Wieso es OK ist, Ideen zu klauen

Kennst du das? Du willst einen Blogpost verfassen, hast aber keine richtige Idee, worüber du schreiben sollst? Noch ein Schokokuchenrezept? Das nächste Kastanienfiguren-DIY? Ein weiterer Blogpost darüber, wie man einen Blog eröffnet? Langweilig, oder? Wieso würde auch jemand etwas lesen, worüber schon zig andere geschrieben haben…

Auch ich habe manchmal kreative Tiefs und weiß zwar, worüber ich gerne schreiben würde, komme aber nicht so richtig rein ins Thema. Dann wieder will ich schreiben, aber finde keine Idee. Die 1000 Ideen, die ich dann habe, wenn ich keine Zeit habe, die sind schon wieder längst vergessen. Ziemlich doof. Aber mittlerweile weiß ich, wo ich Inspiration finde. Und diese Quellen will ich heute mit dir teilen.

Keine eigene Idee? Dann klau doch einfach!

Manchmal sitzt man vor dem PC, möchte etwas schreiben und hat das Gefühl, ein Brett vorm Kopf zu haben. Irgendwie kommt keine zündende Idee für einen großartigen Blogpost. Du hast jetzt zwei Möglichkeiten: Einen Füllerblogpost zu schreiben, der relativ wenig Content enthält, nur damit du etwas veröffentlichst, oder eine großartige Idee suchen.

Ersteres kann man hin und wieder machen. Schreibst du aber zu viele nichtssagende Beiträge, dann werden dir ganz sicher früher oder später die Leser davonlaufen. Ich jedenfalls komme nur selten wieder, wenn der Blog aus “Aufgebraucht” und “Nachgekauft” Beiträgen besteht. Solche Beiträge vergraulen mich übrigens schon beim ersten Mal, in meinen Augen gibt es nur wenig Sinnbefreiteres. Du willst mich und deine anderen Leser nicht vergraulen? Gut! Dann verrate ich dir ein Geheimnis!

Wieso Ideenklau OK ist

Wenn du keine eigenen Ideen für großartige Blogposts hast, dann klau sie dir woanders! Klauen? Abschreiben?? JA! Du findest das verwerflich? Ganz im Gegenteil! Ideen klauen heißt ja nicht, einfach eins zu eins kopieren, sondern es heißt, dass du eine Idee aufgreifst und sie weiterentwickelst. Klaue Ideen, aber schreibe nicht wortwörtlich ab. Beginne nicht mit dem gleichen Zitat oder der gleichen Anekdote. Denke dir eine eigene Geschichte aus. Schreibe in deinem persönlichen Stil. Herr Guttenberg hat es mit dem Kopieren versucht und mächtig Ärger bekommen. Sei klug, sei nicht wie Herr Guttenberg! Wenn du wörtlich kopierst werden das deine Leser früher oder später merken. Und wenn die Person, von der kopiert hast, das bemerkt, dann droht dir richtiger Ärger.

Und wieso sollte kopieren jetzt OK sein? Weißt du, wer das Automobil erfunden hat? Richtig, Carl Benz. Aber fahren heute nur Benz auf der Straße? Nein, es gibt unzählige Automarken. Oder was ist mit Handys? Wie viele Hersteller fallen dir auf Anhieb ein? Sicher mehr als einer, oder? Einer hat es erfunden und andere haben die Idee aufgegriffen und weiterentwickelt. Disney hat über viele Jahre Geschichten aufgegriffen und erfolgreich Zeichentrickfilme draus gemacht. Arielle, die kleine Meerjungfrau, Cinderella, Robin Hood. Das waren keine eigenen Ideen von Herrn Disney oder einem seiner Mitarbeiter.

Und wo findest du jetzt diese tollen Ideen, die du klauen sollst?

Genau, auf anderen, inspirierenden Blogs (bei mir zum Beispiel). Das World Wide Web ist so voll von guten Ideen, bereits verfasst als Blogbeitrag, dass du vermutlich nicht einmal lange suchen musst, um sie zu finden. Du musst nur wissen, wo und wonach du schauen musst.

Aber natürlich decken diese Beiträge meistens nicht alle Aspekte ab, die dir persönlich wichtig oder interessant erscheinen. Schreibe einfach über etwas, das deiner Meinung nach fehlt. Oder, solltest du der Meinung des Verfassers zu einem Thema nicht zustimmen, wieso du anderer Meinung bist (bleibe aber bitte sachlich!).

Und wo findest du diese inspirierenden Blogs?

Auf Facebook: Du bist sicherlich Mitglied in diversen Bloggergruppen. Gerade in den großen Gruppen werden sehr viele Blogbeiträge geteilt. Wenn du über themenrelevante Beiträge stolperst, dann sie dir doch einfach mal die Blogs an. Oft finde ich dort sehr gute Beiträge.

Auf Pinterest: Lieber noch als Facebook mag ich Pinterest. Suchst du nach einem Begriff (beispielsweise Blogging), dann bekommst du zunächst viele Pins zu diesem Thema vorgeschlagen. Klickst du auf einen Pin, werden dir wieder ähnliche Pins vorgeschlagen. Interessante Pins kannst du auf deiner (geheimen) Pinnwand speichern. So erstellst du dir kinderleicht deine ganz persönliche Ideen-Datenbank. Ich habe auf Pinterest bisher die interessantesten Blogbeiträge gefunden.

Mein Geheimtipp: Suche in einer anderen Sprache, am besten auf Englisch! Gerade wenn du auch auf Englisch schreibst oder vor hast, in Zukunft deinen Blog zweisprachig zu gestalten, hilft es dir sehr zu sehen, worüber amerikanische oder britische Blogger schreiben und welche Themen wirklich erfolgreich sind.

Noch ein Geheimtipp: Bist du Foodblogger? Wieso dann nicht internationale Rezepte in den Blog mit aufnehmen? Du kannst die Rezeptur in dem Fall schamlos klauen und deine eigenen Bilder verwenden und niemand wird es merken, außer, er oder sie liest selber englische Foodblogs.

 

Du weißt ein grobes Thema, willst es aber noch eingrenzen

Hin und wieder dann hat man auch schon eine ungefähre Vorstellung darüber, was man sagen will. Aber dann ist man vielleicht nicht sicher, ob jemand deine Idee gut finden würde oder worüber ganz genau man schreiben soll. Oder die letzte zündende Idee fehlt einfach. Das herauszufinden ist eigentlich ziemlich einfach. Überlege dir ein aussagekräftiges Keyword für dein Thema und suche es in den gängigsten Portalen. Was für Suchvorschläge erhältst du bei Google? Wie viele Seiten werden zu dem Keyword angezeigt?

Der Vorteil dieser Methode ist, du siehst direkt die Keywordkombinationen. Schau einfach mal, was passiert, wenn du “Schokokuchen” bei Google eingibst. Du siehst jetzt, wonach Leute suchen, die sich für Schokokuchen interessieren und kannst gezielt auf diese Suchanfragen eingehen und einen entsprechenden Blogpost verfassen. Googleist kostenlos.

Ähnlich verfährst du bei Pinterest. Du kannst sehen, wie oft ein Pin bewertet wurde und auch, wie oft er weitergepinnt wurde. Findest du zu deinem Suchbegriff wenige Pins und wurden diese nur selten bewertet und/oder weitergepinnt, dann schreibst du vermutlich über etwas, das wenig Interesse hervorruft. Oder es ist eben ein sehr spezielles Thema, welchen aus diesem Grund eher selten gesucht wird. Leider wird dir aber nicht angezeigt, wie oft der Pin insgesamt gepinnt, sondern nur, wie oft er von dieser einen Quelle weitergepinnt wurde. Findet sich der Pin auf mehreren Boards, wird also leider nicht zusammengezählt. Einen guten Anhaltspunkt gibt es dir aber dennoch.

Auf Instagram kannst du sehen, wie viele Beiträge es zu einem Hashtag gibt. Lädst du ein Foto hoch, siehst du hier ebenfalls Wortkombinationen und die Anzahl an Beiträgen. Du kannst dich also auch daran orientieren, was oft gepostet und dementsprechend vermutlich oft auch gesucht wird. Mache dir diese Funktion zu Nutzen und schreibe um ein Keyword herum, das große Nachfrage hat.

Noch ein paar Ratschläge zum Schluss

Sei bitte so nett und verlinke auf die Blogs, die dich inspiriert haben. Hinterlasse am besten direkt auch einen Kommentar und weise auf die Verlinkung hin. Vielleicht teilt der Blogger oder die Bloggerin dann sogar deinen Beitrag auf Facebook und Pinterest. Außerdem sind gute Links zu externen Beiträgen anscheinend auch gut für dein Google Ranking.

Abonniere dir Newsletter von den inspirierensten Blogs. So bekommst du die neuesten Ideen frei Haus in dein Postfach. Einige meiner Top-Inspirationsquellen sind:

Schreibsuchti (unbedingt den Newsletter abonnieren!)
Whatmommydoes (auch für Nicht-Eltern eine schöne Seite)
Ivory Mix (vor allem für Blogger sehr interessant)
Living Well Spending Less (es geht nicht nur ums Geld sparen)
Frau Chefin (Zeitmanagement und mehr)

Natürlich schaue ich sehr gerne in noch viel mehr Blogs, aber jeden einzelnen aufzuzählen, das würde wirklich den Rahmen sprengen. Schau dir einfach die Blogs an und suche nach weiteren Inspirationsquellen. Und nie wieder wirst du nicht wissen, worüber du als nächstes schreiben sollst!

Übrigens, die Idee zu diesem Blogpost habe ich selber eiskalt geklaut. Und zwar aus dem Newsletter vom Schreibsuchti. Schließlich empfiehlt er da selbst, dass du klauen sollst (du solltest wirklich unbedingt seinen Newsletter abonnieren, WIRKLICH!). Nur nicht kopieren. Also kreiere deinen eigenen Super-Schokokuchen, baue kein Kastanienmännchen sondern ein Kastanienschloss.

Hat dir der Beitrag gefallen? Oder bist du vielleicht ganz anderer Meinung als ich? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar und sag mir, was du so denkst. Holst du dir auch woanders Inspiration? Wo? Vergiss bitte auch nicht, den Beitrag zu teilen!