Der perfekte Blogger

In letzter Zeit überlege ich sehr oft, was einen wirklich guten Blogger ausmacht. Ich habe einige Blogs mit Tipps und auch einige Anmerkungen bei Facebook gelesen und daraus geschlossen, was ein perfekter Blogger überhaupt alles für Kenntnisse und Fähigkeiten haben muss und was man als Blogger niemals machen darf:

Journalistische Ausbildung

Der perfekte Blogger muss ein ausgebildeter Journalist sein oder zumindest Kenntnisse im journalistischen Schreiben haben, egal was er für einen Blog hat und ob er beruflich oder nur zum Spaß bloggt.
Mir wurde nahe gelegt, doch einmal ein Buch über journalistisches Schreiben zu lesen. Anscheinend ist mein Schreibstil zu laienhaft und entspricht nicht den Anforderungen der professionellen Print- und Onlinemedien. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich einfach „frei Schnauze“ meine Berichte aufs Papier bzw in die Datenbank klatsche, ohne journalistische Kenntnisse. Nun ja, ich schreibe einen persönlichen Blog und keine professionelle Zeitung. Warum sollte man als Hobbyblogger nun also irgendetwas in diese Richtung lernen? Geht dadurch nicht das ehrliche und individuelle verloren, das einem Blog doch erst eine eigene Persönlichkeit gibt? Wer gerne den unpersönlichen Schreibstil mag, ist bei mir sicherlich nicht richtig aufgehoben.

Fotografische Ausbildung

Der perfekte Blogger muss ein Fotograf sein und auch über eine entsprechende Ausrüstung verfügen.
Entschuldigung wenn meine Bilder zu laienhaft sind. Ich fotografiere nur zum Spaß und nicht mit dem Hintergedanken, Fotos von der Qualität zu erschaffen, wie Leute, die mit ihren Bildern ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Ich habe nie einen Fotokurs besucht und lerne nach und nach dazu. Ja, und ich habe mir noch kein Fotostudio daheim eingerichtet. Das Ganze ist dazu auch mit Kosten verbunden. Klar kann man sich für wenig Geld ein halbwegs anständiges Equipment bekommen, aber mal ehrlich, sobald man für die Komposition der Fotos mehr Zeit aufwenden muss als für das eigentliche Schreiben, läuft doch irgendetwas falsch. Verlangt ihr das wirklich von anderen Blogs, dass die Bilder aussehen wie aus Hochglanzmagazinen? Wieso wollt ihr das? Solange die Bilder scharf sind und nicht verwackelt ist es doch egal, ob sie mit dem Handy gemacht wurden oder einer Phase One P65+. Wieso müssen Fotos neben den vorgestellten Produkten auch noch Deko haben? Wird dadurch die Kosmetik besser, schmeckt das Katzenfutter anders oder haben die Kinder beim Spielen mehr Spaß an der Spielzeuglok wenn daneben ein Teddy im Bild ist? Ich behaupte nein! Aber gut, jeder wie er mag und wenn einem meine Fotos, auf denen ich in der Regel das vorgestellte Produkt in den Vordergrund stelle und nicht mit unnötigem Schnickschnack ablenken will, nicht gefallen, muss ich damit leben. Ich finde auch, dass einige Blogger supertolle Bilder machen und natürlich stelle ich gewisse Ansprüche auch an mich, aber zu kritisieren, dass es meinen Fotos an Deko fehlt, verfehlt in meinen Augen das Ziel um Meilen.

Programmierkenntnisse

Am besten sollte man als perfekter Blogger bevor man mit dem Bloggen überhaupt anfängt hervorragende Kenntnisse in html und CSS haben, um sich das eierlegende Wollmichsautemplate basteln zu können, dass alle Wünsche des Bloginhabers und der Leser erfüllt. Alternativ darf man auch viel Geld in die Hand nehmen und sich etwas stricken lassen.
Ja, ich nehme nur kostenlose Themes, die ich ein wenig an meine Wünsche anpasse, leider ohne vorher genannte Programmierkenntnisse zu haben. Mein Blog ist noch immer mein Hobby, für das ich nicht wirklich viel Geld ausgeben mag. Ich verdiene ja auch nicht wirklich etwas mit meinem Blog, bekomme nur ab und an einmal ein paar Testprodukte. Wer meinen Blog einmal genauer anschaut wird aber feststellen, dass ich auch ganz oft über selber gekauftes schreibe. Also geht meine ganz persönliche Kosten-Nutzen-Rechnung hier auch nicht auf. Ja, der Blog muss ansprechend gestaltet sein, aber niemals wird es perfekt werden und niemals werden es alle gleich mögen. Damit kann ich leben, versuche aber natürlich, kein zu langweiliges oder trübes Design zu wählen. Deshalb ja auch das neue.

Auf ein Thema und eine Zielgruppe festlegen

Der perfekte Blogger schreibt über ein bestimmtes Thema für eine ganz bestimmte Zielgruppe.
Leute, schreibt bloß nicht über Kosmetik und Kochrezepte, denn dann macht ihr es euren Lesern schwer zu erkennen, dass sie zu eurer Zielgruppe gehören. Legt euch auf ein Thema fest! Findet ihr doof? Gut, ich auch! Ich schreibe eben über Produkttests, Ausflüge, meine Gedanken. Wen ich damit erreichen will? Jeden, den das jeweilige Thema eben interessiert! Meine Zielgruppe? Männlich oder weiblich ab einem Alter von etwa 12 Jahren (ich schreibe auch über PC Games!). Treffen diese beiden Kriterien auf dich zu? Herzlichen Glückwunsch, dann darfst du auch zukünftig wiederkommen und bei mir lesen, denn du gehörst zu meiner Zielgruppe. Und wenn du jünger bist, darfst du trotzdem bei mir lesen! Du fühlst dich weder als Mann noch als Frau? Auch du darfst bei mir lesen! Wieso muss jeder Blog nur auf eine Thematik festgelegt sein? Ich kenne keine Tageszeitung, die ausschließlich über Politik schreibt oder Wirtschaft, alle schreiben über verschiedenste Themen und werden trotzdem gekauft. Und wer sich nur für ein Thema interessiert, der kauft sich eben Fachzeitschriften. Aber selbst in denen gibt es oft genug ein paar Seiten, die „off topic“ sind.

Immer mit dem Gedanken bloggen, damit Geld zu verdienen

Der perfekte Blogger bloggt natürlich nicht zum Spaß oder weil er seinen Mitmenschen etwas mitteilen will, sondern er will immer Geld mit seinem Blog verdienen, sei es durch Bannerwerbung, Affiliate-Programme oder bezahlte Blogberichte. Das führt dann unweigerlich zum nächsten Punkt:

Bloß nicht unter Wert verkaufen

Der perfekte Blogger verkauft sich nicht unter Wert und macht nichts gratis.
Ja, das ist eine tolle Aussage von Leuten, die mit ihren Blog auch Geld verdienen, vielleicht sogar als einzige Geldquelle. Sie kam zwar nicht direkt auf mein Hilfegesuch, aber ich lese es soooooo oft! Aber wieso bitte darf ein kleiner Blogger nicht für 0€ oder 25€ oder 50€ oder 75€ einen Blogbericht verfassen? Wieso muss er überhaupt Geld nehmen? Wieso darf man nicht auch einfach über ein Testprodukt schreiben oder über etwas, das man sich gar selber gekauft hat? Ja, ich weiß, das ist kostenlose Werbung, aber Geld bekommt man oft nur ab einer gewissen Reichweite und die muss man sich erst einmal aufbauen. Sobald man eine gewisse Stammleserschaft hat, hat man ja eh die Möglichkeit, sich die Projekte gezielter auszusuchen. Und wenn jemand damit zufrieden ist, nur ein Testprodukt zu bekommen, ist das doch vollkommen in Ordnung.

Viele Blogberichte bringen viele Leser

Der perfekte Blogger schreibt ganz viel. Möglichst täglich, wenn nicht sogar mehrmals täglich. Die Masse macht es, schließlich will der Leser ja regelmäßig mit neuem Lesestoff versorgt werden. Ist ja bei Tageszeitungen auch nicht anders. Und wenn einem nix besseres einfällt, schreibt man eben, wie oft die Katze wieder gepupt hat, hauptsache man veröffentlich immer etwas, auch wenn man nix zu sagen hat.

Leser an sich binden

Der perfekte Blogger weiß, wie man Leser an sich bindet, nämlich am besten mit diesen meganervigen Pop-Ups, die immer dann aufpoppen, wenn man gerade angefangen hat zu lesen. Je mehr davon und je häufiger der Aufruf, seine Mailadresse anzugeben oder dem Blog auf andere Art zu folgen, umso besser. Irgendwann trägt der Leser sich schon in die Liste ein, um endlich diesen einen Bericht in Ruhe zu Ende lesen zu können.

Schreibe worüber alle schreiben

Der perfekte Blogger weiß, wenn alle über ein Thema oder ein Produkt schreiben, dass muss es ja gut sein, also sollte man schnellstens auf den Zug aufspringen und selber darüber schreiben. Je öfter man ein Produkt lobt, um so besser wird es schließlich. Außerdem macht es ja viel zu viel Mühe, sich Dinge zu suchen, über die noch nicht so viele geschrieben haben. Da bieten DM und Co. doch so tolle Möglichkeiten, und das auch noch für wenig Geld.

Ja, wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich vieles sehr übertrieben und überspitzt dargestellt. Leider sind das im Grunde die Kernaussagen, die man bekommt, wenn man Hilfe sucht und seinen Blog bewerten lassen will oder vermeintliche Anfängertipps liest. Sicherlich sind viele der Aussagen zutreffend, wenn man professionell bloggen möchte, seinen Blog als Geldquelle nutzt und ihn nicht als Hobby sieht. Aber für mich soll der Blog ein Zeitvertreib sein, ich freue mich zwar über mehr Leser, aber 500 oder gar 1000 Zugriffe an einem Tag erwarte ich nicht. Ich würde mich nur freuen, wenn neue Blogposts nach 2-3 Tagen mehr als 30 Zugriffe haben und andere Spaß am Lesen haben und bei mir vielleicht etwas entdecken, dass sie noch gar nicht kannten. Deshalb schreibe ich auch nur selten über Dinge, die gerade „modern“ sind, denn nach dem dritten Mizellen-Gesichtswasser Blogbericht kennt man doch schon die gesamte Entstehungsgeschichte und Wirkweise. Ich schaue persönlich lieber auf einen Blog, wenn Dinge vorgestellt werden, die ich noch nicht kenne und die eher ein „Geheimtipp“ sind. Obwohl ich jetzt schon ein Jahr blogge (mal mehr, mal weniger), lerne ich jeden Tag etwas dazu und versuche auch jeden Tag, noch besser zu werden.

Jetzt würde mich interessieren, wie seht ihr das Thema, was muss man können, was sollte man können? Können Blogs, die sich nicht ausschließlich auf ein Thema festlegen in euren Augen bestehen? Oder lest ihr nur dann regelmäßig, wenn der Blog eine klare Ausrichtung hat? Wie steht ihr zum Thema Fotos, würdet ihr eher wiederkommen, wenn die Texte kurz und mittelmäßig sind aber tolle Bilder gezeigt werden oder würdet ihr eher wiederkommen, wenn die Texte sehr gut sind, die Bilder aber eher mittelmäßig? Was machen für euch gute Texte und gute Bilder aus?

PS: Ihr dürft mir gerne folgen, einfach dazu auf die bunten Bepper klicken und mir bei Facebook, Google+ etc. folgen. Und teilen dürft ihr natürlich auch gerne! 🙂

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45 Discussion to this post

  1. Anna sagt:

    Klingt so, als wäre der „perfekte Blogger“ ziemlich langweilig. Liebens- u. lesenswert wird das für mich erst durch Ecken und Kanten – anderenfalls greife ich nämlich enfach zum Hochglanzmagazin. 😉

    Und deinen Post habe ich mit Spaß von der ersten bis zur letzten Zeile gelesen. 😉

    LG Anna

  2. Ein super toller Beitrag, ehrlich und sympathisch!!! Danke dafür! Ich mach es hobbymässig und würde es nicht beruflich machen wollen ehrlich gesagt! Das mit dem Fotos soll jeder machen wie er will finde ich , manchmal nehme ich Deko weil es mir gefällt manchmal aber auch nur eine Teller wo ich es drauflege je nach Lust und Laune! Für mich muss das Gesamtbild eines Blogs stimmen dann lese ich ihn gern! Das mit den pop ups finde ich auch blöd :)! Lg Babsi

    • Prüfkiste sagt:

      Ja, ich finde auch, man muss es nicht übertreiben. Man sollte schon erkennen was auf dem Bild ist, aber ansonsten finde ich viel wichtiger, dass man eigene Bilder nimmt wenn möglich und so wenig wie geht auf Bilddatenbanken zurückgreift. Lieber ein mittelgutes eigenes Bild als ein supertolles fremdes.

  3. Tenzi sagt:

    Hallo liebe Tanja,

    herrlich wie du den Artikel geschrieben hast. Gerne mehr davon! 🙂
    Ich fotografiere super gern und kann mir dadurch vieles selbst beibringen.
    Das Gleiche gilt beim Coden von Layouts. Alles selbst beigebracht.

    Ich würde nie, wirklich nie, ein perfekter Blogger sein wollen.
    Diese Perfektion macht einen soooo langweilig.

    Mach dir nichts draus und lass dich nicht ärgern <3

    Liebe Grüße, Tenzi

    • Prüfkiste sagt:

      Über das ärgern bin ich hinaus, habe mich ja mit dem beitrag abreagiert. Aber echt blöd was manche einem für Sachen an den Kopf knallen wenn man mal um konstruktive Kritik bittet…

  4. Sehr cooler Beitrag! Ich habe auch schon einige Berichte über die „Spezies Blogger“ geschrieben und irgendwie haben alle Beiträge die ich zu diesem Thema gelesen habe, vor allem eines: eine herrliche Selbstironie 😉

  5. Maria sagt:

    Hallo Tanja,

    ein super Artikel, der mir vor Augen führt, wie schrecklich „unperfekt“ ich bin 😉 Bin weder ausgebildete Journalistin, noch Fotografin, noch will ich mit meinen Artikel Geld verdienen – alles unentschuldbar! Der Blog müsste sofort geschlossen werden *hehe*

    Für einen professionellen Blog mit Anspruch einer ernsthaften Verdienstmöglichkeit, mag das ja auch alles stimmen, aber für ein Amateurblog, der sowieso nur entsteht, weil man Spaß am Schreiben hat, ist das doch alles viel zu hoch gegriffen. Ich finde, da geht jegliche Authentizität verloren. So könnte ich auch Magazine lesen.

    Okay, ich schreibe nur über ein Thema aber einfach nur, weil das Thema mein Hobby ist 🙂

    Liebe Grüße
    Maria

  6. Sabine Topf sagt:

    Hallo Tanja,

    das ist einmal ein richtig guter Post und ich musste ihn einfach von Anfang bis Ende lesen und manchmal lachen, weil ich genauso denke wie du. Tausend Leser oder Klicks hatte ich noch nie, bin eben kein Profi. Auch die 30 sind bei mir noch Utopie, was ich eigentlich schade finde.

    Aber mein Blog ist mein Hobby. Ich gebe hierfür alles, sogar viel zu viel meiner Zeit. Aber außer meinen Bewertungen, was ich als gut oder schlecht empfinde, wozu ich Anderen rate oder ihnen abrate, mehr habe ich nicht zu bieten. Ich habe keinerlei Ausbildung – weder beim Programmieren noch Schreiben. Fotos mache ich, weil mir fotografieren total Spaß macht. Also passe ich genau in deine Zielgruppe 🙂

    Du hast einen super tollen Bericht geschrieben – alle Achtung !

    Liebe Grüße Sabine

  7. Hi Tanja,

    ein toller Text. Aber ich denke,jeder sieht das Wort oder die Definition „perfekt “ anders. Was für den einen vielleicht den perfekten Blogger ausmacht ist für einen anderen, totaler Blödsinn oder etwas, was er nie machen möchte/würde.

    Wer sagt denn auch, das alles immer perfekt sein muss? Was heißt denn schon perfekt 🙂 ? Dein Text ist wirklich gut und ich bin in vielen Dingen deiner Meinung.

    Auch ich habe keinerlei journalistische Ausbildung oder Fotokurse hinter mir. Ah oh doch, ich habe ja mal in einer Jugendzeitung geschrieben 🙂 *g* Zählt das jetzt schon zu perfekt .Hihi ! Bin ich qualifiziert und zugelassen für mein Hobby bzw. meine Leidenschaft?

    Wenn ich etwas lesen will was klar strukturiert ist und wo die Wortwahl ausgesucht ist, lese ich eine Zeitung. Wenn ich etwas persönliches, mitten aus den Leben lesen möchte, dann wähle ich einen Blog. Ich bin so wie Du der Meinung, dass man einfach seinen Stil finden muss und sich nicht verstellen soll. Was hilft es einem, wenn man einen geschwollenen Text schreibt weil es vielleicht eher so nach dem klingt wie andere schreiben aber man sich selbst darin nicht erkennt?!

    Jeder sollte diesen Weg einschlagen, den er für richtig hält und schreiben über das was sein Herz begehrt. Sei es ein Thema oder doch eher breit gefächert, es steht jedem frei.

    Wer nur an Profit und Geld interessiert ist, der wird natürlich so einen Weg einschlagen und sich mit Themen befassen wo auch eine große Nachfrage herrscht.

    Aber wie gesagt jeder MUSS wissen wofür er bloggt und wen/was er damit erreichen möchte. Für den einen ist es ein Erfolg wenn 1000 Menschen seinen Beitrag gelesen haben und für den anderen weil er 300 Euro für einen Beitrag verdient hat.

    That´s it 🙂 So bevor mein Kommentar noch 10000000000 Wörter mehr bekomme, beende ich diesen.

    PS: Toller Gastbeitrag bei Tanja. Ich habe arbeitsbedingt für 7 Monate meine „Heimat“ gewechselt. Es war in Vösendorf ( nähe Wien) sehr schön und sehr viel los. Viele nette und interessante Menschen, habe ich in dieser Zeit kennengelernt und ich habe es geliebt Donnerstags in der Shopping City bis 21:00 zu shoppen 🙂 Am Wochenende fuhr ich jedoch immer in meine Heimat. Nach den 7 Monaten freute ich ich total auf Zuhause aber dann kam mein Chef zu mir und, meinte ob ich nicht fix draußen bleiben möchte ?! Ich sagte ihm, dass es wirklich schön hier ist und ich die Zeit sehr genossen habe aber mein Herz für meine Heimat schlägt und ich niemals von dort wegziehen könnte und ich gar nicht überlegen müsste. So trennten sich dann unsere Wege & ich habe die Firma verlassen. Auch wenn es dort schön war, man viel mehr unternehmen kann und und und , ist das nichts im Gegensatz zu meinem Zuhause. Da wohnt meine Familie, mein Herz und mein Wohlgefühl. Ich mache wahnsinnig gerne Urlaub und genieße es dem Alltag zu entfliehen aber trotzdem freue ich mich immer wieder in mein Zuhause heimzukehren. Mein Elternhaus ist von meinem jetzigen Zuhause nur 5 Minuten entfernt und das schätze ich sehr, mir ist der Kontakt zu der Familie sehr wichtig.

    So PUNKT ! Ich bin unmöglich weil ich kann einfach nicht aufhören zu schreiben 😀

    Liebe Grüße Heike

    • Prüfkiste sagt:

      Hallo Heike, danke für deine lieben Wort!
      „Perfekt“ ist tatsächlich ein sehr individueller Begriff, aber hier soll er ja nur provozieren. Perfekt ist vielleicht ein mit dem Zirkel gezeichneter Kreis, aber niemand wird jemals 100% perfekt sein, egal in was.
      Heimat und Familie ist einfach das allerwichtigste, eines Tages wird von der Familie immer weniger da sein und niemand kann die Zeit zurückholen, die wir verpassen wenn wir alles zurück lassen. Da muss jeder für sich selber entscheiden, ob der tolle Job und das viele Geld ausreichend dafür entschädigt.
      Für die, die nicht wissen welchen Gastbeitrag Heike meint, hier der Link: http://www.tanjaswelt.at/zuhause-ist-wo-dein-herz-ist/

  8. Sabienes sagt:

    Feine Ironie, gefällt mir! Du hast vergessen, dass deine Texte über 1000 Wörter haben sollten und du unbedingt ein eBook veröffentlichen solltest.
    Ich gehe mal meine Zielgruppe suchen …
    LG
    Sabiene

  9. Ein fröhliches Gugug,
    ich musste schmunzeln, du hast so wunderbar geschrieben!!!!!
    Lg Sandra

  10. Andrea sagt:

    na dann bezeichnen wir uns eben als unperfekte-blogger, hobby-blogger oder blogger ohne studium.

    ich lese in letzter zeit auch oft tipps, wie mans am besten macht. also bisher war da nichts hilfreiches im text. nur blabla. also regelmäßig schreiben, schöne fotos, impressum nicht vergessen. das sind die groß angekündigten berichte. allerdings in der letzten woche mehrfach bei verschiedenen bloggern entdeckt. da gehen einigen anscheinend die ideen aus, worüber man schreiben könte.

    also das schlimmste ist doch für viele, dass nicht jeder unbedingt für geld bloggen will. das macht die preise kaputt, ist das argument. aber für mich macht es kopfmäßig was aus. ich will nicht bezahl- und beeinflussbar in meiner meinung sein.
    der heutige bericht führte schon zum mailverlauf weil ein negativer satz doch bitte entfernt werden soll. aber das ist meinne meinung und das ist vor allem die realität.
    ich mach ja keine hochlobende werbung sondern einen bericht über meine erfahrungen der produkte.

    am besten, wir lassen alles so, wie es ist.
    hab grad keinen sinn für einn fernstudium in medien, fotografie und journalismus. 😉

    liebe grüße andrea

  11. Jogi Schwer sagt:

    Hallo Tanja, hat auf jeden Fall Spaß gemacht deinen Post zu lesen (auch wenn mir vor dem Klick auf den Link zu dem Post in etwa klar war was kommen würde).

    Du sprichst viele Wahrheiten an, denn im Endeffekt sollte ein Blogger einfach so bloggen, dass er Spaß daran hat!

    Je nachdem werden dann mehr oder weniger Leser kommen, aber so lange man seinen Spaß hat, macht man mit seinem privaten Blog alles richtig. Natürlich, ich kenne auch Blogs bei denen ich mich frage, wie man mit dem dort gebotenen „Deutsch“ überhaupt so viele Leser begeistern kann, oder ich staune über inhaltslose Posts…aber dann muss ich ja nicht unbedingt auf „Gefällt Mir“ drücken oder weiterlesen.

    Wie auch du, habe ich an mich selbst ebenfalls den Anspruch mich immer weiter zu entwickeln. Das muss aber nicht von heute auf morgen geschehen, sondern lieber organisch und langsam. Ich sehe meine Bilder (und sehe Bilder von anderen) und versuche es nächstes mal noch etwas besser zu machen. Ich merke, dass ein Post sehr theoretischer Natur war und schwer zu verstehen, also versuche ich in Zukunft praxisbezogener und einfacher zu schreiben…du weißt was ich meine 😉

    Da ich meine Fotos selbst immer sehr halbgar fand, habe ich mir nun auch eine günstige, gebrauchte Kamera geholt und habe viel Spaß damit, aber das kostet auch jede Menge Zeit. (Kleiner Einschub: Für meinen Bericht über Black Forest & Friends habe ich mir einen halben Tag Zeit genommen um schöne Bilder in der Natur zu machen…und ich finde die Bilder wunderbar! Aber ich habe einfach auch nicht die Zeit für jeden Blogpost erstmal einen Tag lang Bilder zu machen, denn das Schreiben selbst kostet ebenfalls viel Zeit und vollzeit berufstätig bin ich ja auch noch).
    Bei Bildern sollte man auch nicht zu sehr vom Produkt ablenken, aber doch das Interesse des Lesers wecken. Naja, ich mache trotzdem noch viele meiner Fotos mit dem iPhone, geht einfach schneller und reicht meistens auch 🙂

    Okay gut, ich komme schon wieder viel zu sehr ins Labern, aber lass dir nix einreden, geh einfach deinen Weg weiter und hab Spaß an dem was du machst! 🙂

    Beste Grüße, Jogi

  12. Buchgefieder sagt:

    Hallo liebe Tanja,

    sehr gut geschrieben. Nicht jeder muss oder will ein perfekter Blogger sein. Für mich liegt der Reiz auch manchmal genau in dem nicht perfekt sein.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

  13. moonbird sagt:

    Danke für diesen Post. Du hast mir voller Humor aus der Seele gesprochen. Ich blogge auch seit ca. 2 Jahren zum Hobby – über alles rund um die Natur. Sicher, man entwickelt sich beim Schreiben und Fotografieren weiter, aber langsam und schrittweise. Das Ganze soll ja Spaß machen. Und ich lese gerne bei anderen Hobby-Bloggern.
    Natürlich möchte ich auch, dass meine Posts gelesen werden. Aber zum Glück bin ich nicht, wie eine Zeitung, von einer Auflagenhöhe abhängig.
    Weiterhin viel Spaß beim Testen und Bloggen. Ich schaue gerne wieder rein.

  14. Nun du hattest wohl gefragt, warum du zuwenig ( was ist zuwenig?) Leser hast und hast dann halt Antworten bekommen, dir nicht gefallen haben.
    Mir täten die auch nicht gefallen, nur ich würde mich nie von amderen bewerten lassen fie vielleicht ganz andere Absichten oder Ansprüche an ihre Blogs haben. Meine einzigen Kriterien sind: erfüllt jeder Post bei mir meine Ansprüche? Kommt Zustimmung oder liest kein Mensch bei mir? Gibts Interaktion? Wenn das alles so ist steigen die Leserzahlen auch automatisch ohne perfekte Bilder.
    Und das Wichtigste, hat der Blogger Spass an der Sache und kommt er authentisch rüber?
    Das sind so meine Gedanken nach über 3 Jahre bloggen.
    lg Sina?

    • Prüfkiste sagt:

      Stimmt, manche Antworten haben mir nicht gefallen, aber wohl eher, weil sie an der Frage vorbei waren. Vor allem die Kritik mit dem Theme und den Bildern habe ich ja angenommen, wobei ich jetzt natürlich nicht alle Bilder neu machen werde, sondern bei zukünftigen Beiträgen noch mehr versuchen werde, gute Bilder zu machen. Anderes werde ich bewusst nicht ändern. Zu wenig Leser heißt, dass manche Beiträe in den ersten drei Tagen nach Veröffentlichung nur 3o-40 Aufrufe haben, ich habe mich eben gefragt woran das liegen könnte, weil das ziemlich unabhängig vom Thema war. Deshalb war mir wichtig von anderen zu hören, wie mein Blog auf sie wirkt. Das ist nicht immer schön, aber ohne Kritik kann man schließlich nichts verbessern. 🙂

  15. Azon-Profi sagt:

    Oh, verdammt, ich sehe gerade: ich bin (k)ein „perfekter Blogger“. 🙁

    Ich blogge nämlich immer mit dem Gedanken, Geld zu verdienen. 🙂

    Rainer (aka „Azon-Profi“)

  16. shadownlight sagt:

    ein wirklich toller beitrag, ich habe viel geschmunzelt 🙂
    ich wünsche dir ein tolles wochenende!

  17. Hallo Tanja,

    super geschrieben und du hast sowas von recht. Klar sieht man sich gerne schöne Bilder an, aber ehrlich, wenn ich diese gekünstelten Hochglanzmagazinstyle Bilder sehe und dann beim nachmachen (bei Food zb) es ganz anders aussieht, bin ich leicht enttäuscht. Ich gucke mir die Blogs dann trotzdem weiter an, aber eher nur mehr das was ich selbst nachmachen würde zwecks Rezept. Bilder müssen für mich nur eines sein – scharf! Ich will nur erkennen was das ist.
    Sind wir nicht alle eigentlich kleine Journalisten 😉 wir schreibe aus unserer Bloggerseele und wenn man ein Rechtschreibfehler passiert, menno, davon geht die Welt nicht unter. Liest man doch auch in den Zeitungen und Zeitschriften. Kann passieren. Wenn aber jegliche Grammatik oder der Text nur so vor Fehler sprüht, dann kann ich das nicht lesen und bekomme einen Knoten in die Zunge.
    Muss man sich denn einem Thema widmen? Ich sage klar nein. Man kann muss aber nicht, jedem das Seine. Jeder sieht einen Blog als etwas anderes an. Arbeit, Hobby, digitales Tagebuch, …. einzig zu bloggen um gratis Produkte oder eben Kooperationen abzustauben finde ich mehr als daneben und diese Blogger wird es dann aber auch nicht ewig am Bloggerhimmel geben. Hoffe ich 🙂
    Lass dir ja nichts reinreden und mach dein Ding. Kritik kann gut sein, muss sie aber nicht. Man kann etwas verbessern muss aber nicht alles machen und somit keinen persönlichen Bezug mehr zu seinem Baby zu haben.
    Du machst das toll und ich lese gerne bei dir. Auch die technischen Produkte, nur kommentieren ist ab und an doof, man weiß nicht was man schreiben soll. Deshalb liebe ich den Gefällt mir Button. So kann man sagen, ich war hier und habe es gelesen. Mir fällt aber einfach nichts gutes ein um zu kommentieren oder habe keine Zeit.
    So ein Thema könnte man wieder endlos diskutieren und man könnte schreiben und schreiben und schreiben. Deshalb mache ich jetzt schluss und ich freue mich schon auf neue Berichte von dir.
    Bussal
    Tanja

  18. Hallo,

    ein sehr guter Artikel. Meiner Meinung nach muss ein Blogger nichts. Ist es nicht so, dass gerade das Schreiben nach Schnauze sympathisch macht oder eben nicht? Ist es nicht so, dass es viele Seiten gibt die auch ohne Top-Design erfolgreich sind? Klar ist es das. Daher kann ich nur sagen, bleib authentisch und habe Spaß an deinem Blog und der Arbeit damit, dann wirst du auch Erfolg haben.

    • Prüfkiste sagt:

      Hallo Josef, danke für die Blumen. 🙂 Ich selber finde auch, dass jeder mit der Zeit seinen Weg finden wird, und am spannensten sind dann doch die, die am wenigstens ausgetreten sind.

  19. Antje M. sagt:

    Das hast Du klasse geschrieben! Die Bloggerwelt lebt von der Vielfalt der einzelnen Blogs. Es wäre mehr als langweilig, wenn plötzlich alle den selben Schreibstil haben und man nur noch Katalogfotos sieht. Wobei ich auch einige Bloggerkollegen für ihren Erfolg und ihre tollen Bilder bewundere . Die Mischung macht es.
    LG Antje

    • Prüfkiste sagt:

      Ja, ich finde auch, dass manche echt supertolle Bilder machen. Aber jemand der weniger gute Bilder macht ist deshalb ja nicht direkt ein schlechter Blogger. Das Gesamtpaket muss eben stimmen.

  20. sonja sagt:

    Hallo Tati
    Du sprichst mir aus der Seele auch ich habe erst vor einem Jahr angefangen und wusel mich so durch .

    ich habe auch die Erfahrung gemacht,du hast nicht genug Leser oder Leutchen die dir folgen aber ich kann gut damit leben ,weil auch ich mache das nur zum Hobby.

    Mach weiter so und bleib du selbst
    LG Sonja

    • Prüfkiste sagt:

      Ich finde, das ist ein sehr schönes Hobby und soll es auch bleiben, deshalb dürfen wir uns einfach nicht zu sehr unter Druck setzen. 🙂

  21. Kerstin sagt:

    Was für ein wunderbarer Text, zum Schmunzeln und doch so wahr 🙂 Und was für ein Glück, dass ich nicht perfekt bin und auch nicht perfekt blogge. Natürlich stelle ich schon bestimmte Qualitätserwartungen an mich selber und auch an andere Blogs. Ich kriege zum Beispiel einen Vogel, wenn ich auf Blogberichte stoße, die von Rechtschreibfehlern nur so wimmeln (und damit meine ich nicht den schnellen Tippfehler, der mir auch passiert). Oder der Wortschatz kaum größer ist als bei einem Zweitklässler, da denke ich ehrlich gesagt dann auch „Och Mädel, du kannst sicher vieles gut, aber schreiben kannst du leider gar nicht, lass es.“ Aber die meisten meiner Lieblingsblogs sind gut aber einfach von der Leber weg geschrieben. Will ich Journalismus, lese ich Zeitschriften.
    Was die Fotos betrifft: ich fotografiere schon lange und ziemlich gut (sagen anderen und sagen gewonnene Fotowettbewerbe). Ich habe mir – angeregt von den vielen professionellen Fotos auf vielen Blogs – sogar ein Fotozelt gekauft. Nur hab ich meistens gar keine Lust, das dauernd auf und wieder ab zu bauen, nur um eine Creme, eine Tüte Bonbons oder sonst irgendein Testprodukt zu fotografieren. Schon gar nicht mit lauter Klimbim drum herum. Solche Fotos sind schön, keine Frage, aber was haben sie mit dem Alltag zu tun? Ich finde es authentischer, wenn ich zu einem Produkttest eben genau solche Alltagsfotos zu sehen bekomme. Außerdem: bei den meisten Tests (ob direkt von der Firma oder über Communities) gehen die Rechte an den Hersteller über. Geld dafür gibt´s keins, aber der Hersteller spart sich das Geld für Profifotografen. Bin ich doof und mache Werbefotos für lau?
    Meine Intention zu bloggen ist wie die deine: Spaß am Schreiben und ein paar nette Leser/innen, etwas Feedback und mit ein wenig Glück macht es einigen Leuten richtig Spaß oder ist sogar hilfreich für eine Kaufentscheidung, wenn sie einen Bericht von mir lesen. Das müssen keine tausende sein. Und ich schreibe, wann ich Lust habe und worüber ich mag – ob nun Produkt oder Reisebericht, da lege ich mich auch nicht fest.

    Mach du weiter so „unperfekt“, das passt schon 😉
    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Prüfkiste sagt:

      Ich mag deine Fotos auch, vor allem, weil du meistens auch auf Schnickschnack verzichtest, der zu sehr ablenken würde. Ich habe auch einen kleinen Fotowürfel, den nutze ich auch öfter weil ich ihn gar nicht erst abbaue, aber bevor er seinen festen Platz im Gästezimmer bekommen hat, hat er ganz schön Staub angesetzt. 😉

  22. TaTi sagt:

    Huhu Tanja,

    sehr schön geschrieben, deine Ironie bringt mich zum Schmunzeln. 🙂

    Ich denke, jeder sollte es so handhaben, wie er es mag, solange er mit dem Herzen bei der Sache ist. Blogs, die nur da sind, um Produkte „abzuzocken“, verabscheue ich dagegen sehr, weil sie unseren Ruf schädigen.

    Und ja, mein Blog ist auch bunt gemischt, aber ich mag es gar nicht ändern, einfach weil ich all diese Themen spannend finde.

    Fotos sollten schon ansprechend sein, sie müssen aber in meinen Augen keinesfalls perfekt sein.

    Viele liebe Grüße – TaTi

    • Prüfkiste sagt:

      Ja, diese Abzockerblogs erkennt man ja meistens daran, dass sie ziemlich inhaltsfrei sind, aber anscheinend mögen manche Firmen das? Oder haben sie nur Glück beim losen? 😉

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