Reissirup – eine Alternative zu Honig und Kristallzucker?

Beim stöbern in der Bio-Ecke von DM bin ich auf Reissirup gestoßen. Er wird als Alternative zu Honig und Kristallzucker angepriesen. Da ich ihn bis dahin gar nicht kannte und einfach mal etwas neues ausprobieren wollte, habe ich ganz spontan trotz des recht hohen Preises von fast 4€ für 350g zugeschlagen. Zusätzlich habe ich vor kurzem noch Agavensirup gekauft und beide Sorten einmal miteinander verglichen. Was mich am Ende mehr überzeugen konnte, erfahrt ihr nach einer kurzen Einführung.

Wissenwertes über Reissirup

Reissirup stammt aus Japan und ist dort unter dem Namen “Kome Mizuame” bekannt. Er sieht fast aus wie Honig und ist auch viel dickflüssiger als Agavensirup. Zudem schmeckt er leicht malzig-karamellig und ist auch nicht so süß wie Honig oder Agavensirup. Hergestellt wird dieser Sirup, indem Wasser und Reismehl verkocht und fermentiert werden. Das ganze geschieht ohne den Zusatz von weiteren (chemischen) Stoffen.

Reissirup-Flasche2Inhaltsstoffe

Die Zutatenliste ist mehr als überschaubar bei der Sorte, die ich ausgewählt habe: Bio-Reis (93%), Wasser
Ohne Sorbit oder andere Zuckeraustauschstoffe, ohne künstliche Süßstoffe, ohne künstliche Aromen, ohne Konservierungsmittel, rein pflanzlich.

Auch die Nährwertangaben je 100g sehen ganz passabel aus:
Brennwert: 1322/kJ/ 316kcal
Fett: 0,1g, davon gesättigte Fettsäuren 0,04g
Kohlenhydrate: 77,8g, davon Zucker 59,2g
Eiweiß: 0,5g
Salz: 0,1g

Im Vergleich mit Zucker schneidet Reissirup erheblich besser ab. Er enthält zum Beispiel weniger Glucose, dafür aber mehr Magnesium, Kalium oder Calcium. Außerdem hat er fast 100 kcal weniger auf 100g and gewöhnlicher Zucker.

Sehr gut geeignet bei Fructoseintoleranz und anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Reissirup ist vegan und frei von Gluten, aufgrund seiner pflanzlichen Zusammensetzung natürlich auch von Laktose (wieso man sowas eigentlich immer auf die Packung schreiben muss?) und enthält nur minimalste Anteile Fructose und eignet sich daher sehr gut bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Fruktose-Malabsorption und Fructoseintoleranz sowie bei einer Sorbitintoleranz. Das Etikett auf der Rückseite auch sagt folgendes dazu:

Frusano Reissirup wird aus glutenfreiem Bio-Reismehl durch Fermentation und Wärme (keine chemischen Verfahren) gewonnen.
Reissirup enthält vor allem Glucose (Traubenzucker) und Maltrose (Malzzucker) und nur geringste Mengen Fructose (Fruchtzucker und Saccharose (Kristallzucker).

Reissirup-Nährwertangaben

Fazit

Ich habe jeweils eine Flasche Bio-Reissirup und Bio-Agavensirup zu Hause. Während mich der Agavensirup ganz stark an Natreen-Süßstoff erinnert, den meine Schwester als Kind wegen ihrer Diabetes immer benutzen musste, schmeckt mir der Reissirup wesentlich besser, auch wenn er weniger süß ist. Den Agavensirup werde ich aufbrauchen aber nicht mehr nachkaufen, der Reissirup wird aber sicherlich einen festen Platz in meinem Schrank bekommen.

Vergleich-Reissirup-Agavensirup
Reissirup (oben) und Agavanesirup (unten) im Vergleich. Leider erkennt man nicht, dass der Agavensirup etwas flüssiger ist.

Allerdings muss man auch sagen, dass die angegebene Haltbarkeitsdauer von knapp einem Jahr doch recht kurz zu sein scheint. Honig ist ja im Grunde unbegrenzt haltbar, ob Reissirup irgendwann schlecht werden kann, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Wer Tee oder Kaffee gerne süß mag und ohne veränderten Geschmack, der sollte wohl auch besser bei Kristallzucker oder Rohrzucker bleiben, da Honig, Reissirup etc. durch ihren Eigengeschmack den Geschmack von Tee oder Kaffee verfälschen.

Kennt ihr Reissirup? Nutzt ihr ihn? Und wenn ja, wofür?

(Visited 682 times, 1 visits today)
Related Posts

14 Discussion to this post

  1. Andreas sagt:

    Das waren interessante Infos! Ich nutze reissirup dennoch nicht, weil er glaube ich vom gesundhietlichen Wert auch nicht besser ist, und den Blutzucker auch sehr stark nach oben treibt. Ich bevorzuge aus diesen Gründen Kokosblüntezucker, wenn ich mal süßen möchte. (-; Liebe Grüße!

  2. Claudia sagt:

    Hallo Tanja,

    verrätst Du mir, wie viel der Reissirup kostet oder habe ich diesen Hinweis überlesen? Danke.

    Liebe Grüße, Claudia

  3. wir-testen sagt:

    Reissirup habe ich bisher noch nie verwendet, hört sich aber für mich sehr gut an. Gerade weil er bei Fruktose-Malabsorption verwendet werden kann.
    Viele Grüße

  4. Ich persönlich nutze wegen meines grenzwertigen Nüchterwerts beim Diabetologen immer Xucker. Der schlägt null an und hilft beim Karies Problem in der Schwangerschaft 🙂

  5. Charlotte sagt:

    Hi Tanja,
    Reissirup kannte ich vorher noch gar nicht, werde ihn mir aber anschauen, wenn mein Agavendicksaft aufgebraucht ist. Vielen Dank für den Tipp.

    VG
    Charlotte

  6. Hallo Tanja,

    Ich finde immer Alternativen zu Zucker gut. Da ich sowieso recht “süß” veranlagt bin und Kuchen und Schokolade nur schwer widerstehen kann, möchte ich den Zucker wenigstens beim Würzen verringern.

    Mit Sicherheit hole ich den Reissirup und probiere ihn. Ist ein guter Tipp.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

    Sabine

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: