Nordic Walking – Teil 1

Normalerweise schreibe ich ja mehr über Produkttests, aber ich will versuchen, dem Blog noch eine weitere Richtung zu geben, also werde ich zukünftig auch ein wenig über das schreiben, was ich tue, wenn ich mal etwas Freizeit habe.

2011 habe ich zusammen mit meiner Mutter mit Nordic Walking angefangen. Wir hatten über einige Monate einen „Personal Trainer“, der uns dreimal die Woche ordentlich gescheucht hat. An dem einen oder anderen Wettkampf habe ich damals auch teilgenommen.
Im Sommer 2012 bin ich berufsbedingt fortgezogen und so ist dieses eigentlich sehr schöne Hobby vorerst wieder eingeschlafen.

Vorgestern habe ich mich mal wieder aufgerafft, meine Sportklamotten und meine Stöcke hervorgekramt und bin einfach zum Wanderparklplatz gefahren, von dem aus ein Sportlerrundweg durch den Wald führt. Die Strecke war sehr schön und ich war etwa eine Stunde unterwegs. Da es hier, anders als im Ruhrgebiet, keine beleuchtete Läuferstrecke gibt, bin ich auf Tageslicht angewiesen, auch, weil ich mich hier noch nicht so gut auskenne. Also war ich nicht sooo lange unterwegs (früher waren wir 1,5-2,5 Stunden ofer mehr unterwegs).

Für alle, die es auch einmal ausprobieren wollen, habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt. Bitte beachtet, dass ich keine ausgebildete Trainerin bin und es sich empfiehlt, bei Unsicherheiten und Fragen einen Trainer oder Fachliteratur zu Rate zu ziehen. Aus diesem Grund werde ich hier auch nicht die richtige Technik beschreiben sondern mehr über Ausrüstung und allgemeine Tipps und Ratschläge schreiben.

Zunächst ist es wie bei jeder sportlichen Aktivität wichtig, sich aufzuwärmen. Etwas traniertere Läufer können sich einfach warmlaufen, also die ersten paar hundert Meter in gemütlicherem Tempo laufen. Untrainierte sollten durchaus zwischendurch ein paar Gymnastikübungen machen und anfangs nicht zu schnell laufen. Das Durchschnittstempo von trainierten Nordic Walkern kann durchaus 7-7,5km/h betragen (beim Training, im Wettkampf noch mehr). Ich selber habe meistens mit 6,5 km/h trainiert.

Bevor man aber losläuft sollte man sich die richtige Ausrüstung zulegen. Zunächst sollte man sich richtige Stöcke kaufen. Oft bekommt man Stöcke bei Aldi und Co., diese sind aber eher weniger gut geeignet (sie sind oft verhältnismäßig schwer und mäßig gut verarbeitet), um diesen Sport wirklich gut auszuüben. Hier sollte man auf Dauer also schon etwas Geld in die Hand nehmen und sich richtige Stöcke im Fachgeschäft kaufen.

Die Stöcke sollen so lang sein, dass man sie etwa in einem 90 Grad Winkel zum Körper halten kann. Die Optimale Stocklänge errechnet sich wie folgt:

0,66 x Körperlänge in cm

Stöcke werden meistens nur in 5-10cm Abständen angeboten. Man kann den Stock aber mit relativ wenig Aufwand selber auf die richtige Länge bringen (natürlich muss man ihn dafür etwas größer kaufen als man ihn braucht).
Dazu muss man die Seite mit dem Griff in heißes Wasser legen bis sich der Kleber gelöst hat und man den Griff vom Stock ablösen kann. Dann misst man die benötige Länge des Stocken (ohne Gummifuß!) ab und sägt ihn an der entsprechenden Stelle mit einer Metallsäge ab. Den Griff kann man mit Heißkleber wieder am Stock befestigen und hat so die richtige Länge für den Stock.

Es gibt verschiedene Gummifüße, entweder für Asphalt, weichen Boden oder mit Spikes. Im Gegensatz zu den Stöcken sind die Füße von Aldi und Co in der Regel sehr zu empfehlen und verhältnismäßig günstig. Hier kann man durchaus einen kleinen Vorrat anlegen.

Die Sportbekleidung von Tschibo, Aldi etc. ist auch gar nicht so schlecht. Ich bin damit zumindest sehr zufrieden. Allerdings sagen manche, dass Sportkleidung aus Sportfachgeschäften viel besser verarbeitet ist und die Nähte kaum zu spüren sind. Da ich bisher noch nicht so viel Geld in teure Sporthosen investiert habe, kann ich dazu nicht viel sagen.

Zur Sicherheit empfielt es sich, Sportkleidung mit Reflketornähten zu tragen und beim Walken in der Dämmerung oder bei Dunkelheit eine Warnweste zu tragen und eventuell auch ein Licht am Rücken zu befestigen. Eine Stirnleuchte ist bei Dunkelheit Pflicht, einmal um selber den Weg zu sehen und Verletzungen durch Stolpern über Hindernisse zu vermeiden, aber auch, um selber besser gesehen zu werden.

Ich persönlich hatte einen sehr guten Trainer, der sehr darauf geachtet hat, dass die Technik stimmt. Ich empfehle daher, mindestens einen Kurs zu besuchen, wenn man niemanden findet, der einem Privatstunden gibt. Mindestens aber sollte man sich erfahrenenren Nordic Walkern anschließen, die darauf schauen, dass man möglichst wenig falsch macht.

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr schon Nordic Walking ausprobiert? Hat es euch gefallen?

 

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Discussion about this post

  1. Tanja Gammer sagt:

    Hallo Tanja,

    oje, damit kann ich gar nichts anfangen, ich fahre lieber Rad 😉
    LG Tanja

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