So richtest du deinen eigenen Freebiebereich ein – Ganz ohne Programmierkenntnisse

Ich habe dir ja bereits einige wirklich tolle Freebies von anderen Bloggern vorgestellt. Falls du den Beitrag verpasst hast, dann schau doch einfach HIER! Mittlerweile habe ich für meine Newsletter-Abonnenten auch einen eigenen Freebie-Bereich auf meinem Blog, den ich in den nächsten Monaten weiter befüllen werde. Ich plane beispielsweise Lightroom-Presets, Stockfotos und Printables.

Was ist ein Freebie?

Ein Freebie ist im Grunde ein Geschenk. Früher nannte man es wohl noch Werbegeschenk. Aber gerade im Onlinebereich hat sich der Name Freebie auch im deutschsprachigen Raum etabliert. In meinem heutigen Beitrag geht es ausschließlich um digitale Freebies, das heißt, Dateien, die sich der Leser herunterladen und auf seinem PC speichern kann.

Es gibt viele gute Gründe, wieso man Freebies anbieten sollte:

  • Man will sich bei seinen Lesern bedanken
  • Man möchte einen Anreiz bieten, sich in den Newsletter einzutragen
  • Man möchte ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen und über Freebies zeigen, was man kann
  • Man möchte andere Blogger unterstützen

Wenn du zum Beispiel ein Autor bist und einen Roman veröffentlichen willst, dann könntest du Kurzgeschichten oder einzelne Kapitel als e-Book anbieten. So bekommen deine Leser direkt einen Eindruck von dir als Autor und von deinem Buch, vielleicht noch bevor es komplett fertig ist. Du hast die Möglichkeit, Feedback zu erhalten und weiter an deinem Werk zu arbeiten. Bist du Grafik-Designer oder Fotograf? Dann präsentiere deine Werke und biete einige davon kostenlos an. So steigerst du unter Umständen schnell deinen Bekanntheitsgrad. Bist du ein Experte in einem bestimmten Thema wie Finanzen, Bloggen, oder Fitness? Auch dann kannst du ganz tolle Freebies für deine Leser anbieten.

Was eignet sich als Freebie?

  • Stockfotos
  • Reisefotos
  • E-Books
  • Printables
  • Blogplaner
  • Finanzplaner
  • Lightroom-Presets
  • Photoshop-Actions
  • Grafiken
  • Rezepte
  • Scrapbook-Seiten
  • Vorlagen jeglicher Art (Lebenslauf, Powerpoint-Layouts etc.)
  • Blog-Themes
  • Und ganz viel mehr

Dieser Beitrag soll vor allem denjenigen helfen, die noch ganz am Anfang stehen. Es gibt sicherlich viele gute Möglichkeiten, einen Freebie-Bereich beziehungsweise einen Mitgliederbereich einzurichten, der auf jedes Mitglied zugeschnitten ist. Meine Lösung ist eine sehr simple. Sie setzt auch die Ehrlichkeit der Leser voraus, dass sie keine Daten und Dateien weitergeben. Und das Beste daran, du brauchst keinerlei Programmierkenntnisse oder sonstige Fachkenntnisse. Du musst nur wissen, wie man bei WordPress eine Seite einrichtet.

Allerdings erkläre ich dir hier nicht, wie du dein Freebie erstellst. Dazu wird es, sofern Interesse besteht, später einen eigenen Beitrag geben.

Was du für einen Freebie-Bereich brauchst

Um Freebies anzubieten, empfehle ich einen eigenen Freebie-Bereich, zu dem nur deine Leser Zugang bekommen sollten. Als erstes brauchst du dafür natürlich einen Blog oder eine Website. Auf dieser solltest du einzelne Seiten erstellen können. Dann brauchst du einen Newsletter, denn irgendwie müssen die Zugangsdaten ja an deine Leser kommen und du willst sie nicht öffentlich auf dem Blog stehen haben! Außer du willst, dass ein bestimmter Beitrag gepusht wird. Aber ich empfehle eindeutig die Newsletter-Lösung! Alternativ kannst du das Passwort auch beispielsweise in deiner eigenen Facebookgruppe bekannt geben.

Und als letztes brauchst du etwas, das du in deinem Mitgliederbereich als Freebie anbieten kannst. Was das sein kann, habe ich dir ja weiter oben schon aufgezählt. Einen Beitrag zur Erstellung von Stockfotos habe ich nebenbei erwähnt bereits in Planung.

Wie du deinen Freebie-Bereich einrichtest

Das Einrichten eines Freebie-Bereichs, der nur für bestimmte Leute zugänglich sein soll, ist eigentlich ziemlich einfach. Du musst nur eine neue Seite erstellen und diese mit einem Passwort schützen. Wie, das soll alles sein? Ja, das ist alles! Zumindest, wenn du diese einfache und schnelle Methode nutzen willst. Du weißt ja bestimmt selber, die meisten Leute haben keine Lust, sich irgendwo mit einem Benutzernamen etc. anzumelden. Also macht es auch wenig Sinn, eine ausgeklügelte individuelle Lösung zu suchen. Zumal mit den neuen Dateschutzregeln alles nur noch komplizierter würde.

Gib deiner Seite einen Namen

So stellst du ganz einfach ein Passwort für eine Seite ein

 

Deshalb machst du es dir und deinen Lesern leicht. Du schickst das Passwort direkt nach der Anmeldung zum Newsletter an deinen Abonnementen. Oder du machst alle deine Leser im nächsten Newsletter darauf aufmerksam. Oder beides. Das bleibt schlussendlich dir überlassen.

Ach ja, vergiss nicht, dir einen Seitentitel auszudenken. Meiner heißt „Freebies in a Box – Exklusiver Download-Bereich“, in Anspielung auf meinen Blognamen. Sicherlich fällt dir auch ein guter Name für deinen Freebie-Bereich ein.

Wie du ein Freebie auf deine Seite bringst

Auch der Teil ist ziemlich einfach. Mich hat es einige Minuten gekostet, weil ich einfach nicht richtig aufgepasst habe. Aber der Reihe nach.

Um ein Freebie auf deiner hochzuladen brauchst du:

  • Ein Freebie
  • Ein Vorschaubild
  • Bei Bedarf einen „Download“-Button (beispielsweise auch ein Bild)

Wie solltest du am besten vorgehen? Als erstes schreibst du einen kurzen Text. Worum geht es in deinem Freebie-Bereich? Was darf man mit den Freebies machen? Dürfen deine Bilder beispielsweise kommerziell genutzt werden oder nur privat? Müssen Credits angegeben werden? Vergiss nicht, das auch in deine AGB (bei mir im Impressumsbereich) mit aufzunehmen!

Denke auch daran zu erklären, wie genau der Download funktioniert. Muss man nur auf das Vorschaubild klicken? Oder doch auf den Download-Button?

Nun wird es Zeit, deine Freebie-Datei hochzuladen. Als nächstes lädst du das Vorschaubild und die Datei hoch. Das Vorschaubild fügst du auf der Seite an der gewünschten Stelle ein. Jetzt gehst du auf „Dateien/Medien hinzufügen“ und klickst auf deine Freebie-Datei. Du solltest jetzt rechts die URL sehen. Diese kopierst du. Im nächsten Schritt klickst du auf das Vorschaubild auf deiner Seite und dann auf bearbeiten. Bei Einstellungen anzeigen gibt es die Auswahl „Link zur“. Du musst jetzt nur „Individuelle URL“ auswählen und den Link zu deiner Datei, den du soeben kopiert hast, einfügen. Fertig.

Das Vorschaubild hochladen und auf den Stift klicken um die Einstellungen zu bearbeiten

Unter „Medien hinzufügen“ findest die URL-Infos zu deinem Freebie

Einfach bei deinem Vorschaubild „individuelle URL“ anklicken

 

Nicht vergessen deine Seite auch zu speichern! Falls du das Passwort vergessen hast oder ändern kannst, kannst du das einfach über die Seiteneinstellung machen. Dort wird dir das ausgewählte Passwort angezeigt.

Letzte Schritte

Im letzten Schritt musst du nur noch deine Leser und/oder Newsletter-Abonnementen über die URL und das Passwort informieren. Falls du wissen willst, wie du die Informationen automatisch an alle neuen Abonnementen verschickst, dann empfehle ich dir, diesen Blog zu abonnieren, damit du meinen Beitrag zu dem Thema nicht verpasst. Ich benutze für meinen Newsletter MailChimp. Für deinen Newsletter solltest du ebenfalls MailChimp zu benutzen, das der Beitrag explizit auf MailChimp ausgelegt sein wird.

Übrigens, falls du dein Freebie erstellen möchtest, aber nicht alles alleine machen kannst oder willst, dann findest du in folgendem Beitrag noch eine Zusammenfassung verschiedenster Quellen von Grafiken oder Fonst, die du kostenlos oder günstig bekommst, um sie für deine Freebies zu benutzen.

Ich hoffe, ich habe dir mit meinem Beitrag dabei helfen können, deinen eigenen Freebie-Bereich einzurichten. Hast du noch Fragen oder Anmerkungen? Dann lasse mir doch einfach einen Kommentar da!


NACHTRAG: Da ja doch leider die DSGVO für viel Unsicherheit sorgt, muss hier tatsächlich auf das Kopplungsverbot hingewiesen werden. Ich werde vermutlich meinen Newsletter ohnehin umgestalten, da er derzeit nur über neue Kommentare benachrichtigt, mir das aber auf Dauer zu unpersönlich ist. Eventuell werde ich den Freebie-Bereich eben nicht mehr so aktiv bewerben, sondern nur noch „im Kleingedruckten“ erwähnen. Das wird dann in Richtung „Abonniere meinen Newsletter und erhalte die neuesten Beiträge sowie Updates im Freebie-Bereich per Mail“. Wie genau ich das löse muss ich mir aber noch überlegen. Klar ist jedenfalls, das der Newsletter im Vordergrund stehen wird und nicht der Freebie-Bereich. Damit hoffe ich, das Kopplungsverbot einzuhalten.

Nachtrag 2 vom 10.04.2018: Gestern hatte ich ein nettes Gespräch mit einer Dame von einer Agentur. Sie hatte genau dieses Thema mit einer Anwältin besprochen. Diese ist der Meinung, man darf durchaus noch Freebies als Dankeschön für die Anmeldung zum Newsletter anbieten.

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38 Discussion to this post

  1. Nika sagt:

    Ich habe zwar bisher noch kein Freesie erstellt, hatte aber schon oft darüber nachgedacht und bin aufgrund der Download-Lösung wieder davon abgewichen. Das Kopplungsverbot erschwert das alles noch. Aber deine Anleitung ist super und wenn ich doch mal eins erstelle, dann komme ich wieder darauf zurück. Sehr verständlich auf jeden Fall, das ist gerade für mich wichtig, da ich manchmal mit WP noch sehr unsicher bin.

    Liebe Grüße,
    Nika

    von http://www.vintasticworld.com

  2. Sirit sagt:

    Hallo Tanja! Habe den Bereich direkt mal eingerichtet! Danke für die Hinweise und Tipps! Bin gespannt, was da noch auf uns zukommt mit der neuen DSVGO. Merci! LG! Sirit

    • Ja ich auch. Vermutlich muss ich das noch umbenennen oder etwas umstrukturieren. Vielleicht veröffentliche ich das Passwort auch direkt in der Opt-In Mail, dann kann jeder selber überlegen, ob er wirklich zusätzlich den Newsletter erhalten will.

  3. Eine sehr schöne Idee und eine praktische Anleitung! Finde solche Freebies ja als Blogger immer ganz hilfreich – da spart man sich oft einiges an Zeit und Nerven. :)

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

  4. Bea sagt:

    Toller Beitrag und eine super Idee. Ich habe zwar noch nicht vor, Freebies anzubieten, habe aber schon welche benutzt, Ist ne tolle Sache.

    Lieben Gruß,

    Bea.

  5. Anja S. sagt:

    Ein toller Beitrag. Vielleicht probiere ich das auch einmal aus.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  6. Tolle Anleitung! Ich habe schon mehrfach darüber nachgedacht, ein Freebie anzubieten, wusste aber nie so genau, wie ich da vorgehen kann. Aber mit deiner Anleitung dürfte das ja problemlos machbar sein!
    Vielen Dank und viele Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

  7. Sabana sagt:

    Ein schöner Artikel.
    Ich habe früher oft Freebies als Download angeboten. Jetzt hat sich das auf meine Kinderweihnachtsgeschichte reduziert.
    Aber es macht wirklich Spaß und ich sollte das vielleicht auch mal wieder in Angriff nehmen.

    Danke für den kleinen Denkanstoss.

    LG Sabana

  8. Ramona sagt:

    Hey meine Liebe,

    tolle Anleitung, ich bin begeistert! Ich selbst habe schon einige Male überlegt mit Freebies zu arbeiten, da ich neben meinen Artikeln auch noch eine Stilberatung anbiete.
    Mit deiner Anleitung, bzw. deinen Vorschlägen fällt mir das nun um einiges leichter und die Umsetzung hierfür rückt wieder näher!

    Ich bin auf jeden Fall interessiert an weiteren Beiträgen! ;-)

    Liebe Grüße

  9. Super deine Erklärung. Ich mag Freebies total gerne, aber auf meinem Blog gibt es noch keine. Sollte ich vielleicht mal einführen. Danke für deine Tipps.

    Alles Liebe

    Freya

  10. Danke für den super Tipp, der hilft mir richtig weiter :-)

    Liebe Grüße,
    Graziella 💙

  11. Martina sagt:

    Ich hatte erst einmal ein Freebie auf dem Blog angeboten, das ganz gut ankam.
    Im Moment überlege ich, ein Ebook zu erstellen, wusste aber noch nicht genau, wie ich das anbieten kann. Tadaaaa, danke dir für den Beitrag!
    Viele Grüße,
    Martina

  12. Christine sagt:

    Bei solchen Sachen stelle ich mich ja sehr an. Ich bin froh, dass mir meinem Blog damals jemand gemacht hat, die sich damit auskennt. Und bei meinem Portfolio war professionelle Hilfe eh dringend nötig! ;)

  13. Emilie sagt:

    Ich denke darüber schon länger nach :) Schöne und einfach Tipps, die gut erklärt sind, Danke!
    Liebe Grüße,
    Emilie
    LA MODE ET MOI

  14. Sam Cadosch sagt:

    Sehr toller und hilfreicher Artikel! Danke dafür! Ich bin auch gerade in der Phase, in der ich mir Gedanken über Freebies mache & da kommt dein Artikel sehr gelegen :) Danke!

  15. Ina sagt:

    Danke für den informativen Beitrag! Sicher sehr hilfreich wenn man anfängt und nicht viel Ahnung von der Materie hat. Super erklärt finde ich hast du es.

    Lg aus Norwegen
    Ina

    http://www.mitkindimrucksack.de

  16. Julia sagt:

    Freebies sind toll und ich such mir auch immer wieder welche raus die nützlich für mich sind. Ich selbst hab noch keine angeboten. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

  17. ein super cooles Tutorial meine Liebe! ich bin echt begeistert!
    zwar hatte ich bisher noch keine Pläne mir mein eigenes Freebie einzurichten, aber wer weiß ob nicht irgendwann der Wunsch da ist – und dann habe ich jetzt die perfekte Anleitung dafür :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  18. Sandra sagt:

    Guten Morgen.
    Ein total interessanter Beitrag. Ich als Leser würde mich über so etwas sehr freuen.

    Liebste Grüße,
    Sandra.

  19. Sarah sagt:

    Sehr hilfreicher Artikel! Gerade, da ja immer mehr zum Thema Freebie kommen, wenn sie anfangen ihren Blog professionell zu vermarkten. Kann einfach eine tolle Möglichkeit sein, wenn man sie richtig nutzt. :) Vielleicht wäre noch ein kleiner Hinweis sinnvoll, dass man im Hinblick auf die DSGVO das Kopplungsverbot beachten sollte (weil du erwähnst Freebies als Anreiz für die E-Mail Adresse raus zu geben). :)
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Hallo Sarah, mmmh, da muss ich selber nochmal genauer nachlesen. Aber so wie ich das verstehe, trägt sich der Leser freiwillig in eine Maillingliste ein und stimmt damit natürlich auch der Speicherung seiner Daten zu. Und das Freebie ist ja eher ein Geschenk. Da die Freiwilligkeit gegeben ist (erst in die Maillingliste eintragen und nicht erst bei Download eines Freebies), sollte es hier keine Probleme geben. Zumal eine Anmeldung auf dem Blog nicht nötig ist, also keine weiteren Daten gespeichert werden.

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