Wie lebt es sich in… – Apex, North Carolina, USA

Herzlich willkommen zum nächsten Teil meiner Reihe „Wie lebt es sich in…?“ Heute erzählt uns Issy (eigentlich Isobel) ein wenig von ihrem Leben in Apex.

Issy aus Apex

Ich lebe in Apex, North Carolina, an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Abgebildet ist die Innenstadt von Apex, die ich sehr bequem zu Fuß erreichen kann. Apex ist „suburban“, eine Vorstadt. Das bedeutet, dass man zu einigen Orten gehen kann, wenn man nahe genug wohnt. Höchstwahrscheinlich wird man aber doch ein Fahrzeug benötigen, um zur Schule und zur Arbeit zu kommen.

Ich bin derzeit auf dem College und arbeite nebenher. Ich gehe montags von 2-3:15 Uhr und mittwochs von 12-3:15 Uhr zum Unterricht. Normalerweise würde ein Student viel öfter zum Unterricht gehen, aber ich habe nur einen Präsenz-Kurs zusätzlich zu meinen zwei Online-Kursen. Ich fahre mit meinem Auto zum College und zur Arbeit, obwohl es einen Bus gibt. Ich glaube, dass er nur von und zu einer Großstadt fährt, in der ich nicht lebe. Montags und mittwochs um 16.00 Uhr und jeden zweiten Tag der Woche von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr arbeite ich. Die Wochenenden habe ich frei, was viele Leute nicht haben, weil ich in einer Kindertagesstätte arbeite.

Im Kindergarten

Die Eltern der Kinder geben sie in der Kindertagesstätte ab. Wir haben für jede Altersgruppe einen eigenen Raum. Kleinkinder in einem Raum, 1-Jährige, 2-Jährige, 3-Jährige, 4-Jährige und dann ein Raum für 5-jährige: das ist dann die Vorkindergartenklasse. Wir haben spezifische Verhältnisse, so dass es nicht zu viele Kinder gibt. Bei den Einjährigen ist das Verhältnis fünf Kinder zu einem Lehrer. Es geht dann aufwärts zu den Vier- und Fünfjährigen, bei denen zwölf Kinder auf einen Lehrer kommen. Da wir eine 5-Sterne-Schule sind, haben wir jede Woche spezielle Unterrichtspläne für die Kinder. Das machen hauptsächlich die Lehrer machen. Ich bin eine Hilfslehrerin, also helfe ich ihnen einfach aus. Ich gehe in jeden Raum, in dem sie einen weitere Lehrkraft brauchen.

Ich bin schon nach Kanada und Frankreich gereist, habe aber nie in einem anderen Land gelebt. Ich denke, was Amerika besonders macht, ist unsere Vielfalt. Ich habe das Gefühl, dass wir hier offener für mehr Unterschiede sind als andere Länder. Hier feiern wir den Valentinstag, Ostern, den 4. Juli (Unabhängigkeitstag), Halloween, Thanksgiving und Weihnachten. Auch andere Feiertage werden je nach Religion/Tradition gefeiert.

In meiner Freizeit...

Wenn ich mit mich Freunden treffen will, schicke ich ihnen normalerweise eine SMS, um zu sehen, ob jemand Zeit hat. Wenn man einmal in der Nähe ist, dann geht man manchmal auch bei den anderen zu Hause vorbei, ohne sich vorher anzumelden. Ich habe nie wirklich jemandem eine Zeit vorgegeben, wann er oder sie da sein soll, es sei denn, es war für eine Party oder ein Event. Normalerweise sagt man einfach nur zum Beispiel: „Ich komme rüber, nachdem ich Essen geholt habe“ oder „Ich komme in 30 Minuten rüber“. Man erwartet hier nicht, früher zu einer Verabredung zu erscheinen, wenn man nur abhängen will. Normalerweise kommen wir auch eher zu spät.

Ich habe eine positive Einstellung zu Deutschland, obwohl ich noch nie dort war. Ich habe darüber nachgedacht, mich dort auf eine Uni zu bewerben, also habe ich meinen Anteil an Nachforschungen über Deutschland geleistet.

Alltägliche Speisen, zusätzlich zu Obst und Gemüse, kennt sehr wahrscheinlich jeder. Da wären beispielsweise gebratenes Huhn, süßer Tee, Limonade und Pizza. Es gibt wahrscheinlich noch viel mehr, was ich gerade vergessen habe aufzuzählen, aber das ist alles, woran ich im Moment denke.

In einem typischen Haushalt leben eine Mutter und ein Vater und ihre Kinder. Die Kinder werden in der Regel ausziehen, wenn sie auf das College gehen oder nachdem sie das College beendet haben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass andere Familienmitglieder in Ihrem Haus leben. In Amerika haben wir dafür eigentlich keine Norm.

Ausflugsziele in und um Apex herum

Der Strand ist ein beliebter Ort in meinem Bundesstaat. Wir haben auch das große Appalachengebirge im Westen unseres Bundeslandes. Das ein großartiger Ort ist, den man unbedingt besuchen sollte, wenn man kein Problem damit hat, keinen Handyempfang in den Bergen zu haben! Raleigh ist wunderschön, besonders nachts, wenn alle hohen Gebäude beleuchtet sind. Target ist ein wunderschöner Ort, der so ziemlich alles hat, was man je brauchen könnte und noch viel mehr.

Die meisten öffentlichen Plätze wie Schulen, Restaurants und Geschäfte haben kostenloses WiFi . Häuser und Geschäfte haben WiFi, für das Sie aber das Kennwort benötigt.

Ich habe erst kürzlich einen Blog gestartet und habe bisher nur zwei Beiträge veröffentlicht. Ich plane, über Lifestyle-Themen wie Reisen, Mode/Schönheit und mehr zu bloggen. Ich habe meinen Blog gestartet, weil ich gerne meine Abenteuer mit anderen teile und auch später auf sie zurückblicken möchte und nicht alles vergessen will. Der Blog heißt innerissy.com. Zusätzlich findet ihr mich auch auf Instagram: queenissyv

Ich hoffe, der zweite Teil der Reihe hat euch auch gefallen. Auch in Amerika scheint das meiste nicht so anders zu sein als bei uns in Deutschland. Nächste Woche erscheint sehr wahrscheinlich der Beitrag von Okizia, die aus St. Lucia in der Karibik stammt. Wenn ihr den und alle weiteren Beiträge nicht verpassen wollt, denkt daran, euch für den Newsletter anzumelden!



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Wie lebt es sich in? – Iver, Großbritannien

Herzlich willkommen zu meiner neuen Reihe „Wie lebt es sich in…?“. So viele von uns würden gerne einmal im Ausland leben und einen Einblick in den Alltag in anderen Ländern bekommen. Vieles sieht man ja im Urlaub nicht. Die Idee zu dieser Reihe kam mir, als ich auf Spiegel.de einen Berichte über deutsche Eigenarten gelesen habe und wie das auf Nicht-Deutsche, die bei uns leben wirkt. Ich habe mich gefragt, was von dem, was für uns so selbstverständlich ist, woanders auch so oder aber ganz anders ist.

Deshalb habe ich in diversen Facebookgruppen Freiwillige gesucht, die uns über ihren Alltag und ihr Leben berichten. Wir bekommen einen Einblick in verschiedenste Länder, Berufe und Bräuche. Den Anfang macht Melanie aus Iver in Großbritannien. Ich hoffe, du hast genau so viel Spaß am Lesen wie ich!

Melanie aus Iver

Mein Name ist Melanie und ich lebe in Iver, Buckinghamshire, England. Iver ist ein kleiner Ort 30 km westlich von London. Es ist ein grünes, verschlafenes Dorf mit viel Natur, perfekt für diejenigen, die ein ruhiges Leben suchen. Ich arbeite in London und studiere in Teilzeit im Fernunterricht. Ich arbeite mit Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten und bilde mich nebenbei zum Bildungspsychologen weiter. Ein Bildungspychologe ist ein speziell ausgebildeter Psychologe um Lernschwierigkeiten zu diagnostizieren. Ich studiere für meinen MSc (Master) in Psychologie, und dann werde ich meinen PhD (Doktor) abschließen, um meine volle Qualifikation zu erreichen.

Iver

Die Anreise nach London von Iver aus dauert recht lange. Zum Glück hält der Bus, der mich zur U-Bahn-Station bringt, direkt vor meinem Haus und ich muss nicht weit fahren. Leider fährt er nur jede halbe Stunde, also muss ich schauen, dass ich pünktlich fertig bin, sonst komme ich zu spät zum Bus! Die Fahrt bis zur U-Bahn-Station dauert etwa zwanzig Minuten, dann noch eine Stunde bis zu meinem Arbeitsplatz. Dafür muss ich in einen weiteren Bus umsteigen!
Ich lebe zurzeit bei meiner Familie, weil das die einzige Möglichkeit ist, mir das Studium finanziell zu erlauben. Um meinen Traum vom Studieren zu verwirklichen, muss ich die lange Pendelstrecke also auf mich nehmen.

Ich habe in vielen verschiedenen Städten in England einschließlich London und Manchester gelebt. Ich habe auch in den USA gelebt – in Wisconsin, während ich für meinen ersten Abschluss studiert habe. Es war sehr spannend festzustellen, dass viele Leute zwar denken, dass die USA und Großbritannien sich sehr ähnlich sind,  ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht habe! Das Vereinigte Königreich ist ein einzigartiger Ort zum Leben – eine Mischung aus vielen Bräuchen und Kulturen aus unserer reichen Geschichte.

Melanies Haus

Mein Alltag

Eine typische Woche für mich ist eine Mischung aus Arbeit, Privatleben und Bloggen. Ich arbeite von Montag bis Freitag und blogge dreimal die Woche. An den Wochenenden sehe ich meinen Freund, der in London lebt und verbringe Zeit mit der Familie. Wir gehen normalerweise zusammen essen. Gelegentlich sehe ich auch Freunde, aber nicht so oft, weil sie weit weg Iver leben. In Großbritannien ist es üblich, Freunde zu Hause zu treffen, aber manchmal treffen wir uns an einem öffentlichen Ort wie einem Café oder Restaurant. Ich versuche immer, pünktlich zu sein, aber meine Freunde sind in der Regel zu spät!

Duke

Ich wollte schon immer nach Deutschland fahren und hoffe, dass ich dieses Jahr für ein paar Tage nach Berlin fahren kann. An Deutschland interessiert mich vor allem seine reiche Geschichte. Besonders fasziniert mich aber die Ingenieursgeschichte – die besten Autos sind deutsche Autos! Ich kann mir gut vorstellen, dass die Deutschen sehr organisiert und methodisch sind, aber auch viel Spaß haben! Ich freue mich schon, einige Deutsche zu treffen, wenn ich in Berlin bin, um herauszufinden, ob es stimmt oder nicht.

Melanie und ihr Freund

Entgegen der landläufigen Meinung ist nicht Fisch und Chips das häufigste Gericht in Großbritannien, sondern Curry. Es gibt kein Curry-Haus bei mir im Dorf. Wenn ich ein Curry möchte, muss ich also in ein anderes Dorf fahren. Meine Stiefmutter ist mit dem Besitzer eines Curry-Restaurants befreundet, so dass wir jedes Mal tolles Essen bekommen! Davon abgesehen bin ich aber trotzdem ein Fan von Fisch und Chips.

Wie ich schon erwähnt lebe ich bei meiner Familie. Das sind mein Vater, Stiefmutter und unser Hund – Duke. Duke ist eine englische Bulldogge und sehr albern. Es gibt viele verschiedene Arten von Familien in Großbritannien – Alleinerziehende, solche mit vielen Geschwistern und solche, die in Großfamilie leben, wie Großeltern und Tanten / Onkel. Ich würde sagen, dass es in Großbritannien keine typische Familie wie zwei Erwachsene und zwei Kinder mehr gibt. Es ist üblich, dass erwachsene Kinder aufgrund der steigenden Hauspreise lange zu Hause bei den Eltern leben. Der Südosten von England ist der teuerste Ort des Landes zu leben.

Melanies Garten

Was gibt es sonst noch in Iver?

Der bekannteste Ort hier in der Gegend sind die Pinewood Studios. Hier wurden Harry Potter und James Bond gedreht – sogar Teile von The Avengers! Viele Leute aus dem Dorf arbeiten in den Studios. Es gibt viele weitere schöne Orte, die man hier besuchen kann. Wir wohnen neben drei großen Parks – Black Park, Langley Park und Richings Park. Alle sind unglaublich schön und einen Besuch wert. Es gibt auch einen charmanten englischen Pub namens The Red Lion, der einen Michelin Sternekoch hat. Der perfekte Ort, um nach einem langen Spaziergang zu entspannen. Es ist einer der wenigen Orte im Dorf, der kostenloses WI-FI anbietet, überall sonst sind Sie auf Ihre eigenen Daten angewiesen. Das Internet ist ziemlich schnell hier, obwohl wir ein kleines Dorf sind. Gerade für mich als Blogger ist das sehr vorteilhaft.

Ich blogge bei christiancareergirl.com. Es ist ein Lifestyle-Blog, der sich an alleinstehende christliche Frauen richtet und alles von Mode über Schönheit bis hin zum Bibelstudium abdeckt. Glaube ist ein wichtiger Teil meines Lebens und ich liebe es, ihn über meinen Blog mit der Welt teilen zu können. Ich habe es erst vor zwei Monaten angefangen, aber der Blog wächst schnell – ich mich sehr freuen, wenn du auch vorbei kommst und ihn dir anschaust!

Falls dir der erste Beitrag gefallen hat und du zukünftig die weiteren Beitrage aus der Reihe Alltagsgeschichten lesen willst, dann empfehle ich dir, den Newsletter zu abonnieren oder mir auf Facebook zu folgen!

Traumurlaub auf Aruba – Action, Fun und Erholung

Traumurlaub auf Aruba – Action, Fun und Erholung

Aruba ist in erster Linie bekannt für sein wunderschönes Meer, deshalb findest du im und am Meer auch die meisten Möglichkeiten, dir die Zeit während deinem Traumurlaub auf Aruba zu vertreiben. Echte Sehenswürdigkeiten, wie berühmte Gebäude oder Museen gibt es auf der Insel nur wenige. Für (Wasser)Sportliebhaber und Naturfreunde jedoch bietet die Insel ein ausgesprochen vielseitiges Angebot.


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Traumurlaub auf Aruba – Im, am und auf dem Wasser

Wassersport ist ganz groß in Aruba. Die Insel bietet ein unglaublich großes Programm an Sportmöglichkeiten. Ist dir in deinem Urlaub eher nach mehr Action auf dem Wasser zumute als nach reiner Erholung am Strand? Dann leihe dir einfach einen Jetski oder Waverunner am Eagle Beach und presche damit durchs Meer.

Wenn Windsurfen oder Kitesurfen eher dein Ding ist, bist du am Malmok Beach und am Palm Beach genau richtig. Die passende Ausrüstung bekommst du am Palm Beach bei Delphi Watersports. Dort kannst du auch eine Runde Parasailing oder Wasserski buchen. Falls du noch nie Kitesurfen ausprobiert hast, kannst du am Palm Beach auch Unterricht nehmen und einmal in den Sport reinschnuppern. Zum Kitesurfen sind die Bedingungen auch an den östlichen Stränden ideal, gerade der Boca Grandi ist bekannt als Hotspot für Kitesurfer.



Tauchen und Schnorcheln auf Aruba

Auf Aruba, oder besser vor Aruba, findest du bereits in Strandnähe wunderschöne Schnorchel- und Tauchspots, die du während deines Traumurlaubs auf Aruba besuchen solltest. Teilweise liegen sie auch direkt in Strandnähe. Du musst also nicht einmal mit dem Boot rausfahren. Direkt neben der Sunset Residence findest du die Tauchschule Aqua Windies. Dort kannst du auch Schnorchel- und Tauchzubehör erwerben, falls du deine Ausrüstung nicht dabei hast oder sie vervollständigen möchtest. Selbstverständlich bieten sie auch Tauch- und Schnorchelausflüge an, die du direkt vor Ort buchen kannst. Empfehlenswerte Schnorchelspots sind unter anderem der Baby Beach und Magel Halto. Hier liegen die Riffe direkt in Ufernähe.

Mangel Halto - perfekt zum Schnorcheln

Auf Renaissance Island gibt es angeblich den besten Schnorchelspot auf der ganzen Insel. Deine Schnorchelausrüstung kannst du direkt auf der Insel bekommen. Zusätzlich kannst du dich im Spa verwöhnen lassen. Das interessanteste an der Insel sind aber die Flamingos, die dort leben. Da sie aber auch die berühmteste Attraktion sind, musst du damit rechnen, nicht alleine mit ihnen zu sein.
Der Zugang zur Insel ist für Gäste des Renaissance Hotels kostenlos, aber du kannst für 99$ einen Tagespass kaufen. Wir haben uns gegen einen Besuch auf Renaissance Island entschieden, da der Tagespass für vier Leute doch recht teuer geworden wäre und nicht alle Mitreisenden schwimmen konnten.

Der wohl berühmteste Tauchspot der Insel ist das Wrack des deutschen Frachters SS Antilla. Nachdem Deutschland im zweiten Weltkrieg die Niederlande überfallen hat, sollte das Schiff festgesetzt und beschlagnahmt werden. Die Crew jedoch setzt den Rumpf unter Wasser und legte einige Brände. Als klar wurde, dass das Schiff nicht gerettet werden konnte, wurde es, nachdem die Crew abgeführt worden war, unter Beschuss genommen und versenkt.

Arubas Küste mit dem Boot entdecken

Magst du Fische lieber auf dem Teller anstatt unter Wasser? Ein Angelausflug ist dann vielleicht genau das richtige für dich. Driftwood Charters bringt dich nicht nur zu den Fischen, du kannst auch einen Teil der Beute behalten und wenn du magst, im Driftwood Restaurant speziell für dich zubereiten lassen! Mindestens aber wird dir die Besatzung deinen Fang ausnehmen und auf Wunsch auch filetieren.

Die Sonnenuntergänge am Strand sind unglaublich romantisch. Wie schön müssen sie da erst von einem Segelboot aus sein? Eine „Sunset Cruise“ kannst du zum Beispiel mit Pelican Tours buchen. Peilcan Tours haben daneben noch viele weitere Segeltouren und Ausflüge im Angebot, unter anderem auch Ausflüge zu Schnorchelspots und Schiffwracks.

Segeltour vor Aruba
Segelboot, Aruba, blaues Meer

Noch mehr Beiträge über Aruba:


U-Boot Tour – VORBESTELLEN

Mein großer Wunsch war es, eine U-Boot Tour mit De Palm Tours zu machen. Doch an dem Tag als wir in Oranjestadt waren und buchen wollten, war das Büro leider geschlossen und wurde gerade renoviert. Online habe ich dann gesehen, dass wir ohnehin mehr als eine Woche im Voraus buchen müssten. Deshalb hat es dieses Jahr leider nicht geklappt. Vielleicht hast du etwas mehr Glück als wir?

Das Angebot an Aktivitäten im, am und auf dem Wasser sind extrem vielfältig. Aber hat eine so kleine Insel auch noch etwas für Landratten zu bieten?

Traumurlaub auf Aruba – Auf dem Land

Wenn man bedenkt, wie klein Aruba ist, dann erwartet man eigentlich kaum, dass man seinen Traumurlaub auf Aruba mit anderen Dingen als Wassersport und Sonnen verbringen kann. Aber auch an Land gibt es viel zu tun und zu sehen.

Für Tierliebhaber

Zwischen dem Eagle Beach und Palm Beach kommen Vogelfreunde auf ihre Kosten. Denn dort liegt das Bubali Bird Sanctuary. Über 80 Zugvogelarten sollen dort im Laufe des Jahres vom Aussichtsturm aus zu beobachten sein. Die Seen sind künstlich angelegt worden, um den Vögeln und anderen Tieren ein grünes Zuhause zu bieten.
Direkt am Bird Sanctuary liegt die Schmetterlingsfarm. Die Schmetterlingsfarm auf Aruba ist das ganze Jahr geöffnet. Für alle Natur-und Tierliebhaber, die nicht ausschließlich am Strand liegen wollen, ist ein Ausflug zur Schmetterlingsfarm eine willkommene Abwechslung, zumal man gemütlich zu Fuß von Palm Beach hin spazieren kann.

Auf Aruba gibt es aber nicht nur eine Schmetterlings- sondern auch eine Straußenfarm. Wenn du während deinem Urlaub auf Aruba eine Jeeptour buchst oder dir ein Auto ausleihst, kannst du einen kurzen Abstecher zur Farm, die auf der östlichen Seite der Insel gelegen ist, machen. Mit dem Bus ist sie leider nicht erreichbar.

Bis die Autos auch Einzug auf Aruba hielten, war das Haupttransportmittel auf der Insel der Esel. Doch eine desaströse Krankheit hat in den 1970 Jahren fast alle wilden Esel ausgerottet. Nur etwa 20 Exemplare überlebten und haben sich seit dem wieder vermehrt. Im Donkey Snactuary werden kranke oder verletze Esel gepflegt. Wenn du magst, kannst du die Esel füttern und sogar helfen, sie zu versorgen. Nicht nur für Kinder ein Riesenspaß!

Wilde Esel auf Aruba
Wilde Esel auf Aruba

Bist du ein Pferdefan und würdest die Insel lieber im Sattel erkunden? Eine Reittour kann man bei der Rancho La Panderosa buchen und und eine von zwei Reittouren wählen. Eine der Touren beinhaltet auch die Straußenfarm. Beachte bitte, dass die Pferde zur „Paso Fino“ Rasse gehören und Reiter maximal 110kg wiegen dürfen. Natürlich gibt es noch weitere Ranches und Reittouren. Vergleiche einfach und wähle die für dich beste Tour aus.

Für Naturliebhaber

Natürlich musst du dir die verschiedenen Strände ansehen, wenn du schon Urlaub auf Aruba machst. Sie unterscheiden sich zum Teil sehr, ebenso wie die Gegenden in denen sie liegen. Aber Aruba bietet so viel mehr als nur Strände.

Sonnenuntergang am Eagle Beach, Aruba

Sowohl während einer Jeep oder Buggytour oder auch mit deinem eigenen Allradwagen hast du die Möglichkeit, den wilden und größtenteils unverbauten Osten der Insel zu erkunden. Einige Attraktionen sind natürlich auch mit normalen Fahrzeugen erreichbar, aber am Ende wirst du dich ärgern, das beste verpasst zu haben.

Während deiner Tour in den Osten empfiehlt es sich, einen Abstecher in den Arikok Nationalpark zu machen. Im Park liegen die Fontein Höhle, wo du alte Höhlenmalereien der ersten Einwohner Arubas und auch Graffitis der europäischen Sieder bestaunen kannst, sowie die Quadirikiri Höhle.
Sehr berühmt ist auch der Conchi Natural Pool, der ausschließlich mit einem Allradfahrzeug erreicht werden kann. Auch gerne besucht sind die Überreste der Natural Bridge, die leider bereits vor einigen Jahren eingestürzt ist. Aber es gibt zum Glück noch einige weitere Natural Bridges, die du besuchen kannst.



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Im Nationalpark gibt es auch einige Erhebungen, von denen aus du die Insel aus einer ganz anderen Perspektive betrachtest. Die höchste Erhebung Arubas mit 188m ist der Jamanota Hill. Der Gipfel ist zu Fuß erreichbar und belohnt den Aufstieg mit einem wunderschönen Blick auf die Insel.

Auf Aruba gibt es sogar eine Bucht mit Mangroven. Bei Mangel Halto kannst du zwischen den Mangroven baden und Schnorcheln. Was aber kaum jemand weiß, auf Aruba und den anderen beiden der ABC-Inseln gibt es eine endemische Molly Art: Poecilia vandepolli. Auf Aruba leben sie in der Spanischen Lagune, zwischen den Mangroven.

Vor allem am Abend ist ein Ausflug zum Leuchtturm an der Nordspitze Arubas empfehlenswert. Für 5$ kannst du den Leuchtturm besteigen. Vom Hügel, auf dem der Leuchtturm steht, hat man abends eine wunderschöne Sicht auf die Untergehende Sonne.

weißer Leuchtturm auf Aruba
El Faro Blanco – Leuchtturm auf Aruba

Sport, Fun und Shopping

Aruba ist eine Wüsteninsel mit nur wenigen wirklich grünen Ecken. Nichtsdestotrotz kannst du auf Aruba dein Handycap verbessern. In der Low Rise Area befindet sich ein Golfplatz. Nachdem du den 9-Loch Kurs beendet hast, kannst du, wenn du willst, im angeschlossenen Restaurant zu Abend essen.

Wenn man nach Aktivitäten und Ausflugsmöglichkeiten auf Aruba sucht, werden dir fast immer sofort Jeep-Touren empfohlen. Aber wenn du es wirklich außergewöhnlich willst, wieso erkundest du die Insel nicht einfach auf einem Trike? Wir haben es leider zu spät erfahren und hätten ohnehin keinen zweiten Fahrer gehabt in unserer Vierergruppe (ich hätte es mir selber ohne Übung nicht zugetraut), deshalb haben wir dieses Abenteuer verpasst.

Wassershow, Walzin Water Show, Abenstimmung
Waltzing Water Show in der High Rise Area

Wenn dir eher nach Shopping ist, dann findest in der High Rise Area ein kleines Shopping Center, High Rise Plaza. Aber Achtung: Die Geschäfte machen größtenteils erst ab 17:00 oder 18:00 Uhr auf, da tagsüber die meisten Touristen am Strand oder auf Ausflügen sind. Auch Oranjestadt bietet einige Shoppingmöglichkeiten. Die meisten Geschäfte hier schließen allerdings bereits um 18:00 Uhr, wenn sie überhaupt öffnen. Außerhalb der Hauptsaison und ohne Kreuzfahrtschiff im Hafen, lohnt die Mühe für viele wohl nicht. Aber ohnehin sind die Shoppingangebote auf Aruba eher auf reiche Amerikaner und Kreuzfahrttouristen ausgelegt. Ein Juwelier neben dem anderen, dazu viele Souvenirläden.

Royal Plaza Mall, Oranjestadt, Aruba
Farbenfrohe Royal Plaza Mall in Oranjestadt
Panorama von Oranjestadt, Aruba
Ein Juwelier neben dem anderen in Oranjestadt, Aruba

Aruba ist auch bekannt für Casinos. Sowohl in der High Rise als auch der Low Rise Area kannst du dein Glück herausfordern. Wer weiß, vielleicht ist dir das Glück hold und du gewinnst sogar den Jackpott?

Alhambra Casino, Sehenswürdigkeiten Aruba
Alhambra Casino in der Low Rise Area

Traumurlaub auf Aruba – Einfach nur Entspannen

Manchmal tut es auch einfach gut, wenn man sich einfach nur entspannt und den ganzen Stress der letzten Wochen vergisst. Aruba ist dafür genau das richtige Ziel. Lange, weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und ganzjährig gutes Wetter. Du brauchst also gar kein schlechtes Gewissen haben, wenn du, wie wir, einfach nur am Strand liegen und die Sonne genießen willst. Schließlich ist genau dazu der Traumurlaub auf Aruba ja gedacht, abschalten und relaxen!

Traumurlaub Aruba – einfach nur relaxen



Kannst du dir vorstellen, auf Aruba Urlaub zu machen? Was würdest du dort unternehmen wollen?

 

Roadtrip mit Hindernissen: Von Mailand über Zürich zurück

Willkommen zum vorerst letzten Blogpost über unseren Roadtrip vom letzten Sommer. Falls du die übrigen Teile verpasst hast, findest du sie HIER.

Trotz schönster Sonne und herrlichstem Wetter wurde es langsam Zeit, dass wir uns auf den Weg Richtung Zürich machen. Da wir ohnehin die erste Zeit fast nur durch Tunnel gefahren wären, haben wir uns für die schnellere aber leider kostenpflichtige Autobahn entschieden. So teuer war sie aber gar nicht und wir sind recht schnell in der Schweiz angekommen. Da wir schon auf dem Weg nach Mailand eine Plakette gekauft hatten, ging der Grenzübergang wirklich schnell. Von unserer eigentlichen Idee, über die Autobahn nach Zürich zu fahren und uns dort die Stadt anzuschauen sind wir ziemlich schnell wieder abgekommen, da sich vor uns plötzlich ein Stau gebildet hat.

Auf in die Schweiz

In Airolo haben wir dann die Autobahn verlassen und sind bis Zürich zum Großteil nur noch über Landstraßen gefahren. Bei der tollen Kulisse war das ohnehin die beste Entscheidung. Bis zum späten nachmittag hatten wir auch viel Glück mit dem Wetter. Es war zwar nicht mehr ganz so sonnig und heiß wie in Mailand, nichtsdestotrotz konnten wir uns nicht beklagen.

Blick auf Airolo

Von Airolo sind wir über den Gotthardtpass gefahren. Die Aussicht dort oben ist überwältigend. Hätten wir noch mehr Zeit gehabt, dann hätten wir dort sicherlich angehalten um eine kleine Wanderung zu unternehmen. Aber leider waren wir etwas unter Zeitdruck. Zürich war noch weit und wir sind erst spät aus Mailand losgekommen. Schade, denn diese Aussicht, das Wetter und die Berge hätte ich zu gerne viel länger genossen.

Gotthardtpass
Auf dem Gotthardt

Ziemlich Parallel zur Autobahn führte und der Weg weiter über Hospental und Wassen nach Flüelen. Dort haben wir dann nochmals eine Pause eingelegt und sind ein wenig am See spazieren gegangen. Langsam zog es sich aber zu und der Wetterwechsel war unverkennbar. Morgens Sonne und Hitze in Mailand, jetzt Wolken und angenehme Temperaturen. Was würde uns da wohl in Zürich erwarten?

Flüelen

 

In Zürich angekommen

Am frühen Abend sind wir dann auch in Zürich angekommen. Unser Hotel lag an einer Hauptstraße auf einem Berg. Wenigstens haben wir noch einen der wenigen Gästeparkplätze erwischt. Nach dem Einchecken haben unser Gepäck aufs Zimmer gebracht und versucht herauszufinden, wo man denn halbwegs bezahlbar in Zürich essen könnte. Wer noch nie in Zürich war, die Preise sind höher als bei uns. Mit dem Doppelten bis Dreifachen dessen, was wir gewohnt sind, muss man dort schon rechnen. Haben wir aber nicht, deshalb sind wir beinahe rückwärts aus dem Restaurant gefallen, als wir uns die Karte angeschaut haben. Ab 25 Franken aufwärts. Das heißt, die günstigsten Gerichte haben schon über 20€ gekostet. Und so richtig toll sah es dann auch nicht aus. Also sind wir erst einmal weiter und haben geschaut, was es noch so gibt. Gewonnen hat dann aber, da der Hunger irgendwie doch nicht so groß war, die Dönerpizza für 15 Franken. Da war die 0,5l Flasche Cola für 2,50 Franken im Vergleich ja geradezu lächerlich günstig.

Und während wir also gemütlich beim Essen saßen, wurde es mit einem Mal wieder hell. Ein Gewitter ist losgebrochen. Dazu hat es noch angefangen zu schütten wie aus Kübeln. Ja, so machen Stadtbesichtigungen Spaß… Bis wir aufgegessen hatten, hat der Regen zum Glück wieder etwas nachgelassen. Wir sind also zu Fuß noch etwas durch die Stadt gelaufen und nur das letzte Stück mit der Bahn gefahren.



Übrigens, das Leonardo Boutique Hotel Rigihof Zurich fand ich jetzt wirklich nicht so toll. Es gab keine Klimaanlage, nur einen Ventilator, die Fenster waren dreckig und Heimat von Spinnen und laut war es auch, dank der Straßenbahn vor der Tür. Zumindest wenn man wegen der Temperaturen mit offenem fenster schlafen will. Bei fast 200€ für eine Nacht darf sowas eigentlich nicht sein. Das Frühstück haben wir uns hier auch gespart, deshalb kann ich dazu leider auch nichts sagen.

Frühstück und Sehenswürdigkeiten

An unserem letzten Urlaubstag woltlen wir es uns nochmal richtig gut gehen lassen und sind deshalb zu Babu’s Bakery & Coffeehouse gefahren, um dort zu frühstücken. Vom Hotel aus waren es rund 20 Minuten mit der Bahn. Auch (oder gerade weil?) wenn es hier natürlich auch nicht billig war, war das Frühstück richtig gut. Mein freund hat ein Pfannkuchenfrühstück gewählt, ich bin klassisch bei Brötchen und Croissant geblieben. Das Ambiente dort ist richtig toll. Und der Kaffee hat auch super geschmeckt. Aber es empfiehlt sich, vorher zu reservieren. Wir hatten Glück, dass wir uns zu zwei netten Leuten an den Tisch setzen durften, sonst hätten wir wohl warten oder etwas anderes suchen müssen.

Nach dem Frühstück sind wir als erstes zum Cassiopeiasteg gefahren. Der 2.80m breite und 284 Meter lange Cassiopeiasteg befindet sich zwischen dem alternativen Kulturzentrum Rote Fabrik und dem Hafen Wollishofen. Dank des Stegs kann mittlerweile fast das gesamte linke Ufer des Zürichsees ohne Unterbrechung begangen werden. Vormittags war weder an der Roten Fabrik noch auf dem Steg wirklich viel los. Allerdings war das Wetter auch eher wechselhaft. Losgefahren bei leichtem Regen hatten wir Glück und haben eine Trockenphase erwischt.

Kulturzentrum Rote Fabrik
Cassiopeiasteg

Doch schon auf dem Rückweg zur Stadt fing es wieder an zu schütten. Deshalb haben wir nur noch einen kurzen Abstecher zu Sprüngli gemacht um dort Mitbringsel für die Familie zu kaufen. Über die Preise reden wir an dieser Stelle besser nicht, die sind schon exorbitant hoch. Und trotzdem war unser Körbchen doch recht voll. Gelohnt hat es sich, denn sowohl die Schokolade als auch die Luxemburgerli haben richtig gut geschmeckt!

Riesen Auswahl bei Sprüngli

Von Sprüngli aus sind wir mit der Bahn wieder zurück zum Hotel und haben dann die etwa 2,5 Stündige Heimreise angetreten. Gesehen haben wir von Zürich nicht besonders viel, deshalb werden wir bestimmt einmal wiederkommen, wenn das Wetter etwas besser ist. Vielleicht hast du dann ja auch ein paar Tipps, was man ich mir unbedingt anschauen und wo ich unbedingt essen gehen sollte.

Falls du mehr über Zürich erfahren willst, empfehle ich dir folgende Reiseführer (Affiliate Links)



Roadtrip mit Hindernissen: Mailand

Willkommen zurück zu meiner kleinen Rundreise durch Europa, die ja leider gar nicht so schön gestartet war. Falls du die ersten Teile verpasst haben solltest, schaut doch hier:

Tag 1
Tag 2 – Teil 1
Tag 2 – Teil 2
Tag 3

Endlich in Mailand

Mittlerweile sind wir also in Mailand angekommen. Abends gegen 19:30 Uhr sind wir in die Stadt hinein gefahren. Wir waren etwas irritiert über das riesige Scientology-Gebäude, das direkt an der Hauptstraße stand. Da es schon so spät war, hatten wir auch gar keinen Verkehr. Das Navi hat uns sicher zum Hotel navigiert, und auch das Einchecken und Auto zur Tiefgarage bringen war kein Problem.

Mailand – Scientologygebäude
Hotel La Gare in Mailand

Ein wenig hungrig sind wir dann losgezogen und waren in kürzester Zeit am Piazza Gae Aulenti. Dort in der Nähe gibt es einige Restaurants. Selbst nach 21:30 war es dort noch extrem voll. Ein kurzer Blick in Handy verriet, dass in Mailand das Nachtleben erst viel später startet als bei uns. Abendessen vor 21:00 sei eher ungewöhnlich. Und warm war es noch! Wir haben uns entschieden, in einem gemütlich aussehenden Burgerrestaurant einzukehren. Beim Überprüfen der Rechnung fanden wir den Posten „coperto“. Das ist eine Art Gebühr, die abhängig vom Gesamtpreis und pro Kopf errechnet wird, ähnlich wie Trinkgeld. Gesättigt und müde sind wir wieder zurück ins Hotel, wo wir extrem gut geschlafen haben.

Mailand – Blick auf die Piazza Alva Alto
Piazza Gae Aulenti in Mailand
Piazza Gae Aulenti in Mailand
Mailand bei Nacht

Die Nacht war so erholsam, dass ich unbedingt eine weitere Nacht bleiben wollte. Außerdem hätten wir schon gegen 15 Uhr losfahren müssen, um entspannt nach Zürich zu kommen. Wir haben es also vorgezogen, bei strahlend blauem Himmel und über 30 Grad einen ganzen Tag in Mailand zu verbringen.

Gestartet sind wir nach einem guten aber nicht ganz so tollen Frühstück wie in Lienz wieder in Richtung Piazza Gae Aulenti. Am Tag bei Licht sieht es dort auch ganz anders aus, es war aber nicht weniger gut besucht. Zunächst war es noch leicht wolkig, aber schon nach kurzer Zeit waren auch die Wölkchen verschwunden.

Mailand – Samsung
Mailand – Samsung
Mailand – Piazza Alva Alto
Mailand – Piazza Alva Alto

Zu Fuß in die Stadt

Zu Fuß sind wir in Richtung Innenstadt gelaufen. Mit der Bahn wären wir sicherlich schneller gewesen, hätten dann aber die vielen kleinen gemütlichen Gassen nie gesehen. Am Palazzo di Brera haben wir unseren ersten Stopp gemacht. Der Eintritt ist frei und man kann sich dort alte römische Figuren anschauen. In den Innenräumen war es auch schön kühl. Eine Abkühlung tat echt gut, bei der Hitze draußen.

Mailand – Gasse zum Hinterhof
Mailand – Palazzo di Brera

Weiter ging es zur Staue des Leonardo da Vinci. Hier wurde es erstmals auch richtig voll. Touristengruppen, Reiseführer, alles hat sich hier geknubbelt. Wie die anderen Touristen auch sind wir nach einer weiteren kleinen Pause durch die Galeria Vittorio Emanuele II zum Domplatz spaziert. Dort war es weniger voll als ich eigentlich erwartet hätte. Nur vor dem Eingang zum Dom war eine sehr lange Schlange.

 

Leonardo da Vinci
Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand
Prachtvolle Decke in der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand
Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand
Glaskuppel in der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand

Deshalb haben wir entschieden, nicht hinein zu gehen. 45 Minuten in der Mittagssonne warten wollten wir uns einfach nicht antun. Stattdessen haben wir auf der Terazza Aperol einen Cocktail und eine wunderbare Aussicht über den Domplatz genossen. Wer in der Nähe des Domplatzes eine Pause braucht, der sollte wirklich unbedingt dort einkehren! Die Preise sind mehr als moderat, pro Cocktail haben wir 7€ bezahlt. Und eine Tüte Chips gab es noch dazu. Wir hätten dort auch etwas essen können, aber obwohl es mittlerweile 13 Uhr war, waren wir gar nicht hungrig.

Cocktailpause auf der Terazza Aperol in Mailand
Cocktailpause auf der Terazza Aperol in Mailand
Vergoldeter Olivenbaum als Deckendekoration
Blick auf den Mailänder Dom von der Terazza Aperol

Auf dem Domplatz

Auf dem Domplatz drücken einem ab und an nette junge Herren etwas Mais in die Hand, damit man dann von den vielen Tauben angeflogen wird und sich fotografieren lassen kann. Als er etwas Geld wollte habe ich ihm natürlich auch etwas gegeben, nur die verlangten 5€ waren echt unverschämt. Für ein paar Körner Mais fand ich 50 Cent eher angemessen, schließlich hat er mir den Mais auch praktisch aufgezwängt und ein anfängliches nein nicht akzeptiert.

Taubenfüttern vor dem Mailänder Dom
Mailänder Dom
Mailänder Dom
Reich verzierte Tür am Mailänder Dom

Weiter zum Castello Sforzesco

Das nächste Ziel sollte das Castello Sforzesco mit dem angeschlossenen Simplonpark Parco Sempione werden. Auch hierhin sind wir gelaufen und natürlich nicht auf dem direktesten Weg. Ein paar weitere Gässchen wollten wir auch noch sehen. Und außerdem haben wir ein extrem leckeres Eis gegessen! Richtig erfrischendes Zitroneneis und andere leckere Sorten. Das Eis war so gut, dass wir kurz überlegt haben, zurückzugehen und noch eins zu holen.

Vor dem Castello waren einige afrikanische Einwanderer, die schon etwas penetranter versucht haben, selbstgeknüpfte Armbändchen zu verkaufen. Leider waren sie auch etwas aufdringlicher als die Leute am Domplatz, das hat schon genervt. Ins Castello direkt sind wir nicht rein, es hätte Eintritt gekostet und so spannend fanden wir es jetzt nicht. Also sind wir weiter in den Park um dort eine Runde spazieren zu gehen. gegen 16:30 sind wir dann langsam wieder zurück ins Hotel um zu duschen, uns umzuziehen und etwas auszuruhen.

Castello Sforzesco in Mailand
Friedensbogen am Simplonpark Parco Sempione in Mailand

 

Den Abend dieses anstrengenden aber sehr schönen Tages haben wir dann nach einem weiteren kurzen Spaziergang in einem chinesischen Restaurant ausklingen lassen, bevor wir gegen 22:30 totmüde ins Bett gefallen sind.

Samsung-Gebäude bei Nacht in Mailand

Bist du auch schon in Mailand gewesen? Welche Orte haben wir verpasst und hätten unbedingt besuchen sollen? Hast du vielleicht einen Hotel- oder Restauranttipp für das nächste mal für mich? Dann schreibe mir doch in den Kommentaren! Und wenn dir der Beitrag gefällt, teile ihn bei Facebook oder pinne ihn bei Pinterest!

Willst noch mehr Ideen, was du in Mailand machen sollst? Dann findest du vielleicht in folgenden Reisefürer eine Inspiration (Affiliate Links):



Roadtrip mit Hindernissen: Von Lienz nach Mailand

Willkommen zurück zum nächsten Bericht über unseren Roadtrip. Österreich war am Ende wirklich sehr schön, nur leider war unsere Zeit dort viel zu kurz. Kurz haben wir überlegt, ob wir bleiben sollten, haben uns dann aber doch entschieden, weiter nach Mailand zu fahren. Frisch gestärkt vom allerbesten Frühstück, das ich jemals hatte, sind wir gegen 11 Uhr gestartet. Heute würden wir fast den ganzen Tag im Auto sitzen, das war klar. Also haben wir in Österreich vor der italienischen Grenze noch einmal vollgetankt. Falls ihr mit dem Auto fahrt, in Österreich ist tanken viel billiger als in Italien. Der Unterschied pro Liter Diesel betrug etwa 0,4€!

Auf nach Italien

Der Übergang von Österreich nach Italien war fließend, fast überall waren die Schilder in Deutsch, auch anhand der Architektur waren keine größeren Unterschiede zu erkennen. Nicht einmal die Nummernschilder halfen, es gab genau so viele Italiener wie Österreicher. Aber uns sollte es nur recht sein, so war es leichter, die Beschilderung zu verstehen.

Das Navi war so eingestellt, dass es möglichst alle Autobahnen meiden sollte. Einen kleinen Teil bei Bozen sind wir dennoch auf einer Autobahn gefahren. Als ich mir den kürzesten Weg angeschaut habe, führte er laut meinem Handy am Gardasee vorbei. Deshalb war ich kurzzeitig echt nervös, als uns das Navi plötzlich in Richtung Meran geschickt hat. Schnell nochmal alle Karten gecheckt. So würden wir ja durch die Schweiz fahren! Gut, wir hatten es ja ohnehin geplant, da war es nur halb so wild, aber die Strecke würde dadurch länger und die Fahrzeit entsprechend auch. Oder nicht? Im Nachhinein waren es nur so rund 40km mehr. Und ich vermute, aufgrund der Verkehrslage rund um den Gardasee hat uns das Navi direkt anders geführt.

Unsere Strecke Teil 1
Beeindruckende Aussicht auf dem Weg nach Meran

Schöne Strecken in Iatlien

Bereut haben wir es jedenfalls nicht, die Strecke war wunderschön und auch größtenteils gut befahrbar. Als Beifahrer habe ich mich glaube ich gar nicht gut gemacht, denn an jeder Geschwindigkeitsbegrenzung habe ich meinen Freund darauf hingewiesen, dass die Strafen im Ausland viel höher sind als in Deutschland. Und in Kurven, die mein Freund zu zügig genommen hat, habe ich mich teilweise wirklich unwohl gefühlt, denn es geht ja teilweise richtig tief runter. Und dann ist da noch der Gegenverkehr! Der Unfall hat mir doch etwas mehr zugesetzt, als ich wahr haben wollte, ich war überängstlich, immerhin war es ein Mietwagen mit 1000€ Selbstbeteiligung. Wäre das nicht gewesen, wäre der Tag noch viel entspannter verlaufen und wir hätten die Tour viel mehr genießen können. Im Nachhinein ärgert es mich ja auch, also, liebe Beifahrer und Beifahrerinnen, entspannt euch!

Wunderschöne kleine Allee in Italien

Auch wenn wir eigentlich nur auf der Hauptstraße unterwegs waren, so sind wir in Italien doch hin und wieder durch kleine, wirklich schnuckelige Dörfer gefahren. Am liebsten wäre ich dort immer ausgestiegen und ein paar Stunden herumgestromert. Bedauerlicherweise war der Zeitplan so straff, dass wir dazu keine Zeit hatten.

Idyllisches Dorf in Italien
Berge wie aus dem Bilderbuch

Weiter in die Schweiz

An der Schweizer Grenze haben wir eine Vignette gekauft und schon etwas Geld umgetauscht. Man weiß ja nie, es könnte ja sein, dass wir hungrig werden und etwas kaufen wollen. Von dort ging es zunächst über sehr kurvige aber leere Straßen weiter. Puh, wenn wir hier ne Panne haben, wir wüssten nicht mal wo wir sind.

Einen Zwischenstopp haben wir am Malojapass gemacht, von dort hat man auch eine richtig tolle Aussicht. Vor allem auf die Straßen, die noch kommen würden. Da ich bereits seit Italien gefahren bin, war jetzt wieder Zeit für einen Fahrerwechsel. Außerdem wollte ich meinem Freund nicht die Gelegenheit nehmen, diese Kurven zu fahren! Auch wenn es bedeuten würde, dass ich Blut und Wasser schwitzen würde. Nicht weil er nicht fahren kann, sondern weil zu viele andere nicht fahren können (siehe unser Unfall am ersten Tag). Es gibt zwar auch ein Video von der Abfahrt, aber das wurde nur mit meiner Canon gemacht und ist entsprechend verwackelt. Mit eine Dashcam wäre da bestimmt ein richtig tolles video draus geworden.

 

Malojapass

Pause am Malojapass

Straße am Malojapass

Zurück nach Italien

Von Maloja aus war es nicht mehr weit bis zur Grenze. Allerdings hatten wir auf der Straße etwas Stau. Ein Tunnel war gesperrt und die Umgehung nur einspurig befahrbar. Geregelt wurde das über eine Ampelschaltung. Was uns die Schweizer in jedem Fall voraus haben, sind die Anzeigen über der Ampel, wie lange es noch rot ist. Ab 60 Sekunden wird runter gezählt. Wieso haben unsere Baustellenampeln sowas nicht?? Nach dem Tunnel war links im Flussbett ein riesen Trümmerfeld zu sehen. Ich habe mich gewundert, was die da machen. Es sah aus, als ob dort etwas abgerissen worden wäre. Und die Brücke zur Bundesstraße war auch gesperrt, wir mussten also noch etwas weiter auf der Umgehung bleiben.

Nach dem Urlaub, als von einem weiteren Steinrutsch in Bondo berichtet wurde, fiel auch ein Name, der mir so bekannt vor kam… Und tatsächlich, wir sind wirklich dort entlang gefahren, wo kurz vor unserem Urlaub und drei Tage nach unserer Durchfahrt schwere Murenabgänge das Dorf bedroht und sogar Menschenleben gekostet haben. Dass ich während der Fahrt da nicht drauf gekommen bin… Aber in den Nachrichten ist alles so weit weg, jetzt waren direkt neben dran…

 

Promotogno in der Schweiz
Murenabgang in Sottoponte bei Bondo in der Schweiz
Unsere Strecke 2. Teil

Hinter der Grenze wurde die Strecke leider immer unschöner. Zunächst ging es noch vorbei am See und durch idyllische Dörfer. Doch das änderte sich schon bald. Fast 20 Kilometer wurden wir neben dem Comersee durch Tunnel geführt, bevor wir das Ballungsgebiet rund um Mailand und schließlich auch die Stadtgrenze erreichten. Bei der Einfahrt fing es schon langsam an zu dämmern, es war ja auch schon fast 20 Uhr. Aber unser Hotel war ja gebucht und das Navi kannte sich aus. So haben wir nach einer sehr langen Fahrt endlich unser Hotel gefunden. Nach einem sehr späten Abendessen sind wir auch ins Bett gefallen und haben sehr gut geschlafen.

Zwischen den Bergen dämmert es schon viel früher.

Und was wir alles Mailand gemacht und nicht gemacht haben, das verrate ich euch in Kürze! Und falls ihr meine bisherigen Berichte verpasst habt, findet ihr sie hier:

Tag 1
Tag 2 (Teil 1)
Tag 2 (Teil 2)

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Roadtrip mit Hindernissen – Am Großglockner

Schön dass du auch zu meinem dritten Roadtrip-Bericht zurück auf meinen Blog gefunden hast. Und falls du die ersten beiden Teile verpasst hast, dann schaut doch einfach hier:

Tag 1
Tag 2 (Teil 1)

Am Großglockner – weiter oder nicht?

Wir standen da also, auf dem Parkplatz vor der Mautstation Ferleiten zur Großglocknerhochalpenstraße. Vor uns tolle Straßen, Berge und die Hoffnung auf einen wunderschönen Sonnenuntergang, hinter uns eine dicke, Wolke, die langsam nicht mehr grau, sondern fast schwarz war. Umdrehen, ein Hotel suchen und auf besseres Wetter am nächsten Tag hoffen? Oder weiterfahren und am nächsten Tag wie geplant nach Mailand fahren und dort 1-2 Nächte bleiben? Bleiben wir hier, haben wir entweder kaum Zeit in Mailand oder wir müssen Zürich ausfallen lassen. Fahren wir weiter, können wir das Spazierengehen jedenfalls vergessen.

Da wir vermutlich schneller wieder am Großglockner sind als in Mailand, haben wir entschieden, dass wir es doch wagen sollten und haben unseren beim ADAC gekauften Gutschein eingelöst. Die Auffahrt war wirklich klasse. Noch war es ja trocken, aber da das Wetter Regen versprach, waren wenig Autos und keine Motorad- oder Fahrradfahrer unterwegs. Und Regen in den Bergen hat ja auch was. Die Wolken, die zwischen den Berghängen hängen, mit Glück kann man sogar auf sie herabsehen.

Gemütlich sind wir also hinauf gefahren und haben öfter angehalten, um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen. Das bedeutete aber leider auch, dass die schwarze Wolke immer näher kam. Mittlerweile hörte man es in der Ferne grollen und die ersten Blitze erhellten den Horizont.

Gewitterwolken auf der Großglocknerhochalpenstraße

Gewitter auf dem Großglockner

Noch vor dem Fuscher Törl (2428 m ü. A.) haben wir trotz gar nicht mal schwachen Regens die Abzweigung zur rund 2 km langen Panoramastraße Edelweißspitze (2571 m ü. A.) genommen. Oben angekommen war alles grau und trüb und so stark am regnen, dass wir nicht ausgestiegen sind. Schade, denn auf den Bildern im Netz schien es so, als ob man eine grandiose Aussicht haben würde!

Die Auffahrt war ja schon nicht ganz ohne, aber bergab über das Kopfsteinpflaster bei Regen, auf einer Straße, die nicht breit genug ist für zwei Autos und doch noch überraschend viel Gegenverkehr habe ich mich alles andere als wohl gefühlt. Natürlich gab es regelmäßig verbreiterte Stellen um einander auszuweichen, aber wenn man dann sieht, wie weit es teilweise runter geht, dann ist das schon beängstigend.

Auf der Edelweißspitze im Gewitter

 

Abfahrt von der Edelweißspitze
Strecke zur Edelweißspitze auf der Karte

Wir sind dann wieder unter, und was soll ich sagen, so in etwa am Fuscher Törl hat der Regen doch tatsächlich wieder aufgehört. Am Aussichtspunkt Seidlwinkel ist mein Freund kurz ausgestiegen, aber es war so nass und kalt und wolkig, dass man ohnehin kaum etwas sehen konnte. und nur kurz darauf klarte es wieder auf! Einen Moment lang habe ich überlegt, ob wir nochmal umdrehen sollten, aber es war ja leider schon ziemlich spät.

Trotzdem haben wir noch den Abzweig zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe genommen und haben unter anderem am Energieduschewasserfall angehalten und einen kurzen Spaziergang an einem kleinen Bergsee unternommen. Doch dann wurde es wirklich Zeit, langsam weiter nach Lienz zu fahren.

Ich bei einem kurzen Spaziergang

Die Aussicht war einfach unbeschreiblich. Grandios! Das Licht der untergehenden Sonne tauchte alles in ein freundliches goldgelb, die Wolken hatten sich aufgelockert und sogar der Mond stand gut sichtbar über den Bergen. Hätten wir es nicht noch so weit nach Lienz gehabt, dann wäre ich vermutlich bis spät nachts dort geblieben. Aber wir hatten noch eine nicht ganz kurze Strecke vor uns und auch kein Hotel gebucht.

Die Strecke zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Je später es wurde, um so mehr klarte es auf.

Bis wir in Lienz ankamen, war es auch schon nach 20 Uhr. Glücklicherweise hat das Navi uns gleich zu einem Hotel geführt. Das Grand Hotel Lienz. Wow, was ein Anblick! 5 Sterne, und das hat man schon von außen gesehen. Aber nach all dem Ärger und einer nicht sehr erholsamen letzten Nacht wollten wir nicht wieder in unbequemen Betten schlafen und sind rein, um nachzufragen, ob denn noch Zimmer frei wären, und vor allem, was sie denn kosten würden.

Das Tal lag bereits im Nebel.

Etwas über 240€ pro Nacht, inkl. Frühstück. Puh, so viel habe ich noch nie für ein Hotel ausgegeben. Und wir würden ja am nächsten Morgen um 11 Uhr schon weiterfahren. Aber egal, wir haben es uns gegönnt und nicht eine einzige Sekunde lang bereut! Doch dazu mehr im nächsten Beitrag!

Wie hat dir denn die Großglocknerhochalpenstraße gefallen? Bist schon da gewesen oder willst du einmal hin? Hast du noch weitere Tipps für schöne, kurvenreiche Strecken für mich, die wir hoffentlich nächstes Jahr einmal ausprobieren können?

Weitere Routentipps, Wanderstrecken und mehr findest du auch in folgenden Reiseführern (Affiliate Links)


 



Roadtrip mit Hindernissen – Wieder auf Tour

Willkommen zum zweiten Teil meines Roadtrip-Berichts! Falls ihr den ersten verpasst habt, klickt einfach HIER. Unser Roadtrip ist ja leider nicht besonders gut gestartet. Das Hotel, in dem wir untergekommen sind, war leider ein absoluter Graus. Zwei Einzelzimmer, verbunden durchs Bad. Die Matratzen durchgelegen und alt, tote Insekten im Zimmer. Aber immerhin war es trocken. Draußen hat es angefangen zu gewittern. Schlafen konnten wir trotzdem etwas.

Horrtrip Teil 2 – oder: Wie bekommt man einen Mietwagen

Nach der nicht ganz so erholsamen Nacht hat mein Freund am nächsten Morgen das Internet abgegrast und es doch irgendwie geschafft, einen Mietwagen ausfindig zu machen. Bei Sixt in Rosenheim, verfügbar ab 12 Uhr. Das war ja nur schlappe 35km entfernt. Laufen war also nicht drin und Busse fuhren durch das Kaff gefühlt nur einmal im Monat. Der nette Herr vom Vorabend, der eigentlich versprochen hatte, uns nach Rosenheim zu bringen, hatte schon ausgecheckt, obwohl wir eigentlich zum Frühstücken verabredet waren. Egal, wozu gibt es Taxis. Also an der Rezeption gefragt, ob man uns eines besorgen könnte. Da es noch früh war, lief das auch überraschenderweise total problemlos.

Der Blick vom Hotel am Morgen

Das Auschecken war auch kein Thema, denn am Abend vorher haben wir den ADAC noch erreicht und um eine Kostenübernahme für das Hotel gebeten. Im Grunde hätten wir das vermutlich auch bei der gegnerischen Versicherung einreichen können, aber ich wollte einfach sicher sein. Unser in Österreich gebuchtes Hotel mussten wir abends noch informieren, dass wir nicht kommen würden. Ein Storno war natürlich um 20 Uhr auch nicht mehr möglich. Hätten wir um 15 Uhr gewusst, dass wir nicht kommen können, wäre es vielleicht noch anders gelaufen, aber so?

Nach all dem Theater war ich ganz überrascht, dass das Taxi pünktlich kam. Sollte ab jetzt doch alles gut werden? Der Taxifahrer, ein netter älterer Herr, wusste sofort, wo es hin sollte, als wir ihm sagten, „Sixt in Rosenheim“. Scheinbar musste er doch öfter Leute dort hin fahren. Auf der Autobahn war Stau. Klar, was sonst. Wieso sollte sie auch frei sein. Aber unser Fahrer kannte das alles schon und ist eine Nebenstrecke gefahren. Während der Fahrt hat er uns viel erzählt über die Touristen, die mittlerweile in Scharen kommen, über Gemeinden, die sich bei der Autobahnsanierung nicht absprachen und mal eben gleichzeitig zwei Brücken sperren und den vielen Verkehr dort. Und auch darüber, dass viele Zeitungen heute nichts mehr publizieren, was irgendwie kritisch gegen die Gemeinde oder gegen die Regierung ist.

Anfangs war das Wetter noch gut.

Die Fahrt dauerte zwar eine Stunde, aber wir haben uns so gut unterhalten, dass es uns viel kürzer vorkam. um 11:30 Uhr waren wir dann auch schon bei Sixt in Rosenheim. Früher als geplant. Dann würde es ja um so zügiger weitergehen. Der Tag war so gut gestartet, was sollte denn da bitte noch schief gehen? Im Grunde nichts, außer dass unser gebuchtes Auto nicht verfügbar war. Auf das mussten wir echt noch zwei Stunden warten. Dazu war die Dame von Sixt total unfreundlich. Als ob es unsere Schuld wäre, dass die Buchungsbestätigung für 12 Uhr falsch war. Da hätte jeder vernünftige Service-Mitarbeiter sich kurz für die schlechte Programmierung entschuldigt und sein Bedauern ausgedrückt.

Unsere Strecke am 27.8. 2017

Aber gut, dann eben nicht. Wir mussten also an einem Sonntag in Rosenheim zwei Stunden totschlagen. Zum Glück war nicht weit weg ein Mömax, bei dem wir eine Kleinigkeit gegessen und etwas getrunken haben. Einen Packesel hatten wir nicht, und bei der Hitze mit dem ganzen Gepäck durch die Gegend latschen wollten wir auch nicht. So gegen 13:30 kam dann auch endlich der Anruf, unser Auto sei da. Bis wir zurück an der Station waren, den Wagen inspiziert hatten und den Innenraum nochmal haben reinigen lassen, sind wir auch endlich losgefahren.

Endlich geht der Roadtrip weiter!

Noch kurz zur Bank, eine Tankstelle gesucht, an der man eine Vignette kaufen kann (unsere war ja leider schon im verunfallten Wagen angeklebt) und endlich wieder los, Roadtrip der zweite Versuch! Wieder größtenteils über Landstraße sind wir bei Kufstein über die Grenze gefahren. Von dort ging es über die 171. 173 und 178 bis St. Johann in Tirol und weiter über Saalfelden am Steinernen Meer bis Fusch an der Großglocknerstraße. Unterwegs habe ich dann endlich wieder Fotos machen können. Die meisten sind während der Fahrt entstanden, da wir ja spät dran waren, konnten wir nicht so oft anhalten um die wunderschöne Landschaft zu genießen.

Von Fusch aus sind wir weiter bis zur Mautstation, wo wir noch eine kurze Rast eingelegt haben. Ursprünglich war geplant, noch vor der Mautstation zu übernachten und dann morgens nach dem Frühstück loszufahren und öfter anzuhalten und spazieren zu gehen. Also was tun? Den Roadtrip wie geplant weiterführen und mehr Zeit in Mailand haben, oder doch eine Nacht länger in Österreich bleiben?

Wie wir uns schließlich entschieden haben und ob wir die Entscheidung bereut haben, das erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag!



Weihnachtszeit und Jahreswechsel in Japan

Willkommen zum zweiten Teil meiner Serie „Mein Auslandsjahr in Japan – 10 Jahre danach“, dieses mal geht es um Weihnachten und den Jahreswechsel in Japan. Falls ihr den ersten Teil meiner Reihe verpasst habt, dann schaut am besten einmal HIER.

Heute möchte ich euch also ein wenig über die Weihnachtszeit erzählen, wie ich sie in Japan erlebt habe. Weil das ganze jedoch recht wenig ist und ich dazu kaum Fotos habe, zeige ich euch auch noch etwas von der Zeit zwischen den Feiertagen. Außerdem wird es einen separaten Neujahrspost geben, denn da habe ich etwas ganz besonderes erlebt: Ich bin mit einer Freundin nach Gifu zu ihrer Familie gefahren und habe Kleidung im Wert eines Kleinwagens getragen! Aber dazu in den nächsten Wochen mehr.

Vorweihnachtszeit und Heiligabend

Die Vorweihnachtszeit in Japan war eigentlich ziemlich unspektakulär. Wir haben unsere Apartments ein klein wenig hergerichtet und in Tokyo gab es ab und an ein paar Lichterketten in den Bäumen. Weihnachten wird in Japan ja bekanntlich nicht gefeiert, da es ein sehr buddhistisch/shintoistisch geprägtes Land ist und das Christentum bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielt. Von daher sieht man kaum Kirchen, aber viele Tempel und Schreine. Entsprechend wenig festlich war die Vorweihnachtszeit, wenn auch viele Weihnachtskarten und Weihnachtsartikel wie Nikolausmützen in den Geschäften zu kaufen waren. Aber eben nicht so wie bei uns.

Am süßestens fand ich das Schild im Büro der Vermietung in Toyohashi: „Marry Christmas“ – Heirate Weihnachten. Mit dem Englisch ist es auch immer so eine Sache, da findet man wirklich die lustigsten Dinge. Eben auch zu Weihnachten.

An Heilig Abend sind wir Studenten geschlossen zum Tokyo Tower gefahren, nachdem wir schon morgens unsere Wichtelbescherung gemacht hatten. Dort haben wir uns das Lichterspiel vom Tokyo Tower angeschaut. Leider sind die Videos so schlecht, dass es sich nicht lohnt es einzubinden. Hochgefahren sind wir nicht, weil man zum Einen ewig hätte warten müssen und zum Anderen der Preis echt ordentlich war.

Heiligabend1
Japan, Tokyo
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Kurz vor dem Jahreswechsel in Japan

Vor dem Jahreswechsel waren die Tempel und Schreine geschmückt. Ich war mit einer Freundin kurz vor Neujahr unter anderem im Rathaus von Tokyo und in Asaksusa.

Im Rathaus hingen viele riesige Rächen mit den tollsten Motiven. Nicht die, mit denen Blätter zusammenfegt, sondern riesige Kunstwerke in 3D. Diese Rächen nennen sich „Kumade“ (熊手). Mit einem Kumade, so sagt man, sollen Glück und Wohlstand zusammengekehrt werden. Eigentlich werden sie schon im November verkauft, sind also nicht der klassische Neujahrsschmuck, aber da meine Freundin zwischen Weihnachten und Neujahr bei mir war, haben wir sie eben erst in der Zeit gesehen.

Kumade (4)
Japan, Tokyo
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Außerdem waren wir noch kurz vor Neujahr in Asakusa. Die Tempelanlage in Asakusa war auch schon auf das Neujahrsfest vorbereitet. Bei schönstem Wetter sind wir durch die Anlage gezogen und haben viele Fotos gemacht.  Ich hoffe, sie gefallen euch! über meinen Jahreswechsel in Gifu/Japan werde ich euch dann im nächsten Beitrag berichten (der dann wahrscheinlich auch wieder viel länger wird, da ich da viel mehr zu schreiben kann).

Asakusa1
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Ich hoffe, euch mit meinem kleinen Bericht und den Fotos die Wartezeit auf’s Christkind ein klein wenig verkürzt zu haben. Wart ihr schon zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel in Japan? Was habt ihr da so erlebt? Falls ihr selber Blogs über Japan schreibt, dann postet doch einfach die Links dazu in den Kommentaren!