Gedanken zum Geburtstag

Hey Leute, ich habe heute Geburtstag! Es gibt Geschenke! Ganz viele! Für mich! Aber wieso eigentlich? Wieso für mich? Sollte man nicht die Mütter feiern, die nach monatelangen Strapazen und größten Schmerzen ein Kind auf die Welt bringen? Wieso feiert man das Kind, das nichts weiter getan hat, außer die warme Geborgenheit des Mutterleibes zu verlassen, zum ersten Mal einzuatmen und laut loszuschreien? Wieso feiert man diese kleinen Wesen, die ihren Müttern, nachdem diese also die Strapazen einer Geburt überstanden haben, den Schlaf und die Nerven rauben, und das über Monate und Jahre hinweg anstatt die Frauen?

Eigentlich ist der eigene Geburtstag doch ein Tag, an dem man seinen Eltern danken sollte, dafür, dass sie sich über all die Jahre so aufgeopfert haben für einen. Dafür, dass sie das Geschrei ertragen und sich die Nächste um die Ohren geschlagen haben, um uns Kinder großzuziehen.

Stattdessen werden wir Kinder beschenkt. Klar, wenn man klein ist, ist das super, welches Kind mag denn keine Geschenke? OK, Überraschungen habe ich gehasst, ich wollte schon immer im Voraus wissen was ich bekomme. Klar dass ich das selten gesagt bekommen habe…  Aber wieso ist das eigentlich so? Wieso bekommen Kinder Geschenke?

Wieso gibt es Geschenke zum Geburtstag?

Diese Frage beschäftigt mich schon länger. Aber versucht mal, bei Google eine Antwort darauf zu finden. Da kommen dann Fragen wie “Was schenkt man zum 3./6./18./50./xx. Geburtstag?” statt einer Antwort auf die Frage, WIESO man eigentlich Geburtstagsgeschenke verschenkt? Auf die Frage habe ich leider keine Antwort gefunden. Vielleicht kennt sie ja jemand von euch? Sollte e sso sein, dann verratet sie mir bitte!

Erinnerungen an Geburtstagsbräuche aus der Kindheit

Aber jetzt, da ich so alt bin, musste ich auch irgendwie daran denken, wie es war, als ich klein war. Da gab es nicht nur Geschenke. Nein, es gab auch was auf den Hintern! Ein Klaps pro Jahr und einen fürs nächste. Natürlich nicht mit voller Wucht, es sollte schließlich nicht weh tun! Und Hochleben lassen war sehr beliebt. Die Eltern und Großeltern haben uns Kinder auf einen Stuhl gesetzt und ihn so oft hochgehoben, wie wir alt geworden sind. Zumindest in den ersten sechs oder sieben Jahren. Irgendwann waren wir dann auch wieder zu groß und schwer dafür.

Natürlich durfte auch ein Kuchen nicht fehlen! Der wurde in der Regel selbst gebacken und nicht gekauft. Und kennt ihr noch diese gemeinen weißen Kerzen, die immer wieder angegangen sind, wenn man sie ausgepustet hat? Als ich noch ganz klein war, vielleicht vier oder fünf Jahre, da waren sie richtig toll und wir haben so viel gelacht! Außerdem haben alle gesungen. Kein “Happy Birthday”, sondern “Zum Geburtstag viel Glück”. Singt man das deutsche Lied auch heute noch? Erwachsene singen anscheinend immer seltener füreinander, ich glaube, das war früher viel geläufiger, kann das sein?

Mmh. Eigentlich war das auch schon wieder, was mir so einfällt. An was für Bräuche aus eurer Kindheit erinnert ihr euch noch? Wie feiert ihr heute eure Geburtstage oder die eurer Kinder? Erzählt mir doch davon in den Kommentaren!

 

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Discussion about this post

  1. Hallo Tanja
    Ich habe meinen Geburtstag nie so richtig gefeiert und für mich war es auch als Kind schon ein Tag wie jeder andere. Soweit ich weiß, war es damals ein Zeichen von Wohlstand und Reichtum seinen Geburtstag zu feiern. Nach irgend einer Revolution wurde es dann immer mehr eingeführt, da Daten auch von Ärmsten gesammelt wurden und alle gleichgestellt waren. Glaube das war kirchlich gesehen ein heidnischer Brauch. Nachdem sich immer mehr Menschen Geschenke und Feiern leisten konnten, hat sich das so eingebürgert. Früher war der Namenstag eigentlich wichtiger. Aber diese Angaben sind ohne Gewähr.
    Liebe Grüße und auch hier nochmal alles gute nachträglich

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