatus, der in Facebook als “It’s complicated” beschrieben würde. Doch wahre Liebe wächst langsam. Und so bin ich heute ein echter Sushi Fan. Doch wie ist das Gericht, dass wir alle aus Japan vermuten, entstanden? Auf meiner Recherchereise durch Bücher und das Web stieß ich auf Verblüffendes. Sushi ist nicht in Japan entstanden :-o !!

Sushi wurde am Mekong (China) erfunden um Süßwasserfische länger haltbar zu machen. Der Fisch wurde in Reis eingelegt und in diesem fermentiert. Den Reis warf man dann anschließend weg, er war ungenießbar. Die Fischstückchen jedoch hielten so bis zu einem halben Jahr.

Von China aus wurde diese Methode zum Haltbarmachen von Fischen weiterverbreitet. Die Methode fand auch in Thailand großen Anklang, bis sie von dort nach Japan gebracht wurde.

Um ca. 718 n.C. wird Sushi im damaligen Edo, heute Tokio, in einem alten Pergament erwähnt.

Während in China diese Zubereitung bis heute nicht überstand, kann man in Thailand bis heute noch diese Art von Fischgericht essen. Auch in Japan wurde diese Technik zunächst für Süßwasserfische genutzt. Vor allem am Biwa-See wurde damit die Karausche so haltbar gemacht. Noch heute kann man dieses Funazushi in manchen Restaurants bekommen. Mit den Jahrhunderten veränderte sich die Zubereitung jedoch.

Die Moderne Art des Sushi - Tokios Erbe

Um das 18te Jahrhundert taucht Zushi oder Sushi dann wieder auf. Dieses Mal ist es aber der Meeresfisch, der so haltbar gemacht wird. Die Gesellschaft Japans hat sich gewandelt. Immer mehr Menschen können sich nun den teuren Meeresfisch leisten. Doch er hält halt nicht lang. So übernimmt man die Jahrtausende alte Technik zum Haltbarmachen von Fisch von den Chinesen und adaptiert diese auf Salzwasserfische und Nori (Meeresfrüchte).

Immer kürzer wird der Fisch so fermentiert. Mit dem Reisessig geht das schneller und der Geschmack dürfte sich damit auch verbessern. Mit der Zeit wird der Fisch dann nicht mehr haltbar gemacht, sondern einfach roh verarbeitet – für den sofortigen Verzehr. Lediglich der Reis wird nun gesäuert.

So entstehen die ersten Sushi Stände im alten Tokio, von denen bis heute einige bestehen.

Westliches Sushi - Es beginnt in Los Angeles

Auf meinen Recherchen über das erste Sushi in der Westlichen Welt stolpere ich immer wieder über einen Namen – Noritoshi Kanai. Der damalige Südost-Asien-Exporteur bringt eines Tages einen waschechten Sushi-Meister mit und dieser bereitet ab 1966 im Restaurant Kawafuku das exotische Gericht zu.

Erste Sushi Kette in den USA

Zunächst war Sushi etwas, das auch in den USA eher der elitären Gesellschaft zugesprochen wurde. Im Pazifikkrieg waren viele US Soldaten in Japan und entdeckten die Kultur und Küche für sich.

Aoki Hiroaki, USA-Einwanderer, brachte somit noch vor Noritoshi Kanai dieses Japanese-style Dining in die USA. Jedoch wurde bei ihm eher das Teppanyaki angeboten und Sushi galt als Bei-Gericht, Vorspeise, Appetizer.

Die Einrichtung war typisch japanisch. Böden aus Bambusmatten, die typischen japanischen Trennwände, am Boden sitzend, um einen Ebenholztisch auf Kissen. Schuhe müssen ausgezogen werden. Es herrscht edles Ambiente, dezente Musik und hübsche Frauen servieren in traditionellen Gewändern und auf japanische Art die Gerichte. Hiroaki verkaufte nicht nur japanische Speisen. Er verkaufte das japanische Lebensgefühl an vermögende Amerikaner. Und das sehr erfolgreich.

Kaitensushi erobert die Welt

Kaitensushi bedeutet grob übersetzt Förderband Sushi. Viele dieser Restaurants gibt es noch heute in unseren europäischen Großstädten. Shiraishi Yoshiaki gilt als Erfinder dieser Methode, möglichst viele Menschen zu bedienen. Das erste Restaurant in dieser Form entsteht 1969 in Osaka. Gerüchte behaupten, er habe sich diese Förderband-Technik aus Fabriken abgeschaut.

Als dann die Weltausstellung Expo 70 dort stattfindet, macht diese Art von Restaurants in ganz Europa Schule. Von Paris über London halten die Sushi Bars ab den 80ern Einzug in die großen Städte. Und jede Stadt gibt dem Sushi ihre eigene Note. In Kalifornien sind es die Sushi Rolls, in Frankreich ersetzt man das scharfe Wasabi, welches dünn auf den Fisch gestrichen wird, kurzerhand mit Mayonnaise. Kaum ein Land, das nicht das Sushi für sich neu adaptiert.

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Die erste Sushi-Bar Kette - Yo! Sushi

Nicht nur Sushi gibt es auf dem Förderband der ersten Yo! Sushi Bars. Tempura, Misosuppe, Teppanyaki und gebackene Früchte finden hier Platz. Und das Erfolgskonzept geht auf. Während Sushi in den 70ern noch um 100 Yen kostete, verringern sich durch den geschickten Mix von japanischen Gerichten die Preise. Das Running Sushi ist erfunden und heute kaum noch wegzudenken.

Wenn dich Japan und seine Kultur, Sushi, Lebensart und die Menschen interessiert kann ich dir diese Serien von Amazon empfehlen: Sushi – The Global Catch

Noch viel mehr über das faszinierende Japan und exzellent recherchiert ist die Serie Prime Japan.

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Foto credits (in Reihenfolge der Erscheinung):

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sushi

https://de.wikipedia.org/wiki/Funazushi

Moritz Hoffmann Der Weg japanischer Küche um die Welt

https://wiki.antiguru.de/lib/exe/fetch.php/pub/sushi.pdf

Trevor Corson: The story of Sushi – An unlikely Saga of Raw Fish and Rice. HarperCollins Publisher, New York 2008, ISBN 978-0-06-088351-5.

Sanja Matsuri in Tokyo Asakusa

In my last post I showed you Asakusa in Tokyo, and I showed you the temples, but also some interesting streets. But what I didn’t tell you was that the famous „Sanja Matsuri“ was taking place! A matsuri is a type of festival….

Festival goers dressed in summery clothing, yukata, Asakusa, Tokyo, Sanja Matsuri
Festival goers dressed in summery clothing (yukata)

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The historic Sanja Matsuri (三社祭)

The Sanja Matsuri (literal meaning: Three-Temple-Festival) in Asakusa takes place every third weekend in May. During the Matsuri, respects are paid to the three founders of the Sensō-ji. If you want to read more about the founding of this temple, then you should first read the blog about Asakusa. The is also one of the three largest festivals in Tokyo. About 2 million festival goers take part from Friday to Sunday.

It was unbelievably full, but to realize that it could be so many people was really hard to believe. Maybe it eas hard to realize because it ran so smoothly and we never had the feeling of being mashed in a crowd.

Mikoshi, sanjs matsui, Asakusa, Tokyo, Japan
Mikoshi
Mikoshi, sanjs matsui, Asakusa, Tokyo, Japan



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The festival goes back into the seventh century. In that time, it was also known as „Kannon Matsuri“ or „Asakusa Matsuri“. The current style of the Sanja Matsuris is still happening per tradition since the Edo Period. The construction of the Asakusa temple began in 1649 and as such laid the foundatin for the festival. Today almost 100 Mikoshi (miniature portable temples) are carried by the union of the local residents through the streets, being lifted and dropped in a rhythmic fashion. In the temples little Shinto-God figures, which are supposed to bring the residents and attendants good luck and good business. The Asakusa temple is the largest of the three Mikohi. These are displayed on Sunday.

The Sanja Matsuri Today

The festival begins on Friday with the Big Parade (Daigyōretsu, 大行列). Priests, city officials, musicians, geishas and dancers all participate, wearing costumes from the Edo-period. The parade ends at the Sensō-ji and Asakusa temple with a Shinto ceremony. After the ceremony a traditional dance is done, that is supposed to bring a bountiful harvest.  In the evening the first six Mikoshi are carried through the street.One such shrine weighs several hundred kilograms and is always carried by many men and sometimes women. Each group of the carriers wears the festival costume, called a Happi. But there are also differences within the groups, so newcomers to the group are wearing distinct jackets compared to the seasoned participants.

People carry a mikoshi, sanja matsuri, asakusa, tokyo, japan
Carrying a Mikoshi is hard work
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A Mikoshi on the streets of Asakusas

On Saturday the nearly 100 Mikoshi from the 44 neighborhoods in the area are carried through the districts. The carriers bring to the Sensō-ji and Asakusa-Temple, where they are blessed, before they are then carried back into their places of residence. That is where they are supposed to harbor their luck and good fortunes.

As mentioned the three most important Mikoshi are carried through the cities on Sunday. Sunday activities begin at 6 am. Hundreds of celebrating participants, joined as neighborhood groups, compete to have the honor of carrying one of the three important Mikoshi. Visitors are not allowed to visit the temple during these festivals during this time. The three main temples are carried through the streets starting at about 8 am and through all 44 neighborhoods, before returning to Sensō-ji.


Qatar AirwaysAround the Sanja Matsuri

During the Sanja Festival relatives also take an important place. As you saw in the blog about Asakusa, you can buy a lot to eat at the Nakamise Dori. In addition there are more stands around the temple grounds. We ate a good breakfast, but I still wanted to try a portion of Takoyaki at all costs! The squid balls tasted really good, but other things weren’t as delicious by comparison. Some of the drink stands try to sell really odd drinks to the customers, like „Blood conserver“ (Tenteki Juice) or colorful drinks in lightbulbs.

Colorful juice in lightbulbs
Takoyaki
Takoyaki
Takoyaki – octopus balls

 While meandering around we saw a small stage, where musicians were seated and playing music using traditional instruments. Geishas also made appearances, but we somehow missed this. It would have cost money to see them anyway.

Musicians of the Sanja Matsuri

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In one of the shopping strips there was a Mikoshi that I could look at closely. They are really extremely detailed and decorated with wonerdful embellishments. Often there are pictures, like of cranes on them.

Details on a Mikoshi
Details on a Mikoshi

Even when the three days had nearly 2 million visitors, i somehow never felt like it was uncomfortable or full. The Düsseldorf carneval at  is definitely far worse in this respect! If you ever have the chance, you should definitely view these three Matsuri! In 2019 it takes place again on 17-19th of May.

Do you know the Sanja Matsuri, or were you already at a Matsuri festival in Japan? Leave me a note about it. And if you liked this post, don’t forget to share it!

My ultimate Must-Sees list of Asakua, Tokyo

Asakusa (jap. 浅草, pronounced Asak’sa, flat grass) lies just east of the center of the Taitō region. This area is known above all for being home to the oldest buddhist temple in Tokyo, Sensō-ji (浅草寺).

In the neighboring Asakusa-shrine (jap. 浅草神社, Asakusa-jinja) the three men who are credited with building of the Sensō-ji are remembered.

Map of Asakusa
Over the Rooftops of Asakusa

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History of Asakusas

Legend has it, that in the year 628, 2 fishermen brother fished out a small statue of the Bodhisattva Kannon in the Sumida river.  After they repeatedly threw it back into the river, but continued to re-catch it in their net, the village head realized the statue must be holy. As a result, a temple was made for the statue, the Sensō-ji, where the statue is still revered to this day. Over the years the temple was repeatedly destroyed, and re-built. It served as the main temple for various sects, but is today the house of its own display.

In 1649 Tokugawa Iemitsu created the Asakusa Shrine, to honor the three men who built the Sensō-ji. Today the shrine is the stage for many Matsuris, and the Sanja-Matsuri is one of the three largest in Tokyo.

Up until the second world war the Asakusa region was known as a cultural center, with lots of Kabuki- and Rakugo theaters. After the Meiji-Restoration, though, more and more western theaters appeared here and also later cinemas. After the end of WW2 other regions like Shinjuku have since taken over the claim to be eastern cultural centers.

The temple layout of Asakusa

Maybe it has occurred to those who looked at the japanese writing more closely that the symbols for Sensō-ji and Asakusa appear very similar. This is not coincidence, because senso is an alternative reading of the symbol for Asakusa. „Ji“ means temple.

In front of the temple is a 250m long street, that is surrounded by many little shops, called Nakamise Shopping Street (仲見世商店街). The little shops contain souvenirs, food, instruments, porcelain, chopsticks and much more. When you stop at the Asakusa station, you automatically enter this tourist spot. Just follow the masses of people toward the Kaminarimon (雷門). The tourist street is just behind this.

Kaminarimon, Thunder Gate, Asakusa, Japan
Kaminarimon, the Thunder Gate
Nakamise Shopping Street, Asakusa, Japan
Nakamise Shopping Street
Nakamise Shopping Street, Asakusa, Japan
Nakamise Shopping Street

The actual temple territory starts at Hōzōmon (宝蔵門). West of the (from the right) of the gate is the 53m tall Five Storey Pagoda (五重塔), Hondo (main hall, 本堂) of the Sensō-ji. The Hōzōmon is somewhat smaller than the thunder gate, but still just as impressive. East of this is the actual Asakusa-Temple. We skipped this on our tour so there aren’t any special pictures of it here.

Hōzōmon, Asakusa, Tokyo, Japan
Hōzōmon
Five Storey Pagode, Asakusa, Japan, Tokyo
Five Storey Pagoda
Hondo (Main hall) of the Sensō-ji, Asakusa, Tokyo, Japan
View of the Hondo (Main hall) of the Sensō-ji


The temple als has a small park area, where many smaller buddhist temples and statues can be found. Of course there are also many small ponds and lakes, where you can see colorful koi carps – so don’t miss the park while you’re there!

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Creek in the Park of Sensō-ji, Asakusa, Tokyo, Japan
Creek in the Park of Sensō-ji in Asakusa

Hours of operation:
Main hall: 6:00-17:00 (April-Sept.) and 6:30 -17.00 (Okt.-März)
Temple: Always open

Entrance:
Free

What else is in Asakusa?

I’m not a fan of rushing from one tourist attraction to the next. Usually you find nice things around the corner of each attraction. Asakusa offers more than just the temple grounds; many little streets are inviting to explore. If you are hungry, you can find many restaurants.

In the Hanayashiki (花やしき) recreatinal park you can ride a carousel or rollercoaster. The Hanayashiki amusement park is the oldest amusement park in Japan. Entrance is 1000 yen, but each attraction needs to be paid separately for (additional 100 yen) – however you can get a Free Ride Pass and then you don’t have to pay for the carousel.  Since I’m not a particular fan of amusement parks, my boyfriend either – we didn’t visit this one. We instead looked at many Manga and Anime shops.

Many small and covered shopping streets welcome you to relax and spend your money. Here are many shops and restaurants again. Well regardless of anything, you’ll never go hungry in Japan.

Getting to Askusa

Using Tokyo Metro: Stop Asakusa Station (Route: Ginza oder Asakusa Tram) Careful: The Tokyo 24 ticket does not include the Asakusa stop!
With Skytree Line: Stop Asakusa
With Tsukuba Express: Stop Asakusa Station (not the same as Metro Station)

Metro Map of Tokyo, on the top right there is Asakusa

Hotel-Tips Asakusa

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Have you ever been to Asakusa or other places in Tokyo? What are your must sees in Asakusa? Please leave a comment and don’t forget to share this blog post on Facebook, Pinterest or Flipboard.


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Tokyo Asakusa – Was du unbedingt gesehen haben musst

Asakusa (jap. 浅草, ausgesprochen Asak’sa, dt. flaches Gras) liegt im östlichen des Zentrums gelegenen Stadtbezirk Taitō. Berühmt ist Asakusa vor allem für den Sensō-ji (浅草寺), der der älteste und bedeutendste buddhistische Tempel Tokyos ist. Im daneben liegenden Asakusa-Schrein (jap. 浅草神社, Asakusa-jinja) werden die drei Männer verehrt, denen man den Bau des Sensō-ji nachsagt.

Karte von Asakusa
Über den Dächern Asakusas

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Geschichte Asakusas

Eine Legende besagt, dass im Jahr 628 zwei Fischer-Brüder eine kleine Statue der Bodhisattva Kannon im Sumida-Fluss gefischt haben. Nachdem sie diese mehrfach wieder in den Fluss geworfen, aber jedes mal wieder in ihrem Netz gefangen haben, soll der Dorfvorsteher erkannt haben, dass die Figur heilig ist. Also wurde ein Tempel, der Sensō-ji, um die Figur erreichtet, wo die Figur fortan verehrt wurde.Mit den Jahren wurde der Tempel mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Er diente auch diversen Sekten als Haupttempel, ist heute aber Sitz einer eigenen Ausrichtung.

1649 ließ Tokugawa Iemitsu den Asakusa Schrein errichten, um die drei Erbauer des Sensō-ji zu verehren. Heute ist der Schrein Austragungsort vieler Matsuris, von denen das Sanja-Matsuri eines der drei gößten Tokyos ist.

Bis zum zweiten Weltkrieg war Asakusa als Vergnügungsviertel bekannt, in dem es viele Kabuki- und Rakugo-Theater gab. Nach der Meiji-Restauration siedelten sich dort auch immer mehr westliche Theater und später auch Kinos an. Seit Ende des zweiten Weltkrieges haben andere Stadtbezirke wie Shinjuku allerdings an Bedeutung als Vergnügungsviertel gewonnen.

Die Tempelanlage von Asakusa

Vielleicht ist denjenigen, die die japanischen Schriftzeichen genauer angeschaut haben, aufgefallen, dass die Schriftzeichen in Sensō-ji und Asakusa gleich aussehen. Das ist nicht etwa ein Fehler. Sensō ist eine alternative Lesart der Schriftzeichen für Asakusa. Und „ji“ bedeutet Tempel.

Tempelanlage von Asakusa

Vor der Tempelanlage befindet sich eine rund 250m lange Straße, die von vielen kleinen Läden gesäumt wird, die Nakamise Shopping Street (仲見世商店街). In den vielen kleinen Läden gibt es Souvenirs, Essen, Windspiele, Fächer, Porzellan, Essstäbchen und vieles mehr zu kaufen. Wenn du an der Asakusa Station ausgestiegen bist, dann kommst du hier ganz automatisch vorbei. Folge einfach den vielen Menschen zum Kaminarimon (雷門), auch genannt „Donnertor“. Direkt da hinter beginnt die Einkaufsstraße.

Kaminarimon, das „Donnertor“
Nakamise Shopping Street Asakusa Tokyo Japan
Nakamise Shopping Street
Nakamise Shopping Street

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Die eigentliche Tempelanlage beginnt am Hōzōmon (Schatztor) (宝蔵門). Westlich (aus der beschriebenen Richtung kommend rechts) vom Tor befindet sich die 53 Meter hohe Fünfstöckige Pagode (五重塔), direkt nördlich die Hondo (Haupthalle, 本堂) des Sensō-ji. Das Hōzōmon ist zwar etwas kleiner als das Donnertor, aber nicht weniger beeindruckend. Östlich findet ihr den oben bereits erwähnten Asakusa-Tempel. Wir haben ihn auf unserer Reise leider ausgelassen, deshalb gibt es dazu hier keine Bilder.

Hōzōmon (Schatztor)
Fünfstöckige Pagode
Blick auf die Hondo (Haupthalle) des Sensō-ji

Zur Tempelanlage gehört auch eine kleine Parkanlage, in dem noch einige weitere kleinere buddhistische Tempel sowie einige Statuen und Denkmäler stehen. Außerdem gibt es dort noch kleinere Bäche und Teiche, in denen du sehr viele farbenfrohe Kois findest. Du solltest also keinesfalls vergessen, dir die Parkanlage anzuschauen.

Bach in der Parkanlage des Sensō-ji in Asakusa

Öffnungszeiten:
Haupthalle: 6:00-17:00 Uhr (April-Sept.) und 6:30 Uhr-17.00 Uhr (Okt.-März)
Tempelgelände: Immer offen

Eintritt:
Frei

Was gibt es noch in Asakusa?

Ich bin ja kein großer Freund davon, von einer Sehenswürdigkeit zu nächsten zu hetzen. Oft findet man um die eigentliche Attraktion herum noch weitere wunderschöne Ecken. Asakusa ist ebenfalls mehr als nur die Tempelanlage. Viele kleine Straßen laden zum schlendern ein. Lasse die Häuser um dich herum auf dich wirken. Wenn du hungrig bist, findest du viele urige Restaurants.

Restaurants in Asakusas Seitenstraßen

Im Hanayashiki (花やしき) Freizeitpark kannst du Karussell oder Achterbahn fahren. Der Hanayashiki Freizeitpark ist der älteste Freizeitpark Japans. Der Eintritt kostet 1000yen, jede Attraktion muss aber extra bezahlt werden und kostet weitere 100yen. Du kannst aber einen Free Ride Pass erwerben und musst dann die Karussells nicht mehr extra bezahlen. Da ich kein besonders großer Achterbahn- und Karussel-Fan bin, ebensowenig wie mein Freund, haben wir den Freizeitpark auch ausgelassen. Dafür waren wir im angrenzenden Geschäft und haben uns die vielen Manga- und Anime-Suovenirs angeschaut.

Kleine, überdachte Einkaufsstraßen laden zum gemütlichen Bummeln und Geldausgeben aus. Auch hier findest du verschiedenste Geschäfte und Essensmöglichkeiten. Egal was ist, verhungern wirst du in Japan niemals müssen.

Viele weitere beeindruckende Bilder findest du übrigens auch auf Nicolas Blog Suitcase and Wanderlust. So zum Beispiel ihren Beitrag „Tokio Reise: Erlebe Japans Metropole in 4 Tagen“. Schau doch mal bei ihr vorbei!

Anreise nach Askusa

Mit der Tokyo Metro: Bahnhof Asakusa (Linien: Ginza oder Asakusa Linie) Achtung: Die Asakusa Linie ist nicht über das Tokyo Metro 24-Stunden Ticket abgedeckt!
Mit Tobu Skytree Line: Bahnhof Asakusa
Mit dem Tsukuba Express: Bahnhof Asakusa (nicht der gleiche wie der Metro Bahnhof

Metro Map von Tokyo, oben rechts findest du Asakusa

Hotel-Tipps Asakusa

Bis 50€: Hostels mit Schlafsälen
Bunka Hostel Tokyo
K’s House Tokyo – Backpackers Hostel

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Richmond Hotel Premier Asakusa International
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Ab 150€
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The Gate Hotel Asakusa Kaminarimon by Hulic
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Übernachten in Tokyo: APA Hotel Keisei Ueno Ekimae – Klein aber fein

Mai 2018. Nach langer Zeit ging es endlich wieder nach Japan. Schon Wochen vorher haben wir uns Gedanken gemacht, wo wir schlafen wollen. Während unseres Urlaubs in Japan haben wir drei Nächte in Tokyo verbracht. Da wir gerade zu Beginn der Reise gut erhohlt sein wollten, sollte es nicht gleich das billigste Hotel werden. Zudem wollten wir möglichst so wohnen, dass wir überall gut hinkommen. Da über Ueno einige der wichtigsten Linien fahren und es dort abends gleichzeitig ein wenig ruhiger ist, haben wir uns schlussendlich für das APA Hotel Keisei Ueno Ekimae entschieden.


Dein Vertrauen ist mir extrem wichtig: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Buchst du über einen der Links ein Hotel oder kaufst ein Produkt, dann erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt dadurch diesen Blog. Übrigens, das Hotel haben wir selbst bezahlt und wurden in keinster Weise vom Hotel gesponsort. Deine Tanja


Anreise

Wir sind vom Flughafen Haneda mit einem Großraumtaxi gefahren, da wir zu viert gereist sind. Der schnellste Weg über mautpflichtige Autobahnen hat uns insgesamt ca 10.000 Yen gekostet und etwa 40 Minuten gedauert. Die Kosten stimmten mit dem, was wir im Internet gefunden haben, übererin. Nach über 20 Stunden Reisezeit und aufgrund der sehr späten Ankunft in Haneda, war das Taxi für uns von vornherein Mittel der Wahl.

Deutlich günstiger gestalten sich die Anreise mit Bus und Bahn nach Ueno. Vom Bahnhof Ueno läuft man ca. 5 Minuten bis zum Hotel. Auch mit Koffern ist der Weg machbar. Allerdings muss man bedenken, dass die Bahnen spätestens um 1 Uhr nachts den Betrieb einstellen. Brauchst du etwas länger zum Umsteigen, weil du dich orientieren musst oder eine neue Fahrkarte benötigst, dann kann es passieren, dass du an einem Bahnhof strandest. Shuttlebusse fuhren zu so später Stunde auch nicht mehr. Für Flüge, die tagsüber ankommen, sind das aber sehr gute Alternativen.

Ankunft im APA Hotel Keisei Ueno Ekimae

Wir haben alle unsere Hotels über Booking.com gebucht, so auch das APA Hotel Keisei Ueno Ekimae. Daher war es ganz einfach, dem Hotel eine Nachricht über unsere späte Ankunft zukommen zu lassen. Da die Rezeption aber ohnehin 24 Stunden lang besetzt ist, wäre das vermutlich nicht einmal nötig gewesen.

Wir erhielten nun auch schnell die Schlüssel zu unserem Zimmer, um unsere Koffer abzustellen. Falls du schon morgens anreisen solltest und noch nicht auf dein Zimmer kannst, bietet das Hotel dir auch eine Gepäckaufbewahrung an. Die Mitarbeiter am Empfang sprechen übrigens auch alle sehr gut Englisch.


Booking.com

Die Zimmer des APA Hotel Keisei Ueno Ekimae sind…

Wer ein riesengroßes Schlafzimmer erwartet, der wird leider enttäuscht werden. Die Zimmer sind mit 11qm sehr kompakt. Einen Kleiderschrank oder Platz um seine Koffer gut unterzustellen, sucht man leider vergebens. Dafür gibt es neben dem französischen Doppelbett einen Schreibtisch mit Stuhl und einen riesigen Fernseher. Unter dem Schreibtisch befindet sich noch ein kleiner Kühlschrank.

Jedem Gast wird ein Kimono-Bademantel zur Verfügung gestellt. Handtücher gibt es auch. Diese wurden aber nicht gewechselt. Auch wird bei so kurzer Aufenthaltsdauer scheinbar kein Zimmerservice angeboten, denn am nächsten Abend fanden wir das Zimmer genau so vor, wie wir es verlassen hatten: Betten wurden nicht gemacht und es gab keine neuen Handtücher. Bei drei Übernachtungen hat uns das aber nicht sonderlich gestört.

Das Badezimmer ist ähnlich klein wie der Schlafraum. Eine Toilette, ein Waschbecken und eine Duschwanne finden dennoch Platz. Außerdem gibt es allerlei Hygieneartikel: Zahnbürste mit Zahnpasta, Wattepads, Haargummis. Duschgel und Shampoo werden ebenfalls gestellt und sind von der wohl berühmtesten japanischen Kosmetikfirma: Shiseido. Die Handseife haben wir allerdings vermisst und auch erst nach der zweiten Nacht erhalten.

Ganz wichtig, wenn ihr in den warmen Monaten nach Japan kommt: Die Zimmer sind klimatisiert! Da es bei uns noch nicht so heißt war, haben wir die Klimaanlage nur wenig gebraucht. Aber wer einmal im August in Japan war, der weiß, dass man ohne Klimaanlage kaum schlafen kann.

Unsere Zimmer waren mit Blick zum See, somit haben wir vom Verkehr an der Hauptstraße überhaupt gar nichts mitbekommen.

Ich musste direkt den Kimono anprobieren

Verpflegung

Das Hotel bietet Zimmer mit und ohne Frühstück an. Wir haben uns dagegen entschieden, im Hotel zu frühstücken. Auf dem Weg zum Bahnhof oder auch im Bahnhof drin gibt es Bäcker, wo du hervorragend frühstücken kannst. Zu Fuß benötigst du dort hin nur 3 bzw. 5 Minuten. Meine Empfehlung: Nimm keinen Kaffee, ich persönlich fand den Kaffee in allen Bäckereien ungenießbar. Die Schwiegereltern in spe mochten ihn allerdings wiederum sehr gerne.

Lage des APA Hotel Keisei Ueno Ekimae

Direkt am Ueno-Park und gute 5 Minuten Fußweg zum Ueno Bahnhof. Einfach perfekt! Von Ueno fahren wie schon erwähnt einige der wichtigsten Bahnlinien Tokyos, sowohl U-Bahn als auch JR Bahnen. Was die Lage betrifft, gibt es also rein gar nichts zu meckern. In der näheren Umgebung gibt es viele Restaurants, die teils auch nachts geöffnet haben. Unsere erste Mahlzeit in Japan haben wir nachts um 1:30 zu uns genommen. Du brauchst auch keine Angst haben, so spät auf die Straße zu gehen. Zum einen ist man nie alleine und zum anderen ist die Kriminalitätsrate immer noch eine der niedrigsten der Welt. Wir haben uns auch in den kleineren Gassen nicht eine Sekunde unwohl gefühlt.

Vom Hotel ist es auch nur ein Katzensprung ins Einkaufsviertel Ameyoko. Genauer gesagt geht man nur über die große Hauptstraße. Mein Tipp: Lauf nach Akihabara. Zu Fuß dauert es vielleicht 30 Minuten. Dafür siehst du aber einen teil Tokyos, den du aus der Bahn nie sehen würdest. Ein Beitrag zum Spaziergang von Ueno nach Akihabara folgt auch in Kürze.

Lage des APA Hotel Keisei Ueno Ekimae
Lage des APA Hotel Keisei Ueno Ekimae

Fazit zum APA Hotel Keisei Ueno Ekimae

Uns hat das Hotel sehr gut gefallen. Die Zimmer waren ein wenig klein und der fehlende Zimmerservice war etwas ungewohnt, aber ich würde das Hotel jederzeit wieder buchen. Dafür war die Lage einfach zu gut und der Preis war auch nicht zu hoch. Für drei Nächste und zwei Zimmer haben wir Mitte Mai 2018 insgesamt rund 700€ bezahlt.

Welche Sehenswürdigkeiten es in Ueno gibt und wieso du unbedingt einen Tag dort verbringen solltest, das erfährst du in Kürze auf meinem Blog. Du willst keine Beiträge mehr verpassen? Dass trage dich am besten direkt in meinen Newsletter ein. Keine Sorge, ich spamme dich nicht zu, du bekommst höchstens ein- bis zweimal pro Woche Post von mir, versprochen!

Japan- Was du vor deiner Reise wissen musst


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Warst du schon in Tokyo? In welchem Hotel hast du übernachtet? Wie hat es dir gefallen?

Mein Auslandsjahr in Japan – 10 Jahre danach

Im September 2006 habe ich mir einen großen Traum erfüllt und mein Auslandsjahr in Japan begonnen. 10 Jahre, so lange ist es schon her. Noch immer vermisse ich Japan, auch wenn ich während dessen sehr oft Heimweh hatte. Und doch habe ich so viele tolle Momente erlebt und so viel gesehen, dass ich jedem nur empfehlen kann, einmal nach Japan zu fliegen.

Da ich so viele Eindrücke und Anekdoten zu berichten habe, werde ich sicherlich zwei oder drei oder mehr Berichte dazu schreiben. Mal schauen, wie lang sie werden, ich will mich da nicht festlegen. Leider hatte ich damals noch keine wirklich gute Digitalkamera. Und die, die ich gekauft habe, würde ich heute unter Fehlkauf verbuchen. Von daher gibt es leider nur mittelprächtige bis weniger tolle Bilder. Ich hoffe, ihr habt trotzdem Spaß an meinen Beiträgen!


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Soka

Fangen wir also an mit dem eigentlichen Grund, wieso ich nach Japan gegangen bin. Ich wollte dort studieren. Zu meinem Studiengang „Ostasienwissenschaften“ gehörte auch ein Semester an einer japanischen Uni. Ich habe mich für die Dokkyo Daigaku in Soka, etwas nördlich von Tokyo entschieden, da mich mein Praktikum nach Toyohashi verschlagen sollte. So konnte ich wenigstens etwas von Tokyo sehen.

Soka ist eine kleine Stadt in der Präfektur Saitama, nördlich von Tokyo. Mit etwas über 27 Quadratkilometern Fläche und nicht ganz 250.000 Einwohnern kann man Soka schon fast als Dorf bezeichnen., zumindest was das tägliche Leben dort betrifft. Es gibt ein paar Supermärkte und Restaurants, aber eine wirklich echte Einkaufsstraße, wie ich sie bis dahin aus Deutschland kannte, beispielsweise gab es dort nicht.

Im Vergleich dazu, Mülheim an der Ruhr, meine Heimatstadt, hat etwa 91 Quadratkilometer Fläche aber nur rund 170.000 Einwohner. Dafür aber eine Einkaufsstraße und sogar das Rhein-Ruhr-Zentrum. In Soka gab es zumindest noch vor 10 Jahren sehr viele Nutzgärten, in denen Obst und Gemüse angebaut wurde. Eine kleine Rotlichtmeile mit zwei oder drei Bars gab es auch am Bahnhof, aber wir als Ausländer waren nicht die Zielgruppe und wurden nur freundlich gegrüßt.

Soka ist aber berühmt für Soka-Senbei (geröstete Reiscracker) und angeblich auch eine Ausbildungsstätte für Yakuza (so behaupteten zumindest einige Studenten, vielleicht nur um uns zu erschrecken?).

Studentenwohnheim

Das Studentenwohnheim war eigentlich kein Wohnheim, sondern ein Haus, in dem mehrere Wohnungen für ausländische Studenten angemietet waren. Wir waren jeweils zu zweit in einer Wohnung.

Die Wohnungen waren sehr westlich eingerichtet, nur die Waschmaschine und der Herd unterschieden sich deutlich von dem, was man bei uns gewohnt war. Die Waschmaschinen in Japan waschen größtenteils nur mit kaltem Wasser. Außerdem war unsere so versifft, dass wir sie erst einmal vom Vermieter desinfizieren lassen mussten. Bis dahin haben wir eben bei den Kommilitonen gewaschen.

Der Herd war ein Gasherd. Bis dahin hatte ich nur beim Campen mit Gas gekocht, beziehungsweise sogar nur zugeschaut. Aber es war eigentlich recht angenehm, man musste halt nur die richtigen Töpfe haben.

Haupsache WLAN

Im Zimmer gab es einen Schreibtisch, ein paar Schränke und ein Bett. Ziemlich klein und spartanisch und ich meine, es hätte 400 oder 500€ gekostet, genau weiß ich es aber nicht mehr.  Internet gab es keins, wir haben immer fremdes WLAN angezapft. Sonst hätten wir gar nicht mit der Familie telefonieren können.

Da es in den Zimmern nur selten Empfang gab, haben wir eben meistens draußen auf der Treppe gesessen und mit der Familie geskypt. Wobei ich auch regelmäßig dank einer sehr abenteuerlichen Konstruktion von unserem Esszimmer aus surfen konnte (siehe Foto).

Mein Schreibtisch

Eine der Wohnungen auf unserer Etage wurde von einem Japaner bewohnt. Irgendwie hatten wir den Eindruck, er müsse ein Yakuza-Mitglied sein. Jemand will Einschusslöcher in der Wand entdeckt haben (vermutlich steckten dort aber wohl eher Schrauben oder Nägel drin) und einen Abend gab es eine Schlägerei auf dem Flur, inklusive Blutlache am nächsten Morgen.

Wir Mädels (in allen übrigen vier Wohnungen lebten nur Mädels) haben uns in unsere Zimmer verkrochen und abgewartet. Die Polizei rufen wollte niemand, nicht dass wir noch Ärger mit dem Nachbarn bekommen hätten. Zum Glück war das ein einmaliges Erlebnis und die übrige Zeit hat uns der Nachbar immer sehr freundlich gegrüßt.

Ab und zu konnten wir sogar den Fuji von unserem Haus aus sehen, obwohl er doch einige hundert Kilometer entfernt war.

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Die Uni in Soka - Dokkyo Daigaki

Die Uni war jetzt nicht wirklich anders als andere Unis, ein großer Klotz mit Schulräumen. Da wir etwas über 10 Deutsche und ein Chinese waren, war der Japanischkurs zum einen nicht sehr überlaufen und zum anderen nicht übermäßig effektiv, denn untereinander haben wir ja meistens nur Deutsch geredet.

Zusätzlich hab ich ab und zu noch einen Literaturkurs besucht, aber da die Tage ohnehin schon lang genug waren, war ich dort als Gast nur sehr unregelmäßig. Unterricht war (wenn ich mich recht erinnern) von 9 bis 12 Uhr und dann wieder von 13 bis 16 Uhr. Die Nachmittage waren aber doch recht anstrengend. Kanji lernen, Vokabeln lernen, Texte lesen, Hausaufgaben machen, dann will man ja auch noch was von Land und Leute sehen und fährt nachmittags auch mal nach Tokyo.

An der Dokkyo Daigaku

In grausamer Erinnerung sind mir die Lehrbücher geblieben. Die Texte waren wirklich sehr abstrus. In einem ging es um einen schwerkranken Jungen, dessen größter Wunsch es war, einmal Bananen zu essen. Also hat sein großer Bruder einen Nebenjob gesucht und so lange gearbeitet, bis er endlich Bananen kaufen konnte. Als er sie seinem Bruder dann gegeben hat, ist dieser noch in der gleichen Nacht gestorben ohne eine einzige Banane zu essen.

Die übrigen Texte waren zwar nicht ganz so schlimm, aber auch nicht wirklich viel besser. Vermutlich wurden sie in den 1950er Jahren von jemandem geschrieben, der da schon 80 Jahre alt war, anders kann man das gar nicht erklären, was in dem Buch stand…

Aussicht aus der Uni

Jetzt ist der Bericht ja doch schon ziemlich lang geworden. Ich hoffe, die Bilder gefallen euch trotz der nicht so guten Qualität. Wenn ihr wissen wollt, wie es in Japan weiter ging und was ich noch alles gesehen und erlebt habe, dann abonniert doch einfach meinen Blog!

Wer von euch war denn selber mal in Japan? Könnt ihr euch vorstellen, einmal dort hinzufahren? Was sind eure Eindrücke von Soka?