Tipps für’s Fotografieren im Winter – Mehr als nur Eis und Schnee

Tricks für Winteraufnahmen

Im Winter ist es kalt und nass und trüb und dein Fotografenherz liegt im Winterschlaf? Dann wird es dringend Zeit, dass du es wieder aufweckst! Denn auch wenn es im Winter durchaus schlechtes Wetter geben kann oder kalt sein kann, gibt es doch ganz viele Möglichkeiten, schöne Winteraufnahmen zu machen. Also, zieh die Winterjacke an, die wasserdichten Stiefel, Schal und Mütze und schnapp dir deine Kamera. Viele tolle Tipps für’s Fotografieren im Winter erwarten dich.


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Deine Ausrüstung für das Fotografieren im Winter

Brauchst du im Winter eine andere Ausrüstung, als im Sommer? Naja, nicht unbedingt, aber im Winter gibt es doch das eine oder andere zu beachten, damit deine Ausrüstung keinen Schaden nimmt, vor allem wenn es wirklich kalt ist. Bevor du im Winter mit dem fotografieren loslegst, empfiehlt es sich, der Kamera und den Objektiven Zeit zu geben, sich zu akklimatisieren. Noch wichtiger ist das, wenn du sie wieder ins Warme bringst. Zu große Temperaturschwankungen von kalt zu warm sollten vermieden werden, um Kondensbildung und Materialschäden vorzubeugen.

Tricks für Winterfotografie
Eis und Schnee sind beliebte Motive im Winter

Viel wichtiger als im Sommer ist ein vollständig aufgeladener Ersatzakku. Kälte verlangsamt die elektrochemischen Prozesse in deinem Lithium-Ionen-Akku, weil die Elektrolytflüssigkeit zäher wird. Das gilt im Übrigen auch für deinen Handyakku. Trage also dein Handy und den Ersatzakku möglichst nah am Körper oder verstaue beides in einer gegen Kälte abgeschirmten Tasche. Da deine Kamera während des Fotografierens der Kälte ausgesetzt ist, wird der Akku nicht so lange halten, wie du es aus den wärmeren Monaten kennst.

Praktische Ausrüstung für Winteraufnahmen

Mehr noch als im Sommer empfehle ich, im Winter immer ein Stativ* mitzunehmen. Die Sonne steht generell tiefer als in den wärmeren Monaten. Dadurch wirst du oft mit schwierigeren Lichtverhältnissen zu kämpfen haben. Erst recht, wenn du, wie ich, sehr gerne in der Natur, besonders im Wald, fotografierst. Schnee, alte Blätter oder Wolken verhindern leider oft, dass genug Licht einfällt. Mit dem Stativ kannst du vieles ausgleichen, da du die Bilder ohne Verwackelungen länger belichten kannst.

Nutze deine Gegenlichtblende. Ich gebe zu, ich bin diesbezüglich auch recht faul. Leider habe ich mir dadurch das eine oder andere Bild versaut, weil Streulicht auf die Linse kam. Besonders im reflektierenden Schnee kann dir deine Gegenlichtblende aber große Dienste erweisen.

Tipps für's Fotografieren im Winter
Tipps für’s Fotografieren im Winter: Wenn es kalt wird friert auch deine Kamera

Winterlandschaften mit Filtern fotografieren

Lege dir einen Polarisationsfilter* zu, falls du noch keinen hast. Ein Polarisationsfilter (auch Polfilter genannt) kannst du die Kontraste und Farben auf deinen Bildern ganz einfach erhöhen. Gleichzeitig kannst du mit ihnen Spiegelungen reduzieren, beispielsweise auf Wasserflächen oder Glasfassaden. Polfilter sind nicht ganz billig, aber auf jeden Fall ihr Geld wert.

Schnee ist gefrorenes Wasser. Soweit so klar. Aber vergiss nicht, dass der Schnee, der auf dein Objektiv oder deine Kamera fällt, auch tauen kann. Lege deshalb deine Kamera nie im Schnee ab und schütze sie bei zu starkem Schneefall. Für kleines Geld kannst du beispielsweise eine Regenschutzhülle* für deine Kamera kaufen. Die schützt ebenso gut vor Schnee und Tauwasser.

Zu wenig Licht beim Fotografieren im Winter?

Für Langzeitbelichtungen empfiehlt sich ein Fernauslöser. Dieser kann über ein Kabel oder auch kabellos mit deiner Kamera verbunden werden. Alternativ kannst du auch die Auslösezeit an deiner Kamera auf 2 oder 10 Sekunden einstellen und den Auslöser manuell betätigen. Der Nachteil ist aber, dass du dann in der Regel nur bis maximal 30 Sekunden belichten kannst. Nur mit gedrücktem Auslöser ist eine längere Belichtung möglich. Die wirst du vielleicht bei der Sternenfotografie benötigen. Auch für jede andere längere Belichtung ist ein Fernauslöser sehr nützlich.

Meine Tricks für bessere Fotos im Winter bei Eis und Schnee

Eis und Schnee sind vermutlich die absoluten Klassiker, an die man denkt, wenn man im Winter fotografieren will. Auch wenn es so viel mehr gibt, das du im Winter fotografieren kannst, will ich hier kurz darauf eingehen.

Weiße Landschaften, zugefrorene Gewässer. Es gibt nichts schöneres, als zum Sonnenaufgang diese unberührten Landschaften zu sehen und zu fotografieren. Der oder die erste im Wald zu sein. Waldwege frei von allen Fußspuren. Höchstens die eines Fuchses oder Rehs kreuzen den Weg und geben ein wunderschönes Bild ab.

Tricks für's Fotografieren im Winter: Fotografieren bei Schnee
Fotografieren bei Schnee ist nicht immer ganz einfach. Hier war es grau und nebelig, weshalb der Schnee nicht strahlend weiß erscheint

Nutze die goldenen und blauen Stunden zum Fotografieren im Winter

Die schönsten Bilder machst du auch im Winter am frühen Morgen oder Abend. Tagsüber wird zu viel Licht reflektiert und du wirst teilweise überbelichtete Bilder bekommen. Außerdem sind tagsüber viel mehr Menschen unterwegs und die Landschaft sieht dann oft nicht mehr so unberührt aus wie in den ersten hellen Stunden.

Fotografieren im Schnee ist vor allem im Automatikodus gar nicht einfach. Das helle Licht kann deinen Sensor in die Irre führen. Er belichtet dann das Bild etwas zu dunkel ab. Du kannst das Bild entweder am PC nachbearbeiten und aufhellen oder du versucht selber, die richtige Belichtungseinstellung zu finden. Alternativ kannst du zusätzlich zum Automatikmodus über die Belichtungskorrektur das Bild um 1-2 Stufen aufhellen. Außerdem werden deine Bilder direkt schöner, wenn du den Weißabgleich auf dein Bild angepasst einstellst. So ersparst du dir auch viele Schritte bei der Nachbearbeitung.

Der RAW Modus – Trick für kontrastreiche Winterlandschaften

Wenn du an einem wolkenverhangenen Tag fotografieren gehst, versuche möglichst wenig vom Himmel zu fotografieren. Gerade Landschaftsbilder wirken durch den fehlenden Kontrast eher blass. Oder aber du nutzt genau das als Stilelement. Dann musst du die graue Eintönigkeit aber gezielt einsetzen, damit das Bild auch wie gewünscht wirkt.

Fotografiere am besten immer im RAW-Modus. So kannst du nachträglich den Weißabgleich viel einfacher korrigieren und erhältst ein schöneres Weiß. Grundsätzlich rate ich ohnehin dazu, nur im RAW-Modus zu fotografieren, unabhängig von der Jahreszeit.

Fotografieren im Winter: Wabi Sabi – 侘寂

Wabi-Sabi ist eine alte japanischePhilosophie. Wabi (侘) bedeutet „geschmackvolle Einfachheit“ oder auch „an Ärmlichkeit grenzende Bescheidenheit„. Sabi (寂) bedeutet „Patina“, „antikes Aussehen“ oder auch „geschmackvolle Einfachheit“. Wabi-Sabi kann sowohl ein Lebensstil sein als auch ein Designelement. Es bedeutet, das nicht-perfekte zu akzeptieren. Sei es in einem Menschen als auch in einem Objekt.

Motivideen für Wabi-Sabi sind beispielsweise ein verrostetes Tor, ein altes, kaputtes Blatt, das vom Baum gefallen ist oder abblätternder Putz von einer Wand.  Weitere Bildbeispiele zu diesem Stil in der Fotografie findest du auf dem Blog Foto.Kunst.Kultur.

Winterfotografie: Wabi-Sabi
Ein einzelnes totas Blatt als Stillement, erste Versuche Wabi-Sabi

„Hab keine Angst vor Perfektion – du wirst sie nie erreichen.“ (Salvador Dalí)

Wieso sich Wabi-Sabi so für den Winter eignet? Für mich hat Wabi-Sabi als Stilelement etwas Meditatives. Man beschäftigt sich intensiv mit dem, was um einen herum ist. Man sucht gezielt das vermeintlich hässliche, kaputte, vergehende, alte. Du musst nicht weit gehen, kannst viele Motive im und am Haus finden. Sieh dich doch beispielsweise einmal in deinem Keller um. Das klingt jetzt vielleicht erst einmal einfach.

Die Wahrheit ist aber, in unserer überperfekten Gesellschaft ist es nicht so leicht, die richtigen Motive zu finden. Rostige Türen werden repariert, kaputte Wände neu verputzt. Du musst schon sehr genau hinsehen, um Wabi-Sabi-Motive zu finden.

Wabi-Sabi-Ideen für Motive im Winter

Du brauchst keinen strahlenden Sonnenschein, eher sogar im Gegenteil. Du suchst das nicht-perfekte und dabei kann der Himmel gerne wolkig sein oder es sogar regnen. Auch Schnee und Eis können die Wirkung der Bildaussage verstärken. Die Schönheit eines Objektes liegt in der natürlichen Imperfektion. Der Bildaufbau besticht durch Einfachheit und natürlichen Elementen. Patina und sichtbare Zeichen des Alters sind ebenfalls Teil dieses Stils. Zu viel Licht, ein zu helles Bild kann dabei der Bildaussage eher schaden als ihr nützen.

Fotografieren im Winter: Wabi-Sabi und Streetfotografie
Wabi-Sabi: Ein alter Türgriff voll Patina als bildgebendes Element

Sternenfotografie bzw. Astrofotografie im Winter

Die Astrofotografie ist natürlich kein reines Winterthema. Aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit und den wirklich dunklen Nächten, ist der Winter aber die ideale Zeit, um mit der Sternen- oder Astrofotografie zu beginnen.

Es muss richtig dunkel sein

In den Wintermonaten ist die Milchstraße in unseren Breitengraden leider nicht sichtbar. Dafür sind die Nächte richtig schön dunkel und du kannst bei kaltem, klarem Nachthimmel einige sehr stimmungsvolle Sternenhimmelaufnahmen machen. Leider ist es aufgrund der Lichtverschmutzung in der Nähe größerer Ortschaften oft nicht leicht, einen geeigneten Standort zu finden. Außerhalb der Ballungszentren im ländlichen Raum gibt es dagegen besser Ort zum Sternenhimmel fotografieren. Auf Travelography gibt es einen Beitrag zu den dunkelsten Orten Deutschlands. Außerdem findest du in dem Beitrag eine sehr schöne Übersicht zu astronomischen Ereignissen.



Die Kamera richtig einstellen

Stelle keinen zu hohen ISO-Wert ein, um unnötiges Bildrauschen zu vermeiden. Denke aber daran, dass ein zu niedriger ISO-Wert dein Bild zu dunkel werden lässt. Die optimale Einstellung findest du heraus, wenn du ein paar Testfotos machst. Die Länge der Belichtung in Kombination mit dem passenden ISO-Wert wird dir entweder einige wenige oder sehr viele Sterne aufs Bild bringen. Die EOS80d, die ich benutze, macht auch bei ISO 1200-3600 noch relativ gute Bilder.

Bei längerer Belichtung werden aus den Punkten Striche, da sich die Erde dreht. Oft wird das aber als ein gewünschter Effekt eingeplant. Denke auch daran, den Bildstabilisator auszuschalten, wenn du mit dem Stativ fotografierst. Eine Belichtungszeit von 2-25 Sekunden wird oft empfohlen.

Weiterführende Tipps und Tricks zur Sternenfotografie findest du auf dem Blog von Bernd Kleinschrod.

Was brauchst du für die Sternenfotografie?

Das wichtigste Utensil ist ein stabiles Stativ. Da du den Nachthimmel mehrere Sekunden lang belichten musst, muss das Stativ schwer sein. Es darf sich im Wind nicht bewegen. Das nächste wichtige Utensil ist ein Fernauslöser. Gerade bei Langzeitbelichtungen muss die Kamera absolut ruhig gehalten werden. Sobald du aber den Knopf drückst, bewegt sich die Kamera minimal und dein Bild verwackelt. Wie oben bereits beschrieben kannst du außerdem meistens nur mit einem Fernauslöser die Belichtungszeit über 30 Sekunden hinaus verlängern.

Für deine Planung ist die  gratis App SkyView® (iOS / Android) empfehlenswert. Sie zeigt neben den Standorten verschiedener Sternenbilder auch die Standorte der Sonne, des Mondes, der Planeten sowie der Satelliten an. So gelingt dir die Bildkomposition noch viel besser.

Winteraufnahmen in Schwarz-Weiß

Vom Frühling bis zum Herbst ist alles bunt und voller Farben. Doch der Winter ist oft eher grau-braun und trüb. Du kannst dein fotografisches Auge schulen, wenn du gezielt im Schwarz-Weiß-Modus fotografierst oder dir Motive suchst, die du am PC in Schwarz-Weiß umwandelst. Fotografierst du nur schwarz-weiß, wirst du später keine Farbe in die Bilder bringen können. Dafür siehst du aber sofort, wie dein Bild aussieht.

Es ist auch beinahe egal, ob der Himmel blau oder weiß ist, wenn du alle Farbe aus dem Bild nimmst. Blauer Himmel wird ohnehin weiß. Egal ob du in die Natur gehst und dort abstrakte Motive suchst oder ob du dich an Architekturfotos versuchst. Schwarz-Weiß Bilder lenken den Blick auf das Motiv. Keine Farben lenken ab. Motive, die vorher noch trist wirkten, bekommen so eine ganz neue Dynamik.

Spiele mit Schatten

Was in der Farbfotografie oft störend wirkt, ist in der SW-Fotografie ein sehr gutes Gestaltungselement. Da du hier keine Farbe hast, die das Bild dominieren, ist der Bildaufbau umso wichtiger. Falls du Englisch kannst, empfehle ich dir, dir den Blog von Phil Ebiner anzuschauen, vor allem den Beitrag zum Bildaufbau. Ich kann dir auch nur empfehlen, dir seine Videokurse auf Udemy oder Skillshare* anzusehen. Kleiner Tipp: Warte bis es wieder ein Angebot auf Udemy gibt, dann gibt es den Kurs öfter für 11-25€.

Photography Masterclass: A Complete Guide to Photography

Eine besondere Ausrüstung benötigst du nicht für die Schwarz-Weiß-Fotografie. Einzig ein Bearbeitungsprogramm wie * Lightroom, Photoshop oder Gimp sind empfehlenswert.

Schwarz-Weiß von Natur aus: Schwarzer Schatten auf weiß-grauer Wand

Trick für Winteraufnahmen mit Pfiff: Monochrom Fotografie

Monochrom bedeutet „eine Farbe“. Schwarz-weiß ist die wohl bekannteste Form von Monochrom. Aber du musst nicht zwangsweise nur schwarz-weiß fotografieren. Monochrome bzw. monochromatische Fotos nutzen nur eine Farbe und deren Abstufungen. Es kann also auch sehr spannend wirken, wenn du gezielt nach einfarbigen Bildern suchst. Reduziere dein Bild auf eine Farbe, zum Beispiel braun oder grau oder blau. Sowohl für monochrome als auch in Schwarzweiß gehaltene Bilder gilt: Formen und Kontraste bestimmen die Bildaussage. Bei monochromen Bildern wird diese zusätzlich durch den Farbton verstärkt.

Tipps für's Fotografieren im Winter: Monochrom
Hier wurde nichts an den Farben geändert, nur die Helligkeit etwas angepasst

Du kannst deine Bilder in Lightroom und Photoshop nachbearbeiten, um ihnen einen Monochromlook zu geben. Oder aber du suchst dir Motive, die nur in einem Farbton gehalten sind. Das kann beispielsweise eine Wand mit einer markanten Struktur sein, eine Graslandschaft, oder einen Gegenstand vor einem ähnlich farbigen Hintergrund.

Im Winter fotografieren: Monochrom
Ein weiteres Beispiel für natürliches Monochrom
Tipps für's Fotografieren im Winter: Monochrom
Monochrom: Hier wurde mit Lightroom ein Monochrombild erschaffen, das Original hatte mehrere Farben im Bild



Weihnachtmärkte und stimmungsvolle Nachtaufnahmen

Im Sommer wird es ja bekanntlich erst viel später dunkel als im Winter. Deshalb ist es im Winter zeitlich viel einfacher, deinen Lieblingsort bei Nacht zu fotografieren. Eine bunte Straße, ein gemütlich beleuchtetes Haus, eine viel befahrene Straße, es gibt vieles, was man im Dunkeln fotografieren kann. Manche Bilder werden sogar noch stimmungsvoller, wenn du nachts bei Regen fotografierst. Lichter spiegeln sich in Pfützen und eröffnen dir noch viele weitere Motivoptionen.

Baum im Spätherbst bei den Essener Lichterwochen
Weihnachtsmärkte fotografieren
Auf dem Weihnachtsmarkt in Esslingen

Vor allem im Dezember ist ja wieder Weihnachtsmarktzeit. Lebkuchen und kandierte Äpfel, Glühwein und jede Menge Stände mit Gewürzen und Tee. Einige Bilder vom Esslinger Weihnachtsmarkt findest du in meinem Gastbeitrag auf dem Blog Fausba. Vielleicht inspirieren sie dich ja auch?



Und wenn du wirklich nicht raus willst…

Dann nutze die Zeit um deine Festplatte aufzuräumen. Lösche alte Fotos, die du nicht mehr brauchst. Sortiere deine Ordner. Sichere die Daten auf einer zweiten Festplatte. Es gibt immer genug zu tun. Ich kann dir auch diese beiden Lightroom- und Adobe-Lernvideos ans Herz legen. Da lernst du jede Menge Kniffe, die dich bei der Bildbearbeitung unterstützen.

Hast du weitere Ideen für den Winter? Wie sind deine Erfahrungen zu meinen Vorschlägen? Vielleicht möchtest du deine Werke ja in den Beiträgen verlinken? Hinterlasse mir aber auf jeden Fall einen Kommentar.


Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Blogparade „Winterideen“, zu der Marion von Lifestyle Luxury Brigade aufgerufen hat. Hat er dir gefallen? Dann hilf mir und pinne den Beitrag auf Pinterest, teile ihn auf Facebook oder flippe ihn auf Flipboard.

 

Die richtige Speicherkarte für die Fotografie finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Wenn du weißt, worauf du achten musst, ist es ganz einfach, die richtige Speicherkarte für deine Anforderungen zu finden. Deshalb möchte ich dir eine kleine Einführung in SD-Karten geben. SD leitet sich vom englischen Secure Digital Memory Card ab und bedeutet „sichere digitale Speicherkarte“. Neben den „normalen“ SD-Karten gibt es noch miniSD- und micro-SD-Karten. Letztere finden vor allem in Handys Verwendung. Beide können aber mit einem Adapter auch in normalen SD Kartenslots verwendet werden.

SD-Karten sind also sehr kleine Speichermedien, die in der Regel in mobilen Endgeräten wie Kameras oder Handys genutzt werden. Die größte bezahlbare Speicherkarte liegt bei 256GB. Es gibt zwar auch SD-Karten mit 512 GB, die liegen preislich nun aber schon bei 120€ aufwärts. 1TB Speicherkarten fangen dann schon bei 270€ an. Als Erweiterung deiner PC-Festplatte sind sie also eher weniger zu empfehlen, da man bereits externe Festplatten mit einem Vielfachen der Speicherkapazität für kleines Geld bekommen kann. Selbst USB-Sticks sind vergleichbar günstig oder günstiger zu bekommen als SD-Karten. Und wieso du die Speicherkarten mit viel Speicherplatz für die Fotografie ohnehin eher nicht kaufen solltest, erkläre ich dir weiter unten.


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Das musst du wissen, um die richtige Speicherkarte für die Fotografie zu finden

Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen auf der Speicherkarte

Um die richtige Speicherkarte zu finden, musst du ein klein wenig die Nomenklatur kennen. Die Bezeichnung deiner SD Karte sagt dem Kenner auf dem ersten Blick, welche Speicherkapazität die jeweilige Karte hat:

SD

SD steht für Secure Digital. SD Karten dürfen laut Definition eine maximale Speicherkapazität von 2GB (SD 1.1) aufweisen. Achtung: Kann dein Kartenleser nur SD-Karten lesen, wird er die nachfolgenden Karten nicht erkennen. Gleiches gilt für alte Kameras, die möglicherweise die größeren SD Karten nicht lesen können. Teste deine Altgeräte vorsorglich auf Kompatibilität, bevor du neue Speichermedien für sie kaufst. Die neueren Modelle und Lesegeräte sind in der Regel sowohl abwärts- als auch aufwärtskompatibel.

SDHC

SDHC (Secure Digital High Capacity) Karten verfügen über eine maximale Speicherkapazität von 32 GB. Sie sehen aus wie reguläre SD-Karten, werden aber möglicherweise von alten Geräten nicht erkannt.

SDXC

SDHX bedeutet Secure Digital ‘Xtra Capacity’. SDXC-Karten können bis zu 2 Terrabyte Speicherkapazität aufweisen. Aber auch hier gilt, dass manche Geräte sie eventuell nicht erkennen. Auch dein PC muss das exFAT-Filesystem lesen können, damit die Karte erkannt wird. Vorsicht! Es wird dringend dazu geraten, die SDXC-Karten ausschließlich in dafür geeeigneten (SDXC kompatiblen) Geräten zu formatieren. Sonst besteht die Möglichkeit, dass sie nicht mehr von SDXC-kompatiblen Geräten erkannt werden.

SDUC

Der neueste Stadard ist der Secure Digital Ultra Capacity (SDUC). Er ist gültig für alle Speicherkarten zwischen 2 und 128TB. In der Fotografie ist diese Größe aktuell noch absolut uninteressant.

Weitere Speicherkarten

Neben den SD-Karten gibt es noch weitere Speicherkarten wie CompactFlash (CF) Memory Cards, Micro SD Memory Cards oder Memory Stick Duo Memory Cards. Auf diese gehe ich hier aber nicht näher ein, da viele Kameras mittlerweile mit SD-Karten funktionieren. Die meisten Angaben auf diesen Speicherkarten sind ohnehin identisch mit denen der SD-Karten.Mobile Apps Category (German)468x60

Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte
Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit deiner Speicherkarte findest du über diverse Angaben auf der Vorderseite. Für die Fotografie und mehr noch die Videographie sollte deine Speicherkarte nicht zu langsam sein. Allerdings ist die Schreibgeschwindigkeit wichtiger als die Lesegeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit gibt hier an, wie viele Daten pro Sekunde auf der Karte geschrieben werden. Beachte bitte, dass die Lesegeschwindigkeit höher ist als die Schreibgeschwindigkeit.

Die Übertragungsgeschwindigkeit der alten SD-Karten lag früher bei ca. 3,6 MB/s (lesen) und 0,8 MB/s (schreiben). Mittlerweile erreichen selbst günstige SD-Karten eine Lesegeschwindigkeit von über 90 MB/s. Die besonders schnelle SD-Karten mit UHS-II-Schnittstelle sind mittlerweile in der Lage, Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von je etwa 300 MB/s zu erreichen.


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So erkennst du die Lesegeschwindigkeit deiner Speicherkarte

In der Regel wird die Lesegeschwindigkeit mit XX MB/s angegeben. Auf manchen Karten findest du noch die Angabe 600x (oder eine andere Zahl). Diese wird auch „Commercial x rating“ genannt. Sie ist äquivalent zur Originalgeschwindikeit einer CD-Rom mit 150 KB/s. Dividierst du die XX MB/s durch die Zahl vor dem x, sollte also 150 herauskommen.

Verschiedene Angaben für die Schreibgeschwindigkeit

Die Klasse deiner SD-Karte sagt dir, wie schnell deine Karte Daten Schreiben kann. Pro Klassenstufe (C) erhöht sich die Schreibgeschwindigkeit um 1 MB/s. Klasse 2 schreibt also 2 MB in der Sekunde, Klasse 10 schafft schon mindestens 10 MB/s. Die Geschwindigkeitsklasse findest du in der Zahl im nach rechts geöffneten Kreis. Diese Einteilung soll aber mittlerweie schon veraltet sein, denn für Videoaufnahmen wird eine noch höhere Schreibgeschwindigkeit benötigt.

Zusätzlich gibt es noch Videoklassen, die die Schreibgeschwindigkeitsklassen ergänzen. Diese Videoklassen werden über das Kürzel V markiert. Mit Klasse 2 Karten kannst du SD-Videoaufnahmen erstellen, für HD- und Full-Had benötigst du mindestens eine Klasse 6 Speicherkarte (V6) und für 4-K-Videos sollte deine SD-Karte mit V30 oder mehr markiert werden. Die V-Klasse wird nicht niedriger sein als die Schreibgeschwindikeitsklasse, allerdings kann sie höher sein.

Seit einiger Zeit wird die Schreibgeschwindigkeit für Videos ebenfalls mit einem U dargestellt. Die UHS-Spezifikation für die Speed-Klasse 3 (U3) besagt, dass sich die Speicherkarten mit dieser Klassifizierung für hochwertige Video-Aufzeichnung mit 4K-Auflösung eignen. Bist du mittlerweile maximal verwirrt? Dann geht es dir ähnlich wie mir. Auf Wikipedia gibt es eine sehr schöne grafische Übersicht, die ich dir auch nicht vorenthalten will (Stand Oktober 2019):

Mindestschreib-
geschwindigkeit
GeschwindigkeitsklasseAnwendung
UHSVideo
2 MB/sSDHC Speed Class 2.svg  Class 2 (C2)SD-Videoaufnahmen
4 MB/sSDHC Speed Class 4.svg  Class 4 (C4)High-Definition-Videoaufnahmen (HD),
inklusive Full HD (von 720p bis 1080p/1080i)
6 MB/sSDHC Speed Class 6.svg  Class 6 (C6)Video Speed Class 6.png   Class 6 (V6)
10 MB/sSDHC Speed Class 10.svg Class 10 (C10)UHS Speed Class 1.svg Class 1 (U1)Video Speed Class 10.png Class 10 (V10)Full-HD-Videoaufnahmen (1080p) und aufeinander
folgende HD-Einzelbilder (High Speed Bus), Echtzeit-
übertragungen und große HD-Videodateien (UHS Bus)
30 MB/sUHS Class 3.png Class 3 (U3)Video Speed Class 30.png Class 30 (V30)4K-Videodateien mit 60/120 fps (UHS Bus)
60 MB/sVideo Speed Class 60.png Class 60 (V60)8K-Videodateien mit 60/120 fps (UHS Bus)
90 MB/sVideo Speed Class 90.png Class 90 (V90)

Die richtige Speicherkarte finden für die Fotografie

Die Wahl der richtigen Speicherkarte richtet sich vor allem nach deiner Kamera und der Verwendung dieser. Machst du ausschließlich Bilder oder auch Videos? Für Hobby-Fotografen ist das wichtigste Kriterium die Speicherkapazität. Es wird oft empfohlen keine zu große Karte zu kaufen, sondern lieber mehrere kleinere. Ich empfehle 32GB oder 64GB. Größer lohnt sich meines Erachtens nur, wenn du zusätzlich viele Videos machen willst. Bedenke nämlich, dass eine Speicherkarte durchaus einmal kaputt oder verloren gehen kann. Wenn du hier sprichwörtlich alles auf eine Karte setzt, stehst du im Fall der Fälle ziemlich blöd da.

Die Lesegeschwindigkeit ist sicherlich nicht das allerwichtigste Kriterium. Ich persönlich schaue, dass meine Karten 90 MB/s lesen können. Viel wichtiger ist die Schreibgeschwindigkeit. Da es mittlerweile sehr günstige Karten mit recht hoher Schreibgeschwindigkeit (C10/U1/V10) gibt, kann ich nur empfehlen, eine Karte mit mindestens dieser Geschwindigkeit auszuwählen.

Eine gute und günstige Speicherkarte findest du bei Transcend. 32GB oder 64GB mit einer Lesegeschwindigkeit 90MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von U1 bekommst du schon für kleinstes Geld. Für das gleiche Geld gibt es aktuell sogar eine 64GB Karte mit einer Schreibgeschwindigkeit U3/V30, also geeignet für 4k-Videoaufnahmen!

Sehr gute Marken, die oft von Profis genutzt werden, sind beispielsweise noch Sandisk, Kingston oder Samsung. Für welche du dich am Ende entscheidest, wird sicherlich auch durch den Geldbeutel mitbestimmt. Nur noch ein Rat am Schluss: Finger weg von No Name Produkten! Die Gefahr, dass sie ausfallen und alle deine Bilder weg sind, ist einfach zu groß. Ich hoffe, dass dir dieser Beitrag fortan hilft, die richtige Speicherkarte für deine Anforderungen zu finden.

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Die richtige Speicherkarte finden: Das bedeuten die Angaben auf deiner Speicherkarte

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Mein Traumurlaub in der Karibik – so geht Aruba günstig

Auf der Suche nach einem ausgefallenen Sommerreiseziel mit langen Sandstränden und Palmen ist mein Freund irgendwie auf Aruba gestoßen. Nachdem ich erste Bilder gesehen habe, war mir klar, da müssen wir hin! Also schnell die Klimatabelle gecheckt und entschieden, dass für uns der Juni der Monat der Wahl ist. 0 Regentage und Temperaturen um 30°C. Mein Traumurlaub auf Aruba konnte gar nicht schnell genug beginnen! Nicht ganz billig, kann man mit einigen Tipps dennoch auch auf Aruba günstig Urlaub machen.


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Divi Divi Baum auf Aruba
Divi Divi Baum auf Aruba

Wo genau liegt Aruba?

Aruba ist die kleinste der Niederländischen Antillen, besser bekannt als ABC-Inseln. Noch dazu zählen Bonaire und Curaçao, die beide östlich von Aruba liegen.

Geologisch gehört Aruba zu Südamerika. In der Karibik ist Aruba eher im südlichen Teil angesiedelt. Nur 25km von der venezolanischen Küste entfernt liegt die Insel auch relativ festlandnah. Aruba ist eher klein, maximal 30 km lang und bis zu 10 km breit. Damit kommt Aruba auf etwa 179qkm Fläche. Zum Vergleich, die deutsche Insel Fehmarn hat eine Fläche von etwa 185qkm, die größte deutsche Insel Rügen kommt auf 926 qkm!

Das Klima auf Aruba

Aruba wird nur etwa alle 28,8 Jahre von einem Hurricane getroffen und eignet sich somit als Ganzjahresreiseziel. Von September bis Dezember ist Regenzeit. Allerdings dauern Regengüsse auf Aruba nur wenige Minuten und sind bei den hohen Temperaturen eine willkommene Abkühlung. Auch in den übrigen Monaten musst du hin und wieder mit leichten Schauern rechnen, allerdings sind sie wirklich selten. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr im Mittel bei 27-30 Grad und auch die Wassertemperatur sind ganzjährig angenehm warm.

Traumurlaub Aruba – so günstig geht Karibik

Aruba ist kein Billigreiseziel und wird es auch nie werden. Nichtsdestotrotz kannst du Aruba günstig bereisen und deine Ausgaben relativ gering halten. Richtig sparen kannst du, wenn du de richtige Reisezeit und den richtigen Wochentag für deine Flüge aussuchst.

Auf Aruba werden sowohl der Arubagulden bzw. Florin (Afl) als auch der US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert. Restaurants und Geschäfte haben in der Regel den Umrechnungskurs 1Afl = 1,75$. Der Umrechnungskurs wird aber in der Regel ausgeschrieben.

Kakteen vordem Leuchtturm El Faro Blanko Aruba
Kakteen vordem Leuchtturm El Faro Blanko

Aruba günstig – die beste Reisezeit

Aruba kann das ganze Jahr bereist werden. Dennoch gilt die Zeit von Mitte Dezember bis Mitte April als Hauptreisezeit. In dieser Zeit sind Hotels und Mietwagen teurer als im übrigen Jahr. Um zu sparen solltest du diese Monate also meiden, auch wenn Weihnachten und Silvester am Strand sicherlich sehr verlockend sind. Da es auf Aruba auch eine „Regenzeit“ gibt, empfehle ich, in den Monaten Mai bis August zu reisen, wenn du Aruba günstig erleben willst.

Nicht nur der Monat, sondern auch der richtige Reisetag können dir eine Menge Geld sparen. Wenn du nicht musst, versuche Flüge am Samstag zu vermeiden, meistens werden sie samstags am teuersten sein. Ich empfehle, mindestens einen der Flüge auf einen Montag oder Dienstag zu legen, für diese Tage habe ich bei KLM am häufigsten günstige Flüge gefunden. Prüfe auch, ob du mit 8 oder 15 Tagen nicht noch günstiger dran bist. Bei uns war das der Fall, trotz zusätzlicher Übernachtung haben wir im Vergleich zu 14 Tagen noch fast 200€ bei vier Personen gespart.

Palme am Eagle Beach Aruba
Dein Traumurlaub auf Aruba geht auch günstig!

Die günstigsten Flüge, die ich ab Düsseldorf gefunden habe, fangen bei etwa 630€ für Tickets mit 23kg Gepäck an. Ab Amsterdam habe ich persönlich keine Flüge gefunden, die signifikant billiger wären. Dennoch möchte ich dich darauf hinweisen, dass andere Reisende b Amsterdam billiger gereist sind.


Noch mehr Beiträge über Aruba:


Hotel oder Apartment?

Hotels haben meistens den Vorteil, dass du mindestens ein Frühstück mitbuchen kannst. Auf Aruba ist „Timeshare“ bei Amerikanern sehr beliebt. Vereinfacht gesagt heißt das, man kauft einen Anteil an einer Wohnung und das recht, sie für eine bestimmte Zeit im Jahr zu bewohnen. Wenn die Wohnung nicht von einem der Eigentümer bewohnt wird, wird sie vermietet. Auf Aruba findest du deshalb sehr viele Ferienwohnung, fast mehr als du klassische Hotels findest. Und das ist ein riesiger Vorteil für dich. Auch wenn du im Urlaub bist, wenn du dir im Supermarkt einige Lebensmittel kaufst und dein Frühstück selber zu bereitest, kannst du in deinem Urlaub viel Geld sparen.

Mein Tipp um auf Aruba günstig Urlaub zu machen: Geh in ein Studio oder Apartment, ganz besonders, wenn du mit mehr als zwei Personen reist. Hervorragend gelegen, den Strand in der Nähe und dazu noch günstig ist zum Beispiel das Dorado Eagle Beach Hotel*. Nicht ganz so günstig, dafür aber absolut empfehlenswert ist die Sunset Residence Apartmentanlage* beim Eagle Beach.

 

 

Sunset Residence Aruba Apartment
Mit einem günstigen Apartment auf Aruba kannst du viel Geld sparen



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Auf Aruba günstig Urlaub machen

Essen und trinken

Dein Frühstück bekommst du auf Aruba günstig im Supermarkt. Der beste Supermarkt auf der Insel ist Super Food Plaza. Essen auf einer Insel so weit weg von Europa und Amerika ist generell nicht ganz billig. Aus Venezuela kann aktuell nichts eingeführt werden. Generell sind die meisten Produkten in den Supermärkten aus Holland oder den USA. Dennoch ist es günstiger, wenn du Aufbackbrötchen und Aufstrich, Wurst oder Käse für einige Tage auf Vorrat kaufst und dir dein Frühstück selber machst.

Abendessen kosten im Restaurant in der Regel ab ca. 23€ aufwärts. Selber kochen ist zwar meistens günstiger, aber seien wir ehrlich, niemand fliegt nach Aruba, um dann doch wieder selber zu kochen, spülen und die Küche zu putzen. Aber keine Sorge, auch beim Abendessen im Restaurant kannst du den einen oder anderen Euro sparen.
Ein relativ günstiges und sehr gutes Restaurant findest du in Oranjestadt. Im Alfie’s gibt es Donnerstags Rippchen für etwa 13€. Mit Putine (Pommes, Bratensoße, Käse und auf Wunsch Pulled Pork oder anderes Fleisch) wird es noch etwas teurer. Für vier Personen haben wir etwa 65€ bezahlt.

Early/Late Bird Angebote nutzen

Die meisten Touristen gehen zwischen 18:00 Uhr und 21:00 Uhr zum Abendessen. Viele Restaurants sind jedoch schon ab mittags geöffnet. Um vor allem ab 16 Uhr die Auslastung zu erhöhen, bieten einige Restaurants Early Bird Angebote an. Am Palm Beach wären es zum Beispiel das Salt an Pepper oder das Papillon. In der Low Rise Area hat das Matthew’s ein Early Bird Special im Angebot. Aber auch viele andere Restaurants haben Angebote für den frühen oder späten Abend.

Gegrillter Red Snapper
Abendessen auf Aruba ist nicht immer günstig, dafür aber sehr lecker!

Getränke

Verzichte im Restaurant auf süße Getränke. Du bekommst immer eisgekühltes Wasser angeboten. Falls das einmal nicht der Fall sein sollte (was ich nie erlebt habe), frage nach Tap Water. Wenn es dich einmal nach einem Cocktail verlangt, halte Ausschau nach Happy Hour Angeboten. So kannst du ebenfalls den einen oder anderen Dollar/Euro sparen.

Fast Food

OK, Fast Food ist sehr verrufen. Bei Fast Food denkt man immer zuerst an die Schachtelwirte mit ihren fettigen Burgern. Aber Fast Food geht auch anders. Wir waren öfters bei Subway an der Alhambra. Auf Aruba gibt es Sorten, die wir hier nicht haben, zum Beispiel Lobster & Seafood. Und anders als bei uns wird auf Aruba nicht so herumgegeizt, die Subs sind noch ordentlich belegt. Zum Menü gibt es noch ein Getränk und zwei Kekse. Wenn du und deine Begleitung mit jeweils einem halben Sub auskommen (mir reicht das beispielsweise), dann könnt ihr zu zweit für rund 10$ pro Person zu Abend essen!

Ebenfalls günstig und ziemlich lecker und bei uns unbekannt ist Taco Bell. Bei Taco bell bekommst du mexikanisches Fast Food. Wie bei Subway gibt es Menüs oder alles einzeln zu kaufen. Und auch hier wirst du für um 10$ oder weniger pro Person richtig satt!

Günstige Alternative zum Restaurant - Taco Bell Aruba
Günstige Alternative zum Restaurant – Taco Bell

Wir haben es natürlich auch vorgezogen, in richtigen Restaurants zu essen. Dennoch haben wir von unseren 15 Abendessen zwei bei Subway und zwei bei Taco Bell zu uns genommen. Bei 4 Personen haben wir so im Vergleich zu einem Restaurantbesuch im Schnitt 90€ pro Abendessen gespart (sonst haben wir meistens 110-130$ pro Abend bezahlt). Das sind etwa 350€, die wir so für andere Aktivitäten übrig hatten. Lecker war es trotzdem und wir waren alle pappsatt bis zum nächsten Morgen!

VORSICHT: Achte immer darauf, ob die Preise inklusive Steuern und Service Fee sind. Manchmal kommt das noch zusätzlich drauf. Bei einer Servicegebühr von 15% kann dein Abendessen sehr schnell viel teurer werden als geplant. Die Service Fee wird beispielsweise im Matthew’s extra berechnet, im Red Fish ist sie schon inklusive. Denkt dann aber daran, etwas Trinkgeld zu geben.

Wasser

Wasser ist im Supermarkt sehr teuer. 0,5l können durchaus mal mit 1,20$ zu Buche schlagen. Mein Tipp hier: kauft euch nur ein paar Flaschen Wasser und füllt diese mit Leitungswasser wieder aus. Oder nehmt euch direkt eure eigenen Trinkflaschen mit. Das Leitungswasser auf Aruba ist hervorragend und kann bedenkenlos getrunken werden. Geheimtipp: Wasser einfrieren, dann habt ihr auch morgens eiskaltes Wasser am Strand.

Gutscheine für Restaurants und sonstige Aktivitäten

An den Touristeninformationen in Oranjestad oder Palm Beach gibt es ein kleines Heftchen mit Coupons. Es heißt I♥Aruba Specials. Mit diesen Gutscheinen bekommst du Rabatt auf diverse Aktivitäten, Einkäufe, Rabatte auf Abendessen, kostenlose Drinks oder Desserts und viel mehr. Tipp: Nimm dir mehrere Heftchen mit, du musst die Gutscheine nämlich abgeben und die Seiten sind doppelt bedruckt.

I Love Aruba Gutscheinheft für günstigen Urlaub
Günstig auf Aruba Urlaub machen mit diesen Gutscheinen

Sieh dich auch um nach Flyern. Hin und wieder liegen welche aus oder werden verteilt. Im Kalin’s haben wir nach dem ersten Besuch einen Gutschein für eine Vorspeise für den nächsten Besuch bekommen.

Fortbewegung

Busse kosten auf Aruba immer 2,30$ pro Person, egal wie weit du fährst. Wenn du nur mit deinem Partner/deiner Partnerin unterwegs bist, dann ist der Bus immer die billigste Möglichkeit, von A nach B zu gelangen. Aber sobald man mit vier oder mehr Personen verreist, kann ein Taxi genau so günstig und dafür etwas schneller sein. Überlege dir eventuell, für einige Tage einen Mietwagen zu nehmen. Gerade die weiter entfernten Strände sind mit Bussen nur umständlich zu erreichen und Taxifahren wird ab einer gewissen Entfernung auf viel zu teuer.


Am Strand

Am Strand stehen in regelmäßigen Abständen Palapas (Sonnenschirme mit Dächern aus Palmwedeln). Was viele nicht wissen, du kannst sie jederzeit kostenlos belegen. Nur die Liegestühle kosten extra. An unserem Strandabschnitt hätten sie 15$ pro Stuhl gekostet. Für zwei Personen wären es also schon 30$ am Tag. Legst du dich auf dein Handtuch oder bringst eigene Campingstühle aus deiner Ferienwohnung mit, sparst du also richtig viel Geld!

Liegestühle am Eagle Beach Aruba
Liegestühle sind teuer und unnötig

Internet und WLAN

In sehr vielen Restaurants und so ziemlich allen Hotels und Ferienwohnungen gibt es kostenloses WLAN. Datenroaming ist auf Aruba extrem teuer. Schalte es also auf jeden Fall ab und nutze das kostenlose WLAN. Falls du auch am Strand WLAN benötigst, dann wirst du den Eagle Beach lieben: Dort gibt es einen WLAN Hotspot, so dass du bequem vom LIegestuhl aus deine schönsten Urlaubsbilder an die Familie schicken kannst.

Geheimtipp: Discount Card „VisitAruba Plus Member“

Ich habe noch einen Geheimtipp für dich, um auf Aruba günstig zu urlauben: Bei der offiziellen Touristeninformation von Aruba kannst du für 16$ plus 4$ Zustellgebühr eine VisitAruba Plus Member Karte kaufen. Diese Karte bringt dir so einige Vorteile. Mit der Discount Card erhälst du bei diversen Autovermietungen 10-15% Rabatt Nachlass, einige Unterkünfte reduzieren für Karteninhaber die Preise und auch in Restaurants kannst du günstiger essen. Und natürlich bekommst du auch weitere Rabatte auf diverse Aktivitäten und in einigen Geschäften.

Oft wird empfohlen, die Flamingos auf Renaissance Island zu besuchen. Mittlerweile gibt es auch welche auf De Palm Island. Dort kannst du auch vielen Wassersportaktivitäten wie Bananaboatfahren nachgehen. Zusätzlich sind Essen und Trinken ebenfalls inklusive. Bananaboat Fahren kostet am Palm Beach 80$. Getränke und Essen rechne ich einmal mit 30$ pro Person. Buchst du jetzt den Tagestrip für 2 Personen, kostet er aktuel 111$ pro Person. Mit der VisitAruba Plus Member Karte sparst du 15$ pro Pärchen, zahlst also insgesamt 207$ (etwa 180€). Ziehst du jetzt nochmal 50€ für Essen und trinken ab und 140€ fürs Bananenboot, kommst du doch eigentlich ziemlich gut weg.

Die U-Boot Tour hätte ich mit der Member Karte auch billiger bekommen können. Hätte ich das alles mal vor meinem Urlaub gewusst, wir hätten so viel Geld sparen können…

Die Tram in Oranjestadt ist gratis!

Und wie teuer ist jetzt ein Urlaub auf Aruba?

Flüge kosten 500-700€, je nach Saison. Eine der günstigsten Unterkünfte, die nicht so weit weg sind vom Strand wären die Sunflower Villa Studios am Palm Beach. Hier habe ich schon Preise von unter 800€ für zwei Wochen ohne Verpflegung gefunden.

Selbst zubereitetes Frühstück für zwei kostet je nachdem was ihr esst im Schnitt zwischen 2,5€ und 5€ pro Tag. Die genaue Ersparnis für’s Frühstück kann ich euch gar nicht sagen, da unsere Wohnung nicht mit Frühstück angeboten wurde. Wenn du selber kochst sparst du viel Geld. Wenn du wie wir auch mal Fast Food isst, kannst du für unter 10€ richtig satt werden. Im Vergleich, Restaurantbesuche kosten durchschnittlich mindestens 23€ pro Person.

Die Mindestkosten für zwei Personen für 14 Tage solltest du schon mit mindestens 1000€ für Flüge und Unterkunft pro Person veranschlagen. Dazu kommen noch die Nebenkosten für Verpflegung, Mietwagen und Aktivitäten. Für vier Personen haben wir insgesamt etwa 7800€ für 15 Nächte bezahlt. Das sind Mietwagen, Souvenirs, Abendessen, Taxifahrten und alles bereits eingerechnet. Natürlich ist das nicht so billig wie Urlaub am Mittelmeer, aber dafür ist Urlaub in der Karibik auch etwas wirklich besonderes.

Was und wo haben wir gespart?

Wir waren flexibel und sind an einem Montag zurückgeflogen. Das alleine hat uns 200€ gespart. Einen Tag haben wir selbst gekocht und viermal „Fast Food“ gegessen. Unsere Ersparnis hier: ca. 450€ im Vergleich zum Abendessen im Restaurant. Hätten wir die VisitAruba Plus Member Karte vor unserem Urlaub gekannt, hätten wir bei unserem Leih-Jeep 10% sparen können, das waren bei 3 Tagen nochmal rund 50€ gewesen.

Im Kalins haben wir durch den Gutschein eine Portion Nachos bekommen. Ersparnis: 9,80€. Der Starter im Red Fish hätte 4,30€ gekostet. Die Ersparnis an Soft Drinks kann ich euch gar nicht sagen, da die Preise oft nicht auf der Karte stehen. Ich würde aber schätzen, dass wir mindestens 70-80€ nur dadurch gespart haben, dass wir das kostenlose Wasser getrunken haben, das es in jedem Restaurant gibt.

Ich habe oft gelesen, dass Flüge ab/bis Amsterdam erheblich günstiger sein sollen als ab Deutschland, selbst mit Benzin und Parkgebühren.

Unsere Ersparnis in Zahlen für vier Personen:

  • 200€ Flüge
  • 450€ Abendessen
  • 50€ Jeep (potentielle Ersparnis)
  • 150€ Wasser (Wasserflaschen mit Kranwasser auffüllen)
  • 600€ Nicht-Nutzung der Liegestühle (berechnet nur für tatsächliche Strandtage)

Die totale Ersparnis für vier Personen lag bei uns also bei fast 1450€ bei 15 Nächten! Und wir haben es noch nicht einmal wirklich darauf angelegt, so wenig Geld wie möglich auszugeben, schließlich waren wir im Urlaub. Wenn du aber auf unnötige Ausgaben wie Liegestühle und teures Wasser verzichtest und das eine oder andere Angebot nutzt, kannst du richtig viel Geld sparen.

So findest du neue Fotolocations abseits der bekannten Routen

Ich liebe es, am Wochenende in den warmen Monaten früh aufzustehen und nach draußen zu gehen und die Natur zu fotografieren. Das Licht und die Luft sind morgens einfach am schönsten. Außerdem sind da noch am wenigsten Leute unterwegs und man kann in Ruhe die Natur fotografieren. Aber auch an den bekannten Sehenswürdigkeiten ist vor 7 Uhr in der Frühe ja eher selten etwas los. Und auch die Städte und Dörfer liegen dann oft noch in einem sanften Schlummer.

Doch wie findet man eigentlich Orte, an denen es sich lohnt zu fotografieren? Man kann kaum zu Fuß, mit dem Rad oder Auto ganze Landstriche abklappern. Irgendwie ist man immer eingeschränkt. Busse und Bahnen fahren nicht überall hin. Mit dem Fahrrad ist man langsamer als mit dem Auto und zu Fuß kommt man nicht so weit. Das Auto dagegen ist wiederum nicht überall erlaubt, beispielsweise auf einsamen Waldwegen. Und was ist, wenn man Orte will, die nicht so überlaufen und bekannt sind? Wie findet man jetzt diese magischen Orte zum fotografieren?

Fotolocations finden auf Blogs, Instagram oder Pinterest

Egal ob Google, Twitter, Instagram, Pinterest, Fotocommunities oder sonstige Seiten, schöne Fotolocations lassen sich heutzutage schnell und einfach ergoogeln. So gelangst du beispielsweise auf tolle Blogs, die dir die besten Fotolocations verraten (zum Beispiel 22 Places, einer meiner absoluten Lieblingsblogs!) oder auch auf Seiten von Tourismusbehörden.

Bei Instagram kannst du gezielt nach einem Hashtag suchen, allerdings finde ich das eher kompliziert wenn man nicht genau weiß, wonach man suchen soll. Das gleiche gilt auch für Pinterest, suchst du dort nach Schwarzwald oder Nordsee, dann wirst du mit Bildern erschlagen. Aber nur selten finden sich genaue Ortsangaben dazu. Zumindest aber kann man Sehenswürdigkeiten oder Ausflugsziele finden, die man noch nicht kannte, sofern diese mit den entsprechenden Hashtags versehen sind. Deshalb nutze ich Instagram gar nicht und Pinterest nur sehr eingeschränkt für die Suche nach neuen Fotolocations.

Vorteile

  • Besonders auf anderen Blogs findet man oft genauere Angaben
  • Man kann gezielt nach Stichwörtern suchen
  • Man bekommt direkt Bilder zu den Fotolocations und kann selber entscheiden, ob sich die Anreise lohnt
  • Sehr hilfreich auch, wenn man in einem Gebiet sucht, in dem man sich noch gar nicht auskennt

Nachteile

  • Insbesondere auf Pinterest und Instagram sind genaue Ortsangaben teilweise schwer bis gar nicht zu finden (außer es wird auf einen Blog verwiesen)
  • Je mehr Leute von vermeintlich unbekannten Fotospots erfahren, um so voller wird es dort

Sightmaps

Auf Sitemaps werden beliebte Fotolocations anhand der Anzahl an „Panoramio Photos“ farblich dargestellt. Panoramio sagt dir nicht? Mir auch nicht. Wikipedia sagt dazu:

Panoramio war ein Foto-Sharing-Dienst zur Veröffentlichung georeferenzierter Fotografien (Geo-Imaging) im Besitz des US-amerikanischen Unternehmens Google. Neben der Veröffentlichung auf der eigentlichen Website wurden Fotos, die über einen Geo-Tag verfügen, in unregelmäßigen Abständen in das Programm Google Earth und weitere Online-Dienste wie 4UMaps[1] integriert. Der Dienst wurde am 4. November 2016 eingestellt, jedoch war der Panoramio-Layer in Google Earth noch bis Januar 2018 verfügbar.“

Entsprechend ist davon auszugehen, dass die Karte nicht mehr wirklich aktualisiert wird.

Vorteile von Sitemaps

  • Farblich leicht erkennbar, wo besonders viele Fotos aufgenommen wurden

Nachteile von Sitemaps

  • Die Plattform, die als Basis diente, gibt es nicht mehr
  • Man kann nicht immer erkennen, ob es sich um Sehenswürdigkeiten handelt oder um Knotenpunkte, wo viele Menschen viele Fotos machen (Bsp. im Citybereich)
Fotolocation in Stuttgart City
Fotolocation in Stuttgart City

ShotHotspot

Eine Seite, die  ich auch erst kürzlich entdeckt habe, ist ShotHotspot. Wie funktioniert Shotspot?

„We use sites like Flickr and Panoramio to build up an idea of which areas of the world are the best for photography. Use us to scout locations for photo shoots, abandoned places, landscapes, holiday snaps, selfies, and more!“

Auf Deutsch sagen sie in etwa: Es werden Seiten wie Flickr oder Panoramio herangezogen, um die weltbesten Fotospots zu finden und aufzuzeigen. Ob es nun wirklich die besten Fotolocations der Welt sind darf jeder für sich unterscheiden. Man bekommt zumindest eine schöne Übersicht, was man in gewissen Regionen sehen und fotografieren kann.

Vorteile von ShotHotspot

  • Detaillierte Ortsangabe dank eigener Karte
  • Fotolocations werden als Marker dargestellt, die zugehörigen Fotos werden unterhalb der Karte angezeigt
  • Man kann nach Hotspot-Typen wie Landschaft, Sonnenuntergang, Architektur, City etc. suchen

Nachteile von ShotHotspot

  • Zeigt nur beliebte oder bekannte Fotospots an, unbekanntere Fotolocations in ländlichen gebieten werden beispielsweise weniger angezeigt
  • Sollte man in der Umgebung suchen wollen, muss man den Suchradius erst vergrößern. Beim Verschieben der Karte werden keine neuen Fotospots angezeigt
  • Keine Suche nach Regionen möglich
Startseite von ShotHotspot zum finden von Fotolocations
Startseite von ShotHotspot

Google Maps

Zusammen mit Shotspot und mein Favorit. Selber losziehen ist ja schön und gut, aber eine Gewisse Richtung habe ich immer gerne, da ich sehr gerne Landschafts- und Naturaufnahmen mache. Auf Google Maps kann man sich kinderleicht einen Ort oder eine Gegend heraussuchen. Du kannst beispielsweise nach „Wattenmeer“ oder „Schwarzwald“ suchen und Google gibt dir zumindest eine Richtung. Scrollt man möglichst weit in die Karte rein, dann zeigt Google einem auch Fotolocations in der Umgebung an, gekennzeichnet durch ein Kamerasymbol. Auch Landschaftsmarker oder Wanderstrecken werden angezeigt. Ich habe übrigens die Wasserfälle im Hörschbachtal über Google Maps gefunden.

Fotolocation Wasserfälle im Hörschbachtal
Fotolocation Wasserfälle im Hörschbachtal

Vorteile von Google Maps

  • Suche nach Regionen möglich
  • Teilweise werden Bilder mit angezeigt
  • Ortsangaben meistens recht genau
  • Man kann noch schöne und wenig bekannte Fotolocations entdecken
  • Zeigt auch in großen Städten viele Fotolocations an, sogar mit Parkmöglichkeiten in der Umgebung

Nachteile von Google Maps

  • Suche gestaltet sich im Detail manchmal etwas mühsam, da man oft sehr weit reinscrollen muss und eine entsprechend kleine Fläche abdeckt
Fotolocations finden mit Google Maps
Fotolocations finden mit Google Maps

Fotolocations zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto selber suchen

Die letzte Möglichkeit, die ich euch heute vorstellen möchte um Fotolocations zu finden, ist tatsächlich die, dass man sich trotz aller Nachteile selber auf den Weg macht. Mit dem Auto oder Fahrrad losfahren und schauen, wo es einem gefällt. Ich setze mich morgens oft mit der Kamera ins Auto und fahre los. Sehe ich einen schönen Wald oder eine umwerfende Landschaft, dann halte ich an und steige aus, um zu fotografieren. Sehr oft wünsche ich mir dabei ein Fahrrad, damit ich noch schneller von a nach b komme. Leider bleiben mir nur meine eigenen Füße zum Laufen und Ausrüstung schleppen…

Falls du kein Auto hast, dann kannst du auch einfach mit Bus und Bahn fahren und an einem dir unbekannten Ort aussteigen und dort die Gegend erkunden. Vielleicht hast du auch ein Fahrrad und kannst es mitnehmen, dann bist du noch etwas mobiler und schneller unterwegs.

Vorteile

  • Du bist mit dem Auto oder Fahrrad sehr flexibel
  • Zu Fuß kommst du an Orte, die mit Fahrzeugen nicht befahren werden dürfen
  • Du kannst wieder gehen wenn du keine schönen Motive findest
  • Du findest neue Orte, die du vorher noch nie gesehen hast
  • Deine Fotolocations sind noch nicht total überlaufen

Nachteile

  • Du findest unter Umständen keinen wirklich besonderen Ort oder keine wirklich besonderen Motive
  • Mit dem Auto tust du nicht wirklich gutes für die Umwelt, zu Fuß oder mit dem Rad bist du in der Reichweite viel eingeschränkter
  • Selber suchen kostet mehr Zeit als gezielt an einen Ort zu gehen
Camera – Kamera

Hast du noch weitere Tipps um Fotolocations zu finden? Vielleicht hast du sogar einen Geheimtipp, den du unbedingt mit mir teilen möchtest? Dann hinterlasse mir einen Kommentar, gerne auch mit Verlinkung auf deine liebste Fotolocation. Willst du weitere Geheimtipps von mir bekommen, Tipps zu den Themen Fotografie und Blogging oder interessiert dich das Thema Reisen? Dann abonniere einfach meinen Newsletter und erhalte eine Infomail, sobald ein neuer Blogbeitrag online geht.


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So planst du deine Japanreise richtig – das musst du vorher wissen

Im Mai fliegen wir nach Japan. 2006/2007 war ich bereits für fast ein Jahr dort zum studieren. Deshalb ist Japan kein totales Neuland für mich. Und doch hat sich seit dem so vieles geändert. 2008 bin ich nur Tourist nach Japan gereist und habe mir vor Ort kein Handy gekauft. Ich muss in Hotels wohnen und habe keine Studentenwohnung. Wäre etwas gewesen, dann hätte ich dieses Mal keine Arbeitskollegen gehabt, die mich zum Arzt begleiten.

Ich vermute, dass es den meisten, die nach Japan fliegen auch so geht. Deshalb ist es wichtig, sich vorab gut auf die Reise vorzubereiten. Was du vor der Abreise wissen musst, was für deine Japanreise alles in den Koffer gehört und was sonst noch wichtig und wissenswert ist, das erfährst du im folgenden Beitrag.

Vorbereitung Japanreise – Vor der Abreise

Für Japan benötigst du als Tourist kein Visum. Ein gültiger Reisepass für Reisen, die bis zu 90 Tage dauern, ist ausreichend. Du kannst vor Ort deine Aufenthaltserlaubnis auf bis zu 180 Tage ausweiten. Solltest du noch keinen Reisepass besitzen, dann bedenke, dass du in etwa 4-8 Wochen, zeitweise sogar noch länger rechnen musst um deinen Pass zu bekommen. Eine Einreise nur mit einem Personalausweis ist nicht möglich!

Drucke dir unbedingt die Adresse deines Hotels sowie eine Umgebungskarte auf Japanisch aus. Für den Fall dass du dich verlaufen solltest oder vergisst, wie die Haltestelle heißt, ist es so viel leichter, mit dem Taxi zu deinem Hotel zurückzufinden oder nach dem Weg zu fragen.




Geld für deine Japanreise

Ich empfehle auch, ein wenig Bargeld in Deutschland umzutauschen, damit du wenigstens genug hast, um vom Flughafen zum Hotel zu kommen. 2006 hatte ich nirgendwo Probleme, mit meiner Kreditkarte Geld abzuheben. Wenn ich mich richtig erinnere, ging es damals schon mit der EC Karte. Allerdings kostet es bei der Sparkasse immer Gebühren. Falls du noch genug Zeit bis zu deiner Reise hast, schaue doch einfach, ob du nicht ein Konto eröffnest, mit dem du kostenlos auch im Ausland Geld abheben kannst. Ob sich das aber wirklich lohnt musst du für dich entscheiden. Automatengebühren können übrigens trotzdem anfallen, die werden in der Regel auch nicht von deiner Bank erstattet.

 

Der richtige Krankenschutz für deine Japanreise

Wirklich empfehlenswert ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung! Ich bin war der Barmer versichert, für alle Reisen ins Ausland, die jeweils maximal 56 Tage dauern, kostet der Zusatzschutz fürs Ausland bei der HUK pro Jahr nur 9€. Das ist nicht viel Geld, kann dir aber im Ernstfall sehr viel davon sparen!

Während meines Studienaufenthalts in Japan musste ich mehrmals zum Jahr. Die Kosten hielten sich aber in Grenzen, die Mittelohrentzündung hat mich inklusive Untersuchung und Ohrentropfen etwa 25€ gekostet. Zum Zahnarzt musste ich auch, weil ich blöd auf eine Nuss gebissen und mir einen Schneidezahn verletzt habe. Auch hier hielten sich die Kosten in Grenzen. Allerdings war ich auch in Toyohashi und nicht in Tokyo beim Arzt. Bei größeren Verletzungen oder Krankheiten könnten durchaus höhere Arztrechnungen anfallen.

Günstig Bahnfahren in Japan

Falls du vor hast, viel mit dem Shinkansen zu fahren, könnte sich ein Japan Rail Pass lohnen. Die Preise auf Google sind ziemlich genau. Deshalb solltest du einfach gucken, was dich deine Fahrten kosten werden und ob es sich wirklich lohnt. Gegen einen Aufschlag kannst du ihn aber seit neuestem auch in Japan kaufen. Es gibt viele Anbieter, welcher der für dich passende ist, findest du ganz schnell über Google heraus. Ein sehr übersichtlicher Anbieter ist beispielsweise der Der Japan Rail Pass by Japan Experience. Die Seite ist auch auf Deutsch verfügbar und sehr übersichtlich.

Was musst du auf deine Japanreise mitnehmen?

Im Gegensatz zu Deutschland, wo 230 V aus der Steckdose kommen, beträgt die Stromstärke in Japan gerade einmal 100 V. Die Frequenz liegt je nach Region bei 50-60 Hertz. Um dein Handy dennoch aufladen zu können, benötigst du einen speziellen Adapter. Man kann diese Adapter anscheinend auch in Japan kaufen, aber ich empfehle, ihn dir unbedingt vor deiner Abreise zu beschaffen und mitzunehmen. Idealerweise nimmst du zwei oder drei mit, falls einer einmal kaputt geht oder du gleichzeitig zwei Geräte ans Stromnetz anschließen willst. Diese Adapter habe ich für meinen Urlaub gekauft (Affiliate Link):

Umgekehrt kannst du aber auch in Japan gekaufte Elektrogeräte in Deutschland verwenden, sofern sie unsere Stromstärke vertragen. Die meisten sollten das aber tun. Den Adapter kannst du nach deinem Urlaub ganz bequem über’s Internet bestellen oder direkt in Japan vor Ort kaufen

Vergiss nicht deine Kamera, das Ladegerät, ausreichend SD-Karten und eventuell einen Ersatzakku. Gleiches gilt für dein Handy. Falls du den Speicher deines Handys erweitern kannst, kaufe genug Speicherkarten, damit du nicht zu viele Fotos löschen musst und auch das eine oder andere Video machen kannst. Ich habe mir einen Vorrat folgender SD Karten angeelgt, da sie ziemlich schnell sind und zwei 32GB Karten billiger waren als eine 64GB Karte (Affiliate Link):

Fenistil! Die Mücken in Japan sind richtige Monster. Ich hatte damals tennisballdgroße Mückenstiche! Moskitos in Japan übertragen zwar keine Krankheiten, aber die Stiche jucken wie die Pest. Vorsorglich kannst du auch Autan einpacken. Frag aber nach, welche Sorten am besten geeignet sind, denn nicht alles wirkt bei allen Arten von Mücken. Aber als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte das auf jeden Fall ins Gepäck. Wir haben etwas gegen subtropische Mücken eingepackt und es hat auch ganz gut geholfen. Vor Ort solltest du aber im Bedarfsfall ein neues Mittel kaufen, falls dich die Moskitos vor Ort wirklich zu sehr piesacken.

Kleine Handtücher oder Waschlappen gehören auch unbedingt ins Gepäck. Gerade in den warmen Monaten ist es immer ratsam, einen feuchten Waschlappen und ein kleines Handtuch mitzunehmen. Die Handtücher kannst du dort aber auch vor Ort kaufen. Zusätzlich kannst du noch Deotücher und Reinigungstücher beziehungsweise Erfrischungstücher für die Hände einstecken. Bedenke, es kann in Japan erheblich schwüler werden als bei uns, da ist man für jede Erfrischung dankbar!

Denk auch an ausreichend Wechselschuhe. Kleidung kannst du problemlos waschen, zumindest unsere Hotels bieten alle eine Waschgelegenheit an. Mit dem Schuhe kaufen ist es aber etwas schwieriger, vor allem wenn du große Füße hast. Ich weiß nicht, ob es heute noch so ist, aber damals haben selbst die Japanerinnen nur selten passende Schuhe getragen. Das lag zum Großteil natürlich daran, dass sie Schuhe gekauft haben, die schön aussahen, egal ob sie passen, aber zum Teil bestimmt auch daran, dass es Schuhe manchmal nur in den Größen S, M oder L gibt… Bedenke aber gleichzeitig, dass du vermutlich eher bequeme Schuhe zum laufen brauchen wirst und nicht fünf Paar High Heels.

 

In Japan gibt es kaum öffentliche Mülleimer. Wenn du Plastikflaschen kaufst, dann sieht zu, dass du sie auch gut verstauen kannst. Entweder hast du einen Rucksack oder eine große Handtasche, oder du musst dir vor Ort eine Tragetasche besorgen. Damals gab es genug Plastiktaschen beim Einkauf dazu. Aber da wir hier mittlerweile alle etwas mehr an die Umwelt denken, versuche wenigsten die Plastiktaschen zu vermeiden, wenn du schon Müll produzieren musst (was sich ja leider nicht vermeiden lässt).

Internet in Japan

Auf dem Blog „Wanderweib“ findest du zum Thema Internet in Japan alles, was du wissen musst. Als ich 2006 da war, habe ich für ein Jahr einen Handyvertrag abgeschlossen. Damit konnte ich natürlich auch ins Internet (so es damals überhaupt schon groß etwas gab für’s Handy). Im Mai 2008 sind wir persönlich aber mit den öffentlichen WLAN Spots mehr als ausgekommen. An fast allen Bahnhöfen, teilweise sogar an Bushaltestellen und in den meisten Kaufhäusern und Restaurants gibt es WLAN. Und du bist ja schließlich zum Urlaub machen da und nicht um auf Facebook zu surfen, richtig?

 

Kennst du schon meinen Beitrag über Asakusa oder das Sanja Matsuri, dass während unseres Besuchs dort stattgefunden hat?

Ich hoffe, ich habe in meiner Auflistung nichts wichtiges vergessen. Falls doch, hinterlasse mir einfach einen Kommentar mit deinem Tipp. Und wenn du noch keinen Reiseführer zu Japan besitzt, dann schau dir doch einfach folgende Auswahl an (Affiliate Link):

Und falls du vor deiner Reise noch etwas Japanisch lernen willst, dann schau einmal bei Udemy rein, dort gibt es sehr gute Japanischkurse. Ich arbeite mich derzeit durch den Kurs N3, um mein eingerostetes Japanisch wieder aufzufrischen (Affiliate Link):