Kulinarische Reise durch deutsche Supermärkte

Ja, wenn einer eine Reise tut oder wie heißt es? Andere Länder, andere Sitten, insbesondere was die angebotenen Speisen und Getränke betrifft. Dass man aber auch in heimischen Supermärkten so manche Überraschung erleben kann, wurde mir erst kürzlich sehr bewusst, als ich vor dem Regal mit den Energy-Drinks stehen geblieben bin.

Die bunten Dosen sind ja schon sehr faszinierend, aber was zur Hölle macht ne Currywurst auf der Dose? Richtig, sie zeigt die Geschmacksrichtung an. Dass man Chips mittlerweile in alle erdenklichen Richtungen bekommt, von Pommes rot-weiß über Steak zu Currywurst oder Hamburger, das wusste ich ja und irgendwo passt es auch. Aber einen Energy-Drink?? Und bevor ihr fragt, nein, ich habe ihn nicht probiert! Dafür muss man mir schon ne ganze Menge Geld bezahlen, damit ich ihn probiere und in meinem Blog drüber schreibe!

Aber ich hatte darauf hin die Idee, mich einmal genauer umzusehen und fragwürdige, kuriose oder einfach nur lustige Dinge zu suchen. Das eine oder andere habe ich auch gefunden  und möchte sie euch nicht vorenthalten. Folgt mir nun auf eine kulinarische Reise durch deutsche Supermärkte!

Currywurst im Glas und zum trinken

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Energy-Drink mit Currywurst-Geschmack

Passend zum Currywurst-Energy-Drink habe ich dann noch eingelegte Currywurst gefunden. In Plastikschälchen für die Mikrowelle kannte ich ja schon, aber in Einmachgläsern? Irgendwie sieht die Currywurst so direkt weniger lecker aus…

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Aus der Fleischtheke

Ich als Ruhrpottkind kannte bis zu meinem Umzug ins Schwabenländle auch keinen Ochsenmaulsalat. Mag ja sein, dass er für so manche Menschen zum täglichen Speiseplan gehört, aber sehr dünn geschnittenes Ochsenmaul sieht für mich sehr seltsam aus. Auch hier habe ich mich noch nicht wirklich getraut es zu probieren. Das Auge isst ja bekanntlich mit, beziehungsweise in diesem Fall eben nicht…

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Geschnibbeltes Ochsenmaul

Spezialbier

Aber man findet auch so manche witzige Sachen. So scheint es seit neuestem ganz neue Biere in Tetrapacks zu geben. Und direkt daneben stehen die Spezialbiere! Leider hat mein Handy etwas versagt bei den Spezialbieren, deshalb gibt es davon nur ein sehr unscharfes Bild. Aber man kann ja erahnen, was es mit den Spezialbieren so auf sich hat.

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Bier, oder sowas in der Art…
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Spezial Bier

Avocados verstärken die Wirkung von Marihuana

Und wie gut, dass man auf Smoothies vor dem gemeinsamen Konsum von Mangos und Marihuana gewarnt wird! Zum Glück enthält besagtes Exemplar keine Mango. Zu Marihuana stand da aber nichts drauf…

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Warnung vor der Wechselwirkung gewisser Genuss- und Lebensmittel

Flüssigbrot

Habt ihr morgen auch keine Zeit für euer Frühstücksbrot? Dann nehmt doch einfach die Schnitte-to-go, perfekt für in der Bahn oder im Auto oder sowas.

 

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Flüssigbrot

Waffenschein benötigt?

Wieder bei den Energydrinks. Man muss wohl demnächst Waffenscheine beantragen, für die “Patronen” und “Handgranaten”. Langsam gleicht das Getränkeregal einem Waffenlager. Ich sehe schon die ersten Scherzkekse in der Bank: “Geld her, ich habe eine Handgranate!”

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“Bombige” Energie

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Die Schlüpfe wurden ausgepresst!

Daneben gab es dann doch noch etwas, das weniger appetitanregend aussieht, wie beispielsweise die tiefblaue Fanta. Eigentlich war ich immer ein Fan von vielen verschiedenen Sorten, in Japan gab es da ja die unglaublichsten, aber mittlerweile achte ich zumindest etwas darauf, womit ich mich vergifte und das Blau gehört da ganz sicher nicht zu!

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Ob hier Schlümpfe verarbeitet wurden?

Ich hoffe, meine kulinarische Entdeckungsreise hat euch gefallen. Falls ihr eines der Produkte bereits probiert habt oder weitere Kuriositäten entdeckt, meldet euch doch bei mir!
Ich würde mich auch freuen, wenn ihr diesen Beitrag mit euren Freunden teilt und mir vielleicht bei r Facebook folgt.


Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 20. September 2015

Der Zauberwald am Hintersee in Berchtesgaden

Der Hintersee in Berchtesgaden. Wie oft waren wir da, als wir klein waren! Über den Königssee fahren, wandern mit den Eltern, im Zauberwald spazieren gehen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, als Katharina von IMKAPHOTOS einen Gastbeitrag über den Zauberwald am Hintersee in Berchtesgaden veröffentlichen wollte. Ich hoffe, er gefällt dir genau so gut wie mir.

Zauberwald am Hintersee

Der Hintersee … ich kannte ihn nur von diesen total mystischen Fotos aus verschiedenen sozialen Netzwerken. Dieses Jahr war es dann soweit, dass ich den Hintersee besuchte.

Es war ein extrem heißer Sommertag im August. Badesachen und Kamera eingepackt – los ging es.

Am See angekommen war zeigte ein Schild zeigte Richtung “Zauberwald”. Wald fand ich super, da es in der Sonne nicht auszuhalten war und ich etwas Schatten für meine Fotos benötigte.


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Der erste Stopp im Zauberwald war ein fantastischer Platz, an dem ich zuerst baden wollte, jedoch sehr schnell zum Fotografieren überging, da trotz der heißen Temperaturen das Wasser eiskalt war. Es entstand das folgende Bild.

Zauberwald am Hintersee

Hier war es mir wichtig, das satte Grün des Waldes hervorzuheben. Durch die offene Blende verschwimmt der See mit der kleinen Insel im Hintergrund, was mit extrem gut gefällt. Das Licht fiel perfekt in den Wald und schimmerte ein wenig auf den Blättern.

Nach einem Spaziergang durch den Zauberwald auf die andere Seite des Sees fand ich dann die weltberühmten Inseln, die auf vielen Bildern zu sehen sind.

Insel im Hintersee

Sehr faszinierend, wie das Grün des Wassers, die fantastisch aussehenden Inseln und die anmutigen Berge im Hintergrund zusammen harmonieren. Eine wahre Freude für jeden Fotografen.

Für jeden Fotobegeisterten kann ich den Hintersee empfehlen. Ein wunderbarer Ausflug. Es gibt noch 1000 Ecken, die wunderbare Motive zeigen. Ich möchte auf jeden Fall nochmals früh am Morgen den See besuchen, da das Licht doch etwas zu grell für die Fotografie war.

Insel im Hintersee

Zu meinem Equipment: ich hatte meine Sony Alpha 7r I mit dem Kit Objektiv Sony SEL 16-50mm 3.5-5.6 OSS und dem Sony FE SEL 24-240mm 3.5-6.3 OSS mit einem Polfilter darauf.


Lieben Dank an Tanja, dass ich diesen Gastbeitrag verfassen durfte. Zu meiner Person: Ich heiße Katharina und habe seit Kurzem meinen Blog IMKAPHOTOS – Lerne Fotografieren. Mit diesem Blog helfe ich Hobbyfotografen die Welt der Fotografie besser zu verstehen. Hier findest du einen Beitrag zu den 3 Grundlagen der Fotografie. Schau doch mal vorbei, ich freue mich auf dich.


Wenn dir Katharinas Beitrag gefallen hat, dann schau auch bei auf dem Blog vorbei und hinterlasse hier oder bei ihr einen netten Kommentar!

Weißt du nicht, wo und wie du coole Fotolocations finden sollst? Dann schaue dir einmal meinen Beitrag “So findest du neue Fotolocations abseits der bekannten Routen” an. Vielleicht findest du dirt noch Inspirationen, welche Orte du am Hintersee noch besuchen solltest.

Ausflugstipp Wasserfälle im Hörschbachtal

Manchmal schaue ich einfach auf Google Maps, was es in meinem Umfeld für Fotospots und Sehenswürdigkeiten gibt. So bin ich auch Ende April darauf gestoßen, dass es in der Nähe von Murrhardt zwei Wasserfälle gibt, die Wasserfälle im Hörschbachtal. Murrhardt liegt etwa 50km noröstlich von Stuttgart.

Eine weitere Recherche bei Google hat ergeben, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, die Wasserfälle zu erwandern. Der 10km Wanderweg fiel direkt aus, da er als schwer klassifiziert wurde. Also blieb nur die kurze Version vom vorderen zum hinteren Wasserfall. Aber auch dieser Weg ist als nicht einfach ausgeschrieben. Und da ich wenig Lust hatte, den Bach ohne Brücke dafür mit meiner nicht wasserfesten und recht wanderuntauglichen Kameraausrüstung zu durchwaten, habe ich entschieden, dass für meinen ersten Besuch die Light-Version ausreichen muss.

Anreise

Idealerweise reist man mit dem Auto an. Die 10 Kilometer lange Wanderroute startet am Bahnhof und kann entsprechend auch mit der Bahn erreicht werden. Ansonsten sind die Wasserfälle mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar.

Um zum vorderen Wasserfall zu kommen parkst du am besten auf Parkplatz 2. Den hinteren Wasserfall erreicht man entweder ab P2, sofern man den Weg durch die Schlucht nimmt oder, was kürzer und leichter ist, ab P4. Übrigens gibt es am Parkplatz 3 eine Grillstelle.

Vorderer Wasserfall

Den Vorderen Wasserfall vom Hörschbachtal erreicht man recht einfach. Man kann ziemlich direkt am Wasserfall parken (Parkplatz P2) und murr nur etwa 100m in den Wald hinein laufen. Und schon kommt man oberhalb des Wasserfalls aus. An dieser Stelle kann man den Bach über eine kleine Holzbrücke überqueren. Aber Achtung, die Brücke hat kein Geländer! Da man hier aber nur einige Zentimeter tief fallen würde, ist das Überqueren selbst mit ausgeprägter Höhenangst kein wirkliches Problem.

Vorderer Wasserfall Hörschbachtal

Schwieriger hingegen wir der Abstieg zum Wasserfall. Auch hier gibt es keine Sicherung. Man muss über viele Wurzeln und stufenähnlich angelegte Holzbretter klettern. Zudem hat ein umgestürzter Baum den Abstieg noch zusätzlich erschwert. Bei Regen oder Eis muss man hier wirklich doppelt vorsichtig sein, denn es geht doch einige Meter in die Tiefe. Abstürzen will man hier jedenfalls nicht!

Unten angekommen hat man einen tollen Blick auf den Wasserfall, der an dieser Stelle etwa 5 Meter an der Engelhofer Platte in die Tiefe stürzt. Die Engelhofer Platte befindet ist Steinmergelbank an der Grenze zwischen dem mittleren und oberen Gipskeuper mit tonigen Schichten im Liegenden (Quelle und weitere Infos zur Geologie am Wasserfall und Hörschbachtal findest du HIER)

Vorderer Wasserfall Hörschbachtal

Vorderer Wasserfall Hörschbachtal

Da es schon länger nicht mehr geregnet hat, war der Wasserfall relativ klein und schwach. Entschädigt hat dafür aber die Tatsache, dass man ein wenig ins Bachbett hinein konnte um von dort aus schöne Bilder zu machen. Ein wenig musste ich an eine Dschungellagune denke. Außer einem weiteren Fotografen, der aber schon bald von Dannen zog war noch niemand da. Nur die Vögel haben gezwitschert, es waren keine Autos zu hören. Herrlich diese Ruhe! Gut, es war auch erst etwa viertel nach Acht. Da sitzen die meisten Sonntagsausflügler noch gemütlich beim Frühstück.

Vorderer Wasserfall Hörschbachtal

Vorderer Wasserfall Hörschbachtal von oben

Hinterer Wasserfall

Um die Light-Version der Wanderstrecke noch mehr zu verkürzen ging es dann mit dem Auto zum Parkplatz P4. Von dort führt ein gut ausgebauter Forstweg dürch das Hörschbachtal zum Hinteren Wasserfall. Der Weg ist auch sehr gut ausgeschildert und etwas über einen Kilometer lang. Zunächst geht es größtenteils bergauf. Die letzten Meter geht es wieder runter zum Rastplatz oberhalb des hinteren Wasserfalls. Dort am Bachlauf gibt es eine kleine Schleuse, die man per Hand öffnen kann. Dank der Schleuse kann man auch in Zeiten, in denen der Bach weniger Wasser führt, den imposanten Wasserfall bewundern. Zumindest kurzzeitig.

Auf dem Weg zum Hinteren Wasserfall Hörschbachtal

Auf dem Weg zum Hinteren Wasserfall Hörschbachtal

Denn als ich gerade im Bach stand, hat jemand oben die Schleuse geöffnet. Hätte er mich mal vorgewarnt, ich hätte noch viel mehr tolle Bilder machen können! Allerdings war schon nach kurzer Zeit wieder alles vorbei und der Wasserfall wieder zu einem Rinnsal geworden. Der Abstieg zum unteren Bereich des hinteren Wasserfalls ist übrigens noch schwieriger als am vorderen Fall. Festes Schuhwerk und ein aufgeprägter Gleichgewichtssinn sind hier mehr als hilfreich. Auch hier gibt es keine Geländer, die den Weg absichern. Die Stufen verdienen diesen Namen eigentlich gar nicht.

Auf dem Weg zum Hinteren Wasserfall Hörschbachtal

Schleuse am Hinteren Wasserfall Hörschbachtal

Trotzdem solltest du den Abstieg wagen. Die Luft in der Schlucht war unglaublich. Feucht-warm und ich habe mich fast wie in einer Dschungel-Lagune gefühlt. Dazu das Zwitschern der Vögeln und das Plätschern des Baches. Es war so entspannend! Aber sei vorsichtig, denn wenn jemand die Schleuse öffnet, dann kommt eine ganz schöne Menge Wasser herunter. Du solltest dann nicht im Bachlauf stehen (wovor ja ohnehin gewarnt wird. Glücklicherweise hört man das Wasser noch bevor man es sieht.

Nachdem man den Hinteren Wasserfall genossen hat, kann man oben noch ein kleines Picknick machen und sich für den Rückweg stärken. In der Nähe gibt es anscheinend auch ein kleines Restaurant, das aber krankheitsbedingt geschlossen war. Somit kann ich auch nicht sagen, ob sich ein Besuch dort lohnen würde. Falls du in der Gegend bist, dann sieh dir die Wasserfälle auf jeden Fall an.

Hinterer Wasserfall Hörschbachtal mit wenig Wasser

Hinterer Wasserfall Hörschbachtal mit wenig Wasser

Hinterer Wasserfall Hörschbachtal nachdem die Schleuse geöffnet wurde

Detaillierte Infos zur 10 km-Wanderroute unklusive einem Link zum Wanderwalter gibt es HIER (für den Wanderwalterlink ganz nach unten scrollen):

Aufruf zur Blogparade

Bäche, Seen, Wasserfälle, ich will wissen, wo deine Lieblings-Wasserstelle ist. Egal ob in Deutschland oder im Ausland. Berichte mir davon in einem Blogpost. Die Regeln sind auch sehr einfach:

  • Die Blogparade startet heute und endet am 30. Juni 2018
  • Verlinke in deinem Blogpost auf diesen Beitrag
  • Poste deinen Link in die Kommentare
  • Im Juli erscheint eine Zusammenfassung mit allen Beiträgen auf meinem Blog

Wusstest du, dass es diese beeindruckenden Wasserfälle gibt? Warst du vielleicht schon einmal dort? Bitte vergiss nicht, mir einen Kommentar zu hinterlassen und den Beitrag zu teilen. Bist du schon zum Newsletter angemeldet? Falls nicht solltest du das unbedingt nachholen, damit du zukünftig keine Beiträge mehr verpasst!

 

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Blogparade „Mein Lieblingsort – wo ich den Alltag vergesse“

Auf Dauercamper.info habe ich einen tollen Aufruf zu einer Blogparade gefunden: „Mein Lieblingsort – wo ich den Alltag vergesse“. Eigentlich gibt es nicht dein EINEN Lieblingsort. In den helleren und sonnigeren Jahreszeiten, wenn alles grün ist (oder sich bunt verfärbt), stehe ich am Wochenende oft auf und gehe in den Wald. Die Ruhe in der Zeit vor den großen Menschenmassen, die joggen oder ihre Hunde spazieren führen, ist einfach herrlich! Im Wald kann ich entspannen und eine Auszeit vom hektischen Alltag nehmen.

Ich nehme dann auch gerne meine Kamera mit und fotografiere, was mir so vor die Linse kommt. Deutschland hat so viele wunderschöne Ecken, die man nur findet, wenn man sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt und auf eigene Faust losgeht, um unser wunderschönes Land zu erkunden!

Vor einigen Monaten war ich in einem Waldstück, wo ich bisher noch nie gewesen bin. Wenn ich mich nicht auskenne und nicht weiß, ob es Rundwanderwege gibt, dann laufe ich meistens sternförmig vom Parkplatz aus los und schaue, was ich dort so finde. So auch an diesem Morgen.

Hütten mitten im Wald

An diesem Morgen was das Erste, was ich entdeckt habe, ein Holzfällerweg, der an einer kleinen Hütte vorbei zu einem Teich geführt hat. Die Hütte war etwas gruselig, morgens um 7:00 Uhr, niemand in der Nähe und ein Grabstein davor… Ich musste sofort an Axtmörderfilme denken! Zum Glück gibt es hier keine, die leben ja alle irgendwo in der amerikanischen Wildnis, wie wir alle aus dem TV wissen!

Eine kleine Hütte mitten im Wald

Von der Hütte aus ging es vorbei an einem gigantischen Ameisenhaufen! Der war fast so groß wie ich! Nicht weit weg waren  noch ein paar kleinere. Kurz darauf kommt man zu einem Teich, in dem Kröten leben. Woher ich das weiß? Es hüpften einige Minikröten durch den Wald. Und über die Laichzeit an einem Krötenteich habe ich ja hier berichtet: KLICK! Der Teich ist wirklich urig und ich glaube, gerade morgens wenn die Sonne aufgeht und der Nebel aufsteigt ist es hier richtig mystisch.

Ein kleiner Teich, in dem bis vor kurzem Frösche aufgewachsen sind

Teich im Morgenlicht

Ein verstecktes Paradies im Wald

Etwas später, ich bin einen kleinen Trampelpfad, der zu einer anderen Hütte führte, hinabgestiegen, habe ich noch weitere Teiche entdeckt. Die Besitzer der Hütte haben es richtig schön gemacht, es stehen Bänke herum und eine Grillstelle gibt es auch. Ebenso einen Mülleimer! Es scheint also so, als ob Besucher willkommen und erlaubt sind. Leider haben einige Leute dennoch ihren Müll liegen gelassen. Eigentlich sollte man ihn wieder mitnehmen, wenn man schon zu Gast auf einem fremden Grundstück ist, ihn aber mindestens in den Eimer werfen! Schade, aber solche Leute gibt es leider immer wieder.

Noch eine Waldhütte

Grillstelle im Wald

Die Teiche sehen richtig verwunschen aus, so versteckt und doch offen zugänglich. Gerade im frühmorgendlichen Licht herrscht eine ganz besondere Stimmung. Fast meint man, Elfen und Gnome zu sehen. Und war das nicht ein Einhorn, dort hinten zwischen Büschen?

Manchmal muss man sich einfach aus seiner Komfortzone bewegen und neue, unbekannte Wege gehen. Wege, die wenig benutzt werden. Nicht nur, wenn man auf der Suche nach Ruhe im Wald oder unbekannten Fotolocations ist. Jedes Mal wenn wir uns aus unserer Komfortzone bewegen, sehen und erleben wir Dinge, die wir vorher nie für möglich gehalten haben. Und gerade im Wald am frühen Morgen finden wir oft die Einsamkeit und Entschleunigung, die uns im Alltag fehlt und die uns für ein paar Minuten den Alltag vergessen lässt.

Noch mehr Wald findet ihr in meinem Beitrag “Rundwanderweg 3 bei Nassach”.

Wo gehst du gerne spazieren? Was tust du, um Ruhe zu finden? Wo befindet sich dein Lieblingsort? Hinterlasse mir doch einfach einen kurzen (oder langen) Kommentar dazu oder nimm selber an der Blogparade teil.

Rundwanderweg 3 bei Nassach – Einmal Hin und Zurück

Deutschland ist des Deutschen liebstes Reiseland. Wieso? Weil es wunderschön ist! Viele schöne Orte liegen einfach etwas versteckt und außerhalb der großen Touristenorte. So zum Beispiel das Nassachtal, das ich euch heute vorstellen möchte.

Uhingen bei Nassach

Ein sonniger Sonntagmorgen in der zweiten Augusthälfte, ich war superfrüh wach und habe beschlossen, in aller Frühe in den Wald zu fahren und Fotos zu machen. Zum ersten Mal wollte ich den Rundwanderweg Nr.3 in der Nähe von Nassach bewandern. Auf einem Wanderparkplatz habe ich kurz zuvor ein Schild gefunden, dass den Parkplatz zeigte, von dem aus es losgehen sollte.

Im Tal der Frohen

Das Nassachtal liegt zwischen den kleinen Orten Uhingen und Eberbach an der Fils, nicht allzuweit weg von Stuttgart. Woher der Name “Tal der Frohen” offiziell kommt, weiß ich nicht, aber durch Nassach durch fährt, der weiß, dass der Name zumindest sehr passend gewählt ist. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und alles wirkt so ruhig und entspannt und gar nicht hektisch!

Ich habe mich also morgens in mein Auto gesetzt, natürlich mit Frühstück, Wasser und meiner Kamera ausgestattet und bin losgefahren. Es war ganz kurz nach Sonnenaufgang, so dass ich Gelegenheit hatte, bei Manolzweiler richtig schöne Fotos von der gerade aufgegangenen Sonne zu machen! Aber eigentlich war mein Plan ja in den Wald zu gehen, also bin ich auch kurz darauf weitergefahren.

Etwas versteckt liegt ein sehr kleiner Parkplatz, von wo aus man zur Rundwanderung starten kann. schon an der ersten Kreuzung kann man wählen, ob man den Rundwanderweg Nr. 3 oder 4 geht. Ich habe mich für 3 entschieden, da dieser Weg kürzer sein sollte.

Die Beschilderung war anfangs recht gut, die entsprechende Nummerierung einfach zu finden. Doch schon bald kam ich an eine weitere Kreuzung. Von da an war leider nicht ersichtlich, wo ich genau lang musste. Also bin ich erst einmal geradeaus gelaufen.

Für einen Rundwanderweg sehr gerade

Nach etwa 10 Minuten plötzlich das: Sackgasse. Das war also der falsche Weg. Also wieder zurück. Der Rückweg war fast noch schöner als der Hinweg, da einzelne Nebelschwaden durch Wald zogen  und dem ganzen etwas mystisches verliehen. Einerseits die Sonne, die durch die Blätter schien, andererseits der Nebel. Wunderschön!

Nach weiteren 10 Minuten kam ich also zurück an die Kreuzung, an der ich geradeaus gelaufen bin. Da ich mir vorher ganz grob die Karte angeschaut hatte, habe ich entschieden, dass links herum wohl der richtige Weg sein müsste, den Berg hinauf. Die Steigung war zunächst moderat und angenehm zu gehen. Doch das sollte sich auch bald ändern. Etwa auf Höhe der Sackgasse machte der Weg einen Knick nach links. Dahinter lag ein steiler, nicht wirklich ausgebauter Weg voller Steine und Matschlöcher.

Nun gut, dass der Weg nicht flach sein würde, war mir ja klar. Aber nicht mehr viel und ich hätte eine Bergsteigerausrüstung benötigt. Trotz allem machte ich mich an den Aufstieg. Herrlich, so früh am Morgen, wenn noch niemand anderes im Wald unterwegs ist, das Licht golden durch die Blätter fällt und man nichts außer den Vögeln hört!

Ich gebe auf…

Oben angekommen bin ich rechts abgebogen. Theoretisch hätte dies der richtige Weg sein müssen. Leider habe ich auch hier keine Beschilderung gesehen. Nach etwa 10 Minuten habe ich entschieden, wieder umzudrehen, da der Handyempfang nicht besonders gut war und ich nicht den blassesten Schimmer hatte, ob ich wirklich richtig bin.

Auf dem Rückweg habe ich noch die eine oder andere Abzweigung genommen und wunderschöne, fast mystische Orte im Wald entdeckt, die man vom Hauptweg aus gar nicht sehen kann. Keine Sorge, ich bin auf Forstwegen geblieben und nicht wild durch den Wald gelaufen. Der eine oder andere Platz lud zum Verweilen und Frühstücken ein. Daher hatte ich keine Eile, wieder zum Auto zurückzukommen. Doch irgendwann habe ich das Auto dann doch wieder erreicht.

Weitere Impressionen aus dem wunderschönen Wald bei Nassach

Rundgewandert bin ich an diesem Morgen zwar nicht, trotzdem habe ich wunderschöne Orte im Wald gefunden. Und im nächsten Frühjahr klappt es bestimmt auch mit dem restlichen Weg.

Kennt ihr das Nassachtal? Was sind eure Tipps für Rundwanderungen?

 

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Weihnachtsmarkt in Stuttgart

Nicht der älteste, aber mit 280 Ständen und rund 4 Millionen Besuchern (Stand 23. Dezember 2011) einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland ist der Weihnachtsmarkt in Stuttgart. So waren wir an einem Samstagnachmittag also in Stuttgart, um uns den Weihnachtsmarkt anzuschauen.

Weihnachtsmarkt Stuttgart
Weihnachtsmarkt in Stuttgart

Anreise mit dem Auto

Gerade Stuttgart ist für seinen überragenden Verkehr bekannt! Überragend viele Baustellen, überragend viel Stau und die Parkhauspreise sind zum Teil auch extrem. Wenn wir in die Stadt fahren, parken wir immer etwas außerhalb, die Parkhäuser Tivoli und an der Liederhalle sind preislich ganz OK. Das Tivoli ist aber an der Ein- und Ausfahrt etwas eng, da muss man mit größeren Fahrzeugen schon sehr vorsichtig sein. Dafür liegt der Abendtarif bei etwa 3,5€ (Liederhalle 6€). Und mit 1,50€ pro Stunde (Liederhalle 1,9€) ziemlich günstig. Wer gut zu Fuß ist, ist auch in 10 Minuten am Weihnachtsmarkt.
Wer nicht so weit laufen mag, der kann auch in der Innenstadt parken, da kostet die Stunde dann aber unter Umständen 3€ bei einem Höchstsatz von 20€ (Tivoli 12€).

Anreise mit der Bahn

Die Anreise mit der Bahn ist sicher die empfehlenswertere in Stuttgart, sofern man von außerhalb kommt und alleine fährt. Leider sind die Preise im VVS so hoch, dass es sich beispielsweise für mich kaum lohnt mit der Bahn zu fahren, wenn wir zu zweit sind schon doppelt nicht. Haltestellen von denen aus ihr schnell am Weihnachtsmarkt seid sind beispielsweise Stadtmitte, Schlossplatz oder Rathausplatz. Vom Hauptbahnhof läuft man aber auch nicht so weit. Es lohnt kaum, in eine andere Bahn umzusteigen, sollte man mit der ersten Bahn oder dem Zug nur bis zum Hauptbahnhof kommen..

Auf dem Schlossplatz fährt eine Bahn

Angebot

Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es so ziemlich alles, was es auf anderen Weihnachtsmärkten auch gibt. Süßigkeiten, Weihnachtsschmuck, Deckchen, Kerzen, Stofftiere, Küchenzubehör, Krippen mit passenden Figuren, Schmuck und natürlich jede Menge Essen und Trinken. An einem Stand gab es Tee und Gewürze, da habe ich mir ein paar Sachen mitgenommen. Einen leckeren weißen Glühwein habe ich mir auch gegönnt. Und ein Langos, eine ungarische Spezialität, die hier im Süden weit verbreitet ist, die wir im Ruhrgebiet aber nicht kennen. Dafür gibt es bei uns daheim ja Poffertjes, und die wiederum kennt man hier nicht.

Weihnachtsmarkt Stuttgart
Teelichtgläser auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt Stuttgart
Noch mehr Teelichter

Weihnachtsmarkt Stuttgart
Weihnachtsschmuck

Weihnachtsmarkt Stuttgart
Mittags war es noch nicht so voll

Fazit

Da wir uns um 13:30 schon getroffen haben, war es natürlich noch hell. Dadurch war aber auch der Andrang nicht ganz so groß wie er vermutlich an einem Samstagabend ist. Insgesamt hat mir der Teil des Weihnachtsmarktes, den wir uns angeschaut haben, aber nicht so gut gefallen. Nach über 30 Jahren Weihnachtsmarkterfahrung ist es dann oft doch nur dasselbe. Das Finnische Weihnachtsdorf haben wir allerdings ausgelassen (fragt mich nicht wieso!), irgendwie sind wir so quer gelaufen, dass wir da nicht dran vorbeigekommen sind. Vielleicht schaffe ich es diese Woche nochmal zum Weihnachtsmarkt, dann werde ich das bestimmt nachtragen.

Gewürze- und Teestand

Insgesamt finde ich, ist Stuttgart nichts besonderes. Der Weihnachtsmarkt verteilt sich über mehrere Plätze und Gassen und entzerrt das ganze so ein wenig. Dadurch wirkt er auch viel gemütlicher, allerdings hat mich das Angebot nun nicht wirklich umgehauen. Ob es sich lohnt, 2 Stunden Fahrweg auf sich zu nehmen, weiß ich nicht, ich denke, ich wäre eher enttäuscht. Aber wenn man das wie wir macht und Stuttgart am Mittag oder frühen Nachmittag besucht und dann weiter nach Esslingen fährt, dann lohnen auch 3 Stunden Anreise!

Übrigens, wenn ihr den Beiträg über den Esslinger Weihnachtsmarkt nicht verpassen wollt, dann empfehle ich euch, den Blog zu abonnieren!

Wart ihr schon auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt? Wie hat er euch denn gefallen? Oder habt ihr gar andere Empfehlungen? Falls ihr darüber geschrieben habt, dann verlinkt euren Beitrag doch gerne in den Kommentaren!

Ausflugstipp: Mittelaltermarkt in Fellbach

Auch wenn es schon etwas her ist, so möchte ich euch heute odch noch etwas über einen netten Ausflug vergangenen Januar erzählen. Jedes Jahr Ende Januar findet in Fellbach ein Mittelaltermarkt statt. Anders als ein MPS (darüber habe ich HIER berichtet) wird dieser Markt aber nicht in einem großen (Burg)Park ausgetragen. Er findet dafür überdacht in einer Halle statt. So ist sichergestellt, dass die Besucher unabhängig vom Wetter kommen. Gerade der Januar ist ja nicht für seine warmen Temperaturen bekannt. Und wer mag schon gerne bei Schnee im Ritterkostüm oder in Gewandung umherschweifen?

An den verschiedenen Ständen gab es Waffen wie Schwerter und Bögen zu kaufen. Auch handgemachte, traditionelle Schuhe fand man. Oder Trinkhörner in allen Größen. Schaffelle und Gewandungen auch. Selbst selber gefärbte Garne und Stoffe konnte man für ein paar Taler (1 Taler = 1€) erwerben.Selbstverständlich gab es auch den obligatorischen Silberschmuck, den man auf jedem Mittelalter- oder Weihnachtsmarkt bekommt. Zum Glück war ein Großteil des Angebotes aber wirklich themenbezogen. Ich persönlich mag es nämlich nicht, wenn auf solchen Veranstaltungen zu viele Großhändler stehen.

Nur das Essensangebot hat mich wirklich enttäuscht. Etwas ausgefalleneres wie ich es vom MPS kannte, gab es nicht. Bratwurst, Pommes, Quarkbällchen, Schupfnudeln, das war’s dann schon. Wer wollte hat dazu auch ein Eis bekommen. Zum Trinken gab es auch nur die klassischen Softdrinks und vielleicht noch ein Bier. Auch hier keine Überraschungen. Und leider wurde kein Met verkauft, denn davon hätte ich mir gerne noch 1-2 Flaschen mitgenommen.

Wer vom herumlaufen oder Essen zu müde war, der hat mit etwas Glück auch einen Platz an den Tischen und Bänken gefunden gefunden. Schade dass auch hier eher Bänke und Biertische genommen wurden, aber vermutlich hätte man ansonsten nicht genügend Sitzflächen und Tische aufbauen können. Von dort konnte man den Musikbands oder der Fabelwesenshow zuschauen, die zu festgelegten Zeiten stattfanden.

Ich habe zum Mittelaltermarkt auch einen Freund aus Ägypten mitgenommen. Einen kurzen Moment hat er überlegt, ob er sich nicht auch eine Gewandung kaufen soll, hat es dann aber gelassen, als er gesehen hat, wie teuer sie sind. So haben wir uns damit begnügt, die vielen tollen Gewandungen und Rüstungen zu bestaunen, welche die Besucher getragen haben.

Wenn der Markt auch relativ klein ist und der Eintritt mit 9€ schon etwas teuer, so war es doch ein sehr schöner Nachmittag. Allerdings haben wir uns dort nur zwei Stunden aufgehalten, da die Halle doch recht klein ist. Für Familien und Enthusiasten ist es sicher ein toller Tipp, ich selber werde dort wohl aber eher nicht mehr hingehen.

Gibt es bei euch auch Mittelaltermärkte? Geht ihr öfter dort hin? Oder wart ihr selber einmal enttäuscht von so einer Veranstaltung?

Narri, Narro, Zigeuner und Hexen – Alemannische Fastnacht in Waiblingen

Hellau und Alaaf, das kannte ich ja. Aber dieses Jahr habe ich etwas neues gelernt. Narri, Narro! Zigeuner! Hexen! Diejenigen unter euch, die aus dem Süden kommen, mögen es sicherlich kenne, ich als rheinische Frohnatur kenne nur Karneval. Ausgelassene Narren, die tanzen, bützen und viel zu oft viel zu viel trinken. Dieses Jahr aber spielten Wetter und Zeit mit und ich habe mir zusammen mit meinem Freund in Waiblingen die lokale Version des Karnevals oder besser Fastnacht in Waiblingen angeschaut.

Kriegerische Dämonenkapelle – meine absoluten Lieblingskostüme auf dem Umzug!

Zu den kulturellen Hintergründen kann und will ich an dieser Stelle gar nicht viel sagen, denn das würde doch etwas den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Karneval, so sagen verschiedene Quellen (zum Beispiel ARD), hat seine Ursprünge darin, dass noch vor der Fastenzeit verderbliche Lebensmittel aufgebraucht werden sollten. Viele sehen aber in der schwäbisch-alemannischen Version auch den Ursprung, dass Wintergeister vertrieben werden sollten. Allerdings deutet doch sehr vieles darauf hin, dass es tatsächlich einen christlichen Hintergrund für das Fest gibt. Vermutlich haben am Ende wieder beide Lager Recht. Das also zur Geschichte.

Anders als im Rheinland gibt es hier beispielsweise gar keine Wagen mit politischen Motiven bei der alemannischen Fastnacht. Eigentlich gab es in Waiblingen nur einen einzigen Wagen, und der sah aus wie eine Schwarzwaldhütte. Klassische Garden wie man sie aus Düsseldorf oder Köln kennt, gab es hier nur ganz wenige. Größtenteils bestanden die Gruppen aus Hexengruppen, einige Kapellen gab es auch. Zumindest in Waiblingen standen auch die Süßigkeiten nicht im Vordergrund, geworfen wurde nur sehr wenig und es gab keine Eltern oder Großeltern, die mit Regenschirmen versuchen, die Kamelle zu fangen.

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück, es war nicht zu kalt als wir losgegangen sind und anders als vorher angesagt bliegb es auch die ganze Zeit schön sonnig. Naja, zumindest so lange, bis die Sonne hinter den Häusern verschwand. Da wurde es dann auch recht schnell sehr frisch. Deshalb sind wir auch nach etwa 70 Gruppen schon wieder nach Hause gegangen.


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Insgesamt war es ein schöner Fastnachts-Umzug, aber doch so anders als ich es erwartet hätte. Viel leider, viel ruhiger, keine Besoffenen, kaum Kemelle. Und trotzdem hatten alle viel Spaß. Wer die alemannische Fastnacht nicht kennt, der sollte sie sich unbedingt einmal anschauen!

 

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Gamescom 2016 – Zocken im Schatten des Terrors

Terrorgefahr durch Cosplayer?

Leider war das Jahr 2016 ja ein bisher sehr unruhiges. Es gab viele Anschläge auf Veranstaltungen, bei denen Menschen einfach nur fröhlich zusammen feiern wollten. Das hat sich bedauerlicherweise auch auf die Gamesom ausgewirkt. Cosplayern wurde nahegelegt, ihre “waffenähnlichen” Gegenstände und Waffennachbildungen zu Hause zu lassen. Wieso jemand glauben könnte, dass jemand verkleidet und mit einem Schaumgummischwert Amok laufen könnte, erschließt sich mir nur leider nicht so ganz. Klar gibt es auch Leute, die in den letzten Jahren in Tarnanzug und mit relativ echt aussehenden Waffennachbildungen zur Gamescom gekommen sind. Da ist es ja noch nachvollziehbar, schließlich kann man da auf Entfernung möglicherweise eine Atrappe von einer echten Waffe nicht unterscheiden. Aber bunte  Schaumgummischwerter? Also wirklich… Glücklicherweise gab es zumindest am Sonntag ein Einsehen und nachgemacht Gleven waren erlaubt.

Von Angst nichts zu spüren

Dass am Eingang zur Gamescom 2016 Taschenkontrollen durchgeführt wurden, war schon ein Schritt in die richtige Richtung. Leider wurde die Personenkontrolle versäumt, hätte also jemand unter seinem Pulli Sprengstoff gehabt, wäre er sehr wahrscheinlich doch hinein gekommen. Hier wurde das ganze irgendwie nicht so recht zu ende gedacht. Egal, so mussten wir halt nicht ganz so lange warten, auch gut. Ich persönlich glaube ohnehin, dass Autofahren oder Kochen oder Bügeln erheblich mehr Gefahren bergen, als die Gamescom. Und so ziemlich alle Besucher die da waren, haben es ebenso gesehen. Wieviele nun aber aus Angst nicht gekommen sind, weiß ich leider nicht. Allerdings gab es dieses Jahr das erste Mal die Nachricht, dass nicht alle Geschenkcodes eingelöst wurden und drei Tage vor Beginn noch ein paar hundert Karten erhältlich sein sollten. Zufall? Ich denke schon. Terror, Angst, all das war auch in den Gesprächen vor der Halle nie ein Thema.

Wir haben wie immer schon sehr früh draußen gestanden, um möglichst schnell reinzukommen und zumindest am Anfang nicht so lange warten zu müssen. Außerdem ist es immer wieder lustig, die gleichen Leute zur gleichen Zeit am gleichen Gate zu treffen. Alle werden älter, viele irgendwie nicht erwachsener. Am Donnerstag haben sich dann um 9:45 haben die letzten Tore geöffnet, 15 Minuten vor der offiziellen Eröffnung. Anders wäre auch der Ansturm draußen kaum zu bewältigen gewesen, da so viele Leute in die Hallen wollten. Leute mit 9 Uht-Tickets durften bereits eine Stunde vorher rein.

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Nach der Taschenkontrolle, ca. 7:30Uhr

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Menschenmassen auf der Gamescom

 

Zocken bis zum Umfallen

Große Neuigkeiten gab es keine auf der Gamescom 2016. Blizzards neues Add On erscheint am 30. August, Wargaming hatte auch nur World of Tanks (jetzt auch für die PS4) und World of Warships da. Es gab wohl einige interessante Indie Games (Spiele, die von kleinen, unabhängigen Entwicklerfirmen produziert werden). Und Die Gilde 3 wurde angekündigt. Man konnte die derzeitige Fassung auch schon ausprobieren, aber jeder, der Die Gilde 1 oder 2 gespielt hat, weiß, dass dafür ein paar Minuten gar nicht ausreichen.

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Gwent

An vielen Ständen gab es Geschenke (Goodies) wenn man sich ein Spiel angesehen hat. Aber mein persönliches Empfinden war, dass es letztes Jahr mehr und bessere Sachen gegeben. Die meisten Spiele, die uns interessieren, wurden bereits oder werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Deus Ex Mankind Divided oder World of Warcraft Legion zum Beispiel. Und weitere Spiele, wie Pyre oder Shadow Warrior 2 gab es leider noch nicht in spielbarer Version auf der Gamescom. Und doch waren an so vielen Ständen die Schlangen so lang, dass die Wartezeit oftmals 90 Minuten und mehr betrug. Ich hatte auch das Gefühl, dass viele Aussteller aufgerüstet und viel mehr PCs bereit gestellt haben. Und auch wenn das Gedränge nicht so schlimm war wie im Jahr zuvor, waren doch genau so viele Besucher da. Auch die Zahlen sind beeindruckend.


Die Gamescom 2016 in Zahlen

Besucherzahl:
2016: 345.000
2015: 345.000

davon Fachbesucher:
2016: 30.500
2015: 33.200

Internationalität Besucher:
2016: 97 Länder
2015: 96 Länder

ausstellende Unternehmen:
2016: 877
2015: 806

Internationalität Aussteller:
2016: Auslandsanteil 68 Prozent aus 53 Ländern
2015: Auslandsanteil 65 Prozent aus 45 Ländern

Fläche:
2016: 193.000 m²
2015: 193.000 m²

(Quelle: Computerbild.de)


Mehr als nur Games

Neben vielen Spielen zum Ausprobieren gibt es natürlich auch jede Menge Merchandise zu kaufen. Blizzard oder Bethesta sind recht groß und gut besucht, wobei, wenn ich raten müsste, würde ich sagen, Blizzard macht mit Abstand den meisten Umsatz. Und wie schon im letzten Jahr haben wir auch dieses Mal dort eingekauft, jetzt aber nur zwei T-Shirts. Den Rest haben wir online bestellt, da es die Sachen vor Ort nicht gab. Auch Manga und Anime-Fans sowie Fans von Filmen und Serien kommen dort auf ihre Kosten. Es gab Wundertüten, Kuschelkissen, Tassen, Poster, Bücher, T-Shirts, Manga und vieles mehr.

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Merchandise

Neben den Spielen präsentieren die Entwickler natürlich noch viel mehr, nämlich sich selbst! Viele Stände sind aufwendig gestaltet, es gibt Bühnenshows und Live-Streams, eSports-Events und ein großes Rahmenprogramm abseits der Gamescom, an dem wir in der Regel aber nicht teilnehmen. Eigentlich müsste man schon einen ganzen Tag damit zubringen, mit der Kamera durch die Messe zu laufen und Fotos zu machen. Ich habe sie aber daheim gelassen und nur mit dem Handy geknipst, da mein FReund und ich ja zum Spielen und Schauen und nicht zum Fotografieren hingekommen sind. Hoffentlich gefallen euch die Bilder trotzdem!

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World of Warcraft – Varian Wrynn

Zum Zocken braucht man natürlich auch einen PC! An einigen Ständen konnte man sich richtig tolle PCs anschauen. Manche waren riesengroß, andere hatte eine besondere Form. Nicht alle kann man kaufen, aber aussehen tun sie wirklich klasse! Nicht mehr wie diese ollen PCs aus den 90ern, in diesem schmutzigen Weiß-Grau und auch nicht langweilig Schwarz.

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PC Tower von LianLi

Bis zum nächsten Jahr

Eine Neuerung wird es ab dem nächsten Jahr geben. Die Gamescom wird nicht mehr in der letzten Ferienwoche stattfinden, sondern grundsätzlich in der letzten vollen Augustwoche und dann auch von Mittwoch bis Samstag, statt bisher von Donnerstag bis Sonntag. Der Fachbesuchertag wird dann dienstags sein. Ich persönlich finde diese Regelung nicht so gelungen, da es jetzt vermutlich Samstags noch viel voller werden wird als ohnehin schon. Andererseits könnte es in der Woche dafür etwas ruhiger werden. Ob diese Regelung jetzt sonderlich schülerfreundlich ist, wird sich noch zeigen müssen.

Wart ihr auch schon mal auf der Gamescom? Wie hat es euch gefallen? Was denkt ihr über die “Zocker” und die UNternehmen, die Spiele herstellen?